Testabstimmung für den 8. Mai 2011

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Wow, hat der Axel Doering die Ruhe weg. Wenn am 8. Mai in Garmisch-Partenkirchen über die Olympiabewerbung entschieden wird, fährt er nach Venedig. Der Termin stehe schon lange fest, sagt der Frontmann der Olympia-Skeptiker, Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz, SPD-Mann und Förster. Ralf wird gewiss gleich in unnachahmlicher Fleißarbeit und Qualität die wichtigsten Berichte des Tages von der Gemeinderatssitzung in Garmisch-Partenkirchen verlinken.

Hier flink der Entwurf des Wahlzettels, weiter unten darf abgestimmt werden!

So, eigentlich können wir das mal durchspielen. Voilà:

Bürgerentscheid 1: JA zu Olympia 2018!

  • nein

    68.0%

  • ja

    32.0%

Lade Umfragedaten…

Bürgerentscheid 2: Soll ein Gutachten die Rechtswirksamkeit und mögliche Sittenwidrigkeit der Verträge mit dem IOC prüfen und danach eventuell der Ausstieg aus dem Olympiaprojekt beschlossen werde

  • ja

    77.3%

  • nein

    22.7%

Lade Umfragedaten…

Falls die Bürgerentscheide 1 und 2 mehrheitlich mit Ja beantwortet werden, welche Entscheidung soll dann gelten?

  • Bürgerentscheid 2, basierend auf Fakten

    72.2%

  • Bürgerentscheid 1, die Olympia-Pauschale

    27.8%

Lade Umfragedaten…
Ralf #1

Leider gibt es noch nicht sonderlich viel…

Peter Reinbold im Merkur: Olympia-Bürgerentscheid am 8. Mai

Für die Einstimmigkeit des Gemeinderats fand auch Doering lobende Worte, an der Fragestellung des Pro-Olympia-Bürgerentscheids, die er als „Meinungsäußerung“ bezeichnete, übte er jedoch Kritik. Er kündigte Gespräche mit „unseren Rechtsanwälten“ an.

Heiner Effern in der SZ: Garmisch stimmt am 8. Mai über Olympia ab

Doch würde schon ein Sieg der Gegner genügen, um die Chancen Münchens gegen Null sinken zu lassen – das IOC sieht es als Sakrileg an, seine Verträge anzugreifen.

dpa: Garmischer Olympia-Bürgerentscheid am 8. Mai

Jens Weinreich #2

Bericht und Kommentar im GaPa-Tagblatt waren doch sehr schön. Aber das gibts wohl (noch) nicht online?

Jens Weinreich #3

Da sage noch jemand, hier würden sich nur Olympia-Skeptiker versammeln: Es gibt die ersten Pro-Stimmen.

Gua #4

Aber nicht von mir. :-)

Jens Weinreich #5

Gua, hast Du so eine Art Poll-Filter installiert, dass Du stets so schnell dabei bist?

Gua #6

Nein, aber manchmal (immer seltener?) läuft bei meinem Browser unten eine neue Artikelüberschrift durch und da klicke ich halt dann drauf.

Jens Weinreich #7

Seltener, ja. Aber wenn alles gut geht (oder wenigstens manches), dann wird es sich umso mehr lohnen, demnächst hier mitzulesen. Einstweilen bleibts beim: selten.

Ralf #8

@ # 2: Inzwischen hier verfügbar:

gap-fakten.blog.de: Bürgermeister freut sich, daß Bürger am 8. Mai zu Olympia das Wort haben!

Ralf #9

Axel Doering für nolympia.de: Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen lässt zwei Bürgerbegehren zu und stellt Stichfrage

Das Pro-Bürgerbegehren will nur den Gemeinderatsbeschluss bekräftigen. Ein mögliches Nein soll keine Auswirkungen haben. Jetzt soll zu beiden Bürgerbegehren im Erfolgsfall eine Stichfrage gestellt werden: Bürgerentscheid 1 „Ja zu Olympischen Winterspielen“ oder Bürgerentscheid 2: „Nein zu Olympischen Winterspielen“. Über die rechtlichen Auswirkungen eines möglichen Nein hüllt sich die Gemeinde in Schweigen. Wenn dieses „Nein“ eine Rechtsgültigkeit haben sollte, müsste Garmisch-Partenkirchen aus der Bewerbung aussteigen, hat aber vertraglich bereits garantiert, gerade das nicht zu tun.

