Münchens Olympiabewerbung 2022 vs Privatinteressen von Christian Ude (SPD) und Thomas Bach (FDP)

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Die Chancen Münchens, gemeinsam mit Partnergemeinden (etwa Ruhpolding, Garmisch-Partenkirchen) die Olympischen Winterspiele 2022 auszurichten, würden eigentlich ganz gut stehen. Wenn da nicht einige Partikularinteressen zu berücksichtigen wären. Oder besser: wenn da nicht einige Privatinteressen über anderen stehen würden. Privatinteressen verfolgen zum Beispiel die Bewerbungschefs der 2018er Offerte Christian Ude (SPD) und Thomas Bach (FDP).

  1. Ude, derzeit Oberbürgermeister von München, will im September 2013 Ministerpräsident des Freistaates Bayern werden.
  2. Bach, derzeit Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), will im September 2013 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden.

Und deshalb sind die beiden Sportkameraden seit Juli 2011, als Münche…


Die Chancen Münchens, gemeinsam mit Partnergemeinden (etwa Ruhpolding, Garmisch-Partenkirchen) die Olympischen Winterspiele 2022 auszurichten, würden eigentlich ganz gut stehen.
Wenn da nicht einige Partikularinteressen zu berücksichtigen wären.
Oder besser: wenn da nicht einige Privatinteressen über anderen stehen würden.
Privatinteressen verfolgen zum Beispiel die Bewerbungschefs der 2018er Offerte Christian Ude (SPD) und Thomas Bach (FDP).

  1. Ude, derzeit Oberbürgermeister von München, will im September 2013 Ministerpräsident des Freistaates Bayern werden.
  2. Bach, derzeit Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), will im September 2013 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden.

Und deshalb sind die beiden Sportkameraden seit Juli 2011, als München im Wettbewerb um die Winterspiele 2018 gegen PyeongChang verlor, quasi wortbrüchig geworden.

München 2018

Am Tag nach der Entscheidung im Juli 2018 in Durban habe ich 18 Gründe für die Niederlage von München 2018 angeboten. In den 271 Kommentaren dazu findet sich ein komplettes Archiv der Ereignisse seither – Dank vor allem an Ralf – inklusive der Olympiadiskussionen in Graubünden/Schweiz.


Bis dahin hatten sie jahrelang behauptet, die Münchner Bewerbung, ohnehin grandios und unübertroffen, sei langfristig angelegt – also auch für spätere Olympische Winterspiele.
Für 2022.
Seit Juli 2011, seit der Niederlage von Durban, unternehmen der SPD-Spitzenkandidat und der Industrielobbyist von der FDP allerdings vieles, um eine erneute Münchner Kandidatur unmöglich zu machen.
Heute zum Beispiel, nachdem de…
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Ralf #1

Ein Bürgerentscheid in München (und am besten auch in potenziellen Partnergemeinden) über die Olympiabewerbung 2022 – am besten so schnell wie möglich – wäre etwas Wunderbares.

„Wunderbar“ wäre das höchstens dann, wenn ehrliche Zahlen auf den Tisch kämen. Ich kann mir kaum vorstellen, daß die OCOG/Non-OCOG-Tricksereien aufhören werden. Außerdem wäre bereits heute klar, welche Seite mehr Geld in Werbung investieren könnte.

JW #2

Klar.

Wenn die Bürger sagen: NEIN. Dann ist der Spaß gleich beendet. Dann treffen sich ausnahmsweise Bürgerinteressen mit denen der Machthaber Bach (Sport/FDP) und Ude (München/SPD).

Wenn in Garmisch-P weniger gemacht werden sollte und bspw Ruhpolding einbezogen würde, kann das in Fragen der Nachhaltigkeit und der Kosten (vielleicht sogar des Umweltschutzes) nur positiv sein.

Wenn diesmal tatsächlich Sponsoren den größten Teil des Bewerbungsbudgets stemmen würden …

Wenn. Wenn. Wenn.

Ich habe das einfach mal aufgeschrieben und weiß, was ich schreibe.

Selbst als Olympiagegner oder Olympiakritiker muss Mann anerkennen, dass sich Ude/Bach mit ihren durchschaubaren Manövern seit Juli 2011 schändlich verhalten.

Ude spricht wie ein Fürst, nicht wie ein geerdeter Politiker im dritten Jahrtausend.

Aus Deiner Sicht gesprochen: Die Gefahr, dass es trotz evtl positiven Bürgerbegehrens/Bürgerentscheids zu einer neuerlichen Bewerbung kommt, ist derzeit relativ gering.

