Wie sich korrupte Funktionäre im FIFA-Reich des Joseph Blatter mit Millionen frei kaufen

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JOHANNESBURG. Lassen wir Fakten sprechen. Dies ist eine Dokumentation (mehr) aus dem Reich des Joseph Blatter und seiner Fédération Internationale de Football Association (FIFA). Es ist eine Geschichte von jenen, die auszogen, Millionen aus dem Fußballgeschäft auf ihre Privatkonten abzuzweigen, die sich seit Jahrzehnten voll fressen wie Maden im Speck, die über die friedensstiftenden Heilkräfte des Fußballs orakeln, die gerade dieser Tage in Afrika wieder halluzinieren, Familienbande beschwören und doch kaum etwas anderes im Sinn haben, als ihre privaten Interessen. Sie werden von nichts und niemandem kontrolliert. Im Gegenteil: Politiker aller Couleur küssen ihnen die Füße, schließlic…


JOHANNESBURG. Lassen wir Fakten sprechen. Dies ist eine Dokumentation (mehr) aus dem Reich des Joseph Blatter und seiner Fédération Internationale de Football Association (FIFA). Es ist eine Geschichte von jenen, die auszogen, Millionen aus dem Fußballgeschäft auf ihre Privatkonten abzuzweigen, die sich seit Jahrzehnten voll fressen wie Maden im Speck, die über die friedensstiftenden Heilkräfte des Fußballs orakeln, die gerade dieser Tage in Afrika wieder halluzinieren, Familienbande beschwören und doch kaum etwas anderes im Sinn haben, als ihre privaten Interessen. Sie werden von nichts und niemandem kontrolliert. Im Gegenteil: Politiker aller Couleur küssen ihnen die Füße, schließlich bewerben sich gerade wieder elf Länder um…
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B.Schuss #1

Jens, bei all der Arbeit die das hier macht, und angesichts der offensichtlichen Tatsache, dass sich am System wohl nichts ändert, wie kannst du überhaupt noch die Energie für all das aufbringen ? Ist ja schon fast wie Sisyphus 2.0 hier.

Warum tust du dir das noch an ?

Jens Weinreich #2

Weil ich Journalist bin.

Fritz Bode #3

Vielen Dank für diese ausführliche Darlegung der Fakten.

Warum er es tut? Weil es von seiner Seite einfach zu wenige gibt, die sich das trauen.

Felix #4

Mir fällt es ja doch schwer, mir vorzustellen, wie die Zuger Staatsanwaltschaft zu so einem Vergleich kommt, ohne selbst Empfänger geworden zu sein.

Aber ich will natürlich nichts unterstellen…

Laie #5

Die Antwort gibt die Staatsanwaltschaft doch selbst:

Die Beschuldigten haben im Rahmen des Verfahrens den Empfang der Gelder nicht in Abrede gestellt, verneinten jedoch eine strafrechtliche Verantwortung.

Was soll die neutrale Schweizer Staatsanwaltschaft denn da noch machen? Das ist eine absolut wasserdichte Verteidigungsstrategie. Die sollten sich (andere) Gesetzesbrecher für ihre Verfahren mal merken!

Danke für die geduldige Dokumentation dieses Skandals, Jens.

B.Schuss #6

@Fritz, ehrlich, ich glaube, über das „sich trauen“ ist diese Situation doch längst hinaus.
Die oben geschilderten Vorgänge lassen doch nur den Schluss zu, dass die Zustände innerhalb der FIFA bereits so stark institutionalisiert und im System normalisiert sind, dass sogar die Gerichte daran nichts mehr auszusetzen haben.

„Unangreifbar“ trifft es wohl am besten. Da können die Journalisten schreiben, was sie wollen. Am System FIFA wird das nichts ändern.
Oder glaubt das hier noch jemand ?

Name (erforderlich) #7

Unfassbar, wirklich. Aber wie immer eine grandios zusammengestellte und geschriebene Dokumentation der Zustände – tausend Dank dafür.

Horst #8

Auch bei Spiegel Online

Danke.

