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Was vom Tage übrig bleibt (5. Juni 2015): der Mann, der Beckenbauer war, und die Sklaven in Katar

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Natürlich hat der Franz das so nicht gesagt. Es war in Wirklichkeit Schorsch Aigner, der da sprach, und wie das kam, warum das Skript nicht korrekt befolgt wurde … ach, sehen Sie doch selbst. Schorsch Aigner klärt das und vieles mehr aus seinem Leben und dem des Beckenbauers, vom den wir dachten, es sei der Beckenbauer, auf.

War das klar genug?

Eine Enthüllungsstory der ARD:

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Was vom Tage übrig bleibt (4. Juni 2015): FIFA, natürlich die FIFA

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Moin, moin. Und es war auch wieder eine aufregende Nacht.

1) Das Geständnis von Chuck Blazer schon gelesen? Habe es noch in der Nacht zur Lektüre aufgearbeitet. Die herrlichsten Geschichten stehen ohnehin in der Anklageschrift und dem CONCACAF-Bericht von 2013 und einigen Medien, die darüber im Laufe der Jahre ausführlich berichtet haben. Mein Favorit ist, glaub ich, die Nummer, dass Chuck seiner Katze auch ein Appartment im Trump Tower gemietet hat – auf CONCACAF-Kosten.

2) Inzwischen hat sich auch Jack the Ripper wieder per Video zugeschaltet und eine weitere Lawine an Enthüllungen versprochen:

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Nachtlektüre: das Geständnis von Chuck Blazer #FIFAcorruption

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Die amerikanische Justiz hat das nächste Dokument zur FIFA-CONCACAF-Korruption veröffentlicht, das seit einigen Stunden weltweit verhandelt wird: Die Geständnisse von Mr. Ten Percent Chuck Blazer, dem, wenn ich korrekt überflogen habe, viel mehr als 50 Jahre Gefängnis gedroht haben.

Das Dokument:

Das Justice Department hatte bereits vor einer Woche mitgeteilt:

On Nov. 25, 2013, the defendant Charles Blazer, the former CONCACAF general secretary and a former FIFA executive committee member, waived indictment and pleaded guilty to a 10-count information charging him with racketeering conspiracy, wire fraud conspiracy, money laundering conspiracy, income tax evasion and failure to file a Report of Foreign Bank and Financial Accounts (FBAR).  Blazer forfeited over $1.9 million at the time of his plea and has agreed to pay a second amount to be determined at the time of sentencing.

Die einzelnen Geständnisse:

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BREAKING: die Abstimmung zum neuen FIFA-Präsidenten

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Interpol Red Notices vom 3. Juni 2015: Jack Warner, Nicolás Leoz, Alejandro Burzaco, Hugo Jinkis, Mariano Jinkis, José Margulies

Interpol Red Notices vom 3. Juni 2015

ZÜRICH. Der Wunsch der Diskutanten hier ist mir Befehl. Beleben wir also eine gute alte Tradition und beginnen schon mal mit der Abstimmung über den neuen FIFA-Präsidenten, während FBI, IRS, SFO, die Bundesanwaltschaft, Jennings & Co noch ermitteln.

Ich hoffe auf rege Beteiligung. Teilen, tweeten, empfehlen!

Die Wahl kann nach Belieben manipuliert werden.

(Auf besonderen Wunsch eines Stammlesers, dem ich einfach nichts ausschlagen kann, steht auch „ich“ in der Liste.)

Wer soll Nachfolger von Kim Il-Blatter als FIFA-Präsident werden?

Lade Umfragedaten…

Und hier geht es zum Bookshop.

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live-Blog: das Wunder von Zürich – Sepp Blatter tritt (tatsächlich) zurück

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ZÜRICH. Bin noch den ganzen Tag hier. Am Tag nach dem angekündigten Rücktritt wird dieser Eintrag laufend ergänzt – mit Links, Anmerkungen und Dokumenten. Bis zum Ende scrollen …

2. Juni, 18.56 Uhr: Es ist aus. Das Spiel ist aus. Aus. Aus. Aus. Ciao, Sepp. Vor wenigen Sekunden ist Joseph Blatter (79) in Zürich zurückgetreten. Es soll so schnell wie möglich ein Außerordentlicher Kongress durchgeführt werden, um seinen Nachfolger zu wählen. Sitze gerade in den Büros des Schweizer Fernsehens, wo ich nachher in Der Club live diskutiere.