Denn, und darum ging es mir auch: die mit Macht Ausgestatteten spielen stets ihr Spiel und verarschen die Bürger. Wie 2018 so 2022 – bisher.

Peter #3

Dachte immer Souverän ist das Volk und nicht die paar Hanseln, die sich an Volsentscheiden beteiligen.

JW #4

Und? Was soll mir das jetzt sagen?

Wer sich an derlei Begehren/Entscheiden beteiligt, spielt quasi den Souverän.

Ralf #5

nolympia.de: Preisausschreiben

Boldt #6

Es ist zudem ein Unding zu sagen, ‚wir warten erst einmal ab, wer sich so alles aufstellt, um letztlich nicht (noch einmal) zu unterliegen‘. Wenn Ude und Co. sich aus ihrem inneren Kleinbürgertum verabschiedeten, würden sie erkennen, dass wenn ein großer Name für Wintersport, den München und GP ohne Zweifel haben, sein unumwundenes Ja für 2022 gibt, viele andere potentielle Interessenten wohl überlegen, ob sie antreten. Man sollte diese Bewerbung von vorne führen. Nur so ist man ein Fels in der Brandung und zwingt andere zum Rückzug, bevor sie angetreten wären.

PS: Tolle Arbeit, Herr Weinreich. Ihr Blog ist eine Augenweide.

JW #7

Schmeichler. Danke.

Selten denke ich, mich könne in der Sportpolitik nichts mehr sprachlos machen und/oder erschüttern. Zu Beginn der 2018er Offerte habe ich stets gesagt und aus erster Hand auch, nun ja: gewusst, dass Bach vor allem Berlin und Hamburg verhindern musste und deshalb schnell München als Olympiabewerber aus der Kiste gezaubert wurde, schon 2007, lange vor Bewerbungsschluss. Es macht mich überhaupt nicht froh, zu sehen, dass München tatsächlich nur eine Verfügungsmasse war, ein Spielball der Eitelkeiten und Privatinteressen – und jetzt, da die Olympiachance viel größer ist als für 2018, liegen die Privatinteressen halt anders, und schon lässt man das Projekt fallen, in das ja bereits Dutzende Millionen Steuermittel geflossen sind.

JW #8

Unnachahmliche Propagandaleistung des DOSB von heute Nachmittag:

Bach: Zeitpunkt für Bürgerbegehren ist Aufgabe der Stadtpolitik

Eine Münchner Initiative hat angekündigt, in der bayerischen Landeshauptstadt einen Bürgerentscheid für eine Olympiabewerbung 2022 initiieren zu wollen. Dazu erklärt DOSB-Präsident Thomas Bach:

„Wir freuen uns über das Interesse an Olympia. Die Zustimmung der Bevölkerung und die überparteiliche politische Unterstützung gerade im Stadtrat ist ein ganz wichtiger Faktor für die internationalen Chancen und damit die Entscheidungsfindung des DOSB. Den richtigen Zeitpunkt für ein Bürgerbegehren zu finden, ist allerdings Aufgabe der Stadtpolitik. Deshalb beobachten wir die Entwicklungen in München mit großem Interesse. Der Ausgang wird dann in die Entscheidung des DOSB nach der Wahl des Olympia-Austragungsortes 2020, der Landtagswahl in Bayern und der Bundestagswahl im Herbst 2013 einfließen.“

Die DOSB-Mitgliederversammlung hatte im Dezember 2011 beschlossen, „zum jetzigen Zeitpunkt“ von einer Bewerbung für 2022 abzusehen. Zugleich forderte sie das DOSB-Präsidium auf, „die Entwicklungen in allen Bereichen aufmerksam zu beobachten und dann, wenn die Zeit für eine positive Entscheidung reif ist, mit den Mitgliedsorganisationen sowie mit den Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine erneute Bewerbung anzustreben.“

Denn, so heißt es in dem Beschluss: „Wir wollen Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland. Wir stehen für eine erneute Bewerbung bereit, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und begründete Aussicht auf Erfolg besteht. Der Bewerbungsprozess der vergangenen Jahre hat gezeigt, wie wichtig eine positive Grundstimmung der Bevölkerung für die olympische Idee und für das darauf fußende Weltereignis des Sports ist, wenn man erfolgreich sein will. Er hat zudem deutlich gemacht, welches „Konjunkturprogramm für den Sport“ Olympia im eigenen Land auslösen kann. Olympische und Paralympische Spiele, ob im Sommer oder im Winter, sind in Deutschland außerordentlich populär; sie haben nichts von ihrer Faszination verloren. Diese Zustimmung wollen wir wahren und verstärken, auch unabhängig von einer konkreten Bewerbung.“

Was sagt er?

