Die märchenhaften Reichtümer des FIFA-Finanzchefs Don Julio Grondona: woher kommen mehr als 100 Millionen Dollar auf seinen Auslandskonten?

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Das ist eines meiner Lieblingsbilder. Ich habe es im Frühsommer 2007 in Zürich aufgenommen, als es Sepp und Don Julio noch besser ging.

Mittlerweile haben sie weniger zu lachen, der FIFA-Präsident und sein Senior Vice President und Chef der FIFA-Finanzkommission, Don Julio Humberto Grondona. Die unfassbaren Details über Grondonas Auslandskonten, die seit einigen Wochen in argentinischen Medien verhandelt werden, sind gewiss nur die Spitze des Eisberges. Es geht um Geldwäsche, Betrug, Steuerhinterziehung und derlei Vergehen – um Korruption natürlich auch.

Aktenzeichen C 28.078/2011.

Nach meiner Rechnung, mit einigen Unbekannten und Unsicherheiten, reden wir über mehr als 100 Millionen Dollar, die der Grondona-Clan im Ausland geparkt hat. Und das sind nur die Konten, deren Salden wir nun kennen (komplette Kontoauszüge mit Absendern und Zahlungsgründen kennen wir nicht). Wir ahnen, dass Grondona viele andere Konten hat, zum Beispiel in Steueroasen in der Karibik, manche Details sind in den vergangenen Jahren im Laufe anderer Affären ansatzweise publik geworden.

Noch einmal: Julio Grondona (wer mehr zu seiner Vita lesen will, lese zum Beispiel, Ezequiel Fernández Moores) ist nicht irgendein FIFA-Funktionär:

  • er ist Blatters Stellvertreter als Senior Vice President
  • er ist Chef der FIFA-Finanzkommission (durchsetzt mit Gaunern, aber die Zusammensetzung der Kommissionen ist mal eine andere Geschichte)
  • er ist zeichnungsberechtigt für die FIFA
  • er ist die Nummer zwei des Weltfußballs und besetzt Schlüsselpositionen

Und das ist (ein Teil) der Auslandskonten, die er mit seinem Buddy Eduardo de Luca (Generalsekretär des CONMEBOL aus Paraguay) und seinen Kindern Liliana und Humberto unterhält:

Auslandskonten des Grondona-Clans

Bleiben wir künftig in der Währung, in der die Grondona-Konten öffentlich verhandelt werden, in US-Dollar.

Demnach ergibt sich folgende Übersicht:

Hier sind die entsprechenden Belege, es darf sich jeder bedienen (und mir bei der Analyse helfen, darauf komme ich gleich zurück):

Woher kommt das Geld?

Man weiß es nicht.

  • Wer hat wofür überwiesen?
  • Die Korruptionsagentur ISL/ISMM? Mindestens zwei Konten bestanden schon in den neunziger Jahren.
  • Die FIFA?
  • Russland 2018?
  • Katar 2022?

Das sind so Fragen. Wichtige Fragen.

Andere lauten:

  • Warum unternimmt die FIFA nichts gegen Grondona?
  • Warum “ermittelt” keine Ethikkommission?
  • Warum ist Grondona noch auf freiem Fuß?
  • Warum lassen Blatter, Don Julio & Co weiter jegliche Transparenz vermissen?

Argentiniens Justiz hat einige Fragen. Rechtshilfeersuchen (letters rogatory) an die Schweiz, Liechtenstein, USA u.a. sind auf den Weg gebracht. Das Financial Information Unit des Justizministeriums (Unidad de Informacion Financiera), das u.a. auf Geldwäsche spezialisiert ist, hat sich ebenfalls Don Julio angenommen.

Hier sind die entsprechenden, bislang wohl unveröffentlichten Briefwechsel der Behörden – im spanischen Original und jeweils einer englischen Übersetzung – soweit ich sie bisher bekommen konnte.

Es darf sich jeder bedienen (Hinweise sind willkommen, ich komme gleich darauf zurück):

Schreiben von Staatsanwältin Viviana Beatriz Fein

Ich habe die Geschichte – in extremer Kurzfassung – für den Deutschlandfunk und für einige Zeitungen, beispielsweise die Financial Times, produziert.

