Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Franz Beckenbauer et al …

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… und man möchte fragen: Erst jetzt? Dass es diese Ermittlungen u.a. wegen des Verdachts auf Geldwäsche und ungetreue Geschäftsbesorgung geben müsse, erzähle ich seit knapp einem Jahr. Das war seit Veröffentlichung unserer ersten SPIEGEL-Titelgeschichte im Oktober 2015 klar. Damals löste schon der Fragenkatalog, den wir an Wolfgang Niersbach (seinerzeit noch DFB-Präsident, noch FIFA- und UEFA-Exekutivmitglied) und zahlreiche andere Funktionäre geschickt hatten, nichts als Panik aus.

Und tatsächlich wurde das Verfahren bereits am 6. November 2015 eröffnet.

Bildschirmfoto 2016-09-01 um 16.10.37

Heute teilt die Schweizer Bundesanwaltschaft nach acht Hausdurchsuchungen (ziemlich spät) in der Schweiz (u.a. bei Fedor Radmann) und in Österreich (u.a. bei Beckenbauer) also mit, dass wegen des Verdachts auf Geldwäsche, Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung gegen Beckenbauer, Niersbach, Schmidt und Zwanziger ermittelt wird. Nebst: schwarzer Kasse – davon war von Beginn an die Rede. Manche wollten es nur nicht wahr haben.

Und nun wieder an die Arbeit. Es gibt noch viel zu tun in der Parallelgesellschaft Sport.

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Ralf #1

Lukas Rilke für SpOn: Des Kaisers neues Schweigen

Ralf #2

SZ-Kommentar von Hans Leyendecker: Schluss mit Schweizer Unsauberkeiten

JW #3

Ach der Herr Leyendecker – hat doch lange geschrieben, dass alles halb so schlimm sei und DER SPIEGEL ohnehin irgendwie falsch unterwegs. Lustig auch in einem anderen SZ-Text die Kapriolen der Autoren: „im Herbst 2015 nach Ruchbarwerden der Affäre“.

„Ruchbarwerden“, das Wort merke ich mir.

Johannes #4

Dabei müßte er doch nur mal seinen Kollegen Thomas Kistner fragen. Oder redet man bei der SZ generell oder die beiden im speziellen nicht so gern mit Kollegen?

Stefan #5

@Johannes Ich glaube, das ist der Unterschied zwischen Sportjournalist und Edelfeder.

Ralf #6

SpOn: Beckenbauer hat 5,5 Millionen Euro Honorar erhalten

Franz Beckenbauer hat als Chef des Organisationskomitees für die Fußball-WM 2006 nicht, wie vom DFB bislang behauptet, ehrenamtlich gearbeitet, sondern 5,5 Millionen Euro erhalten, die er und der DFB offenbar am Finanzamt vorbeischleusen wollten.

Ralf #7

SpOn-Kommentar von Jürgen Dahlkamp: Hätte er doch aufgehört

Johannes Aumüller und Thomas Kistner in der SZ: Beckenbauers neue Merkwürdigkeiten

Nun sagt der DFB, die Kanzlei Freshfields, die nach Ausbruch der Affäre durch eine Spiegel-Recherche im Herbst 2015 mit Ermittlungen beauftragt wurde und im März einen Bericht vorlegte, habe die Zahlung überprüft und nicht beanstandet. Nur, hätte nicht auch so eine Information in einen Report über die Fragwürdigkeiten rund um die WM 2006 gehört?

Domi #8

Bravo zur eleganten Unterbringung von „Ruchbarwerden“ im SpOn Artikel: Die faulen Ausreden des DFB. Da freut sich der Herr Leyendecker bestimmt auch.

Ralf #9
Ralf #10

Johannes Aumüller und Thomas Kistner in der SZ: Geheimnisvolle Dateien

Ralf #11

Johannes Aumüller und Thomas Kistner in der SZ: Geheimsache „Erdbeben“ bringt DFB in Erklärungsnot

Ralf #12

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