Der Ausgang wird dann in die Entscheidung des DOSB nach der Wahl des Olympia-Austragungsortes 2020, der Landtagswahl in Bayern und der Bundestagswahl im Herbst 2013 einfließen.“

Dann wäre es zu spät. Das habe ich oben ausführlich dargelegt.

Das ist also nur eine Finte.

Stadtneurotiker #9

Als Münchner kann man Stadtrat Schmidbauer für sein voreiliges Vorpreschen nur danken. Selbst als Gegner einer erneuten Bewerbung kann man das Bürgerbegheren unterstützen, damit ein Volksentscheid endlich mal darüber Aufschluss gibt, wie die Bürger wirklich zu Olympia stehen.

(Daß in München seit einigen Jahren nur die Wiesn und Olympische Spiele kommunalpolitisch stattfinden, ist ein anderes Thema…)

Stadtneurotiker #10

Ergänzend zu den Wahlterminen:
Vsl. 16. März 2014: Kommunalwahlen in Bayern.

In München wird auch ein neuer OB gewählt, der Amtsinhaber Christian Ude darf aus Altersgründen nicht mehr antreten.

dork #11

Er begreift nicht (kann es nicht und will es nicht), dass der Souverän nicht DOSB/SPD/FDP/Bach/Ude/etc heißt, sondern: der Wähler.

Als Juristen wissen Ude und Bach, was von solchen abenteurlichen Ideen zu halten ist.

Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.

JW #12

Schon klar, dork. Ich meine, mehrfach die Vokabel „theoretisch“ verwendet zu haben.

dork #13

Offiziell entschuldigt, Jens. Der führenden freien Enzyklopädie zufolge soll Schmitt in seinen letzten Lebensjahren zu einer, nunja, überraschenden Neubewertung dieses Lebenssachverhaltes gekommen sein.

Souverän ist, wer über die Wellen des Raumes verfügt.

Andreas #14

Ich fände es ja toll, wenn die Bewerbung nach München gehen würde.

Otto #15

GAP-Tagblatt, 15.10.2012:
„Olympia 2022: Gedankenspiele in Garmisch-Partenkirchen“

http://www.merkur-online.de/lokales/garmisch-partenkirchen/olympia-2022-gedankenspiele-garmisch-partenkirchen-2548852.html

Ralf #16

JW für SpOn: Ein Plan, zwei Zauderer

Silke Lode in der SZ: Olympischer Wahlkampf

Ralf #17

Wolfgang Zängl für nolympia.de: Olympische Chronologie: Oktober 2012

Demokratische Illusion Bürgerbegehren
[…]
Es ist unlauter, hier nur mit Demokratie zu argumentieren oder mit dem wahren und wirklichen Willen der Bürger, wenn die Manipulationsmöglichkeiten reichlich vorhanden sind und auch ausgenutzt werden. Wie und wer soll die Sportbegeisterten informieren, dass Olympische Spiele vor allem den Spitzensport fördern und den Breitensport eher benachteiligen, dass die ökologischen Schäden untragbar und die ökonomischen Kosten nicht vertretbar sind?

Ralf #18
Ralf #19

Silke Lode in der SZ: Seehofer gegen Bürgerbegehren

„Es gibt eine genaue Schrittfolge und die heißt: Zunächst muss sich der Sport entscheiden, dann die Kommune, dann müssen die Bürger befragt werden, und dann steht die Politik inklusive des Freistaats in der Verantwortung, das Ganze anzuschieben“, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei der SZ.

Ralf #20

Mario Schmidbauer im Merkur-Interview: „Ohne Bürgerentscheid ist Olympia 2022 gescheitert“

Ralf #21

BR: Ude kündigt Bürgerentscheid an

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude hat einen Bürgerentscheid über eine erneute Olympiabewerbung für die Winterspiele 2022 für den 10. November 2013 angekündigt – vier Tage vor Ablauf der Anmeldefrist beim Internationalen Olympischen Komitee.

