#London2012 (XX): crowdsourcing, Schwimm-Bundestrainer gesucht. Oder: wenn aus Karpfen Soldaten werden sollen

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LONDON. Hat jemand Lust? Möchte sich jemand als Schwimm-Bundestrainer bewerben?

Die ARD-Schwimmexpertin Franziska „Ich als Expertin“ van Almsick hat gerade im Expertengespräch die Expertise angeboten, der neue Bundestrainer müsse sich auskennen.

Worin?

Die Stellenausschreibung des Deutschen Schwimmverbandes (DSV):

Stellenausschreibung - Der DSV e.V. sucht zum 01.12.2012 für die Funktion des Chef-/Bundestrainers Schwimmen eine/n engagierte/n Mitarbeiter/in

„Eine langfristige Anstellung wird angestrebt“ — Der DSV sucht Chef- und Bundestrainer im Schwimmen. Gefunden von Berni auf allesaussersport.de

  • Kennt sich zufällig jemand aus?
  • Hat jemand eine Idee?
  • Oder zwei?
  • Ist jemand kontaktfreudig?
  • Hat jemand gute EDV-Kenntnisse?
  • Zählt WordPress dazu?
  • Ist Twitter wichtig?
  • Hat jemand zufällig ein Schwimmpferdchen?
  • Will (wirklich) jemand nach Kassel ziehen?

Bitte melden. Hier im Blog. Oder beim DSV.

+++ Crowdsourcing: Wer soll Schwimm-Bundestrainer werden? +++

00.04 Uhr: Schreibt mir doch gerade jemand eine Email:

So als Typ bist Du EDV-erfahren und mediterran genug. Seepferdchen hast Du hoffentlich. Wenn nicht, wirfst Du einfach den Rettungsring rein.

Und ich frage mich: Warum ist die Ausschreibung eigentlich nicht so geheim wie die Zielvereinbarungen?

11.57: Komme gerade von der Pressekonferenz des DSV, der nicht nur einen Bundestrainer, sondern auch Trainer, Athleten, Konzepte und ein Leitmotiv sucht. Unfassbar.

Eine derartige Bankrotterklärung habe ich noch nie erlebt. Und die Präsidentin Christa Thiel, die gern DOSB-Chefin sein würde, wenn das UDIOCM IOC-Boss wird, versucht noch dümmlich-arrogant mit ihren vielfältigen Lebenssachverhalten und erstklassigen Kontakten zu DOSB, BMI, FINA und LEN zu punkten. Unangenehm.

12.13: All jenen, die es nicht glauben wollen, sei diese Audio-Datei empfohlen. Die Qualität ist mies, denn ich habe meinen Recorder nicht eingestöpselt, sondern nur neben mich gelegt. Es ist etwa eine Stunde Material, wer aber nur die ersten 20 Minuten und Sportdirektor Buschkow hört, der weiß Bescheid. Kann man nebenbei hören und sich wundern. Ich musste in mehrere Dateien unterteilen, weil die Datei zu groß war und es schnell gehen sollte.

Teil 1, Buschkow

(Buschkow)

Teil 2, Fornoff, Thiel

(Fornoff + Thiel)

Teil 3, Q & A mit den drei Experten:

(Q&A I)

Teil 4, Q & A mit den drei Experten:

(Q&A II)

12.51: Einige Highlights, im Grunde alles wörtlich:

