Was vom Tage übrig bleibt (53): Der DFB, Zwanziger, die FIFA und der fehlende Wille zur Transparenz

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Zu den heutigen Lesebefehlen: Welche Emails von Schiedsrichtern auch noch aus den Tiefen der Festplatten gekramt werden mögen, sie interessieren mich weniger. Viel interessanter scheinen mir die Strukturen, die sich an diesem neuerlichen DFB-Skandal offenbaren. Grundsätzlich finde ich den Gedanken von Klaus Hoeltzenbein interessant, der im heutigen Kommentar den Fall DFB mit einem anderen Ereignis des Wochenendes verwebt, der Sitzung des International Football Association Boards (IFAB) in Zürich unter dem Vorsitz des Sonnengotts Joseph Macchiavelli Blatter. Das IFAB hat in grandioser Weltfremdheit beschlossen, technische Hilfsmittel, die haarsträubende Fehlentscheidungen verhindern helfen könnten, auch weiterhin aus dem Milliardenspiel zu verbannen. Hoeltzenbein, nun doch schon einige Zeit Verfechter des Videobeweises, schreibt:

So absurd es scheinen mag, der Fall Kempter und die Weigerung, technische Hilfsmittel zuzulassen, entspringen dem gleichen System: einem Funktionärswesen im Fußball, dem der Wille zur Transparenz fehlt.

Wichtig der Hinweis aufs olympische Eishockeyturnier, für alle, denen es nicht aufgefallen sein sollte:

Wie sich kühle Professionalität auch entfalten kann, war jüngst bei Olympia zu bestaunen, beim emotional überspannten Eishockey-Finale der Nachbarn Kanada und USA. Gepfiffen haben nicht etwa Unparteiische aus Russland oder Schweden, sondern Bill McCreary und Dan O’Halloran – zwei Kanadier, die als beste Schiedsrichter der nordamerikanischen Profi-Liga NHL gelten. Die Fähigkeit dieser Kanadier, nicht wie Anti-Amerikaner zu pfeifen, war bekannt. Ihre Gefühle haben sie unter Kontrolle, was von ihnen aber längst nicht mehr verlangt wird, ist die Herrschaft über alle Sinne: Tor? Kein Tor? Das regelt nicht das Auge, Zweifel klärt der Videobeweis.

Ich weiß nicht, ob die „Schiedsrichter-Zeitung„, das amtliche Organ für die Schiedsrichter im Deutschen Fußball-Bund, helfen kann, Vorgänge aufzuhellen. Angesichts der Lage scheint mir eine Lektüre älterer Ausgaben dieses Heftchens durchaus lohnenswert. Ich habe einiges überflogen, das aktuelle Heft und einige ältere Ausgaben, verzichte aber auf billige Gags. Es wäre zu einfach, alte Zitate hervorzukramen und sich darüber zu belustigen.

Damit also zum DFB-Stadl:

Erstaunlich daran, abgesehen vom Sezieren des Sachverhalts und der Verantwortung des Dottore 20er, scheint mir aus journalistischer Sicht, dass Bahners sich nicht zu fein ist, die Konkurrenz (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau) zu zitieren, deren Texte zu würdigen und sogar die Namen der Autoren zu nennen. In Sportteilen wäre das unmöglich, ich kann mich an keinen ähnlichen Beitrag erinnern, in dem Autoren der Konkurrenz genannt worden wären. In Blogs ist das eine Selbstverständlichkeit, nicht der Erwähnung wert, dagegen für die Qualitätspresse außergewöhnlich. Nicht auszudenken, die Fremdbeiträge wären auch noch verlinkt worden! Einer dieser Links hätte dem Kommentar von Ludger Schulze gelten müssen: „DFB-Chef Theo Zwanziger: Inquisition statt Moderation„. Anderes, wie etwa die im Bahners-Text erwähnte Chronik von Thomas Kistner und Christof Kneer ist online nicht (kostenlos) zu haben.

Wie geht es weiter mit Theo Ich-tretezurück-oder-auchnicht Zwanziger? Wird er die WM 2010 noch als DFB-Präsident erleben?

Eigentlich hatte der DFB für Ende Oktober einen ordentlichen Bundestag in Essen geplant. Nun heißt es, schon Ende April könnte es einen außerordentlichen Bundestag geben. Zu den Rahmenbedingungen heißt es beim DFB:

Der Bundestag ist das höchste Gremium des DFB, praktisch das Fußball-Parlament. Er setzt sich zusammen aus 257 stimmberechtigten Delegierten, zu denen die Mitglieder von DFB-Präsidium und -Vorstand ebenso zählen wie die Abgesandten der DFB-Landes- und -Regionalverbände sowie des Ligaverbandes. Hinzu kommen die Ehrenmitglieder und die Mitglieder der Rechtsorgane, der Revisionsstelle und der Ausschüsse, die mit beratender Stimme teilnehmen.

