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live-Blog aus Kuala Lumpur #IOC: Almaty vs Peking, Thomas Bach, Agenda 2020 und kasachische Schokolade

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KUALA LUMPUR. Der Mittwoch begann um 3.45 Uhr (MESZ) so wie der Dienstag um 22.16 Uhr (MESZ) geendet hatte: Mit einer Begegnung mit Andrej Krjukow, dem Chef des Olympiabewerbungskomitees aus Almaty. Krjukow gehörte zu jenen Schergen des Scheichs (so habe ich sie bislang immer genannt), die mir vor knapp zwei Jahren in Buenos Aires an die Technik gegangen sind. Und wenn ich was nicht leiden kann, dann ist es, wenn mir jemand in irgendeiner Weise unsanft an meine geliebten Arbeitsmittel geht, ob Kamera, iPhone oder was auch immer. Das ist ein No-Go!

Die Geschichte machte damals schnell die Runde im olympischen Völkchen. Ich bin aber nicht nachtragend, ich vergesse nur nichts.

Andrej Krjukow ist hier mal nicht für den Scheich unterwegs und auch nicht für die FINA, wo er im Wasserball-Komitee unter dem künftigen FINA-Präsidenten und Scheich-Ahmad-Adlatus Husain Al-Musallam noch Großes vor hat. Andrej K. will Almaty im Auftrag des kasachischen Diktators und Putin-Verbündeten Nursultan Nasarbajew zum Olympiasieg führen. Da sich das Bewerberfeld auf wundersame und sporthistorisch einmalige Weise selbst dezimierte, der Reihe nach Graubünden, München, Stockholm, Krakau, Lemberg und Oslo ausschieden, blieben nur Almaty und Peking übrig:

Schnee vs Staub.

Wintersport vs Nichts.

Infrastruktur vs absurde Entwicklungspläne.

Dennoch sah es bis vor einiger Zeit so aus, als sollte das Nichts gewinnen, also Peking.

inzwischen scheint sich Almaty auf Augenhöhe zu bewegen, der einzig geeignete Olympiagastgeber der verbliebenen beiden Bewerber ist es ohnehin.

Vielleicht hat sich sogar beim China-Sympathisanten Thomas Bach die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine Vergabe der Winterspiele 2022 seine Agenda 2020 zur Makulatur verkommen lassen würde. Nach seiner Amtsübernahme im Herbst 2013 zählte es zu Bachs ersten Jobs, Chinas KP-Chef Xi Jinping mit dem Olympischen Orden zu ehren.

Vielleicht.

Darüber wird zu reden sein, heute, bis Freitag und darüber hinaus.

8.05 Uhr: Multitasking ist angesagt, as always. Pressekonferenz des IOC-Chefs.

Aus Kuala Lumpur geht es für Thomas Bach gleich weiter nach Rio de Janeiro. In der Olympiastadt 2016 sollen am 5. August die olympischen Testwettbewerbe im Rudern beginnen. Da will er sich anschauen, wie viele Boote im Dreck untergehen.

Große Herausforderungen sind dazu da, um sie zu meistern“

Sagt Bach.

Er sei erstaunt, wie genau man Fortschritte messen könne. Gerade hatte es noch geheißen, 26,1 Prozent der Sportstätten seien fertig. Eine Woche später teilt man mit: es seien schon 26,2 Prozent. Nicht unwitzig.

(Wobei ich nicht richtig verstanden habe, ob es um Sportstätten ging. Aber das ist nicht so wichtig, er hat die Zahlen beispielhaft genannt.)

Issues in Rio?

First of all the cleaning of the bay!“

Olympiasieger Pieter van den Hoogenband hat das unlängst in zahlreichen Fotos für die Nachwelt festgehalten. (Auch deutsche Segler hatten mal eine Webseite dazu eingerichtet, die ich gerade nicht finde.) So sieht das aus:

pvdh-copacabana-pollution

Es ist die auf derlei Anlässen übliche olympische Rundreise gemäß Agenda der Exko-Sitzung. Nun also zu Tokio 2020 und dem Problem mit dem Stadion, dessen weitere Planung auf Geheiß des Ministerpräsidenten Shinzo Abe erstmal eingestellt wurde.

Der eigentliche Stadionbau sei nicht das Kostenproblem, sagt Bach, es sei vielmehr das Dach, was so teuer werde. Die Materialkosten wären in den vergangenen Jahren extrem gestiegen – was in der Tat ausführlich berichtet wurde.

