live-Blog: der McLaren-Report zum russischen Dopingsystem #Sotschi2014

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Auf geht’s. Was haben der kanadische Jurist Professor Richard McLaren und sein Investigator Mathieu Holz (ehemals Interpol) zu bieten in Sachen staatlich orchestriertes Doping in Russland und Großbetrug im Dopingkontroll-Labor der Winterspiele 2014 in Sotschi? Werden die Forderungen nach einer Suspendierung des vom IOC-Mitglied und Duma-Mann Alexander Schukow geführten russischen NOK (ROC) lauter?

Es ist soweit. In Toronto tritt McLaren 15.00 MESZ vor die Medien.

In Vorbereitung habe ich in diesem Beitrag Material zusammengetragen und die erbitterten Diskussionen des Wochenendes zusammengefasst:

Einen Livestream gibt es zumindest beim Guardian. Wer andere/bessere Angebote findet, bitte in die Kommentare stellen.

Ich bette RT ein, Achtung:

Hier ist der Bericht:

Zum russischen Sportministerium:

  1. The Ministry of Sport made the determination as to which athletes would be protected by the Disappearing Positive Methodology.
  2. The Deputy Minister of Sport in his discretion made the save or quarantine order.
  3. Russian officials knew that Russian athletes competing at Sochi used doping substances.

Kernaussage:

  • The Sochi Laboratory operated a unique sample swapping methodology to enable doped Russian athletes to compete at the Games.
  • The Ministry of Sport directed, controlled and oversaw the manipulation of athlete’s analytical results or sample swapping, with the active participation and assistance of the FSB, CSP, and both Moscow and Sochi Laboratories.

Findings with respect to Witnesses

Dr. Rodchenkov, in the context of the subject matter within the IP mandate, was a credible and truthful person.

15.13 Uhr: Nicht nur Sotschi, klar: Schwimm-WM, Universiade, Leichtathletik-WM etc pp. – gewiss auch Paralympics.

Hier nochmal die olympischen Sportarten, die in Russland seit 2010 Weltmeisterschaften ausgetragen haben, seit das System nach dem blamablen Vancouver-Abschneiden neu justiert wurde:

  1. Tischtennis
  2. Turnen
  3. Ringen
  4. Eislaufen (Eiskunstlauf und Eisschnelllauf)
  5. Eishockey
  6. Moderner Fünfkampf
  7. Rugby
  8. Leichtathletik
  9. Kanu
  10. Judo
  11. Schwimmen
  12. Fechten
  13. Taekwondo
  14. Eishockey

Im Ebook „Macht, Moneten, Marionetten“ liefere ich zahlreiche Statistiken und viele Dutzend Seiten dazu, wie Russland zur mächtigsten Sportmacht des Planeten aufgestiegen ist. Leseprobe:

Mein bisheriger Lieblingsbegriff, strange:

15.25 Uhr: Das nochmal so zu hören, lässt einem schon die Kinnlade runterklappen. Er sei von den bislang gesammelten Erkenntnissen sehr überzeugt, sagt McLaren. Er ist Jurist. Er wählt seine Worte mit Bedacht.

15.28 Uhr: Q & A. Ich habe mich nicht mit eingewählt, um Fragen stellen zu können, sondern verfolge das nur hier im Video.

1) Hajo Seppelt lässt es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass IOC-Präsident Thomas Bach im Juni das russische NOK sogar gelobt und aus der Schusslinie genommen hat.

Die Antwort ist wichtig wegen Olympischer Charta. „Very intensive 57 days“, sagt McLaren. Er könne die aktive Rolle des NOK nicht belegen, aber er weist darauf hin, dass ja alle Verbandspräsidenten dem ROC angehören und dass das Ministerium das System gelenkt hat. Seppelt weißt auf eine Funktionärin hin, die im Bericht steht. Dieses Thema könnte, trotz aller erschlagender Fakten, entscheidend sein.

2) Habe nicht verstanden, wer der Fragesteller war. Er fragt, ob Rodschenkow ein glaubwürdiger Zeuge sei (das hatte McLaren schon im Juni gegenüber der IAAF und auch jetzt im Report so gesagt) und ob der Bericht wegen der Haltung von USADA, CCES, Athletenkommission zum Russland-Bann kompromittiert sei. Hört sich nach bestelltem Fragesteller an.

Ohne jeden Zweifel kann man Rodschenkows Aussagen zum Betrug in den Labors glauben. Sagt McLaren.

I am confident that there has been no leak!

(The discussion) … does not infect the credibility of the report.

Die Fragen, die per Telefon eingespielt werden, sind kaum zu verstehen.

McLarens Truppe hat Experimente durchgeführt:

mcl1mcl2

Hab mich nicht verguckt: Empfehlungen hat McLaren im Bericht nicht ausgesprochen. Er hat sich auf die korrekte Wiedergabe von Fakten/Erkenntnissen konzentriert. Alles andere sei nicht sein Job.