Lutz Buschkow

  • wir haben zu vermelden, dass wir das für uns schlechteste Ergebnis bei Olympischen Spielen eingefahren haben
  • wir haben weder eine Gold-, noch eine Silber- noch eine Bronzemedaille
  • wir konnten den Abwärtstrend nicht abhalten
  • diese Tendenz konnte trotz ergriffener Maßnahmen nicht abgesenkt werden
  • trainingsmethodische Analyse der von den Heimtrainern erstellten UWV-Pläne: Trainingsdiagnostiker werden versuchen ein paar tiefgründige Begründungen zu finden
  • keine abrufbare stabile Wettkampfstruktur in der Renngestaltung
  • wird unter Wettkampfbedingungen noch zuviel rumexperimentiert
  • Belastungsfähigkeit zu gering
  • Anteil persönlicher Bestleistungen zum Jahreshöhepunkt zu gering
  • unsere Sportler haben ein zu geringes Ausdauerniveau
  • Qualität in der Antriebsleistung ist auch zu gering
  • Regenerationsprozess dauert bei unseren Sportlern länger als bei anderen
  • deutliches Zeichen, dass wir unsere Trainingsmethodik verändern müssen
  • es ist uns nach vielen Jahren gelungen, eine Trainingsdokumentation zu erarbeiten
  • uns ist es nicht gelungen, unsere Top-Leistungsträger, nämlich Paul Biedermann und Britta Steffen, so vorzubereiten, dass sie hier beim Höhepunkt ihre Leistungen abrufen können
  • wir haben dort eine Projektgruppe gestartet gehabt nach den Olympischen Spielen 2008, die ist aber an dieser stelle nicht so umgesetzt worden
  • In Peking 3 persönliche Bestleistungen, Biedermann, Steffen, Freitag
  • In Schanghai 2011 nur eine
  • hier nur Steffen Deibler
  • sechs Jahresbestleistungen, 1 deutscher Rekord
  • Bilanz nicht nur an Medaillen, sondern auch andere Leistungen festmachen
  • Peking, Frauen: 1 Einzelfinale, 2 Staffelfinals, 3 Halbfinals
  • jetzt 1 Einzel, keine Frauenstaffel hat es geschafft, sagt er zweimal, 6 Halbfinals
  • „Platzierung durchs Starts berechnet“: Peking 21. London 13,7
  • Männer: Peking 1 Finale Biedermann, keine einzige Männerstaffel, 2 HF Plätze
  • London 3 unterschiedliche Männer im Finale, 3 Staffel von 3 möglichen, 3 HF
  • in diesem Bereich unterscheiden sich Mann und Frau recht deutlich
  • Männer auf 25 in Peking, jetzt 12,6
  • Sogwirkung, Migration in Richtung Bundesstützpunkte, ist uns noch leider nicht so gelungen
  • wir haben an der Stelle echte gesellschaftliche Probleme, wo es uns schwerfällt, eine Konzentration an der Stelle von Sportlern hinzubekommen
  • wir haben eine echte Trainerproblematik
  • Bundestrainerausschreibung: schwer gewesen, aus den Bewerbungen die herauszufinden, die eine solche Funktion hinbekommen
  • kann ich ihnen sagen, dass ich da einen Riesenstapel von Bewerbungen hätte
  • es ist nicht so, dass sie uns im DSV die Tür einrennen.
  • Metapher: Wir sichten vielleicht mehr Karpfen als Delphine in Richtung Weltspitze
  • wir haben zu wenig talentierte Schwimmer, die die guten Bedingungen der Bundeswehr oder der Bundespolizei nutzen
  • Olympiakonzeption 2016/2020: klare Überprüfung eines so genannten Olympia-Perspektivkaders 2016/20
  • zeitnahe Lösung der Trainerproblematik im DSV realisieren
  • Trainerberuf attraktiv machen, dass wir eine Sogwirkung erzielen

Jürgen Fornoff

  • Zielvereinbarung 6 Medaillen
  • föderale Systeme sind im Leistungssport nicht immer die geeigneten
  • natürlich hangelt man sich von vier Jahren zu vier Jahren zu den Olympischen Spielen, aber der ganze Prozess war schon auf acht Jahre ausgerichtet
  • Zielerreichung Medaillen nicht erfüllt, der Rest erfüllt, was hat das für Auswirkungen
  • in früheren Zeiten war es ein Automatismus, mit Bestrafungsszenarien zu arbeiten, kann man keine Struktur aufbauen, die auf Dauer trägt
  • Trainer nicht blöd
  • aber teilweise nicht umsetzbar, weil uns dann die Leute abhanden kommen, gesellschaftliches Problem