Ein ordentlicher DFB-Bundestag wird turnusgemäß alle drei Jahre einberufen und wählt dann auch Präsidium und Vorstand, wie zuletzt im Oktober 2007 in Mainz geschehen. Ein außerordentlicher Bundestag hingegen kann vom DFB-Präsidium jederzeit aus wichtigem Grund einberufen werden.

Tagesordnungspunkte eines außerordentlichen Bundestages können nur solche sein, die zu seiner Einberufung geführt haben. Andere Tagesordnungspunkte können auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag laut Satzung des DFB nur behandelt werden, wenn sie die „Qualifikation eines Dringlichkeitsantrages besitzen“.

Der DFB-Bundestag ist befugt, die Satzung und die Ordnungen des DFB per Mehrheitsbeschluss zu ändern. Zur wirksamen Beschlussfassung genügt die einfache Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen, außer bei Satzungsänderungen und Ordnungsänderungen, die den Ligaverband betreffen – diese benötigen eine Zweidrittelmehrheit.

Der Bundestag ist beschlussfähig, wenn bei der Feststellung der Stimmberechtigten mindestens die Hälfte der Gesamtstimmen vertreten ist.

Vielleicht lohnt sich schon mal die Lektüre der DFB-Satzung zu den auf Bundestagen Stimmberechtigten:

ha #1

„Theo Zwanziger setzt deutlich wahrnehmbare Zeichen für Toleranz, für Integration und für die Verantwortung des Sports in unserer Gesellschaft. Er lässt seinen klaren Worten ebenso klare Taten folgen …“, so Joachim Gauck, Vorsitzender der bundesweiten Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., zur Entscheidung der Jury. Er sei sich „weder zu fein, regelmäßig den Kontakt zur Fan-Szene zu suchen, noch scheue er sich, zu bisherigen Tabuthemen Stellung zu beziehen“.

Da kann man dem Vorsitzenden der Stasi-Kommission des Sports nur zu seiner Weitsicht gratulieren: Worten folgen Taten, denn schließlich soll keiner auf die Idee kommen, Zwanziger opfere seine „persönliche Ehre“ auf „dem Alter des Amtes“ (Zitat aus dem Streit mit dem Hausherrn). Nein, der gute Mensch aus Altendiez hält es umgekehrt: Er „opfert“ lieber Amt und Dritte für das, was er unter persönlicher Ehre versteht.

Gibt’s dafür eigentlich einen Fachbegriff?

ha #2

„Altar“ statt „Alter“

Nandor #3

Oh je, vom Feuilleton der FAZ gegrillt zu werden, das wird für keine gute Laune sorgen in der Otto-Fleck-Schneise, jedenfalls nicht im Büro des Präsidenten.

Ich weiß nicht,ob das schon thematisiert wurde: Keiner der Züge Zwanzigers, die sich aktuell in der Sache Amerell zeigt und überall rauf und runter diskutiert werden, ist tatsächlich neu.
– Verdächtige sehr früh öffentlich benennen? Hoyzer. Sportrechtliche Akten führen, auf deren Inhalt verweisen, aber zugleich den Deckel drauf halten? Hoyzer.
– Seltsames Verständnis vom Rechtsstaat? Weinreich,vorher schonmal bei der Auseinandersetzung mit dem Kartellamt.
– Verwirrende öffentliche Statements über halbamtliche Kommunikationswege? Weinreich, zuletzt die Vertragsverlängerungsstory.
– Burschenschaftlerisches Verständnis von persönlicher Ehre und Satisfaktion, dem notfalls alles untergeordnet wird – Recht, Satzung, Amt, Ansehen? Hier,und anderswo, immer wieder.

Warum die Sache jetzt so hochkocht? Ich vermute ja, hier könnten einige nicht ganz kollegiale Indiskretionen weiterhelfen, über Medienberater, Königsmacher und die verlängerten Arme in Redaktionen. Leider hält sich der Hausherr hier ja sehr vornehm zurück ;)

Eine wirklich spannende Frage ist es,ob es einen tauglichen Gegenkandidaten gäbe. Des Präsidenten überdrüssig zu sein,ist das eine. Aber ist den Delegierten, von denen sicher nicht wenigen die Dominanz des Profifußballs im DFB auf den Keks geht (und von denen nicht wenige vor Bayernspielen ähnliche SMS schicken dürften wie Kemptner),ein Präsidium von Bayerns Gnaden vermittelbar?