Hier der Rohtext für die Zeitungen, er gibt allerdings nicht mehr als einen groben Überblick:

Zu jenen Funktionären des Fußball-Weltverbandes FIFA, die sich vor drei Wochen in Zürich ein so genanntes Reformpaket verordnet haben, zählte auch der Argentinier Julio Humberto Grondona. Die 80-jährige Skandalnudel mit Nähe zur organisierten Kriminalität fungiert als Erster FIFA-Vizepräsident und als Chef der Finanzkommission. Grondona ist zeichnungsberechtigt für die milliardenschweren FIFA-Konten, schon das muss alarmieren. Denn seit Monaten steht er in seiner Heimat Argentinien einmal mehr wegen dunkler Geschäfte im Fokus. Auslandskonten, die mit 72 Millionen US-Dollar und Schweizer Franken prall gefüllt sind, wurden bereits dokumentiert. Die Strafsache 228078/2011 spitzt sich weiter zu und entwickelt sich zu einem internationalen Krimi.

Vor zwei Wochen hat Staatsanwältin Viviana Beatriz Fein Rechtshilfeersuchen beantragt, um ein Dutzend von Grondonas Schwarzkonten aufzuklären: Die 72 Millionen lagern vor allem in der Schweiz, auch in Liechtenstein, Spanien und den USA. Schon heißt es, es seien sogar 106 Millionen Dollar nachzuweisen. Dabei wird es nicht bleiben. Grondona steht zudem in Verdacht, Schmiergelder in märchenhafter Höhe von den WM-Ausrichtern Russland (2018) und Katar (2922) kassiert zu haben. Die staatliche Behörde für Finanzverbrechen (UIF) ist eingeschaltet. Es geht um Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption, schweren Betrug und andere Delikte. Es wird diskutiert, die Steuerunterlagen und sämtliche Geschäftsdaten Grondonas aus den vergangenen zehn Jahren einzuziehen. Und was unternimmt die FIFA angesichts der Vorwürfe gegen ihren Finanzchef? Nichts. Natürlich nicht.

„Grondona ist nicht irgendeiner, der irgendwie ein bisschen korrupt ist. Grondona ist der ErsteVizepräsident und Finanzchef der FIFA und damit die Nummer zwei des Weltfußballs“, sagt der Schweizer Nationalrat Roland Büchel (SVP), der sich seit langem um Korruptionsaufklärung in der FIFA bemüht.

„Ich bin überrascht, dass diese neue Summe zum Vorschein kommt. Niemand kann annehmen, dass diese Dutzenden von Millionen sauberes Geld sind!“

Grondona führt seit 1979 den argentinischenVerband AFA und hat sich im Oktober für weitere vier Jahre im Amt bestätigen lassen. Seit 1988 gehört er dem FIFA-Exekutivkomitee an. Er behauptet, mächtiger als jeder argentinische Präsident zu sein. Über zahlreiche Unternehmen beherrscht er den Fußballmarkt in Südamerika, zu seinen Firmen zählt auch ein Überbleibsel der ISL-Gruppe, die Top-Funktionäre in FIFA und IOC nachweislich mit mehr als 141 Millionen Franken geschmiert hat.

Der Auslöser im aktuellen spektakulären Kriminalfall ist die Vertragsbrüchigkeit des AFA-Präsidenten mit der Firma TyC (Torneos y Competencias), die lange Jahre die TV-Rechte am argentinischen Fußball vermarktet und Grondona gemäß Aktenlage auch geschmiert hat. Seine ehemaligen Kompagnons rächen sich und veröffentlichen atemraubende Dokumente. Grondona und sein Kumpel Eduardo de Luca, Generalsekretär des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL, wurden von einem Team mit versteckter Kamera gefilmt. Zwei Privatsender haben Teile der Videos ausgestrahlt. Da sagt also Blatters Stellvertreter über seine Rivalen:

“Wenn ich die beiden umbringen kann, werde ich sie umbringen.”