Christa Thiel

  • Credo, dass man das System nicht komplett ändern darf und ändern kann
  • jetzt spreche ich mal mit einem anderen Hut, da bin ich mir auch einig mit meinen Kollegen im Präsidialausschuss und im BMI
  • ich habe glaube ich sehr gute Kontakte im internationalen Bereich
  • außer Frankreich und partiell die Niederlande sieht das in Europa ein bisschen mau aus
  • ich denke mir, Wladimir Salnikow als früherer absoluter Top-Athlet, relativ unzufrieden sein muss
  • Briten und Russen, wo sehr sehr viel Geld reingespielt wurde, mehrere Millionen
  • wir hatten im Schwimmen schon eine europäische Vorherrschaft verloren, müssen uns auch im Rahmen des europäischen Verbandes Gedanken machen, wie wir das wieder umdrehen können
  • sehr lange Unterredung mit meinem französischen Kollegen, ich möchte gern dein Konzept haben, das habe ich bekommen und werde das auch dem Trainerstab übermitteln
  • meine Verantwortlichkeit als Präsidentin ist die des gesamten DSV, daran muss man jetzt auch mal kurz erinnern. wir haben immerhin 5 Partien im DSV, nicht nur Beckenschwimmen
Klaus #1

Matthias Stach. Echte Begeisterung, hohe Fachkompetenz.

MiMü #2

Sepp Blatter. Wenn einer weiss, wie man nicht absäuft, dann er.

ha #3

1) Kristi Otto. Müsste man sich nicht wundern, wenn sie nicht im Deutschen Haus begrüßt wird.
2) Thomas Bach. Wahlweise Nawal el Moutawakel (Marokko hat ne Medaille). Das muss von ganz oben geregelt werden!
3) Ye Shiwen. Wegen der Hebelverhältnisse.

4) ein Rettungsschwimmer.

gabbo #4

Ich denke mal dass Wort „Vergütungsordnung“ bringt Blatter ganz schnell auf Tauchkurs. Und lasst mir die richtigen Experten da raus. Stichwort „Stallgeruch“ und so. Oder wars „Betriebsblindheit“?
Kassel calling.

Davidoff #5

OMG, die suchen einen Trainer und wenden dafür ein stinknormales 08/15 Formular an…

Irgendwie hätte ich da nun erwartet das da Führungspersonen gesucht werden, die Verträge erfolgsorientiert aushandeln, aber noch nicht nach Vergütungsordnung?!

Hoffentlich haben die Bewerber auch aktuelle Bewerbungsphotos.

mb #6

Ähem, ist noch niemandem aufgefallen, dass in der Stellenausschreibung keine Aufgabenbeschreibung enthalten ist?

MiMü #7

@gabbo:
Ich befürchte, du hast das System „Spitzensportfunktionär“ noch nicht vollständig verinnerlicht. :-)
Wenn in der Vergütungsordnung bereits festgelegt wäre, was ein Bundestrainer verdient warum dann noch die Frage nach den Gehaltsvorstellungen…

Im Angebot hätte ich noch:

Felix Magath
„Ob Felix Magath die Titanic gerettet hätte, weiß ich nicht. Aber die Überlebenden wären topfit gewesen.“ – Jan Åge Fjørtoft

Alex #8

Muss man aus der explizite Betonung von „Führungsfähigkeiten“, „Motivation“ und „Erfolgsorientierung“ etwa schließen, dass das bei bisherigen Stelleninhabern nicht vorhanden war? Und soll ich meine Bewerbung wirklich an eine Yahoo-Adresse schicken?

Michael #9

@#6: Die Aufgaben sind doch klar. Dem DSV wieder Medaillen bringen.

McCluskey #10

Wäre eine Pharmazie-Ausbildung nicht eher zielführend? Oder jemand mit Physikstudium? Ich meine ja nur wegen den ganzen Hebeln, Strömungsverhältnissen, großen Händen und Füßen… Dann noch ein wenig Ost-Erfahrung mit Erfolgsbilanz – Mutti macht’s!

bernie #11

Wir brauchen einen Pharmaphysikerkommunisten mit chinesischem Hintergrund, nicht einfach Ost-Hintergrund. Das ostdeutsche Wissen veraltet so langsam, da sollte man statt dessen bei den besten Kommunisten der besten Physiker der besten Pharmakologen suchen. Der Besten der Besten der Besten eben.