In such times you would not like to build the most expensive stadium in the world.“

Nun zu Olympiabewerbungen und den gestern reduzierten Bewerbungsgebühren. Gerade in der ersten Phase sollten die Städte weniger Lobbyisten und Planer für viel Geld verpflichten, sondern zunächst mal mit dem IOC reden.

Jetzt spricht er über seine jüngste Idee, den Sitzungssaal der IOC-Session „im parlamaentarischen Stil“. Das hatte ich gestern glatt vergessen zu beschreiben, als ich mich bei einem der Fotos auf die Staubsauger konzentriert hatte. In der Tat sind Präsidium und Sitze der normalen Mitglieder halbkreisartig angeordnet. Redner stehen ab Freitag an einem Pult in der Mitte. Dies sei im Sinne der olympischen Agenda 2020, sagt Bach. Was man da so alles hinein interpretieren kann.

Zu Boston:

The situation has not changed. We have the commitment for a 2020 candidature. It is up to the relevant NOC, in this case the USOC, to chose the right city.“

# At some stage I gave up following because it was really confusing, almost every day there was a new project with new people.

# Obviously Boston did not deliver on the promises they made to the USOC when Boston was elected.

The US is one of a few countries in the world who have the luxury to have a couple of cities capable to deliver an olympic bid.

(So ungefähr, kann mich beim live notieren nicht für jede Silbe verbürgen.)

Er redet übrigens schon wieder vom „spirit of the olympic agenda 2020″.

Ein Chinese fragt ihn ernsthaft, welche der durchweg bahnbrechend progressiven Punkte der Agenda 2020 er als den vielleicht progressivsten bezeichnen würde.

Danke für die Vorlage, denkt sich der Linksfuß Bach, der gern kickt und Elfmeter versenkt. Auch diesen haut er nicht daneben und holt ein paar Minuten aus, um seine eigene Agenda zu loben. Dabei vergisst er natürlich nicht, das Starterfeld für 2024 zu erwähnen. Hamburg ist als Lückenbüßer dabei durchaus wichtig.

Oh, während der Session wird es den ersten Jahresbericht des IOC geben – für 2014.

Hatte er die Tage Kontakt zum USOC? Was hält er von Los Angeles?

We have this commitment from USOC for an US candidature for 2024. I have no reason to doubt this commitment by USOC. Is is now an internal issue for USOC to determine the most appropriate city. It is not up to the IOC to give advice.“

Natürlich erwähnt er einmal mehr, das wird jetzt gewiss niemanden verwundern, die Heldentaten der Agenda 2020, die Veröffentlichung der Host City Contracts – der für 2024 soll mit den Pflichtenheften am 16. September veröffentlicht werden – und die Beratungsphase zu Beginn von Olympiabewerbungen.

Kleinigkeit: Die Olympiabewerbung 2022 sei die letzte VOR der Agenda 2020, sagt er.

Die Frage hatte ich gestern mehrfach diskutiert. Wird er sich etwa rausreden, sollte Peking gewählt werden, in dem er sagt: Nun, mit der Agenda 2020 wird alles besser, aber diese Bewerbungen starteten halt früher.

Rausreden ist nicht: Denn diese Bewerbungen (von Almaty, Peking, Oslo, Krakau …) begannen, da war Bach bereits Präsident. Die offizielle Applicant Phase wurde im November 2013 eingeleitet.

14.52 Uhr: Mal was anderes. Habe gerade von einer zauberhaften TV-Reporterin aus Kasachstan aus dem Nichts eine Tafel Schokolade geschenkt bekommen. Was bedeutet das? Bin ich zu schlank?

TBC

Die neuen Regeln in diesem Blog habe ich gestern ausführlich erläutert und am 20. Juli während eines Besuches bei der FIFA erstmals ausprobiert.