3) Spricht jetzt eine Russin? Die Frau behauptet einen „Leak“, der überhaupt nicht bewiesen ist, und fragt natürlich nach politischen Hintergründen, Kalter Krieg etc. Oh Gott. Kann den Quark nicht mehr hören.

Richard McLaren:

The report was not leaked!

… What others did was all speculation. As you can now see some of it was completely wrong.

… The timing actually is caused by information coming in the public domain. i don’t think there was any strategic plan.

Er hätte gern einige Wochen weiter gemacht. Da gibt es viel mehr, sagt McLaren.

4) Rebecca Ruiz (New York Times) fragt nochmal nach Empfehlungen und danach, was das russische Doping besonders macht. Und danach, ob sich der Betrug im Rio-Labor wiederholen könnte. (Witzig, denn es gibt gar kein Rio-Labor, die Proben müssen nach Lausanne geflogen werden, da wiederum gab es auch schon Skandale.)

McLaren wiederholt, dass er keine Empfehlungen macht.

5) Eddie Goldman. Fragt offenbar danach, ob sich Sportler dem System entziehen konnten.

McLaren sagt, wer nicht mitgemacht hat, hätte wahrscheinlich nicht besten Bedingungen und Trainer bekommen (alles bedingt einander). Hoffe, habe das richtig verstanden, bisschen hektisch gerade und schlechte Akustik.

Richard McLaren legt zum wiederholten Male dar:

  • Nur 57 Tage
  • Nur begrenzten Zugriff
  • Nur begrenzte Daten
  • Wir haben an der Oberfläche gekratzt
  • In einer idealen Welt hätte ich viel mehr gemacht/machen wollen …

6) Toronto Star fragt, wie viele russische Medaillen und Sportarten kompromittiert sind. Jeder Sport? Wenn ich es richtig mitbekomme, antwortet Mathieu Holz (ehemals Interpol):

Etliche Medaillengewinner aus etlichen Sportarten.

Nochmal zurück zum FSB. Da steht auf Seite 20:

Once the clean urine bank was fully populated by the chosen athletes, the samples were then secretly transported by the FSB from Moscow to the FSB storage freezer in the FSB building located next to the Sochi Laboratory. The bank of clean urine sat in storage awaiting the swapping program at Sochi when required.

The swapping occurred largely as described in The New York Times article. Dr. Rodchenkov provided credible evidence that the A and B bottles would pass through the “mouse hole” from the aliquoting room inside the secure perimeter of the Sochi Laboratory into an adjacent operations room, outside the secure perimeter.

From there, FSB officer Evgeny Blokhin would take the B bottles and leave the operations room. In the meantime, clean urine from the athletes who had given their sample at a Sochi doping control venue would be withdrawn from the freezer at the FSB building and brought over to the operations room to complete its thawing there. The B sample bottle would be returned to the operations room by FSB Blokhin, open and with the cap removed.

The dirty urine disposed of and replaced by clean urine would be put in the A and B bottles. The stopper replaced in the A bottle and the B bottle cap screwed back into place; the bottles would be passed back through the mouse hole thereby reentering the secure perimeter of the laboratory aliquoting room ready for clinical bench work the following morning.

Das Statement der deutschen NADA:

Jede Person und jede Institution, die die Anti-Doping-Regeln der WADA missachtet, muss mit einschneidenden Konsequenzen rechnen, sonst machen international vereinbarte Regelwerke keinen Sinn“, erklärt Dr. Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA).

Der heute veröffentlichte Bericht der unabhängigen Kommission unter Führung des kanadischen Rechtsprofessors Richard McLaren, bestätigt systematisches Doping in Russland. „Es sind erschütternde Fakten, die der Bericht offenlegt und belegt. Das Anti-Doping-System wurde in betrügerischer Absicht massiv unterlaufen“, sagt Gotzmann. „Der McLaren Report lässt nur einen Schluss zu:

Die NADA fordert das Internationale Olympische Komitee auf, dafür zu sorgen, dass russische Sportlerinnen und Sportler nicht zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zugelassen werden.

So hart ein Ausschluss auch ist, es geht um die fundamentalen Werte und letztendlich um die Glaubwürdigkeit des Sports insgesamt. Der Schutz der ehrlich agierenden Athletinnen und Athleten muss oberste Priorität haben, sonst werden alle Anstrengungen hierzu ad absurdum geführt.“

Zusammen mit weiteren Nationalen Anti-Doping-Organisationen, u.a. USA, Kanada, Schweiz, Österreich, Norwegen und der iNADO (Institute of National Anti-Doping Organisations), wird der Ausschluss russischer Athletinnen und Athleten vom IOC gefordert. Dies wird in einem gemeinsamen Schreiben an IOC-Präsident Dr. Thomas Bach unterstrichen.

