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Usain Bolt oder: das Jogging-Gate
veröffentlicht: 16. August 2008, 16:52 - zuletzt bearbeitet: 28. November 2008, 20:16 - 71 kommentare22.40: Wo lebe ich denn? Was sucht dieser Außerirdische hier? Läuft nur 80 Meter, klopft sich auf die Brust, schaut nach hinten, läuft locker aus, beschleunigt erst wieder hinterm Zielstrich, rennt gleich 200 Meter weiter – und ist mit 9,69 Sekunden zwei ein Zehntel schneller als Ben Johnson vor 20 Jahren. Okay, alle zwei Jahre ein Hundertstel. Usain Bolt oder: das Jogging-Gate.

23.15: Pressekonferenz. Erste Reihe. Wenigstens hier. Aber Bolt hat gerade noch Interviews gegeben draußen, zuletzt bei den Radiostationen, die Rechte haben. Warten.
02.11: Mein heutiges Fazit zum Boliden Bolt ist auf Spon zu kritisieren.
02.52: Zurück im Poly Plaza, wo ich, um mal wieder an Reporters Tagesablauf erinnere, in fünfeinhalb Stunden wieder abfahre ins Schwimmstadion, will ich nicht mehr viele Worte verlieren. Ähnlich wie bei Tyson Gay entscheide ich mich für die allseits beliebte Bilderstrecke. Zumal ich Stolz wie Bolle bin, den Zieleinlauf so gut festgehalten zu haben. Ich bin den Chinesen echt dankbar für die guten Presseplätze.

Er hat dann ein bisschen gepost …

… und Interviews gegeben. Auf diesem Bild hier unten sieht man übrigens sehr schön, dass NBC und Norbert König vom ZDF schon nach Hause gegangen sind, als Bolt nach einer Stunde noch die letzten Rechteinhaber bediente. Wenn ich richtig geguckt habe, steht er jetzt gerade beim ARD-Hörfunk …

… und irgendwann kam er dann tatsächlich tief im Stadionbauch an, wo zwei Hundertschaften der Non-Right-Holders warteten. Er knabberte Riegel und erzählte was davon, dass er den ganzen Tag Nuggets gegessen habe. Zaubernuggets.

Jamaikas Mannschaftsarzt erklärte den Reportern dann, dass Weltrekordler immer sauber sind, weil: Sie müssen ständig zur Dopingkontrolle. Bolt angeblich schon sechs Mal in Peking. Marion Jones hatte 164 Dopingkontrollen. Alle negativ.

Der Arzt und die Reporterin haben sich dann noch mächtig gedrückt und gebusselt wurde auch. So sind sie, die Kariben. Gute Nacht allerseits. Später mehr aus diesem Theater.
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- update: Urteil 27 O 1204/08
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- Treutlein: Jens jat recht. Play the Game ist eine tolle Organisation, Jens Andersen als Erfinder/Organisator ein sehr innovativer, kreativer, kritischer Mensch. Ich selbst war insgesamt dreimal...
- Herbert: Der Fehler im System liegt auf der Hand: Die Dopingkontrolleure unterliegen keiner Kontrolle. Die Frage ist, wie man hier Abhilfe schaffen kann. Die Verbände bzw. die NADA sind nun...
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Ich bin ja gespannt wie die Organisatoren am Letzigrund reagieren, denen ich ein – für die Szene – überdurchschnittliches Maß an Feingefühl zutraue. Ob sie Bolt der Show wegen trotzdem einladen?
Ich glaube nicht, dass es richtig ist, jetzt (nur) auf Bolt einzuprügeln.
Dass der 100-m-Sprint zum Himmel stinkt, wenn man auf sauberen Sport steht, ist die eine Seite. Den Unterschied zwischen Bolt und dem Rest könnte man aber schon noch mit Unterschieden in Talent und Körperbau erklären, denke ich. Der Typ ist 21, steht sein Jahren als Riesentalent auf allen Listen und ist nun eben gestern und heute explodiert. Bei vergleichsweise schwächelnder Konkurrenz, wie ich anmerken möchte.