  • Besonders aufwändige Beiträge und derlei irre live-Blogs aus allen Ecken der Welt sind ab sofort gegen eine kleine finanzielle Entschädigung zu haben. Das wird manchen gewiss einleuchten. Reisen, Recherche und Expertise kosten mich eine Menge – darauf habe ich in den vergangenen Jahren, in denen ich aus etwa 25 Ländern auf sechs Kontinenten einige Male wochenlang Tag und Nacht gebloggt habe, mitunter hingewiesen.
  • Das Blog gibt es nun auch im Abonnement – bei LaterPay und im Shop.
  • Via LaterPay (ein FAQ dazu folgt) können Sie (könnt Ihr) IOC-Tagestickets oder andere Zeitpässe buchen.
  • Ein Tagesticket für die IOC-Berichterstattung aus Kuala Lumpur kostet 1,99 Euro (inklusive Zugang zu mehr als 1.100 Beiträgen hier im Blog).
  • Die komplette Berichterstattung aus Malaysia über acht Tage ist inklusive eines Discounts für 13,99 Euro zu haben.
  • Am Ende eines jeden Beitrages finden Sie entsprechende Pässe, auch einen Drei-Monats-Pass und ein Jahres-Abo, das ein Exemplar des Ebooks „Macht, Moneten, Marionetten“ beinhaltet.
  • Schauen Sie ruhig einmal in den Sport and Politics Shop.

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live-Blog aus Kuala Lumpur: Boston 2024, IOC, Olympiawahl 2022 Peking vs Almaty & more

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KUALA LUMPUR. Auf geht’s. Eine Woche lang live-bloggen von der 128. IOC-Vollversammlung im KLCC (Kuala Lumpur Congress Centre). Habe meinen ersten Technik-Crash hinter mir, meinen Jetlag nach wilden, schlaflosen Tagen inklusive eines Arbeits-Aufenthalts in Katar überwunden. Es kann nur besser werden. Und das wird es, promise.

Am Raum für die IOC-Session muss noch ein wenig gewerkelt werden. Gerade sind zwei Helfer mit dem Staubsauger zugange - erinnert mich an Joseph Blatter vergangene Woche, der erstmal saubermachen ließ  nach dem Falschgeld-Regen.

Am Raum für die IOC-Session muss noch ein wenig gewerkelt werden. Gerade sind zwei Helfer mit dem Staubsauger zugange – erinnert mich an Joseph Blatter vergangene Woche, der erstmal saubermachen ließ nach dem Falschgeld-Regen.

Was biete ich bis zum 4. August so ziemlich rund um die Uhr?

Ein hintergründiges 24/7 live-Blog rund um alle kleinen und großen Events und Entwicklungen hier im Herzen von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur – aus dem KLCC-Komplex im Schatten der Petronas-Towers, aus den Luxushotels des IOC (Mandarin Oriental, wo auch schon einige Wahl-Schlachten in Asiens Fußballverband AFC geschlagen wurden) und der Olympiabewerber Peking und Almaty (Traders Hotel, Hyatt). Es soll ein live-Blog in bester Tradition von Sport and Politics werden, wie einst während der Olympischen Spiele in Peking, Vancouver und London, von der Fußball-WM in Südafrika, von der Thomas-Bach-Krönung aus Buenos Aires und vielen anderen IOC- und FIFA-Terminen, wie zuletzt aus Lausanne und Zürich. Es soll besser und umfangreicher werden als je zuvor – volle Pulle. Natürlich auch mit vielen Links und Leseempfehlungen.

Neu ist allerdings, dass dieses live-Blog komplett nur gegen Buchung einer Eintrittskarte verfügbar ist.

In kleinerem Rahmen habe ich das kürzlich von der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees in Zürich erstmals ausprobiert. Via LaterPay (ein FAQ dazu folgt) können Sie (könnt Ihr) IOC-Tagestickets oder andere Zeitpässe buchen.

  • Ein Tagesticket für die IOC-Berichterstattung aus Kuala Lumpur kostet 1,99 Euro (inklusive Zugang zu mehr als 1.100 Beiträgen hier im Blog).
  • Die komplette Berichterstattung aus Malaysia über acht Tage ist inklusive eines Discounts für 13,99 Euro zu haben.
  • Am Ende eines jeden Beitrages finden Sie entsprechende Pässe, auch einen Drei-Monats-Pass und ein Jahres-Abo, das ein Exemplar des Ebooks „Macht, Moneten, Marionetten“ beinhaltet.
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Wenn ich live sage, dann meine ich das auch so – inklusive aller Wirren des Tagesgeschäfts und inklusive vieler Schilderungen der begrenzten journalistischen Möglichkeiten und Arbeitsbedingungen bei so einem Termin. Das war im Blog immer so, es gehört für mich spätestens seit 2008 untrennbar zu einer einigermaßen glaubhaften Darstellung. Ich werde wie immer einen Teil der Berichterstattung über Twitter erledigen (bitte dazu rechts unbedingt die Timeline verfolgen, denn natürlich wird nicht jeder Tweet hier im Text eingebunden). Und es wird nach langer Zeit wieder einige Videos geben.

