#London2012 (XIX): @J_Ennis @MichaelPhelps und #LilliSchwarzkopf

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LONDON. Moin, moin. Bisschen spät heute. Doch pünktlich zum hohen Besuch im MPC wieder aus der Kaffe- und Quatschpause aufgewacht.

Bernie Ecclestone, Michael Payne, Mikrofondschungel

Bernie Ecclestone am 4. August 2012 im MPC, rechts hinter ihm sein Berater: Michael Payne

Bernie Ecclestone schaut sich die Location an. Ecclestone, der seine Formel 1 ja nach demselben Prinzip, nur noch dubioser, vermarktet, wie das IOC die Olympischen Spiele, ist Stammgast in diesem Zirkus. Habe ihn, beispielsweise, 2004 in Athen auch beim Turnen getroffen, damals noch mit Slavica, die er einige Jahre später mit 670 Millionen Dollar abfinden musste.

Zusammen mit Ecclestone unterwegs war sein Berater Michael Payne, ein Mann mit schillernder olympischer Geschichte. Er hat von Mitte der 1980er Jahre bis kurz nach Rogges Amtsantritt die Marketingabteilung des IOC geleitet und ein Dutzend Milliarden Dollar akquiriert. Als er später bei den Spielen sein Buch „Olympic Turnaround“ verteilen wollte – ich meine, das war 2004 – hat man ihn nicht mal ins IOC-Hotel gelassen. Inzwischen ist er aber wieder tätig im Olympiabusiness, berät neben Ecclestone auch Olympiabewerber, Regierungen, Veranstalter und allerlei andere Unternehmen.

Was mich aber natürlich am meisten wundert: Warum darf Bernie noch frei herumlaufen? Wann wird dem eigentlich der Prozess gemacht? #Gribkowsky #Korruption

17.14 Uhr: Was steht heute noch an, außer BBC-Streams zu gucken? Werde Phelps aus der Ferne beobachten, seinen letzten Auftritt, und gleich ins Olympiastadion gehen, Jessica Ennis schauen, den Witzbolt und allerlei andere tolle Athleten und schräge Vögel.

17.21: Was ist das denn? Das FollowFridayRanking, was immer es ist, behauptet, ich sei derzeit die Nummer 14.645 unter weltweit 21.588.090 Twitterern. Ich denke mal drüber nach.

Bis dahin: Lesebefehl!

Wolfgang Hettfleisch in der FR über die IOC-Propaganda, die saudische Judoka Wojdan Shahrkani und die Rolle der Medien-Herolde:

(…) Das Mädchen aus Saudi Arabien wurde vom IOC benutzt, um dem Weltfest des Sports und seinen Machern einen progressiven Anstrich zu geben. Der Sport als Katalysator für gesellschaftspolitische Fortschritte in der arabischen Welt – das ist eine Botschaft nach dem Geschmack der Olympier.

Und die reaktionäre Saud-Dynastie hatte wohl ein ganz ähnliches Anliegen, als Prinz Nawaf, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees und Angehöriger des Königshauses, dem Drängen des IOC nachgab und sich bereiterklärte, wegzuschauen, wenn Sportlerinnen aus dem eigenen Land bei Olympischen Spielen antreten. Offiziell entsandt hat das NOK sie nicht. Die Duldung setzte voraus, dass sich die saudischen Starterinnen (es sind zwei) den Vorgaben des Islam entsprechend kleiden und verhalten. (…)

Dass der olympische Beitrag von Wojdan Shahrkani hinsichtlich der Rolle der Frau in der Gesellschaft Saudi Arabiens einen Unterschied machen könnte, bleibt eine optimistische Mutmaßung. Sportunterricht für Mädchen ist in den öffentlichen Schulen des Landes undenkbar, zu Sportvereinen und deren Einrichtungen haben Frauen keinen Zutritt.

18.46: Olympic Stadium, Block 212/213, Row 69, Seat 313. Unterm Dach, nur zwei Reihen noch über mir, und massig Plätze zur Verfügung, falls jemand vorbei schauen möchte.

Durch diese hohle Gasse Aus diesem Tunnel müssen sie kommen …

Blick auf die Londoner Skyline und das Olympia-Gelände samt 'Athletentunnel'

Olympic Stadium, London, Blick auf das Trainingsstadion und den Athletentunnel

19.20: Jetzt bekommen knapp 400 Kilo Lebendgewicht ihre Medaillen. Der @shotputdevil und seine Kameraden: „In vier Jahren gewinnst Du!“

19.30: 50 Meter Freistil, Frauen. Auch die BBC weist darauf hin, dass Deutschland noch keine Medaille gewonnen hat – erstmals seit 80 Jahren.

