#London2012 (XXVII): @Witzbolt, Jogging-Gate VI

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LONDON. Wie viele Weltrekorde des Witzboltes habe ich schon live erlebt? Ich glaube … alle. [Nein, nicht den ersten in NYC.]

Also mache ich flink mal rüber ins Olympic Stadium. Bis gleich in diesem Theater.

Ach, was sage ich da. Bekomme gerade Post aus Dänemark, einem dieser merkwürdig transparenten Demokratien, also keine Bananenrepublik wie Deutschland.

Mein Freund Henrik Brandt schreibt zu diesem Beitrag von vorhin:

Hilfe für Salz in die Wunde:

Alles Öffentlich nach der Öffentlichkeitsgesetz:

unter jeder Verband findest du die sogenannte Disziplinanalysen wo die Stärken und  Schwächen jeder Verband analysiert werden. Auf dieser Grundlage beschliesst der Aufsichtsrat (nach Einstellung von Team Danmarks Vorstand) die genaue finanzielle Unerstützung jeder Verband für die kommenden Jahren.

Ob das alles von der Presse kritisch benutzt (oder gelesen) werde? Kaum.

Ob das alles ein Problem ist in internationaler Konkurrenz? Ich glaube nicht, es geht ganz gut. Noch nie war Team DK so Erfolgreich (beste Ergebnis – auch in der Tiefe seit 1948)

20.15 Uhr: Stimmt das etwa, habe ich auf dem Weg hierher einen Weltrekord verpasst? Rudisha, 800?

Gerade die Slomo gesehen. Herausragende Hebelverhältnisse. Hat der geatmet? Gekeucht? @RudishaDavid

Obwohl, viel hätte ich nicht gesehen, am Platz. Denn ist ist doch wieder sehr voll, wenn der Witzbolt angekündigt ist:

Ihr sagt mir bitte, was da unten passiert, okay?

20.23: Vollprofi, der ich bin, habe ich heute, am viertletzten Tag, auch mitbekommen, dass die 180 Pfund, die ich für das Internetpackage bezahlt habe, auch einen Online-Zugang zum kompletten Infosystem beinhalten. Der funktioniert sogar.

20.43: Janay Deloach, Dritte im Weitsprung, sieht aus wie 13. Muss die nicht morgen früh zur Schule? Entzückendes Lächeln.

20.48: Der Witzbolt auf der Bahn. Als er vorgestellt und bejubelt wird, kann Wallace Spearmon, der sonst immer so grimmig guckt, sich ein Lächeln nicht verkneifen. Blake in einer schlabbrigen, grauen Jogginghose, wie sie sonst nur vor 20 Jahren in Rostock-Lichtenhagen getragen wurde.

Bolt flirtet mit der Kampfrichterin. Wenn sie was sagt, das hat sie meines Erachtens, fliegt sie bestimmt raus, denn im gestrengen IAAF-Regelwerk ist das garantiert verboten.

Was wirklich lustig aussieht: Warren Weir, der dritte Jamaikaner, ist einen gefühlten halben Meter kleiner als Usain Bolt und einen Zentner Muskelmasse leichter als Yohan Blake.

20.55: Auf gehts.

Pistolero Blake.

Spearmon auf sechs. Vor ihm der Meister. Den Witzbolt kriegt Spearmon nicht ein. Und hier der kleine Weir auf acht. Noch so ein Kleiner: Jobodwana aus Südafrika.

20.57: Bolt bittet um Ruhe.

20.58: Sah fast so aus, als habe der Witzbolt alles geben müssen.

Doch nicht. Flink noch drei Liegestütze. Oder waren es zwei?

20.59: Weir hatte er schon nach 30 Metern überholt. Sweep für Jamaika: Bolt (19,32) vor Blake (19, 44) und Weir (19,84).

Fünfter Olympiasieg für den Witzbolt. Nummer sechs am Wochenende.

Superslomo: Hat der Tempo rausgenommen oder nicht? Ich glaube, ja. Verrückt.