Wichtig ist aus Sicht der NADA auch, weiterhin die entsprechende Unterstützung zur Umsetzung eines wirkungsvollen Anti-Doping-Systems anzubieten. Die Aufarbeitung und die Etablierung eines unabhängigen Systems ist allerdings ein Prozess, der sich nicht von heute auf morgen umsetzen lässt und eine grundlegende Bewusstseinsänderung zu Null-Toleranz gegenüber Doping voraussetzt.“

Da schau her. Man fällt nicht um. Wie gestern bereits beschrieben bleibt die NADA bei ihrer Linie, die auch von der deutschen Athletenvertretung mitgetragen wird.

16.27 Uhr: Mal wieder ein ellenlanger Tweet mit Foto, denn ich bin unter Druck. #BeckieScott #ClaudiaBokel Hier also eine Bemerkung zur Wochenend-Diskussion über die Athletensprecher, vermeintliche Leaks (Propaganda) und Attacken der alten Kameraden:

16.40 Uhr: Und es spricht UDIOCP Thomas Bach (FDP).

Statement of the International Olympic Committee on WADA report

The International Olympic Committee (IOC) has today received the World Anti-Doping Agency’s ‚Independent Person Report‘. The IOC will now carefully study the complex and detailed allegations, in particular with regard to the Russian Ministry of Sport.

„The findings of the report show a shocking and unprecedented attack on the integrity of sport and on the Olympic Games. Therefore, the IOC will not hesitate to take the toughest sanctions available against any individual or organisation implicated,“ IOC President Thomas Bach said.

In the immediate short term, the IOC Executive Board (EB) will convene in a telephone conference tomorrow to take its first decisions, which may include provisional measures and sanctions with regard to the Olympic Games Rio 2016.

Meine Übersetzung (jetzt, unter Adrenalin): Das ROC wird von den Spielen in Rio ausgeschlossen.

17.21 Uhr: Bin noch am Überfliegen und Denken, von Lesen und Studieren ist nicht zu reden. Top: Forensische Untersuchungen der Sotschi-Proben, Stichproben, ergaben Nachweis der Manipulation u.a. unterschiedlichen Urin.

Aber, nun ja, nur eines von tausend Details. Es ist schon jetzt überwältigend.

Die Größenordnung allein mal positive Fälle (mindestens) neben den tausenden zerstörten Proben:

In total, over the period 2012-2015, the IP found the Disappearing Positive Methodology used on 643 positive samples. The charts detail the findings. Given that it was impossible for the IP to achieve full access to Russian records or the LIMS system, this number is only a minimum.

Hammer: 26 olympische Sportarten von diesen 643 (nur diesen, die ja nur ein Teil sind) betroffen! 20 Sommer. 6 Winter.

Number of Disappearing Positive Test Results for Russian Athletes by Sport

Damit ist IOC-Bachs Propaganda-Finte erledigt, er hat ja zuletzt in bestellten Interviews geradezu gönnerhaft erklärt, man könne doch nicht irgendeinen Badmintonspieler für Winter-Doping verantwortlich machen. Badminton taucht übrigens nicht auf, aber, Achtung: CURLING. Und Paralympics. Klar.

17.41 Uhr: Es geht weiter, hart auf hart:

U.S. Olympic Committee statement regarding WADA report

Attributable to USOC CEO Scott Blackmun:

The McClaren Report confirms what we have stated previously: the current anti-doping system is broken and urgently requires the attention of everyone interested in protecting clean athletes. We look forward to working with the IOC, WADA and the entire Olympic family to address the flaws in the current system so that a uniform approach to anti-doping can be implemented and enforced around the world. In the meantime, we are focused on preparing Team USA to compete at the upcoming Rio Games and will rely on the IOC, WADA and the international federations to impose sanctions that are appropriate in relation to the magnitude of these offenses, and that give clean athletes some measure of comfort that they will be competing on a level playing field in Rio.

Er wird logischer Weise den Teufel tun – und ruft nicht zum Olympia-Bann des ROC auf.

Unfassbares Statement der Vereinigung olympischer Sommersportarten, das Mark Bisson da twittert:

8 von 28 Sportarten nicht betroffen, also könne man nicht komplett sperren.

17.54 Uhr: IPC, International Paralympic Committee. Präsident Craven ist auch IOC-Mitglied.

In response to WADA’s Independent Person Report issued on Monday (18 July), the IPC President Sir Philip Craven has made the following statement:

“We are truly shocked, appalled and deeply saddened at the extent of the state sponsored doping programme implemented in Russia ahead of Sochi 2014. The findings of the McClaren report mark a very dark day for sport.