Salomon #4

Im Präsidium sitzen noch drei Vertreter des Ligaverbandes, im Vorstand zwölf weitere (http://www.dfb.de/index.php?id=11016).

Dann hat der Ligaverband insgesamt 89 stimmberechtigte Delegierte (mehr als ein Drittel der insgesamt 257).

Rob #5

Nandor: „ein Präsidium von Bayerns Gnaden vermittelbar?“

Der Kaiser immer, für die fehlenden Stimmen sorgt die titanic…

the_doctor #6

die titanic ist auch nicht mehr das, was sie mal war. ;)

Horst #7

Der SZ-Kommentar ist spitze! Danke für den Tipp!

the_doctor #8

habe gerade mal den faz-kommentar von patrick bahners verschlungen und muss sagen – saustark!
das ding hat gesessen.
von der einleitung über die wunderbaren analogien, verknüpfungen und skizzierungen gesellschaftlicher (fehl-)entwicklungen bis hin zum schlussatz, dem ich gerne peitschenhiebartige wirkung bescheinigen möchte, eine geniale komposition!

Marco #9

@ the_doctor.
Dem kann ich mich nur anschließen. Jeder Pfeil sitzt.

Marco #10

Kleiner Scherz am Rande!

Zuvor hatte er bereits angekündigt, er wolle nach dem WM-Finale den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), von dessen führenden Funktionären er nichts hält, auseinandernehmen: „Am Donnerstag fange ich mit den Reformen an!“

Vielleicht auch jene vom DFB????

Der Unglaubliche Robert(Robert Harting)

Jens Weinreich #11

Oops, fast verpasst: Zwanziger zieht sich für ein paar Tage zurück. Ist das etwa eine Exklusivmeldung?

Theo Zwanziger hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) verlassen, allerdings nur vorerst. Der DFB-Präsident hat sich für einige Tage zurückgezogen, um über alles nachzudenken, ließ der Verband am Montag ausrichten. Öffentlich äußern wolle sich Zwanziger bis zum Freitag jedenfalls nicht mehr. Erst an diesem Tag soll Zwanziger wieder in die Verbandszentrale nach Frankfurt am Main kommen, um eine Präsidiumssitzung zu leiten.

enrasen #12

Sollte es ein Schiri schaffen, was ein Journalist nicht geschafft hat? Den Big Boss zum Rücktritt, bzw. zur „Amtsenthebung“ zu verhelfen?

Unterm Strich würde er es aber alleine geschafft haben, durch seinen unnachahmlichen „Stil“.

Wer nun als erster zuckt in der Otto-Fleck-Schneise wird niemals sein Nachfolger. Hört man was von Niersbach?

Jens Weinreich #13

enrasen, kann sein, dass Niersbach sich wieder in seinem Zimmer eingeschlossen hat, damit niemand sein Zucken hört.

Ralf #14

FR: Auftritt der Anwälte und eine neue SMS

„Niemand wird es schaffen, einen Keil zwischen Wolfgang Niersbach und mich zu treiben. Zwischen uns passt kein Blatt Papier.“

Rob #15

Zwischen einige Beteiligte scheint öfter mal kein Blatt Papier gepaßt zu haben… seltsame Formulierung in dem Zusammenhang. Nicht dass der Niersbach hinterher auch noch sagt, er sei belästigt worden.

Gua #16

Ich glaube ja, dass 20er die ganze Zeit in einer Art Papamobil sitzt und deshalb gar nicht merkt, was für einen Gegenwind er hat. Dazu kommt noch, dass ich nicht genau weiß, was mir der Hausherr mit dem halbwegs unkommentierten geblogge des §21 der DFB-Satzung sagen will (keine Ahnung, wer z.B. genau hinter dem Ligaverband steckt). Bedeutet dieser Paragraf etwa, dass 20er sein eigener Jack + Bin Hammam ist? Wenn ja würde ich sogar wieder einen halben Kommentar darauf setzen, dass wie noch länger unseren Spaß an 20er haben, der „deutsche Fußball“ aber vielleicht eher nicht.

