#London2012 (X): Olympia in Sachsen

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LONDON. Was ich heute vor habe: In ein, zwei Stunden wird ein live-Blog für den ganzen Nachmittag/Abend aufgemacht. Da können wir die wunderbar entspannte und witzige Eröffnungsfeier nachklingen lassen und auch sonst über Olympia schwatzen. Abends habe ich ein Ticket, aber “non tabled” für die Schwimm-Finals. Wenn es in der Halle Wlan geben sollte, blogge ich live mit dem Laptop auf den Oberschenkeln oder am iPad (Formatierungen, Links und Fotos muss man sich dann denken). Oder ich setzt mich in das Sub-Pressezentrum und stöpsele das MacBook Air an die Internetleitung. So will ich es dann eigentlich bis zum Abschlusstag der Spiele halten. Das Millionstel an Eindrücken, Erlebnissen, Geschehnissen, Hintergründen, das ich als Einzelner von diesem Zirkus aufnehmen kann, das möchte ich, wie immer, gern teilen und diskutieren.

Während ich mich nun mit Overunderground in Richtung Westfield Mall in Stratford und MPC begebe, biete ich eine kleine Zeitreise an. Manch einer wird es schon vergessen haben. Andere, wie mein Sohn, der die Eröffnung gestern Klasse fand “Alles! Nicht nur Mr. Bean!”, wurden zu spät geboren, um zu wissen, dass die Spiele der XXX. Olympiade, wäre es nach deutschen Sportfunktionären gegangen, ja gar nicht in London stattfinden sollten.

Sondern in Leipzig.


LONDON. Was ich heute vor habe: In ein, zwei Stunden wird ein live-Blog für den ganzen Nachmittag/Abend aufgemacht. Da können wir die…
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ha #1

“Wir” haben schon das erste Gold “vergeben”, titeln Blätter gerade zum Biedermann-“Debakel”.
Das wäre in Leibzsch garantiert nicht passiert!

(Und damit ist die nächtliche Entspannungsphase auch schon wieder gröblichst beendet.)

Jens Weinreich #2

Oh, da habe ich wohl wieder was verpasst. Deutschland in Not, was meinst Du?

mb #3

Laut ZDF ist Biedermann in seinem Vorlauf über 400m Freistil die ersten 200m zu schnell angegangen (Experte Keller: “die ersten 50 sogar unter seinem WR”). Biedermann im Flash-Interview anderer Meinung.

Biedermanns Zeit reicht nicht für das Finale am Abend (ZDF Thomas Wark: “er braucht heute abend nicht in die Halle zu kommen”).

ha #4

Naja, “wir” haben Medaillendebakel, andere Staatsbankrotte.

Fürchte nur, erstere werden für schlimmer gehalten. Die übliche Dramapalette wird sich auftun: Wie konnte es dazu nur kommen? Zu viel Popkultur um Steffen/Biedermann? Vesper mutmaßlich: “leider nicht der erhoffte Schub”.
Und was soll bloß aus dem neuen “Helden-App” der Sporthilfe werden. Kann man nur hoffen, Greipel reißt es raus.
Am Ende die erwartbaren Stimmen der Vernunft: Nun aber bitte nicht zu viel Kritik – siehe Robert Enke.

Was ich sagen will: Das Grauen hat begonnen.

Gua #5

Oh nein und was ist jetzt mit der Zielvorgabe? ;(

mb #6

Gua 5, jetzt muss halt Turmspringen ran. Oder aber das ad-hoc Meilensteingespräch am Beckenrand ergibt: Auch Sportler der Herzen zählen als Medaille.

indykiste #7

Was ich sagen will: Das Grauen hat begonnen.

Ja, aber wir haben doch noch den “Deutschland-Achter”!!!EINSELF! :D

Tim #8

Die 4x 100m Freistilstaffel der Damen ist übrigens auch schon raus…für das ZDF ist der erste Tag beim Schwimmen schon ein Debakel

mb #9

@jw, ist jetzt hier noch Leipzig Trumpf oder können wir schon auf Aktuelles umschalten?

mb #10

#7 unter Dramaturgieaspekten wäre ein Hoffnungslauf des Achters aber besser gewesen. Jetzt muss bis Mittwoch die “Wir”-Zeit überbrückt werden.

Jens Weinreich #11

@ mb: Ich beginne sofort einen neuen Beitrag.

Rudinho #12

Qualität der ZDF-Übertragung passt sich dem Niveau des deutschen Schwimmteams nahtlos an.