Ralf #22

Dominik Hutter, Silke Lode und Frank Müller in der SZ: Ude will Ratsbegehren 2013

„Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt München um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 bewirbt?“, lautet die Fragestellung des Plebiszits – eine Formulierung, die nach Einschätzung Udes „absurd“ ist und den „gebündelten Dilettantismus“ der Initiative belege. Schließlich verpflichte ein solcher Text die Stadt in jedem Fall zu einer Bewerbung – selbst wenn Bund, Freistaat und DOSB gar nicht mitziehen sollten.

Otto #23

zu # 22

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bewerbung-fuer-olympia-ude-will-ratsbegehren-ende-1.1499007-2

„[…] Für Verwirrung sorgten am Mittwoch Aussagen von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der Auskünfte seiner eigenen Staatskanzlei dementierte. Noch am Dienstag hatte ein Sprecher erklärt, die Staatskanzlei halte am bisherigen Zeitplan fest, die Bürger erst dann zu befragen, wenn die Unterstützung des DOSB feststehe. Inzwischen hält es der Ministerpräsident jedoch „eindeutig“ für eine Lehre aus der gescheiterten Bewerbung für 2018, „zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Bevölkerung zu fragen und nicht am Ende des Verfahrens“, sagte er am Mittwoch im Landtag. […]“

Ralf #24

nolympia.de: München 2022, 2026, 2030…

Hallo, ihr diversen Fraktionen der Olympiafreunde München 2022: Ihr verwirrt die interessierte Öffentlichkeit dermaßen, dass inzwischen schon renommierte Presseorgane bei Nolympia anrufen, um nachzufragen, was bei euch eigentlich los ist! Woher sollen wir das wissen?

Bündner Tagblatt: Olympische Spiele bleiben gigantisch

sda: Bundesrat knüpft Olympia-Kredit an Auflagen

Der Bundesrat will den Kredit von 30 Millionen Franken aber nur freigeben, wenn der Kanton Graubünden und Swiss Olympic die Kandidatur ebenfalls mit je mindestens 15 Millionen Franken unterstützen.

SF, Rundschau: «Chancen für Olympia waren noch nie so gut wie jetzt»

[Bernhard Russi] warnte die Olympia-Promotoren um Gian Gilli jedoch davor, von Spielen «back to the roots» zu sprechen: «Das ist übertrieben. Man kann das Rad nicht zurückdrehen.»

Ralf #25

Christian Ude im Merkur-Interview: „Kein Olympia ohne Stammstrecke“

Es ist überhaupt nicht wahr, dass ein IOC-Präsident keine Spiele im eigenen Land erleben darf.
[…]
Ich persönlich halte Sommerspiele in Deutschland für extrem unwahrscheinlich, wegen der enorm großen Konkurrenz. Bei Winterspielen ist die Lage anders. Aber das muss erst eingesehen werden.

Ralf #26

Merkur: 8. November: Schicksalstag für die Stammstrecke?

„Ohne Not setzt sich Ude in Zugzwang. Ich benenne doch nicht selbst einen Ausschlussgrund für die Bewerbung!“ Spaenle spricht von einer „Wahrnehmungsverschiebung“. „Ich müsste fast eine Motivlage annehmen, die auf ein Scheitern der Bewerbung hinausläuft – aber das möchte ich niemandem unterstellen.“

Ralf #27
Ralf #28
Ralf #29
Ralf #30

Die Südostschweiz: Das Olympische Feuer brennt auf Sparflamme

Schon allein um am 3. März 2013 an der Urne ein Ja zu erreichen, braucht es einen riesigen Kraftakt. Es müsste ein Ruck durch den Kanton gehen. Es bräuchte die Einsicht, dass nicht nur der Tourismus vom olympischen Geist geküsst werden würde. Und vor allem müssten die Regionen zusammenstehen.

Das ist selbst für den ebenso charismatischen wie umtriebigen Ober-Olympioniken Gian Gilli eine fast nicht zu stemmende Aufgabe. Vor allem dann nicht, wenn das Bündner Tourismusabgabegesetz am 25. November mithilfe der Olympiagemeinden St. Moritz und Davos bachab geschickt wird. Und danach sieht es derzeit aus.