Natürlich hat nun auch Grondona Anwälte eingeschaltet und spricht trotz der Belege von Verleumdungen. Der Fall birgt viele brisante Fragen, weit über Argentinien hinaus: Wie wurden die Schwarzkonten des Grondona-Clans gefüllt? Wer hat wofür die Millionen überwiesen? Gingen auf den Konten auch Zahlungen der ISL und der FIFA ein? Aus Russland und Katar ebenfalls?

Dass Grondona über weitere Millionenkonten in anderen Ländern verfügt, etwa in Steueroasen in der Karibik, darf als nahezu sicher gelten. Er soll auch gemeinsam mit Brasiliens Verbandschef Ricardo Teixeira – FIFA-Exekutivmitglied, ISL-Schmiergeldempfänger und WM-Organisationschef 2014 – an der berüchtigten Firma Traffic beteiligt sein. Diese Figuren haben über Jahrzehnte mit Milliarden jongliert. Über eine seiner Firmen, Rotamund, dealt Grondona seit Ewigkeiten, natürlich, mit Tickets für Fußball-Weltmeisterschaften und sündhaft teuren Reisepaketen.

Dutzende Firmen kannte man bereits, nun kommen neue dazu, wie aus den Angaben zu den Schwarzkonten ersichtlich ist. Allein die “Kellog Development”, für die er selbst, sein Sohn Humberto und seine Tochter Liliana eingeschrieben sind, unterhält Konten, auf denen mehr als 60 Millionen Dollar lagern. Es sind die üblichen Banken, die man aus anderen Ganovenstücken kennt: die UBS, die Centrum Bank, die Citibank – hochinteressant für den Schweizer Nationalrat Roland Büchel ist dabei die Hyposwiss Privatbank AG, denn die befindet sich in öffentlicher Hand.

„Die Hyposwiss gehört der St. Gallischen Kantonalbank, die vom St. Galler Volk getragen wird. Und die gibt ja sogar eine Staatsgarantie ab“, sagt Büchel. „Da müssen jetzt im Kanton St. Gallen Vorstöße laufen, damit das definitiv abgeklärt wird. Ich werde dafür sorgen.“ Büchel fordert die FIFA und Grondona auf, unverzüglich sämtliche Kontodaten, Transfers und Geschäftsbeziehungen offen zu legen. „Da muss sofort Transparenz auf dem Tisch“, sagt der Nationalrat.

„Die Schweiz hat eine spezielle Verantwortung dafür zu sorgen, dass Sportverbände sauber arbeiten. Es geht um den Ruf unseres Landes.“

Wer halbwegs aufmerksam liest, wird feststellen, dass es mit den Millionensummen auf Grondonas Konten munter durcheinander geht. Das hat Gründe, und wer sich im Bankgewerbe auskennt (oder wer einfach nur detektivisches Gespür hat), kann bei der Aufklärung gern helfen.

Ich habe, wenn ich den Fall Grondona erwähnt habe, zuletzt auch immer von jenen 72 Millionen gesprochen, die in Argentinien verhandelt werden. Habe nie so recht verstanden, wie die Summe errechnet wird, denn wenn ich mir die Kontostände anschaue, komme ich zu anderen Ergebnissen. Hier nochmal meine Auflistung, um etwas Systematik reinzubringen:

Auslandskonten des Grondona-Clans

Dazu muss ich sagen:

  • manche Konten sind in CHF geführt, andere in US Dollar. Zu den meisten fehlt die Währungs-Angabe, oder ich habe das übersehen
  • in der Tabelle habe ich deshalb Angaben gefettet: nur zweimal habe ich explizit US $ gelesen, ansonsten bin ich von CHF ausgegangen
  • ich habe mit dem heutigen Wechselkurs CHF/US $ gerechnet

Ich bin selbst erst nach mehrfacher Lektüre dieses Textes von Carlos Ardiles auf analitica.com darauf gekommen, dass es um viel mehr Geld geht:

Carlos Ardiles schreibt von 106 Millionen (wobei sich mir nicht ganz erschließt, wie er darauf kommt).

Aber, so scheint mir, auch die meisten Kollegen in Argentinien, die darüber berichtet haben, vergaßen (sofern ihnen die Kontodaten vorlagen), dass da neben den Salden ja noch anderes verzeichnet ist, Festgeld und Fonds. Deshalb habe ich nun diese Aufstellung gemacht:

Wir können gemeinsam an den Daten arbeiten. Gewiss habe ich Fehler gemacht, manches übersehen, insgesamt aber sollte sich die Summe schon auf mehr als 100 Millionen Dollar einpegeln.

