Die Zukunft der Zeitung (II)

 •  • 10 Comments

Anfang Dezember haben wir ein Video diskutiert, das einen Vorgeschmack darauf gibt, wie Sports Illustrated auf einem iPad-ähnlichen Gerät aussehen könnte. Inzwischen gibt es das iPad, und die Präsentation von Sports Illustrated wurde auch weiter entwickelt:

Und damit nicht wieder jemand darauf hinweisen muss, dass in der Überschrift „Die Zukunft der Zeitung“ steht, dann aber ein Magazin vorgestellt wird – das ist mir klar. Niemand hindert Zeitungsmacher daran, ihre Produkte ähnlich zu präsentieren.

Nachtrag: Das hier bitte auch mal ansehen. Danke für den Link an Martin Sommerfeld!

Mag+ from Bonnier on Vimeo.

cf #1

da schau her. jetzt wird auch bei weinreichs geflattrt…

das führt mich auch gleich zur preisfrage: was haben jensweinreich.de und flattr gemeinsam? auch flattr will „in kürze“ andere zahlungsarten (als paypal) unterstützen. will jemand wetten, wer von den beiden es als erstes schafft?

Jens Weinreich #2

Schlimm, dieses Internetz. Da kann man nachts nicht mal seelenruhig und unbeobachtet was ausprobieren.

Bastl #3

Oder man muss einen extra Flattr Account für Jens einrichten wenn man direkt eine gewisse Summe spenden will ohne Paypal zu benutzen ;-)

Zum Thema:
Sieht ziemlich gut aus was Sports Illustrated da macht. Allerdings schätze ich mal das die Leute es auch so mindestens erwarten. Man stelle sich vor jemand bringt ein Zeitungsformat für ein Internetfähiges Gerät und benutzt nicht mal die normalen Möglichkeiten wie eingebette Videos, Verlinkung auf andere Artikel, Anreicherung mit im Internet verfügbaren Inhalten (Bildern, Statistiken, Umfragen, vlt auch Forendiskussionen zum Thema welches man gerade anguckt(falls man sowas hat, gibts ja bei einigen Nachrichtenseiten)).
Vielleicht nehmen sich ja die Anbieter weltweit Sports Illustrated als Standard und versuchen darauf aufzubauen.

Oliver Fritsch #4

„Niemand hindert Zeitungsmacher daran, ihre Produkte ähnlich zu präsentieren.“

Für Videos gilt das nicht uneingeschränkt. Glaubt mir.

dominik s. #5

Die spannendste Frage: Wie haben diese Teufelskerle von Sports Illustrated Johnny Cash exhumiert, um den Text für diese Video-Präsentation einzusprechen, bitteschön???

AM #6

Gibt es auch Infos darüber, wie man solche Formate finanziert? z.B. über Abos oder Online-Bezahldienste? Nur über Anzeigen wird ein solches Magazin doch sicherlich nicht zu finanzieren sein…

Horst #7

@2/jw: Probieren Sie es doch mal mit einer (deutschen) Kontoverbindung … PayPal-Verächter werden auch flattr nicht mögen (so von mir auf andere geschlossen).

Jens Weinreich #8

Mach ich, Horst. Kommende Woche, Pionierehrenwort. Ich richte eine Überblicksseite mit etlichen Optionen ein. Flattr ist ein Versuch, habe selbst schon ein bisschen rumgeflattert und meine Markierungen hinterlassen.

Martin Sommerfeld #9

Ich weiß ich weiß, das ist natürlich nicht das zentrale deiner Aussage, aber die Videoeinbettung im Clip halte ich auch für etwas „viel versprochen“ – denn gerade bei Sport müssen da ja auch die Rechte vorliegen, sonst kommen da so nachgestellte Pseudo-Szenen raus, wie derzeit öfter mal (ich glaube bei SPON gibte es das gerne).

Keine Ahnung ob ich dieses Video von Bonnier zu Mag+ schonmal in einem Kommentar verlinkt hatte? Falls ja sorry. Fand ich jedenfalls auch sehr erhellend.

Jens Weinreich #10

Ich habe das Video in den Kurzbeitrag eingebaut, Danke.

Martin, ich glaube, die Rechtefrage ist zweitrangig. Es geht erst einmal um das Prinzip und die Möglichkeiten, die damit verbunden sind. Da fallen mir viele Begriffe ein: Storytelling. Hintergrund-Präsentation (journalistische Hintergründe). Einbindung von journalistisch aufbereiteten Daten. etc. pp. Also viel mehr als nur das allgemein-oberflächliche: Text, Bild, Video, Sportstatistiken.

Wir wissen doch alle, dass viele Videos, die auf den derzeit vorhandenen Internetangeboten von „Qualitätsmedien“ angeboten werden, oft nur störend sind und nichts weiter als: bewegte Bilder. Und natürlich stellt sich die Rechtefrage etwa bei Olympischen Spielen oder Fussball-Weltmeisterschaften. Da muss man halt findig sein. Es geht auch ohne Exklusivrechte (da bleibt auch nicht mehr alles, wie es seit Jahrzehnten war); es geht dann, wenn man Videoeinbindung nicht einfach nur als Einbindung von Bewegtbildern betrachtet, sondern inhaltlich-journalistisch. Du weißt sicher, was ich meine, ohne dass ich gleich wieder einen Roman schreibe :)

Dazu ergänzend zwei Diskussionen:

Die IOC-Bloggerrichtlinien für Olympiateilnehmer

Wem gehört der Sport: Journalismus, TV-Rechte und die Kontrolle der Bilder im Zeitalter von Twitter

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