19.33: Und parallel dazu, hier: erstes Halbfinale 100 Meter der Frauen.

19.35: Hier: Jeter vor Campbell-Brown. Anderthalb Kilometer Luftlinie entfernt: Britta Steffen wird Vierte. Gold, erneut, für Ranomi Kromowidjojo.

19.39: Nadine Müller 65,71 zum ersten. Sollte schon eine Top-5-Platzierung sein.

19.42: Zweites 100 HF mit Felix und Fraser-Pryce.

Ja da schau her, Jamaikas Yamswurzel-Liebhaber und Liebhaberinnen sind auf die Minute top-flott.

19.50: Drittes Halbfinale mit Verena Sailer.

Okagbare vor Madison. Sailer draußen als Sechste.

Da war gerade Frau Li aus China beim Diskuswerfen zu Gange – und ging mit 67,22 in Führung auf Rang zwei. Auf der Tribüne sah man ihren Coach: Karl-Heinz Steinmetz.

20.08: Gold im Diskuswerfen ist vergeben: Sandra Perkovic (Serbien), bisher 69,11.

Kroatien natürlich. Ooops. Will dort unten niemanden ärgern.

20.23: Coming soon: der letzte olympische Auftritt von Michael Phelps und: Jessica Ennis.

Ich muss mich leider kurz fassen, denn ich arbeite aktuell.

20.37: Sieg für Perkovic, in 2011 ein halbes Jahr wegen Dopings gesperrt, weshalb sie die WM verpasste.

Letztes Finale für Phelps – nebenan.

Gleich Ennis.

20.42: Die Marke für die Ewigkeit. Phelps gewinnt auch mit der Lagenstaffel: 18 – 2 – 2.

21.01: Der Höhepunkt der Spiele: Jessica Ennis. Mit David Bowie auf der Ehrenrunde. Heros.

Olympias Triumph und Tragik: Lilli Schwarzkopf disqualifiziert.

Und Britanniens Rutherford führt mit 8,31 im Weitsprung. Es geht jetzt ein bisschen drunter und drüber.

21.13: Sebastian Bayer bleibt auf fünf. Christian Reif schon vorher draußen. Das hatten sie sich anders vorgestellt.

Vier Sprünge noch. Ich denke, das Stadion wird gleich wieder wackeln. Nicht nur beim Finale über 10.000 Meter.

21.22: Gold für Rutherford (GBR) im Weitsprung. 8,31 Meter. Das wird Sebastian Bayer und Christian Reif besonders wurmen. Das können sie eigentlich auch.

21.38: Das wird schon noch mit Lilli Schwarzkopf. Die Kampfrichter haben die Deutschen doch hier im Griff. #Fechten #Bahnrad

21.42: Es ist kalt, die Menschen wärmen sich. Heißes 10.000er Rennen. Lärm wie bei Ennis und Rutherford. Jetzt schon.

Gerade verteilen sie die Ergebnislisten: Schwarzkopf noch immer disqualifiziert bzw. mit einem Nuller über 800 m auf Rang 28.

21.45: Olympia, folks! Mo Farah auf 1 in die letzte Runde.

21.46: Was habe ich gesagt vorhin? Es geht noch lauter, noch aufgeregter. Ekstase. Mo Farah. Dreimal Gold für UK binnen 45 Minuten. Nicht zu toppen.

Warum da oben auf vier Anzeigetafel, die direkt am Dach hängen, immer noch aufpoppt:

Make some noise! Make some noise! Make some noise! Make some noise!

Ich weiß es nicht.

21.50: Die Disco-Beschallung und das ständige Gequatsche der Jungs am Stadionmikro stört extrem. Die sollten einfach mal das Publikum gewähren lassen. Es nervt!

21.52: Jetzt ist Lilli Schwarzkopf Zweite.

21.57: 100 Meter Frauen. Die Zahnspange wieder?

21.57: Ja. Die Zahnspange wieder. Diesmal aber ohne Zahnspange. Hieß mit Zahnspange Shelly-Ann Fraser. Heißt ohne Zahnspange Shelly-Ann Fraser-Pryce.

Oder trägt sie noch eine Spange?

22.03: Unfassbar geile Kamerafahrt eben bei der Slomo des Sprintfinals. Kann mich nicht erinnern, das SO schon mal gesehen zu haben.

Ich bin dann mal weg.

Siegerehrung angekündigt, das Stadion tobt. Aber es sind nur die Diskuswerferinnen.

