Tweets zum Dopingfall im deutschen Olympiateam #Sochi2014

Evi Sachenbacher-Stehle also? Allgemein bekannt seit ihrer so genannten Schutzsperre bei den Olympischen Winterspielen 2006.

Der DOSB will sich gleich dazu äußern.

Work in progress.

Es folgt noch ein Olympic Poem zum Doping. Alle Fakten bitte in die Kommentare packen.

40 Gedanken zu „Tweets zum Dopingfall im deutschen Olympiateam #Sochi2014“

  1. Unbestätigte Quellen berichten seit mehreren Tagen: Einspruch beim CAS in Vorbereitung +++ DOSB ließ Verteidiger von 2006 einfliegen +++ Uuups: Wohlfarth schon da.

  2. Verteidigungsstrategie: Meereshöhentrainingslager in Adler war stimulanzstaublastig.

  3. Kann man nicht Florian Bauer mal mit einer Helmkamera ausstatten?! Dann Bildteilung plus Laufband.

  4. Bin schwer empört übers IOC unter Bach: Wieso geben die unserer Evi nicht erstmal ne Schutzsperre???!!!

    Denn das ist doch wohl klar, dass diese Hämoglobinprobleme den Adrenalin-/Ephedrin-sonstwas-Spiegel gleich mit verschieben.

  5. #9, einige Pferde hatten sich mit der Unterzeichnung der Anti-Doping-Erklärungen ebenfalls schwer getan.

  6. cycling4fans.de: Ernst Jakob

    Im Jahr 2006 erregte Jakob als DSV-Arzt Aufsehen, als er die erhöhten Hämoglobin-Werte von Evi Sachenbacher während der Olympischen Spiele mit einer genetischen Disposition rechtfertigte und kurzfristig eine Ausnahmegenehmigung für die Athletin verlangte. Die vorgelegten, über längere Zeit gemessenen Werte, ließen jedoch nach Bengt Saltin keine Hinweise erkennen, die solch eine Ausnahme gerechtfertigt hätten. Das bestätigte auch der Internationale Schiedsgerichtshof CAS. Etliche Experten vermuteten Blutmanipulationen, anders ließe sich der innerhalb kurzer Zeit erheblich angestiegene Hämoglobinwert nicht erklären. Die Angelegenheit endete letztendlich in einem Einvernehmen zwischen Saltin und Jakob.

  7. Udo Ludwig im SPIEGEL (13.11.06): Ein Professor zum Vorzeigen

    Als [Paul Nowacki] vor fünf Jahren zum Anti-Doping-Beauftragten des DSV gewählt wurde, wollte er „aufklären“. Heute glaubt er, dass der DSV seine „Naivität ausgenutzt“, ihn als „Alibi missbraucht“ habe. Die Erkenntnis über seine wahre Funktion, sagt er, sei ihm erst spät gekommen – im Fall Sachenbacher.

  8. Jakob müssten sie noch einfliegen ;) … den aktuellen Olympia-Chefarzt Bernd Wolfarth hingegen nicht. Hat seinerzeit Evis Blutwerte wie Jakob als natürlich schwankend erklärt, ohne dass es CAS überzeugt hätte.

    Aber das hier – Stimulanzien – ist ja ganz was anderes. Da hat ein Streckenposten ne Machorka geraucht und Evi hat zu tief Luft geholt … Irgendsowas.

  9. SpOn (10.02.06): DSV will Schutzsperre nicht akzeptieren

    Teamarzt Jakob erklärt den hohen Wert mit der Höhenlage an den Olympiastrecken. „Außerdem ist seit neun Jahren bekannt, dass Evi aus genetischen Gründen grenzwertig ist„, betonte Chefcoach Behle, und fügte an: „Von mir aus können sie jeden Tag Dopingproben bei uns machen, alle deutschen Langläufer sind sauber.“

  10. Hätten die das nicht morgen bekannt geben können? Dann hätte ich mir die ganze Zeit die komische „Berichterstattung“ dazu anschauen können.

    Ach ja, ich möchte selbstverständlich den letzten Eintag hier nicht ungewürdigt lassen, also danke dafür.

  11. @cf: Version, die in Sotschi – ähm – nach meinen Informationen kursiert: verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel.

    Kein Witz. Ist wirklich so, heißt: Das ist es, was zu hören ist.

    Aber erstmal gilt natürlich ganz, ganz dolle die #Unschuldsvermutung. Oder, wie ein aktueller Tweet sagt #“WirfürEvi“

  12. Kann da nicht z.B. die FES sein Produktportfolio erweitern und endlich vollständig unbedenkliche NEM – auf die sich der Sportler endlich verlassen kann – anbieten.