Diese Optionen möchte ich künftig regelmäßig bieten – für komplett geschnittene Beiträge bleibt zwar kaum Zeit, aber schräge und erklärende Sequenzen sowie Interviews sind hier in KL allemal drin, dafür wurde technisch noch ein bisschen nachgerüstet. Zuletzt habe ich das etwas ausführlicher vor mittlerweile sechs Jahren gemacht – beim Olympischen Kongress 2009 in Kopenhagen, als ich einige Dutzend IOC-Mitglieder und Verbandspräsidenten um ihre Meinung zur Frage bat, ob der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur (WACA) brauche.

Die Antwort von Joseph Blatter aus dem Jahr 2009 hat es im vergangenen Jahr sogar in die heute-Show geschafft (wenngleich ohne Quellennennung) und bleibt bis heute legendär aktuell:

Es war übrigens jenes Gespräch mit Blatter (geführt für einen Radiosender), in dem er munter über den Friedensnobelpreis plauderte. Sein größter Traum, der ausgeträumt ist, selbst wenn sich sein Kumpel Wladimir Putin noch mächtig einsetzt für ihn und meint, Blatter habe den Nobelpreis verdient wie kein anderer. (Wenigstens kam Putin nicht auf die Idee, sich selbst vorzuschlagen.)

Technisch wird das aus Kuala Lumpur alles viel hübscher, keine Sorge. Es ist angerichtet. (Und schlimmer als heute morgen, als mir zwei Office-Pakete abgestürzt sind – das alte MS 2011 für Mac und das Office365 für Mac -, was mich wohl zum endgültigen Umstieg bringt, kann es nicht werden. Einen Text für Spiegel Online habe ich verspätet geschickt, aber nun läuft die Technik wieder.)

Lassen Sie sich überraschen. Die Qualität dieser Berichterstattung und künftiger Projekte hier im Blog können Sie sehr wohl beeinflussen. Entschuldigung, wenn ich immer wieder darauf hinweise, habe das zuletzt auch aus Zürich erwähnt: In den vergangenen Jahren habe ich im Blog aus mehr als zwei Dutzend Ländern von allen Kontinenten berichtet, teilweise einen Monat lang. Es wird nicht leichter, es soll hier aber weiter recherchiert und hintergründig live veröffentlicht werden, dafür müssen gewisse Voraussetzungen gegeben sein. Journalismus kostet Zeit, Kraft, Wissen und Geld.

Damit genug der Vorrede.

Viel Vergnügen!

Olympia 2022, Olympia 2024, Agenda 2020, Gigantismus und Menschenrechte, #FIFAcrime, der Scheich und Platini (der morgen oder übermorgen seine Kandidatur bekannt gibt), TV-Milliardenverträge, die Neugestaltung von SportAccord, viele Personalien und Geschichten – es wird und bleibt spannend.

11.37 Uhr: Press Briefing mit IOC-Propagandachef Mark Adams. Thomas Bach gibt morgen seine Presskonferenz.

# Host City Contract (HCC) 2022 wird am Wahltag veröffentlicht – also an diesem Freitag. Das war gestern noch ein Problem für Bostons Bürgermeister Marty Walsh (war aber ohnehin zu spät). Ich dachte eigentlich, der HCC 2024 würde in Kürze veröffentlicht. Mag sein, dass ich was falsch verstanden habe und die ihr Herrschaftswissen mit der Öffentlichkeit dann erst in zwei Jahren teilen? Das würde imho auch den Darstellungen der Hamburger Bewerber und des DOSB widersprechen, wonach der HCC bald vorliege.

# Im HCC 2022 sind 818 Millionen Dollar aus den IOC-Vermarktungserlösen für den Olympiagastgeber vorgesehen (Peking oder Almaty). 2024 wird es noch viel mehr sein, sagt Adams. Sollten ca. 1,5 Milliarden sein.