Will Kür #17

Ist der Niersbach denn nicht schon damit ausgefüllt, hirnrissige Pressemitteilungen zu verfassen und Spezis bei der Bild neueste Geheimsachen zukommen zu lassen? Niersbach würde ich mit T20 zusammen untergehen sehen.

Rainer Koch zumindest hat sich ja wohl schon selbst ausmanöviert. Von den Regionalfürsten scheint mir auch keiner ehrgeizig und bekannt genug – es könnten insofern nur Firlefranz oder Rauball werden, falls die DFB-Funktionärskaste nicht noch einen letzten Kraftakt vollführt (nach dem Vorbild des letzten puren Kommunisten-Sowjetführers Chernenko) und Horst Schmidt nach vorne schickt.

Jens Weinreich #18

@ Gua: Was Du als „halbwegs unkommentiertes Geblogge“ bezeichnest, nennt man, glaub ich, „Information“. Soll ich Dir das übersetzen? Ist ein Begriff aus der Kommunikationsherrschaft dem Kommunikationsgeschäft.

Stefan #19

Wäre das nicht ein schönes neues Motto? Jetzt wo die Seite neu ist. Statt „Dont mix…“ dann „Jens Weinreich. Halbwegs unkommentiertes Geblogge“

Gua #20

Nö nö, du brauchst nichts übersetzen. Es ist nur so, dass ich mit der Schlussinformation des Beitrages (dein letzter Satz und der Screenshot) nicht so genau weiß, was mir das sagen soll. Da fehlen mir einfach ein paar kurze Sätze dazu, wer unfefähr welche Stimmen kontrolliert (ich hatte ja den „Ligaverband“ aufgeführt), warum es sich also „vielleicht lohnt“ einen Blick darauf zu werfen. Das und NUR das meinte ich an dieser Stelle mit dem „halbwegs unkommentierten Geblogge“.

Jens Weinreich #21

Oh, Gua: Bitte nicht eingeschüchtert sein. Du bist doch sonst nicht so schreckhaft. Stefan hat die Bemerkung lässiger aufgenommen :)

Gua #22

Ach was, bin ich auch nicht und wegmobben lass ich mich schon gar nicht. ;)
Ich denke mein Informationsinterpretierungsproblem wird sich denn irgendwann mal selbst beseitigen und es freut mich, dass ich dir helfen konnte endlich mal wieder die Kommunikationsherrschaft unterzubringen!

PS: Da ich durch Stefan jetzt weiß, dass mir mein Browser nicht wieder nur einen Streich zu spielen scheint: Danke, hast du fein gemacht.

Jens Weinreich #23

Nein, das war cf. Einfach so, das muss man sich mal vorstellen! Ich suche noch nach einem eleganten Weg, ihm öffentlich zu danken. Any ideas?

cf #24

ach, ich bin genügsam — wenn du nur ab und an eine abstimmung unterbringst, in der ich für good old jack (und/oder seine freunde familie) stimmen kann, reicht mir das schon ;-)

(habe auch schon eine kleine inkonsistenz entdeckt, die ich demnächst nochmal ausbügeln sollte… und das kommentareingabefeld könnte jetzt, da, wie mir scheint, doch etwas mehr buchstaben in eine zeile passen, vielleicht auch wieder etwas kleiner und handlicher werden?! und falls sich hier durch einen seltsamen zufall signifikant viele opera-nutzer tummeln sollten — für die könnte man ggf. noch ein bisschen was machen… einfach mal die hand heben)

Gua #25

Mist und ich wollte noch hinter dem du ein Fragezeichen setzen, weil ich mir das nicht so wirklich vorstellen konnte, dass du selbst rumgeschraubt hast.
Wenn du es cf öffentlich versprichst, dass du dich irgendwann mal elegant bedankst, wird ihm das glaube ich sehr gefallen. :)

Gua #26

Argh!!
cf, bau doch bitte noch eine automatisch-vor-dem-Kommentar-absenden-aktualisieren-Funktion ein. ;)

cf #27

@gua
fauler sack! das hier ist ein sportblog! da darf man ein gewisses maß an regelmäßiger körperlicher aktivität auch und gerade bei den kommentatoren voraussetzen!

ansonsten: auf jeden fall — öffentliche versprechen stehen hier ja bekanntermaßen hoch im kurs, um nicht zu sagen: sie könnten auch als rentenpapiere gehandelt werden

:D

Jens Weinreich #28

Könnt Ihr mir eventuell helfen, mich an meine Versprechen zu erinnern?