21.04: Mensch, kaum habe ich ein Infosystem, muss ichs ausprobieren:

21.09: 19,32 also. Die ist Michael Johnson 1996 in Atlanta auch gerannt. Jener Michael Johnson, der in der BBC co-kommentieren darf und keine blöden Fragen gestellt bekommt. Über das D-Wort reden sie nicht. Johnson ist einer der unsympathischsten Athleten, die ich je gesehen und gesprochen habe. Und einer der unglaubwürdigsten. Denke ich an seine Weltrekorde von Atlanta (200) und Sevilla 1999 (400), läuft es mir jetzt noch kalt den Rücken runter. In Sevilla hatte ich einen gigantisch guten Platz, vorn, dritte Reihe oder so, in Griffweite zu den Läufern, direkt am Ziel. Neben mir saß Marie-José Peréc. Damals habe ich gedichtet, und man ersetze von mir aus manchmal die Namen/den Namen durch andere …

Berliner Zeitung, 28. August 1999

Der Seele der Leichtathletik davongelaufen

Michael Johnson hatte im Estadio Olimpico von Sevilla gerade einen Weltrekord aufgestellt, da posierte der amerikanische Sprinter umgehend, ohne einmal inne zu halten, für die Kameras. Er nahm Aufstellung neben jener Tafel, auf der seine 400-m-Zeit von 43,18 Sekunden aufleuchtete. Johnsons sieben Mitläufer aber, Kontrahenten waren es nicht wirklich gewesen, fielen hinter dem Zielstrich erschöpft darnieder. Sie japsten nach Luft, wurden von Muskelkrämpfen geplagt während sich Johnson im leichten Trab fröhlich auf die Ehrenrunde begab.

„Johnson ist ein Monster“, keuchte der Brasilianer Sanderlei Parrella, der mit dem riesigen Rückstand von 1,11 Sekunden die Silbermedaille gewonnen hatte.

„Er ist der Supermann“, erklärte Johnsons Teamkollege Erick Walder, „er ist einfach phänomenal.“

Der 31 Jahre alte Johnson gewann in Sevilla seinen achten globalen Titel und verbesserte dabei den ältesten Männer-Weltrekord in einer olympischen Disziplin. 43,29 Sekunden hatte sein Landsmann Harry Butch Reynolds 1988 in Zürich erzielt. Eine wenig glaubwürdige Leistung, denn Reynolds wurde später des Hormondopings überführt.

Eine halbe Stunde nach seinem grandiosen Lauf, der ihn um 160 000 Dollar reicher machte (60 000 für den Titel, 100 000 als Prämie für den Weltrekord), scherzte Johnson in der Mixed Zone, wo sich Athleten und Journalisten begegnen. Andere Läufer schleppten sich mühsam aus dem Raum, Johnson aber tippelte ganz lässig herum. In der einen Hand hielt er eine Cola-Dose, mit der anderen fuhr er sich übers Haupt. Seine Beinmuskeln wirkten frisch und entspannt.

Nichts deutete auf eine zuvor erlittene Qual.

So war das auch bei Olympia 1996 in Atlanta gewesen. Damals hatte Johnson seinen eigenen 200-m-Weltrekord von 19,66 Sekunden pulverisiert und war 19,32 Sekunden gelaufen.

Jenes Rennen versetzte 80 000 Amerikaner im Stadion in einen nationalen Taumel. Der Fernsehsender NBC feierte den Lauf ins dritte Jahrtausend. Nur wenige Menschen sahen sich erschrocken um. In welchem Film waren sie da?

Im Stadion saß damals auch Michel Jazy, ein ehemaliger Weltrekordler, der in den sechziger Jahren Frankreichs Nationalheld war.

„Ich habe diesen Lauf erlebt und gesehen, wie die Amerikaner durchgedreht sind“, erzählte Jazy dieser Tage der Sportzeitung „L Equipe“, „danach habe ich angefangen zu weinen.“

Vor Freude? „Nicht vor Freude, sondern aus Nachdenklichkeit. Diese Leistung wurde nicht natürlich erzielt. “ Die „L Equipe“ wählte für dieses Interview die Schlagzeile:

„Die Leichtathletik hat keine Seele mehr“.

Entweder ist der Laufroboter Michael Johnson tatsächlich einer der größten Athleten aller Zeiten, oder er ist einer der größten Betrüger, den die Sportwelt je sah.

Natürlich darf niemand behaupten, Johnson sei gedopt. Er verweist darauf, dass er im Juni 1999 zuletzt im Training getestet worden sei. Hätte er tatsächlich etwas zu verbergen, wäre seit Juni genug Zeit für eine Dopingkur gewesen. Es gibt immer noch Stoffe und Methoden wie Wachstumshormone oder Blutdoping , die nicht nachzuweisen sind. Zudem gehören die USA zu den Ländern mit dem grobmaschigsten Kontrollsystem. So wurde zum Beispiel vor den Spielen in Atlanta ein Trainingskontrollprogramm gestrichen angeblich aus Geldmangel, dabei ist das amerikanische Olympiakomitee USOC der reichste nationale Olympiaverband der Welt.