“The IPC will now analyse the report’s findings in detail to evaluate what impact they have on the Paralympic Movement and Para Sport.

“After an initial review of the report, we note the 35 ‘disappearing’ positive samples from Paralympic sport between 2012 and 2015 and have sent a letter to WADA and the report’s author Richard McClaren seeking further information on these samples. We have also requested urgent clarification from both parties to better establish how the findings implicate the Sochi 2014 Paralympic Winter Games and Russian Para athletes as the report defines the Sochi Games as the XXII Olympic Winter Games.

“Once we have the further details we have requested from both parties, the IPC Governing Board will convene for a telephone conference. The Board will discuss the findings of the report and decide what relevant action needs to be taken to protect clean athletes competing in Paralympic sport. This may include provisional measures and sanctions with regards to the Rio 2016 Paralympic Games.

18.02 Uhr: Das WADA-Statement ist deutlich.

Key Findings

  1. The Moscow laboratory operated, for the protection of doped Russian athletes, within a State-dictated failsafe system, described in the Report as the Disappearing Positive Methodology.
  2. The Sochi laboratory operated a unique sample swapping methodology to enable doped Russian athletes to compete at the Games.
    The Ministry of Sport directed, controlled and oversaw the manipulation of athletes’ analytical results and sample swapping, with the active participation and assistance of the Federal Security Service (FSB); the Center of Sports Preparation of National Teams of Russia (CSP); and, both Moscow and Sochi laboratories.

Key Recommandations

The WADA Executive Committee’s key recommendations based on the McLaren Investigation Report are set out below. The necessary decisions should be taken by the relevant organizations based on their own rules and regulations.

  1. The International Olympic Committee (IOC) and the International Paralympic Committee (IPC) to consider, under their respective Charters, to decline entries, for Rio 2016, of all athletes submitted by the Russian Olympic Committee (ROC) and the Russian Paralympic Committee.
  2. The International Federations (IFs) from sports implicated in the McLaren Report to consider their responsibilities under the World Anti-Doping Code (Code) as far as their Russian National Federations (NFs) are concerned.
  3. Russian government officials to be denied access to international competitions, including Rio 2016.
  4. The Russian National Anti-Doping Agency (RUSADA) to remain non-compliant under the Code and its staffing and independence to be further reviewed by WADA.
  5. The accreditation process of the WADA-accredited laboratory in Moscow (Moscow laboratory) to be stopped.
  6. The FIFA Ethics Committee to look into allegations concerning football and the role played by a member of its Executive Committee, Minister Vitaly Mutko.
  7. Professor McLaren and his team to complete their mandate provided WADA can secure the funding that would be required.

Sanctions

1. Given that the Russian Ministry of Sport orchestrated systematic cheating of Russian athletes to subvert the doping control process; and that, the evidence shows such subversion in 30 sports, including 20 Olympic summer sports and Paralympic sports, the presumption of innocence of athletes in these sports, and in all Russian sports, is seriously called into question.

Accordingly, WADA recommends to the International Olympic Committee (IOC) and the International Paralympic Committee (IPC) to consider, under their respective Charters, to decline entries, for Rio 2016, of all athletes submitted by the Russian Olympic Committee (ROC) and the Russian Paralympic Committee. Furthermore, any exceptional entry of a Russian athlete should be considered by the IOC and IPC for participation under a neutral flag and in accordance with very strict criteria.

WADA also recommends that Russian Government officials be denied access to international competitions, including Rio 2016.

2. The Investigation determined that a high number of Olympic sports, non-Olympic sports and Paralympic sports benefited from the system orchestrated by the Russian Ministry of Sport. The presumption of innocence from Russian athletes in these sports is therefore seriously called into question.

Accordingly, WADA recommends to International Federations (IFs) to consider their responsibilities under the World Anti-Doping Code as far as their Russian National Federations are concerned. (It is noted that a number of IFs have already taken steps under their rules in this regard.)

WADA’s Executive Committee urges the Russian Government to ensure that all those involved in this system be dealt with appropriately forthwith.

18.41 Uhr: Der Leichtathletik-Weltverband IAAF:

IAAF RESPONSE TO MCLAREN REPORT

“The institutionalised and systematic doping in Russian athletics is the reason the IAAF suspended, and then upheld the suspension of, RusAF’s membership and consequently the exclusion of their athletes from international competition,” said IAAF President Sebastian Coe.

McLaren provided the IAAF with his preliminary findings which were included in the IAAF Taskforce Report and Recommendation to Council on 17 June 2016. The IAAF will of course seek further information on the 139 cases mentioned in the McLaren report and cross reference it with its own data.

To the extent that actions have not, or are not, being taken we will obtain the evidence and do any necessary follow up to allow us to take the strongest actions available to us. This includes all information that has been gathered around the 2013 World Championships as we have in storage in Lausanne the samples sent to the IAAF by the Moscow laboratory.