# Candidature Service Fee für die Olympiabewerbung 2024 wurde von 650.000 auf 250.000 Dollar verringert.

# Das Exekutivkomitee hat den Rückzug von #Boston2024n nicht diskutiert, sagt Adams und wiederholt das Statement von heute Morgen. Man sei zuversichtlich, dass es ein starkes Bewerberfeld gebe … etc pp

# Seit Sotschi hat das IOC 18 Verträge im Wert von 14 Milliarden Dollar unterzeichnet.

Hammer. Das ist noch mehr, als man aus gelegentlichen Pressemitteilungen (und noch selteneren Summen, die darin genannt wurden) herausfiltern konnte. Bin bisher immer von ca 12-13 Milliarden Dollar ausgegangen, die unter Bach seit 2013 erlöst wurden. Von insgesamt 38-40 Milliarden in der Geschichte des IOC. Werde das nacharbeiten.

11.41 Uhr: Habe Adams nochmal nach den Verträgen im Detail gefragt. Es gibt natürlich keine Auflistung aller Kontrakte, weder im Sponsoren-, noch im TV-Bereich. Angeblich seien einige Partner dagegen, sagt Adams. Bei ARD und ZDF ist das tatsächlich so – diese öffentlich-rechtlichen Sender betrachten Zahlungen ans IOC (oder die FIFA) als Geschäftsgeheimnis. Aber das ist nicht der Grund, warum sie 2016 in Rio zum vorerst letzten Mal Olympia komplett übertragen.

Adams meinte noch, ich könne doch aus denjenigen Summen, die genannt werden, und denjenigen, die nicht genannt werden (die Mehrzahl) selbst hochrechnen.

Danke.

Das also sagt ein IOC-Kommunikationsdirektor. Und muss dazu selber lachen.

Ich habe für „Macht, Moneten, Marionetten“ etliche solcher Hochrechnungen angestellt und in Tabellen/Diagramme gegossen. War eine Heidenarbeit. Muss das künftig mit dem Excel/Numbers-Zeug besser hinkriegen. Kenne allerdings keine vergleichbaren Hochrechnungen (Zitat Adams) und muss mich da überhaupt nicht verstecken. Im viel gelobten Buch „Circus Maximus“ des amerikanischen Ökonomen Andrew Zimbalist sind die Zahlen erschreckend dünn und inaktuell. Zimbalist hat sich nicht mal die Mühe gemacht und richtiges Material gesammelt. Er hat lediglich ein paar alte IOC-Angaben kopiert. Auch deshalb kann ich das Büchlein nicht ernst nehmen.

Mal schauen, ob ich hier in Kuala Lumpur ein paar frische Finanz-Übersichten erstellen und veröffentlichen kann. Es werden allerdings nur Näherungswerte. Auf den aktuellen Geschäftsbericht des IOC wartet die Welt noch immer.

TBC

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Was vom Tage übrig bleibt (24. Juli 2015): Jack Warner, Play the Game 2015, WADA, Bundestag #Antidopinggesetz, David Walsh, TdF, Berlin 2024, #FIFAcrime, Pechstein & more

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1) Einige Wochen nach Veröffentlichung des Anti-Doping Rule Violations Report stellt die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA ihren Jahresbericht 2014 online und nennt das Papier „A new chapter for clean sport“. Nun ja. Als Übersicht Pflichtlektüre, dahinter verbergen sich viele Geschichten.

2) Zum Thema Doping/rechtliche Aufarbeitung drei Leseempfehlungen:

  • Joachim Mölter in der SZ über den 1.500-m-Weltrekord der Äthiopierin Genzebe Dibaba: „Schneller als die Schildkröten-Armee“
  • Michael Reinsch in der FAZ über Claudia Pechstein und ihre 120 Unterstützer (Sportler, Funktionäre) beim Versuch, Paragraph 11 des geplanten Antidopinggesetzes auszuhebeln, der die Sportschiedsgerichtsbarkeit stärken soll. Pechstein & Co. wollen aber vor ordentliche Gerichte ziehen dürfen: „Angriff auf Schiedszwang“

3) Zum Antidopinggesetz fand kürzlich eine Anhörung im Bundestag statt.

Hier das Wortprotokoll (komischer Weise gekennzeichnet: „nur zur dienstlichen Verwendung“).

Auf der Bundestags-Homepage werden zusätzlich die Stellungnahmen der Sachverständigen veröffentlicht. Ich finde die Ausführungen der Sportler besonders interessant (im Protokoll z. Bsp. Olympiasieger Robert Harting und Christian Schreiber, Vorsitzender der DOSB-Athletenkommission, der sich anders als sein Vorgänger durchaus mit von der Haltung des Einheitsverbandes abweichenden Meinungen profiliert).