Was sagen Experten, die mitlesen:

  • Ist die Auflistung einigermaßen korrekt?
  • Was lässt sich aus den elf Kontoblättern (oben verlinkt) noch ablesen?
  • Was lohnt sich, zu recherchieren?
  • Findet jemand Details zu den Firmen?
  • Litemax Enterprise Corp?
  • Anfal Inc?
  • Kellog Development Inc?
  • Harvard Society Limited?

Es kursieren zu manchen Konten Daten aus dem Jahr 2009, oben habe ich jeweils den letzten Stand, teilweise Ende 2010, veröffentlicht. Was mir dabei aufgefallen ist, sind kräftige Zuwächse auf zwei Konten der Kellog Development Inc (Konto 8 und 9 in der Tabelle).

Theoretisch – Arbeitshypothese, aber man soll ja ergebnisoffen recherchieren – könnte das mit WM-Bewerbungen zu tun haben.

Nur so. Laut gedacht. (Aber es wäre gewiss zu einfach.)

Ob 72, 106 oder 121 Millionen – einerseits ist es egal. Andererseits möchte ich schon mehr wissen.

Also, kann jemand helfen?

Banker aus der Schweiz oder Liechtenstein, die die kompletten Kontoauszüge als pdf und oder auf CD bereitstellen wollen, sind natürlich auch willkommen – nur Geld kann ich dafür leider nicht zahlen :)

Herbert #1

Jens, sie leben gefährlich. Denk ich mal.

Schade, spanisch kann ich nicht. Dass Daniel Pellegrino nicht mehr unter den Lebenden ist, kann man jedoch auch so erkennen. Oder vllt. gibt´s den gar nicht und hat´s den nie gegeben.
Vllt. gibt es Banker mit Fussballidealismus, die genug haben und jetzt nur noch ihren Gang vors Jüngste Gericht vorbereiten müssen. ;-)

Zurzeit habe ich nur drei Fragen:
1. Wie lange dürfen die FIFA-Oberen noch so befreit lachen ( siehe oben) ?
2. Wie lange will man die Fussballwelt (F- und G-Klasse eingeschlossen ) noch zum Narren halten ?
3. Kann man in der FIFA überhaupt noch etwas säubern, so verkifft wie der Laden scheint ?

Jens Weinreich #2

Meine argentinischen Freunde sagen, Daniel P sei sein Fahrer gewesen. Ein FIFA-Insider sagt: Daniel war ein sehr netter Kerl und mehr als Fahrer für Don Julio – eher Sekretär, so wie Sepp ja auch mehrere hat.

Ihre Fragen könnten Sie, zum Beispiel, an den BT-Sportausschuss und die Fußballexperten Riegert und Günther senden. Nur mal so.

Daniel Drepper #3

Ich finde bemerkenswert, dass es in Argentinien diese Ermittlungen überhaupt gibt. Respekt an die Behörden dort drüben!

Michael #4

Hallo,

für alle die sich ein bisschen mit den Daten beschäftigen wollen habe ich die Bilder mal durch einen online-OCR-Dienst gejagt damit man das Ganze auch in Textform hat – denn copy/paste macht das suchen nach einzelnen IBANs etc. doch deutlich einfacher.

Einmal die rohe Version:
http://pastebin.com/xNFF3W3J

Und einmal eine Version bei der ich versucht habe das ganze Datenbank-Kauderwelsch rauszuschmeißen ohne dabei sinnvolle Daten zu entfernen:
http://pastebin.com/yPx8tXA3

Am Ende noch den Hinweis auf
http://de.wikipedia.org/wiki/International_Bank_Account_Number#IBAN-Struktur_in_verschiedenen_L.C3.A4ndern

viel Spass damit :)

ferenc_i #5

Eventuell ein Verständnis-Hinweis: Festgeld übersetzt LEO nicht mit fiduciary deposit. Letzteres ist wohl ein Treuhandkonto.