Winfried Gassmann #12

Wie wär’s mit einem Golschmied?

ha #13

Einwurf (jw, Du hattest ja auch schon in diese Richtung angemerkt) und natürlich vorausgesetzt, die Kriterien der Zielvereinbarungen werden nicht dahingehend geändert, dass z.B. die Zahl der Kinder in den Vereinen zählt, egal, was die dann 2016 ff. „bringen“: Ausschreibung verschieben, bis sich ein neuer Präsident(in) findet.

@alle
Hat jemand schon Christa Thiel, die Vizepräsidentin Leistungssport des DOSB, gehört/gesehen? Vielleicht mit Rogge unterwegs?

Und noch für den ausgeschriebenen Job: Thomas Lurz, wahlweise Angela Maurer. Wenn beide eine Medaillen holen, entscheidet solidere soziale Beckenmanagementmotivationskompetenz.

Sebastian #14

Ich finde der wichtigste Punkt fehlt – Seemannsknotenkunde.

Für die Seilschaften.

ferenc_i #15

Lothar Matthäus? Oder ist dass dann die eine offene Trainerstelle, für die er nicht in Stellung gebracht wird?

Free Wilhelm #16

Warum holt man sich nicht einfach ein paar Verantwortliche des französischen Systems bzw. kopiert dieses 1 zu 1? Hat im Fußball doch auch geklappt. Oder gibt es einfach zu wenige Jugendliche mit Migrationshintergrund, die auch schwimmen und das Gesamtniveau wieder heben können?

Jens Weinreich #17

@ Free Wilhelm: Kopieren ist das Dümmste, was sie machen könnten. Das glaubst Du gar nicht. Das französische System sollte nach Atlanta 1996 schon mal kopiert werden, man fing damit an, und plötzlich, 1998, wurde das französische System als Dopingsystem entlarvt, bis hin zum Sportminister.

Free Wilhelm #18

Dass sie unfairerweise öfter auf Doping kontrolliert werden ist doch einer der großen Kritikpunkte deutscher Athleten. Wenn also nicht Frankreich, dann eben von China siegen lernen. Ab sofort wählt man Kinder spätestens am zehnten Geburtstag aus, die dann für die nächsten 15 Jahre nur noch schlafen, essen und trainieren dürfen.

Alternativ findet man sich eben damit ab, dass dieser Sport in einer Gesellschaft wie der deutschen eben keine Weltklasseathleten produziert, abgesehen von den zufälligen Freaks (siehe auch Basketball und Nowitzki).

mogli #19

Hi Jens,

was mich interessieren würde: Ist es so bei Fußball-Welt- und Europameisterschaften auch so, dass McDonalds als offizieller Sponsor auch die Journalisten verköstigt oder hat man dort aufgrund der verschiedenen Austragungsorte andere Möglichkeiten?

Und wirst Du von der Fußball-WM 2014 berichten oder konzentrierst Du dich auf die Olympischen Spiele und Sportpolitik?

MfG und vielen Dank

Mogli

alf #20

Hältst Du das für realistisch, Jens?

http://www.bild.de/sport/olympia-2012-london/olympia-2012/wirbel-um-essensrechnung-von-funktionaeren-25499338.bild.html

Wäre es nicht mal interessant, wer das Geld so zum Fenster rausschmeißt, also wer am Essen beteiligt war?

Jens Weinreich #21

Mit Bild möchte ich eigentlich nichts zu tun haben.

Vielleicht stimmt das. Vielleicht nicht. Wer aber war das? Das ist doch die Frage.

alf #22

Die Quelle ist natürlich mies.

Daher hier das Original von reddit:

http://www.reddit.com/r/olympics/comments/xii80/my_friends_a_waiter_and_this_is_a_receipt_for_an/

(Account des OP mittlerweile gelöscht)

Dirk #23

….Beherrschung moderner Kommunikationstechniken

ich ahne übles

#dsvkassel #vertraulich obwohl alle um 22 uhr im bett waren, wieder keine medaille, heute gehts um 21 uhr ins bett #cheftrainer

enrasen #24

wollte grade nach o-tönen der pk fragen, schwupps, da sind sie……herrlich dieser service.

