Kriselnde Olympiabewerbung München 2018: Abschied von Geschäftsführer Adam

Es geht drunter und drüber zwischen München (Olympia GmbH) und Frankfurt am Main (DOSB, Hauptgesellschafter der Olympia GmbH).

Gerade teilt die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH mit:

Änderung in der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH

München, 22. März 2010 – Die Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und Herr Richard Adam haben sich einvernehmlich auf eine Beendigung seiner Tätigkeit als Geschäftsführer verständigt. Herr Adam wird der Gesellschaft im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages weiter zur Verfügung stehen. Die Geschäftsführung wird künftig durch Willy Bogner als Vorsitzenden und Bernhard Schwank gebildet.

Zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur gemeldet …

Die Münchner Bewerbungsgesellschaft für Olympia 2018 hat Geschäftsführer Richard Adam nach nur 16 Monaten im Amt mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

… und schreibt jetzt gar

Auch der autokratische Führungsstil Bogners löst bei einigen Mitstreitern der Kandidatur Widerstand aus.

Auffallend, dass in den dpa-Texten wieder mal der DOSB in bestem Licht erscheint. Armer Richard Adam, das hat er nicht verdient.

Handelt es sich um eine „Beurlaubung“ oder um eine „einvernehmliche Trennung“? Für die Öffentlichkeit ist das egal. Für Adam nicht.

Die Trennung hatte sich angedeutet. Über die Gründe wird noch zu reden sein. Und schließlich liegen derlei Trennungen ganz im deutschen olympischen Trend.

Mit 16 Monaten hat sich Richard Adam (l.), dem ich die Unzufriedenheit stets anzusehen glaubte, andere auch, verhältnismäßig lange im Amt gehalten als Olympia-Geschäftsführer – seit Februar 2009 an der Seite des ehemaligen NOK-Generalsekretärs und DOSB-Sportdirektors Bernhard Schwank (r.), seit November 2009 dem „Vorsitzenden der Geschäftsführung“ untergeordnet, Willy Bogner (M.).

Andere deutsche Olympiabewerber-Geschäftsführer waren kürzer zugange:

  1. Lutz Grüttke führte die Berlin 2000 Olympia GmbH einst nur von April bis September 1991. Sein Abgang vollzog sich viel schneller. Anders als Adam aber war Grüttke damals Alleinherrscher.
  2. Ad interim wurde die tolpatschig-lustige Berliner GmbH dann drei Monate vom Senatsrat Dietrich Hinkefuß geführt, ehe der unnachahmliche Axel Nawrocki (CDU) die Olympiaträume vollstreckte, d.h. den Karren routiniert gegen die Wand steuerte.
  3. Dirk Thärichen schaffte es im Jahr 2003 kein halbes Jahr an der Spitze der Leipziger Olympia GmbH – und an der Seite des Co-Geschäftsführers (von NOK-Gnaden) Mike de Vries – bis zu seiner Beurlaubung (zuvor war er auch in der nationalen Bewerberphase Geschäftsführer gewesen).

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102 Gedanken zu „Kriselnde Olympiabewerbung München 2018: Abschied von Geschäftsführer Adam“

  1. Ich fordere eine erneute Abstimmung, Jens. Die passt momentan vielleicht ganz gut :-) Der Tommy reibt sich im stillen Kämmerlein die Händchen…..“wie gut dass niemand weiß, dass ich euch bescheiß“ (und lieber Pyeongchang unterstützen täte, damit die mich dann zum Präsi machen).

  2. da legt enrasen natürlich den finger in die wunde — noch in/kurz nach vancouver hattest du ja noch die meinung vertreten, münchen sei im olympiawettrennen zumindest sowas wie der führende der herzen. und professionelles team, esprit, momentum und alles. wie passt das mit dem aktuellen geschehen zusammen? oder ist das nur lokalkolorit, sportpolitische provinzposse, und völlig unabhängig von den chancen der bewerbung?

  3. nicht dass ich wüsste (die suchfunktion auch nicht), war er denn überhaupt vor ort?
    aber ist das auch schon eine/die antwort? es ist ja nicht nur adam — immerhin titelst du ja hier „kriselnde olympiabewerbung“…

  4. Klar, er war auch vor Ort. Und Du hast doch hoffentlich gelesen und gehört, wie Bogner sich aufführt, wenn man ihn live in ein Radiostudio lässt. Sie sind jetzt wieder zu Hause und haben andere Aufgaben derzeit als zu antichambrieren. Da sieht’s halt äußerst bescheiden aus.

  5. cf, echt mal! Entscheidend is auf’m Platz, also was 2011 die stolzen neuen Kuckucksuhrbesitzer sagen und nicht irgendwelche Personalwechsel in der Kabine!

    (Wurde es dir verboten diese schöne Seite als Website zu verwenden? :))

  6. @gua
    der hausherr würde das wort „verbieten“ in diesem zusammenhang natürlich nie in den mund nehmen!

  7. Gua: Deutschland sorgt sich um Olympia, und Du hast nichts Besseres zu tun, als schlecht getarnte Gerüchte zu verbreiten, ich würde Verbote aussprechen?

    Wahr ist, dass ich cf vor einigen Tagen wahrheitsgemäß mitteilte:

    @ cf: Die Qualität Deiner Links lässt ebenfalls zu wünschen übrig.

  8. Jens, wenn es um Maskottchenfotos geht traue ich dir (fast) ALLES zu was gegen diese gerichtet ist! Und ich sorge mich genauso viel um Olympia, wie ich mir eine Finalteilname der deutschen Nationalmannschaft im Sommer wünsche. ;)

  9. Pingback: München - Blog - 22 Mar 2010

  10. Vielen Dank, rf. Ein in der Tat sehr interessanter Artikel von Alexander Kain, den Du da verlinkst. In der PNP steht u.a.:

    Insider erklärten unterdessen gegenüber der PNP, dass sich die bayerische Bewerbung „kaum anders entwickelt habe wie andere Olympiabewerbungen auch, wie Leipzig und Berlin etwa“. Die Rede war von Versuchen, die Bewerbung zum „Selbstbedienungsladen zu machen. So sollen bei der Olympiabewerbungsgesellschaft durchaus Anfragen von Sportfunktionären nach Einladungen, Essensterminen und Hotelaufenthalten eingegangen sein. Adam habe versucht, sich dem entgegenzusetzen.