Doping sei im amerikanischen Profisport „nur ein lästiges Problem, das durch gezielte Public Relation klein geredet werden kann“, glaubt der Dopingexperte Professor John Hoberman von der University of Texas in Austin.

Der Texaner Michael Johnson, der in Dallas lebt und trainiert, weiß ein ganzes Heer von Öffentlichkeitsarbeitern hinter sich. All die Fragen und Unterstellungen seien der Preis für seinen Ruhm, sagt Johnson. „Diesen Preis muss ich zahlen.“

Nach seinem Fabelweltrekord in Atlanta hatte Johnson den Skeptikern mürrisch zugerufen: „Glaubt, was ihr wollt.“

In Sevilla präsentierte er sich weniger aggressiv. Er entschuldigte sich sogar für ein Räuspern, das einmal seine druckreifen Sätze unterbrach. „Es ist nicht angenehm für mich, was ihr manchmal so schreibt“, sagte er auf der Pressekonferenz.

„Aber was heute Abend passiert ist, das hat mir viel Spaß gemacht. „

Mir nicht.

21.17: Entschuldigungm wenn ich immer mal olle Kamellen einstreue. Aber Geschichte wiederholt sich halt doch. Und es ist manchmal ziemlich blöd, zu erkennen, dass Mann seit Jahrzehnten dasselbe schreibt. Ähnliches. Im Prinzip.

Und weil da von NBC die Rede war: Habe vorhin ne Viertelstunde in einer stillen Ecke neben dem McDonald’s neben wem telefoniert?

Dick Ebersol.

21.24: Ich verschwinde dann mal in die Mixed Zone.

21.32: Was sagt eigentlich Victor Conte dazu?

21.33: Zehnkampf, 1500.

Fehlstart. Lächerlich.

TBC

ha #1

Und wer, bitte, bloggt nun vom Fußball? Wie sagte doch einer meiner Lieblingssportexperten heute?

Frauenfußball ist nur wichtig, wenn:
– in Deutschland eine WM stattfindet
– Deutschland WeltmeisterIn wird oder total unverdient bzw. durch Schiedsrichtermanipulationen wie gegen Japan scheitert
– Birgit Prinz vorzeitig ausgewechselt wird

Aber Du hast ja auch damals schon nicht gebloggt, bloß für den Abbruch der Eröffnungs-PK gesorgt. Insofern … weiß nicht, ob das jetzt entlastend ist für Dich.

Gua #2

So und wo schaue ich nun den Witzbolt? Eurosport oder ZDF, wo mich zurzeit erstaunlich wenig nervt?

Semenya klar weiter btw.

Schorsch #3

Ich vermute, dass du bei Bolts erstem Weltrekord über 100m in New York 2008 nicht anwesend warst.

jsachse #4

Na dann drücke ich heute auch mal die Fernbedienung. In Berlin habe ich mir die fiese Bogen-Bolt-Berlino Show auch noch live reingezogen.

So langsam muss sich der Herr was neues einfallen. Letzten 10m rückwärts? Es wird langweilig.

ha #5

#4
Kanns auch nicht ganz glauben, aber ich sach mal: Vielleicht machts ja heute das andere Jahrhunderttalent, das IOC-Polizei-bekannte, Bananen-getriebene Anhängsel dieser schönen Armbanduhr.

Jens Weinreich #6

@ Schorsch: Ich glaubte, und Du vermutest – richtig.

NYC, wer weiß das schon noch?

Der Schorsch!

Gua #7

So nach den 800m-WR muss der Witzbolt ja schon fast auch Weltrekord laufen.

ha #8

Schönes Finale übrigens, Japan Chancenweltrekodler. 1:0 USA.

Weiß schon: Falsches Programm.

Gua #9

Deutsche F 4×100 3. im HF

le_affan #10

Etwas off-topic, aber trotzdem auffällig: eine schicke Website hat das Team Danmark. Auch ohne jegliche Werbung – verglichen zum Beispiel mit dem DOSB.

Jens Weinreich #11

Stimmt.

Alex #12

Bei der BBC diskutieren Michael Johnson und Colin Jackson gerade das Erfolgsgeheimnis der jamaikanischen Sprinter: Vorbilder, Gene, Infrastruktur. Keine Rede von besonderen Hebelverhältnissen. Ist das böse D-Wort in britischen Medien während der Olympischen Spiele überhaupt einmal gefallen?

Thomas O-R #13

Bolt wird einen neuen Weltrekord laufen 19,16.

Noch was anderes.
Wie ungerecht die Nominierungen sind sieht man dieses mal auch wieder.