Jetzt die ganze Doping-Problematik der Welt auf ihm abzuladen, weil er den spektakulärsten und elementarsten Wettkampf des Sports gewonnen hat, ist mir zu billig. Da ekeln mich die Kinderturnerinnen und verschiedenes Hantel- und Matten-Volk weit mehr an.
immer soll man unvoreingenommen sein, aber das war selbst mir zuviel. zu schön, um wahr zu sein.
die anderen sind ja nun keine dahergelaufenen. und die so einfach stehen zu lassen. dann im ziel einfach faxen zu machen, als sei der lauf keine anstrengung gewesen.
Natürlich stinkt es in anderen Sportarten auch gewaltig – aber deswegen muss man sich ja jetzt bei Bolt & Co zurückhalten.
Gerade wenn es eine derart ungewöhnliche Demonstration der Stärke gibt. Und von schwächelnder Konkurrenz zu sprechen, halte ich für gewagt, schließlich liefen doch da einige Konkurrenten Persönliche Bestzeiten, wenn ich das richtig mitbekommen habe.
Ausserdem kann ich für jemanden, der derart rumpost und seine Konkurrenz durch die Posen fast schon ein wenig lächerlich macht, herzlich wenig Mitleid aufbringen.
“…nicht…zurückhalten” meinte ich natürlich.
Re: “Jetzt die ganze Doping-Problematik der Welt auf ihm abzuladen”
Habe ich was verpasst? Wird hier seit einer Woche nur über Bolt-Doping geredet oder worin soll sich das Abladen der “ganzen Doping-Problematik der Welt” auf ihn liegen?
War der Kommentar von Siggi Heinrich über leichte Schuhe und karibische Lebensfreude ein “Abladen der ganzen Doping-Problematik”? Ist der Exklusiv-Vertrag von Bolt mit Puma wirklich ein “Abladen der Dopin-Problematik”?
der lauf war irre!
die schrittlänge, die schrittferquenz!!
er wäre unter 9,50 sec gekommen, wenn er es durchgezogen hätte.
jetzt heißt es abwarten, acht jahre lang ….
… eine Zehntel schneller als Dop-Ben vor 20 Jahren bei den dopinggepushten 9,79. Aber bei dem Arbeitspensum nur menschlich und Gott sei Dank nicht maschinenhaft. Also alle 2 Jahre eine Hundertstel. Ehrenrettung für Bolt & Co? I don’t know.
da wird nichts passieren, fred. die werden die proben nie aus dem eisschrank holen. wenn doch, gebe ich dir einen aus.
Yo. In der Karibik, mit karibischer Lebensfreude laufe ich auch immer schneller. Und manchmal sogar ganz ohne Schuhe. Wahrscheinlich hat er einfach Rum in den Adern.
Okay, “schwächelnde Konkurrenz” ist eine missverständliche Formulierung. Was ich damit meinte: Neben einem schlechten Start hätte ihn von den anderen 7 nur ein schneller Powell in Gefahr bringen und ihm Lockerheit und Macho-Posen nehmen können.
Aber der Start war – wie schon in Zwischenrunde und Halbfinale – ungewöhnlich gut (was für mich die eigentliche Überraschung bei so langen Beinen ist) und Powell schließt nahtlos an Osaka an.
Jedenfalls: Wenn wir uns einig sind, dass Sprint ein unsauberes Geschäft ist (das sind wir doch alle, oder?), warum muss dann gerade der Beste alle Vorwürfe abbekommen?
In diesem Zusammenhang gefällt mir auch der Zürich-Gedanke des ansonsten sehr geschätzten Dogfood nicht besonders.
ich nehm dich beim wort jens!
heute in acht jahren in einer kneipe in chicago ….