Ein Ausstieg wäre nur möglich, wenn die Verträge nicht rechtsgültig sind, und das festzustellen ist die Forderung unseres Bürgerbegehrens, welche mit der Stichfrage unterlaufen werden soll.

Dj Set #10

Von mir auch NICHT! Aber trotzdem gute Idee mit de Testabstimmung ;-)

Ralf #11

Matthias Kristlbauer im Merkur: Halbzeit der Legislaturperiode: Rot-Grün verstärkt das Kräftemessen

Er fände es zwar gut, wenn München Olympia 2018 bekomme, sagte [Grünen-Fraktionschef Siegfried] Benker. Zu einer neuerlichen Bewerbung 2022 meine er aber: „Definitiv nicht.“

Ralf #12

Uli Loke für den Deutschlandfunk: mp3-Datei:

Axel Doering zur Rechtmäßigkeit beider Bürgerbegehren in Sachen Olympia 2018
Sendezeit: 30.03.2011 22:50
Autor: Loke, Ulrich
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Sport
Länge: 03:18 Minuten

Ralf #13

horizont.net: Direct Mail ist drittstärkstes Medium auf dem Gesamtwerbemarkt

Die Bewerbergesellschaft um die Olympischen Spiele 2018 in München nahm 192.000 Euro in die Hand, um potentielle Unterstützer per Direct Mail anzusprechen und um Support zu bitten. Damit war die Kampagne von „München 2018“ im Februar die werbestärkste.

medienmilch.de: 266 Millionen Euro brutto im Februar in Werbung per Post investiert

Rechtzeitig zum Besuch des Olympischen Komitees Anfang März startete die Bewerbungsgesellschaft München im Februar eine Direct Mail-Kampagne, die um Unterstützung für die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 warb. Über die beworbene Internetseite können Interessierte ihre Begeisterung für „Die freundlichen Spiele“ zum Ausdruck bringen und mit anderen teilen. Die direkte Ansprache der potentiellen Unterstützer durch Werbung per Post folgte auf vorgelagerte Werbemaßnahmen in Radio, Print und Internet.

Mit 192 Tausend Euro, die in den Versand der teiladressierten Werbepostkarte „An alle Wintersportfans“ investiert wurden, war „München 2018“ die werbedruckstärkste Kampagne, die von einem im Februar neu per Direct Mail werbenden Unternehmen gestartet wurde. Dass die Kampagne „München 2018“ bei den Adressaten ankam, zeigen die Effizienzquoten für den Bereich Direct Mail: Im Vergleich zu der Gesamtheit aller im Februar teiladressiert versendeten Werbesendungen konnte „München 2018“ eine höhere Lesequote generieren. Zudem wollte ebenso ein höherer Anteil an Rezipienten sicher auf die beworbene Aktion reagieren.

Max Heckel #14

mal ehrlich – dieser Stimmzettel ist eine Bankrotterklärung für Garmisch Partenkirchen allgemein und der Gipfel der Kommunikationsunfähigkeit beider Parteien. Völlig sinnfrei ist es, schließlich eine Stichfrage zu stellen. Kurzum: eine Abstimmung für den Papierkorb

sternburg #15

Hmm… wenn die Zahlen richtig interpretiere, dann bin ich nicht der einzige Scherzkeks, der es sich nicht verkneifen konnte, Frage 1 mit Nein und Frage 2 mit Ja, die Stichfrage aber mit 1 zu beantworten. Da kann man nur hoffen, dass die Garmischer und Partenkirchener Bürger am 8. Mai etwas mehr Pupertätsresistenz aufweisen.

@MaxHeckel: Man kann ihnen nicht alles vorwerfen: Art 18a Abs. 12 S. 3 GOBayern. Der Stichentscheid ist schlicht vorgeschrieben – und m. E. durchaus sinnvoll. Warum die Abstimmung für den Papierkorb sein soll, erschließt sich mir auch sonst nicht so unmittelbar.

Ralf #16

Sebastian Kemnitzer in der taz: Völlig unabhängig dafür

Nach taz-Informationen gab es beim BR schon länger interne Diskussionen bezüglich der Medienpartnerschaft. Wie ein Insider berichtet, sollen Juristen offen ihre Verwunderung geäußert haben, warum so eine Partnerschaft eingegangen worden ist.
[…]
Bemerkenswert ist zudem, dass Intendant Wilhelm mittlerweile im Kuratorium der Olympiabewerbungsgesellschaft sitzt.

enrasen #17

@gua #6: was heisst „läuft unten im Browser“ durch? Wie geht das?

