Ich spiele schon eine Weile mein persönliches WM-Finale und und dabei wird es noch wenige Tage bleiben - bis das Ebook endlich fertig ist. Bis gleich.

Steuermittel für Eigenblutmanipulation: Originale lesen! Pflichtlektüre zum Sportausschuss

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Am Mittwoch (21. März) geheimnisst der Sportausschuss des Bundestages in gewohnt nichtöffentlicher Sitzung mal wieder zum Thema Doping in Deutschland.

Es wird verhandelt:

  • Doping an Olympiastützpunkten, Bundesleistungszentren und Bundesstützpunkten konsequent bekämpfen
    Ressortvertreter/in: Bundesministerium des Innern

… sowie …

  • Sachstand im Verfahren gegen einen Sportarzt im Zusammenhang mit Eigenblutbehandlungen am OSP Thüringen/Erfurt und Anti-Doping Verfahren gegen Athleten in diesem Kontext
    Ressortvertreter/in: Bundesministerium des Innern. Bericht: Nationale Anti Doping Agentur Olympiastützpunkt Thüringen/Erfurt, Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung, RA Dr. Engelbrecht 

Zum Themenkomplex gibt es seit 6. März einen Antrag der SPD. Ein Antrag der Grünen wird folgen, er geht etwas weiter, darin wird von der Bundesregierung gefordert:

  1. An den Olympiastützpunkten in Deutschland wird eine zuwendungsrechtliche Überprüfung der Abrechnungen sämtlicher medizinischer Behandlungsleistungen durchgeführt. Diese Tiefenprüfung erfolgt unter Beteiligung des Bundesrechnungshofes. Die Ergebnisse werden bis zum 30. Juni 2012 dem Sportausschuss und dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages vorgelegt.
  2. Zuwendungswidrig verwendete Fördergelder werden konsequent von den Olympiastützpunkten sowie ggf. anderer Zuwendungsnehmer zurückgefordert. Darüber hinaus wird bei diesen betroffenen Olympiastützpunkten die noch nicht genehmigte Förderung dieses Jahres bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes zurückgehalten.
  3. Die Olympiastützpunkte werden in die Berichtspflichten der jährlich vorzulegenden Anti-Doping-Berichte einbezogen.
  4. Der NADA werden Sondermittel aus dem Etat des Bundesministers des Innern für eine konsequente Dopingbekämpfung im Bereich des sportrechtlichen Ergebnismanagements zur Verfügung gestellt.
  5. Die Förderung für die Anti-Doping-Forschung wird ausgeweitet und soll auch eine verbesserte wissenschaftliche Wirkungsanalyse von Blutbestrahlungen umfassen.
  6. Es wird ein Gesetzentwurf vorgelegt, der die Verankerung eines Straftatbestandes der Verfälschung des wirtschaftlichen Wettbewerbs im Sport (Sportbetrug) vorsieht, um zukünftig auch wirksam gegen Sportlerinnen und Sportler ermitteln zu können.

Das wichtigste Dokument wie (fast) immer exklusiv vorab in diesem Blog, die dreiseitige Stellungnahme von Bernd Neudert, Chef des Olympiastützpunkts Thüringen:

Ich muss dazu einmal mehr sagen:

Es bleibt ein Skandal, dass sich der Sportausschuss Transparenz und Öffentlichkeit verschließt und auch dieses wichtige Thema hinter verschlossenen Türen verhandelt wird.

Es bleibt ein Skandal, dass diejenigen so genannten Volksvertreter, die Sportlobbyisten Riegert (CDU/Kapitän des FC Bundestag) und Günther (FDP), die in nichtöffentlichen Sitzung angeblich ungestört und intensiv Sachpolitik betreiben wollten, auch diesmal inhaltlich nichts beisteuern (wollen und können). Initiativen bleiben von ihnen wieder einmal aus. Ihre kindischen, desinformierten und politisch-ideologisch geprägten Pseudofragen wird es im Ausschuss gewiss wieder geben – aber eben unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Aus gegebenem Daueranlass: Journalisten, die sich in diesem Blog bedienen und die beiden Stellungnahmen zitieren, geben bitte die Quelle an: www.jensweinreich.de. Merkwürdig, dass diese Selbstverständlichkeit angemahnt werden muss.

* * *

Grit Hartmann, die in zahlreichen Beiträgen exklusiv über die Erfurter Affäre berichtete, hat sich Neuderts Stellungnahme angesehen und merkt dazu an:

Zur ziemlich exklusiven “Infektbehandlung” durch einen Sportmediziner, der sich mit dem DDR-Spitzensport recht gut auskannte, da er einst in der Sportärztlichen Hauptberatungsstelle des Bezirkes Erfurt beschäftigt war, zur Tradition der Blutbestrahlung als Dopingmethode also, ist schon einiges geschrieben und gesagt worden.

OSP-Chef Bernd Neudert mag, nun ja, etwas unbedarfter sein in medizinischen Fragen, und vielleicht war das sogar auch der Gründungschef des OSP, bis 2001 im Amt: Rolf Beilschmidt, unter dem diese “Therapie” begann, fortgesetzt wurde oder was auch immer. Beilschmidt, heute Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen, räumt recht freimütig ein, dass er zu DDR-Zeiten bewusst Dopingmittel einnahm. Das muss aber alles selbstverständlich gar nichts heißen. Wie auch nicht diese Zusammensetzung des OSP-Trägervereins, mit ein paar einschlägig prominenten “Aufsehern” wie Burckhard Bremer.

Ob das die Experten im Sportausschuss interessiert?

