„Sheikhs shake world game“: Katar traut man auch eine Dream Football League zu – nur stimmt die Geschichte überhaupt?

 •  • 28 Comments

Hat die Londoner Times einen Gag des französischen Magazins „Les cahiers du football“ zu einer „Exklusivstory“ aufgebauscht? Das ist hier die Frage, die gewiss im Laufe des Tages beantwortet wird. Denn die dreiseitige Geschichte von Times-Fußballschreiber Oliver Kay macht weltweit Schlagzeilen. (Ich kenne bisher nur diesen Anreißer, habe kein Times Abo. #paywall)Demnach plant die Familie des katarischen Emirs Hamad ab 2015 im Sommer (!) alle zwei Jahre ein Großturnier der 24 besten Klubs der Welt. Preisgeld: 2 Milliarden Euro. In sechs Golfstaaten. So stand es vor drei Tagen in „Les cahiers du football“:


(c) Les cahiers du football

(c) Les cahiers du football – „exclusiv“ auch in der Times verwendet (ohne Erlaubnis)


Hat die Londoner Times einen Gag des französischen Magazins „Les cahiers du football“ zu einer „Exklusivstory“ aufgebauscht?
Das ist hier die Frage, die gewiss im Laufe des Tages beantwortet wird.
Denn die dreiseitige Geschichte von Times-Fußballschreiber Oliver Kay macht weltweit Schlagzeilen. (Ich kenne bisher nur diesen Anreißer, habe kein Times Abo. #paywall)Demnach plant die Familie des katarischen Emirs Hamad ab 2015 im Sommer (!) alle zwei Jahre ein Großturnier der 24 besten Klubs der Welt. Preisgeld: 2 Milliarden Euro. In sechs Golfstaaten.
So stand es vor drei Tagen in „Les cahiers du football“:

So steht es heute in der Times (längst auch anderswo) und wurde gestern Nacht via Twitter angekündigt:

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ha #1

Hm. Ich werte das mal als logischen Versuch der Kataris, übers Spendieren von Einnahmen für die Clubs für etwas Ausgleich bezüglich der Financial Fair Play-Regeln der UEFA zu sorgen – bei den Clubs, die sie noch nicht anderweitig sponsern ;)

Lustige Geschichte. Times-Schreiber wird der Kollege wohl die längste Zeit gewesen sein, wenn das ein Hoax ist.

JW #2

Mann mag es sich kaum vorstellen. Und Mann kann sich kaum vorstellen, dass die Franzosen sich kurz zuvor exakt das ausgedacht, was andere exklusiv recherchiert haben. Wobei ich relativ sicher bin, dass sich in Katar gar nicht viel recherchieren lässt. Da sind fast immer Spin-Doktoren am Werk.

JW #3

Also zu 175 Millionen Prozent reiner Zufall: Die einen scherzen, was ein anderer kurz darauf enthüllt:

ha #4

Die einzige Erklärung für Kein-Hoax wäre offenbar, dass der Emir sich der Phantasy-Story aus den „Cahiers“ angenommen hat, weil er die Idee so großartig fand ;) Dass er bzw. seine Spin-Diktoren dann noch dazu das von den „Cahiers“ erfundene Logo für die „Dream League“ übernommen haben. Dann wurde dieses Logo der „Times“ zugespielt, die es gleich mal abgebildet hat … ;)

Also: Man muss echt vorsichtig sein mit Witzen über Qatar – die haben das Potenzial, Realität zu werden. @ Olympische Winterspiele 2022

sternburg #5

An die Winterspiele musste ich auch denken.

Wer weiß, vielleicht hat irgendjemand in Katar den Hoax gelesen, für wahr gehalten und an Herrn Kay weiter geplaudert?

dogfood #6

Eine Bloomberg-Mitwarbeiterin mit Draht nach Nahost hat ein Dementi des katarischen Verbandes eingeholt – sofern ein Dementi von Verbandsseite was bringt.

http://www.twitlonger.com/show/la0kf9

JW #7

@ dogfood #Aufschrei

Ähhm. Tariq ist ein Mitarbeiter.

sternburg #8

Mal was anderes Jens: Die Werbung für den DVCK e.v. – automatisch geliefert oder persönlich ausgesucht? Ich frage nur aus Interesse.

JW #9

Automatisch. Ich weiß nicht, was Du meinst. Gestern hat Google eine FIFA-Werbung ausgeliefert, das fand ich lustig. Irgendwas zum Interactive World Cup. Mit FIFA Logo.

sternburg #10

Nur: Sollte sich die Story der Times als Ente herausstellen, die auf dem Joke von ”Les cahiers du football” basiert, nützt das allein dem Emir.

Denn alle Diskussionen und Recherchen, die soll es ja auch geben, zur Frage, wie Katar sich die WM 2022 (und vieles andere im Sportbusiness) erkauft hat, werden damit torpediert.

“Den Medien” kann man ja sowieso nicht trauen, wird es heißen – ganz leichtes Spiel also für Mike Lee und all die anderen Spin Doktoren und PR-Abzocker, die in Doha ihre Millionen kassieren.

Habe die sich aus dieser Beobachtung automatisch ableitende Verschwörungstheorie erst jetzt geparsed bekommen. Hui, das wäre natürlich extrem elegant.

sternburg #11

Hihi… FIFA-Werbung. Ich meinte das hier. Ich war doch kurz erschrocken (bis mir einfiel, dass ich bei Dir den adblocker ausgeschaltet habe).

JW #12

Ach, so weit will ich nicht mal gehen.