@Stimmzettel: Wer soll den denn verstehen? Sowas muss doch ein Wähler in null komma nix verstehen: Ja oder Nein!
Aber so wird das ja zum Rohrkrepierer. Da muss man sich ja richtig reinlesen bevor ich mein Kreuzchen mache. OK, ich verstehe ja, dass es verschiedene Dinge zu beachten gilt, aber geht das nicht anders?

Ralf #18

@ enrasen:
Da es schwierig zu verstehen ist, muß man den Leuten eben vorher noch erklären, wo die Kreuzchen zu setzen sind. Und wer das Gegenteil möchte, setzt seine Kreuzchen einfach an die verbliebenen drei Stellen…

enrasen #19

so geht das auch….
den flyer kannte ich nicht, danke ralf.

Gua #20

@enrasen: Ich habe das Firefox Add-on RSS Ticker und hier den Feed aboniert.

Ralf #21

Christian Ude im Handelsblatt-Interview: „Ein negatives Votum wäre ein schwerer Rückschlag“

Juristisch gesehen kann die Abstimmung gar nicht das Aus für die Bewerbung bedeuten. Die Verträge sind alle längst unterzeichnet, das kann man nicht einfach wieder zurücknehmen.
[…]
Wir wollen neue Wohnungen bauen, die wir dringend brauchen, und zwei neue Hallen, die noch lange genutzt werden können. Ansonsten ist ja vom Olympiapark in München bis zur Skischanze in Garmisch-Partenkirchen schon alles vorhanden.

Eisschnelllaufhalle? Biathlon-Stadion? Langlauf-Stadion? Kleinschanze? Halfpipe? Trickski-Schanzen? Buckelpiste? usw. usf.

Wir würden nicht nur neue Wohnflächen im Olympischen Dorf bekommen, auch der Ausbau des S-Bahn-Systems würde sich dadurch beschleunigen.

Nur dumm, daß viele Münchener den zweiten Stammstreckentunnel gar nicht wollen. Mal ganz abgesehen davon, daß dessen Finanzierung in den Sternen steht.

Als Politiker wären wir doch auch unglaubwürdig, wenn wir private Firmen in die Pflicht nehmen würden, und sich gleichzeitig die Unternehmen, in deren Aufsichtsräten wir sitzen, nicht engagieren würden.

So kann man es natürlich auch ausdrücken…

Ralf #22

B5 Forum: Olympia 2018: Wintermärchen oder Ausverkauf?

Podiumsdiskussion mit:
Heinz Mohr, Bündnis OlympiJA
Ludwig Hartmann, MdL, Bündnis NOlympia
Michael Vesper, Deutscher Olympischer Sportbund
Axel Doering, Bund Naturschutz

Moderation: Achim Wendler

Montag, 11. April 2011
Beginn 19.00 Uhr
Gasthof Schatten, Sonnenbergstraße 10–12
Garmisch-Partenkirchen

Eintritt frei

Ralf #23

gasteig.de: Olympia 2018 – Glücksfall für München oder Desaster für Stadt und Umwelt?

Mi, 4.5.2011 / 19:00 Uhr / Vortragssaal der Bibliothek

Podiumsdiskussion mit Gegnern und Befürwortern der Olympiabewerbung:

Alexander Reissl (Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat)
Jutta Koller (Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen)
Axel Doering (Mitinitiator des Garmischer Bürgerbegehrens gegen Olympia 2018 und SPD-Kreisrat)
Christian Hierneis (Vorsitzender Bund Naturschutz München)
Moderation: Marco Eisenack

(Radio Lora München)

Ralf #24

sid: München 2018: Deutschland Hauptfinanzier

Nicht zuletzt darum, weil ein Wirtschaftsgigant des asiatischen Landes (Samsung) nicht nur Hauptsponsor des IOC ist, sondern als einer der größten Geldgeber des Weltsports gilt. Ausnahme: Wintersport. Dies ist eine deutsche Domäne.
[…]
Bei der Pressekonferenz wurde deutlich, dass die Probleme mit dem Widerstand der Grundbesitzer und dem Protest der Umweltschützer in Garmisch-Partenkirchen längst bei den internationalen Medien angekommen ist.