Interessieren müssten sie sich allerdings für das, was der OSP hier zur Abrechnung mitteilt. Es ist nicht neu, dass die Blutbestrahlungen aus Steuermitteln finanziert wurden. Allerdings tun sich in diesem Punkt ein paar neue Abgründe auf: 

  • Neudert teilt mit, dass bis Mai 2007 der OSP sogar “die Verbrauchsmaterialien für die Anwendung dieser Methode zur Verfügung gestellt” hat. Von Anfang Juni 2007 datiert die Auskunft der NADA (deren Empfang Neudert auch schon bestritten hatte ), dass deren AG Medizin sich “aus Dopinggesichtspunkten strikt gegen eine Eigenblutbehandlung eingesetzt” habe. Der OSP hat also nicht die Anwendung einer Methode unterbunden, die in der NADA immerhin mit “Dopinggesichtspunkten” in Verbindung gebracht wurde, sondern nur ein paar Spritzen und Schläuche nicht mehr bezahlt?
  • Klärungsbedarf wirft vor allem der Abrechnungsmodus beim OSP auf. Bis November 2008 seien Frankes Blutbestrahlungen, teilt Neudert mit, “an Hand seiner Honorarabrechnung nachvollziehbar”. Warum und wie, das sagt er nicht. Da war das BMI in einer Antwort vom 7. Februar (auf Anfrage für Frankfurter Rundschau/Berliner Zeitung) noch auskunftsfreudiger:

Nach nochmaliger Nachfrage beim Leiter des OSP Thüringen ergibt sich folgender Sachverhalt: Es ist richtig, dass seit November 2008 seitens des behandelnden Arztes keine Belege über UV-Behandlungen mehr vorgelegt wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt stand neben dem Namen des behandelten Sportlers die Bemerkung “UVB”. Nach November 2008 wurden im Rahmen der Honorierung der ärztlichen Tätigkeit von Herrn Franke seitens des Arztes entsprechende Vermerke nicht mehr dokumentiert. Mit aktueller Auskunft räumt der Leiter des OSP Thüringen daher ein, dass es, wie ebenfalls auf nochmaliger Nachfrage durch den behandelnden Arzt bestätigt, auch in den Jahren 2009 – 2011 mit der Honorierung der Arbeit des Arztes auch zu Bezahlungen von UV-Behandlungen gekommen ist. In welchem Umfang eine Honorierung stattgefunden habe, kann nicht mitgeteilt werden, da insoweit Herr Franke mit Hinweis auf das gegen ihn laufende Verfahren keine Auskunft gegeben habe.”

Für einen Zeitraum bis November 2008 könnten die Abgeordneten also ziemlich genau erfahren, welche Spitzenleister die aus öffentlichen Kassen finanzierte “UVB”-Fürsorge fürs Blut genossen haben. Falls sie das erfahren wollen, so “streng vertraulich” vom BMI, in ihrer nichtöffentlichen Sitzung.

Der dann geänderte Abrechnungsmodus wirft gleich mehrere Fragen auf:

  • Wie eigentlich will so ein OSP medizinische Behandlungen abgerechnet wissen?
  • Ist korrekte Dokumentation und Abrechnung von ärztlichen Eingriffen (und als solche gelten Blutentnahmen) bei Topathleten nicht erwünscht?
  • Geht es immer so pauschal zu im deutschen Spitzensport, so wie auf dem Wochenendtrödelmarkt?

Schließlich, Selbstzitat vom 11. Februar in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau:

Warum hat Franke die Blutmanipulation, mit der er angeblich nur Infekte kurieren wollte, nicht mehr explizit ausgewiesen? Schlampigkeit? Unrechtsbewusstsein? Warum machte das im Olympiastützpunkt nicht stutzig? … Weder Franke noch der OSP wollten Auskunft geben.

* * *

Der Vollständigkeit halber hier auch die Stellungnahme des Sachverständigen Georg Engelbrecht.

Der Rechtsanwalt mit CAS-Erfahrung, der in Lausanne an der Bearbeitung des Falls Walter Mayer mitgewirkt hat, sagt klipp und klar, spätestens seit 2003 stehe fest …

dass die UV Blood Transfusion eine verbotene Methode darstellt.

Er sagt außerdem:

Wenn auch Leichtathleten am Olympiastützpunkt Erfurt von dem Arzt Andreas Franke ohne medizinische Indikation behandelt worden sein sollten (egal ob per Injektion oder Infusion und egal mit welchen Blutmengen), ist das ein Dopingverstoß.

Die Mediendiskussionen, ob diese Methode überhaupt sinnvoll, zur Leistungssteigerung geeignet war oder nicht, spielt hierbei keine Rolle.”

Ralf #1

Was seit dem 12.02. geschah:

jonathansachse.de (14.02.): Erfurter Dopingaffäre: Interview mit Marcel Kittel

RN (29.02.): Causa Erfurt: Landgericht bremst WDR-Bericht

rad-net (08.03.): Deutsche Mannschaft für Bahnrad-WM benannt

Der BDR sieht unterdessen trotz der Vorkommnisse beim Olympiastützpunkt in Erfurt keinen Grund, den Sportler Jakob Steigmiller nicht für die WM zu nominieren. In einer Stellungnahme heißt es, die NADA habe Steigmiller trotz des laufenden Verfahrens bis heute nicht suspendiert.

Ralf #2

Herr Franke setzte die Methode der [UVB] seit vielen Jahren mit Kenntnis des OSP Thüringen im Rahmen der Behandlung von erkrankten Sportlern ein.

BadZ (06.02.): 27 Blutauffrischungen in Erfurt – wegen Erkältung?

Ralf #3

Robert Kempe und Hajo Seppelt für den DLF: Innenministerium auf Tauchstation – Vor der Sportausschusssitzung im Bundestag zur Dopingaffäre am Erfurter Olympiastützpunkt

Aus [Neuderts schriftlicher] Stellungnahme lässt sich ersehen, dass Frankes Position angezweifelt werden darf. Denn Neudert erklärt u.a., dem OSP sei 2007 mitgeteilt worden, dass die NADA sich strikt gegen eine Eigenblutbehandlung eingesetzt habe. Auch wenn die NADA damals noch ergänzende Informationen in Aussicht stellte, die dann aber angeblich doch nicht kamen, hat der OSP Erfurt somit von der Bonner Agentur nie eine Erlaubnis für diese Methode erhalten. Franke selbst hatte sogar nie bei der NADA nachgefragt.

