Personenkult im IOC: The one and only Great Leader Dr. Thomas Bach

Das ist alles, was man zur virtuellen IOC-Session wissen muss, die gerade noch läuft. Nicht etwa Tokio 2020/2021 stand im Mittelpunkt dieser olympisch-kommunistischen Propagandasession, sondern der Große Führer Thomas Bach.

„If you, the IOC Members want, I am ready to run for a second term as IOC President and to continue to serve you and this Olympic Movement, which we all love so much for another four years.“

Im Amt ist der Große IOC-Führer seit September 2013. Im Frühjahr 2021, so Corona es erlaubt, erhält er auf der in Athen geplanten Session die maximalen vier Jahre Nachschlag.

Es folgte heute Mittag eine Parade der Clacqueure. Ich glaube nicht, dass ich jemanden vergessen habe. Viele lasen die vorbereiteten Statements vom Blatt ab. Womöglich hatte Lausanne manchen Wortlaut vorgegeben.

Herrje, ich dachte einmal, Christophe De Kepper sei ein Mann von Format.

Nach knapp zwei Stunden ging es dann um Tokio.

Außer dem Zeitplan für die 2021er Spiele (gilt aber nur, wenn bis dahin ein Impfstoff gefunden ist) gab es nichts Neues.

Als es wenig später um den IOC-Finanzbericht ging (eine Präsentation ohne jedwede Bascis), meldete sich noch eine Clacqueurin, die für einen Platz im Exekutivkomitee kandidierte. Dagmawit Girmay Berhane, Berufsfunktionärin aus Äthiopien, sagte:

„Thank you very much! First of all I’d like to join my olympic colleagues and congratulate you to your decision to continue to lead our organisation.“

Seit heute kann ich mir vorstellen, dass Bach die Olympische Charta ändern lässt, bzw seine Clacqueure diesen Vorschlag unterbreiten, um länger als 12 Jahre zu regieren.

Nachtrag, 18. Juli 2020: Gestern zwar getweetet, aber glatt in dieser Übersicht vergessen …

Einen aktuelleren einordnenden Beitrag dazu finden sie hier: Personenkult im IOC: Ministrant Bach in der Tradition des Supernumerariers Samaranch.


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2 Gedanken zu „Personenkult im IOC: The one and only Great Leader Dr. Thomas Bach“

  1. Bei unserer Elternversammlung in der Kita wurde der alte Elternvertreter wiedergewählt. Alle waren voll des Lobes, und die Entscheidung war einstimmig. Alle saßen da und waren insgeheim froh, dass sie den Job nicht machen müssen. Nur was, wenn sein Kind zu alt wird für die Kita? Müsste man einen neuen wählen?
    Kurze Zeit später war seine Frau wieder schwanger. Schwein gehabt!

  2. Pingback: Personenkult im IOC: Ministrant Bach in der Tradition des Supernumerariers Samaranch – SPORT & POLITICS

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