„Change FIFA!“

Wir wissen ja nun alle, dass sich der Fußball-Weltverband FIFA gemäß seines Alleinherrschers @seppblatter in bester Verfassung befindet. Krise? Nö. Korruption? Only some difficulties, kreiert von Lügenjournalisten.

Komischerweise wächst außerhalb der nach mafiösen Gesetzmäßigkeiten strukturierten FIFA-Familie der Widerstand gegen Sepp und seine Wahrheitsallergiker. Mal sehen, wozu Social Media fähig ist. Bisher hat es nur noch niemand so richtig versucht.

Es gibt viele Initiativen derzeit, aber noch rollt der Tsunami nicht richtig. ChangeFIFA (Twitter-Account, Facebook-Page) ist nur eine dieser Initiativen:

[youtube gAAZVOLGSjo nolink]

Schaun mer mal, wo das noch hinführt. Heute Abend gibt es bei der Junioren-WM in Dänemark jedenfalls eine Anti-Blatter und Anti-FIFA-Demo.

Ob sich der Sepp morgen bei der Eröffnung der Frauen-WM, die in deutschen Medien in vorauseilendem Gehorsam gern auch FIFA-WM genannt wird, an Applaus erfreuen darf? Werden die Sicherheitskräfte Anti-Blatter und Anti-FIFA-Plakate verbieten? Die Stadion-Regie wird gewiss darauf aus sein, jegliche Missfallensbekundungen des Publikums zu unterbinden, optisch und akkustisch.

Haben Frauenfußball-Fans überhaupt eine Meinung zur flächendeckenden Korruption in der FIFA-Familie?

Die Initiatoren von ChangeFIFA bieten ihre Hilfe an, für alle, die am Sonntag noch gegen Sepp und seine Machenschaften Stellung beziehen wollen.

Ich fahr‘ dann mal los ins Olympiastadion, Sepp und Makudi treffen.

7 Gedanken zu „„Change FIFA!““

  1. Jones appelliert an die Fans, Blatter, anders als 2006, nicht auszupfeifen. Wir wollen doch „ein fairer und guter Gastgeber sein“. Genau!
    Das ungefähr 20. „gesellschaftspolitische Signal“, das von dieser WM ausgehen soll: Friede-Freude-FIFA-Kuchen.

    Aber Du fragtest ja, und vielleicht sind die weniger glattgebügelt, nach den Fans ;-D

  2. Radio-Tip (Bayern 2, Dossier Politik, 29.06., 21:30 Uhr): Wenn sich die Demokratie unterwirft – Korruption und Sonderrechte im Sport

    Die Themen im Einzelnen

    Wie Korruption funktioniert – das Beispiel ISL (Rainer Volk)
    Der Staat schaut zu, Teil 1: Schweizer Sonderregeln für die Sportverbände (Malte Pieper)
    Der Staat schaut zu, Teil 2: Warum Korruption im Sport keine rechtlichen Konsequenzen hat (Sebastian Krause)
    Die „Selbstreinigung“ in der „Familie“ – eine Farce (Herbert Fischer-Solms)
    Wenn sich eine Demokratie unterwirft: Die vertraglich garantierten Sonderregeln des IOC (Tim Aßmann)

    Redaktion: Ingo Lierheimer
    Moderation: Christina Teuthorn

  3. NZZ-online, 5.7.11:
    Britisches Parlament rügt Fifa
    Fussball-Weltverband sei an Aufarbeitung der Korruptionsvorwürfe nicht interessiert

    http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/fifa_england_wm-vergabe_1.11199210.html

    „Der Schlussbericht der britischen Parlamentskommission zu den vergangenen WM-Vergaben hat kein gutes Haar an der Fifa gelassen. Der 31-seitige Bericht kommt zum Schluss, dass eine vollumfängliche unabhängige Untersuchung dringend nötig sei.“

  4. Pingback: Die FIFA und die Medien: Gruß aus Nordkorea (II) : sport and politics

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