Ralf #25

@ # 21:

nolympia.de: Christian Ude

Ude als olympischer Lobbyist
[…]
Im April 2011 berichtete Ude auf die Frage nach dem hohen Anteil Sponsoren in Öffentlicher Hand von seinem merkwürdigen Selbstverständnis als Aufsichtsrat: “Als Politiker wären wir doch unglaubwürdig, wenn wir private Firmen in die Pflicht nehmen würden, und sich gleichzeitig die Unternehmen, in deren Aufsichtsräten wir sitzen, nicht engagieren würden? (Peer, Mathias, “Ein negatives Votum wäre ein schwerer Rückschlag?, in handelsblatt.com 5.4.2011).

Laut http://www.christian-ude.de ist Ude u. a. Aufsichtsratsmitglied bei der Flughafen München GmbH (Sponsor von München 2018). Vorsitzender des Verwaltungsrates ist Ude bei Stadtsparkasse München (die Sparkassen Finanzgruppe ist Sponsor). Aufsichtsratsvorsitzender ist Ude bei: Stadtwerke München (Sponsor), Olympiapark GmbH (Sponsor), Messe München (Sponsor) und bei den Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG (Unterstützung der Bewerbung, für Realisierung der Olympischen Bauten eingeplant).
Ein Zitat von Ude vom August 2010: “Als Aufsichtsratsvorsitzender aller beteiligten Gesellschaften – SWM und OMG, GEWOFAG und GWG – werde ich eine reibungslose Kooperation gewährleisten? (PM LH München, München 2018: Stadt klärt organisatorische Fragen, 17.8.2010).
Dazu ist Ude Aufsichtsratsmitglied der Bewerbungsgesellschaft München 2018.
Und so flossen umgehend die Sponsorengelder…

Ralf #26

nolympia.de: Die Initiatoren des Bürgerbegehrens weisen die Gemeinde auf Einhaltung ihrer Neutralitätspflicht hin

Die Gemeinde habe während der Zeit bis zum Bürgerentscheid alles zu unterlassen, was in irgendeiner Form für die Bewerbung München 2018 Stimmung machen würde. Das betrifft jegliche Werbung der Gemeinde direkt und ihrer Betriebe und Gesellschaften. Ein Verstoß gegen die Neutralitätspflicht kann eine Ungültigkeit des Bürgerentscheids nach sich ziehen.
[…]
Verwundert und verärgert sind die Initiatoren über die ständigen Einmischungen des Münchener Oberbürgermeisters Ude, der sich im Handelsblatt zu der Aussage verstieg, der Ausgang des Bürgerbegehrens habe keine juristischen Konsequenzen, da alle Verträge bereits abgeschlossen seien. Gerade darum geht es ja. Die Verträge sollen überprüft werden. Wenn sich auch hier zeigt, dass z. B. der Host City Vertrag, als sittenwidriger Knebelungsvertrag, nach deutschem Recht rechtsungültig ist, hat das sehr wohl Konsequenzen, die auch nach einem Zuschlag weiter wirken würden. Nur die Furcht vor dieser Prüfung kann die schrillen Töne aus München erklären.

Ralf #27

JW in London

Ralf #28

gamesbids.com: PyeongChang 2018 Olympic bid on track: new BidIndex results released at SportAccord

The main uncertainty in the bid’s campaign is a referendum scheduled for May 8 in Garmisch-Partenkirchen where landowners have expressed concerns about the environmental impact of a ski venue.
[…]
Annecy: 52.77 (-2.26)
Munich: 62.31 (+0.66)
PyeongChang: 64.99 (+2.59)

Ralf #29

Merkur: S-Bahn-Tunnel: Freitags soll der Vertrag stehen

Was aber geschieht, wenn München den Zuschlag für Olympia 2018 nicht erhält? Zeil: „Wir rechnen ganz fest mit den Spielen. Ich kann mir gar keine andere Entscheidung vorstellen. Ich spekuliere gar nicht über einen anderen Ausgang.“

Ralf #30

Jens Hungermann in der Welt: Duell der schönen Eisprinzessinnen

Auf einer Versammlung der internationalen Sportjournalistenvereinigung AIPS neulich soll Kim sich nicht eben als fachkundige Olympialobbyistin präsentiert haben. Ihre einzigen Sätze auf Englisch waren demnach sinngemäß „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“.
[…]
Während Befürworter wie Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) Optimisten mimen („Die Verträge sind alle längst unterzeichnet, das kann man nicht einfach wieder zurücknehmen“), ermahnten die Gegner aus der Initiative „NOlympia“ gestern Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid per offenem Brief, die Gemeinde habe „während der Zeit bis zum Bürgerentscheid alles zu unterlassen, was in irgendeiner Form für die Bewerbung München 2018 Stimmung machen würde“.

max #31

mit dem Bidindex schaut es ja mehr als gut aus – die Zweiten sind meist die Ersten, bei Winterspielen sowieso. Keine Gefahr also auch für den S-Bahn Vertrag

Ralf #32

ludwig-hartmann.de: Honorarzahlungen der Bewerbungsgesellschaft an Katharina Witt?

