„Der DFB und sein Präsident“ lassen den Anwalt Schertz schreiben #WM2006 #FIFAcrime #DFB

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Nö, Leute, bitte! Nicht schon wieder.

So hatte ich mir das mit dem Popcorn nicht vorgestellt. Kaum zu Hause und eine Wanne eingelassen, da meldet sich in diesem Internet ein gewisser Christian Schertz aus Berlin, Advokat. Lesern dieses Blogs ist der Mann kein Unbekannter. Mir auch nicht. Er hat mich mal erfolglos gegen die FIFA vertreten – und den damaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger ebenso erfolglos gegen mich (6:0).

S. soll nun gegen den SPIEGEL und gegen mich „sämtliche denkbaren presserechtlichen Ansprüche“ prüfen. Mit „aller gebotenen Nachhaltigkeit“ widerspricht der DFB der Titelgeschichte des SPIEGEL über die schwarze Kasse bei der WM-Bewerbung 2006. Soweit ich informiert bin, hatte S. die vergangenen Tage schon geprüft.

Mal schauen.

Ich geh dann mal baden – empfehle aus gegebenem Anlass aber noch diesen Archivtext:

Presserechtliche Information DFB

Berlin (ots) – Aus Anlass der heutigen Spiegel-Berichterstattung bittet mich der DFB mitzuteilen, dass ich seine presserechtlichen Interessen vertrete. Der DFB widerspricht mit aller gebotenen Nachhaltigkeit den im Spiegel aufgestellten Behauptungen, es habe im Zusammenhang mit der Bewerbung für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland beim DFB eine „schwarze Kasse“ gegeben sowie der Behauptung, dass die in dieser schwarzen Kasse angeblich vorhandenen Gelder dazu benutzt worden seien, um Stimmen von Fifa Executive-Mitgliedern zu kaufen. Der Spiegel bleibt für den Kauf von Stimmen im Ergebnis auch den Beweis schuldig. Da ein Kauf von Stimmen insofern tatsächlich nicht stattgefunden hat, entbehrt die ebenso aufgestellte Behauptung, der Präsident des DFB, Wolfgang Niersbach, sei hierbei involviert gewesen, jeglicher Grundlage.

Ich bin beauftragt für den DFB und seinen Präsidenten sämtliche denkbaren presserechtlichen Ansprüche gegen die Veröffentlichung des Spiegels und auch des Interviews von Jens Weinreich auf Spiegel Online zu prüfen.

Professor Dr. Christian Schertz Rechtsanwalt

OTS: Schertz Bergmann Rechtsanwälte newsroom: http://www.presseportal.de/nr/62754 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_62754.rss2

Pressekontakt: Schertz Bergmann Rechtsanwälte Professor Dr. Christian Schertz Kurfürstendamm 53 10707 Berlin

sternburg #1

Das kommt jetzt doch sehr überraschend.

…dann lieber schnell noch Belege für die aufgestellten Behauptungen suchen.

Marc #2

Wobei ich nie so recht weiß, wss ich davon halten soll, wenn der Beschuldigte außer ein „stimmt nicht“ dann sowas wie „und wo sind die Beweise?“ nachschiebt. Im Film kommt das gerne von denen, die glauben alle Beweise beseitigt zu haben.

sternburg #3

@Marc: Mal ganz grundsätzlich: Du könntest davon halten, dass dies sein gutes Recht ist. Nur so als Vorschlag.

Herwig Finkeldey #4

Ist es erlaubt, hierauf hin zu weisen? https://summacumlaudeblog.wordpress.com/2015/10/16/82/

Ralf #5

Hat ein üblicher Verdächtiger […] den pietätlosen Kalauer gemacht, was beim DFB den N…bach runtergeht?

Mit dem DFB ist in dieser Sache nicht zu schertzen…

JW #6

Ralf, wenn Du Dich schon an Kalauern versuchst!

Das sagt einiges.

Stefan #7

Der Jens ist aus der Badewanne raus, da bin ich jetzt doch sehr erleichtert.
sternburg hatte den zeitlichen Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung erwähnt, ich hatte da gestern auch was erstellt, wenn Sie mal schauen mögen.

RALPH #8

Wie schön muss es sich als Nestbeschmutzer doch leben. Es war eine tolle WM 2006. Einfach danke sagen und weitergehen. Gibts in Ihrem Leben nix spannenderes oder haben Sie keine Freunde?

JW #9

Ah, die ersten BILD-Leser. Willkommen, hier können Sie was lernen!