Hut ab und weiter, vielen Dank

PS: bis eben war ich erschüttert wegen dieser Fake Stellenausschreibung, nun bin ich es ob der offenbar echten SB: http://www.dsv.de/fileadmin/dsv/documents/dsv/der_dsv/Startseite/Stellenausschreibung_DSV_Bundestrainer.pdf

UNFASSBAR……

ha #25

@FreeWilhelm
Dass deutsche Topathleten „unfairerweise“ viel öfter kontrolliert werden, ist tatsächlich eine – jedenfalls im Maßstab der Industrienationen – durch nichts belegbare Behauptung der deutschen Sportpolitik und manchmal von Athleten.
Und das nun allseits zu hörende Gejammer übers rückständige Fördersystem ist seltsam, jedenfalls wenn es um die Umfeldbedingungen geht: Mit den Eliteschulen (inklusive verlängerter Schuldauer) werden zumindest jungen Athleten schon sehr, wertneutral: „leistungsoptimierende“ Bedingungen geboten. Das, dem System der Olympiastützpunkte Vergleichbares, wissenschaftliche Begleitung durch Forschungsinstitute haben andere Länder in den letzten zwei Jahrzehnten aus Deutschland (und die Bundesrepublik aus der DDR) kopiert. Die Frage ist, wie es dann für Ältere (duale Karriere) aussieht, wenn sie nicht im klassischen Staatssportsystem (Bundeswehr/Bundespolizei etc.pp.) unterkommen.
Eher Trainerproblem, deren Ausbildung/ Kompetenz, inklusive Blick für Talente / Entlohnung.

Vorausgesetzt, man meint überhaupt, „wir“ brauchen Medaillen und einen entsprechenden Platz im Medaillenspiegel zur „nationalen Repräsentation“ aus dem Betrieb, der auch von besonders ausgestatteten Naturtalenten wie Jan Ullrich die bekannten hebelmäßigen Zusatzinvestitionen verlangt. Man könnte sich ja auch über die eine oder andere Ausnahme-Medaille freuen – wie über einen Oscar für Filmdeutschland alle paar Jahre.

Zitat jw: Ich träume mal kurz.

Rob #26

Ich war mir nicht sicher, aber sie (FvA) scheint das wirklich so gesagt zu haben: Man fährt da hin, um „Olympiasieger zu werden und nicht reich und berühmt zu werden“. Keine Ahnung, ob die Frau reich und berühmt ist.

Davidoff #27

Ich setze mal voraus das die Zitate korrekt sind, sind die funktionäre immer solch Rhetorische „luschen“?

Ist ja grausam.

millo #28

@Rob: Ja, das hat sie so gestern Abend in ARD von sich gegeben. Obwohl, wenn man Olympiasieger wird, kommt das „berühmt und reich werden“ eigentlich von alleine. Vorausgesetzt, man hat den richtigen Manager.

ha #29

jw
wirklich dolle O-Töne. Danke für den Service.

Die Karpfen im Haifischbecken eben.

Free Wilhelm #30

@ha: aber es wird doch niemand ernsthaft behaupten wollen, dass es im deutschen Gesellschaftssystem auch mit Trainingsstützpunkten, staatlicher Förderung und Abfederung der Berufskarrieren in der Bundeswehr nur annähernd möglich wäre, auf die gleiche Anzahl Trainingsstunden zu kommen wie heutzutage in China (oder vielleicht noch damals in der DDR). Wenn man dann der These folgt, dass sich Weltklasseniveau von normalem Leistungssport relativ simpel durch die Anzahl von x-Tausend Stunden Training unterscheidet, kommt man doch automatisch zur Schlussfolgerung, dass sich herausragende Athleten in solcherlei definierbaren Sportarten in Deutschland nur per genetischem oder anderem Zufall finden lassen. Mal ganz abgesehen davon, dass die mangelnde Konkurrenzsituation in Nischensportarten hierzulande auch keine „darwinistischen“ Auswahlverfahren ermöglichen wie etwa in den USA.

Vielleicht wäre man am besten beraten, sich in Australien und Südafrika umzuschauen, wie dort die Talente gefördert werden (lustigerweise auch von deutschen Trainern).

ha #31

@Free Wilhelm
Auch wenn China unmöglich ist – ich geh mal davon aus (nein, ich weiß es), dass es auf unseren Eliteschulen auch ziemlich darwinistisch zugeht. Das „System“ hat am Ende bei Schwimm-EM und DM 2012 Zeiten gebracht, die weltklassemäßiger waren als die in London. Deshalb: Trainingssteuerung. (Mit allem, was das heißt, wird ja über olympisches Schwimmen diskutiert.)