1) Vor mir liegt so ein Zuschauer-Set, das bei der Abschlussfeier in Vancouver verteilt wurde. Hat mich Übergepäck-Gebühren gekostet bei United Airlines, und nun überlege ich, wem ich das versprochen hatte: Ich glaube Chuck und/oder indykiste, wobei: indykiste hatte beim Knobeln gewonnen. Nun muss das oder der Set nur noch zur Post gebracht werden, das kann dauern.

2) Gua: Die DVD brauchst Du ja seit einem Jahr nicht mehr. Also beschwere Dich bitte nicht. Oder gab es weitere Versprechen?

3) Sternburg wartet, glaub ich, noch auf „Das Milliardenspiel“. Bestimmt hatte ich ihm noch andere Bücher versprochen. Vielleicht wartet er aber gar nicht mehr. Inzwischen ist er umgezogen.

4) Dann fällt mir noch Trebor ein, der hier vielleicht deshalb kaum noch vorbei schaut, weil ich ihm vor knapp zwei Jahren mal FIFA-Zuckertütchen und Original-FIFA-Kaffeetassenuntersetzer versprochen hatte.

Das war’s dann eigentlich schon. Bzw. alles andere ist mir entfallen. Deshalb ja die Frage ganz oben.

Ralf #29
enrasen #30

nettes Outfit, aufgehübscht für die kommenden Aufgaben.

– Abgang vom Kommunikationsherrscher
– Sportausschussbloßstellung
– DOSB 2018 München Watch
– Funktionärswatch (JMW, JtR, SepptheBlatter, UDIOCM)
– FIFA WM 2010

ich freu mich

und bitte mehr Texte und Infos zu Sotchi, Mafia, Russland, Samaranch und weiteren Tomschukskis oder wie die ganzen Waffenschieber und Eiskunstlauffreaks heißen.

indykiste #31

Könnt Ihr mir eventuell helfen, mich an meine Versprechen zu erinnern?

indykiste am 1. März 2010 – 05:13 e

@Jens, gern in Verbindung mit dem Buch, welches ich gern käuflich erwerben würde (Korruption im Sport)

trebor #32

Ja was solch ein chices neues Design so möglich macht…sehr umsichtig lieber Jens. Magst du mir die FIFA-Memorabilia beim nächsten Sportausschuss feierlich überreichen? Das wäre doch ein Spaß!

Thomas|blafasel #33

@cf: ich hebe hiermit mal meine Hand in die Luft und winke gespannt ob der Opera-Pläne. Was hast du schönes vor? OperaShow-Support?

Und ja, das Textarea scheint mir auf meinem eher kleineren Display zu großräumig. Juckt aber auch eher weniger, weil der Knopf ja nur einen Tabulator entfernt ist.

Jack #34

Amerell äußert sich in der Sportbild ausführlich zum Thema. Da kommt noch einiges auf den Krisenmanager 20er zu. Bin mal gespannt, wie er das abwettern will.
Es hat den Anschein, als wären grundlos Existenzen, Karrieren und Menschen auf Spiel gesetzt worden. Dieses Interview ist mit Sicherheit nur die eine Seite des Streits, aber zumindest wird es nun unvermeidlich sein, dass sich juristisch erprobte Gremien (kurioserweise trifft dies auf einen Dr. jur. nicht zwingend zu) mit diesem Fall befassen und die Wahrheit ans Licht kommt. Dass dazu auch diverse homoerotische Details gehören, hat der DFB-Präsident zu verantworten und mit seiner Gutmenschlerei und der darauf folgenden Schlammschlacht allen Bemühungen um Toleranz usw. usf. etc. pp. die Zurück-auf-los-Karte zugespielt. Das ist natürlich nur meine Sicht der Dinge.

cf #35

@thomas
OperaShow? darf ich daran erinnern, dass ich hier nur die fassade gestrichen habe?! es wäre zwar auch „nur“ css — aber ohne das passende html ist man da auch ganz schnell mit dem latein am ende. und mal ehrlich: wo wäre denn da der mehrwert, sich einen artikel als powerpoint präsentation anzuschauen? nein, beim „opera-support“ geht es lediglich um das freischalten von ein paar CSS3 gimmicks — schattenwurf, runde ecken, etc. ich vermute, dass du da momentan nichts von siehst? zumindest der neueste opera (10.5, bislang wohl nur für Windows) soll das theoretisch aber schon ein bisschen können. man muss es nur eben (noch) für jede rendering engine einzeln ins css reinschreiben, und bislang stehen da nur firefox (mozilla) und safari (webkit) drin.

was die textarea angeht, wäre es aber wohl am saubersten, das nicht per CSS, sondern direkt im HTML anzupassen, insofern lege ich da meine hände erstmal getrost in den schoß.