Ist es korrekt, dass Katarina Witt, die für die Bewerbung Bayerns um die Olympischen Winterspiele 2018 engagiert ist, ein Tageshonorar im oberen vierstelligen Eurobereich von der Bewerbungsgesellschaft erhält?
[…]
Nein. Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH erstattet Frau Witt lediglich Auslagen und leistet keine Honorarzahlungen.

ludwig-hartmann.de (03.03.11): Aktuelle Finanzsituation der Bewerbungsgesellschaft um die Olympischen Winterspiele 2018

Nach Mitteilung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH waren bis zum 22.02.2011 folgende Berater bzw. Beratungsunternehmen für die Gesellschaft tätig:
Auftragnehmer Beratungsgegenstand
George Hirthler – Planung Bid Books
Markus Kecht – International Communication
Carlos Garcia – International Media
Jon Tibbs – International Communication
Albert Speer & Partner GmbH/Pro
Projekt: Planungsmanagement und Projektberatung GmbH (ARGE München 2018) – Masterplanung, Projektkoordination
Deloitte & Touche GmbH – Beratung/Erstellung OCOG-Budget Bid Book
Dieter Kühnle – International Relations
Norton Rose – Beratung/Umsetzung Rechtsanfragen
Michael Payne – Strategische Beratung
Emma Newberry – International Relations
Heller & Partner – International Communication
Martin Newman – International Communication
Weber Shandwick France – International Communication
Dunsar Media – International Communication
Abold GmbH – Vorbereitung Evaluierungskommission
Deutsche Sporthochschule Köln/ Ökoinstitut e.V. – Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept
Das Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt 10,36 Mio. €.

feuerindenalpen.com: Kein Olympia-Gigantismus mehr! – Feuer in den Alpen in der Nacht vom 13. auf den 14. August 2011

mb #33

Am kritischen grünen Olympiahimmel leuchtet auch weiter nur ein einziger politischer Stern. Das ist Parlamentarismus zum Anfassen!

Ralf #34

Sebastian Kemnitzer in der taz: Die Münchner in London

Aktuell betrage die Lücke noch 4 Millionen Euro, erklärte Münchens OB Ude vor wenigen Tagen. Dabei hat Ude ein 2009 aufgenommenes Darlehen von 2,72 Millionen Euro bei seiner Rechnung einfach rausgelassen – offiziell fehlen immer noch knapp 7 Millionen Euro.

Laut Aussage von Ude würden aber momentan konkrete Gespräche mit einem weiteren Unternehmen laufen. Nur: Welchen Anreiz soll ein Unternehmen haben, drei Monate vor der Entscheidung einzusteigen? Das große Olympiagetrommle ist vorbei – das fand seinen Höhepunkt beim Besuch der IOC-Evaluierungskommission im März.
[…]
Sotschi hat Salzburg im Rennen um die Spiele 2014 ausgestochen. Von den Salzburger Olympiaplanern hat Markus Kecht weit mehr als 100.000 Euro erhalten. Über Sotschi schrieb er nun als tz-Reporter: „Olympia ist ja viel mehr als bloß eine große Baustelle mit anschließender Sportveranstaltung und Riesenumsatz. Das spürt man in Sotschi, auch jetzt schon.“

Eben jener Herr Kecht verfasste dann im Februar einen Artikel für den Münchner Merkur über die alpine Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen. Der Titel: „Tolle Bilder als Visitenkarte für Olympia“. So sind sie, die olympischen Spin-doctors. Für den Moment geben sie alles und sind treu – aber trotz 10,36 Millionen Euro werden sie ihr Herz wohl auch nicht München schenken. Neue Olympiabewerbungen kommen bestimmt.

Ralf #35
Ralf #36

Deutschlandfunk-Interview mit JW: mp3-Datei:

Bilanz der Messe „Sport Accord“ in London
Sendezeit: 10.04.2011 19:38
Autor: May, Philipp
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Sport
Länge: 06:24 Minuten

Marko Lehmann #37

Respekt, Herr Weinreich.