Free Willy #10

Der ist nicht echt, der hat nur den Namen komplett in Großbuchstaben, es aber beim Text vergessen.

Matthias #11

Was war denn das für ein dünnhäutiger Auftritt bei Sky90? Wenn man als Journalist nicht mit Journalisten umgehen kann, sollte man sich nicht für eine Schalte zur Verfügung stellen. Ansonsten gibt es Schelte. Zurecht.

JW #12

Sie sind ein ganz Schlauer. Wünsche Ihnen mal eine ähnliche Situation, viel Spaß. Tappen Sie mal live in eine Falle.

Nehmen Sie doch bitte zur Kenntnis – das gilt auch für alle anderen Leute, die hier neugierig vorbei schauen, und erst recht für die anonymen Anrufer, die blöde Sprüche loslassen und Blut lecken -, dass ich …

a) von Sky90 nicht informiert wurde, dass Schertz, der vom DFB für das Nebelkerzenzünden bezahlt wird und schon mal eine Art Card Blanche hatte, juristisch gegen mich vorzugehen, ebenfalls dabei ist,

b) von Sky90 nicht informiert wurde, dass Schertz in der Leitung blieb und/oder nach mir meine Aussagen kommentieren durfte,

c) dass ich überhaupt nur zufällig, weil ich vor dem vereinbarten Termin in der Leitung war, von Schertzens Nebelkerzen-Argumentation Kenntnis erlangte,

d) dass die Fragen sich dann in das Nebelkerzen-Argumentationsmuster einreihten.

Seriös ist anders. Ich nenne das Falle. Im Beckenbauer-Sender.

3FUSS #13

das alles erinnert an die aktion der „titanic“ und die darauf folgende kampagne der „BILD“.

da gabs dann lustige anrufe in der redaktion der titanic, wobei u.a. auch wörter wie „NESTBESCHMUTZER“ fielen…

ich bin zwar kein fan von JW, aber einige dinge sollte man trotzdem mal in erwägung ziehen:

1. natürlich war das ein versuch von SKY, den herrn weinreich vorzuführen. auf wessen seite der sender steht, dürfte ohnehin klar sein.

2. dass organisationen wie der DFB durchaus zu solchen methoden greifen könnten, ist ja nun nicht wirklich abwegig.
wer auch nur den hauch von kritischem verstand besitzt, der kann sich doch denken, dass sich die FIFA-delegierten bei so einer wichtigen sache gerne mal „entscheidungsverstärker“ geben lassen…

3. dieselben leute, die jetzt JW als „nestbeschmutzer“ o.ä. bezeichnen, weil die WM2006 ja soooo toll war für das nationalgefühl (nur doof, dass wir nicht gewonnen haben!), schimpfen doch wie verrückt darüber, dass die WM’en 2018 und 2022 nur deshalb an russland und katar vergeben worden sind, weil diese länder beschissen haben…

ich bin sehr für kritischen u. investigativen journalismus. gerade wir in deutschland haben das bitter nötig, denn wir leben schon längst nicht mehr in einer leistungsgesellschaft!! deutschland ist soziohistorisch ja auch gerade deshalb so aufgeblüht, weil es -zumindest in der zeit nach dem 2.WK- eine offene und durchlässige gesellschaft war.

heute ist das leider ganz anders. nirgendwo wird pro kopf mehr vererbt als hierzulande.
für den beruflichen aufstieg benötigt amn heute oft viel mehr, als nur talent, fleiß und gute abschlüsse. man braucht v.a. „VITAMIN B“.

und weil ich hinter so einer gesellschaft nicht stehen kann, befürworte ich auch die aufklärung.

man sieht übrigens im fall hoeneß sehr gut, wo dieser dreibeinige franzose überall seine finger im spiel hatte…

für den konzern von dassler war die WM 2006 in der BRD eine superlukrative werbeveranstaltung. da würde es mich nicht wundern, wenn man den abstimmenden fifa-entscheidern die stimmenvergabe etwas erleichtert… nach dem motto: „stimmst du für uns, bekommst du das materiell vergütet. du bekommst ein paar schwarze adidas-samba-turnschuhe mit 3 weissen streifen und naturgummisohle und einen roten trainingsanzug aus ballonseide mit den streifen an der seite! dazu gibts noch eine nivea-pickel-lotion von schweini und eine augencreme von özil! ausserdem gibts noch ein nasenpflaster von jogi löw!“

Ben #14

@JW was für ein Selbstdarsteller….der Auftritt bei Sky90, der Auftritt auf dieser Seite, die Kommentare….belegen das alles…..furchtbar unseriös!