5) In Aarhus findet vom 25. bis 29. Oktober 2015 die nächste Play the Game Konferenz statt. Wie immer empfehle ich jedem: Buchen! Dabei sein! (Offenlegung: Auch diesmal arbeite ich ein wenig im Programmkomitee mit und versuche behilflich zu sein. Werde dort auch Sessions leiten und Vorträge halten.)

Die Booklets der vergangenen Konferenzen:

Søren Bang zu den jüngsten Ergebnissen der Governance-Studie von PTG und anderen Institutionen:

* * *

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Dieser Beitrag ist frei.

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live aus Zürich: Vorstandssitzung des Crime Syndicates FIFA

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ZÜRICH. Grüezi. Es wird wieder ein heißer Tag in Zürich – wie seit Wochen nun schon. Ich werde rund um die außerordentliche Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees den ganzen Tag über live bloggen. Notizen, Beobachtungen, Erklärungen, Links, schräges und dummes Zeug, hoffentlich einige Einordnungen – und bestenfalls sogar hilfreiche Gedanken. Twitter ist wie immer inklusive.

Viel Vergnügen.

Crime Syndicate steht in der Überschrift. Hart aber angemessen.

Interessant wird schon mal sein, wer aus dem Exekutivkomitee auf die Reise nach Zürich verzichtet, eventuell aus Sorge, von der Polizei festgenommen zu werden. Wolfgang Niersbach, der oberste Opportunist des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der sich dieser Tage zahlreicher relativ flacher und mitunter hymnischer Würdigungen in deutschen Medien erfreut, wird im Home of FIFA zugegen sein, davon gehe ich aus.

Die Tagesordnung ist überschaubar:

exco-agenda-20072015

Joseph Blatter hat also weiter das Kommando, trotz angekündigten Beiseitetretens auf einem außerordentlichen Wahlkongress, der gemäß Traktandenordnung heute einberufen werden soll. Schaun mer mal.

Für 10.30 Uhr haben SKINS Chairman Jaimie Fuller und #NewFIFAnow gemeinsam mit dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB/ITUC), dem Kampagnen-Netzwerk Avaaz („Rote Karte für Sepp Blatter“) und Transparency International (TI) zur Pressekonferenz ins nahe gelegene Sorrell Hotel Zürichberg geladen – dort hatten Ende November/Anfang Dezember 2010 die australischen WM-Bewerber für 2022 logiert, die vom FIFA-Exekutivkomitee mit einer lausigen Stimme abserviert worden sind.

@newFIFAnow hat am Wochenende allen FIFA-Exko-Mitgliedern eine Email geschrieben, darin heißt es u.a.:

As an Executive Committee member, we suggest you have two choices.

You can go down with what is a sinking ship – to use President Sepp Blatter’s favoured boating analogy. Or you can decide that enough is enough and make a stand.

How? By supporting the call that we have long been advocating – for time-limited independent governance reform of FIFA led by an eminent person to review, develop and implement all aspects of FIFA’s operations including its electoral system, and to conduct fresh elections. (…)

As we see it, this is your opportunity to be on the right side of history. (…)

People want change. As a custodian of the sport – not an owner – you are in a truly unique position to help make it happen.

Join with Coca-Cola, the European Parliament and the growing chorus of advocacy groups who want time-limited independent reform led by an eminent person. We ask you to do the honourable thing and make this happen tomorrow.

For the game, for the world. And for your place in history.

* * *

Und nun eine relevante Information für alle, die hier heute wieder dabei sein möchten:

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  • Einige Archivbeiträge tragen ebenfalls ein Preisschild. Viele Beiträge bleiben frei verfügbar, ab und an werden zusätzliche Leistungen und Dokumente als Ergänzung angeboten.
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Ich hoffe, das System funktioniert, befürchte aber Kinderkrankheiten, wofür ich mich schon mal entschuldige.

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Neues Ungemach für das Crime Syndicate FIFA: Coca-Cola fordert eine unabhängige Führung

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Anders als beim ewigen FIFA-Partner Adidas, der treu zu Joseph Blatter, zur FIFA und zum DFB hält, regt sich bei amerikanischen Sponsoren erster ernstzunehmender Widerstand. Ende Juni hatte es sich bereits angedeutet, dass Coca-Cola vorpreschen würde. Am 9. Juli hat die Coca-Cola Company in einem Brief an die FIFA-Führung verlangt, den so genannten Reformprozess von einem wirklich unabhängigen Komitee kontrollieren zu lassen – das wäre dann auch das Ende der Regentschaft Blatter, denn der ewige Sepp regiert ja trotz seines angekündigten Rückzugs (dem inzwischen etliche Headlines über angebliche Rückzüge vom Rückzug folgten) noch immer im Home of FIFA auf dem Zürichberg.