  11. Ich finde auch das folgende Zitat bemerkenswert:

    Die Olympiabewerbung, so Insider, sei jetzt „kein Ding mehr von Stadt und Freistaat, sondern dem DOSB“. Geschäftsführer Schwank als DOSB-Mann sei für das operative Geschäft zuständig, und Bogner als Ausstatter des DOSB beiße nicht die Hand, die ihn füttere.

    Eine Bewerbung der Garmischer und Oberammergauer Bevölkerung ist es sowieso schon lange nicht mehr!

  12. Lieber Ralf,
    nachdem uns, die Garmisch-Partenkirchner Bevölkerung noch nie jemand gefragt hat, ob wir die Olympischen Winterspiele wollen oder nicht, war es auch noch nie unsere Bewerbung.
    Tatsache ist, dass es kein eindeutiges Votum, also 50% + x in unserem Ort gibt. Das waren bisher die Parolen der Herrn Bogner, Ude, Schmid und der sonstigen Grössen dieser Bewerbung.
    Herr Bogner will Pullover verkaufen.
    Herr Ude will sich am Ende seiner Amtszeit ein Denkmal setzen.
    Herr Schmid (der grösste Bürgermeister aller Zeiten nach Herrn Ude) strebt sowieso aus den Niederungen der oberbayerischen Provinz nach Höherem.
    Wir werden es nicht zulassen, dass die Einzelinteressen der oben Genannten diesen Ort kaputt machen, weil es eine Zeit nach Bogner, Ude und Schmid gibt, deren Halbwertzeit hoffentlich am mit der Entscheidung von Durban abläuft.

  13. Prima die Diskussion… aber ein gutes Zeichen. Die Diskussion erinnert mich an die Bewerbungsphase von Albertville. Drunter und drüber, Chaos, Undurchsichtige Finanzierungswege, Widerstand, Geschäftsführer entlassen usw. Nachdem die super Organisation Nolympia ja gerade Albertville als Paradebeispiel für ihre Zwecke fast schon misbraucht passt ja alles für 2018.

  14. Ja freilich. Sollte einfach heißen, daß für die Bewerbung 2018 in München alles klar läuft auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Ein kleiner Blick in die Geschichtsbücher unterstützt diese Behauptung, auch wenn es der eine oder andere nicht wahrhaben will.

  15. Ein kleiner Blick in die Geschichtsbücher unterstützt diese Behauptung, auch wenn es der eine oder andere nicht wahrhaben will.

    Wenn man die deutschen Geschichtsbücher links liegen lässt, speziell die Kapitel Leipzig und Berlin.

  16. Merkur: Olympia-Bewerbung: Auch Weilheim-Schongau ins Konzept einbinden

    Von [Prof. Wolfgang] Seiler stammt das mögliche neue „Leuchtturmprojekt“ als Alternative zu einem Biosphärenreservat. „Natur, Kulturerbe und Bildung – gemeinsames Handeln in der Olympia-Region“ steht über dem Entwurf, den Seiler schon intensiv mit dem Alpenverein, Umweltministerium, Landesbund für Vogelschutz usw. abgestimmt hat.

  17. Merkur: Grüne: Neue Kritik an der Olympia-Bewerbung

    Viele Grünen-Mitglieder hätten nur wegen dieses Umweltkonzepts für die Bewerbung gestimmt, meint Hanna Sammüller, die Vorsitzende des Münchner Stadtverbands. Der Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann geht noch weiter. Das Umweltkonzept müsse nochmals auf die Tagesordnung des Stadtverbands, fordert Hartmann.

    Berthold Neff in der SZ: Kein Biosphärenreservat – Nichts mit grünen Spielen

    Es gelte nun, so [Grünen-]Stadträtin Sabine Krieger, „möglichst schnell einen vollwertigen Ersatz für diese wichtige ökologische Komponente der Münchner Bewerbung zu schaffen“.

  18. daniel drepper schreibt für das zdf über die „harsche kritik“ der behindertensportler über die münchener bewerbung. sehr schön vor allem sein finish:

    Während das Trio [Bach, Vesper und Bogner] den Olympischen Winterspielen in kompletter Länge beiwohnte, war Bach bei den Paralympics zu Beginn da, Vesper gegen Ende und Bogner lediglich die letzten zwei Tage. Fraglich ist, inwieweit die paralympische Bewegung oder das Skifahren im Vordergrund standen.

  19. Heiner Effern in der SZ: Ein Umweltkonzept – aber keine Finanzierung

    Nun müssen die Kommunen München und Garmisch-Partenkirchen klären, wie sie die dafür notwendigen 100 Millionen Euro aufbringen wollen.
    […]
    Olympia-Kritiker wie der Grünen-Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann haben mehr erwartet. „Was da als neu verkauft wird, klingt wie die Umsetzung des längst bestehenden Arten- und Biotopschutzkonzepts des Landkreises.“

    Merkur: Hotel- und Gaststättenverband: Vorstand steht hinter Olympia 2018

  20. Wer kann mir das folgende Zahlenspiel erklären?

    Berchtesgadener Anzeiger: 900 Zimmer gesucht

    Zwischenzeitlich sind in Berchtesgaden bereits über 400 Zimmer vertraglich zugesichert […] »Von den 34 angeschriebenen Gastgebern haben uns mittlerweile 32 Betriebe einen Großteil ihrer Zimmer zur Verfügung gestellt« […] Trotzdem fehlen im Moment noch rund 900 Zimmer.

    Die verbleibenden zwei Gastgeber liefern dann jeweils 450 Zimmer?