Brot und Spiele! Das Volk hat sein Ereignis,(“wahnsinn”), der Boulevard jubelt, die Spiele ihren Höhepunkt-jetzt kann es nur noch besser werden.
ein schnaps geht auf diese unterbelichtete ngo
http://www.wada-ama.org/en/dynamic.ch2?pageCategory.id=665
Ich glaube die Antwort auf die Dopingfrage liegt klar auf der Hand. Was ich ihn viel lieber fragen würde, warum er den Lauf schon nach 60 Metern aufgegeben hat? Hätte der richtig angezogen, wären sicher noch ein paar Hundertsel drin gewesen … 8,99 hätte doch auch gut geklungen …
[...] Ich informiere mich über Olympia hauptsächlich bei Jens Weinreich und dogfood. Und beide waren genauso geschockt(Eintrag um 16.31 Uhr) wie ich). Das 100m-Finale wollte ich mir aber nicht entgehen [...]
@Trebor: War der Hinweis auf die WADA-Webseite der Tatsache geschuldet, dass in der Karibik zwar Trinidad and Tobago, Dominica, Guyana, die Cayman Islands, Turks and Caicos, Barbados, St. Vincent and the Grenadines, Montserrat, St. Kitts and Nevis, die Bahamas, Antigua and Barbuda zusammen mit Surinam, Grenada und St. Lucia eine Anti-Doping-Agentur betreiben, Jamaika aber nicht mitmacht? Da liegt ganzn sicher vieles im Argen, inklusive der unwidersprochenen Beschwerden aus jamaikanischen Kreisen, wonach ihre Athleten in China so ungerecht viel getestet würde. Aber man sollte sich nicht so viele Hoffnungen machen, dass die Laborarbeit irgendetwas an dem gegenwärtig praktizierten System enthüllt. Wie flogen die US-Leichtathleten auf? Dank der Arbeit eines Steuerfahnders. Und den interessierten eigentlich nur Baseball-Profis.
Ja Jürgen, war ein Wink mit dem allseits beliebten Pfahl.
Die jamaikanische Clique isoliert sich gern und erfährt allmählich öffentlich kritisches Interesse.
u.a. auch am 27.07.08 im Jamaica Observer:
http://www.jamaicaobserver.com/columns/html/20080726T190000-0500_138319_OBS_RUNNING_IN_THE_FOOTSTEPS_OF_WINT_AND_MCKENLEY_.asp
[...] kaum eine Wahl. Als der Lauf auf den großen Videoleinwänden erneut gezeigt wird, geht ein ungläubiges Stöhnen durch die Reihen in dem Moment, in dem der neue Fabelweltrekordler sein Tempo [...]
Der deutsche Olympiateilnehmer in der 4x100m-Staffel Martin Keller ist nur einen Monat jünger als Usain Bolt. Bei den deutschen Jugendmeisterschaften 2002 lief Keller über 100m 11,74 Sekunden und wurde damit Letzter im Vorlauf. Jetzt, sechs Jahre später, steht seine Bestmarke bei 10,29 Sekunden. Er hat sich seit damals also um 1,45 Sekunden verbessert. Ich habe bisher noch von keinem gehört, der ihm deshalb Doping unterstellen würde.
Bolt lief 2002 20,58 Sekunden über 200m und wurde damit als 15-Jähriger Juniorenweltmeister. Warum wird ihm im gleichen Zeitraum keine Leistungsentwicklung zugestanden, nicht einmal eine deutlich moderatere als die von Keller?
Also ich denke das war heute das beste was passieren konnte. Zwar gab es für Interessierte schon mehr als genug Gelegenheiten sich die Augen öffnen zu lassen, aber heute sprang es sicher auch ein paar Leuten mitten ins Gesicht, die bisher keine Meinung hatten oder von der allseits beliebten “Unschuldsvermutung” schwadronierten.
Und je mehr je besser.
Während mit Becken, Wasser, Speedo, Super-Handteller-Genen und neuer Wendetechnik ja bisher noch jeder Weltrekord der Schwimmer wegerklärt wurde, bin ich doch auf den Speedo des 100m-Sprints gespannt. Der offene Schuh? Vakuum im Vogelnest, also null Luftwiderstand? Zumindest letzteres könnte uns ja der Gastgeber dann bestätigen. ;-))))
Angel Heredia mit seinen 9,7s (“Der Unterschied zwischen 10,0 und 9,7 Sekunden sind die Drogen.”) jedenfalls schon überholt. Was genau der Unterschied auf 9,6s ist weiß der wahrscheinlich gar nicht mehr, weil er den letzten Forschungsstand gar nicht mehr verfolgen konnte. Naja, sein Nachfolger wird es schon wissen.