Heinrich #15

Lieber Herr Weinreich,

für jeden Menschen gilt (nicht nur für Journalisten):
Das was man sagt muss man auch beweisen/belegen können. Ansonsten handelt es sich nicht um Fakten, sondern um Behauptungen.
Und Sie? Kündigen selbstverliebt und vollmundig Enthüllungen neuester Qualität an. Und was kommt? Angeblicher Enthüllungsjournalismus ohne Beweise.
Und überhaupt Ihr ganzer Auftritt. Einfach nur peinlich. Natürlich darf Sky auch die „Gegenseite“ zu Wort kommen lassen. Und das auch ganz ohne Ihre Erlaubnis. Das war ein sehr unsympathischer und unsouveräner Auftritt von Ihnen. Und das man juristisch gegen Sie vorgehen wird, wenn Sie Ihre Aussagen nicht beweisen können, sollte Ihnen und dem Spiegel ja eigentlich auch bekannt sein.

Sven #16

Wortwahl, Darstellungsform der bislang seit Jahren exzellent recherchierten Fakten etc. mal beiseite (was der Sky-Vorbeizapper als jemand, der Sportpolitik halt nur mal im Sommerloch wahrnimmt, wenn sie die leider üblichen Skandalschlagzeilen macht): Das war nicht nur dem Schertz sehr gefällig zugespielt. Auch die Bild war die erste, die vom „Eklat“ bei Sky exklusivhyperventilierte. Mittlerweiler via sid vereidigt und durchlauferhitzt von diversen Redaktionen.

Der eigentlich Eklat gestern war übrigens der Doppelpass. So was gibt’s eigentlich gar nicht. Das war, wirklich möglichst neutral ausgedrückt, DFB-TV. Alfred Draxler, persönlich befreundet mit den Angegriffenen, alle vier Wochen Niersbach als Ehrenmann für höhere Weihen empfehlend (ohne auch nur darauf einzugehen, dass dieser Fifa-Reformen blockierte, unterschriftsreif), durfte vorheizen. Ein Anruf beim Kaiser habe ihn überzeugt, alles ein falscher Zwanziger, keine Sklaven g’sehn. Es gab sogar Gejohle und Klatscher für den zugeschalteten DFB-PR-Mann, der geschliffene Phrasen ins Telefon hauchte, und für jede davon gut verdient.

Nicht ein Experte geladen, Jubel für das, was die Öffentlichkeit natürlich hören will: dass es in Deutschland noch saubere Lichtgestalten gibt. Nestbeschmutzer, das sind die Anderen. Surreal. Was Sky gestern mit belegte ist auch, wie weitreichend der Einfluss geht und mit welchem enormen Gegenwind man in diesem Metier recherchiert. Da muss man nicht mal groß angelegte Verschwörungstheorien spinnen, die die Welt in komprimierter Pegida-Form erklären: dass zum Beispiel Lokalzeitungen gemeinsame Sache mit Club-PR machen, wenn es wegen Abstiegs- und Jobgefahr ihrer Sache dienlich ist, wie vor ein paar Monaten im Fall des VfB Stuttgart gesehen. Trotzdem ist es schon etwas unsubtil, Sky gleich ein „Beckenbauersender“ an den Kopf zu werfen, da bin ich dabei.

Frank Teufel #17

Ehrlich gesagt, Beckenbauersender ist noch das freundlichste, was mir zu Sky einfällt.
Wer den Umgang der Verbände, Vereine und der Sportpresse mit kritischen Journalisten kennt, kann die Reaktion gut nachvollziehen.
Man kann Journalisten wie Jens Weinreich nur wünschen, dass Sie auch weiterhin die Ideale des kritischen Journalismus hoch halten und der Sportmafia die Stirn bieten.
Die gleichen „Journalisten“, die jetzt das Sommermärchen „verteidigen“ (Wovor eigentlich? Ich werde die Zeit in guter Erinnerung behalten, die netten Abende mit Freunden und Gästen aus aller Welt. Unabhängig davon, ob die Korruption nun endgültig bewiesen wird) haben Uli Hoeneß und sein Lebenswerk bis zur letzten Sekunde gegen die „Nestbeschmutzer“ verteidigt… mal sehen, wann die Ratten dieses Mal das sinkende Schiff verlassen und uns ihre Betroffenheitshäppchen servieren wollen.

nocheinjurist #18

Ich drück die Daumen, dass aus dem „schlechten“, erfolglosen Schertz kein guter wird …

sternburg #19

Wozu? Es sollte ja diesmal nicht Jens‘ Geld sein, das hier auf dem Spiel steht, sondern das der Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

mik #20

Ja, war deshalb auch hierüber verwundert „ich halte mich an Fakten, sonst verdient er viel Geld an mir.“

Entschuldige Bitte, aber wo ist denn Dein Kapital, also viel zum verdienen?