Die Südostschweiz: Der Freisinn tut sich schwer mit der Olympiakandidatur

suedostschweiz.ch: Geldsegen durch Olympia in Graubünden

Ralf #31

DOSB: Erklärung des DOSB zu einer möglichen Olympiabewerbung

Nach den bayerischen Landtagswahlen im September 2013 werden sich der neugewählte Landtag und die Staatsregierung in Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen verbindlich zu den damit zusammenhängenden Fragen äußern können, insbesondere auch zur ausreichend gesicherten Finanzierung der Bewerbung und zu den erforderlichen rechtlichen Garantien. Dies gilt entsprechend für den Bund nach der Bundestagswahl ebenfalls im September 2013.
[…]
Der DOSB müsste bis zum 14. November 2013 per einfachem Brief die Absicht einer Bewerbung um die Olympischen Spiele 2022 bekunden. Er kann somit nach den Wahlen im Freistaat Bayern und im Bund, nach der Beteiligung der Bürger, nach dem bis dahin erfolgten Bekanntwerden der anderen Bewerber sowie nach der Entscheidung über den Austragungsort der Olympischen Spiele 2020 alle wesentlichen Gesichtspunkte abwägen.

Und so war das 2008:

28. September 2008: Wahl zum 16. Bayerischen Landtag
20. Oktober 2008: Konstituierende Sitzung des 16. Bayerischen Landtags

Ralf #32
Ralf #33

Matthias Holzapfel im Merkur: Olympia 2022: Bürgermeister Schmid sieht positive Signale

Weil Garmisch-Partenkirchen „fix drinsteht“, hält Schmid auch alle Diskussionen „für erledigt“, es könnte eine Kandidatur ohne die Gemeinde geben.

René Zeller in der NZZ: Olympia als wirtschaftliches Impulsprogramm

Ralf #34
Ralf #35

SZ (03.11.):
Gelungener Start: Knapp 5000 Münchner haben Olympia-Begehren unterschrieben

SVN München (01.11.): Offener Brief des Vorstands zur Bürgerinitiative “München pro 2022″

Wir sind verwundert über Ihre Aktion, die Sie, ohne Beschlüsse Ihres Gremiums des BLSV Kreisvorstand, auf dem offiziellen Briefkopf starten, wie aus der Presse und aus Ihrem Schreiben mit dem offiziellen Briefkopf hervorgeht. Als Vorsitzender missbrauchen Sie damit Ihr Amt. Als Privatperson hätten Sie sich selbstverständlich dieser Aktion anschließen können. Auch Ihre Aussage „ich bin mir der vollen Unterstützung des BLSV-Präsidiums sicher“ kann nicht belegt werden; u.W. gibt es keinerlei Beschlüsse dieser Gremien.

Auf Grund der vorgenannten Fakten ersuchen wir die Münchner Sportvereine, die Aktion „MÜNCHEN PRO 2022“ nicht zu unterstützen und in Ruhe abzuwarten, bis eine Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes getroffen wird.

Arnesen #36

Die FIS ist natürlich nicht das IOC und deckt nur einen Teil der Winterspiele ab, aber auch ihre Funktionäre gehen gern ein bisschen auf Reisen.
Zypern ist dabei nicht exotisch genug.

50th FIS Congress in 2016

The Council welcomed eight excellent Candidates to host the 50th FIS Congress: Vancouver (CAN), Limassol (CYP), Karlovy Vary (CZE), Reykjavik (ISL), Riccione (ITA), Portoroz (SLO), and Interlaken (SUI), and appointed Cancun (MEX) to host this historic meeting.

FIS-Homepage

Ralf #38

Die Südostschweiz am Sonntag: Wissenschafter zerpflücken die Bündner Olympia-Idee

Salvi zweifelt daran, dass sich die versprochenen finanziellen Gewinne für Graubünden und die Schweiz einstellen werden. Insbesondere rechnet er damit, dass es auf dem Arbeitsmarkt vor allem zu Verschiebungen von heutigen Arbeitskräften ins Olympiaumfeld, aber nicht nur zu einem Impuls kommt. Bei den Logiernächten erwartet Salvi ebenfalls nur Verschiebungen in die Olympiaregionen.

suedostschweiz.ch: In der SVP Schweiz sorgt Olympia für heftige Diskussionen

In einem Beitrag in der parteinahen Zeitung «Weltwoche» schrieb [Nationalrat Christoph Mörgeli], das einzig nachhaltige an olympischen Spielen seien Schulden und Defizite.

Ralf #39
Ralf #40

NZZ: Tourismusabgabegesetz: Offene Rechnungen im Bündner Tourismus

Sollten sie diese nicht erbringen und würde das Tourismusförderungsgesetz abgelehnt, könnte dies Auswirkungen auf die Olympia-Abstimmung haben, denn am 3. März sind St. Moritz und Davos ihrerseits auf die Solidarität der anderen Regionen angewiesen. «Ohne Ja zum TAG gibt’s keine Olympischen Spiele», so fasste Jürg Michel, Gewerbeverbandsdirektor und früherer FDP-Nationalrat, die Ausgangslage kurz und bündig zusammen.