Sehr kluger Kommentar bei Facebook entdeckt (#zdfsport)

McCluskey #13

Zu obigem Beitrag ein paar Erinnerungen von mir als Riesaer. Erwähnter Wolfram Köhler (später als Manager von Axel Schulz und heute als Kindergärtner in Florida tätig) hatte mit bis heute nicht völlig klaren Methoden und Summen eine überdimensionierte Veranstaltungshalle in die Gegend geklotzt und dorthin Leute wie Muhammad Ali, Elton John, AC/DC, Bryan Adams etc. geholt. Nicht vergessen, wir sind nicht Leipzig oder Dresden sondern eine Provinzstadt von derzeit etwa 37.000 Einwohnern. Als dann die Olympiapläne Köhlers in der Lokalpresse auftauchten, dachten viele: “Jetzt ist er völlig verrückt geworden!” Denn wenn ich mich recht erinnere, bezogen sich diese Überlegungen einzig und allein auf Riesa, Leipzig kam erst viel später – wahrscheinlich, als er den Irrsinn erkannte – ins Spiel.

Ich habe damals die Verkündung der offiziellen Kandidatenstädte, bei der Leipzig durch den Rost fiel, im TV verfolgt. Die Open Air-Veranstaltung in der Messestadt war aber auch so richtig schön piefig aufgezogen. Mit Puhdys-Auftritt und vielen Anwesenden, die Rogges huschhusch-Verkündung gar nicht recht verstanden und sich ziemlich verdattert anstarrten. “Was, das war’s schon?”

Die Verschwörungstheorien habe ich nur am Rande mitbekommen. Der Tenor der Kritik, wie ich sie überwiegend registrierte, bezog sich auf eine Äußerung Jacques Rogges späteren Datums, in der er sagte, dass das IOC prinzipiell keine Sommerspiele mehr in Städte unter einer Million Einwohner vergeben würde. Daher hieß es also meistens: “Warum hat der das nicht gleich gesagt? Dann hätten wir uns den ganzen Sch… hier sparen können…”

Mittlerweile ist Köhler längst nach Hinterlassung eines Schulden- und Problembergs weg, Elton John kommt auch nicht mehr – aber wenigstens Florian Silbereisen, Andy Borg und Mario Barth suchen Riesa regelmäßig heim. Kollateralschäden einer missglückten Olympiabewerbung…

McCluskey #14

Ich les mir gerade mit Interesse oben verlinkte Dipomarbeit durch und sehe, dass die Größenproblematik von Seiten des IOC durchaus bereits vor dem nationalen Entscheid zugunsten Leipzigs angesprochen wurde – wieder was gelernt!

Marc #15

Olympische Spiele bei den Sachsen oder Angelsachsen, was solls? In beiden Ländern haben sozialdemokratische Regierungen denen, die es schon haben, Steuerspargesetze (und andere Extras) verschafft.

blaumann #16

ganz so wichtig sind die Spiele nicht, Schalke is ja nich dabei

Jens Weinreich #17

Sie wollten “das Lillehammer des Sommers” werden, sagt Dirk Thärichen heute. Hatte ich auch noch nicht gehört. Oder schon wieder vergessen.

Ralf #18

dapd: Tröger für Sommerspiele

‘Eine Sommerbewerbung für 2024 hätte durchaus auch eine Chance. Ich muss da an Hamburg, Berlin oder auch Leipzig denken.’

Ralf #19

Hanns-Georg Rodek in der Welt: Wie Gerhard Schröder Leni Riefenstahl verkaufte

Schröder wollte mit kooperativem Verhalten die Olympiabewerbung von Leipzig fördern, die trotzdem grandios baden ging; Leipzig kam nicht einmal in die Runde der letzten Fünf. Das IOC hingegen bekam mit Vertrag vom 22. Dezember 2003 seinen Film, und ein halbes Jahr danach warf es Leipzig aus dem Rennen.

Der eigentliche Skandal an dem Vorgang – der in Archivkreisen helle Empörung hervorrief – liegt in der Art und Weise, wie “Olympia” als Verhandlungschip auf den Pokertisch der Leipziger Bewerbung geworfen wurde. Es war, um einen Vergleich zu konstruieren, als ob der Kanzler kurzerhand die Nofretete zurück gebe, damit deutsche Firmen die Förderrechte an ägyptischen Erdölfeldern erhalten (von denen sich dann heraus stellt, dass es gar keine gibt).

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