  13. nach ZDF Informationen
    nach dpa Informationen
    nach ARD Informationen
    nach ARD und dpa Informationen
    soll es sich um ein Stimulanzmittel handeln

  14. Österreichs Trainer Pichler bestätigt bzw. meint: „chinesischer Energieriegel“.

    Yep, ergibt Sinn für Sotschi. Olympische Traditionen gilt es hochzuhalten.

  15. ++++ Schützenbund: Gewehr sauber. ++++ Bundeswehr: Truppe beunruhigt, Ernährung wird überprüft. ++++ Oppsosition: Untersuchungsausschuss möglich ++++ Airlines: Starke Rückreisebewegungen aus Sotschi seit Donnerstag 21.45h zu verzeichnen. Sportverbände: kein Zusammenhang ++++ diverse TV-Sender: Wir werden ab Montag keine Live-berichte mehr senden.

  16. Nachrichtenblock ARD Alexander Bommes 14.51h: „Wir machen jetzt mal mit Sport weiter.“

  17. #9, einige Pferde hatten sich mit der Unterzeichnung der Anti-Doping-Erklärungen ebenfalls schwer getan.

    Wie jetzt? Mit Pferdefleisch verunreinigte Energieriegel?

  18. Who the fuck
    is Daniel Mack?

    OK, keine Wortspiele mit Namen, außerdem habe ich herzlich über seinen Tweet gelacht.
    „Störe meine Ringe, äh, Kreise nicht.“

  19. DOSB, verschickt 17.46 Uhr MEZ

    STATEMENT DES DOSB

    Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist bei einer Dopingkontrolle am Montag, 17. Februar 2014, nach dem Massenstart-Rennen sowohl in der A- als auch in der B-Probe positiv auf das Stimulans Methylhexanamin getestet worden. Dieses ist im Wettkampf verboten. Die IOC-Disziplinarkommission hat die Athletin am Freitagnachmittag angehört.

    Der DOSB hat Evi Sachenbacher-Stehle daraufhin entsprechend der mit ihr getroffenen Athletenvereinbarung aus der Deutschen Olympiamannschaft ausgeschlossen und ihre sofortige Rückreise veranlasst und umgesetzt. Über weitere Konsequenzen wird im Zusammenhang des Verfahrens entschieden, das federführend vom Biathlon-Weltverband IBU noch einzuleiten sein wird.

    Chef de Mission Michael Vesper erklärte: „Der DOSB steht für einen dopingfreien Sport und eine Null-Toleranz-Politik. Wir streben nur sauber erzielte Leistungen an. Jeder Dopingfall ist zuerst einmal eine große Enttäuschung. Er ist aber auch ein Beleg dafür, dass das Kontrollsystem funktioniert. Wir haben wie in unserem Anti-Doping-Management beschrieben unverzüglich und konsequent gehandelt und im Vorfeld und während der Spiele alles in unserer Macht stehende getan, um sauberen Sport zu ermöglichen.“

    Die NADA hatte mehrfach alle Athletinnen und Athleten vor Nahrungsergänzungsmitteln gewarnt, die Methylhexanamin enthalten. Vesper nahm den aktuellen Fall erneut zum Anlass, auf die erheblichen Gefahren hinzuweisen, die durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln entstehen können. Deshalb appellierte er erneut an alle Spitzensportlerinnen und -sportler auf solche Nahrungsergänzungsmittel konsequent zu verzichten.

    NADA, verschickt 17.35 Uhr MEZ

    Statement zum Dopingfall „Methylhexanamin“ in Sotschi

    Methylhexanamin gehört zur Gruppe der Stimulanzien und ist ausschließlich im Wettkampf verboten. Häufig wird Methylhexanamin in Nahrungsergänzungsmitteln gefunden, die für extremen Fettabbau (engl. Fatburner) oder auch Muskelaufbau werben.

    Es ist seit langem bekannt, dass immer wieder verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel entdeckt werden. Die NADA warnt deshalb seit Jahren generell vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln im Sport. Sie weist in allen Präventionsveranstaltungen mit Athletinnen und Athleten auf diese Gefahren hin, genauso bei Informationsveranstaltungen mit Verbands- und Sportärzten. Öffentlich hatte die NADA erstmals 2010 vor der Verunreinigung mit Methylhexanamin gewarnt, zuletzt erneut im Oktober 2013. „Wir erwarten von Spitzensportlern, dass sie diese Gefahr einschätzen können und die Warnungen ernst nehmen“, sagte NADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Gotzmann. Zudem rät die NADA dringend von der oft übertriebenen Nutzung verschiedenster Nahrungsergänzungsmittel ab, selbst wenn sie ausschließlich erlaubte Substanzen enthalten.