Die Nachricht von der Coca-Cola-Initiative, die natürlich viel zu spät kommt, aber immerhin, geht gerade um die Welt. Owen Gibson hat sich im Guardian ausführlich dazu geäußert:

Dies wurde heute, drei Tage vor der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am Montag in Zürich, in einem Brief von Coke-Direktor Brent Wilson bestätigt. Wilson schrieb an Sharan Burrow, die Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB/ITUC).

On July 9th, 2015, The Coca-Cola Company formally requested FIFA leadership to support an independent, third-party commission overseen by one or more eminent, impartial leaders to manage the efforts necessary to help reform FIFA’s governance and its human rights requirements. We believe that establishing this independent commission will be the most credible way for FIFA to approach its reform process and is necessary to build back the trust it has lost.“

Was ist „unabhängig“? Das bleibt eine der Kernfragen. Die FIFA hat schon etliche Kommissionen und Komitees „unabhängig genannt.

Als Aperçu der Brief von Coca-Cola an den IGB …

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Hearing in Washington: FIFA as a „mafia style crime syndicate“

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What has been revealed so far is a (FIFA) mafia-style crime syndicate in charge of the sport. my only hesitation in using that term is … it is almost insulting to the mafia.“

Senator Richard Blumenthal (D-CT)

Wer es gestern Abend verpasst haben sollte, sich aber für den Fortgang des FIFA-Krimis interessiert, sollte sich Popcorn holen und dann zwei Stunden in diesem Filmtheater genießen. Die Anhörung vor dem US-Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Transport zum Thema „Examining the Governance and Integrity of International Soccer“.

In den Hauptrollen:

  • Andrew Jennings (seine Texte hier im Blog)
  • Dan Flynn (CEO US Soccer)
  • Sunjeev Bery (Amnesty International)
  • Michael Hershman (Fairfax Group, ICSS/Katar, ehemals Reformkomitee der FIFA)
  • Senator Richard Blumenthal (D-CT)
  • Senator Jerry Moran (R-KS, seine einleitende Rede)

Das Video-Protokoll:

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Programmhinweis: wie das IOC olympische Fernsehrechte verkauft …

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… habe ich drüben auf Krautreporter.de skizziert.

Einen aktuellen Text zur Vergabe der europäischen olympischen TV-Rechte 2018-2024 an den Eurosport-Mutterkonzern Discovery Communications gab es auch auf Spiegel Online.

Viel mehr zur olympischen Vermarktung mit zahlreichen Statistiken, Diagrammen, Grafiken (die bald mal aktualisiert werden müssen) gibt es in diesem Büchlein, das hier im Shop zu erwerben ist:

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Was von der FIFA übrig bleibt (17. Juni 2015): Bundesanwalt Michael Lauber zu Ermittlungen #Russland2018 #Katar2022

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage aus dem olympischen Paralleluniversum. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

Gerade hat der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber in Bern eine Pressekonferenz gegeben. Die FIFA bzw. die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zu den WM-Vergaben an Russland und Katar waren nur ein Thema, wurden aber das Hauptthema. Die offizielle Summary seiner Aussagen:

Die vielleicht interessantesten Punkte:

Generell:

The Office of the Attorney General of Switzerland OAG has opened criminal proceedings against persons unknown on the grounds of suspicion of criminal mismanagement and of money launder- ing in connection with the allocation of the 2018 and 2022 Football World Cups. That was on 10th March 2015. The opening of the OAG’s investigation was based on information contained in the GARCIA report as well as on information taken from the mutual legal request from the US Depart- ment of Justice DOJ. Later on, we have also received suspicious activity reports from the Swiss Financial intelligence unit, the Money Laundering Reporting Office Switzerland MROS. I will come back to the last point later on.