Friedrich im Hochsprung und de Zordo im Speerwerfen sind im Vorkampf ausgeschieden. Die Nominierungen waren ja sehr umstritten.

Dagegen musste ja Tennisspieler Haas zu Hause bleiben.

Gua #14

Jens, der Witzbolt ist nur 19,32 Sekunden gelaufen, falls du das nicht mitbekommen hast. ;D

ha #15

Hach.
Yams überlegen. Banane kann ja auch jeder.

Alex #16

Michael Jackson meint: Er hat bei 190 Metern auf die Uhr geschaut, gesehen, dass es nicht für den WR reicht, und ist dann locker ausgelaufen. Die Bilder scheinen das zu bestätigen.

Alex #17

Äh, Johnson, natürlich.

Jens Weinreich #18

Es wäre aber gewiss Weltrekord geworden.

ha #19

jw
Lohnt sich das eigentlich finanziell mehr, wenn man WR für nacholympische Meetings aufhebt?

Rudinho #20

@19: sicher

Tim #21

Brink/Reckermann gewinnen den ersten Satz im Finale…sauspannendes Spiel

ha #22

Bevor der dritte Jamaikaner verrät, was auf seinem Speiseplan steht, schnell noch ein Link auf dieses kenntnisreiche vorolympische Interview im San Francisco Chronicle:

Victor Conte says Olympic doping goes on

Hat schon öfter Ähnliches gesagt, dennoch …

Alex #23

Diesem Infosystem fehlt aber eindeutig die optische Ausdruckskraft der allgemein zugänglichen Ergebnislisten: Medallists, ungeschminkt

Jens Weinreich #24

@ ha, lustich: Habe parallel zu Deinem Kommentar einen Tweet von Conte verlinkt.

ha #25

WIR sind Beachvolleyball !

(Irgendwie ne nette Vorstellung.)

Gua #26

So, dank Speerwerfen:
5 / 8

(Mit den ganzen anderen Zielvereinbarungen hätte ich viel mehr Spaß Herr Friedrich)

Free Wilhelm #27

@16: Michael Jackson ist wiederauferstanden? War Elvis auch da?

Beach-VB: der Brasilianer Emanuel hat sich noch eine Extramedaille verdient für den besten Nichtverlierenkönner.

trebor #28

witzbolt nennt am zdf-mikro sein vorbild: michael johnson.

Jens Weinreich #29

Da lag ich mit meiner Michael-Johnson-Reminiszenz doch gar nicht so daneben.

ha #30

Festzuhalten ist natürlich auch, dass das die zweite Sprintmedaille mit deutschem Anteil ist. Nach der dritten muss man dann mal prüfen, wen der healing Hans noch so behandelt und ob das nicht die günstigere Goldzählung gäbe … Lässt sich ja vielleicht dem BMI als Pluspunkt vermitteln @DOSB

gilad #31

„Als er vorgestellt und bejubelt wird, kann Wallace Spearmon, der sonst immer so grimmig guckt, sich ein Lächeln nicht verkneifen. Blake in einer schlabbrigen, grauen Jogginghose, wie sie sonst nur vor 20 Jahren in Rostock-Lichtenhagen getragen wurde.“

Made my night! Thanks for that :-)

Jens Weinreich #32

Wenigstens mal einer, dem die Recherche-Höhepunkte hier auffallen!

Sarah #33

Uff, Fanny „Vollgas“ Fischer ist als Expertin ja noch anstrengender als Franziska „Ich als Expertin“ van Almsick. „Wie ging es Ihrem Mann heute Morgen?“ Angespannt. „Was müssen die Kanuten in diesem Vorlauf machen?“ Vollgas geben. „Was müssen die Kanuten im nächsten Vorlauf machen?“ Vollgas geben. „Was hat der Trainer ihnen wohl mit auf den Weg gegeben?“ Genau, Vollgas! Dann zeigt das Erste seine Expertin noch in Nahaufnahme und Zeitlupe (?), wie sie den Lauf ihres Mannes am Monitor verfolgt. Spannend!

Überhaupt wirkt die Kanu-Berichterstattung vor allem bei der ARD (aber auch beim ZDF) arg familiär, die Kommentatoren klopfen allen auf die Schultern, nennen jeden beim Vornamen – wirkt ein bisschen inzestuös.

Jens Weinreich #34

Das hast Du aber fein formuliert: inzestuös.