Laie #9
antistar #10

Danke für diese Dokumentation des Schreckens.

indykiste #11

es lebe der Sport!
Dank solcher Dokumentationen kann ich als (ehemaliger) Sportfan leider nie wieder kommerziellen Sport uneingeschränkt geniessen. Ich bedanke mich herzlichst bei den
verantwortlichen Funktionären und deren Kumpanen.
Danke Jens für Deine Arbeit.

Gua #12

Auch wenn es die Hauptsache ist, dass die das überhaupt kaufen, aber warum versteckt SpOn das unter „Wirtschaft“ und nicht unter „Sport“, wo das eigentlich hingehört? Das stört mich irgendwie, dass die das so nicht mit dem anderen Theater in Verbindung bringen, aber ich erwarte da auch nicht mehr viel.

Ansonsten vielen Dank dafür Jens und das, was indykiste unter #11 sagt.

Florian #13

tolle dokumentation, die das, was sich doch eigentlich jeder denkt, nämlich dass es bei der fifa (und anderen wichtigen sportfunktionärsanstalten) höchst korrupt zugeht. und nun? gehts wahrscheinlich weiter wie immer, was ich sehr schade finde.

Sebastian #14

Erinnert mich an das, was Udo Vetter diesen Mittwoch in Bielefeld vorgetragen hat.

„Wirtschaftskriminalität wird nicht verfolgt. Die Mandanten sind immer ganz perplex wenn man es schafft, bei der Staatsanwaltschaft trotz 20 aufgefahrener Aktenordner mit Beweismitteln eine Bewährungsstrafe und die Zahlung von ein paar hunderttausend Euro auszuhandeln. Die Fragen dann einen immer „Mann wie hast Du das bloß gemacht“ und man antwortet irgendwas nach dem Motto „Haha ja kenne den Staatsanwalt gut“ und so weiter, aber in Wirklichkeit liegt es daran, dass die Beweismittel einfach purer Schrott sind. 95% der verfolgten Fälle sind Bagatellen, weil die schön einfach sind. Der Rest – da müsste man ja mal nachdenken. Das ist _anstregend_ und deshalb gehen die großen Fälle meist gegen Zahlungen von Geldsummen aus“.

Pi Mal Auge das hat er gesagt.

Archibald Haddock #15

Wenn es nicht so derart obszön und abartig wäre, müsste man wohl den Hut ziehen vor so viel Geschäftstüchtigkeit. Na gut, war ja jetzt auch nicht irgendwie überraschend oder so. Was klebte zur WM 2006 an den Straßenlaternen in Hamburg? „Kein Fußball den FIFAschisten“. Das kann man nur unterstreichen…

mitha #16

Jens, es wäre schön, wenn du die Summen in € angibst. Ich weiss zwar dank Wikipedia nun, dass 1 CHF 0,7x € sind, aber irgendwie liest es sich in der heimischen Währung einfach besser…

Walter #17

Dann müßtest du den ganzen Tag den Hut ziehen. Nehme nicht an, dass es irgendwo anders aussieht;-(

Jens Weinreich #18

@ mitha #16: Und wann darf ich den Tee servieren?

Nein, ich bleibe bei der Originalwährung. Dieses dämliche Umrechnen bringt nur Verwirrung, glaub mir.

sternburg #19

Livemitschriften, Plüschfauna-Safari, regioale Alkoholika – alles schön und gut, aber für solche Dokumentationen der Gegenwart verfolge ich begeistert Deine Arbeit, Jens. Danke schön.

Julia #20

Und wieder weiß ich, warum ich mindestens einmal am Tag in diesem Blog lese. Meist länger als irgendwo sonst, egal ob Papier oder nicht. Danke!

JJ #21

Ich bin generell (und noch mehr in sportlichen Hochzeiten wie jetzt zur WM) unendlich glücklich, irgendwann diesen Blog entdeckt zu haben. Angesichts des allgemein praktizierten so genannten Journalismus fällt es schwer zu fassen, dass es da draußen aber auch Menschen wie dich gibt, die sich so aufopferungsvoll einer so anstregenden und auf Dauer wohl auch nicht ungefährlichen Arbeit hingeben und dabei die Qualität stetig so hoch halten. Ich habe hier noch nie kommentiert, will aber einfach mal Danke sagen: Danke.