@Jens: Sehr schöner Artikel bei SpOn. Wollte ich nur mal sagen.
@Martin Sommerfeld: Sollte man meinen. Aber während des 100m-Finals befand ich mich in einem Fußball-Bundesliga-Chat (und weil Halbzeit war unterhielt man sich über Olympia)… es ist unglaublich wie viele User völlig von den Socken waren ob dieser großartigen Leistung und nicht einmal an das Wort Doping gedacht haben. Und wenn man sie darauf ansprach, dann kam doch tatsächlich: Die werden doch alle ständig kontrolliert, dann wäre der schon aufgeflogen… Es ist zum Heulen.
@Jan: Ist es nicht so, dass das ganz große Geld mit Weltrekorden noch immer bei Sportfesten verdient wird? So etwas kann man im Sprint sicherlich nicht so gut planen wie im Stabhochsprung, aber die eine oder andere Million sollte da schon noch drin sein.
[...] seinem Blog fasst Jens Weinreich kompakter und eindrucksvoller zusammen, was da heute im 100-Meter-Finale in [...]
Obwohl ich diesen Blog während Peking 08 sehr genieße, muss ich dem Hausherrn dennoch sagen, dass mir der SPON-Artikel nicht sehr gefällt.
Was ist denn damit bewiesen (oder auch nur angedeutet), dass Bolt eigentlich ein 200m-Läufer ist und wenige ernsthafte 100-m-Läufe auf seinem Konto hat? Langsamkeit? Unvermögen? Sicher nicht.
Der Kerl ist bereits im Jahr 2003 (als er also 16 war!) 20:13 über 200 m gelaufen – und hat seitdem in jedem Folgejahr mindestens eine Zeit unter 20 angeboten. Was muss man denn noch machen, um zu zeigen, dass man ungewöhnlich schnell sprinten kann?
Wie gestern schon gesagt: Ich will Bolt nicht sauberer machen als man ihn vermuten muss, aber dass er innerhalb der 100m-Freakshow einfach der Begabteste sein könnte, muss man bitte in Erwägung ziehen.
@Arnesen: Genau so ist es. Gerade von einem so guten Journalisten wie es Herr Weinreich ist, würde ich mir eine etwas differenziertere Herangehensweise wünschen. Eine die über den bloßen Reflex: “Oh, da ist einer schnell, der muss gedopt haben” hinausgeht.
Bolt ist 1.96m und wiegt 86kg. 2002 als 15-Jähriger war er schon genau so groß, aber deutlich dünner. Ein typischer Pubertierender, dem Arme und Beine irgendwie unkontrolliert aus dem Rumpf zu wachsen scheinen. Trotz dieser für den Sprint sehr ungünstigen Voraussetzungen gewann er die 200m bei der Junioren-WM. Gegen Jungs, die drei Jahre älter waren als er und körperlich weit besser entwickelt.
Der Mann ist ein absolutes Jahrhunderttalent und man sollte ihn zwar kritisch beobachten, aber doch bitte nicht mit Leuten wie Alain Bernard oder Fani Halkia in einen Topf werfen, die wie Kai aus der Kiste kommen und innerhalb kurzer Zeit plötzlich zum Hulk mutieren oder von der Kreis- zur Weltklasseathletin werden.
kann man nichts machen. harhunderttalent hin oder her. das ist auch phelps. sie sind alle freaks, keine normalen menschen. ob ich mich der wahrheit auch nur annäherend entgegen bewege, weiß ich nicht. ich entscheide so, wie ich es für richtig halte. mit bestem wissen und gewissen. vor allem: mit gesundem menschenverstand. komischer weise habe ich mich selten getäuscht.
