Was zu Berlin passt …

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Endlich mal etwas Unverfängliches. Wer hätte das gedacht: Das Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin ist ein – Bärchen.

Das Vieh (© BOC 2009) wurde gerade bei Kerner vorgestellt und braucht noch einen Namen. Die Pressemitteilung vom Donnerstag:

Klaus Wowereit freut sich über die Präsentation des Maskottchens an prominenter Stelle: „Dieser sportliche und freundliche Bär passt zu Berlin und zur Leichtathletik-WM. Er wird erfolgreich das weltgrößte Sportereignis dieses Jahres präsentieren.“

Dr. Clemens Prokop, geschäftsführender Präsident des WM-Organisationskomitees, erläutert weiter: „Das Maskottchen soll von nun an die Leichtathletik-WM in der Öffentlichkeit präsentieren und in der Bevölkerung die Vorfreude auf berlin 2009™ weiter erhöhen. Ich bin mir sicher, dass die Leichtathletik-Fans ihre Freude an diesem Maskottchen haben werden und möchte alle Interessierten aufrufen, sich an der Namensfindung für unseren Bären zu beteiligen.“

Das Maskottchen wurde von der Schweizer Sportmarketingagentur „Infront Sports & Media“ entwickelt, die sich mit ihrem Entwurf in einem Ausschreibungsverfahren gegenüber acht Mitbewerbern durchgesetzt hat.

Mit der Vorstellung des Maskottchens in der Sendung von berlin 2009™-Kuratoriumsmitglied Johannes B. Kerner beginnt zugleich die öffentliche Namenssuche. Auf der Webseite des WM-Organisationskomitees BOC können ab dem späten Donnerstagabend alle Interessierten auf www.berlin2009.org ihre Namensvorschläge abgeben.

Ob Herr Kerner als Kuratoriumsmitglied über die WM berichtet? Oder nur wirbt? Oder beides? Ich mein‘ ja nur. Interessant auch zu wissen, dass es offenbar eine Ausschreibung gegeben hat. Das war wohl bei der Bestellung des Marketingverantwortlichen etwas anders, oder? Doch egal. Berlin, nun freue Dich!

Im Vergleich zur nicht perfekt gelungenen Olympiabewerbung 2000, als auch ein gelbes Strichbärchengesicht herhalten musste, hat sich doch was getan, finde ich. Any thoughts? Namensvorschläge, Stilkritiken und so?

Sebastian #1

Wenigstens hat er ’ne Hose an…

Hannnns #2
Jens Weinreich #3

Aber doch irgendwie verwandt, oder? Woher kommt Bumsi? Alaska? Kamtschatka? Antholz?

Tom #4

Aber laufen tut er auf der ‚Aschenbahn‘ in die falsche Richtung.

Wil #5

Wie wär`s denn mit „Ärgerlina“ als Name, frei nach JBK?

axel #6

Huch. Kein Eisbär?
Ich bin geschockt!

Name wird natürlich schwer. Hmm.
– WowiBär? Nee, zu platt…
– Johannes Bär Kerner? Na, ich weiß nicht…
– Bärbel? Nur wenn Otto die Hymne singt…

Zu schwer. Mann, Berlin, mit einem Eisbär wärs so einfach gewesen…

danbreit #7

Bruno wäre doch ein toller Name. Als laufender Problembär der Leichtathletik ;)

ha #8

Ist das nicht …Usain Bolt? 100m? Finde den Bezug eindeutig.

Ralf #9

Das Bärchen läuft doch in der Kurve! Aber irgendwie in der falschen Richtung, finde ich. Ein Geisterläufer?

Ralf #10
Herr Holle #11

Bussi Bär reloaded

enrasen #12

Die deutschen stehen halt auf so’n Blödsinn. Gibt es kein Großereignis mehr ohne Maskottchen? Marketing ist alles, Wahnsinn. Vorschlag „Wowibär“

andreas #13

Schön zu sehen das der Generalausrüster anscheint beim Maskottchen nicht mit zu reden hat. Oder werden die drei Streifen erst zu einem späteren Zeitpunkt hinzugetan?