Jens Weinreich #6

Danke für den Hinweis. Werde es korrigieren. (Ärgert mich auch, weil ich meinte, das über Leo übersetzt zu haben. Ist mir wohl im Eifer des Gefechts passiert.)

Allerdings: Treuhandkonto auf demselben Konto? Muss das nicht immer ein gesondertes Konto sein?

Böhmische Dörfer für mich.

pecas #7

Grandiose Arbeit!
Hoffentlich brennt der Filz bald einmal ab; noch mehr stinken kann das dann auch nicht mehr.

Anfal Inc. #8

Anfal Inc.

http://www.corporationwiki.com/Texas/Austin/anfal-inc/36504404.aspx

führt zu

http://www.corporationwiki.com/Texas/Austin/mohammad-ovais/36504407.aspx

Ein Muhammad Ovais:

http://qa.linkedin.com/pub/muhammad-ovais/20/447/666

Muhammad Ovais’s Experience

Manager Audit and Taxation
Dr. Sultan Hassan Al Dosari Auditing and Accounting Doha, State of Qatar
June 2009 – Present (2 years 6 months)

Audit Senior
M.Yousuf Adil Saleem and Co. Chartered Accountants (Member firm of Deloitte)

ferenc_i #9

@ JW: De Rien! :-) Ich würde denken, dass ein Treuhandkonto schon ein eigenes Konto ist (letztlich muss der Treuhänder ja seine Kohlen und das Treuhandvermögen auseinander halten können). Aber ich segle in solchen Dingen auch auf dünnen Eis & gebe die Frage an hoffentlich mitlesende Experten weiter…

Jens Weinreich #10

ooops. Das Blog war nun mal wieder zwei Tage kaum erreichbar. Grondonas Konten haben für Traffic gesorgt. Wenn mich nicht alles täuscht, kann jetzt wieder diskutiert werden. Wobei die Debatte doch aufgrund technischer Unzulänglichkeiten (allein meine Schuld) abgewürgt worden ist.

Sorry.

Axel #11

Dann zieh doch endlich um :)

das ist doch ne Sache wenn die Daten gezogen sind von maximal 6 h.

Haidhauser #12

@Axel
fully agree
Ich schau hier gerne und oft vorbei, aber es ist in zunehmendem Maße ein Geduldsspiel geworden…
Grade bei so brisanten Themen wie im Moment ist der lahme Server ein echter Diskussionskiller.

Dennoch einzigartig!

cf #13

Wer sich das Wochenende mit Lektüre über Leben und Wirken von Don Vito Julio versüßen möchte — Ezequiel Fernández Moores hat auf der playthegame-Webseite ein bisschen was zur Person aufgeschrieben: Don Julio’s monument

In my 32 years in AFA I had more accusations against me than Al Capone did, and I never had to endure a penalty for such allegations.

Ralf #14

Peter Burghardt und Thomas Kistner in der SZ (Printausgabe vom 17.12.): Mehr Klagen als Al Capone – In Argentinien wird gegen Fifa-Vize Grondona ermittelt

Zu Wochenmitte gab der Bundesrichter Claudio Bonadio in Buenos Aires bekannt, dass er bei Argentiniens Zentralbank sowie bei Geldhäusern in der Schweiz, Spanien und den USA Einsicht in mutmaßliche Konten des Patrons verlangen werde.
[…]
Andere Beträge werden Unternehmen wie Litemax Enterprise Corp. bei der Credit Suisse First Boston oder Anfal Inc. bei der Bank of America zugerechnet. Addiert man alles, kommt man auf mehr als 100 Millionen Dollar. Es ist mysteriös. Eine weitere angeblich involvierte Bank dementiert, dass es die ihr zugeordnete Kontonummer überhaupt gibt.
[…]
Zu einer in US-Medien kolportierten Summe von 78 Millionen Dollar an die Afa sagte Katars Bewerberchef Hassan Al-Thawadi der SZ, der Betrag sei bei einer Profilrecherche als Afa-Defizit vermerkt und von einem Mitarbeiter als Hilfe vorgeschlagen worden – man habe aber nie bezahlt.

Ralf #15
Ralf #16
Ralf #17

Thomas Kistner in der SZ: Der Mann, den alle Don Julio nannten