Jens Weinreich #22

Ich würde mich selbstverständlich korrigieren, glaube aber, mich nicht zu täuschen: Über das Thema des Freikaufs mit 5,5 Mio CHF haben wieder nur zwei deutsche Journalisten berichtet – im deutschen Medienraum meine ich. Kistner und Weinreich. Ich sehe keine Nachrichtenagentur-Berichte, nichts.

Scheint also nicht wichtig zu sein.

Gua #23

Dafür war sicher noch kein Platz da, weil ja die deutsche Nationalmannschaft™ bei irgendwelchen Löwen war (oder die Löwen bei denen, keine Ahnung) und das hat einfach Vorrang!
Morgen schreibt aber vielleicht jemand drei Zeilen darüber, dass da irgendein Verfahren eingestellt wurde und dann taucht das denn vielleicht Montag auch hier in der Zeitung ganz klein am Rand auf.

(PS: Natürlich dürfte ich in etwa das denken, was der Hausherr darüber denkt.)

nocheinjurist #24

@ 14/Sebastian: So ist das leider. „Wirtschaftsbetrug“ ist halt viel Zivilrecht, Gesellschaftsrecht, Patente, Lizenzen. Man muss wirtschaftlich denken. Alles Sachen, die man als Staatsanwalt gerade nicht machen wollte. Und eben auch viel politischer Opportunismus. Denn Staatsanwälte sind in Deutschland, man muss es immer mal wieder betonen, nicht unabhängig in ihrem Handeln, sondern weisungsgebunden.

sternburg #25

@jw/ all: Hmm.. ich finde zumindest diesen Artikel eines „(jak)“ im tagi.

Und eines ist sowieso mal klar: Ihr zwei seid garantiert nicht die einzigen, die davon berichten.

Mich persönlich interessiert sowieso mehr, in wie vielen Medien die Nachricht auftauchte. Dieses, nunja, Ergebnis einer Recherche bei google news (irgendwas mach ich da wohl falsch) kann es ja wohl kaum sein. Hat dazu irgendjemand eine halbwegs belastbare Auftstellung oder auch nur einen sinnvollen Eindruck?

Nachdem ich gestern die Berliner aufschlug, fad ich das nämlich an sich ganz in ordnung: zwar doof igrnedwo in den Tiefen des Sportteils versteckt (die vierte Seite rechts und damit der letzte Fitzel des WM-Teils, also zwischen Spanien und Synchronspringen) und auch ganz sicher nicht in der gebotenen Ausführlichkeit. Aber naja, dafür zieht man so einen Deal ja auch während einer WM durch (und unmittelbar vor dem entscheidenden Spiel für die Schweizer Nati). Will sagen: wenn alle Zeitungen und Fernsehnachrichten vergleichbar berichteten würde mir das in dieser realität schon reichen. Ich fürchte aber, ich kenne dazu die Antwort.

@nocheinjurist: Ja. Ja. Und ja. Aber wir wollen auch nicht vergessen, dass diese Wirtschaftsvergehen auch ungleich umfangreicher und aufwändiger zu ermitteln sind, als ein paar hundert KV oder Ladendiebstähle, die sich in der Statistik aber viel schöner machen. Dass also auch bei gedachten idealen Staatsanwälten nicht anders behandelt würden, wenn nicht die Gesellschaft („Politik“ möchte ich mir da mal sparen) ihre Ermittlungsbehörden anders ausstatten oder deren Arbeit wenigstens anders bewerten (z.B. nach Schadenshöhe) würde.

Jens Weinreich #26

@ sternburg: Ich sprach ja von deutschen Medien. Der Tagi musste sicher irgendwie nachziehen, nachdem es in der NZZ stand und ja durchaus Relevanz hat. Die Frage ist doch, unabhängig von Namen, warum fällt das in einem 80-Millionen-Volk mit etlichen hundert einigermaßen ernstzunehmenden publizistischen Einheiten nur zwei Leuten auf? Und warum kopieren die anderen dann nicht die Essenz der Nachricht? Warum scheren sich, deutlich gesagt, die „Nachrichtenagenturen“, die Deutschland beliefern – dpa, sid, AP, Reuters etc. – einen Scheiß darum?