Tages-Anzeiger: Steuergelder für Olympiakampagne?

ludwig-hartmann.de: Anfrage: Liquidationseröffnungsbilanz und Jahresabschluss 2011 der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH

Ralf #41

Anita Mazzetta (WWF Graubünden) im Bündner Tagblatt: Wie den Olympischen Spielen Nachhaltigkeit eingehaucht werden soll

Ohne den Einbezug einer Grossstadt, müssen Bauten und Anlagen für eine Milliarde Franken neu gebaut werden, die nach dem Anlass abgebrochen und vernichtet oder verscherbelt werden müssen. Ein Milliarde Franken wird somit in den Sand gesteckt.

suedostschweiz.ch: Ringier auf Sponsorensuche für Graubünden

Ralf #42

sda: Winterspiele in Graubünden: Bundesrat bleibt in der Olympia-Spur

«Sollte im Rahmen der Ausarbeitung des Bewerbungsdossiers festgestellt werden, dass eine Milliarde Franken des Bundes nicht ausreichen, so wird der Bundesrat seine Unterstützung für das Projekt zurückziehen,» heisst es in der Botschaft.
[…]
Nicht berücksichtigt sind die Kosten für die Verkehrsinfrastruktur und Sicherheit, die nicht direkt dem Veranstalter zugewiesen werden können. Diese werden auf 1,55 Milliarden geschätzt. Die Sicherheitskosten soll grundsätzlich der Kanton Graubünden tragen.

Ralf #43

sda: Keine Chance für Tourismusabgabe

Nun gibt es Stimmen, denen zufolge nach dem Nein zum TAG die Abstimmung über die Kandidatur Graubündens für die Olympischen Winterspiele 2022 im März nächsten Jahres schwer zu gewinnen sein wird. […] Davos und das Oberengadin als Olympia-Austragungsorte verwarfen die Tourismusabgabe. Sie könnten dafür im März die Quittung erhalten.

nolympia.de: Spenden für NOlympia

Ralf #44

SP Graubünden: Fraktion verlangt Alternativkonzept zu Olympia

* Statt einer Olympiakandidatur sind gezielte Strukturprogramme zur Entwicklung des Bündner Tourismus und der übrigen Wirtschaft sowie zur Erneuerung der Verkehrs­infrastrukturen auszuarbeiten;
* diese Programme müssen allen Regionen Graubündens zugutekommen sowie mittel- und langfristig eine nachhaltige Wirkung in ihren drei Dimensionen entfalten;
* zur Förderung des Sports, insbesondere des Jugend- und Breitensports, sind eigene Programme vorzusehen
* die auszuarbeitenden Programme dürfen maximal die von der Regierung für Olym­pische Spiele reservierten Finanzmittel von 300 Millionen Franken beanspruchen

Davoser Zeitung: Der Bund investiert 1 Milliarde auch ohne Olympia

Ralf #46

suedostschweiz.ch: Olympia-Umfrage: Gegner und Befürworter liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Am kritischsten sind die Stimmberechtigten ausgerechnet im Bezirk Prättigau-Davos, wo mit Davos einer der beiden Olympiaaustragungsorte liegt. Im gesamten Bezirk würden aktuell nur 35 Prozent für eine Olympiakandidatur stimmen. In den Bezirken Inn und Maloja (ohne Bergell), wo sich mit St. Moritz der zweite Austragungsort befindet, sind die Olympiabefürworter mit 52 Prozent hingegen in der Überzahl.

DRS, Regionaljournal Graubünden: Patt! Olympia 2022 steht auf der Kippe

suedostschweiz.ch: Mit zunehmendem Alter erlahmt Begeisterung für Olympia

Ralf #47

SonntagsZeitung: Olympia: SVP-Chefs gegen Ueli Maurer

«Es darf nicht sein, dass der Steuerzahler die Defizite trägt und das IOK die Gewinne einsteckt», so Müri. Er fordert darum, dass an den geplanten Anhörungen in der Kommission auch ein IOK-Vertreter teilnimmt.