Steve Kadisha #21

Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Meinungsfreiheit des einen und die Rechtswegegarantie des anderen sind doch beides tragende Rechte. Die Pressegesetze sind doch kein Willkürakt. Ist die Anrufung eines ordentlichen Kadi schon ein Anschlag auf die Pressefreiheit? Wohl kaum. JW sollte sich doch auf einen Termin vor der Pressekammer freuen. Dann können doch alle auch noch nicht publizierten Beweise einschließlich graphologischer Gutachten, wenn nötig, auf den Tisch gelegt werden. Wenn JW seiner publizierten und selbstbeworbenen Sache so sicher ist, könnte er doch ganz entspannt bleiben und sein warmes Bad mit Popcorn genießen. Andernfalls müssten Redaktion und JW dem DFB eine Gegendarstellung zugestehen, ggf. Unterlassung und Richtigstellung erklären und zugeben, bestenfalls wackelige Verdachtsberichterstattung betrieben zu haben. Das würde dann schon Fragen an den Qualitätsjournalismus stellen. Wie schnell sich „kritische Journalisten“ vollkommen vergaloppieren können, zeigen ja die auch hier bejubelten furchtbaren Enten-Stories von Frau Hartmann über die „Causa Erfurt“ oder Herrn Seppelts Geschichtchen. Also: wenn JW tatsächlich harte Fakten präsentierem kann, kann er zu jeder Tag- und Nachtzeit mit Schertz und der Pressekammer konfrontiert werden, schreibt er nur Verdächtigungen zusammen, darf ihm natürlich Dünnhäutigkeit zugestanden werden und ein wenig die Muffe gehen vor der Gerichtsfestigkeit seiner Behauptungen. Übrigens kann Schertz sowohl den Verlag als auch den Autor und Interviewgeber persönlich auf Unterlassung in Anspruch nehmen. Mit den jeweils selbst zu tragenden Kosten. Das weiß JW natürlich.

JW #22

Einmal noch lasse ich Ihren Unsinn stehen, Steve Kadisha.

Danach nie wieder.

Wir halten dieses wirre Zeug, all die dämlichen Beschimpfungen, Verdrehungen, ihre Dummheit, ihr Unverständnis von Journalismus und ihre ideologische Verblendung für die Nachwelt fest.

Sven #23

Zitiert vor einen Kadi wird vielleicht Franz Beckenbauer. Der steht nämlich auf Eckerts Liste, dem Papier, das aktuelle Rechtsverfahren der Fifa-Ethikkommission aufdröselt. Das martschreit der Springer-Boulevard, anscheinend in Deutschland zuerst, Sachen gibts. Sicher, es soll nicht um 2006 gehen, wohl eher um seine Rolle als Gazpromi und Freund der Wüstensonne 2018 und 2022. Aber lösen sich da gerade Uwe-Seeler-Traditionsseilschaften auf?

Heinrich #24

Sehr geehrter Herr Weinreich,

sie gelten ja durchaus als kompetenter Journalist. Aber Ihre Außendarstellung ist katastrophal. Sie behaupten, Sie seien bei SKY in eine Falle getappt? Sorry, das war ein ganz normales Gespräch, bei dem Sie eine ganz schlechte Figur gemacht haben. Und auch wie Sie hier mit Usermeinungen wie von Steve Kadisha umgehen ist äußerst dünnhäutig und unsouverän. Aber die Sachlage ist ja völlig klar: Können Sie Beweise für Ihre Behauptungen liefern sind Sie ganz sicher der Journalist des Jahres. Können Sie dies nicht werden Sie und der Spiegel einiges an Kritik ertragen müssen. Und noch was: SKY Lobbyismus („Beckenbauer-Sender“) vorwerfen ist an sich ja sachlich richtig, aber wie Sie den Spiegel (und damit auch sich selber) anpreisen ( a la …..“stets hervorragende und vorbildliche Recherche“) ist sicherlich nicht weniger lobbyistisch. SKY ist ein erwerbswirtschaftliches Unternehmen, der Spiegel allerdings ist auch keine NonProfit-Organisation. Bitte arbeiten Sie an Ihrer Selbstwahrnehmung und holen Sie sich professionelle Medienkompetenz-Hilfe, wenn Sie sich durch so harmlose Interviews wie mit Herrn Wasserziehr in die Falle getappt fühlen.