Natürlich sind das keine “normalen” Menschen. Es sind Spitzensportler. Sie klingen ja beinahe so, als würden sie gerne Wettkämpfe zwischen Menschen sehen, die man willkürlich aus einer beliebigen Fußgängerzone greift. Sind sie wirklich schon so desillusioniert dass ihnen jedwede Form von “schneller, höher, weiter” suspekt resp. zuwider ist?
anwort auf letzte frage: ja. die diskussion kommt immer an diesen punkt. aber nicht ich, als überbringer der schlechten botschaft, bin das problem. ich versuche es nur zu beschreiben. kriminell sind andere. die bemerkung mit der fußgängerzone übersehe ich einfach mal, ist ziemlicher unsinn.
Die letzten jahrzehnte haben es gezeigt, der spektakulärste wettbewerb ist lukrativ und manipuliert. viele talente sind schnell gelaufeen und verschwunden. bolt sicher ein ausnahmetalent muss nun den kopf für diese entwicklung hinhalten, thompson läuft 9,89, keinen interessiert es. der ruhm wird nie wieder ein zweifelsfreier sein, der kritiker läuft nun immer mit. die aufgabe eines guten journalisten und das ist jens wahrlich, ist es: alle fakten zusammen zutragen. manchmal kann man die oft selbst erlebte enttäuschung über die leistungen und deren entzauberung nicht verbergen. jedes ernsthafte interesse hatte auch mal eine zeit der faszination. und manchmal blitzen diese spuren trotz aller finsterer körperschatten auf.
Man kann ja auch mal anders fragen, was muss ein Sportler eigentlich noch machen damit auch der letzte merkt dass es nicht mit rechten Dingen zugeht?
Was müßte ein verkleideter Günther Wallraf bei Olympia leisten um sofort aufzufliegen?
10 Weltrekorde im Schwimmen aufstellen? 100 Meter in 9.0, vielleicht dem Publikum auf den letzten 20 Metern eine lange Nase zeigen und die Ziellinie mit einer Piurette überhüpfen? Sich mit 50 Jahren für einen Schwimm-Endlauf qualifizieren?
Und was sollen die Diskussionen über Zeiten mit 15 oder 16 Jahren beweisen? Gibt es irgendwo eine Regel dass man erst ab 21 dopen darf und nicht schon als Kind/Jugendlicher?
Phelps, Bolt und Torres sind gedopt da brauch ich keine Dopingprobe mehr. Das ist schon mehr als dreist was die dort abziehen.
50 Jahre? Hat es bestimmt schonmal irgendwann gegeben. ;-)))
Die beliebte Unschuldsvermutung im Hochleistungssport der “Alles ist Gold was glänzt”-Fraktion spricht jedenfalls wirklich für eine Naivität die inzwischen -nach allem was wir inzwischen wissen/wissen können/wissen müssten- ihres gleichen sucht. Irgendwie süß, aber auch peinlich.
abgesehen davon: gibt es experten, die beziffern können, was so ein auslaufen an Zeit kostet? 5 Hundertstel?
@Rob: Wenn man Bolt bei der Junioren-WM 2002 gesehen hat, einen schlacksigen 15-Jährigen mit 1,96 und etwa 75kg, komplett pubertärer Figur und trotzdem schneller als drei Jahre Ältere mit ausgereiften Athletenfiguren, dann würde ich zumindest gerne wissen, womit er da gedopt haben soll. Nicht, dass ich nicht glauben würde, dass er schon damals gedopt war, aber es muss etwas komplett anderes gewesen sein als alle anderen hatten. Oder er war einfach doch nur ein Ausnahmetalent.
rocco am 17. August 2008 – 10:33 -
‘abgesehen davon: gibt es experten, die beziffern können, was so ein auslaufen an Zeit kostet? 5 Hundertstel?’
Würde mich auch interessieren.
Außerdem würde ich den Lauf gerne mal als Video sehen (In der ZDF-Mediathek hab ich ihn zwar gefunden, aber dafür ist meine Leitung leider zu schlapp: den eigentlichen Lauf bekomm ich nur als Pixelsalat).
Warum gibt es den Lauf selbst bei YouTube denn nur als Dia Show? Hat wieder was mit Rechten und viel Geld zu tun, was?!
@Bernemmer Löwe: Also am Aussehen oder an der Dicke der Muskeln würde ich mich nicht aufhängen. Sind die Zeiten der Monstermuskeln nicht schon eine Weile vorbei? Stattdessen kommt jetzt der nie müde werdende Sportler der da weiter macht wo andere aufhören.