Ruhe.

22.13: Und jetzt singen sie alle. „All you need is love“. Und warten sehnsüchtig auf die Siegerehrungen und die Hymne. Weiß jetzt gar nicht, welche Ehrung noch gemacht wird. Ennis bestimmt. Weitsprung vielleicht. Farah eher nicht.

The greatest hour in britisch athletic history.

22.20: Alles sehr wild durcheinander. Hier oben schon wieder „Heros“, sie singen und warten auf die Siegerehrung im Siebenkampf, während unten zwei Weitspringer in der PK sitzen, Claye und Watt, nur Rutherford fehlt.

22.22: Jetzt aber. „Chariots of fire“ für Jessica Ennis, Lilli Schwarzkopf und Tatjana Tschernowa.

IOC-Vize Craig Reedie und Sebastian Coe übernehmen das selbst.

22.24: Erst Coe (Tschernnowa), dann Reedie (Schwarzkopf) und nun wieder … Reedie (Ennis).

Britannien feiert sich.

Sleep well.

22.27: Nö, eins noch, wollte ich vorhin schon tippen: Sollte von den Olympiasiegern hier eine/r wegen vielfältiger Hebelverhältnisse auffliegen, schätze ich, das könnte Perkovic sein.

Marc #1

Gibts eigentlich einen Sportveranstalter in der FIA/Formula One Group-, IOC und FIFA-Gewichtsklasse der zweifellos integer arbeitet?

Jens Weinreich #2

Zweifellos integer?

Nein.

Vergleichsweise integer?

Traue ich mich kaum zu sagen, aber doch, raus muss es: Das IOC. Vergleichsweise.

Jan-Christoph Spahl #3

Nabend!
Noch dubioser als das IOC…das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen um das Ausmaß dahinter zu erahnen. Währenddessen joggt der Bolt auf der Tartanbahn rum, während hinter ihm die Konkurrenz sich einen abhechelt. 4 Jahre können viel ausmachen, gell Britta Steffen? :D Ach und wo der Usain rumpost, sollte auch ein Maskottchen eigentlich nicht weit sein #Berlin2009

Zurduff #4

#Ecclestone
Der darf noch frei rumlaufen, weil das Münchener Gericht einfach das geurteilt hat, was es von Anfang an wollte. Und darum hat Gribkowsky am Ende auch genau das ausgesagt, was das Gericht hören wollte, um so evtl doch noch eine Strafmilderung zu erlangen.

Wenn das alles stimmen sollte, was Gribkowsky sagt, dann ist Gribkowsky der wohl einzige Mensch auf dem Planeten, der es geschafft hat, Bernie Ecclestone knallhart über den Tisch zu ziehen. Und Bernie zieht alle Menschen ab, dass hat er schon in der Grundschule beim Hanuta-Bildchen-Tauschen gemacht. (Lesebefehl ‚No Angel‘ die Bernie Ecclestone Biographie :P )
Es gibt halt wirklich komische Aussagen von Gribkowsky. zB die Sache mit dem Caravan.

CVC hätte die F1-Anteile damals sowieso von der BayernLB bekommen. CVC hat einen sehr guten Preis geboten und die BayernLB wollte die Anteile unbedingt loswerden. Wieso Bernie einem Risikovorstand da 40Mio Bestechungsgelder zahlen sollte, verstehe ich nicht. Zumal Bernie so etwas niemals tun würden, wenn es unnötig ist.
Da glaub ich schon eher die Erpressungsvariante von Bernie. Sprich Ecclestone hat die Kohle als Schweigegeld bezahlt, damit Gribkowsky ihn nicht bei den Steuerbehörden anschwärzt. Dabei soll es für Bernie ja nur um eine Kostennutzungsrechnung gegangen sein. Also ein längjähriger Prozess hätte ihn mehr Arbeit und damit Geld gekostet, als Schweigegeld zu zahlen (Bernie spricht von 20mio).

Für noch realistischer halte ich aber die Variante, dass Gribkowsky bei Verkauf der F1 Anteile dafür hätte sorgen können, dass Bernie als F1 Promoter, bei der FOM und bei Delta Topco abgewürgt wird und somit nicht mehr der „Zampano der Formel 1“ wäre. Ich glaube das ist Bernie einiges wert.

Nun, die Frage warum ist er nicht in Hockenheim erschienen, trotz seiner Ankündigungen: Ich glaube, dass er wirklich aus Angst vor einer (vorrübergehenden) Verhaftung nicht erschienen. Das liegt an seiner neuen brasilianischen Freundin, die er ja angeblich nur zu Gemahlin nehmen will, um im Fall der Fälle in Brasilien eine längere Aufenthaltserlaubnis zu erhalten ;) Aber auch das sind ja nur Unterstellungen.