Clemens Prokop im DLF-Gespräch mit Philipp May: “Wir bekommen keine Informationen” – Der Chef des Deutschen Leichtathletik-Verbandes kritisiert in der Erfurter Blutdoping-Affäre die Staatsanwaltschaft

jochen bouhs #4

stellungnahme des osp an fr. freitag: ‘….glaubhaft versichert…’ wie macht franke so etwas glaubhaft?

ha #5

Um das nachzutragen und abgesehen von den Details des Falls selbst: der Grünen-Antrag ist ja wirklich gut. Da tun doch Abgeordnete mal, was ihres Mandats ist. Das ist ja nicht zuerst, den Job von Staatsanwaltschaft und Nada zu übernehmen und zur Aufklärung des Falles beitragen zu wollen. Das ist zwar, aber nur im ersten Schritt, sich von Sachverständigen sozusagen unterrichten zu lassen – aber eigentlich ja doch: politisch mit einem Fall umzugehen.
Und das ist dieser Antrag klasse.
Und selbstverständlich wird er durchfallen. Auch wenn mindestens die Punkte 1 bis 4 konsensfähig sein sollten. Ginge es nach einem solchen Vorgang wie Erfurt um Sachpolitik für den Sport …

B.Schuss #6

@Jochen: naja, er sagt es, und die glauben es….^^

sternburg #7

Ein feiner Unterschied zu “unter Glaubhaftmachung versichert”. :)

Herbert #8

Ich warte auf denjenigen, der hier mal Klartext redet. Will jedoch wahrscheinlich keiner. Jetzt wird im stillen Hinterkämmerlein gebrütet, wie man wem sportgerichtsfest den Schwarzen Peter am Sichersten zuschieben kann. Schadlos müssen natürlich die WADA und die NADA bleiben. Wozu beinahe jedes Mittel, einschließlich der Lüge recht scheint. Riechen tut man den Gestank trotzdem gegen den Wind. Und schmierig ist es auch noch obendrauf. Der Arzt sagt´s dem OSP. Die wiederum fragen bei der NADA nach, die flugs die WADA konsultiert. Antworten gibt´s erst gar nicht. Weshalb auch ? Die Angelegenheit ist ja so glasklar, dass man die Patientenlisten gleich mal in die sportbegeisterte Welt pusten kann. Sündenböcke und Täter stehen ja in jedem Fall – was auch immer am Ende dabei heraus kommt – bereits fest: Die Sportler, die regelmäßig und wissentlich gegen den WADA-Code verstoßen.
Die mediale Korinthenkackerei zu entschlüsseln, tun sich ja nur noch wenige an. Schlecht für die Betroffenen, gut für die Benefizianten.
Glücklich die, die es da lieber mit Kant halten, der die “Vernunft als den obersten Gerichtshof einsetzt, vor dem sich rechtfertigen muss, was überhaupt auf Gültigkeit Anspruch erhebt”.

Jens Weinreich #9

Herbert, Sie sprechen in Rätseln und offenbaren wieder mal ihre Theorie von der Weltverschwörung aus Politik/Establishment/Journalismus gegen alle unschuldigen Sportler des Planeten. Nur: Nichts in Ihrer Theorie passt zusammen. Aber, schon gut, ich gebe es auf, Sie zu belehren.

Warten Sie weiter auf denjenigen, der hier mal Klartext redet.

Derweil rede ich hier, hin und wieder bis meistens, einfach mal Klartext.

Aber wir sprechen leider verschiedene Sprachen.

Herbert #10

Jens,

gut. Dann rede ich auch mal Klartext.

Ihre Verärgerung kann ich nicht nachvollziehen. Sie schießen mit Kanonenkugeln auf Spatzen.
Und außerdem übertreiben Sie. Es geht nicht gegen alle Sportler, sondern lediglich gegen einzelne. Oder haben Sie schon mal von einem deutschen Profifussballer gehört, der beharrlich des Dopings beschuldigt wird ? Gut. Dazu hat ja Matthias Sammer Klarttext geredet: Doping macht im Fussball keinerlei Sinn. Das weiß auch Dr. Müller-Wohlfahrt.

Machen Sie es sich nicht zu einfach ? Wenn die vorgetragene Meinung und vor allem die Zweifel und kritischen Bemerkungen zu journalistischen “finalen Erkennntnissen” nicht in das gewünschte (Antidoping) Weltbild passen, dann kann das ja immer nur an der geistigen Beschränkheit des Andersdenken liegen. Aber da müssten wir uns ja beide gleichermaßen auskennen. Das hatten wir ja schon mal. Nur dass viele der damalig Andersdenkenden zu heutigen Missständen aus Versorgungsopportunismus lieber schweigen.

Ich maße mir an zu behaupten, dass ich so einigermassen die Entwicklungen im Sport und vor allem in der Dopingszene – wenn auch nicht als Broterwerb und en detail – verfolge. Daher schlucke ich auch nicht jedes pauschale Dopingurteil. Ich gebe zu, mich interessieren dabei mehr die auftretenden Widersprüche als die klaren Erkenntnisse. Was mich besonders anko****, sind einerseits die regelmäßig vorweg genommenen Straftatbestände und die Ignoranz ggü. der eigenen Auffassung zuwiderlaufende Tatsachen.

Gerade diejenigen, die professionell die Übel des Systems Sport untersuchen, haben sicherlich längst bemerkt, dass weder der Sport an sich, noch seine Wettkampf- und insbesondere seine Kontrollsysteme vernünftig und für den ordinären Sportkonsumenten durchschaubar funktionieren. Die Fokussierung auf einzelne Protagonisten des Systems mag zwar notwenig sein, wird jedoch kaum das System an sich verbessern.

Und eine Frage habe ich noch: Weshalb kann ein Journalist nicht souverän damit leben, dass es zu einem konkreten Thema auch andere Meinungen gibt ? Ja, weiß ich eigentlich selber: Weil er auch nur ein Mensch ist.

Jens,
übrigens hatten Sie mir noch eine Antwort versprochen.

Jens Weinreich #11

Hebert, ihre Platzhalter (Doping im Fußball u.a.) treffen bzw betreffen mich nicht. Ich habe derlei Unsinn, den Sie da von Sammer zitieren, im Gegensatz zu Heerscharen von “Journalisten” nie verbreitet. Mein “Antidoping-Weltbild”, wie Sie schreiben, ist gar nicht so ausgeprägt. Ehrlich gesagt, interessiert es mich nicht, ob sich Idioten Blut entnehmen und wie auch immer anreichern. Sollen sie, sorry, daran zugrunde gehen – ist nicht mein Problem. Aber ich habe ein Interesse daran, dass die Öffentlichkeit von derlei ekligen Geschichten erfährt, vor allem weil Kinder davor geschützt werden müssen, vor dem System und vor den Dopern, die sich als Mediziner und Trainer und Betreuer und Funktionäre und Politiker tarnen. Und ich habe ein Interesse daran, dass diejenigen, die ihren Sport/ihren Beruf einigermaßen sauber und fair betreiben, auch einen einigermaßen sauberen und fairen Wettbewerb bekommen.