… wo und wie der geklont wird, würde ich gern wissen, werde es allerdings nie erfahren.
“… wenn ich das recht erinnere”
uuuuuuuuuh…
Streichresultat
hab mir erlaubt, das zu ändern. tat weh. passiert bei einem solchen tempo.
Die Dopingmittel können einfach nicht anchgewiesen werden. In 5 Jahren wird es erwiesen sein, dass er gedopt war.
Gruß
Joachim
So wie der Vorlauf heute lief, gibts morgen wohl “Jogging-Gate, Teil II”. Ich wage es fast nicht, es mir anzusehen…aber für die Nachwelt muss ich es einfach tun.
Ich glaube es nicht. Ich konnte mich zwar nicht hundertprozentig auf seinen Lauf konzentrieren. Hatte aber auch schon gestern den Eindruck, dass er nicht noch einmal Weltrekord laufen – will. Denke, er will uns diesmal anders verarschen. ehe macht er einen meter vor dem ziel einen salto, ein paar pirouetten oder sonstwas, um dann mit 19,5 gestoppt zu werden. ich glaube, er will uns zeigen: seht her ihr idioten, ihr glaubt mir nicht? also habt ihr keinen weltrekord verdient. dann renne ich den halt nächste woche in zürich oder sonstwo, wo es eine prämie gibt.
habe das gerade beim völlig überflüssigen nachtmahl mit einem finnischen kollegen diskutiert. tapio sieht das genauso wie ich. bin trotzdem gespannt. so oder so wird er ja eine show abziehen. vielleicht rennt er auch rückwärts und gewinnt.
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[...] mit dem Dopingexperten Carl Lewis auf Sports Illustrated.com zum Witz-Bolt, der demnächst mal mit Real Madrid trainieren wird und in Peking vielleicht sogar 9,55 Sekunden [...]
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SZ: Auf die Füße getreten
http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/sport/447/311369/text/
ja, michael gernandt hat die geschichte rund um das si-interview zusammengeschrieben, das ich hier schon vor einigen tagen empfohlen hatte:
http://jensweinreich.de/?p=1006
[...] … heißt das Video vom Sponsor vom Witz-Bolt: [...]
Meldung vom 2. Dezember 2008:
Jamaika-Sprinter nahm Anabolika
Bolts Teamkamerad Dunkley zwei Jahre gesperrt
Monte Carlo (sid) Ein Teamkamerad von Jamaikas Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt ist für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt worden. Dies bestätigte der Leichtathletik-Weltverband IAAF. Der 32-jährige Julien Dunkley war Ende Juni bei den nationalen Meisterschaften in Kingston positiv auf das Anabolikum
Boldenon getestet und aus der Olympiastaffel ausgeschlossen worden.
Dunkley hatte sich in diesem Jahr auf 10,07 Sekunden verbessert und war bei Jamaikas Titelkämpfen Sechster geworden. Doping-Spekulationen um weitere Jamaika-Sprinter hatte Victor Conte, ehemaliger Leiter des kalifornischen Dopinglabors Balco, in einem Gespräch mit dem früheren Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA geschürt. Der inzwischen in Ruhestand lebende Richard Pound kritisierte erst dieser Tage, seine Nachfolger hätten es nicht für nötig befunden, diesen Hinweisen auf mögliche Manipulationen nachzugehen.
taz: “Ja, wir sind zu langsam”
SZ: Kommerzsportler des Jahres
SZ: Verdächtiger Rekord – Yams und Chicken Nuggets
FAZ: Das Dopingproblem der Leichtathletik – „Dann sind wir eine pharmazeutische Freakshow“
Ralf, das war doch im Original hier schon verlinkt :)
http://jensweinreich.de/?p=2640
Mal etwas in eigener Sache. Die Infos, die ich mir hier im blog abholen kann, sind frisch und stillen meine Neugier. Ergo, ich lese gern hier. Was die Beteiligung an der Diskussion betrifft, bin ich mir nicht sicher, ob mir dazu zu viele Insider- und Innercircle-Kenntnisse fehlen. Ich kann das Meiste nur aus meiner Sicht betrachten, sozusagen aus der “grass roots”-Perspektive von unten. Meine Beiträge sind daher öfters mehr abschweifend als beitragend. Schweigt man da besser ?