Ich habe nicht gejubelt. Ich schreie nicht. Ich nehme zur Kenntnis. Bei allem habe ich doch noch Respekt vor Sepp. Auf eine bestimmte Art. Wir haben viel erlebt, in gewisser Weise auch gemeinsam. Mir gehen zwanzig Jahre Arbeit durch den Kopf, viele Jahre und Bücher davon gemeinsam mit Thomas Kistner. Ich denke an Andrew Jennings, gerade vorhin haben wir wieder telefoniert und uns gefragt, wie lange es noch dauert.

Jetzt ist es soweit. Jetzt müssen weitere Rücktritte folgen. Die UEFA muss natürlich ebenso, sorry, gesäubert werden.

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Was vom Tage übrig bleibt (2. Juni 2015): Teixeira, Rowdypublizist Köppel, IOC, Olympia 2022, FIFA-Pressekonferenz, SRF „Der Club“

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

Moin moin. Bin gleich wieder auf dem Weg in meine zweite Heimat, nach Zürich. Heute Abend (22.25 Uhr) Diskussion in „Der Club“ auf SRF 1 mit Roland Büchel (Nationalrat SVP), Walter de Gregorio, Guido Tognoni, Daniel Jositsch (Nationalrat SP) und Gastgeberin Karin Frei:

Einige Hinweise:

1) Das kam wegen der FIFA hier zu kurz: Am Sonntag hat IOC-Präsident Thomas Bach die Besetzungen der IOC-Kommissionen veröffentlicht. Wurde alles etwas umgemodelt, werde darauf bald eingehen, bin ab Sonntag beim IOC in Lausanne, da ist Zeit dafür – und auch für die Olympiabewerbung 2022.

Ich habe im vergangenen Jahr während der Sotschi-Spiele mal ein Olympic Poem verfasst, das ich „Olympiagold für ARD-Reporter im Schleimspursurfen“ nannte. Nun, dieser Reporter sitzt jetzt auch in einer der IOC-Kommissionen.

2) Gestern veröffentlicht: Der Evaluierungsbericht zur Mini-Bewerbung um die Winterspiele 2022 mit Almaty und Peking. Dazu kommende Woche mehr live vom IOC-Seminar aus Lausanne.

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Was vom Tage übrig bleibt (1. Juni 2015): FIFA, Warner, Jennings, Jauch, Oliver …

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

1) Am jüngsten Video des Blatter-Stimmenbeschaffers und FIFA-Ganoven Jack Warner ist vieles lustig. Auch das:

2) Ich beneide Peter Ahrens absolut nicht, die von der Jauch-Redaktion produzierte Inhaltsleere in Worte zu fassen. Er war sehr zahm, der Frühkritiker auf Spiegel Online, und gewiss auch ziemlich klug, es so sachlich und vorsichtig zu skizzieren.

@Peter_Ahrens schreibt u.a.:

Aber wenn Bauer hervorhebt, dass „man von Glück sagen kann, dass die ARD Geld in die Hand nimmt, um kritisch über die Fifa und Katar zu berichten“, dann hätte man sich über einen Einwurf gefreut, dass es dieselbe ARD ist, die gemeinsam mit dem ZDF 218 Millionen Euro für die WM in Russland ausgibt und 214 Millionen Euro für die WM in Katar. Und damit mithilft, das System Fifa grundlegend zu stützen.

Ebenso kein Wort darüber, dass die Bundeskanzlerin Blatter das Bundesverdienstkreuz umgehängt hat, dass die Sommermärchen-WM 2006 auch durch dubiose Umstände an Deutschland vergeben wurde, dass Roth 2011, als die Frauen-WM nach Deutschland gegangen war, voller Lob für den Ausrichter Fifa war. Lieber nicht.