  21. @Ralph
    Das kann ich, als Garmisch-Partenkirchner Dir erklären: die Zimmer fehlen im Raum Garmisch-Partenkirchen, dort sind viele Vermieter nicht bereit, sich mit Haut und Haar der Bewerbergesellschaft zu verkaufen. Die Erfahrungen aus den Verträgen für die Ski-WM 2011 machen sich hier bemerkbar.
    Vorgestern tagte der regionale Hotel- und Gaststättenverband: von den Hoteliers und Gastronomen ging, vorsichtig ausgedrückt, nicht gerade Begeisterung aus, wenn man von den Vorständen des BHG einmal absieht. Immerhin hat sich Herr Schwank höchstpersönlich nach GAP bewegt um die Vermieter vom Segen der Olympischen Winterspiele zu überzeugen.

  22. @ antioly:

    Aber worauf hofft man in Berchtesgaden noch, wenn offensichtlich nur noch zwei Rückmeldungen ausstehen? Daß genau diese beiden Hotels jeweils 450 Zimmer zur Verfügung stellen werden? Oder daß irgendein Investor den Bau von Hotels mit 900 Zimmern garantiert?

    Weitere Hiobsbotschaft aus Berchtesgaden:

    Trostberger Tagblatt: WM am Königssee in Gefahr

  23. dradio.de (mp3-Datei): Interview Dieter Janecek Bündnis90/Die Grünen – Nach Weggang von Richard Adam

    Interview Dieter Janecek Bündnis90/Die Grünen – Nach Weggang von Richard Adam
    Sendezeit: 28.03.2010 19:49
    Autor: Sturmberg, Jessica
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Sport
    Länge: 06:07 Minuten

    dradio.de (mp3-Datei): München Olympiabewerbung 2018: Hintergründe zum Weggang von Richard Adam

    München Olympiabewerbung 2018: Hintergründe zum Weggang von Richard Adam
    Sendezeit: 28.03.2010 19:45
    Autor: Weinreich, Jens
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Sport
    Länge: 04:24 Minuten

  24. Super Idee der Bewerbergesellschaft: eine Karawane, bestehend aus den neuesten (natürlich umweltschonenden) BMW-Modellen (und die asoziierter Marken) pflügt mít Kati Witt und Herrn Ude an der Spitze durch Oberbayern (wohlgemerkt auf der B2, am Starnberger See entlang), um im Olympia Skistadion zu Garmisch-Partenkirchen lecker bayerisches Fingerfood und die Märchen der Gebrüder „Olympia“ (Ude, Schwank, Schmid) zu geniessen.
    Soviel zum Thema „nachhaltige grüne Spiele“ und gleichzeitig über die „Finanznot der Bewerbergesellschaft“

    http://muenchen.business-on.de/bmw-group-efficient-dynamics-rosi-mittermaier-_id7952.html

  25. sid: 150 000 Euro für Münchens Olympia-Bewerbung

    Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 präsentierte am Montagmittag fünf neue „Freunde“, die mit jeweils 30 000 Euro für eine weitere Aufstockung des Etats sorgen.
    […]
    Geschäftsführer Schwank geht davon aus, dass noch „viele, viele“ hinzukommen.

  26. AZ: Lieber Kultstätte als Olympia: Sechzger-Fans treffen Ude ins Herz

    „3 Mrd. Euro für drei Wochen im Winter, aber keinen Cent für 150 Jahre Tradition“ und „Wenn Du unseren Traum zerstörst, zerstören wir Deinen: Pro Pyeongchang 2018!“
    […]
    „So viel bringt Olympia der Stadt auch nicht“, meint Dallmeir, der auch schon weitere kreative und vor allem gewaltfreie Anti-Olympia- und Pro-Sechzger-Aktionen ankündigt.

    Bayerischer Bauernverband: Konkrete Planung erforderlich – Olympia 2018: Vertragsentwürfe für Grundstückseigentümer in Vorbereitung

    PNP: Olympia-Trainingsstätten im Bayerwald?

  27. Traunsteiner Tagblatt: Traunsteiner Polizeichef geht nach Garmisch-Partenkirchen

    »Die Besetzung mit einem Beamten des höheren Polizeivollzugsdienstes im Rang eines Polizeidirektors erscheint – auch aus Sicht von Innenminister Joachim Hermann – insbesondere wegen der Bedeutung der Dienststelle in Bezug auf die polizeiliche Aufgabenbewältigung hinsichtlich der Ski-WM 2011 und mit Blick auf die Olympia-Bewerbung 2018 notwendig.

  28. Ingmar Höhmann im Handelsblatt: Münchens Olympiamacher verlieren an Boden

    Ganze 150 000 Euro zahlen die fünf Unterstützer insgesamt. Das ist bei einem geplanten Bewerbungsbudget von 30 Mio. Euro nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – noch fehlen den Organisatoren rund zehn Mio. Euro im Etat.
    […]
    Das Comeback von Lee könne sich auf Münchens Kandidatur ungünstig auswirken, sagt Jürgen Beckmann, Dekan der Fakultät für Sportwissenschaft an der Technischen Universität München. Zweimal hat sich Pyeongchang um die Olympischen Spiele beworben. „Samsung hat immer eine große Rolle gespielt“, sagt Beckmann.
    […]
    Olympia-Kritiker Hartmann sieht solche Umfragen jedoch skeptisch: „Wenn man kurz nach den Spielen von Vancouver fragt, ob auch München Olympiastadt werden soll, dann ist die Zustimmung hoch. Wenn man aber fragt, ob wir dafür 3,5 Mrd. Euro investieren sollen, dann erhält man ganz andere Ergebnisse.“

  29. Veranstaltungsreihe der Münchner Volkshochschule: München und die Olympischen Winterspiele 2018

    u.a.:

    Staffellauf nach Olympia: Willy Bogner im Gespräch mit Ulrich Chaussy (13. April 2010)
    Warum braucht München die Spiele? Ökologische Spiele – wie soll das gehen? Arbeitsplätze für München – was können die Bürgerinnen und Bürger erwarten?