Dieses DLF-Interview kommt dem Journalismus, wie ich ihn mir vorstelle, ziemlich nahe. Positive und negative Fakten erwähnt. Die eigene Meinung einfließen lassen, aber dem Hörer genug Raum zur eigenen Wertung gegeben. Weiter so.

Otto #39

Brinkmann in Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 12.04.11: „Hitzige Diskussion im Schatten“:
http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-garmisch-partenkirchen/hitzige-diskussion-schatten-1202030.html

„[…] Applaudierten Befürworter und Gegner der Olympia-Bewerbung anfangs noch jedem Redner höflich, ließen sie im Lauf der Podiumsdiskussion ihren Gefühlen freien Lauf. „Lügner“, „Heuchler“ und ähnliche Beleidigungen mussten sich die vier Männer an den Mikrofonen gefallen lassen, die manchmal angesichts des Lärmpegels im vollen Saal des Gasthofs Schatten kaum zu verstehen waren. […]“

Ralf #40
Ralf #41

Michael Roehl für den Deutschlandfunk: mp3-Datei:

OlympJA gegen NOlympia
Sendezeit: 13.04.2011 10:10
Autor: Roehl, Michael
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Länderzeit
Länge: 69:45 Minuten

10:10 Uhr
Journal am Vormittag
Länderzeit
Einfach eine Nummer zu groß? In Garmisch-Partenkirchen gehen die Proteste gegen Olympia 2018 weiter
Gesprächsteilnehmer u.a.:
– Jörg Weber, Leiter der Stabsstelle München 2018
– Dr. Marcel Huber, CSU, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei
– Dr. Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes
Moderation: Michael Roehl

Tilmann Kleinjung für Deutschlandradio Kultur (04.04.): Weiße Elefanten im Skigebiet – Turin fünf Jahre nach Olympia

Otto #42

Bayerisches Fernsehen, Kurz-Beitrag der Diskussion in Garmisch-P. vom 11.04.:
„Olympia 2018 Wintermärchen oder Ausverkauf?“

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/sport-in-der-abendschau/olympia-2018-befuerworter-gegner-ID1302681075183.xml

Die gesamte Diskussion vom 11.04. wird am Ostersonntag, 24.04.2011, im Bayerischen Rundfunk auf B5 übertragen. Beginn 11 Uhr.

Ralf #43

BR-Video: Olympia-Werbung: Dein Freund und Meinungsmacher

„Keine Macht den Drogen“ – Dieser Schriftzug prangt auf bayerischen Polizeiautos. Eine gute Sache. Seit drei Wochen kleben dort aber auch Pro-Olympia-Aufkleber. Kommt dann bald der Sticker für die dritte Startbahn am Münchner Airport? Wie neutral ist die Polizei?

Eberhard Spohd #44

Tja, Herr Weinreich,

da will ich was erzählen und weiß gar nicht, wo der richtige Ort dafür ist. Hier ist es komplett off topic, das weiß ich schon. Aber im Zweifelsfall verschieben Sie einfach diesen Kommentar an die geeignete Stelle, gell?

Denn von wegen „don’t mix politics with games“, gerade die Chinesen haben heute vor 40 Jahren bewiesen, dass Sport und Politik sehr fruchtbar zusammenwirken können. Denn an diesem Tag spielte die amerikanische Tischtennis-Nationalmannschaft in China gegen die, mutmaßlich unglaublich überlegenen Kollegen aus dem Reich der Mitte. Das war der Beginn der Ping-Pong-Diplomatie, ohne die China die Spiele wahrscheinlich nicht ausgerichtet hätte, Hu Jingtao seinen Satz so nie hätte sagen können und diese Site ein ganz anderes Motto hätte. Und das alles nur, weil der langhaariger Hippie Glenn Cowan den Bus verpasst hat.

Eberhard Spohd

indykiste #45

Zwei neue Gesichter im Kuratorium der Bewerbungsgesellschaft

Das Kuratorium der Bewerbungsgesellschaft München 2018 unter Vorsitz von Katarina Witt bekommt prominenten Zuwachs. Mit Prof. Dr. h.c. Roland Berger, dem Gründer und Ehrenvorsitzenden der internationalen Strategieberatung Roland Berger Strategy Consultants, und Dr. Dieter Graumann, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, erhält die Bewerbungsgesellschaft zwei neue zusätzliche Kuratoriumsmitglieder. Somit wächst die Zahl der im Kuratorium versammelten Fürsprecher der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 von bisher 25 auf nunmehr 27 prominente Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion an.