Das sind journalistische Grundfragen.

sternburg #27

Den Skandal bestreite ich ja nicht, wollte ihn nur erst mal festgestellt haben (gibt es dazu von den Agenturen wirklich gar nichts? Überhaupt nichts? Nicht mal das abpinseln der „Befriedigung“ der Betroffenen? Krass).

Davon ab finde ich die Reaktion in der Schweiz noch einen Grad spannender als bei uns, denn schließlich müsste dort jetzt ein Sturm der Entrüstung aller Steuerzahler und Bürger losbrechen. Aber wahrscheinlich hat man dem Schweizer das Märchen von den positiven Auswirkungen auf den Gesamtwohlstand, wenn man nur jeder korrupten Junta einen sicheren Hafen bietet, genauso erfolgreich eingeimpft wie uns das Märchen von der überlegenen Torwartnation.

Berlinerin #28

kleine dpa-meldung in der taz vom 26.06.2010 über bonsai-korruption im südafrikanischen wm-ok:

Danny Jordaan, Organisations-Chef der Fußball-WM, soll nach einem Bericht einer südafrikanischen Wochenzeitung seinem Bruder Andrew lukrative Geschäfte ermöglicht haben. Dieser habe für 200.000 Rand (etwa 21.500 Euro) Gehalt im Monat die Geschäfte der Firma Match in Port Elizabeth übernommen, schreibt der Mail&Guardian. Im Auftrag der Fifa war Match verantwortlich für Reise- und Hotelbuchungen sowie für den Vertrieb der WM-Karten. Jordaan weist die Vorwürfe zurück. (dpa)

Jens Weinreich #29

Pssst! Wirst Du wohl! Das wollte ich als exklusiv verkaufen :)

Na ja, südafrikanische Zeitungen werten sie zumindest aus. War aber auch nicht zu übersehen, der Text.

Laie #30

@ Jens: Vielleicht erhältst Du die Antwort auf Deine journalistische Grundfrage ja dadurch, dass Dir der Blattersepp nun doch nicht mehr das versprochene Interview gibt.

cf #31

der spiegel hatte unter berufung auf nachrichtenagenturen in der rubrik wm-kurzpässe auch schon das dementi von jordaan getickert. stichworte „heftiger konflikt im wm-ok“. ich zitiere mal:

Jordaan: „Niemals in meinen 17 Jahren im Fußball habe ich von irgendjemandem Geld genommen. Alles, was ich habe, ist mein guter Ruf und den werde ich nicht gefährden – vor allem, nachdem ich so stark für diese Land gekämpft habe.“

wenn ich jetzt lese, dass sich die anschuldigung gegen jordaans bruder richtet, ist dieses „ich“ natürlich interessant… wenn etwas dementiert wird, was gar nicht behauptet wurde… — ?

Jens Weinreich #32

Es bleibt doch sowieso alles in der Familie. Insofern regt sich Danny Jordaan zurecht auf, denn er weiss ja gar nicht, warum das ein Thema für Medien sein sollte.

Kann er nicht wissen. mit dem Argument, man/er hätte soviel für sein Land getan, kann er auch kaum kommen, er müsste das Argument dann schon korrekt weite ausführen. Familienmitglieder meinen ja stets, weil sie viel für ihr Land tun – was im Einzelfall zu belegen wäre-, dürften sie auch im nationalen A uftrag abkassieren.

Johan Petersen #33

@jw – Ist es eigentlich Zufall, dass das Urteil mitten in der WM verkündet wurde? Vielleicht ein Grund, warum darüber keiner berichtet, dann wäre es clever platziert worden.

Börni #34

Warum sollte ein Sportjournalist freiwillig darüber schreiben? Dann ist es Essig mit den schönen Freikarten, dem exklusiven Zugang zu Personen und anderen Annehmlichkeiten.