19.39 Uhr: So, ich habe eine erste Analyse gedichtet. Die erscheint bald und fließt dann auch hier ein. Allerdings, das ist nichts Neues und das gehört zur tragischen Wahrheit im Journalismus, habe ich das gesamte Papier natürlich noch nicht lesen können, aber das erwähnte ich vorhin schon mal.

22.37 Uhr: Viele exzellente Beobachtungen und Anmerkungen von @sport_integrity. Habe gerade zwei Dutzend Retweets in die Welt gejagt. Deren Stream sollte man sich heute unbedingt ansehen. Hier einige Beispiele:

22.54 Uhr: Glückwunsch, wenn Sie es bis hier geschafft haben. Ein tolles Stück Arbeit. Als Belohnung biete ich Ihnen nun die Möglichkeit, meine Recherchen und meine bevorstehende Reise zu den Olympischen Spielen nach Rio mit zu finanzieren. Damit hier auch weiterhin kraftvoller Journalismus entstehen kann.

Unter dem folgenden Kasten, der einige Optionen für Journalismusfinanzierung zeigt (schauen Sie hier mal vorbei, da gibt es jede Menge Autogramme von gesperrten und/oder anderweitig bestraften Fußballfunktionären) erhalten Sie noch Einblick in meine momentanen Überlegungen zur Frage, wie die IOC-Führung unter Thomas Bach wohl nun reagiert.

Das kann morgen schon anders aussehen, deshalb muss ich den Text jetzt unbedingt veröffentlichen.

Ich bin vorsichtig pessimistisch, um unter Umständen nicht enttäuscht sein zu müssen.

Werbung, Journalismus muss finanziert werden:

Neu: Olympia-Pass buchen! Recherche finanzieren.

Dieser live-Blog und der gestrige Beitrag mit Exklusivmaterial sind bereits Teil meiner vorolympischen Berichterstattung. Einige Beiträge und Supplements werden nun wieder hinter einer Paywall verschwinden.

Ich werde vom 1. bis 21. August in hoffentlich alter Frische und bester Blog-Tradition nahe an 24/7 aus Rio de Janeiro bloggen. An Ideen und Lust mangelt es nicht, ich bin in einem magischen olympischen Dreieck zwischen IOC-Hotel, Deutschem Haus und Olympiapark in Barra da Tijuca einquartiert, werde dort viel Rad fahren, freue mich unglaublich auf das traditionelle Live-Blog von der Eröffnungsfeier im João-Havelange-Stadion und den Kollegen G neben mir. Ob die Kraft reicht, muss der olympische Geist entscheiden.

Eine Analyse:

In der sogenannten olympischen Familie hat sich die Stimmung schon oft über Nacht gedreht. Die Regeln und Mechanismen in dieser Parallelgesellschaft bleiben mitunter unergründlich – sogar in diesem nerdigen Blog. Aber eine Erkenntnis darf als gesichert gelten: In Krisenzeiten schart sich das IOC-Völkchen um seinen Hirten. Die Entscheidungen werden (noch) irrationaler. Und kaum jemand weiß die Klaviatur der olympischen Befindlichkeiten besser zu spielen als Thomas Bach, der ehemalige Industrielobbyist, der Strippenzieher, der FPD-Mann aus der Grauzone von Sport, Wirtschaft und Politik, der Freund von Wladimir Putin. Bach ist der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und damit der Oberhirte dieses bizarren Völkchens.

Wenige Stunden nach Veröffentlichung des McLaren-Reports, wenige Stunden vor der Telefonkonferenz der IOC-Führung, fragen sich all jene Familienmitglieder, die einen Olympia-Ausschluss des russischen NOK für die Sommerspiele im August in Rio de Janeiro befürworten, wie Thomas Bach das Ruder noch herumreißen will. Kann er das überhaupt oder wird er sich der Last der Fakten beugen? Fakt ist: Bach ist alles zuzutrauen. Dass er doch noch ein Schlupfloch für Russland oder wenigstens große Teile des geplanten Olympiateams findet, würde ihm eher entsprechen als dass er seine russischen Kameraden, die ihn entscheidend mit ins Amt gehievt haben, kollektiv bestraft.

Gut möglich, dass am Donnerstag der Welt-Sportgerichtshof CAS, als dessen Präsident ein anderer wichtiger Bach-Parteigänger fungiert, der australische IOC-Vizepräsident John Coates, zugunsten der Einsprüche russischer Leichtathleten entscheidet, die sich schon vor Wochen gegen ihre Olympiasperre durch den Weltverband IAAF gewehrt haben. Dieser CAS ist natürlich nicht wirklich unabhängig vom IOC, auch wenn es die olympische Propaganda besagt. Wer wüsste das besser als Bach, er war selbst lange Zeit CAS-Vorstand. Neben den vielen knallharten Forderungen aus der Sportwelt (etwa des WADA-Vorstandes), das russische NOK zu sperren und maximal – wie es die IAAF exerziert hat – einige wenige Russen nach Prüfung der Einzelfälle unter neutraler Flagge teilnehmen zu lassen, gibt es andere, teilweise krude Argumente.