Ralf #46

Axel Doering im Deutschlandfunk-Interview mit Herbert Fischer-Solms: mp3-Datei:

Interview mit Axel Döring – Sprecher der Olympiagegner in GAP
Sendezeit: 17.04.2011 19:23
Autor: Fischer-Solms, Herbert
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Sport
Länge: 04:48 Minuten

Ralf #47

B5 aktuell, Forum: Olympia 2018: Wintermärchen oder Ausverkauf?

Die ganze Podiumsdiskussion hören Sie am Ostersonntag, 24. April, von 11 bis 12 Uhr auf B5 aktuell.

Ralf #48

sda: Olympische Winterspiele 2022: Bundesrat setzt Arbeitsgruppe ein

Die Arbeitsgruppe soll die Kostenschätzungen für Sicherheit und Infrastruktur überprüfen. Vor allem bei diesen Kosten müsste der Bund den Kandidatenorten finanziell unter die Arme greifen. Die geschätzte Beteiligung des Bundes liegt bei 30 bis 40 Millionen Franken.

Soll das ein Scherz sein? Oder hat die sda eine Null unterschlagen?

Ralf #49
Ralf #51

B5-Forum: mp3-Datei:

Olympia 2018 – Wintermärchen oder Ausverkauf? Was würden die Spiele für die Marktgemeinde bedeuten? Eine lebhafte, kontroverse Podiumsdiskussion mit Heinz Mohr (OlympiJA), Michael Vesper (Deutscher Olympischer Sportbund), Axel Doering (Bund Naturschutz) und dem grünen Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann (NOlympia).

nolympia.de: Veranstaltung in Garmisch-Partenkirchen

Donnerstag 28. April, 19 Uhr
Gasthof Schatten

Merkur: Olympia 2018: Leser fragen, Experten antworten

Gut eine Woche zuvor, am Freitag, 29. April, lädt das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt zu einer Diskussion ein: Bürger haben die Gelegenheit, Vertreter beider Seiten zu befragen und mit ihnen zu debattieren. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Bayernhalle.

Auf dem Podium sitzen dabei zunächst der Vorsitzende des Vereins OlympiJa, Heinz Mohr, und der Sprecher von NOlympia, Axel Doering. Sie werden sich den lokalen Themen und Aspekten widmen. Gibt es politische Fragen, steht auf der Seite der Befürworter Staatsminister Marcel Huber (CSU), Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, und auf der Seite der Gegner der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Dieter Janecek, bereit.

Ralf #53

Sebastian Kemnitzer in der taz: Wirbel um Aufkleber auf Polizeiautos – Staatsaufgabe Olympia

Die Antworten des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann auf eine schriftliche Anfrage von zwei grünen Landtagsabgeordneten fielen kurz, deutlich und – wie gewohnt – ein bisschen arrogant aus.
[…]
Die Polizeigewerkschaften dürften Herrmanns Schreiben als Affront empfinden. Auf die Frage, ob es innerhalb der letzten 15 Jahre schon einmal Protest seitens der Polizei gegen solche Werbeaufkleber gegeben habe, antwortet der Minister: „Weder von Seiten der Polizeibeschäftigten noch von Berufsvertretungen gab es bisher Kritik an der Anbringung von Image- und Werbeaussagen auf bayerischen Polizeifahrzeugen.“

Ist da jemand ein wenig vergesslich? Zur Erinnerung: Mehrere Polizeigewerkschaften haben gegen die Olympia-Papperl rebelliert, mit internen Flugblättern, aber auch öffentlich.

Ralf #54

nolympia.de: Flyer: Bürgerinitiative “Gegen den Ausverkauf unserer Heimat? informiert

Die Kosten für Sportstätten und Infrastruktur, die in die Zuständigkeit von Garmisch-Partenkirchen fallen, betragen laut Bid Book über 60 Millionen € !! Selbst wenn wir 2/3 als Zuschüsse bekämen, verblieben immer noch ca. 20 Millionen als von der Marktgemeinde zu zahlender Betrag! Bei einem Schuldenberg von jetzt schon weit über 100 Millionen € bedeutet dies ein unverantwortliches Risiko für die Zukunft von Ga-Pa.

mobile #56

Merkur: Über Sinn und Unsinn von Olympia

Mit diesem verhetzenden Artikel (Printausgabe, hoffentlich bald im Gap-fakten-blog; http://www.gap-fakten.de) reiht sich der MM in die lange Reihe von Propagandablättern.
In dem Artikel steht NICHTS zur Sache.
Döring wird vorgeführt und an den Pranger gestellt.
Hier geht es einzig und allein darum, Stimmung zu machen. Sonst geht es hier um rein gar nichts.