    Großereignisse im Sport – eine philosophische Dekonstruktion (7. Juni 2010)
    Alles nur eine große Show und ein Riesenreibach oder hat das Sportereignis doch mehr zu bieten?

  30. Ringvorlesung des Lehrstuhls für Bauphysik der Technischen Universität München zum Thema „München 2018 – Bewerbung – Konzept – Nachhaltigkeit“ (Programm als pdf-Datei)

    u.a.:

    10.06.10
    „München 2018 – Blickpunkt Sport“
    Bernhard Schwank

    08.07.10
    „München 2018 – Das Erfolgskonzept
    Dipl.-Ing. Matthias Schöner, Dipl.-Ing. Michael Mangold

    22.07.10
    „München 2018 – Wie nachhaltig können Großsportveranstaltungen sein?“
    Dipl.- Ing. Boris Schwartz

  31. Willy Bogner bekommt Konkurrenz:

    Diskussionsveranstaltung der Jusos München Nord
    Dienstag, den 13.04.2010 – 19:00 Uhr
    SPD-Bürgerbüro, Belgradstr. 15a (MVV: U2 Hohenzollernplatz)
    Thema: Mal lieber hier geblieben – Olympia-Bewerbung 2018

  32. 2. Ökumenischer Kirchentag München 2010: Programmdatenbank

    u.a.:

    Olympia um jeden Preis?
    Gespräch
    Christian Ude, Oberbürgermeister, München
    Dr. Hans-Jochen Vogel, Oberbürgermeister von München 1960-1972, München
    Podium
    Herbert Fischer-Solms, Journalist, Köln
    Miriam Vogt, Weltmeisterin 1993, Präsidentin Bayerischer Skiverband, Oberammergau
    Gespräch
    Claudia Rudolff, Paralympicspfarrerin, Felsberg
    Hans-Gerd Schütt, Olympiapfarrer Kath. Kirche in Deutschland, Düsseldorf
    Thomas Weber, Olympiapfarrer Ev. Kirche in Deutschland, Gevelsberg

    Moderation:
    Christiane Hawranek, München
    Johannes Ostermann, Berlin

    Keine Bildung ohne Bewegung – Wie sieht die Praxis aus? – Was kann, soll und will die Politik tun?

    Die Hoffnung ist rund – Welche sozialen Anliegen verfolgt der Fußball? – Frauenfußballweltmeisterschaft 2011

  33. Heiner Effern und Thomas Kistner in der SZ (Printausgabe vom 16.04.): Als Bodyguard getarnt – Demütigungen und Peinlichkeiten: Wie der Geschäftsführer der Olympiagesellschaft aus dem Amt gedrängt wurde

    Zumindest bei manchen politischen Fürsprechern und Gästen der Bewerbung […] war es ein offenes Geheimnis, dass der Geschäftsführer Adam in Vancouver nur für Olympias Vorhöfe zugelassen war.
    […]
    Eine ursprünglich für Adam vorgesehene Topakkreditierung soll kurz vor Vancouver an […] Kati Witt […] weitergereicht worden sein.
    […]
    Sein Rückzug wurde offiziell zwar erst drei Wochen nach Spiele-Ende, am 22. März, […] verkündet, soll aber nach SZ-Informationen bereits in Vancouver stattgefunden haben.

  34. gamesbids.com: BidIndex 2018 Reveals A Two-Way Olympic Bid Race

    PyeongChang, South Korea holds the slight lead scoring 62.62 over Munich, Germany with 62.49. Annecy, France – the only other contender in the race is over 10 points back at 51.44.
    […]
    Before you draw any conclusions keep in mind that the race has barely begun and only about 25% of the information needed by BidIndex is available.

  35. dpa: Kein neuer Geschäftsführer für München 2018

    Die Olympia-Werber um Bach und Bogner verwiesen demonstrativ auf positive Umfragewerte in der Bevölkerung, die Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) als «grandiose Grundlage» bewertete. Dennoch will man noch intensiver um Zustimmung werben. So wird in Garmisch-Partenkirchen, wo die Schnee-Wettbewerbe vorgesehen sind, ein eigenes Informationsbüro eingerichtet. Die Eröffnung erfolgt am 18. Mai.

    sid: Regierung gibt grünes Licht für Olympisches Dorf

    Ude sprach von 10,9 Prozent Olympia-Gegnern in München, 69,6 Prozent der 1000 Befragten unterstützten dagegen die Bewerbung.

  36. Da hat der Herr Ude wieder einmal die Rechnung ohne den Wirt, sprich ohne die Bevölkerung in Garmisch-Partenkirchen, gemacht.
    Es wird ein Bürgerbegehren geben, dann haben wir die tatsächlichen, nicht gekauften, nicht geschönten und nicht erwünschten Zahlen auf dem Tisch.

  37. Zur Vervollständigung der „Datensammlung“, ein paar Auszüge des Berichts von Heiner Effern aus der SZ vom 13.04.2010 (Bayernteil, Seite 34), (leider kein link):

    „Ruf nach früherer Information
    Bürgermeister der Region rüffeln die Planer für Olympia 2018

    Olympische Winterspiele 2018 im Werdenfelser Land – nicht nur der Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister Thomas Schmid bekam weiche Knie bei dieser Vorstellung. Auch in vielen Nachbar-Rathäusern löste diese Aussicht anfangs große Freude aus. Doch die ist bei den meisten Bürgermeistern mittlerweise stark gedämpft. Denn sie fühlen sich von den Planern in München missachtet und schlecht informiert. In einem geharnischten Brief an die Bewerbungsgesellschaft 2018 in München machen sie ihrer Wut Luft: „Mit diesem Vorgehen und dieser Informationspolitik wird keine Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit geschaffen“, schreiben sie an die Bewerbungsgesellschaft. Erstmals trauten die Gemeindeoberhäupter ihren Ohren nicht, als die Bewerber im Oktober 2009 ihr Umweltkonzept vorstellten. ….

    Doch die von einem solch weitläufigen Schutzgebiet stark betroffenen Gemeinden in der Region hatten bis auf Garmisch davon noch nie etwas gehört. ….