Zum Beispiel die Vereinigung der olympischen Sommersportarten, ASOIF genannt. In einer ersten Stellungnahme hieß es, weil McLaren in 8 von 28 olympischen Sportarten kein systematisches Doping in Russland nachweisen konnte, könne man auch keine Kollektivsperre aussprechen. Absurd, wo doch die Kommandostränge belegt sind, die ins Sportministerium und letztlich in den Kreml führen. Dumm auch deshalb, weil McLaren ausdrücklich festhält, dass alles, was er mit seinem Team an Erkenntnissen zusammengetragen hat, vor allem die Zahlen, nur jeweils Mindestangaben sind: Mindestens 20 von 28 olympischen Sommersportverbänden, mindestens sechs von sieben olympischen Wintersportverbänden, mindestens tausende vernichtete Proben, mindestens 643 zerstörte positive Proben allein zwischen 2012 und 2015. Wenigstens ist nun eines der dümmlichen Argumente von Bach eindrucksvoll widerlegt: In zahlreichen bestellten Interviews hatte er zuletzt süffisant angemerkt, ein russischer Badmintonspieler könne doch nicht für Betrug in Sotschi verantwortlich gemacht werden.

Selten so gelacht.

Was Bach in all seinen Reden allerdings vernachlässigt, ist eigentlich seine allererste Pflicht als Präsident eines milliardenschweren globalen Unternehmens: Der Betrug bei den Dopingproben der Winterspiele 2014 in Sotschi beschädigt das Kerngeschäft des IOC-Konzerns.

In der Wirtschaft, als CEO eines Multinationals, wäre Bach wahrscheinlich schon abgesetzt worden.

Der Betrug ist gigantisch. Der McLaren-Bericht präsentiert atemraubende Fakten, obwohl der Untersuchungszeitraum zu knapp bemessen war, obwohl den Ermittlern die meisten Datensätze nicht vorlagen, Zugang erschwert wurde und es natürlich grundsätzlich beinahe unmöglich ist, ein in einem totalitären Staat vom Geheimdienst gedecktes Betrugssystem aufzudecken.

Eine gewaltige Krise wie diese hat die Familie selten erlebt. Hinzu kommen weitere spektakuläre Korruptionsfälle, auch in Rio, sowie Kriminalfälle in Weltverbänden, nicht nur in der FIFA und in der IAAF, mit knallharten Ermittlungen von Justizorganen auf allen Kontinenten. Russland ist nicht irgendwer. Russland ist, dafür hat Wladimir Putin seit 2001 gesorgt, als er zum ersten Mal eine IOC-Vollversammlung in Moskau beherbergt hat, die mächtigste Sportnation dieser Dekade. Thomas Bach hat Putins Korruptionsspiele in Sotschi vor zwei Jahren als großartigen Erfolg und als „Spiele der Athleten“ gelobt. Natürlich konnte man es schon damals besser wissen, aber Bach kuschelt halt stets mit Putin und fühlt sich in dessen Nähe pudelwohl.

Putins Sport-Armada aus Berufspolitikern und Oligarchen, die über zahlreiche olympische Sportweltverbände gebieten, hat auch zahlreiche IOC-Mitglieder unter Kontrolle. Dies wurde unmittelbar vor der Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes von Richard McLaren eindrucksvoll belegt, als Bachs Prätorianer, die allesamt in russischer Abhängigkeit stehen, all jene Dopingaufklärer und gewählten Athletenvertreter wie Beckie Scott aus Kanada und Claudia Bokel aus Deutschland attackierten, die sich für einschneidende Maßnahmen aussprachen. Und genau deshalb werden die Aufklärer unruhiger schlafen als die Bewahrer des Status Quo.

Nimmt das russische NOK doch an den Rio-Spielen teil? Es bleibt ein minimales Restrisiko.

Und schauen Sie, die Reihe der Putin-Freunde unter Top-Funktionären, die Kritiker attackieren und grenzenloses Verständnis haben, die meist selbst in dubioseste Machenschaften verstrickt sind (einige Beispiel habe ich gestern und heute beschrieben), wird immer länger. Nach Hickey, Maglione, Lalovic, Grandi, Ricci Bitti nun erwartungsgemäß auch René Fasel (IIHF, IOC) und Marius Vizer (IJF), in dessen Verband der Judoka Putin Ehrenpräsident ist.