That’s it. Quiet simple.

Viel mehr habe ich zum Doping nicht (mehr) zu sagen. Beim Thema Korruption bin ich pathetischer und ausschweifender. Und wenn es darum geht, Transparenz walten zu lassen und denjeningen auf die Finger zu hauen, die Intransparenz präferieren. Ich bin altmodisch, aber genau das ist der Auftrag in meinem Job.

trebor #12

Berliner Sport-, Lobbyverband lädt Claudia Pechstein ein
Deutsche Olympische Gesellschaft LV Berlin

Frag mich immer wieder, warum der CP-Clan nicht endlich Ruhe gibt mit seiner öffentlichen Zurschaustellung. Fehlt nur noch, dass Grengel-Freund Rene Hiepen moderiert.

Klaas Faber #13

Jens,

Und ich habe ein Interesse daran, dass diejenigen, die ihren Sport/ihren Beruf einigermaßen sauber und fair betreiben, auch einen einigermaßen sauberen und fairen Wettbewerb bekommen.
That’s it. Quiet simple.

The method is and was ineffective for doping purposes. No victories were stolen.

Schuster, bleib bei deinem Leisten.

Got that?

Jens Weinreich #14

I dont know what you are talking about. Again: You did not get my point, altough I have explained my position very simple.

It is your problem. And I hope you dont start writing woolly thoughts/comments again. I am not interested in.

Klaas Faber #15

Very simple doesn’t work for me because I’m not simple. Try sophistication instead.

Jelkmann, in his Gutachten, has detailed why it was not ‘considered’ doping before January 1, 2011. You could also check yourself. Compare the banned lists of two consecutive years. Is that too much trouble?

An aside:
There is a CAS-ruling of 2003 but that was not accomodated in WADA’s regulation. It is a widespread misunderstanding that the CAS provides jurisprudence. How could it? It is a court of arbitration, not a court of law. The members of a panel are often referrred to as judges but they are not. In principle, they could be laypersons. Laypersons producing jurisprudence, that would be the day. Guess who is making a lot of noise now? Yes, one of those panel members. Great!

N.B. These lists do not carry the name Jelkmann, but WADA and can therefore be considered ‘not suspicious’ and ‘not from the Pechstein troops’.

Moreover, what was this war on doping all about? A level playing field, right? Well, the method is not even effective for doping purposes. Where is the common sense in this whole discussion?

It is much, much better to take up to 76 pills a day:

http://www.ad.nl/ad/nl/1018/Wielrennen/article/detail/2190779/2008/07/23/Tour-de-France-76-pillen-per-dag.dhtml?redirected

Sums up to about 1600 pills during a Tour de France. That tool replaced an infusion that was banned as per January 1, 2008.

This is clean sport, sport as it always was meant to be. Best doctor wins – not any charlatan – and to be specific: Franke is NOT the doctor of Quick-Step. This tool will work until the anti-doping Taliban finds an argument against 1600 pills during a TdF.

Cheers!

Herbert #16

Jens, Sie versuchen das Unterfangen des Jägers mit verständlicher Moral zu füllen. Das ist mir zu simpel. Much to simple. Der Schutz unserer Sport treibenden Kinder und Kindeskinder ist natürlich a major task. Doubtless. Aber es bleibt lediglich ein Maginaleffekt, so lange das System nicht an sich in Frage gestellt und verändert wird. Die Handwerkelei an
Einzelfehlern und – fällen – ohne die Arbeit daran diskretidieren zu wollen – hat leider mehr stabilisierende als verändernde Wirkung für das herrschende Antidopingsystem. Wenn dabei noch Rechthaberei mit dem Suchen nach der Wahrheit verwechselt wird, dann mag der Schaden sogar noch größer als der zu erwartende Nutzen sein.

Was wurde denn bisher erreicht ? Wenn man ein bisserl ehrlich ist: Wenig, wenn nicht sogar gar nichts. Ich habe leider keine Statistik parat, wie viele neue Fälle auf einen aufgeklärten Fall kommen. Vllt. kann da Klaas Faber helfen. Aber ich denke eher, dass sowohl die Anzahl der Verdachtsfälle, ausgesprochen oder nicht, und die gefühlte Größe der Grauzone zunehmen. Für mich wäre das ein Beweis, dass sowohl Vorgehen als auch System des Antidoping in Frage zu stellen sind. Wenn Prof.Thevis über 100 weder gelistete, noch derzeit nachweisbare Mittel informiert , ist doch mit bloßer Vernunft feststellbar, dass – auch wenn die WADA dieses Phänomen regelspezifisch verankern will – das System immer mehr überfordert wird. Nadelstiche, zumal subjektiv verklärte, werden die Krankheit nicht heilen.

Das Einschießen einer ganzen Branche auf eine Affäre oder besser eine Person wirkt wie ein Placebo. Falsche Prämissen nicht zu korrigieren und weiter als das Fundament aller Betrachtungen zu belassen, führen mE eher zur Blockade der Wahrheitsfindung. Nachwievor ist in der CAUSA Erfurt die Auslegung der Regeln weder der WADA noch der NADA klar. Sie bemühen dazu Rechtsgutachten. Hallo ! Das muss doch zumindest zu denken geben. Sollten etwa ab sofort die Sportler vor Behandlung Gutachten über die Regelkonformität der angewendeten Methoden besorgen ? Das System offenbart seine Schwäche und macht sich eigentlich lächerlich. Und wenn dann noch auf Kosten und Schaden der solch einem Regelwerk Unterworfenen rückwirkend rechtswirksam repariert wird, wird doch nichts wirklich geregelt.
Anstatt zuzugeben, wir hatten hier eine Lücke, wird so getan als sei das Gegenteil der Fall. Da ist man zumindest nahe der (Sport)Rechtswillkür.