    Nur Schmid einbezogen

    Dass das Biosphärenreservat geplatz ist, erfuhren die Bürgermeister dann wiederum nur aus den Medien. Gescheitert sei es aber nicht an der Region, schreiben sie in ihrem Brandbrief vom 25. März nach München. „Vielmehr hat die Bewerbungsgesellschaft es versäumt, eine vernünftige Grundlage für die Diskussion in den Gemeinderäten erstellen zu lassen.“ Nun haben die Bewerber vor kurzem einen vom Alpenverein angeregten Ersatz für die Unesco-Pläne ins Umweltkonzept aufgenommen. Erfahren haben die Werdenfelser Bürgermeister davon – aus den Medien. ….

    „Auch jetzt wird wieder ausgearbeitet, verhandelt und beschlossen. Nur die betroffenen Grundstücksbesitzer sind bisher wieder außen vor.“ Auch ihr Angebot, den Kreisverband des Gemeindetags als Ansprechpartner für Themen wie etwa die Verkehrsplanung zu nutzen, habe bisher niemand angenommen. Trotzdem seien sie immer noch zur Zusammenarbeit bereit……“

  38. Merkur: Olympia 2018: Die Münchner sind dafür

    Demnach stehen 69,6 Prozent der Münchner hinter der Bewerbung, in Oberbayern sind es mit „zirka 70 Prozent“ etwa genauso viel. Nur Garmisch hinkt etwas hinterher. Dort befürworten nur 64,8 Prozent die Bewerbung.
    […]
    Geklärt haben die Gesellschafter mittlerweile, dass die Kosten für den Bau der Sportstätten zwischen Bund, Land und betroffener Kommune gedrittelt werden sollen. Unsicher ist hingegen, wer eventuelle Defizite bei der Organisation der Spiele aufgefängt. Laut Ude sollen die kleineren Kommunen Garmisch und Oberammergau sowie das Berchtesgadener Land verschont werden.

    Jan Bielicki in der SZ (Printausgabe vom 17.04.): Werbung in der Stadt der Olympia-Kritiker

    Doch 20 Prozent der Garmischer lehnen Olympia ab.
    […]
    „Wenn ich ein Gegner oder Olympia-Skeptiker wäre, wäre ich erschüttert und zu Tode betrübt“, spottete Münchens OB Christian Ude.

    Wer zuletzt lacht, lacht am besten, Herr Ude!

    Merkur: Olympia 2018: Die Vereine sind gefragt

    „Sie hätten die Sportbasis viel früher und besser einbinden müssen“, sagt von Wittern. „Die Menschen wurden übergangen.“ Die Grundhaltung sei jedoch positiv. „Nur die Pläne mit Oberammergau versteht eigentlich niemand“, meint er.
    […]
    „Wenn die Sache daneben geht, zahlt die Allgemeinheit dafür. Dann wird als erstes wieder bei Sozialleistungen und der Sportförderung gespart“, befürchtet von Wittern.
    […]
    Außerdem dürften Nicht-Wintersportarten sowie der Schul-, Behinderten- und Breitensport nicht unter einer Olympiabewerbung leiden.

    Weiß Herr von Wittern denn, was der Bau einer temporären Eisschnelllaufhalle für die Zentale Hochschulsportanlage ZHS bedeutet?

  39. Merkur: Olympia 2018: Die Münchner sind dafür

    Demnach stehen 69,6 Prozent der Münchner hinter der Bewerbung, in Oberbayern sind es mit „zirka 70 Prozent“ etwa genauso viel. Nur Garmisch hinkt etwas hinterher. Dort befürworten nur 64,8 Prozent die Bewerbung.
    […]
    Geklärt haben die Gesellschafter mittlerweile, dass die Kosten für den Bau der Sportstätten zwischen Bund, Land und betroffener Kommune gedrittelt werden sollen. Unsicher ist hingegen, wer eventuelle Defizite bei der Organisation der Spiele aufgefängt. Laut Ude sollen die kleineren Kommunen Garmisch und Oberammergau sowie das Berchtesgadener Land verschont werden.

  40. Jan Bielicki in der SZ (Printausgabe vom 17.04.): Werbung in der Stadt der Olympia-Kritiker

    Doch 20 Prozent der Garmischer lehnen Olympia ab.
    […]
    „Wenn ich ein Gegner oder Olympia-Skeptiker wäre, wäre ich erschüttert und zu Tode betrübt“, spottete Münchens OB Christian Ude.

    Wer zuletzt lacht, lacht am besten, Herr Ude!

  41. Merkur: Olympia 2018: Die Vereine sind gefragt

    „Sie hätten die Sportbasis viel früher und besser einbinden müssen“, sagt von Wittern. „Die Menschen wurden übergangen.“ Die Grundhaltung sei jedoch positiv. „Nur die Pläne mit Oberammergau versteht eigentlich niemand“, meint er.
    […]
    „Wenn die Sache daneben geht, zahlt die Allgemeinheit dafür. Dann wird als erstes wieder bei Sozialleistungen und der Sportförderung gespart“, befürchtet von Wittern.
    […]
    Außerdem dürften Nicht-Wintersportarten sowie der Schul-, Behinderten- und Breitensport nicht unter einer Olympiabewerbung leiden.

    Weiß Herr von Wittern denn, was der Bau einer temporären Eisschnelllaufhalle für die Zentale Hochschulsportanlage ZHS bedeutet?

  42. Dieter Janecek: Bürgerferne Arroganz und Udes Zahlengaukelei

    Unabhängige Befragungen zur tatsächlichen Stimmung in der Bevölkerung existieren nach wie vor nicht.
    […]
    Es ist im übrigen schlicht ein Skandal, dass im eingereichten Mini-Bid Book weder ein Infrastruktur- noch ein sauberer Organisationsetat für München 2018 ausgewiesen ist.
    […]
    Eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Informationsständen in der Region ist in Planung.