nocheinjurist #25

Noch mehr Anwälte für den DFB…

Kanzlei Freshfields unterstützt DFB

Ralf #26

Meedia: DFB verlangt vier Gegendarstellungen vom Spiegel

Eine Spiegel-Sprecherin teil auf Anfrage mit, dass der Spiegel die Gegendarstellungsbegehren des DFB in allen Fällen für unbegründet hält und sie zurückweisen wird.

JW #27

Angesichts eines „journalistischen Offenbarungseides“ (Markwort), der „ungewöhnlichen und eindeutigen Sachlage“, des „einmaligen Vorgangs“ (Schertz), der „absolut fahrlässigen“ Berichterstattung (Köttker), des „unprofessionellen, unsachlichen, unmöglichen, unverantwortlichen, unverständlichen, grausamen“ Journalismus (Draxler) und der zwischenzeitlich schon gehandelten Millionenklagen sind vier Gegendarstellungs-Gesuche (davon einer nur mit direktem Bezug zur elfseitigen Titelgeschichte) jetzt nicht ganz so dolle.

Oder?

Lena #28

hahaha… wirklich nicht dolle. :)

Die ganzen Sprücheklopfer und Sofaaufreger und Sport-„Journalisten“ müssten sich – wenn ehrlich – wundern, warum so komische Nebelkerzen alles ist, was kommt. Die konstruierten Geschichten helfen nicht wirklich. Und Versuche der Charakter-Assassination, wie jetzt bei Zwanziger oder JW zu sehen, sind ja nur klassische Mittel um vom eigentlichen abzulenken, wenn auch sehr unterhaltsam für alle Betrachter.

Trotzdem – und das ist das fast fiese in meinen Augen – Niersbach zappelt sich immer fester ins Netz und das vermutlich, weil er andere „schützen“ will.

Doppeltrotzdem auch wenn er persönlich wohl keine direkte Verantwortung für die Vorgänge hat, wohin auch immer die dann führen, darf er nicht versuchen Sand zu streuen, also zu verschleiern.

Im Endeffekt wird es wohl darauf hinaus laufen, dass er den härtesten Preis zu zahlen hat und viele andere kein Problem haben werden.

Eins darf auch nicht vergessen werden, sollten wirklich „nur“ 10 Millionen Franken nötig gewesen sein, um die Weltmeisterschaft zu erhalten, dann war das schon eine starke Bewerbung. Ich mein der Karibker und seine Fernsehverträge waren ja wohl allein schon deutlich teurer. Von daher wird vermutlich dank Ihnen die am wenigste korrupte WM Vergabe in der neueren Zeit vollständig aufgeklärt und alle anderen schauen zu und denken, wie blöd sind die Deutschen. Ich hoffe Sie legen nach mit Qatar und Russland.

Herbert #29

Habe von den Hintergründen wenig Ahnung, kann jedoch aufgrund der jahrelangen Erfahrungen beim medialen Konsumieren nur konstatieren: Es stinkt auch im deutschen Fußball, und zwar mächtig. Die „Belle Etage“ reitet sich mit ihren Erklärungsversuchen und fragil-komischen Legenden immer mehr rein, scheint aber zum ggw. Verschleierungsplan bereits den „erlösenden“ B-Plan zu haben: Einer übernimmt die Verantwortung und alles ist wieder clean. Diese Methode – das System wirft einen raus – ist ja aus der jüngsten Vergangenheit gut bekannt und muss ja nicht immer wie im Fall Hoeness mit einer „Verwahrung“ enden. Außerdem hat das gemeine Fußballvolk sowieso keine Ahnung und sollte besser für die regelmäßige Unterhaltung dankbar sein.
Nebenbei – wie der Skandal auch immer ausgeht – kann sozusagen als Kollateralschaden dem „Dauernörglern“ noch einer ausgewischt werden.
BTW, zur Richtigstellung: Hier im Blog gab es bei den diskutierten Dopingfällen nicht nur Jubel, sondern auch anhaltende Kritik an den vortragenden Journalisten.

Ralf #30

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