#London2012 (V): Thomas Bach, die Schweigeminute, die Ghorfa und andere vielfältige Lebenssachverhalte

 •  • 11 Comments
Mosklau 2012: Lemke, Bach, Scheich Al-Sabah

Bisschen unscharf, aber ich schieße meistens schnell aus der Hüfte: ANOC-Meeting im April 2012 in Moskau. Zentral, die Sportskameraden Thomas Bach und Scheich Ahmed Al-Sabah, beobachtet vom UN-Sportadvisor Willi Lemke (l.) und einem russichen Sicherheitsmann (r.)

LONDON. Moin, moin. Es muss schnell gehen. Mein Programm: jetzt gleich (oder auch nicht) DOSB-Termin im Museum of London Docklands, danach Pressekonferenz der WADA im MPC – und irgendwie wollte ich zwischendurch oder danach noch bei der IOC-Session, aber wenigstens im IOC-Hotel vorbei schauen, wo ich gestern bis spätnachts herumlungerte und bahnbrechende Erkenntnisse mitbrachte. Was mich neben einigen Gerüchten und Infos zur Nachfolgefrage von IOC-Boss Rogge am meisten überzeugt hat, waren, tatsächlich, die Toiletten auf der Arbeitsetage des IOC im Hilton Park Lane. Die nämlich sind mit Duschen ausgestattet. Da lässt sich arbeiten.

Allerlei Unsinn und Zwischendurch-Geschichten verzapfe ich dieser Tage auf

Ich hoffe, dass das hier noch besser eingebunden wird, ein fleißiger Helfer werkelt schon daran.

Auf Twitter habe ich gestern Abend übrigens, mir war so danach, eine kleine olympische Bestechung unternommen, als ich dem 4000. Follower eines meiner Handball-Tickets, selbst bezahlt, versprochen habe. Und siehe, es klappt doch mit den Followern, Nummer 4000 kommt von der Isle of Man und freut sich auf das Ticket.

Bevor ich mich durch den Stadt-Moloch kämpfe, hier flink ein Text, den ich gestern gemeinsam mit Grit Hartmann für einige Zeitungen geschrieben habe. Verlinkt und verhübscht und ergänzt (mit weiteren Infos) wird später. Es geht, wieder einmal, wer mehr wissen möchte, der folge bitte unbedingt den nächsten vier Links, als Vorwissen unentbehrlich,

des IOC-Vize und DOSB-Präsidenten Thomas Bach, um IOC-Propaganda und etwas mehr. Viel Vergnügen – und bitte: immer kritisieren!

* * *

Von Grit Hartmann und Jens Weinreich

LONDON. Und nun zum Geschäftlichen. Davon verstehen die Olympier sehr viel. “Unsere finanziellen Reserven”, sagte Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) auf der Vollversammlung im noblen Grosvenor House, “sind auf 558 Millionen Dollar angewachsen.” Als Rogge 2001 antrat, waren es nur 105 Millionen. Inzwischen ist der Olympiakonzern in der Lage, den Ausfall von Olympischen Spielen zu überstehen.

Moralische Fragen aber werden gern umschifft. Warum das IOC auf der Eröffnungsfeier der Sommerspiele am Freitag in London partout keine Schweigeminute für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 durchführen will, wurde bisher nie überzeugend begründet.


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Horst #1

Als regelmäßiger Leser kennt man den Inhalt des SpOn-Artikels größtenteils ja schon. Derartig konkrete, nun ja, Lebenssachverhaltsbeschreibung so prominent liest man (leider) selten.

Jens Weinreich #2

Horst, das finde ich auch. Das ist gut so und freut mich mehr als das Honorar.

Marc #3

Erstaunlich. Das IOC, das – so meine Wahrnehmung – ganze demokratisch gewählte Parlamente über den Tisch ziehen kann und Sondergesetze ohne Ende für sich rausholt, hat also doch vor irgendwas äh … ja, was bloß?

bernie #4

hat also doch vor irgendwas äh … ja, was bloß?

Von, hmm, von unterschiedlichen Lebenssachverhalten vielleicht? Sie wissen schon, den Sachverhalten, bei denen Geldkoffer auf Edel-Scheißhäusern übergeben werden?

Herbert #5

Was man doch an einem Tag so alles schaffen kann:

Von Siemens kassierte Bach damals 400.000 Euro Jahresgage und 5000 Euro Tagesspesen. “Vielfältige Lebenssachverhalte” eben.

Jens Weinreich #6

Herbert, bitte keine Sozialneid-Debatte. Es gibt eben Leistungsträger der Gesellschaft – und es gibt Leute wie uns. Herbert, Jens und Konsorten. Das sind dann eben auch vielfältige Lebenssachverhalte.

Ole Begemann #7

Etwas Off-Topic, aber ich wundere/ärgere mich immer, wenn bei Großereignissen wie der Eröffnungsfeier von einem Fernsehpublikum in Milliardengröße gesprochen oder geschrieben wird. Es geht mir dabei nicht um die konkrete Zahl “von rund vier Milliarden Menschen”, sondern um die Größenordnung. Gibt es irgendwelche belastbaren Indizien für diese Schätzungen?

Wenn die Eröffnungsfeier in Deutschland zur Prime Time weniger als 10% der Bevölkerung vor den Fernseher holt (7,7 Mio. Zuschauer, Quelle: http://www.zeit.de/news/2012-07/28/medien-quoten-olympia-eroeffnung-2012-interessiert-weniger-als-2008-28112603) und in den USA auch nur 40 Mio. Menschen zuschauten (http://mysj.de/41852.html), kann ich mir kaum vorstellen, wie man auf eine Gesamtzuschauerzahl von 1 Milliarde und mehr kommen will. Zumal in China und Indien tiefste Nacht war.

Grit Hartmann #8

@Ole Begemann
Der Einwand ist vollkommen richtig.
Es gab bei dieser Recherche, die vor der Spiele-Eröffnung veröffentlicht worden ist, anderes zu beachten und zu prüfen – so dass wir mit dieser Zahl, es war die Erwartung des IOC und seiner TV-Rechtepartner für die Eröffnungszeremonie, auf der man die Schweigeminute nicht wollte, etwas fahrlässig umgegangen sind.

Ralf #9

gruene-fraktion-muenchen.de: Ablasshandel des IOC

Ralf #10

dpa: Bach gedenkt israelischer Opfer von München 1972

[Ankie] Spitzer sagte: “Wir haben 44 Jahre auf dieses Andenken und diese Anerkennung unsere Liebsten gewartet. Das bringt nun etwas zu Ende.”

Ralf #11

Ankie Spitzer et al. bei change.org: A moment of silence was held in Rio

The memorial sculpture will be relocated to the Tokyo Olympic Village for the 2020 games, and a service for the Israelis will be held each Olympics going forward.
[…]
While it wasn’t the minute of silence at the opening ceremony, [the surviving family members] consider it a victory.

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