Ihm pauschal zu unterstellen, dass er in den Knast gehört, halt ich damit wirklich für überzogen. Es kann aber gut sein, dass er dahin muss.

ha #5

Was Du so twitterst … Ich glaube, Wissenschaftler sind seit Jahrzehnten Freunde der Yamswurzel Hebelverhältnisse und ähnlicher Daten. Mehrheitlich. Und Sportmediziner haben noch mehrheitlicher gelegentlich Probleme, den Wert von eher unorthodoxen (Feld-)Studien >> Methylhexanamin >> Blake & Co. anzuerkennen. Und einem wie Conte hat selbst die Wada nicht geglaubt, als er auf jamaikanische Merkwürdigkeiten aufmerksam gemacht hat.

Oder so ähnlich.

Jens Weinreich #6

Die Hebel, ha, die Hebel!

ha #7

Bin dennoch gespannt, ob Blake ihn aushebelt. Oder Gatlin, dieser andere Feldstudienteilnehmer. Machte heute einen ziemlich idealgehebelten Eindruck.

Elbkahn #8

Unbändig ist des Meisters Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft! , sagte mal ein weiser Mann zu mir – oder mein Physiklehrer

McCluskey #9
Gua #10

Nein, das ist alles Luftwiderstand und Körpergewicht und so:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1824025/

Jens Weinreich #11

@ McCluskey #9: Darüber haben wir ja gewitzelt. Schau Dir mal rechts oben meine Tweets an. Habe den Text bereits „empfohlen“, wo ausgerechnet Kindermann als Kronzeuge aufgerufen wird, und dabei auch auf die Kindermann-Summary bei Cycling4fans verwiesen.

Etliche Weihnachtsmann-Gläubige unterwegs, so rund um die Spiele.

Dieser absurde Beitrag aus dem Deutschlandfunk, den gua # 10 verlinkt hat, zählt auch dazu. Okay, war zur allgemeinen Erheiterung gedacht, dieser Link auf so genannten Qualitätsjournalismus.

Alex #12

Mit Rückenwind und einer besseren Reaktionszeit könnte Usain Bolt übrigens noch viel schneller laufen, hat ein britischer Mathematik-Professor (PDF) berechnet. Echt jetzt.

mb #13

@alle, hat jemand in den letzten Tagen Rogge gesehen?

Ralf Fenge #14

In der ARD wurde gerade gesagt, die Ordner hätten einen Fehler gemacht und schon eingestanden, Schwarzkopff hat wohl doch Silber!

Thomas #15

Laut Schwarzkopf ist Sie doch nicht DNF, die Briten haben eine andere falsch laufen (Bahn 6) sehen aber erstmal ausversehen Schwarzkopf disqualifiziert. Nun ist Schwarzkopf auf dem Weg zur Zeremonie.

Jens Weinreich #16

In den offiziellen Listen ist sie immer noch disqualifiziert,

ha #17

#10/#11
Ihr seid echt wissenschaftlich nicht auf der Höhe. Doch bekannt, dass selbst die Luft zurückweicht, wenn der Blitz sich entlädt! Neuesten Berechnungen aus St. Neville und kids zufolge ist das dann so, als ob er nur mit 1,30 Körperhöhe über die Bahn hebelt.

Belest euch mal statt zu hören!

mb
Die zurückgewichene Luft baut sich mutmaßlich um Rogge auf. Ohne jetzt deren Fluchtwege berechnet zu haben.

Ralf Fenge #18

Im Internet ist sie auf der offiziellen London-Seite jetzt auch zweite… super Lauf war das!

mb #19

Frau kann 100m auch ohne Zahnspange gewinnen.

ha #20

Die Ex-Zahnspange. Nicht Jeter, einst hebelmäßig betreut von Mark Block und John Smith. Dass das nur noch zu Silber reicht. Gegen die Yams.

mb #21

ARD zerstört die Stadionstimmung übrigens gerade mit einem Nachrichtentelegramm. Das wollte ich heute immer schon mal sehen. Außerdem die Ankündigung: Van Almsick wird gleich im Studio analysieren.