3) In der aufgeregten FIFA-Diskussion, bei der jeder prominent mitreden darf, ohne ein Mindestmaß an Kenntnis (s.o.), gehen wichtige Details und kausale Zusammenhänge leider verloren. Immer wieder höre ich die Frage, auch in der o.g. Sendung, auch von Joseph Blatter und seinen fürs Lügen und Irreführen bezahlten Propagandisten, warum das FBI, warum die IRS eigentlich ermittelten. Gern wird, von Blatter und natürlich auch von seinem langjährigen Kumpanen und Stimmenbeschaffer Jack Warner, die Mär von einer amerikanischen Verschwörung aufgetischt. Dabei ist es doch so einfach. Ein miteintscheidender Grund, warum das FBI die Recherchen ab 2011 forcierte, heißt Andrew Jennings. Ein Grund sind also journalistische Enthüllungen, war 2011 zeitnah hier nachzulesen. Die Abläufe lassen sich belegen. Ich empfehle ernsthaft, auch die Links in den folgenden drei Tweets zu klicken. Niemand wird deshalb dümmer – im Gegenteil. Vielleicht hilft das sogar der nächsten Talkshow-Redaktion, sollte die Interesse an Inhalten haben:

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FIFA-Nachbereitung

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ZÜRICH. Hatte gerade auf dem Flughafen noch ein wenig Zeit, die Kommentare zu jenen Elaboraten zu überfliegen, die von mir zuletzt auf Spiegel Online verfasst wurden. Recht haben die Idioten, ich bin (alles Zitate):

  • ein Teenager
  • eine journalistische VollNULL
  • ein Nichtsmerker
  • ein kleines Journalistenlicht
  • Teil einer Spezies die mit Unvermögen glänzt
  • trunken vom Sieg über Theo Zwanziger
  • ein Herumschwadronierer

Zudem:

  • Weinreich möchte das aus Kolonialzeiten oder dem kaiserlichen Drei-Klassen-Wahlrecht stammende Abstimmungsverhalten bei der FIFA neu beleben. Das hat einen deutlich rassistischen Unterton

Gefällt mir.

Ich werde heute von zu Hause ein bisschen bloggen, muss aber nach meiner Rückkehr zunächst mal Fußball spielen. was mich vor allem interessiert, ich hoffe, da kann jemand helfen:

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live aus Zürich: der Tag danach im Home of FIFA

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ZÜRICH. Moin moin. Nun geht es hier also doch noch mit mir weiter. Bin gleich unterwegs auf den Zürichberg, wo Sepp in Kürze sein neues Exekutivkomitee versammelt. Mit dem schweigsamen Wolfgang Niersbach, der gestern leider so heftig mit sich und seinem Innersten gerungen hat, dass er glatt vergaß, auf dem FIFA-Kongress irgendetwas zu sagen und überhaupt mal ein Zeichen zu setzen. Leute, vergesst all den Unsinn, all die vielen Interviews – gestern war wichtig. Und da war wieder mal Handlungsstarre bei DFB/DFL-Vertretern. Wie immer. Es zählen nicht Worte, sondern Taten.

Aber gefühlige Texte über den ach so schwierigen Spagat, der einem wie Niersbach die Männlichkeit zu zerreißen droht, ob nun in einer großen „Nachrichten“agentur oder anderswo, die hat der Wolle Niersbach natürlich bekommen. Gestern durfte er auch noch in einem „Interview“ seine Sicht der Dinge loswerden, nachdem sein rückgratsloser Pressechef einen Großteil des Kongresses neben den Reportern verbracht hatte. Das ist ganz einfach.

Halten wir kurz mal fest. Natürlich ist Niersbach kein „Blatter-Kritiker“. Nie gewesen. Er ist Teil des Systems, verwoben mit Blatter, mehr noch mit Platini – und all den anderen.

So geht das, wenn man Rückgrat hat (und was anderes).

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