3SAT wiederholt gerade die alte Serie Kir Royal. Eigentlich eine Serie über einen Klatschreporter. Aber die unsterblichen Worte von Mario Adorf in der Rolle des Generaldirektor Heinrich Hafferloher, als er sich den Reporter kauft, passen auch auf die Korruption im Sport:

Ich kauf Dich einfach. Ich kauf Dir ne Villa, stell Dir noch nen Ferrari davor. Deinem Weib schick ich jeden Tag nen Fünfkaräter. Ich schieb es Dir hinten und vorne rein. Ich scheiß Dich so was von zu mit meinem Geld, dass Du keine ruhige Minute mehr hast. Ich schick Dir jeden Tag Cash in einem Koffer. Das schickst Du zurück. Einmal, zweimal, vielleicht sogar ein drittes Mal. Aber ich schick Dir jedes mal mehr. Und irgendwann kommt dann mal der Punkt, da bist Du so fertig und die Versuchung ist so groß, da nimmst Du es. Und dann gehörst Du mir, dann bist Du mein Knecht. Ich mach mit Dir, was ich will. Verstehste Junge? Ich bin Dir einfach über. Gegen meine Kohle hast Du einfach keine Chance. Begreifst Du das denn nicht, mein Junge? Mensch, Baby, Junge, ich will doch nur Dein Freund sein. Und jetzt sag Heini zu mir.

Jens Weinreich #35

Börni, es ist das alte Lied, das Mann immer wieder singen muss: Journalisten werden dafür bezahlt, dass sie Hintergründe aufhellen. Wer das nicht tut, ist kein Journalist, selbst wenn er sich so nennt.

horatio #36

Wirklich gute Arbeit.

Hut ab und Danke dafür.

nocheinjurist #37

@ sternburg: Danke für die seltene, ungeteilte Zustimmung :-). Ich dachte, Staatsanwälte sind immer die, die Zivilrecht für immer hinter sich lassen wollten, weil es so kompliziert ist ;-) Naja, will mal nicht alle über einen Kamm scheren. Denke so an meine Ausbildung, als eine ganz nette Ausbilderin mit Urheber- und Lizenzideen des Referendars schon ihre Grenzen spürte. Und das war die Wirtschaftsabteilung.
Ich generalisiere zu schnell :-)

jomo #38

Eine bittere Erkenntnis bleibt:

Den (wenigen) zigtausend Lesern her und anderswo steht eine ungeahnte Mehrheit gegenüber, die sich nicht über die Berichterstattung der Propaganda (nichts anderes ist die journalistische normale Berichterstattung) hnaus informieren wollen. Deshalb bleiben viele im IOC, FIFA etc. noch relativ gelassen. Aber das letzte Opfer der Propaganda ist der Propagandist selbst und was danach kommt will belegt sein. Deshalb ist die hiesige Arbeit auch alles andere als unnötig, verlorene Zeit usw.

Weiterhin alles Gute, lieber Jens Weinreich!

nocheinjurist #39

kicker und spiegel online haben sich entschieden, denselben liveticker zu schreiben. Weiß jemand, warum sie sich freiwillig gleichschalten?

Laie #40

Diese Fußballgrafiken bei SpOn, die es sonst zur Bundesliga gibt, wurden schon immer vom Kicker erstellt. Vermutlich hat SpOn das eingekauft!?

nocheinjurist #41

würd ich auch vermuten, wenn sie es nicht von einem Dritten kaufen. Aber warum bloß?

Laie #42

Jedenfalls sind die Grafiken wirklich erstklassig gemacht. Kaum ein Wunsch bleibt offen, sowohl bei der WM als auch während der Bundesligaspieltage. Als jemand, der seit 1970 mit Notizblöcken, Klebstift, Schere und Finelinern Fußball guckt, bin ich mächtig begeistert. Wer braucht da noch Panini?

nocheinjurist #43

@ laie: ist halt qualitätsjourn., die Grafiken

escrache #44

Danke für diese Darstellung.
Genau deshalb krauche ich gerne in die Tiefen dieses Blogs.
Es ist schon gruselig, dass bei der derzeit totalen Fokusierung der deutschen Medien auf die Fußball-WM ein solcher Skandal nicht breit behandelt und diskutiert wird. Sie hängen wohl alle einfach am Tropf der FIFA. Was sollen auch Sender wie ARD und ZDF anderes machen, als sagen „WM ist echt voll geil“. Schließlich wurde ordentlich Geld dafür geblecht, dass sie diese Ware zeigen dürfen. Und für diese Investitionen müssen sie ja irgendeinen Gegenwert erhalten. Und den bekommen sie nur, wenn sie die Ware als was ganz tolles anpreisen. Eine andere Rolle spielen sie ja nicht. Also denken sie von vornherein positiv bezüglich dem WM-Tralala. Und so wird es wohl auch vielen anderen gehen.

