#FIFAcorruption, die Einstellungsverfügung zum ISL-Korruptionssystem

 •  • 9 Comments

Das nächste Kapitel in der Causa ISL (bitte ruhig mal diese vielen Beiträge durchklicken, da erfährt der geneigte Leser alles) ist geschrieben. Es wird mal wieder brenzlig für den Sepp. Nach einer Ewigkeit darf nun endlich die Einstellungsverfügung im ISL-Korruptionsverfahren vom Juni 2010 veröffentlicht werden. Danke an Jean Francois Tanda (Handelszeitung), James Oliver (BBC Panorama) und an die Kollegen vom Beobachter und der Sonntagszeitung, dass sie durchgehalten haben – bis das Schweizer Bundesgericht nun die Veröffentlichung jener Unterlagen anordnete, die nach dem (ursprünglichen Willen) von FIFA und der korrupten Führungsclique nie hatten veröffentlicht werden sollen. Nicht vergessen: Deshal…



Das nächste Kapitel in der…
Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.
Journalismus finanzieren

Diesen Artikel
#FIFAcorruption, die Einstellungsverfügung zum ISL-Korruptionssystem
0,29
EUR

Olympiaticket 2018
Komplette Berichterstattung @PyeongChang2018, Archivzugang, 1 Heft SPORT & POLITICS
29,00
EUR

Halbjahres-Abo
6 Ausgaben des Magazins SPORT & POLITICS, 1/2 Jahr alle Inhalte des Blogs – inkl. 1.250 Archivbeiträge, IOC-Ebook
49,00
EUR

Jahresabo Magazin & Blog
12 Ausgaben des Magazins SPORT & POLITICS, 1 Jahr alle Inhalte des Blogs – inkl. 1.250 Archivbeiträge, IOC-Ebook
89,00
EUR
Powered by
ha #1

Finde das auch großartig, dass Journalisten das geschafft haben und dass nun – über die Querverweise, auf die Du hingewiesen hast zu P 1 (i.e. Blatter) – seine Mitwisserschaft und Beteiligung (die Überweisung der Havelange-Million) klar belegt ist.
Umso schlimmer, dass sein Täuschungsmanöver nun greift, dass vermeintlich “objektive Berichterstattung” (also Blatter zu zitieren mit dem angeblichen Erfreutsein über die Veröffentlichung, mit seiner angeblichen Nichtbeteiligung, die ja nur sagt, er ist nicht im strafrechtlichen Sinne zur Verantwortung zu ziehen) pervertiert wird zur Wahrheitsbeugung.

Was mich nun, zugegeben, am meisten interessiert: Ob das IOC seine Ethikkommission einschaltet. Prognose: “Reformer” Rogge wird verzichten.

B.Schuss #2

eben lief dazu auch was in den Nachrichten im Radio, WDR2. Muss ja für dich, Jens, eine recht große Genugtuung sein, dass das jetzt veröffentlicht wird. :D

hilti #3

Ist denn jetzt bekannt woher 2010 die 5,5 Millionen Franken kamen?

Jens Weinreich #4

@ Hiliti: Come on, lies Dir doch die Einstellungsverfügung mal durch. Ist ein wirklich interessantes Dokument, und eines der wichtigsten in diesem Business überhaupt. Da steht es drin.

Da Havelange zwar – inklusive der Beteiligung an der Scheinfirma Renford, die er mit Teixeira hatte – so etwa acht Millionen CHF kassierte, aber zum Zeitpunkt der staatsanwaltschaftlichen Erhebung angeblich nur über ein Vermögen von 5,2 Mio CHF verfügte, wollte man ihn nicht gar so sehr belasten und nicht, wie Teixeira, 2,5 Millionen zahlen lassen.

ha #5

Dazu passt auch eine Kuriosität aus dem Ganovenmilieu. Falls der google-Übersetzer das richtig ausspucktrichtig ausspuckt, gibt es zwischen Havelange und Teixeira Krach. Havelange – schreibt Juca Kfouri, einer der bekanntesten brasilianischen Sportjournalisten, auf seinem Blog – ist mächtig verärgert über seinen Ex-Schwiegersohn – und zwar deshalb, weil der so viel mehr “Provision” ;-D von der ISL kassiert hat als er selbst.

ha #6

Gleich noch eine Kuriosität, schon obligatorisch: Sylvia Schenk “regelrecht geschockt von Blatters Aussagen”, weil Korruption doch schon in den 90ern “zivilrechtlich nicht in Ordnung war”.

Das ist dieselbe Schenk, die noch vor einem Jahr – als die ISL-Sachverhalte zur FIFA einschließlich Blatters Mitwisserschaft bei Havelange längst öffentlich waren – gern Blatters Reformkommission geleitet hätte und stolz verkündete, dass Blatter ihr bzw. TI “die Bücher geöffnet” hat. Ein echtes Kleinod des Vertrauens in Transparenzbringer Blatter.

Ralf #7
pecas #8

“Sind Sie ‘P1’, Herr Blatter?”
“Ja, das bin ich.”

Press-Schlag v. Thomas Winkler:
“Ja, ich bin ein Schurke.”
(taz/13.07.2012)

ha #9

taz macht, trotz Witzigkeit ;-( , den Schenk-Unsinn mit – und damit den von Blatter. Wenn dem mit dem Strafrecht nicht beizukommen gewesen wäre, hätten die Brüder ja wohl kaum Millionen gelöhnt, um die Ermittlungen wegen Untreue / Veruntreuung einstellen zu lassen. Ist auch nach Schweizer Recht ein strafrechtliches Delikt.

Leave a Reply

required

required, will NOT be published

By clicking the following examples the respective HTML code will be appended to your comment. Use the comment preview to make sure everything looks and works as intended.

  • , ,