Aber ein Geisterläufer als Maskottchen ist doch eher fraglich.

Jens Weinreich #14

Ich halt’s mit Sebastian: Lieber schlicht als ganz und gar peinlich wie Goleo. Es würde mich auch interessieren, warum der ein Geisterläufer ist. Wowibär eben.

Ralf #15

Mir hätte „Dopey“ ganz gut gefallen, aber da scheint es Urheberrechtsprobleme zu geben…

Ralf #16

zum „Geisterläufer“:

Für mich läuft der die Kurve im Uhrzeigersinn. Aber gut, vielleicht ist er ja schon auf der Ehrenrunde…

Jochen Keutel #17

Übrigens – auf http://www.berlin2009.org/269-0-maskottchen-vorstellung.html (in dem Blätterbuch auf Seite 11) läuft der Bär richtigrum. Auch in der englischen Version (http://www.berlin2009.org/269-1-mascot-announcement.html).

@Jens: Woher kommt denn das Bild, das Du abgebildet hast?

Jens Weinreich #18

@ Jochen: Das Organisationskomitee BOC hat fünf Motive verschickt, zweimal Wowi-Bär, dreimal nur der Bär – und da rennt er halt falsch herum.

Arnesen #19

Dieses Grün-Blau („Kaspers Frau!“) passt zwar zur Berliner Stadionoptik, erinnert mich sonst aber sehr an slowenische Nationalmannschaften. Also nenne ich das Vieh Medved.

Gua #20

Nichts und Niemand kommt an Zakumi ran!! <3
:D

rentner #21

Der Bär kann gar nicht anders heißen als: Jessi. Begründung: siehe 1936

Matthias #22

Ich bin für „Johann“. Wegen Geisterläufer und so. ;)

Ralf #23

@ Matthias:

In dem Zusammenhang wäre auch „Zipfel-Johann“ ganz nett… ;-)

cf #24

ich denke ja, mit der nichtberücksichtigung von knut wurde wirklich eine chance verpasst. knut ist bekannt wie ein bunter hund. knut wird geliebt. von allen! und um den namen hätte man sich auch keine sorgen mehr machen müssen… aber gut – ersatzweise hielte ich, gerade unter den momentan gegebenen umständen, den bruno wirklich für eine sehr sympatische wahl. und bekannt wäre der auch schon ein bisschen – zumindest im alpenraum.

(OT: stefan niggemeier hat gemunkelt, es sei zwischenzeitlich in aller heimlichkeit auf einem ganz anderen spielfeld das 5:0 gefallen… ich bin gespannt)

Andreas #25

Warum nicht „Goldibär“? Dann wäre Haribo zufrieden – und auch die Autoren des Goldmann-Plädoyers erführen eine symbolische Genugtuung…

mb #26

cf, Hohlspiegel-verdächtig: „Knut ist bekannt wie ein bunter Hund“.

Frage an Herrn Weinreich: Gab es denn schon einmal einen Hohlspiegel-Beitrag aus einem Blog? Neee, oder?

(pb) #27

Das beste Maskottchen, dass hierzulande jemals erdacht wurde, geht auf das Konto der SZ-Redaktion, und heisst „Krauti“, eine rennenende Wurst!

Leider finde ich kein Bildmehr davon online … irgendwo kriege ich das aber noch rausgepult.

Wie dem auch sei. Ich würde dem Bären gar keinen Namen geben. Sollen die sich bei der Agentur doch selbst den Kopf zermatern, statt uns mit solchen abgelutschten wir-binden-die-community-ein-Aktionen auf den wecker zu fallen. .

Und der Kerner lernt’s ja wohl nie, oder?
da hat er mächtig auf die 12 bekommen, weil der Hunold beim „journalistischen Werbepartner“ Kerner seien Airline börsenfit quasseln durfte. Mannometer. Kann dem irgendwer mal den Presseausweis abnehmen?