Speziell:

  • The OAG has seized around 9 Tera- bytes of Data. So far, our investigative team obtained evidence concerning 104 banking relations; be aware that every banking relation represents several bank accounts.
  • We note positively that banks in Switzerland did fulfill their duties to file suspicious activity reports. Partly in addition to the 104 banking relations already known to the authorities, banks announced 53 suspicious banking relations via the Anti-Money-Laundering-Framework of Switzerland.
  • The procedure is huge and complex on many levels. I am well aware of that and will act accord- ingly. The risk of loss of evidence is obvious. Any kind of information on the ongoing investigation provided to the public can boost the danger of suppression of evidence. In this regard the OAG will not put at risk investigations neither in Switzerland nor abroad by any wrong acting or wrong communicating.
  • The prosecution is ongoing and will take time. It would not be professional to communicate at this mo- ment a detailed time table. The world of Football needs to be patient. By its nature, this investiga- tion will take more than the legendary 90 minutes.

Es wird Monate, eher Jahre dauern. Ich empfehle weiterhin, nicht sonderlich große Erwartungen zu hegen. Denn natürlich lagern die Beweise über WM-Korruption von Russland und Katar nicht auf FIFA-Festplatten, da muss schon anderswo gesucht werden.

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Was von der FIFA übrig bleibt (16. Juni 2015): der Deal mit Chuck Blazer, John Oliver vs Jack Warner und andere Köstlichkeiten, Berichte von WADA und NADA

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage aus dem olympischen Paralleluniversum. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

1) Natürlich wieder ein netter Zusammenschnitt von extra 3, allerdings mit einem grundsätzlichen Fehler: Der Sepp ist längst noch nicht weg. Er treibt weiter im Home of FIFA sein Unwesen.

2) John Oliver hat im Gefecht mit Jack Warner, der ihn als comedian fool bezeichnete, ebenfalls nachgelegt:

Und nun wieder eine Menge Stoff zum Selbststudium.

3) Auf Antrag mehrerer Medien hat U.S. Distriktrichter Raymond Dearie angeordnet, den Deal zu veröffentlichen, den die heutige US-Justizministerin Loretta Lynch im November 2013 mit dem FIFA- und CONCACAF-Kriminellen Chuck Blazer geschlossen hat. Dass Blazer seit 2011 mit FBI und IRS kooperierte, wurde seit 2011 vielfach berichtet. Seit einem halben Jahr, seit jener Enthüllung der New York Daily News, weiß man darüber mehr und zum Beispiel auch, dass Blazer (nicht nur) während der Olympischen Spiele 2012 in London als Undercover-Agent (geiles Wort, angesichts seiner Leibesfülle) mit verstecktem Mikro Gespräche aufzeichnete – und auf einige Dutzend Personen angesetzt war.

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Was vom Tage übrig bleibt (15. Juni 2015): Warum die European Games in Baku stattfinden

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Nochmal eine Summary, warum diese überflüssigen European Games nach Baku gekommen sind. Über Geldflüsse wird man wohl noch eine Weile reden müssen und vielleicht Dank des Organized Crime and Corruption Reporting Projects (OCCRP) auch einiges erfahren. Khadija Ismailowa ist ja leider gerade im Knast verhindert und kann ihre großartigen Recherchen nicht fortsetzen.

Ausrecherchiert scheint mir vorerst nur die Frage, ob Mehriban Alijewa und ihre zauberhaften Töchter Arzu und Leyla denselben plastischen Chirurgen beauftragen. Ich finde, Lippen, Nasen und einige andere Körperteile und Rundungen ähneln sich doch sehr. Das wird Aserbaidschans Botschafter gewiss anders sehen. Wer’s nicht glaubt, sollte selbst mal nach Fotos googeln.

arzu-leyla-mehriban

Die königliche Familie feiert irgendeinen Ringer. Foto: President of Azerbaijan, Press Office.

Aber nun wirklich zum Wichtigen. Einige der OCCRP-Kollegen von Khadija Ismailowa haben in den vergangenen Tagen diese Recherchen vorgelegt:

Derlei Themen interessieren die olympische Familie, die sich derzeit in Baku trifft und vergnügt Geschäfte macht, allerdings nicht so sehr. Aber was wissen wir schon, bestimmt haben Patrick Hickey (IOC, EOC), Thomas Bach (IOC, FDP), Scheich Ahmad Al-Sabah (IOC, ANOC, FIFA) und andere Würdenträger dem Alleinherrscher Ílham Alijew, seiner göttergleichen Kleptokraten-Gattin Mehriban, Präsidentin des Organisationskomitees, ihren unvergleichlich genialen Sprösslingen, die schon als Teenager Multimillionäre wurden, mal richtig die Meinung gegeigt und erzählt, wo es langgehen müsste in Sachen Pressefreiheit und Menschenrechte.

Ironie-Modus aus.

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