  43. Merkur: Grüne kritisieren Olympia-Umfrage

    Die ermittelten Werte seien „Auftragszahlen“, ätzte Janecek.
    […]
    „Bei den bisher uns zugänglichen Informationen sind bei den letzten Winterspielen keine nennenswerten Defizite aufgetreten“, sagt Jörg Weber, Chef der Stabstelle 2018.

  44. FTD/SID: Adam wird nicht ersetzt

    Das bestätigte Bewerbungschef Willy Bogner in der Süddeutschen
    Zeitung. Stattdessen will Bogner die Bewerbungsgesellschaft München 2018
    GmbH „im Unterbau personell aufstocken“.

  45. Jan Bielicki in der SZ (Printausgabe vom 20.04.): Pflege der Achillesferse

    An ihren Plänen, gegen die olympischen Ambitionen in Garmisch-Partenkirchen ein Bürgerbegehren einzuleiten, halten die Spiele-Gegner fest – auch wenn sich das Sammeln der nötigen Unterschriften verzögert. Derzeit brüten Juristen über einer rechtlich einwandfreien Fragestellung für einen Bürgerentscheid. Die Frage nämlich muss sich auf einen konkreten Beschluss des Gemeinderats beziehen. „Olympia ja oder nein“, so Hartmann, „geht leider nicht.“

  46. sid: München 2018: Vesper reicht Gegnern die Hand

    „Mit Superlativen wäre ich vorsichtig. Wir sind sehr gespannt auf den Umweltbericht“, sagte die Grünen-Politikerin Viola von Cramon. SPD-Politiker Martin Gerster Meinte: „Wir wollen, dass die Bewerbung zum Erfolg geführt wird. Zum Erfolg führen heißt nicht nur, dass die Spiele nach Deutschland kommen. Es gehört auch die Nachhaltigkeit dazu und das die Kosten im Rahmen bleiben.“

  47. Ich wäre mit Agenturmeldungen vorsichtig. Der verlinkte Beitrag gibt äußerst unzureichend wieder, was sich in der Sitzung des Sportausschusses abgespielt hat. Auch die Überschrift trifft es nicht wirklich.

  48. Ich hoffe, wir erfahren dann später hier in diesem Theater, was sich des Nachmittags zu Berlin tatsächlich zugetragen hat…

  49. Pingback: Und es sprach der Ruler of Dubai: “This is your chance! I have my people here. What can I do for you?” : jens weinreich

  50. dpa: München erfreut: Millionen für Olympia 2018

    Sogar in der kräfteraubenden Auseinandersetzung mit der Olympia-Opposition in Oberammergau und Garmisch, die die drohende Umweltzerstörung anprangern, erwartet Geschäftsführer Bernhard Schwank eine zeitnahe Entkrampfung. «Ich glaube, dass wir in sechs bis acht Wochen eine gemeinsame Lösung finden», meinte Schwank.

    Herr Schwank hat sich in Dubai wohl etwas blenden lassen!

  51. Heiner Effern und Thomas Kistner in der SZ: Umfrage: Olympia-Bewerbung 2018 – Die Begeisterung schmilzt

    Ähnlich negativ zeigen sich die nationalen Ergebnisse: Von 68 Prozent im Herbst blieben nach Informationen der Süddeutschen Zeitung nur noch 64. Die Bewerbungsgesellschaft teilte diesen Wert trotz Nachfrage bisher nicht mit.
    […]
    jubelte der Münchner OB Ude im August 2009 über die mehr als 80 Prozent Zustimmung, die seither konstant vom SID bestätigt wird. In den Bewerbungsunterlagen taucht allerdings eine Einschränkung auf, die dieses herausragende Ergebnis völlig entwertet. Denn laut Mini-Bidbook habe die Nachrichtenagentur nur Leute befragt, die von sich sagen, dass sie sportbegeistert sind.

  52. JW für dradio.de: Botschafter bewerben Winterspiele – Deutsche Außenpolitik für München 2018

    Diese olympiabedingten diplomatischen Kosten werden nicht gesondert ausgewiesen. Die Kampagne wird zusätzlich zum Bewerberetat und etwa dem fünf Millionen Euro umfassenden Sportförderungsetat des Auswärtigen Amtes finanziert. Zu 70 Prozent konzentriert sich diese Sportförderung auf Afrika.

    BR: Liegt Garmisch-Partenkichen in Tirol? – Heimat-Werbung vor Kitzbüheler Alpen

  53. AZ: Ein Tunnel für grüne Olympische Spiele

    Münchner Architekten wollen, dass die Stadt die Untertunnelung des Isarrings in die Bewerbung für Ökologische Olympische Spiele 2018 aufnimmt
    […]
    „Für die Olympischen Spiele 2018 sollen in München rund drei Milliarden Euro investiert werden“, so Hermann Grub, „da sind 50 Millionen für den Tunnel nur 1,7 Prozent.“

  54. bayern.de: Bericht aus der Kabinettssitzung

    Olympiabewerbung München 2018 / Kabinett stimmt Erklärung zur temporären Nutzung von landwirtschaftlichen Grundstücken und Einrichtung eines Ombudsmanns für die Belange der Grundstückseigentümer zu / Schneider: „Umfassende Sicherheit für Grundstückseigentümer geschaffen“

    Der Ministerrat hat einer Erklärung der Staatsregierung zur temporären Nutzung von landwirtschaftlichen Grundstücken im Zuge von Olympischen Winterspielen 2018 zugestimmt. Kernpunkt ist eine finanziell vollumfängliche Garantie für die Wiederherstellung des Ursprungszustands landwirtschaftlich genutzter Grundstücke, die für Olympia vorübergehend zur Verfügung gestellt werden. Neben dem Freistaat werden die Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH hierfür einstehen.

    Da wird sich die Gemeinde Oberammergau aber freuen!