(pb) #28

okay: hier ein Link:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/521

Leider ohne Bild vom Krauti. Wir hatten es bei uns im Heft abgedruckt, aber nachdem ich im Archiv mal eben vier Jahrgänge durchgeblättert habe, ist mir die Lust vergangen. Sorry ..

JW #29

Hhm. Wie soll ich’s sagen, eigentlich wäre dies fast einen eigenen Beitrag wert. Was ich also vergaß zu schreiben: Das Falschrum-Laufbärchen ist ja ein Produkt der Firma Infront. Und deren CEO heißt?

Hhm. Blatter heißt er. Philippe, der Neffe des Großmeisters. Es bleibt also, wie oft soll ich das noch sagen, alles in der Familie.

Stefan #30

Oma sachte immer: „Grün und blau, schmückt die Sau…“ – färbt wohl auch auf Bärchen ab…

Namensvorschläge:

„Be Bär“ (angelehnt an die Hauptstadtkampgne „Be Berlin“) – oder nach alter Rechtschreibung: Biber?

Der Hang zur Verniedlichung würde auch für „Sporty“ oder „Spurty“ sprechen.

„Dopi“ – der Zusammenhang ist nur schwer herzustellen… oder?

Pecas #31

Wenn es zutreffen sollte, was ich sehe, und da halt doch 3 Streifen sind (@andreas), so käme ein ‚adibär‘ in Betracht.
Aber bitte nur kombiniert mit der Geisterläufer-Schlagzeile „Beinschuss zum Leichtathletik-Auftakt in Berlin“.
Ersatzweise zusammengefasst (‚Dopi‘ @ Stefan ist schuld): Deppi.

Stefan #32

BOLTi wäre super! Vorteil: Es kann lustig durch die Gegend rennen und ist bei jedem Foto mit drauf, denn es kann locker mithalten.
Warum eigentlich ein Braunbär? Hatte Berlin nicht mal einen sehr bekannten Eisbären? Egal, solche Maskottchen sind eh schnell vergessen, dann also auch die braune Vergagenheit.

Stefan W. #33

Haja!
Punkt 2 meiner Beobachtungen war auch: der läuft ja falsch rum!

Einen Eisbären für ein Leichtathletikwettbewerb auszuwählen, nur um sich an Knuts Erfolg anzuhängen, erscheint mir aber ebenso unpassend, wie die häufigen Verweise auf Wowereit. Naja – der Namenswettbewerb läuft ja nicht hier.

Was noch niemand bemängelt hat ist, daß die Perspektive völlig kaputt ist. Mangels Schatten kann man nicht genau sagen, wie hoch der Bär über der Bahn schwebt, aber wie man es auch nimmt – die Augen müßten, da er fast Ausgang der Kurve ist, den Betrachter fast anschauen – er kreuzt die Bahn, und läuft sie nicht entlang.

Wenn die Bahn nachträglich druntergelegt, und woanders hergenommen wurde, würde das diese schiefe Perspektive erklären.

Hirngabel #34

Ich wäre ja für „Spritzi“.

Von wegen Spritzigkeit und so. Natürlich.

Jens Weinreich #35

Jetzt sollten wir bald abstimmen. So viele schöne Vorschläge. Ad hoc, ohne dass ich es nochmal alles gelesen habe: Bolti gefällt mir, glaube ich, am besten. Habe schon so ein Abstimmungsplugin installiert, war nur zu blöd, das zum Laufen zu bringen. Einen Augenblick bitte noch.

Gua #36

(Für alle Nicht-Stammleser: Diese Aussage heißt noch nicht, dass es auch wirklich zu einer Abstimmung kommen wird.)

:P
Ja, ich akzeptiere eine Kommentarsperre bis morgen früh. ;)

Jens Weinreich #37

No way. Mindestens drei Tage.