Herbert #17

Ach wissen Sie, Jens. Jetzt müssen Sie auch noch meine Antwort vorab moderieren. Na gut, wenn Sie meinen.

cf #18

@herbert
ich muss dich enttäuschen. weder du noch deine ip steht hier (momentan) auf der schwarzen liste. noch nicht mal auf der grauen. wenn du also in der warteschleife landest, liegt das womöglich einfach an den lottozahlen der nächsten woche.

die wahrheit kann manchmal eben auch ganz banal sein.

Jens Weinreich #19

Oh Gott, Herbert, fühlen Sie sich bitte nicht verfolgt.

Gehen Sie einfach mal davon aus, dass es technische Hürden gibt, die manchmal eine Moderation der Kommentare von Stammkommentatoren nötig machen.

(Die technische Hürde bestand hier offenbar darin, dass das Programm beim Namen ‘Klaas Faber’ allergisch reagiert, der hier herumgeblökt und herumgehoolt hat, weshalb seine Kommentare stets in der Moderationsschleife landen.)

Aber selbst wenn jeder Kommentar in der Moderationsschleife landen und ich WordPress so einstellen würde, wäre das meine Sache und diente meiner juristischen Absicherung.

Stefan #20

Sollten etwa ab sofort die Sportler vor Behandlung Gutachten über die Regelkonformität der angewendeten Methoden besorgen ?

Man sollte bei Menschen, die haupt nebenberuflich auf komischen Schuhen im Kreis laufen oder schießen und wegrennen, nicht allzuviel Intelligenz vorraussetzen. Deshalb ist das hier ja auch nicht zuvorderst eine Affäre der Sportler, sondern des gesamten Systems, weswegen sich die Politiker auch mit allen Mitteln wehren. Wenn das mit dem Fallenlassen eines Athleten getan wäre, wäre es wohl längst passiert. Ich kann es auch verstehen, dass sich die NADA schwer tut, mal eben 1,3 Mio in ein paar Prozesse zu stecken, wenn diegleichen Politiker wie oben sie finanziell ausbluten (SCNR) lassen,* und deshalb Rechtsgutachten einholt, um das Risiko zu mindern.

*Bei Privatleuten hülfe es, die entsprechenden Politiker UV-bestrahlen zu lassen, z.B. wenn man ein Ferienhaus auf Malle hat.

Stefan #21

Jelkmann, in his Gutachten, has detailed

Now that was a funny one!

Ralf #22

Sollten etwa ab sofort die Sportler vor Behandlung Gutachten über die Regelkonformität der angewendeten Methoden besorgen?

Die Sportler könnten im Formular bei Abgabe einer Dopingkontrolle auch einfach alle aufgrund einer vorangegangenen Erkrankung notwendigen ärztlichen Behandlungen aufzählen.

Für mich steht hier ebenfalls vor allem das System am Pranger und nicht zuvorderst die einzelnen Sportler. Zumeist wird doch beklagt, daß die Hintermänner außer Acht gelassen werden. In Erfurt steht aber meines Erachtens eindeutig der behandelnde Arzt im Fokus. Sollte dieser gegen den WADA-Code verstoßen haben, was offenbar für die jüngsten Fälle von (fast) niemandem mehr bestritten wird, dann müssen aber natürlich auch die Sportler sanktioniert werden.

Herbert #23

Man sollte bei Menschen, die haupt nebenberuflich auf komischen Schuhen im Kreis laufen oder schießen und wegrennen, nicht allzuviel Intelligenz vorraussetzen.

Stefan, du bemerkst aber schon noch, was du hier zum Besten gibst ? Zumindest fahrlässig, dass Jens diesen Beitrag nicht über die Moderatorenschleife laufen ließ. :D

deshalb Rechtsgutachten einholt, um das Risiko zu mindern.

Da kann ich ja nur lachen. Erst werden Regeln von der WADA aufgestellt, die sie dann nach Jahren scheinbar grundlos – alles war ja vorher schon glasklar und eineindeutig – präzisiert und dann werden genau zu diesen Regeln Rechtsgutachten eingeholt, die der Regelgemeinschaft und nicht zuletzt den Kontrollinstanzen selbst, rechtssicher und justiziabel erklären sollen, was damit eigentlich gemeint ist. Das kann man doch nicht wirklich ernst nehmen. So wird natürlich Antidoping übermaßen teuer. Ich meine: Antidoping geht anders und ist nicht nur eine Geldfrage, sondern auch eine Intellektfrage.

TEXT

sternburg #24

Herbert, rein interessehalber: Jetzt mal rein hypothetisch angenommen, Deine Grundthese – so ich diese richtig verstanden habe -, die da lautet: “In Randsportarten werden die Doper verfolgt wie die Häretiker im Spanien der Inquisition, aber wirtschaftsmächtige Profisportler wie vor allem die Fussballer, die können dopen, bis der Hugo qualmt, denen passiert nüscht”, wenn wir also diese These mal als zutreffend annehmen (eine These, die ich persönlich, ganz nebenbei, für so unplausibel wahrlich nicht erachte und da bin ich wohl auch nicht alleine). Würde daraus dann für Dich folgern, dass es der Verfolgung der Doper in anderen Disziplinen _deshalb_ an Rechtfertigung gebricht?

Analogie aus dem realen Leben: Es gibt so Straftatbestände, da werden praktisch nur die völlig bescheuerten oder allzu gierigen Täter geschnappt. Sollte man die laufen lassen, weil die Justiz nicht mit den Mitteln ausgestattet wird, auch die anderen Täter wenigstens zu gefährden? Und nein, das ist keine rhetorische Frage und ich würde mich über eine ernsthafte Antwort freuen.

Ach, und nur interessehalber und weil ich als Mitglied der Liga zur Anwendung von Logik in Diskussionen leider dazu verpflichtet bin: Wenn Stefan sagt, dass man für die Ausübung eines bestimmten Berufes nicht zwingend über höhere Intelligenz verfügen muss, dann hat er keine Aussage darüber getroffen, welche Intelligenz diejenigen, welche diesen Beruf ausüben, konkret besitzen (und ich jetzt übrigens mich darüber hinaus nicht in eure Unterhaltung eingemischt).

@Klass Faber:

The method is and was ineffective for doping purposes.