Nein, Herbert. Schweigen auf keinen Fall :)
Glauben Sie etwa, ich könne der Diskussion von, sagen wir: nocheinjurist und Sternburg immer inhaltlich folgen? Überhaupt nicht. Aber das schöne an einem Blog im Vergleich zur Tageszeitung ist ja, dass sich immer jemand findet, der eine Erklärung und/oder einen Link bieten kann. Dass Weisheiten eben nicht nur verkündet und kaum überprüft werden können. Das fasziniert mich ja gerade an diesem Internet-Dingens.
btw: Wo ist eigentlich sternburg? Bei Kai (aas) taucht er auch nicht (mehr) auf? Krank? Abstinent? Schwer beschäftigt?
Bei Sternburg tippe ich mal auf etwas, dass sich Examensvorbereitung nennt (und nicht zu verwechseln ist mit einer Pruefungsvorbereitung auf einen Bachelor-Studiengang).
@ Jens Weinreich: Einige einfache Dinge wollte ich ja auch wissen. Z.B. Wann Stefan Niggemeier das Thema anderen Zeitungen angeboten hat, was der DFB versprochen hatte, bevor er seine Pressemitteilung veroeffentlichte, vielleicht noch wann Prozesstermine sind, und ob es nicht kritikwuerdig ist (aus journalistischer Sicht), wenn alle Medien ueber das Thema berichten, aber anscheinend keiner den Prozesstermin ausrecherchieren und darueber berichten kann. Und warum hinter dem Wort Transparenz auf der Startseite nicht mehr der neckische Spruch (sinngemaess: muss ich nicht in den Duden gucken)steht, aber auch nicht durchgestrichen ist, das weiss ich auch noch nicht。
nocheinjurist macht es einem – wie immer – nicht leicht. Aber so ist das Leben. Okay, Antwortversuche, ist eh das meiste schon angetönt worden in den vergangenen Monaten (sind es ja nun schon).
a) Stefan Niggemeier? Bitte ihn direkt fragen.
b) Ich/wir (Amelung + JW) haben uns immer daran gehalten, das Details aus anwaltlichen Gesprächen vertraulich bleiben müssen. Meine Überlegungen habe ich sämtlich preisgegeben, glaube ich. Es ging hier mehr um Äußerungen, die andere getätigt haben. Als Nichtjurist muss ich das so hinnehmen. Es wäre übertrieben, da etwas hineinzuheimsen. Meine Sorge damals war, dass, was immer wir dem DFB als Schriftstück zukommen lassen würden, sofort propagandistisch ausgeschlachtet werden würde. Das habe ich klar gemacht. So weit ich mich erinnern kann, hieß es: das würde nicht geschehen. Und als Resultat stand: Diese viel zitierte “Pressemitteilung”. No comment.
c) andere Journalisten/Prozesstermin/Recherche? Letztlich ist übrigens auch das der Beweis, dass hier keine Kampagne lief, wie der DFB in seinem kruden Internet-Verständnis, das ja nun aber aufgetakelt werden soll, behauptet hat. Sonst hätte ich den Termin flink mal an hundert Kollegen verschickt. Einer hat sich interessiert, wollte kommen, musste aber dann einen anderen Termin vorziehen. Leider.