Gedanken, die bei mir im Rahmen von diesem Skandal entstehen:

ich gehe davon aus, dass in der Geschichte noch weitaus mehr drinnen steckt, als der Hausherr veröffentlicht. Was u.a. mit Beweisbarkeit, journalistischer Praxis, etc. zu tun hat.

Was an diesem Skandal auch deutlich wird: Es ist nur möglich, einen solchen Filz zu spinnen, wenn andere mitspielen. Es greift viel zu kurz, die Schuld ausschließlich auf FIFA und IOC abzuladen.

mw #45

Swiss Prosecutors: Fifa Officials Did Receive Money from ISL in Bribery Scandal
Soccer – 25 Jun 2010
Fifa officials not of Swiss nationality did receive money in a bribery scandal involving ISL, the now-defunct international sports agency that was formerly the marketing partner of soccer’s world governing body, according to a statement issued yesterday by prosecution authorities in the Swiss canton of Zug.
Fifa has repeatedly denied that any of its officials were involved in the scandal, pointing out that prosecutors had (previously) said that charges were being faced only by employees of ISMM, ISL’s holding company.
However, yesterday’s statement said that the Fifa officials (whom it declined to name) ‘‘have not denied receiving money, but negated a criminal liability.’’
The statement said that the officials showed themselves to be ready to pay the compensation sum of SFr5.5 million ($5 million) and that the accused had also taken over the procedural costs.
Fifa issued its own brief statement yesterday in response to the prosecution authorities, saying: “It is important to recall that the decision was made on matters which took place prior to the year 2000 [ISL collapsed in 2001] and that there has been no court conviction against Fifa. In addition, the Fifa president [Sepp Blatter] has been cleared of any wrong-doing in this matter.
“As the investigation and the case are now definitely closed, Fifa will make no further comment.?
The prosecutors’ statement said: “Foreign persons within Fifa bodies enjoyed premiums that were paid by the ISMM/ISL Group.?
Fifa’s claim that Blatter has been cleared is thought to relate to the prosecutors’ reference to “foreign persons within Fifa bodies? (Blatter is a Swiss national). However, Blatter was never formally one of the accused in the case, nor has he been cleared by name, it is understood.
The source of the SFr5.5-million payment remains unclear, and some observers have suggested that it was used to buy anonymity for the Fifa officials.
In July 2008, six former senior executives of ISL escaped jail on corruption charges when a Swiss court found three of them only partially guilty and exonerated the other three.
Meanwhile, Fifa was ordered to pay SFr117,000 in costs.
Jean-Marie Weber, the former general director of ISMM, was found guilty of embezzlement in relation to a secret bank account used by the company to win television and sponsorship deals, and fined SFr84,000.
Board members Hans-Juerg Schmid and Hans-Peter Weber were found guilty of obtaining documents by false pretences and received fines of SFr30,000 and SFr12,000 respectively.
The court dismissed several more serious charges, including fraud, and awarded compensation payments to all three men greater than the fines they received.
The other three defendants were found not guilty on all charges and also received compensation.
Prosecutors in the case had argued that alleged bribery at ISL was worth SFr138 million, making it sport’s biggest-ever corruption scandal.
They had called for prison sentences for all six men ranging from three to four-and-a-half years.
The investigation into the failure of ISL and ISMM was launched following an initial complaint by Fifa, although the governing body later withdrew from the case, saying that it wished to pursue the matter through the civil courts.
Sportcal.com

Berlinerin #46

taz: Interview mit der brasilianischen UN-berichterstatterin Raquel Rolnik: „Teixeira ist ein Fall für die Polizei“

JW und seinen MitstreiterInnen ein schönes neues Jahr!

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