Und, vielleicht, Nachwuchsmotivation. Denn das Darwinistische, das dem Hochleistungssport eignet, hat es ja bisschen schwerer inzwischen – so als gesellschaftlich akzeptierter Maßstab. Wird sich mutmaßlich auch nicht wieder umkehren, selbst wenn Funktionäre noch so laut darüber klagen und die Sporthilfe aufs Helden-App nach London noch Superhelden-App drauflegt.

Thomas O-R #32

Die Aussage von Frau Thiel das sie nicht nur fürs Schwimmen zuständig ist stimmt ja, aber wieviel Medaillen wurden nochmal in den anderen Disziplinen Wasserspringen, Synchronschwimmen und Wasserball geholt.

Jens Weinreich #33

@ mogli #19: McDonald’s – ja. Benutze mal die Suchfunktion, habe ich mehrfach erwähnt, in Peking, Vancouver, London. Und außerdem zuletzt mehrfach meinen Chicken-Burger-Count getwittert. Steht jetzt so bei 12 oder 15 – keine Ahnung mehr.

Andere Möglichkeiten gibt es IM olympischen Bereich kaum, nur ein paar Sandwiches. Auch nicht besser.

Die Pläne: WM 2014, Sotschi 2014, Rio 2016. Klar. Am liebsten aber NUR Hintergründe. Was leider nicht geht.

AX #34

London 3 unterschiedliche Männer im Finale

Es waren 4 (Wikipedia).

in diesem Bereich unterscheiden sich Mann und Frau recht deutlich

In der Tat. Eine einzige Finalteilnahme der Frauen (Männer: 7) bei je 17 Schwimmwettbewerben ist schlicht indiskutabel.

außer Frankreich und partiell die Niederlande sieht das in Europa ein bisschen mau aus

Immerhin insgesamt 19 Schwimmmedaillen gingen an sechs verschiedene EU-Mitgliedstaaten (Wikipedia). Anders als bei bestimmten Laufwettbewerben können Europäer also um die Weltspitze konkurrieren.

franzferdl #35

gerhard polt wäre prädestiniert!!!

Berni #36

@JW
#Kammer des Schreckens
Ich sag’s mal mit einem Zitat: „Da ist das Ding!“
Sauber – Eigentlich wäre die Arbeit in London jetzt doch beendet ;-)

#Drygalla DPA-Interview
Nennt mich einen Romantiker oder unverbesserlichen Optimisten, aber ich fände es schön, wenn das Gesagte alles so stimmt und sie dann eine positive sportliche wie private Zukunft hat.
(OK, mit Wörtern wie „positive“ muß man auf dieser Seite eher besonnen umgehen ;-) )

Howie Munson #37

#Bundestrainer: Franzi zusammen mit Loddar^^
Oder David „the Hoff“ Hasselhoff immerhin hat „looking for freedom“ uns ja schon einmal die Wende gebracht… *duck*

Holger #38

Vielleicht versuchen wir es einmal mit einer Synchronschwimmerin als Sportdirektorin. Nachdem es mit einem ehemaligen Wassersprungtrainer nicht funktioniert hat ist das die Lösung des Problems. Das Anforderungesprofil WASSER wird in diesem Fall erfüllt! Oder wir konzentrieren uns nur noch auf den Einsatz von Winkelementen.

scanplus60 #39

Höre gerade DLf, Interview mit einem ehemaligen Schwimm-Landesverbandstrainer NRW, Böhm, der meinte: Es geht nicht an, dass wir bei Deutschen Meisterschaften weltmeisterlich, aber bei Olympia usw. nur WALDMEISTERLICH……sind. Ist insgesamt hörenswert.

Ralf #40
Ralf #41

dpa: DSV beruft Expertenkommission nach Olympia-Debakel

Komplettiert wird die Kommission durch Ralf Scholt, den Sportchef des Hessischen Rundfunks

öffentlich-rechtlicher Auftrag?

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