* * *
Feierabend für heute. Ich werde jetzt einige Stunden lesen, was die Kollegen so fabriziert haben. Und im Report schmökere ich ebenfalls noch.

Tim #1

Ist ja schon erstaunlich, was und wie genau da erhoben werden konnte. Die Verbindungen bis ins Ministerium und zum Geheimdienst zeugen von erheblicher krimineller Energie. Die Zeugen haben sich wohl für den Polonium-Award qualifiziert.
Eigentlich wollte ich nur sagen, es ist doch nur Sport. Aber durch diese Lügerei und Betrügerei wird die Hürde schon hochgelegt und jetzt ist tatsächlich eine Kommission drüber gesprungen und hat dem russischen Sport und Russland zutiefst blamiert. Wie soll ich mich da auf Rio 2016 freuen? Was soll das mit der WM 2018 werden?
Sehr traurig.

sternburg #2

Bach hat doch dieses wunderbare Instrument der unabhängigen Einzelfallprüfungen durch eine objektive Untersuchungskommission ins Spiel gebracht.

Na? Wäre das nichts? Alle russischen Athleten und Funktionäre durch diesen Trichter schieben? Was das für Möglichkeiten eröffnet …

JW #3

Hast Du es tatsächlich bis hier unten geschafft?

Tja, alles sind gespannt, welche Trichter er morgen präsentiert.

Herr Holle #4

Der Weltruderverband FISA ist unter seinem neuen Präsidenten Rollande sehr handzahm (geworden) und äußert sich zum McLaren-Reportwindelweich.
Interessanter Nebenaspekt: Nach der Olympia-Qualifikationsregatta wurde vor wenigen Tagen ein positiver Out-of-Competition-Test eines russischen Ruderers bekannt, den die RUSADA (!) durchgeführt hat. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Konnte Russland wegen der laufenden WADA-Ermittlungen nicht mehr so handeln wie in den Jahren zuvor? Oder ist der Athlet bzw. das disqualifizierte Boot ein Bauernopfer, um die Funktionsfähigkeit des russischen Anti-Doping-Regimes nachzuweisen? Der russische Ruderverband plant eine Klage vor dem CAS gegen die Disqualifikation des Bootes.
Das Verhalten des Weltruderverbandes ist deshalb so interessant, weil das russische Ruderteam aufgrund gehäufter positiver Tests etc. (der Klassiker: gefundene Blutbeutel im Mülleimer vom Russischen Mannschaftshotel) entsprechend den Regularien nach der WM 2007 vollständig disqualifiziert wurde. Nach Austausch einiger Verbandsoberer sowie anderer interner Maßnahmen wurde der Olympia-Bann aufgehoben und russische Boote durften sich im Mai 2008 in Luzern um letzte Plätze für Peking bewerben.

sternburg #5

@JW: Ich habe natürlich grob geschummelt und mindestens 95 % allenfalls überflogen.

Eine zum Thema sehr passende Verhaltensweise wie ich finde.

JW #6

@ Herr Holle: Was Du alles weißt! Danke.

(Aber der FISA-Präsident heißt trotzdem Rolland – wie Holland mit R oder wie Hollande mit R und E :)

Walter #7

Dachte ich es doch es ist nicht alles aus der Luft gegriffen, Hajo schätzt es so ein

Es wäre zu einfach, forensische Beweise für eine Dopingsperre zu benutzen.

Kollektive Bestrafungen sind besser ;-)

Die WADA hätte bei Claudia Pechstein auch Deutschland kollektiv bestrafen sollen ;-)

Herbert #8

Wenn man die Mühlen des CAS bedenkt , dann müssen die OS um ein Jahr verschoben werden:

https://youtu.be/cWXZ5bOr17U

Ralf #9

Berlinger Special AG: Untersuchungsbericht McLaren/WADA im Bereich der Dopingvorwürfe Sotchi 2014

Das Öffnen von verschlossenen Flaschen für Urin-Proben war und ist bei eigenen Tests (Berlinger) und bei den Tests des unabhängigen Instituts in der Schweiz nicht möglich gewesen.

JW #10

Was ist das für ein Sender, Herbert?

Sie deutet auch an, was ich in der Analyse bespreche.