Ralf #49

newsinenglish.no: Oslo 2022: Referendum set over Olympic bid

Taxpayers in Oslo are going to get a rare chance to vote on an issue that involves billions of their tax money

newsinenglish.no: Olympic vote may exclude foreigners

Meanwhile, officials at Oslo’s metropolitan public transportation system, Ruter, have raised another red flag over holding an Olympics in Oslo. They advise against it, unless massive improvements are made to the metro lines serving Holmenkollen […] and other areas around the capital. They lack capacity to carry the thousands of people who would be trying to get up to the sporting events, pointing to the problems that occurred when Oslo hosted last year’s Nordic Skiing World Championships at Holmenkollen.

olympia-nein.ch: Wer zahlt das Olympia-Defizit?

Einerseits habe die Bündner Regierung erklärt, dass der Bund generell Finanzierung und Risiko für Organisation und Durchführung der Spiele übernehme, andererseits habe der Bundesrat erklärt, er decke alles – bis zu einer Milliarde.

dpa: Olympia-Bürgerbegehren: 29 000 Unterschriften fehlen noch

Otto #50

Südtirol Online vom 2.12.12: Olympia 2022: Südtirol winkt ab
http://www.stol.it/Artikel/Sport-im-Ueberblick/Vermischtes/Olympia-2022-Suedtirol-winkt-ab
„[…] Zu teuer, zu aufwändig und die Chancen, den Zuschlag zu bekommen, seien minimal, so Durnwalder gegenüber der Tageszeitung „Dolomiten“. Auf Südtirol kämen bei einer Austragung der Spiele Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro zu, schätzt der Landeshauptmann.“

Das Allgäu Online vom 8.12.12: FDP: Oberstdorf soll Austragungsort für Olympia 2022 werden
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/ticker/rsaradio/RSA-Radio-wintersport-nordisch-bewerbung-fdp-FDP-Oberstdorf-soll-Austragungsort-fuer-Olympia-2022-werden;art9573,1240454
„Der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae möchte den Nordischen Teil der Winterspiele 2022 nach Oberstdorf holen, nachdem der Deutsche Olympische Sportbund eine erneute Bewerbung Münchens um die Winterspiele begrüßen würde.“

Ralf #51
Ralf #52

Sonntagsblick: SVP-Amstutz stellt Bündnern Ultimatum – Olympia droht frühes Aus

«Um ein solches Projekt zum Fliegen zu bringen, braucht es ein stabiles Fundament. Und das Fundament ist die Bevölkerung des Kantons Graubünden.» «Es braucht deshalb jetzt rasch einen gemeinsamen Auftritt der ganzen Bündner Regierung. Und danach klare Volksentscheide im Bereich von 60 Prozent Zustimmung von Davos, St. Moritz sowie im ganzen Kanton Graubünden.»
[…]
«Ohne eindeutige Mehrheit der Bündner wird die SVP das Projekt bodigen

Ralf #53

NZZ: Olympia-Projekt ohne Defizitgarantie

Ein Defizit der in St. Moritz und Davos geplanten Winterspiele wäre ungedeckt: Der Kanton gibt keine Defizitgarantie ab, jene des Bundes ist gar keine.

Ralf #54

Dominik Hutter in der SZ: Ude rechnet nicht mit einem einstimmigen Votum des DOSB

Wer noch zu eigenen Lebzeiten eine Kandidatur Hamburgs oder Berlins um Sommerspiele erleben wolle, ‚muss eine deutsche Wintersport-Bewerbung verhindern‘, erklärte Ude am Freitag.
[…]
Zudem gelte es, Schwächen im vorliegenden Konzept zu überarbeiten. Das Gut Schwaiganger etwa, auf dem bei ‚München 2018‘ Langlauf und Biathlon stattfinden sollten, das aber zu den schneeärmsten Bereichen des Landkreises Garmisch-Partenkirchen zählt.
[…]
Unter den bisherigen Bewerbern für 2022 finde sich kein potenter Wirtschaftsraum mit besten Verbindungen zum IOC

olympia-nein.ch: Die Olympia-Nein-Kampagne ist transparent finanziert

Ralf #55

SP Graubünden: 10 wirtschaftspolitische Gründe gegen Olympia

Die Südostschweiz: Olympia: «Mehr Schaden als Nutzen»

Davoser Zeitung: Olympia schadet dem Breitensport

AZ: Rettung für den Olyberg-Slalom

40 Lkw-Fuhren Schnee aus Reit im Winkl.

Ralf #56

NZZ: «Kleine Spiele» sind kein Thema mehr – Bündner Bürgerliche im Olympia-Fieber

Vereinssprecher Christian Gartmann räumte mit der Mär der «kleinen Spiele» auf. «Es wird kleinere Spiele geben, als es sie in der Vergangenheit gab, aber kleine Olympische Spiele; so etwas gibt es nicht
[…]
Am wichtigsten aber – das wisse sie aus persönlichen Gesprächen – sei den Befürwortern die Kanalisierung von Bundessubventionen nach Graubünden. Tatsächlich erinnerte FDP-Ständerat Martin Schmid vor den Medien daran, dass jeder Bündner Investitionsfranken mit fünf Franken des Bundes ergänzt werde.