Kann viel einfacher sein. Lies mal den letzten Teil meines Eintrags.

Rein theoretisch: Ein Spin Doctor liest die Geschichte in Französisch, begreift oder begreift nicht, was dahinter steckt, macht sich gegenüber einem Football Writer wichtig, der schnappt das auf – und schon hat man Schlagzeilen.

Aber so ist es bestimmt nicht gelaufen. Du weiß, dass ich nichts von derlei Theorien halte. Von Verschwörungstheorien schon gar nicht.

Alex #13

Hm, also ich bekomme nur Werbung für „Russische Singels“ (sic), direkt neben dem Konterfei von Putin. Wahrscheinlich von ihm persönlich ausgesucht.

ha #14

Also, ich möchte bitte noch wissen, wo das ganze Geld aus Qatar jetzt hingeht, wenn nicht in die Dream League ?

Free Wilhelm #15

Hat schon jemand bei Mazher Mahmood nachgefragt, ob er nicht aus Versehen diesmal den falschen Scheich gegenüber Oliver Kay gespielt hat?

Free Wilhelm #16
sternburg #17

Du bist ein Idiot, Arthur Dent,

Herr Holle #18

Mal schnell mit Wikipedia-Hilfe überschlagen:
– 1971 das größte Gasfeld der Welt gefunden, Qatar-Anteil 900TCF oder 25,5 Bio. m³
– derzeitiger Marktwert ca. 7.000 Mrd. € (oder 3.600 Jahre Dream Football League)
– 111.000 Einwohner hatte Qatar im Jahr 1970
– macht €65 Mio je Einwohner

Mal ehrlich: Wenn jeder einzelne Einwohner von Bremerhaven €65 Mio. im Lotto gewinnen würde und alles was sonst so Spaß macht, gekauft und ausprobiert ist, dann würden sich dort doch auch ein paar Kumpels zusammentun und so ein Spektakel veranstalten wollen, oder?

Ich halte diese Gedankenspiele – und mehr ist es ja wohl erst einmal nicht – aufgrund der bisherigen, äußerst aggressiven Fußball-Dominanzstrategie (Kauf von Einzelpersonen, Vereinen, Nationalmannschaften, -verbänden) Qatars für absolut glaubwürdig. Vielleicht war es auch nur ein Testballon Qatars, um die Stimmung gegenüber dem Land in der europäischen Fußballwelt zu testen. Bin gespannt wie es weitergeht.

ha #19

@18
Der Times-Mann hat gestern auch behauptet, Details der Dream League wollten deren Ideengeber „im April“ öffentlich machen, irgendwann in den nächsten sechs Wochen.

Sieht etwas danach aus, als ob die Times hofft, ihre sands of change würden von den sands of oblivion verschlungen. Wer fragt schon noch nach dieser Story in sechs Wochen?

om #20

Warum eigentlich die ganze Zeit „Mann“? Überkompensation? Oder hat es ne Vorgeschichte die ich nicht kenne?

JW #21

Ist eine Angewohnheit, mehr nicht (so wie andere alles klein schreiben und oder keine Kommas setzen). Wenn Mann dahinter gleich eine Überkompensation, schönes Wort, vermutet, geht man eventuell etwas zu weit.

om #22

Ertappt, ich habe ein Komma vergessen. Nichtsdestotrotz ist es eine beleidigende Angewohnheit.

JW #23

Oh. Ich denke drüber nach, den Quatsch zu lassen. So wie ich jetzt über das Thema Überkompensation nachdenke.

om #24

Sicher… Aber was soll’s?

kitschautorin #25

Ich wusste einen Moment lang nicht, ob ich über die Geschichte lachen oder weinen sollte. Ich hab mich dann fürs Lachen entschieden. Köstlich, einfach nur köstlich.

JW #26

Ich mache das Fass nicht nochmal auf (denke ich momentan), trage nur einige Tweets und Links nach.

Zuerst einen kurzen Gedankenaustausch mit dem Erfinder der DFL-Story (ohne Quelle, er hat es als Satire einfach so erfunden!):

Dazu ein hoax (sagt man so?), also aufpassen, liebe Times!

Und einige Links:

1) Jérôme Latta, Redakteur von „Cahiers du football“ in seinem Fußballblog auf Le Monde:
«Dream Football League»: le mauvais rêve du Times

2) eine tolle Entgegnung auf „Cahiers du football“ mit dem wunderbaren Titel …
Times New Roman

3) Richard Whittall (oben bereits einmal verlinkt) hat sich des Themas noch zweimal angenommen, hoch interessant sind die Kommentare zur „Quelle“ der Times:

Why the Times/DFL debacle shouldn’t get buried under the next news cycle
The final word (for now) on the Times story on the Dream Football League

ha #27

Das Beharren der „Times“ bis hin zum absurden Nachfolgestück halte ich ja für noch faszinierender als die Ursprungs-Peinlichkeit. Wirft aktuell Fragen zum Unterschied zwischen „seriösen“ Medien und katholischer Kirche auf.
Antwortversuch: Der Papst hält sich definitiv nicht für Gott? Noch dümmer: Was wird das erst, wenn solche Blätter 2000 Jahre alt werden?

Kölsche Ziege #28

Grundsätzlich traut man den Scheichs eben alles zu. Vielleicht kommt ja jetzt einer von denen auf die Idee, die Ente wäre doch keine so schlechte Sache. Irgendwie müssen die ja auch im Financial Fairplay ihre Milliarden loswerden.
Gruß
Die kölsche Ziege

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