Ralf #35
Ralf #36

Jamaica Observer: [Jamaican] duo tests positive for banned substance

It is understood the Jamaican athletes failed the drugs tests at the National Senior Trials in June that doubled as the Olympic Trials. While it is understood that Cunningham tested positive for the substance pseudoephedrine, the substance allegedly found in Blake’s sample was not named.

Ralf #37

sid: Zwei Dopingsperren in Jamaikas Leichtathletik

Dominique Blake, Mitglied der 4×400-m-Staffel bei Olympia 2012 in London, erhielt eine sechsjährige Sperre durch die Anti-Dopingkommission des nationalen Leichtathletik-Verbandes (JADCO).
[…]
Ihre Strafe fiel so hoch aus, weil sie angeblich mit falschen Angaben ihre Schuld verschleiern wollte und am Ende die Kommission beleidigte.

Ralf #38

sid: Sprint-Olympiasiegerin Campbell-Brown gedopt

Die dreimalige Sprint-Olympiasiegerin Veronika Campbell-Brown aus Jamaika ist offenbar des Dopings überführt worden. […] Campbell-Brown, die 2004 Olympia-Gold über 200 m und 4×100 m gewonnen hatte und auch in Peking 2008 über 200 m erfolgreich war, droht eine zweijährige Sperre.
[…]
Bei Olympia in London hatte sie im vorigen Sommer Bronze über 100 m und Silber mit der Staffel gewonnen.

The Gleaner: VCB shocker!

Ja’s most decorated female athlete tests positive for banned substance

Stefan #39

Ach, das ist doch die mit der netten Zahnspange, oder? Wer hat denn bei den Jamaicanern die Doping-Kontrollen eingeführt? Das geht ja wie im Taubenschlag.

cf #40

@Stefan
also Zahnspangen gibt es natürlich viele — aber das echte Original™ gehört immer noch der ehedem zahnschmerzgeplagten Shelly-Ann Fraser. Nicht velwechsern, wenn ich bitten darf!

Ralf #42

Sächsische Zeitung: Der einsame Bolt

Einer soll also ungedopt um Welten besser gewesen sein als alle Gedopten vor ihm!? Weiß zufällig jemand, ob es unter 9,9 s weitere „Unbelastete“ gibt?

Ralf #43

The Gleaner: ‚Be more vigilant‘

Prime Minister Portia Simpson Miller says that since the Jamaica Anti-Doping Commission (JADCO) was established in 2009, the commission has conducted 860 tests.

Of that number, 504 were conducted in-competition while 356 tests were done out-of-competition.

For the period of testing spanning May 2009 to June 2013, JADCO received reports of 15 adverse analytical findings and has informed the athletes of these.

Ralf #44

Jürgen Kalwa in der FAZ: Jamaika testet – anders

Ralf #46
Ralf #47

Ines Geipel in der BadZ: „Die Leichtathletik hat ein Problem“

Ralf #48

The Gleaner: Jamaica could lose medal from Beijing Olympics

While the nation’s biggest global superstars in the sport are not being implicated at this point, this is still set to have serious consequences for the country’s track and field programme, with at least one medal from the Beijing Olympics now in jeopardy.

Ralf #49
Herbert #50

Try and error oder die WADA hangelt sich durchs Dopinggestrüpp ?

Sportler dürfen nach positiven Dopingtests auf Clenbuterol «nicht die Beweislast tragen», dass die verbotene Substanz nach Fleischverzehr in sogenannten Risiko-Ländern in ihren Körper gelangt sei, forderte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in einem Statement.

http://www.augsburger-allgemeine.de/sport/sonstige-sportarten/Sportler-sollen-bei-Clenbuterol-nicht-Beweislast-tragen-id41084836.html

Das wird sicher Alberto Contador interessieren :

“ Schlimmer hätte es für Alberto Contador nicht kommen können: Zwei Jahre Sperre, Tour- und Giro-Sieg weg, und die Drohung einer Geldstrafe von mindestens 2,4 Millionen Euro. …
18 Monate nach der Doping-Kontrolle, die bei Contador positive Clenbuterol-Befunde erbrachte, sprach der Internationale Sportgerichtshof CAS endlich sein Urteil. “

http://www.zeit.de/news/2012-02/06/radsport-contador-am-boden-zwei-jahre-sperre-06181003

Ergo, der Anti-Doping-Kampf scheint nach objektiven Kriterien nicht führbar. Das System, besonders die WADA, bedürfen dringend einer Überarbeitung bzw. einer Erneuerung, wenn dem Sport und ihrer Politik nicht bald das ganze Konstrukt um die Ohren fliegen will.

Aber wer traut sich, den ersten Stein zu werfen ?

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