Tageswoche: Olympia im Bünderland: Der Traum von einem neuen Land

Bis zu zwei Generationen könnten den Boden nicht mehr bewirtschaften

nolympia.de: Die Zukunft des Skirennens?

Otto #57

Thomas Schmidt in Münchner Merkur vom 14.01.2013 (Print):

Weniger als 10.000 Unterschriften: „Olympia-Begehren vor dem Scheitern“

„[…] Bis Dienstag wollte die Initiative „München Pro 2022“ 35000 Unterschriften für den Bürgerentscheid sammeln. Doch bis gestern kamen kaum 10000 zusammen.
[…]
Zudem gibt es zwischen Schmidbauer und OB Christian Ude keine Streit über die Notwendigkeit einer Bürgerbeteiligung. Zoff gibt es nur über den Zeitplan. Schmidbauer will im April abstimmen lassen, Ude erst im November. Bei solchen Feinheiten ist es schwierig, das Wahlvolk zu mobilisieren – selbst wenn die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt entscheidend sein könnte für Münchens Chancen. Kommt das Begehren zu früh, sind viele Fragen noch offen: Die Finanzierung der Bewerbung, die Haltung des Sports, wer sind die Konkurrenten? Kommt das Begehren zu spät, ist die Zeit für eine ordentliche Kandidatur gefährlich knapp.
[…]
Es ist ein schmaler Grat, auf dem Politiker und Sportfunktionäre mit jeweils ganz eigenen Interessen wandeln.

Schmidbauer kämpft derweilen mit handfesten Schwierigkeiten. […] „Uns fehlt hinten und vorne das Geld“ gesteht Schmidbauer.“

Ralf #58
Ralf #59
Ralf #60
Ralf #61

SZ: SPD verspricht Bentele sicheren Listenplatz

Laut Pfaffmann soll Bentele sich auch für eine neue Olympia-Kandidatur einbringen. Der Gesamtvorstand der Münchner SPD habe kürzlich ’nahezu einstimmig‘ beschlossen, dass die Stadt sich nach der gescheiterten Kandidatur für 2018 um die Winterspiele 2022 bewerben solle. ‚Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, die Gespräche mit dem Deutschen Olympischen Sportbund zu intensivieren‘, sagte Pfaffmann. Bentele solle sich mit der sportpolitischen Sprecherin im Stadtrat, Verena Dietl, ‚an die Spitze der Bewegung stellen‘.

Ralf #62

Rathaus-Umschau (S. 3): OB Ude appelliert an Olympia-Freunde: „Nicht ins eigene Knie schießen!“

Der Zeitplan für den Bürgerentscheid sei mit dem DOSB abgestimmt und stelle sicher, dass bis zum Tag des Bürgerentscheids, dem 10. November 2013, alle entscheidungserheblichen Fragen geklärt werden können, von etwaigen Korrekturen des Sportstättenkonzepts durch Wintersportverbände und DOSB über die Haltung des deutschen Sports bis zur Unterstützung durch die deutsche Wirtschaft und den Erfolgsaussichten aufgrund der endgültigen Bewerberlage.

Ralf #63

Christian Böhm in der Welt: „Überflüssig wie ein Kropf“

Dominik Hutter in der SZ (Printausgabe vom 05.02.): Ude attackiert CSU-Kampagne

Der Gescholtene zeigt sich empört über die „Großschnäuzigkeit“ Udes, dem bürgerliches Engagement offenbar völlig gleichgültig sei. „Er soll vor seiner eigenen Haustür kehren“, schimpft Schmidbauer, der dem OB vorwirft, die Unterschriftensammlung zu sabotieren.
[…]
„Wir geben nicht auf“, erklärt Schmidbauer, der […] allerdings [einräumt], bislang erst rund 10 000 Unterschriften gesammelt zu haben – nicht einmal ein Drittel dessen, was für einen Bürgerentscheid erforderlich ist.

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