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live aus Rio (23): Do it like Putin – der IOC-Präsident, ein Freund des Sports

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RIO DE JANEIRO. Okay, mit freiem, gestählten Oberkörper wie sein Freund Wladimir Putin hat er sich noch nicht fotografieren lassen, der IOC-Präsident aus Deutschland. Aber auch sonst bringt die Propaganda-Abteilung des IOC jede Menge Bilder unters Volk, aufgenommen von Bachs IOC-Hoffotografen Ian Jones.

Nur mit Julia Stepanowa gibt es kein Foto. Aber das ist ja eine andere Geschichte. Oder vielleicht auch nicht.


Alle Fotos: IOC Media/Ian Jones

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live aus Rio (22): † João Havelange und der Wert von Recherchejournalismus

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Foto: Nationaal Archief Fotocollectie Anefo, CC BY-SA 3.0 nl

Foto: Nationaal Archief Fotocollectie / Anefo, CC BY-SA 3.0 nl

RIO DE JANEIRO. Es klingt pietätlos, dennoch: Der Tod des letzten Dinosauriers ist exakt getimt. Die Spiele der XXXI. Olympiade hier in Rio sollten eigentlich ein Freudenfest zu seinem 100. Geburtstag werden. Nun wird es einen Trauer-Gottesdienst und vielleicht noch während der Spiele die Beerdigung geben für Jean-Marie Faustin Goedefroid de Havelange, kurz João, der gestern Nacht im Hospital Samaritano gestorben. Havelange war einer der prägendsten Figuren in der Geschichte des Weltsports. Er war der Chef eines Kartells, der Boss einer global operierenden mafiosen Vereinigung.

Havelange hat Zeit seines Lebens viele Gesetze ausgehebelt. Den Gesetzen der Natur aber konnte er nicht ewig trotzen.

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live aus Rio (21): Videokonferenz mit den Stepanows

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Bildschirmfoto 2016-08-15 um 13.19.35

BARRA DA TIJUCA. Ich hoffe, dass die Technik funktioniert. Gleich beginnt eine Videokonferenz mit Julia Stepanowa und Witali Stepanow. Ich werde so gut es geht live bloggen.

Kaj Beuter, der die Petition für Julia Stepanowa eingereicht hat (hier zeichnen!) ist auch dabei.

Die Stepanows sind nun sauber verbunden, das ist das wichtigste. Wenn ich mich recht erinnere, sind 45 oder 60 Journalisten aus aller Welt zugeschaltet.

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live aus Rio (20), ARD und ZDF und die Quadratur des Kreises

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Hauptregie

Hauptregie des Olympiateams von ARD und ZDF

BARRA DA TIJUCA. “Sie genießen hier ein Privileg”, sagt Gerd Gottlob. Zugang zu den heiligen Hallen des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens wird nicht jedem gewährt. Ein Mann von Sport-Bild war wohl vorher schon da, in der zweiten Etage des International Broadcasting Centers (IBC) am Rande des Olympic Park in Barra. Nun ich. Gerd Gottlob, Sportchef des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und Teamchef der ARD in der letztlich gemeinsamen, rund 480 Personen starken und Dutzende Millionen Euro teuren Olympia-Expedition, macht keinen Hehl daraus, dass ihm der Besuch ein gewisses Unwohlsein bereitet. Ging mir nicht viel anders. Zu viele Blicke bei der Führung durch die wichtigsten Arbeitsräume – und dort arbeiten verdammt viele Menschen. Unter Beobachtung.

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live aus Rio (19): The Legend #Boltwatching und ein Fabelweltrekord von Wayde van Niekerk

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RIO DE JANEIRO. Was bringt Mann nicht für Opfer für seine zahlende Kundschaft. Ich mach mich mal auf den Weg ins Leichtathletik-Stadion. Wenigstens einmal. Der Tradition folgend. Jogging Gate, Boltwatching, nennt es wie Ihr wollt. Ein paar blöde Bemerkungen werden schon dabei rausspringen, so wie 2008 in Peking, 2009 in Berlin, 2012 in London und überhaupt. Dazu einige vielleicht nützliche Hinweise – und weiter arbeiten an den eigentlichen Themen.

Schöne Grüße von Hassan Moustafa bis dahin.