Wo sie es gerade wieder ansprechen: Wie ist denn eigentlich noch gleich Ihre Meinung. Gesetzt den Fall, die Methode war definitiv nicht als verbotene Methode zu klasifizieren, aber die Sportler haben genauso definitiv und beweisbar die Methode für verbotenes Doping gehalten. Wären die Sportler nach Ihrer Ansicht als Doper zu verurteilen? Und würden Sie es persönlich füpr moralisch richtig halten, wenn das getan würde?

[wenn das jemand ins englische/ niederländische übersetzen würde, wäre ich ernsthaft dankbar]

Herbert #25

@sternburg

Mir fielen gerade mal Sammer und seine Fussballer ein. Genau so gut hätte ich auf die Profiboxer zeigen können. Aber egal, das Problem bleibt das gleiche.
Die Schonung dieser Sportspezis, auch wenn sie mir vorsätzlich bewußt erscheint, würde natürlich keinesfalls rechtfertigen, alle anderen ebenfalls zu verschonen. Ich zweifle die Intergrität des geltenden Antidopingsystems, nicht sein Anliegen an und kritisiere seine sportartenweit fehlende Verhältnismäßigkeit bei der Anwendung der Kontrollmechanismen. Und, noch ärgerlicher, die Fokussierung der medialen öffentlichen Betrachtungen auf “ausgewählte” Sportarten.

And here comes little help from your friend. ;)
For Klaas Faber only (from sternburg, assisted by Herbert )

The method is and was ineffective for doping purposes.

As you just again mentioned : What´s actually your opinion about ? Given the case, the method was definitely not classified as forbidden, but the athlets kept the method definitely and provabely as doping. Would the athlets considered as doper according to your opinion ?
And would you keep such conclusion as morally justified if done so.

ha #26

Schließe mich Stefan an und sogar Winfried Gassmann im anderen thread. Klaas Faber:

The method is and was ineffective for doping purposes.

That was a funny one ;-D

Once more I doubt Fabers expertise. No problem that the guy doesn’t know the facts concerning the method’s history in GDR- and Austrian sport. But he should be able to read – like Gassmann was.

Klaas Faber #27

sternburg,

Gesetzt den Fall, die Methode war definitiv nicht als verbotene Methode zu klasifizieren, aber die Sportler haben genauso definitiv und beweisbar die Methode für verbotenes Doping gehalten. Wären die Sportler nach Ihrer Ansicht als Doper zu verurteilen? Und würden Sie es persönlich füpr moralisch richtig halten, wenn das getan würde?

Thank you for having so much confidence in me, but those questions have been dealt with in the past:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nulla_poena_sine_lege

You can’t blame athletes for the mess WADA has created. Take another example. Caffeine was once banned, above a certain threshold. It is currently allowed but a re-ban is seriously considered:

http://www.thisislondon.co.uk/sport/caffeine-could-go-back-on-list-7192987.html

Reason? It is effective for performance enhancement. For a fact.

Caffeine could go back on list

18 May 2005

The World Anti-Doping Agency are to consider putting caffeine tablets back on the banned substance list after several Australian athletes, most notably international rugby captain George Gregan, admitted to taking them.

The tablets were taken off the list last year but WADA chief David Howman said: “It disturbs us. We thought it had not been used to enhance performance.”

Question: why was it put on the List if they thought it had not been used to enhance performance? Should we re-define ‘thinking’?

sternburg #28

@Klass Faber: Mit (dünnen) Wikipedia-Artikeln rumwerfen kann ich auch.

I take your answer as answer to my second question. So

– what about my first question? Isn’t taking Glaubersalz in the belief it is a banned substance comparable to the man, who shoot the dead body und was held guilty of attempted murder? What’s your oppinion as an intimate expert of the WADA-Code?

– back to the second question. If the Code was unclear, does this exculpate the athlete, who clearly intendet to use a prohibited method? What sets the dedicated but failing blood doper apart from the unlucky guys, who raped the dead girl?

Danke, Herbert.

sternburg #29

*zur Verbesserung freigegeben

Klaas Faber #30

Sternburg,

The legality principle stands, although the particular explanation may not satisfy you. I selected that one (Wikipedia in German) for your convenience, not mine.

By the way, the name is Klaas Faber, not Klass Faber.

Neither is it Klaas Carel Faber, the convicted war criminal (multiple murder) who is living comfortably in Ingolstadt, Germany. Could you be so kind to do something about that? It is an embarassment for me, living just 500m from the German border. I often cross the border for biking, shopping, etc, but there is this unfinished business. I will not bother you with my father doing forced labour in Germany (and mishaps of other relatives). I can imagine it takes a fanatic person to end that grave injustice. Fanatic? Well, that’s an opportunity for you!

I may have missed something in the case of Klaas Carel Faber, but was there ever an initiative from the German side? On this site perhaps?

indykiste #31

Juchhu, Fall gelöst!
Führende Mediziner sehen kein Doping in Erfurter Blut-Affäre

Ähnlich wie Zanella sieht es Prof. Stefan Eber. “Die Nada ist gut beraten, den Anklagepunkt des Blutdopings schnellstmöglich fallenzulassen”, so der Münchner Hämatologe. Die UV-Behandlung “erhöht nicht den Sauerstofftransfer von Blut und ist demnach kein Blutdoping”, sagt der Verfasser von Lehrbüchern der Transfusionsmedizin. Auch nach Angabe des Herstellers der UVB-Geräte (Eumatron München) und des Initiators der Behandlung – dem Mecklenburger Arzt Wiesner – sei kein leistungssteigernder Effekt der Behandlung zu erwarten, so Eber.

“Blut und Sauerstofftransport” – dies ist seit 35 Jahren das Fachgebiet von Professor Wolfgang Jelkmann. Liegt im Erfurter Fall Blutdoping vor? “Nein, weil der Sauerstofftransfer nicht erhöht wird”, sagt der Direktor des Instituts für Physiologie an der Universität Lübeck.

Nächstes Sportgroßereignis zur Unterhaltung bitte!

Stefan #32

Auch nach Angabe des Herstellers der UVB-Geräte (Eumatron München) und des Initiators der Behandlung – dem Mecklenburger Arzt Wiesner – sei kein leistungssteigernder Effekt der Behandlung zu erwarten, so Eber.