Gua #38

Für eine Serviceinformation?!? Wie gemein :(, wobei das kein Problem darstellen wird, wenn hier so lange nichts neues kommt.

Hannnns #39

Wann geht es denn los mit der großen Abstimmung? Mit WP-Polls geht es doch eigentlich ganz einfach (http://lesterchan.net/portfolio/programming/php/), oder?!?!?

Wurden eigentlich die Namensvorschläge Ihrer Ex-Kollegen in der Rubrik „Kurze Ecke“ (irgendwann mal Ballermann …) hier schon hinreichend „gewürdigt“?

Ich kopiere mal:

KURZE ECKE
Na subär

Entwarnung: Es trägt eine Hose. Auch sonst unterschiedet sich das Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin wohltuend vom Kollegen Goleo, der Galionsfigur der Fußball-WM 2006 in Deutschland. Bei Goleo entschied man sich ohne lange nachzudenken für einen Löwen. Die Organisatoren der Leichtathletik-WM ließen dagegen ihrer Kreativität freien Lauf und entschieden sich für das Wappentier Berlins, einen Bären. Jetzt wird nach einem Namen gesucht. Die Redakteure der Berliner Zeitung helfen da gerne. Auch sie haben – wie gewohnt – um die Ecke gedacht. Jedes Ressort lieferte einen eigenen Vorschlag ab. Diese gehen nun an die Website http://www.berlin2009.org:

Politik: Bärack Obärma
Meinung: Bärlusconi
Horizonte: Bärmuda
Wirtschaft: Bärsencrash
Wissenschaft: Nils Bähr
Feuilleton: Bärliner Staatsobär
Medien: Bärtelsmann
Vermischtes: Königin Bäratrix
Sport: Bär-T (Als Nachname böte sich Vogts an).
Beste Siegchancen hat wohl der Vorschlag des Lokalen: Knut. (BLZ)

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0123/sport/0068/index.html

Jens Weinreich #40

Ja, Hannnns, das habe ich auch installiert. Bin aber noch zu dumm, es in Gang zu bringen. Heute wird es zeitlich nüscht mehr. Einen Augenblick noch, bitte.

Pecas #41

Einen Namen gibt es, der alle nur denkbar möglichen Anderen in den Schatten stellte: Jens.

Die kritische Leistung der Kür eines kommerziellen Sport-Event-Maskottchens ohne Namen, sowie der im Unterschwelligen, im Graubereich zwischen Sport, Business und Politik dümpelnde ethisch-sportpolitische Hintergrund der Thematik samt Umfeld und Hintergründen solcher Veranstaltungen (inclusive Auswahl des Maskottchens), und zum Schluss freilich auch die Forderung, bitteschön, nach einer Berichterstattung von Format über das eigentliche Thema Sport: Alles auf einmal aufgegriffen und die Latte per Internet-Plädoyer ein wenig höher gelegt: Ins Positive gewendet.

Das Maskottchen, ein auf Berlin anspielender Comic-Bär, quert 3 weltbekannte Streifen gegen den Strom: Das (ohne geeigneten Namen freilich noch etwas zu kommerziell-populistische) Bild des versierten, in Berlin lebenden Sportjournalisten.
Ausserdem, weiter ohne Anzüglichkeiten und ohne Krampf: Die schlagende physiognomische Parallele zu einem – hinsichtlich der ihm von gewissen potentiellen Despoten und despotischen Potentaten aufgenötigten Schwierigkeiten – bis dato nur Insiderkreisen bekannten, in Berlin lebenden Sportjournalisten, dessen Terrorisierung – beispielsweise durch herausragende selbsternannte Kommunikationsdiktatoren – mittels einer solchen Namenspatenschaft eine faire, substrategische Chance erhielte, zu exakt der Publicity zu kommen, von der er gerade durch seine unfairsten Feinde gezielt ausgegrenzt werden soll.

Herr Weinreich, übernehmen Sie!

Ralf #42
Gua #43

*hust* Was habe ich gesagt? ;P

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