  55. Merkur: Garantien für Olympia 2018

    Ein mögliches Defizit bei der Austragung würden der Bund, der Freistaat und die Landeshauptstadt München schultern. „Wir stellen die anderen Kommunen von einer Defizithaftung frei“, betonte der Ministerpräsident mehrfach.
    […]
    Sollte es der Bewerbungsgesellschaft München 2018 mit Willy Bogner und Bernhard Schwank an der Spitze nicht gelingen, die Kosten von fast 30 Millionen Euro – wie geplant – durch Sponsoren zu decken, müssen die Gesellschafter und damit auch die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen und der Kreis Berchtesgadener Land dafür einstehen.
    […]
    Einigung besteht ferner darin, wer den Bau der dauerhaften Sportstätten zahlt: jeweils ein Drittel der Bund, der Freistaat Bayern und die betreffende Kommune.

    Garmisch muß also für ein (mögliches) Defizit nicht zahlen, sehr wohl aber für die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Flächen aufkommen? Irgendwie paßt der Merkur-Artikel aus meiner Sicht nicht mit der Presseerklärung des bayerischen Kabinetts zusammen…

    Schön natürlich auch, daß nur über die Kosten der dauerhaften Sportstätten gesprochen wird. Die temporären zahlt schließlich das IOC!

  56. gap-fakten.blog.de: Erst kommt die Pflicht – dann die Kür!

    Olympia ist eine Kür, für die einfach kein Geld da ist.
    […]
    Nur wer bereit ist, wegen dieser Milliardenspiele weniger Rente zu kriegen, mehr Einkommensteuer zu zahlen, größere Klassen für die Schulkinder in Kauf zu nehmen, bei jedem Einkauf mehr Mehrwertsteuer zu zahlen …., sollte die Ausrichtung der olympischen Spiele 2018 in München befürworten!

  57. gruene-gap.de: Olympia 2018 – Grundstücke: Freistaat und Bewerber-GmbH haften

    Die Grünen im Landkreis und das Netzwerk NOlympia 2018 freuen sich daher weiterhin über jeden Grundstücksbesitzer, der von der Freigabe seiner Flächen für die Winterspiele absieht. Neben einem eventuellen Bürgerbegehren in Garmisch-Partenkirchen ist das die einzige Möglichkeit, den Plänen zu widersprechen und eine weitere Bewerbung zu verhindern.

  58. Merkur: Garmisch-Partenkirchen wird Elektro-Testregion

    „Damit können wir auch für die Olympia-Bewerbung noch etwas tun. Wir wollen ja grüne, nachhaltige Spiele.“ Um den Titel als Modellkommune und die damit verbundenen Fördergelder haben sich angeblich rund 200 Gemeinden aus ganz Bayern beworben. […] Die Bewerbungen dürften jetzt sowieso hinfällig sein.

  59. Merkur: Olympia 2018 – und die Angst, zum Spielball zu werden

    In einer Umfrage unter den 110 Sportvereinen im Landkreis, mit einem Zwei-Drittel-Rücklauf, hätten sich „99,9 Prozent“ für Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen ausgesprochen, jedoch auch „fast alle gegen Oberammergau“.
    […]
    Offen sprach dann Gemeinderat Franz Windirsch an, was immer häufiger hinter vorgehaltener Hand die Runde macht: Dass Oberammergau nämlich bei einem Zuschlag plötzlich gegen einen anderen Standort (Ruhpolding, Oberstdorf) aus dem Olympiaboot bugsiert werden könnte. Das wäre dann, so Windirsch, der absolute Wahnsinn: „Wir wollen hier nicht zum Spielball des IOC werden. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

    SZ: Olympia-Experte kommt zum Heilbäderverband

    Adam soll helfen, Bayerns Heilbäder im Zuge des rasant wachsenden Gesundheitstourismus besser zu positionieren.

  60. hmm… wie sieht denn da die theorie zu aus? ich meine, ist es denn überhaupt denkbar, dass noch kurz vor oder sogar nach dem olympia-zuschlag bezügich der beteiligten örtlichkeiten umdisponiert wird? wenn das eingereichte mini-bid-book tatsächlich noch nicht verbindlich sein sollte — wo liegt die deadline dann?

    weil sonst könnte man ja gleich sagen, den zuschlag holen wir mit münchen+x, aber dort sollen eigentlich nur die eröffnungs- und abschlusszeremonie stattfinden, die wettbewerbe machen wir lieber in aller ruhe in wandlitz…

  61. JW für dradio.de: mp3-Datei:

    Bewerbergesellschaft München 2018 in Bedrängnis
    Sendezeit: 24.05.2010 19:55
    Autor: Weinreich, Jens
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Sport
    Länge: 03:39 Minuten

  62. Vorlesung: Der Olympische Club Starkenburg und die Technische Universität Darmstadt laden für den morgigen Freitag, 11 Uhr, ein

    IOC-Chef Rogge spricht in Darmstadt
    Darmstadt/Bergstraße. Jacques Rogge ist ein gefragter und viel beschäftigter, von Terminen gehetzter Mann. Der Olympische Club Starkenburg (OCS) hat den Präsidenten des Internationalen Komitees ( IOC) dennoch für einen Auftritt in Südhessen gewonnen: Der höchste Repräsentant des Weltsports aus Belgien hält am morgigen Freitag ab 11 Uhr eine mit Spannung erwartete Lesung an der Technischen Universität Darmstadt. „Sport and Social Development“ (Sport und gesellschaftliche Entwicklung) lautet das Thema – und es darf wohl ein tief-schürfende Tour de Horizont über die Olympische Bewegung erwartet werden.

    In seinem Vortrag wird der 68 Jahre alte Sportmediziner und Orthopäde aus Gent, der fünf Sprachen spricht, auf die Bedeutung des Sports als größte Bürgerbewegung der Welt und sozialer Motor eingehen; eine Bewegung, die zugleich für Sport als Menschenrecht eintritt und für Humanität und Solidarität steht.

