Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse (III). UDIOCM sagt dem Sportausschuss ab

 •  • 5 Comments

Hoppala, und schon folgt der Nachtrag zu den vielfältigen Lebenssachverhalten.

Am Tag des Besuches beim Bundesinnenminister fand der deutsche IOC-Präsidentschaftskandidaten-noch-Favorit die Zeit, seinen Besuch am Montag bei der Sondersitzung (ausnahmsweise öffentlich, heißt es) des zahn- und meist auch willenlosen Sportausschusses des Bundestages abzusagen. Dort soll das Forschungsprojekt Doping besprochen werden.

Hier sein Schreiben an die DLV-Vizepräsidentin Dagmar Freitag (SPD):

Ich gestehe mein vollstes Verständnis für die Absage.  Glaube im Übrigen auch, das Michael Vesper an diesem Tage in Buenos Aires viel besser aufgehoben wäre, als im Kreise der Bundestags-Sportfamilie, die er ohnehin längst lässig domestiziert hat.

Und hier noch, ein Angebot der mehrköpfigen Redaktion, das Protokoll der DOSB-Sitzung vom 13. Februar 2013, jenes „Runden Tisches“ also, den Thomas Bach im Schreiben an die DLV-Vizepräsidentin Freitag erwähnt (die auch als Sportausschuss-Chefin des BT amtiert).

Viel Spaß bei der Lektüre!

Stimmabgabe nicht vergessen!

Ab in die Wahlkabine!

Who should become the 9th IOC president? - Wer soll am 10. September 2013 in Buenos Aires IOC-Präsident werden?

  • Der Stabhochspringer: Sergej Bubka (Ukraine)

    40.4%

  • Der Ruderer: Denis Oswald (Schweiz)

    18.7%

  • Der Lobbyist: Thomas Bach (FDP)

    18.6%

  • Der Segler: Ser Miang Ng (Singapur)

    8.6%

  • Der Banker: Richard Carrión (Puerto Rico)

    8.4%

  • Der Architekt: Ching-Kuo Wu (Taiwan)

    5.2%

Lade Umfragedaten…
ha #1

Der andere Teil der „mehrköpfigen Redaktion“ gibt aber doch schnell noch zu Protokoll, dass er nicht ganz einverstanden ist mit dem „lässig Domestiziert-Haben“ ;)
Trifft zu für die koalitionäre Mehrheit und die generell eher desinteressierte Linke, aber nicht für alle Sport-MdBs.
Da ist der DOSB samt einiger selbstverständlich unabhängiger Auftragswissenschaftler und selbstverständlich unabhängiger Auftragskommissionsvorsitzenden schon domestizierter, die Bundesregierung ohnehin. Der Bundesrat wiederum, über den ein Antidoping-Gesetz (mit oder ohne Bach) ohnehin kommen wird, nicht.

Ralf #2

Herzlichen für die Lektüre!

cf #3

@Ralf
jetzt hätte ich deinen Kommentar doch um ein Haar „korrigiert“ — zum Glück war ich klug genug, mir den Brief vorher nochmal genau anzuschauen… :D

Für mich stellt sich jetzt allerdings die Frage, ob das Bach-Lager momentan so viel Stress hat oder ob ihm das Parlament (und insbesondere dessen Sportausschuss) einfach so egal ist.

mb #4

Die DOSB-Spitze hat mit der Versendung des Protokolls an den Sportausschuss das für sie Entscheidende erreicht: Es wurde sofort öffentlich gemacht.
Respekt.

ha #5

#mb
Interessant, dass das Papierchen auch an den Ausschuss ging – ist ja schon etwas älter. Angesichts aktueller Entwicklungen (Gesetzentwurf Baden-Württemberg /Sportbetrug + Bundesrat, immerhin leichte Ansätze von Nachdenklichkeit bei BMI-Friedrich) illustriert das natürlich allerbestens, wie stabil die Blockadehaltung der Verhinderer Bach/Vesper im Antidoping-Kampf ist.

Gut, man könnte den Inhalt natürlich etwas einordnen, den Argumenten der im sicher offiziösen Protokoll zitierten Gesetzes-Gegner widersprechen. (Die Befürworter scheinen in der Runde ja geschwiegen zu haben …) Andererseits hat sich inzwischen doch einem größeren Kreis erschlossen, dass offensichtlich nur im Bach-beherrschten sportpolitischen Deutschland „eine parallele Durchführung“ verbands- und strafrechtlicher Verfahren für „lebensfremd“ gehalten wird – nicht in Italien, Frankreich, Österrech, Spanien, Skandinavien etc.pp.
Insofern führen sich die Behauptung, eine strafrechtliche Regelung würde verbandsrechtliche Verfahren behindern, und das DOSB-Spiel mit der Angst (Regressforderungen an Verbände) doch selbst vor, oder?

Dasselbe gilt für sonstige Geistesblitze wie die die Einrichtung eines „Hinweisgeber-Systems“ mit Ombudsmännern (DOSB-„Vertrauensleute“ gab’s ja schon, die Sache ist grandios gescheitert, wer soll auch dem DOSB vertrauen?) und andere Show-Unternehmungen …

Also: Man muss Bach/Vesper nun auch nicht überschätzen. Mit diesem Protokoll haben sie sich das nicht verdient ;)

Leave a Reply

required

required, will NOT be published

By clicking the following examples the respective HTML code will be appended to your comment. Use the comment preview to make sure everything looks and works as intended.

  • , ,