Olympic poem (VI): Ein Tor tut dem Spiel gut #Sochi2014

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Screenshot ARD

Screenshot ARD

Der alte Fuchs

Hier haben wir den großen Jaromír Jágr
Alle Augen,
so hat man den Eindruck,
sind auf ihn gerichtet

Wie er die Scheibe abdeckt
Wie er kurvt
Was er macht
Das hat Hand und Fuß

Eine Augenweide,
wie er den Puck führt
Ein echter Blueliner
Wenn es die Situation ergibt
Da spielt er seine ganze Klasse aus
Das kann er
Der sprüht hier vor Ehrgeiz

Hier haben wir Jágr
Da wird kräftig ausgeteilt
Und dann wird da nochmal kräftig ausgepackt
Es gibt sehr viel Redebedarf
Im Eishockeysport

Auch die letzten Kampfhähne sind getrennt
Eine ganz normale Szene
Im Eishockeygeschäft

Er muss in die Kühlbox

Da grämt er sich
Verbirgt sich hinter dieser Maske
eine kleine Seelentortur?

Über seine Qualitäten haben wir gesprochen

Diese schwarze Teufelsscheibe,
die treibt da manchmal ein windiges Spiel
Da muss man manchmal damit rechnen,
auch mal eine Scheibe abzubekommen

Aus Liberec
Aus Buffalo
Von den Chicago Blackhawks
Von Dynamo Moskau
Von den Washington Capitals
Aus Genf in der Schweiz
Von den Philadelphia Flyers
Von Lok Jaroslawl
Von den Montreal Canadiens
Aus Kladno
Von den Winnipeg Jets
Von den New Jersey Devils
Von Dynamo Riga

Dynamo Riga spielt in der KHL mit
Ansonsten gibt es wenig zu erwähnen

Der 42-Jährige
Und er ist noch etwas älter
Auch schon 35 Jahre alt
Der 24-Jährige
Der 22-Jährige
Der 32-Jährige
Der 37-Jährige
Der 41-Jährige

Also
Da ist schon Prominenz auf dem Eis
Gar keine Frage

Und hier die Möglichkeit zum Ausgleich

Da ist man doch geneigt zu sagen,
na der muss aber rein

Je häufiger man das sieht
Ist man geneigt zu sagen,
der geht hinten gegen die Kamera

Je häufiger wir uns das auch vergegenwärtigt haben,
denken wir,
das müsste Tor sein

Jawohl

Und das tut dem Spiel und dem Verlauf ja nur gut

Dem Spielverlauf tut das Ganze nur gut

Es geht weiter mit Bully im Mitteldrittel
Damit ist auch klar, dass dieses Tor anerkannt worden ist

Dieses Tor hat Auftrieb gegeben

Und hier
Und dann
Und dann ist der Puck drin

In einem gutklassigen
Nicht hochklassigen
In einem gutklassigen Spiel

Und der alte Fuchs
Der steht da genau richtig
Das lässt er sich nicht zweimal sagen
Der alte Fuchs
Der 42Jährige

Kurz vor Ultimo

Sie werden die Sirene regelrecht erflehen

Aber
So will es das Reglement
Es haben alle noch genügend Chancen
Auf den Olympiasieg

* * *

Quelle am Freitag: ARD. Zitate frei von mir komponiert – aber ohne ein Wort zu ändern.

Ich sage auch diesmal: Schade, dass es keinen olympischen Kunstwettbewerb mehr gibt.

Übrigens:

Stefan #1

Gerade bei der Langlaufstaffel:

Da schicken sich die Einheimischen an, davonzulaufen.

Herrlich. Wie einst in Deutsch-Südwest!

cf #2

Wladimir Putin,

lupenreiner Eishockeyfan

Herbert #3

Lasst mal gut sein. Solange Putin nicht zum Nero wird.

Stefan #4

Das ZDF fliegt die Rodler nach Mainz und zurück, für einen Auftritt im Sportstudio. Schlimmer als die 400 Euro pro Flug finde ich ja die Begrundung (Olympic Poem?):

„Der Auftritt unserer Gold-Rodler ist ein Juwel für die Sendung. Wir müssen alleine schon deswegen für eine besondere Atmosphäre sorgen, weil es eine Sendung mit Publikum ist. Wir bringen den Sportlern damit auch den Respekt entgegen, den sie verdienen.“

Journalismus?
http://www.dwdl.de/nachrichten/44724/olympia_zdf_fliegt_deutsche_rodler_hin_und_her_/

cf #5

AUTHENTIZITÄT, Stefan, AUTHENTIZITÄT!

Es ist eben nur echt, wenn es echt ist — frag mal den Hausherrn, der das ja in seinem Gedichtband ganz genau so handhabt.

Und so eine lausige Live-Schalte kann ja heutzutage auch jeder dahergelaufene Blogger machen, kommt für Profis also quasi einer Beleidigung gleich. Und wäre dementsprechend für die Präsentation eines goldenen Juwels selbstverständlich völlig unangemessen. Wer das anders sieht, ist einfach neidisch.

Offiziell akkredetiert in Sotschi ist übrigens auch Pechsteins Boyfriend Matthias Große, und zwar laut DOSB-General Vesper:

„Als Betreuer, als Mentalcoach, wie immer man das nennen mag.“ [Er] „kann zudem Russisch, wir können das alle nicht, da hilft er sicherlich auch manchmal aus“, so Vesper. Außerdem „unterstützt er den Verband, wenn es zum Beispiel um Transportfragen geht“

(Peter Ahrens auf SPON)

Ralf #6

Dieter Gruschwitz im SpOn-Interview: „Einfliegen ist die billigere Variante“

Durch die Zeitverschiebung hätten die Rodler zwischen 2.30 und 3.30 Uhr morgens Ortszeit interviewt werden müssen.
[…]
Außerdem wäre schon allein die Zeit eine Zumutung für die Rodler gewesen, nachdem sie eine Woche Wettkampf-Stress hinter sich hatten.

Und die halbe Nacht durch die Gegend fliegen ist keine Tortur?

Ralf #8

zu #5:

Nach Ansicht von Grindel muss der Grundsatz gelten, Effektivität geht vor Erhöhung der Fördermittel. „Erst wenn eindrucksvoll dargelegt ist, dass alle Mittel effektiv eingesetzt werden, kann man über eine Aufstockung reden.“ Dass das derzeit immer der Fall ist, bezweifelt der CDU-Politiker allerdings und führt als Beispiel die umstrittene Mitnahme des Freundes von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein nach Sotschi in der offiziellen DOSB-Delegation an. „Solange man dafür noch Geld hat, habe ich Zweifel daran, dass die Zuwendungen immer an die richtige Stelle gehen“, kritisierte der Sportpolitiker.

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