Herbert #11

Von Sky News. Und Orla Chennaoui, ehemalige Dreisprung-Meisterin von Nordirland, ist eigentlich Journalismus-Experting für Olympia und Radsport.

http://www.belfasttelegraph.co.uk/life/weekend/orla-goes-for-gold-28493016.html

Walter #12

In der Aktuellen Kamera kam gerade, Bach hat vielleicht ein Hintertürchen aufgemacht. Er will nur Personen oder Organisationen einzeln bestrafen ;-)

Walter #13

Herbert,
Gott sei Dank, dachte schon, Du schaust Ostfernsehen ;-)

Herbert #14

Walter, wo schaust Du denn Aktuelle Kamera ? Die krieg ich hier nicht mehr rein. Aber nicht so schlimm, da die Tagesschau und Heute den gleichen Effekt haben: Gleichschaltung.
Was die Russen betrifft, naschi starie drusja ;) , so geht es doch eigentlich nicht um Sport und Drogen, sondern lediglich um Putins Kopf. Schade nur, dass man dazu den Umweg über die OS in Rio machen will. Wir hatten doch schon immer- schau nur mal in die alten hot spots of discussion im Blog – den Verdacht, damals noch gegen heutige Systemkritiker, dass WADA, Verbände, Funktionäre und Labore, also dem Anti-Doping-System nicht zu trauen ist. Das System spuckte lediglich ab und zu, mal spektakulär, mal weniger Protagonisten bis hin zu Armstrong aus, blieb jedoch das gleiche intransparente Monster, faulend, stinkend und letztlich sich immer wieder regenerierend. Und jetzt sollen alle russischen Sportler wegen ihres sicherlich verkommenen Anti-Doping- Systems den Preis zahlen ? Wer von denen, die darüber entscheiden bzw. es sehnlichst herbeiwünschen, weiß denn überhaupt, was es heißt sich auf eine Olympiade über Jahre vorzubereiten ? Nur wenige schreien daher jetzt auch auf angesichts der Möglichkeit des umfassenden Banns für russische Olympiasportler, die Konkurrenten sowieso nicht, obwohl das jetzt mal passen würde. Denn, morgen können auch sie dran sein, gerechtfertigt oder nicht. Den Sport hassen möchte ich nicht, wie vllt. einige in die „Aufklärung“ Involvierte fordern. Ich bin lediglich froh, dass es in D keine Sippenhaft gibt und nicht jeder Deutscher rechts ist, weil es Dödel gibt, die Dinge immer erst dann begreifen, wenn es zu spät oder gar vorbei ist.
BTW, der CAS ist nicht das adäquate Gremium, um diese komplexe, letztlich nicht nur sportpolitische Entscheidung zu treffen.

Herr Holle #15

Der Weltruderverband hat gestern nach einer Telefonkonferenz seines Councils die Stellungnahme vom Dienstag aktualisiert und konkretisiert. Demnach sollen auf Basis der Entscheidung des IOC-Exekutivkomitees ausschließlich Athleten zugelassen werden, die eine ausreichende negative Testhistorie aus Labors außerhalb Russlands haben. Außerdem bemüht sich die FISA bereits jetzt, eventuell freiwerdende Plätze durch Athleten anderer Länder zu besetzen, die in der Qualifikation hinter Russland gelegen haben. Das könnte eventuell den deutschen Para-Ruderer Johannes Schmidt betreffen, andere deutsche Boote wären nicht betroffen.

Im FISA-Anti-Doping-Code gibt es zusätzlich einen interessanten Artikel, der Sanktionen gegen einen nationalen Verband erlaubt, wenn dieser Verband von positiven Dopingtests seiner Sportler aus nationalen Labors erfährt und die Ergebnisse nicht an die FISA weiterleitet. Also käme es hinsichtlich einer pauschalen Sanktion des russischen Ruderverbands nicht auf die positiven Tests selbst, sondern auf die Beweislage in der Kommunikation zwischen RUSADA und dem russischen Ruderverband an. Aufgrund der weiter oben beschriebenen Vorkommnisse 2006-2008 im russischen Nationalteam dürfte der Weltruderverband recht scharf reagieren. Für die Mitleser mit Aluhut: Ja, das FISA-Exekutivkomitee ist aufgrund der Geschichte des Rudersports recht stark dominiert von angelsächsischen und (west-)europäischen Vertretern. Ob der FISA-Präsident Rolland – ob mit oder ohne e – einer „Russland-Fraktion“ angehören könnte vermag ich nicht zu sagen. Da kennt sich der Hausherr sicherlich besser aus.

Das als Beispiel zur Situation in einem nicht so massiv wie die Leichtathletik, aber doch deutlich betroffenen Sportverband.

JW #16
duesseldorfer #18

New York Times Russian Sports Agent and U.S. Marathon Officials Under Federal Investigation

Authorities are believed to be exploring similar offenses in their inquiry into Mr. Baranov and distance running, once again elevating a sports scandal into a possible criminal case of international interest. They are investigating whether race officials accepted bribes to allow athletes using banned substances to compete in their events, and whether people knowingly entered drugged athletes into competition, possibly defrauding organized running.

Die US-Bundesbehörden in New York sind zwar im Moment leck wie die Exxon Valdez, aber gut, es ist ja interessant. Mich würde nicht wundern, wenn sowohl diese als auch die FIFA-Ermittlungen der US-Behörden ihren Ursprung in einer Ermittlung gegen die russische Mafia in New York haben.

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