Aha, das sind ja ganz neue Erkenntnisse, Firma Eumatron. Komisch, dass – wie schon hier vor Monaten diskutiert – ihr mit genau diesem Effekt gworben habt, inklusive “Studien”.

Bei der UV-Licht-Behandlung entstehen im Blut sog. aktivierte Sauerstoffstufen, die
eine starke biologische Wirkung haben. Sie führen zu einer Verbesserung der
Sauerstoffaufnahme der Zelle, einem verbesserten Energiehaushalt und einer Verbesserung der Durchblutung…Die UV-Licht-Behandlung verbessert deutlich und therapieüberdauernd die Sauerstoffversorgung in allen Zellen Ihres Körpers (d.h. eine anhaltende Verbesserung).
Dies zeigt sich für Sie zum einen in einer Steigerung Ihrer Lebensqualität und zum
anderen in einer deutlichen Zunahme Ihrer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.

Krisen-PR geht anders. sternburg, Dein Einsatz. ;-))
Jens, speichere Dir doch mal die PDFs von der Herstellerseite, wer weiß…

Stefan #33

Da freue ich mich auf die Schadenersatzklagen der Sportler, wenn die versprochene Wirkung nun doch nicht eintrat ;-)

panni #34

Stefan #32

Sind Sie sicher dass Sie die Werbung des Geräteherstellers richtig interpretieren? Ich als medizinischer Laie möchte mich nicht mit der Bewertung irgendwelcher versprochenen Effekte befassen, verstehe allerdings das Anliegen der Firma Eumatron völlig anders. Ihre Zielgruppe sind Ärzte und sie wirbt damit, dass bestimmte Erkrankungen mittels UV-Bestrahlung mit Hilfe ihrer Geräte Erfolg versprechend behandelt und Patienten geheilt oder ihr Gesundheitszustand zumindest wesentlich verbessert werden können. Niemand verspricht dass gesunde Menschen dadurch leistungsfähiger werden.

Herbert #35

OT.

Hurray, hurray ! One for Dicken´s School.
Mir ist es gelungen, nach 5 Min. 15 Sek. bereits im 2. Versuch die Frontpage zu entern. Beim 1. Versuch hat wie immer sribd.com blockiert.
Falls hier auch Laufkundschaft vorbeikommen sollte, dann schafft die den Eintritt nur bei vorsätzlichem Interesse und überdurchschnittlicher Hartnäckigkeit.

Zum Topic:
Die Frage wird deutlicher: Soll´s aus Prnzip vorm CAS gehen oder aus Vernunft ?
Da der CAS sich weniger von Vernunft und Logik als von Verbandszwängen leiten läßt, stehen die Chancen für eine weitere Farce des Sportrechts jedoch nicht schlecht. ;-)
Auch wenn CP den inzwischen medial besprochenen Satz gesprochen hat, war es höchstens eine verbale Dummheit, jedoch keine Dopingansage. Sie hätte lediglich wissen müssen, dass verdächtigte Sportler eher abgehört werden als untergetauchte (NSU-)Mörder.

Ralf #36
Grit Hartmann #37

@Herbert,

Auch wenn CP den inzwischen medial besprochenen Satz gesprochen hat, war es höchstens eine verbale Dummheit, jedoch keine Dopingansage.

Wie konnten die Staatsanwaltschaften in München und Erfurt Pechstein nur so missverstehen, dass sie in der Empfehlung an eine zweite Athletin, doch eine “nicht nachweisbare” Methode zu nutzen, etwas anderes gesehen haben als den Austausch “verbaler Dummheiten”, wie er offenbar zwischen Topsportlern alltäglich ist …

Herbert, waren Sie nicht der, dem es hier um die “Hintermänner” ging, ganz wie dem Sport? Und vielleicht haben Sie eine Lösung, wie man auf deren Spur kommt, wenn nicht über kriminalistische Mittel?

Stefan #38

@panni

Ihre Zielgruppe sind Ärzte und sie wirbt damit, dass bestimmte Erkrankungen mittels UV-Bestrahlung mit Hilfe ihrer Geräte Erfolg versprechend behandelt und Patienten geheilt oder ihr Gesundheitszustand zumindest wesentlich verbessert werden können. Niemand verspricht dass gesunde Menschen dadurch leistungsfähiger werden.

Du hast völlig recht. Zum Beispiel wurde EPO ja auch ausschließlich bei Krebspatienten angewendet, und nie hat jemand ernsthaft damit geworben, es zur Leistungssteigerung bei Profisportlern einzusetzen.
;-)
@Grit Hartmann
Ich stimme Dir zu, allerdings würde es mich schon interessieren, bei welchem Ermittlungsverfahren hier wessen Telefone abgehört wurden.

ha #39

@Stefan
Längeres Zitat aus FR/Berliner Zeitung, 12.4., da nicht online:

Überzeugt ist die Behörde also nicht von der “Infektbehandlung”, als die Franke die Blutbestrahlung darstellt. Was wohl vor allem am Protokoll des abgehörten Telefonats liegt, das den Dopingverdacht gegen den Mediziner auslöste; überliefert von den Münchner Staatsanwälten, die das Verfahren gegen Franke eröffnet hatten, bevor sie die Ermittlungen gegen Unbekannt im Fall Claudia Pechstein einstellten. Soweit bekannt, empfiehlt eine Athletin einer zweiten den Blutservice in Erfurt. Auf die Rückfrage, ob das nicht Doping wäre, soll die Tippgeberin antworten: UV-Bestrahlung sei ja nicht nachweisbar.

Andreas Frankes neuer Anwalt Hans Wolfgang Euler möchte zu dem belastenden Indiz eigentlich nichts sagen. Der Frankfurter Jurist teilt per Mail mit, sein Mandant wolle sich nun doch bei der Staatsanwaltschaft äußern – dann erst gegenüber Medien. Jedoch sei, was über das Telefonat kursiere, “ziemlich, um nicht zu sagen: nahezu gänzlich falsch”. Auf Nachfrage ergänzt Euler, er beziehe sich “auf ein Telefongespräch, das Claudia Pechstein im Jahr 2010 geführt haben soll”. Am Ende des Mailwechsels rudert er ein wenig zurück: “Der hier interessierende Inhalt wirft in der Tat Fragen an Frau Pechstein auf.” Empfehlungen für Doping enthalte die Plauderei “aber definitiv nicht”.
Die Staatsanwälte scheinen da nicht so sicher. …

panni #40

Ich kann mir bisher überhaupt keine Meinung zum Inhalt des Telefongesprächs bilden. Der genaue Wortlaut ist mir nicht bekannt und auch nicht der Gesprächspartner. Dass es sich bei einer der Personen um Claudia Pechstein handeln dürfte, hatte ich lediglich daraus geschlussfolgert dass ihr Telefon im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abgehört worden war.