    Im Fall der verbotenen Substanz Methylhexanamin sind ernst zu nehmende Nebenwirkungen bekannt. Neben gesundheitsgefährdenden Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System wie Blutdruckanstieg, der zu Kurzatmigkeit, Brustenge und möglicherweise Herzinfarkt und Hirnblutung führen kann, traten in einem Fall nach der Einnahme eines Methylhexanamin-haltigen Nahrungsergänzungsmittels eine akute Hepatitis sowie weitere Leberschädigungen auf. Daher warnt die NADA grundsätzlich vor der Einnahme derartiger Präparate.

    Die Substanz Methylhexanamin ist auch unter verschiedenen anderen Namen zu finden: 1,3-Dimethylamylamin; Dimethylpentylamin; Geranamin; Forthan; Floradren; Geraniumöl; Geraniumwurzelextrakt; 4-Methyl-2-hexanamin; 4-Methyl-2-hexylamin; 2-Amino-4-methylhexan und Pentylamin.

  20. Evi Sachenbacher-Stehle auf Facebook:

    Ich erlebe gerade den schlimmsten Albtraum, den man sich vorstellen kann, denn ich kann mir überhaupt nicht erklären, wie es zu der positiven Probe gekommen ist. Selbst entsprechende Nahrungsergänzungsmittel hatte ich im Labor vorher überprüfen bzw. mir die Unbedenklichkeit von den Herstellern bestätigen lassen, um immer auf der sicheren Seite zu sein. Ich kann im Moment allen Beteiligten nur ausdrücklich versichern, dass ich zu keinem Zeitpunkt bewusst verbotene Substanzen zu mir genommen habe und alles daran setzen werde, diese Sache lückenlos aufzuklären.“

  21. Nach welchen Kriterien werden eigentlich die Opferlämmer ausgesucht, die bei Olympischen Spielen das Funktionieren der Dopingkontrollen vortäuschen sollen? Geht das reihum – „Die Deutschen und Italiener sind mal wieder dran, die hatten wir lange nicht mehr“? Möglichst jemand, der gut genug ist, um Aufsehen zu erregen, aber keine Medaille hat? Am besten sowieso dem Ende der Karriere entgegen geht? Oder werden wirklich nur die Dümmsten und die Pechvögel erwischt? Und natürlich die mit den genetischen Defekten? Seltsames Geschäft, diese Dopingproberei.

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  24. Ich finde das aber jetzt ungerecht. Wir hatten doch nun schon genügend Pech in Sotschi und schaffen keines unserer Ziele. Nun sind wir wieder im falschen Wetbwerb auf dem ersten Platz geraten, können jedoch da auch noch eingeholt werden. Mir tat das Duo infernale gestern abend bei KMH schon ein bisschen Leid.
    Erst kein Aufwind, dann kein gutes Material, jetzt auch noch nichts Richtiges zum Knabbern. Aber nach Olympia werden wir uns damit richtig auseinandersetzen. Da bin ich mir sicher. Das haben wir nach London auch getan, gele ?

  25. So ähnlich hat es Hörmann Alfons gerade auf dem Kuschelsofa neben Gerhard-ganz-ehrlich-ich-hoff-weiterhin-dass-es-ein-Schuss-in-den-Wind-ist Delling zum Ausdruck gebracht.

    Muss es mir später downloaden und erneut lauschen, wenn ich es recht verstanden habe, dann ist der DOSB ja für nichts zuständig außer für die Koordinierung – oder sagte er Koordination. (Jedenfalls, ich meine, Hörmann widersprach sich im selben Satz kolossal, aber zum Glück für Delling, konnte er „ganz schnell rüber zum Eishockey schalten“.)

    Puh.

    Et hätt noch emmer joot jejange.

  26. Zur Ablenkung legt die ARD noch mit ominösem Xenon-Doping nach, das die Russen angeblich seit Jahren verwenden. Irgendwie, vielleicht, oder nicht, oder so. Frei nach dem Motto, „Bei uns war es nur eine Einzeldummheit, bei Euch hängen sie alle systematisch an der Gasflasche!“.

  27. @ Börni. Ich denke, Du stellst da einen falschen Kausalzusammenhang dar. Der Beitrag und seine Autoren haben nicht viel mit der dominierenden Berichterstattung gemeinsam. Wird schließlich erst morgen im Spätprogramm eines Regionalsenders gesendet – während der Spiele blieb leider kein Time-Slot.

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