Alex #22

Keine Zahnspange, nirgends. Aber eine „süße Zahnlücke“ bei Blessing Okagbare, wie den ARD-Kommentatoren (sicherlich ganz ohne Hintergedanken) aufgefallen ist.

mb #23

Siebenkampf-Siegerehrung könnte sich laut ARD/Kurschilgen verzögern, weil wieder Proteste eingelegt wurden.

mb #24

@jw, danke für den Hinweis auf die bevorstehende Siegerehrung Siebenkampf. Sicher werden die ARD-Tagesthemen auch gleich beendet sein.

ha #25

Und als Ausblick kann man dann ja mal festhalten, dass morgen die Hebelsachverhalte vielfältigst aufeinandertreffen.

JB #26

Mir ist die letzten Tage aufgefallen das der Jubel bei der Vorstellung der Deutschen Teilnehmer doch immer etwas lauter ist als bei den anderen. Gerade beim Schwimmen und der Leichtathletik ist das gut zu bemerken.

Ist das ein „Tontrick“ der öffentlich, rechtlichen? Gerade bei dem extrem freundlichen Verhältnis das der durchschnittliche englische Sportfan mit Deutschland hat, kommt mir das irgendwie seltsam vor.

Hartplatzheld #27

Vielfältige Hebelverhältnisse – großartig.

Jens Weinreich #28

@ JB #26: Kann ich nicht bestätigen. Mein Ohren funktionieren vorzüglich, ganz anders als meine Augen.

Ich halte das für einen Tontrick. Oder sagen wir: einen akustischen Hebel.

Jens Weinreich #29

@ Hartplatzheld: Du bist eben ein Feinschmecker. Lies bitte auch die letzten beiden Worte in #28.

Davidoff #30

@13 MB Ich meine Rogge vorhin bei den Bahnradwettbewerben gesehen zu haben im Zuschauerrang.

mb #31

@davidoff, danke.

Gua #32

2 / 8

Ach ein fröhliches Hebeln morgen!

AndreD #33

Der Physiker ist ja naiv! Was wäre denn erst möglich, wenn flächendeckend und systematisch gedopt würde!?!?!

scanplus60 #34

Noch ein Nachtrag zu Deutsches Haus/Kristin Otto: Dem Moderator wird es wohl ähnlich wie vielen der hier mehr oder weniger sachlich daherplappernden Diskutanten gegangen sein: Er kennt den Namen höchstens vom ZDF-Fernsehstudio her und weiß nichts von 6 OL-Siegen. Denn das waren ja keine DEUTSCHEN Goldmedaillen sondern DDR-Erfolge. Auch dieser Tatbestand – das Herabwürdigen und Nicht-zur-Kenntnis-nehmen der Siege der anderen, falschen „Deutschen“ – finde ich 22 Jahre nach der Einheit einfach nur zum kotzen. Weit vor den hier gern behandelten Aufregerthemen Doping, Hebel aller Art und spitzfindigen Kritteleien an den ÖR-Reportern. Den Gipfel dieser „ausgewogenen“ Berichterstattung lieferte die „Größte Regionalzeitung von eigenen Gnaden“ – WAZ – in einer Fortsetzungsserie „Die zehn…“ im Hinblick auf London 2012.
Der Titel: Die zehn deutschen Höhenflüge der Olympischen Spiele
(Über die Auswahl der Beispiele kann man gern trefflich streiten und gegen Namen wie A. Harry, M. Groß, Reiter Winkler, Steffi Graf ist nichts einzuwenden, dann schon eher sich wundern warum die DDR-Wasserspringerin H. Krämer als einzige ihres Landes auftaucht)
Jetzt der Originaltext, der mich so erbost hat:

1972 in München, die deutsche Leichtathletik-Sternstunde
Klaus Wolfermann gewinnt Gold im Speerwerfen, Hildegard Falk stürmt zum Sieg über 800 Meter, Bernd Kannenberg geht über 50 Kilometer zum Gold, Heide Rosendahl holt Gold im Weitsprung und in der Sprintstaffel, und dann noch Ulrike Meyfarth (großes Foto). Die 16-Jährige verzaubert das Stadion und fliegt über 1,90 Meter zum Hochsprung-Gold. Die Sternstunde der deutschen Leichtathletik.

Wenn es schon eine „Sternstunde der DEUTSCHEN Leichtatletik war, warum kann man da 2012 nicht die klaren Fakten vermelden: Bundesrepublik 6 Gold, 3 Silber, 2 Bronze – dazu DDR mit 8 Gold, 8 Silber und 4 Bronze – mit vollem Recht also eine STERNSTUNDE der DEUTSCHEN Leichtathletik! Diese Art der Nichtkenntnis in voller Absicht oder nur aus Unkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch alle Medien der alten Hemisphäre, ob schreibend oder sendend.

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