d) Außer diesem Spruch habe ich ja noch einiges getilgt, weil ich dachte, okay, es wäre vielleicht hilfreich, einige Sticheleien abzuschwächen. Mitunter habe ich das mit strike
gekennzeichnet, nicht immer. Das mag ein kleiner Verstoß gegen die Blogger-Sitten sein, aber beispielsweise fand ich, dass durchgestrichene Wörter in der Sidebar bei den meisten Lesern nur größere Verwirrung geschaffen hätten. Ich sehe ja selbst kaum noch durch und habe den Text in der Sidebar immer mal wieder vereinfacht, gekürzt und entschärft. Bald verschwindet er ganz.So, nocheinjurist, offener kann ich eigentlich nicht antworten. Die Hosen sind schon runtergelassen, gewissermaßen, ein Lendenschurz sei mir noch erlaubt :) Recht machen kann man es ohnehin niemandem. Manchen sind derartige Bemerkungen schon zu viel, weil: zu selbstreferenziell. Aber über diesen Punkt bin ich längst hinweg. Natürlich ist so ein Blogdingens immer auch eine kleine Peepshow. Andererseits: Ohne diese gewisse Offenheit seit meinem ersten Blogeintrag (am 22. Oktober war es, glaube ich) zum Rechtsstreit mit dem DFB, hätte sich die Angelegenheit womöglich nicht so entwickelt, wie sie sich entwickelt hat. Denn, fernab von allen juristischen Feinheiten und Unwägbarkeiten, es hat sich hier ja wohl ein hochinteressantes Kommunikationsphänomen offenbart.
Im Übrigen scheint mir das hier beim Witzbolt doch ein bisschen off topic zu sein. Am besten wir wechseln zu einem anderen Eintrag, etwa diesem aktuellsten hier.
FAZ-Kommentar: Höchst verdächtiges Vergnügen
Doping bei Bolt hin oder her, aber an die Eleganz seines Laufstils kam keiner seiner überführten Vorgänger auch nur ansatzweise ran.
@nocheinjurist: wir haben’s gern elitär, oder? Ist eigentlich der zeitliche Aufwand, den du hier mit dem Verfassen von Diskussionsbeiträgen betreibst, Indiz für eine dünne Auftragslage als Jurist? Oder bist du gar Syndikus?
Holla, höre ich da beim FAZ-Kommentar einen neuen Tonfall in einer der großen deutschen Zeitungen? Dass Glaubwürdigkeit und ästhetischer Genuss getrennt betrachtet werden, war doch bisher Freak-Fans wie mir vorbehalten.
@ Haidhauser: Elitaer – ich weiss nicht. Andere nennen es blasiert. — Die Themen auf dieser Seite regen zur Diskussion an, vor allem, weil der Hausherr andere Schwerpunkte setzt, als ich sie setze. Fuer wichtige oder interessante Dinge nehme ich mir fast immer die noetige Zeit. Und Indizien koennen Sportgerichte besser bewerten ;-)
Betr. Bolt. Die Formel, mit der man nachweisen könnte, dass der Herr aus Jamaika doch mehr konsumiert als Yam-Wurzeln und Chicken Nuggets, ist ganz einfach: Läuft B. in Peking 100 m voll und nicht nur 75 m und bläst dazu ein (gerade noch erlaubter) Rückenwind vom 2 m/sek und nicht wie gemessen von 0,0 m/sek – dann muss die Welt nicht über 9,69 sek. staunen, sondern über 9,50. Da lachen ja alle für Bolts Chicken Nuggets geschlachtete Hühner. Und diesen Marihuana-Konsumenten, bis-5-Uhr-in der Frühe-Diskogänger und BMW-Zertrümmerer empfiehlt der senile Weltverbands-Präsident Diack der Jugend als Vorbild.
@ rentner: Vorsicht, psst! Bitte nichts über Diack! Nick Davies, mein Facebook-Freund, lässt mitlesen.
[...] Kommentaren zum Beitrag “Ria Visser sagt …“, aber auch schon früher, das ist ein durchaus selbstreferenzielles Dauerthema), will ich gern mit zwei universitären Abschlussarbeiten [...]
[...] angeknockt von gestern Abend. Die Überschrift wird manche ärgern, aber ich finde: das ist eine Fortsetzungsgeschichte. Das Foto muss erst mal genügen. Worte folgen später. Diese Icons verlinken auf Bookmark [...]
[...] habe: Nach dem fünften Fabelweltrekord des Witzbolts, den ich live im Stadion erleben durfte (3 x Peking, 2 x Berlin), bin ich ziemlich relaxt. Schlechtes Zeichen: Weder rührt es mich, noch regt es mich [...]
Bolt ist mega süssssssssssssssssss, mach weiter so !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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