Kennt denn jemand, außer den StA München und Erfurt, den genauen Wortlaut des Telefongesprächs? Wenn CP angeblich einem anderen Sportler Empfehlungen über nicht nachweisbare Dopingmethoden gegeben hat, warum wurde dann das Ermittlungsverfahren gegen sie eingestellt? Und warum wird seit Übergabe der Akten aus dem Ermittlungsverfahren der StA München durch die Erfurter StA lediglich gegen den Arzt Andreas Franke ermittelt, nicht aber gegen Claudia Pechstein?

ha #41

@panni
Da hast Du etwas falsch verstanden: Es gibt in Deutschland kein Anti-Dopinggesetz, das staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen Sportler wegen Dopings ermöglichen würde – dann müssten sie schon mit Dopingmitteln dealen.
Entsprechend: Es gab nie ein Ermittlungsverfahren gegen Claudia Pechstein, nur eins gegen Unbekannt im Fall Claudia Pechstein, eingeleitet von der Münchner Doping-Scherpunktstaatsanwaltschaft I nach Anzeige von Nada /DESG. Mit dem Ziel, die so genannten “Hintermänner” zu finden, von denen der Sport so gern spricht.
Das abgehörte Telefonat hat zum Verdacht geführt, einen solchen “Hintermann” gefunden zu haben. – Mehr ist nicht.

Ralf #42
Stefan #43

Und warum wird seit Übergabe der Akten aus dem Ermittlungsverfahren der StA München durch die Erfurter StA lediglich gegen den Arzt Andreas Franke ermittelt, nicht aber gegen Claudia Pechstein?

Was sollte denn der Vorwurf lauten: Anstiftung zum Doping? In Deutschland ist Doping doch nur strafrechtlich relevant, wenn es bei anderen angewendet wird, deshalb wird IMO gegen Franke ermittelt.

panni #44

@Stefan # 38

Was für ein unpassender Vergleich. Richtig, EPO dient der Behandlung von Krebspatienten. Haben EPO-Hersteller die leistungssteigernde Wirkung bei der Anwendung durch gesunde Sportler bestritten? Sie hatten bemängelt, der Gerätehersteller Eumatron habe mit leistungssteigernden Effekten geworben und widerspreche sich nun. Ich habe Sie lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass sich die in der Werbung versprochene “leistungssteigernde” Wirkung an Personen mit gesundheitlichen Problemen orientiert.

Stefan #45

@panni
Unter welchen gesundheitlichen Problemen mancher Profisportler leidet, mag allerdings dahingestellt sein.

Dies zeigt sich für Sie zum einen in einer Steigerung Ihrer Lebensqualität und zum
anderen in einer deutlichen Zunahme Ihrer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.
Ursache dafür ist die Verbesserung der Durchblutung und des Stoffwechsels
aller Ihrer Körperzellen. Gleichzeitig wird Ihre Immunabwehr erhöht

Herbert #46

#37
Grit, was das potentielle Dopingverhalten von Hochleistungssportlern betrifft, sind Sie ja zum Glück nicht voreingenommen. Das macht ( Ihnen) vieles leichter.
Leider habe ich Vorbehalte, was Veröffentlichungen oder lancierte Informationen von Staatsanwaltschaften betrifft. Eigentlich müssten Sie solche auch haben.
Wenn ja, dann könnten wir uns ja mal gemeinsam über die Staatsanwaltschaft Bonn im Kontext mit der Causa Ullrich und vor allem vis-a-vis Freiburg ärgern. Sie schrieben mal hier vor knapp einem Jahr einen schönen Beitrag zur Dopingklinik Freiburg im Zusammenhang mit den Sportärzten Schmid und Heinreich. Da ging es ja auch um Hintermänner.

Der Ausgang der Ermittlungen ist noch offen, wir gehen aber davon aus, in den nächsten Wochen das Verfahren abschließen zu können. Wenn das Verfahren abgeschlossen wird, wird sich die Abschlussverfügung der Staatsanwaltschaft natürlich auch mit der Beschreibung des Systems der Behandlungen am Universitätsklinikum Freiburg befassen, um auch deutlich zu machen, welche geringen Möglichkeiten das Strafrecht hat, um Dopingpraktiken im Nachhinein zu bewerten und strafrechtlich einzuordnen.”

http://www.jensweinreich.de/2011/05/03/doping-kies-und-politik-in-freiburg-einzelfalle-mit-system/

Tja, da scheint es dann wohl gewesen zu sein.

Wir wissen ja ,dass Staatsanwaltschaften in Deutschland weisungsgebunden sind.
Das mag der Grund sein, weshalb sie nur begrenzt und dann aber für mich auch nur selektiv in die Aufdeckung der “absoluten Wahrheit” eingreifen können. Insofern bleibt die kriminalsitische Jagd nach Hintermännern wahrscheinlich im (juristischen) Dickicht stecken.

Aber wenn wir schon mal dabei sind. Weshalb ist denn kein Journalist an Freiburg dran geblieben ? Ist das Schweigen im (Blätter)Wald gar das mediale Eingeständnis, unverrichteter Dinge gescheitert zu sein ?

trebor #47

Meine Vermutung in #12 hat sich tatsächlich bewahrheitet.

Pechstein schickt einen weiteren Mitstreiter ihres Mangements mal wieder in die Spur. Hiepen ist seit langem enger Vertrauter von Ralf Grengel und bei Powerplay aktiv dabei.

Die PR des Landesverbandes Berlin der Deutschen Olympischen Gesellschaft spielt mit und verkauft Hiepen als Journalisten. Peinlich und nicht nachvollziehbar, dass Robert Ide vom Tagesspiegel in dieser Inszenierung mitspielt.