    Auch andere Brennpunkte der Weltgesellschaft spart der vielfache Ehrendoktor nicht aus. Beispielsweise die Rolle und Anstrengungen des IOC zusammen mit den 205 Nationalen Olympischen Komitees und den Vereinten Nationen (UN) im Kampf gegen Hunger und Armut, vor allem von Kindern, sowie eine menschenwürdige Schulbildung. Die Olympische Familie arbeitet hier in vorderster Linie. Als Entwicklungsarbeit und Beitrag zur Gesundheit und zum Frieden in der Welt begreift das IOC die nationalen und privaten Partnerprogramme – darunter Initiativen zahlreicher Spitzensportler, ehemaliger Olympiasieger und Vorbilder – gerade in Afrika.

    Mit dem IOC-Projekt Youth Olympic Games (Olympische Jugendspiele) und der Premiere im August in Singapur setzt die Regie in Lausanne einen weiteren Akzent in der weltweiten Erziehung und Gesundheitspflege für Kinder. Der pädagogische Aspekt – Freundschaft, Solidarität und Fairplay – wird bei dieser Offensive ebenfalls herausgestellt.

    Ein Anliegen des IOC und des dreifachen Olympiateilnehmers im Segeln (1968, 1972 und 1976) und Rugby-Nationalspielers Jacques Rogge ist auch die Gleichstellung der Geschlechter sowie die Präsenz der Frauen in den Führungszirkeln des Sports und der Sportbewegung. Mit 40 Prozent weiblichen Athletinnen in Vancouver bei den Winterspielen 2010 in Februar wurde eine Rekordmarke für Winterspiele im Gender-Prozess erzielt.

    Gesellschaftliche Probleme
    Der Kampf gegen AIDS ist angesichts von 33 Millionen Menschen weltweit, die mit dem HIV-Virus infiziert sind (Zahlen von 2008) – davon 40 Prozent jünger als 25 Jahre – ist das IOC unter Rogges Ägide seit 2001 ebenfalls aktiv. Es hat mit Hilfsorganisationen in aller Welt, vor allem in Afrika, Partnerprogramme und Publikationen zur Prävention gegen Aids initiiert und unterstützt.

    Soziale Integration, aber auch die Eingliederung, Einbindung und der Respekt gegenüber ethnischen Minderheiten, fordert ebenfalls Tatkraft und Ideen der Olympischen Solidarität heraus. Bei den jüngsten Winterspielen in Vancouver zum Beispiel wurde die Einbindung und Aufwertung der kanadischen Ureinwohnern (First Nations) als Baustein des Partner- und Rahmenprogramms gepflegt und verstärkt.

    All diese Entwicklungen wird der IOC-Präsident bei der Vorlesung in Darmstadt anreißen. Danach stellt er sich eine weitere halbe Stunde Fragen des Auditoriums.

    Jacques Rogge folgt mit seinem Besuch in Darmstadt einer Einladung des Olympischen Clubs Starkenburg , der die Vorlesung in einem Hörsaal im Audimax-Bereich der Universität in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaft der TU Darmstadt und dem Fachbereich Informations- und Kommunikationstechnologie für Architektur organisiert.

    Zu der Vorlesung wird auch Prominenz des Sports erwartet. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach, der auch Vizepräsident des IOC ist, wird Dr. Rogge am Flughafen abholen. In Darmstadt sind auch IOC-Ehrenmitglied Walther Tröger und die frühere Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katharina Witt dabei. Als Botschafterin der deutschen Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 in München, Garmisch und Berchtesgaden wirbt sie für das ehrgeizige Projekt. Nach einem Sektempfang geht man gemeinsam mit Dr. Rogge zum Mittagessen in der Mensa der Universität.

    Die Vorlesung des IOC-Präsidenten findet in Raum A 01 im Audimaxbereich der TU Darmstadt (Karolinenplatz 5) statt. Dr. Rogge spricht in englischer Sprache. Für alle Gäste haben die Veranstalter eine schriftliche deutsche Übersetzung vorbereiten. zg

    Bergsträßer Anzeiger

  63. 1) schreiben die Trottel Katarina Witt falsch.

    2) verbirgt sich hinter dem „OCS Starkenburg“ eine Person (Karl-Heinz Huba), die seit Jahrzehnten in der Schleimspur der Herren Samaranch, Kim, Bach (UDIOCM) und anderen einen so genannten „Insiderdienst“ namens „sport intern“ vertreibt. sport intern ist ein Propagandablättchen des IOC, laut britischer Soziologen, die mehrere Jahrgänge ausgewertet haben, ein Organ zur Vergötterung und/oder Zerstörung von Individuen, sport intern und damit Huba wurde lange Zeit zunächst von adidas (Horst Dassler), später von ISL (auch Dassler, dann Jean-Marie Weber) und anderen (Samaranch, Kim) finanziert.

    Die Veranstaltung, zu der der IOC-Präsident und sein Viza, das UDIOCM, kommen, ist deshalb per se eine sehr unseriöse Veranstaltung.

    So viel Hintergrund-Information sollte schon sein.

  64. Aus der Rubrik „Märchenstunde mit Onkel Christian“:

    PHOENIX-Programmhinweis: Freitag, 27. Mai 2010, 24.00 Uhr – IM DIALOG – Michael Krons mit Christian Ude
    Bonn (ots) – Wie kommt ein Politiker zum Kabarett? „Ich gebe zu, meistens mit dem Dienstwagen.“ Münchens Oberbürgermeister Christian Ude beweist Ironie. Das erklärt auch, warum er nicht nur Mitglied der SPD, des TSV 1860 München und des Münchner Vereins gegen betrügerisches Einschenken auf dem Oktoberfest ist, sondern auch als Kabarettist und Satiriker auftritt. Christian Ude ist seit 1993 des Münchner Oberbürgermeister im Amt. Das heißt er ist dreimal wiedergewählt worden. Er setzt sich vehement für kommunale Selbständigkeit ein. Ude, der bereits Synchronsprecher für Walt Disney war, möchte 2018 die Olympischen Winterspiele nach München holen. Damit wäre München die weltweit erste Stadt, die Olympische Sommer- und Winterspiele ausrichten würde. Über seine Karriere und sein Leben spricht er im Dialog mit Michael Krons.

  65. Pingback: München 2018: Abschied von Bogner : jens weinreich

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