19.53 Uhr: Kaum sind zwei Stunden um, sitze ich auch schon einsatzbereit am Platz. Dass die Klamotten am Leib kleben (nachdem ein verdammt junger Kollege noch ordentlich Coke über meine Hose geschüttet hat), merkt man kaum noch, so voll im Flow. Nur dass es an allen Ecken und Enden stinkt, stinkt mir derzeit gewaltig. Jeden Tag ein anderes Zipperlein. Ist schon komisch. Sitzt man da im Buss, dicht an dicht, so wie man niemals sitzen will, und dann stinkt das los. Man schaut zuerst die eigenen Schuhe an, dann wandert der kritische Blick die Hosenbeine hoch, überprüft so manches Detail, um dann, erleichtert nun, die Nachbarn zu untersuchen.

Dabei ist das einfach nur Rio. Die himmlisch-scheußliche Kloake.

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live aus Rio (18), Liebesgrüße vom Pharao: “Mund zu!”

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Pharao Hassan Moustafa, DHB-Präsident Andreas Michelmann

Pharao Hassan Moustafa, DHB-Präsident Andreas Michelmann

BARRA DA TIJUCA. Ich hatte ein Erlebnis der besonderen Art. Mit dem Zorn des Pharaos ist im Grunde nicht zu spaßen, auch wenn es sich nur um einen kleinen, abkassierenden Handball-Pharao handelt: Der Ägypter Hassan Moustafa, Präsident des Weltverbandes IHF, Partner von Adidas, treuer Diener von Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah, Husain Al-Musallam und der katarischen Sport-Aristrokatie, Skandalnudel, Journalisten-Sponsor, Großverdiener, der sich für Verträge, die er Kraft seines Amtes aushandelt, schon mal die Apanage in unbekannte Höhen vergrößern lässt, der Geheimverträge unterhält, der Kontrahenten gnadenlos ausbremst. Mit anderen Worten: ein ganz normales, vollgeschätztes Mitglied der olympischen Familie.

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live aus Rio (17): die Welt ist eine Scheibe und Michael Vesper steht nicht unter Druck

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BARRA DA TIJUCA. Zwischenbilanz des DOSB. Live aus dem Deutschen Haus. Zunächst etliche Medaillengewinner aus dem Schießen, der Leichtathletik und dem Rudern. Christoph Harting ist wie angekündigt nicht dabei. Er schaut sich jetzt wahrscheinlich Videos an.

“Wir streben Perfektionismus an, den wir eigentlich nie erreichen können”, sagt der Olympiasieger Christoph Reitz, “Mitglied der Sportfördergruppe der hessischen Bereitschaftspolizei”. Vollprofi im staatlichen Auftrag.

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live aus Rio (16): ein Harting kommt selten allein

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BARRA DA TIJUCA. Erst das, nun das. Der eine Olympiasieger verdreht sich das Kreuz beim Lichtausschalten. Doch alles bleibt in der Familie. Was für Geschichten. Hätte sich niemand besser ausdenken können. Obwohl, Robert Harting bestimmt, er wäre garantiert lieber im Wettkampf dabei gewesen, in dem sein Bruder Christoph Olympiasieger wird, und hätte ihm einen harten Kampf geboten, so wie jüngst in Kassel.

Hatte ich nicht gestern geschrieben: Da muss es halt der kleine Harting reißen?

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live aus Rio (15): Hexenschuss beim Lichtausmachen

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BARRA DA TIJUCA. Die traurige Nachricht des Tages, natürlich, das Ausscheiden von Robert Harting. Tut mir wirklich leid. Heutzutage erklärt sich jeder selbst seinen Followern und Kunden, da braucht es fast kein zwischengeschaltetes Medium mehr. Harting auf Facebook, derzeit 4.600 aufmunternde Gesten und 652 Kommentare.

Da kämpft jemand zwei Jahre. Dann das.

“Im Innersten bin ich noch Sportler”, sagt er. Und spricht über die nächsten zwei Jahre. 2018 gibt es die EM in Berlin.

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live aus Rio (14): das DOSB-Führungsduo propagiert die Vorgaben des DOSB-Ehrenpräsidenten vom IOC

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BARRA DA TIJUCA. Es gibt mal wieder Post vom DOSB, die ich ihnen nicht vorenthalten möchte.

Am 4. August 2016, einen Tag vor der Eröffnung der Sommerspiele, haben DOSB-Präsident Alfons Hörmann und der DOSB-Vorstandsvorsitzende (ehemals Generaldirektor) Michael Vesper den Mitgliedsorganisationen und persönlichen Mitgliedern des DOSB in einem zweiseitigen Schreiben die schwer umstrittene Pro-Russland-Entscheidung des IOC-Exekutivkomitees vom 24. Juli erläutert. Die Email ging am 4. August raus, das Schreiben datiert vom 3. August.

Im Grunde liegen Hörmann und Vesper als Fanboys fast komplett auf der Linie des DOSB-Ehrenpräsidenten Thomas Bach.

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