Den Zeitungsmachern ist bewusst, daß der Ort gespalten ist. Statt hier vernünftig und sachlich zu argumentieren vergrößern sie den Graben der sich durch den Ort zieht.
Bravo MM!
So hetzt man das Volk auf!
Ein Meisterstück in längst vergangener Polit-Propaganda ist gelungen. Ihr Artikel sollte nachfolgenden Generationen von Journalisten als abschreckendes Beispiel dienen.

mobile #57

Ich muß mich korrigieren.
Der Artikel, der hier online zu lesen ist, ist annehmbar und sinnig und nicht verhetzend geschrieben.

Meine Kritik bezieht sich auf den Artikel in der Print-Ausgabe des MM.
Bitte lesen Sie beide selbst, der Unterschied ist gravierend!

Ich hoffe er ist bald auf Gap-fakten zu lesen.

mobile #58
Ralf #60

Matthias Kristlbauer im Merkur: Stammstrecke: Ramsauer verursacht Riesen-Wirbel

P. Fahrenholz, M. Völklein und M. Szymanski in der SZ: Ohne Olympia kein Tunnel

gruene-fraktion-bayern.de: S-Bahn-Röhre: Fehlplanung endlich beenden!

Wochenanzeiger München: Arbeiten am Marienhof zur zweiten Stammstrecke zu früh?

Ralf #61

Hier steht das TED-Ergebnis zu lesen:

Was glauben Sie: Wie stimmt Garmisch-Partenkirchen ab?
Für Olympia: 41,86 %
Gegen Olympia: 58,14 %

Ralf #62

nolympia.de: Bürger des Landkreises Garmisch-Partenkirchen gegen Olympia

Diese Anzeige, die heute im “Kreisboten? erschienen ist, wurde von 300 Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis unterzeichnet.

Ralf #64

Markt Garmisch-Partenkirchen: Bürgerentscheide am 8. Mai

Außerdem finden Sie hier am Sonntag, 08.05.2011 ab ca. 19:00 Uhr die Schnellmeldung sowie voraussichtlich ab Montag, 09.05.2011, ca. 17:00 Uhr das amtliche Endergebnis.

Ralf #65

Michael Watzke für den Deutschlandfunk: Olympi-Ja oder NO-lympia? – Die Bürger in Garmisch-Partenkirchen entscheiden

Die große Olympiaschanze. Die ist fertig, da braucht man überhaupt nichts mehr dran machen und tun.

Merkur: FIS fordert: Windnetze, sonst kein Neujahrsspringen mehr

Daneben die sogenannte kleine Olympiaschanze. Die müsste neu gebaut werden. Würde mit erheblichen Fördermitteln passieren. Auf Garmisch-Partenkirchen kommt da keine nicht stemmbare Belastung zu. Und damit wäre diese Anlage auch wieder saniert.

Bis heute stehen die endgültigen Kosten der Großschanze nicht fest!

Ralf #67

Radio LORA (04.05., 54:22 min): Olympia 2018 — Glücksfall für München oder Desaster für Stadt und Umwelt?

Silke Lode in der SZ: Fehleranalyse

Aus dem Kreis der Gegner hatten sich die Veranstalter nur die Münchner Grünen-Chefin Katharina Schulze ins Haus geholt, die souverän die Kritik ihrer Mitdiskutanten konterte und die teils negative Stimmung des handverlesenen Publikums gegen sie an sich abprallen ließ.

Sebastian Kemnitzer in der taz: Garnix-Partenkirchen?

Peter Reinbold im Merkur: Am Sonntag im Live-Ticker: Abstimmungs-Hürde für Olympia

Ralf #68

Elmar Voltz für den Deutschlandfunk: mp3-Datei:

Die Stimmung in Garmisch-Partenkirchen vor dem Bürgerentscheid
Sendezeit: 06.05.2011 22:55
Autor: Voltz, Elmar
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Sport
Länge: 01:58 Minuten

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