@jens

Könnt Ihr mir eventuell helfen, mich an meine Versprechen zu erinnern?

wolltest du sternburg(? oder war es arnesen?) nicht auch noch eine eishockey-eintrittskarte schicken?

Stefan #36

Ich freue mich wie ein kleines Kind darauf, wenn die halbe Bloggerelite Deutschlands daran verzweifelt, ihre Seiten iPad-fähig zu machen. Ihre Leser werden wie Zombies über die Straßen wandeln, das iPad vor der Nase, und dann von Autos überfahren, deren Fahrer das iPad als Navi nutzen und sich damit ihre halbe Windschutzscheibe zugekleistert haben.
Habe nur ich eine lästige Verzögerung beim Eintippen von Kommentaren? Scheint ja recht viel Speicher zu fressen. Wieviel GB dürfens denn sein?

Stefan #37

@JW: Wolltest Du nicht cf zu den Reinickendorfer Füchsen einladen oder verwechsle ich da was? Hertha anyone?
SCNR

Linksaussen #38

Am 21.8.2008, 15.25 wurde mir ein Aufkleber der CCCPC (oder wo auch immer das C nun hinkommt) versprochen. Sagen jedenfalls die Unterlagen des Anwalts, der meine Copyrightklagen bearbeitet.

Thomas|blafasel #39

@cf: ach, hätte ja sein könnnen, daß du auch am WordPress-Theme schrauben willst, kam allerdings auch über deine Textarea-Anfrage darauf. Ja, das sollte man besser nicht per css machen. Jedenfalls war mir ansonsten nichts besonders opera-spezifisches bekannt. Und nein, ich sehe nichts davon, mein xUbuntu hängt noch bei 9.64 fest. Aber ich würde diesen engine-anhängigen Kram lassen – sollen sich die Browser halt gefälligst an den Standard halten.

@Stefan: Dieser CPU-Bedarf geht für die Vorschau dort untendrauf, kannst du aber vermeiden, indem du langsamer tippst :-p

Jens Weinreich #40

Ich halte folgende Erinnerungen fest:

zu 4) trebor meldet Bedarf an FIFA-Memorabilia an. Zuckertütchen sind inzwischen leider alle verbraucht, aber da findet sich noch einiges – wie wär’s mit einem Buch aus FIFA-Produktion.

5) indykiste: Schick mir bitte per Email Deine Anschrift, dann gibt es in diesem oder im kommenden Leben sich auch ein Buch.

6) cf: Ja, Danke. Die gebrauchte Eishockey-Karte geht an Sternburg. Ich brauche nur noch seine neue Adresse.

@ Stefan: iPad? Verstehe die Anmerkung nicht wirklich. Wollte cf das Blog iPad-fähig machen? Das glaube ich nicht. Ich schreibe gerade in Chrome – da schreibt es sich im Textfeld ganz normal. Seitdem das cf-CSS läuft, lädt sich in Chrome die rechte Sidebar sehr langsam. Da scheint es Geschwindigkeitseinbußen zu geben. In Safari funzt es besser, kann da keine Einbußen erkennen/spüren.

Im Übrigen geht diese Kommentarvorschau auf dringende und drängende und nachdrückliche Wünsche verschiedener Kommentatoren zurück – allen voran Sternburg, wenn ich mich recht erinnere.

Jens Weinreich #41

7) Und (irgend)ein Aufkleber für Linksaussen. Her mit der Adresse!

Thomas|blafasel #42

Ich rege eine weitere Checkbox an:

ich vertraue meiner Tastatur
und lese eh nicht Korrektur

Meinetwegen per default deaktiviert, wenn man es setzt wird das per cookie gespeichert – und das Javascript fuhrwerkt nur, wenn nicht angekästelt.
Und wenn wir schon beim Wünschen sind (nein, ich will kein WinkeWinke-Paket): eine „Beiträge mit den neusten Kommentaren“-Liste wäre nett, dann würde mir nicht so viel entgehen. So regelmäßig schau ich hier leider nicht rein und werde dann bei Gelegenheit immer wieder überrumpelt, was Ralf wieder so nettes verlinkt hat.

Gua #43

Jens ich biete noch Tops und Flops für Peking und eine Übersicht der Pros und Contras der WM-Bewerber für 18/22. Außerdem wolltest du, was jetzt ja lustigerweise cf übernommen hat, schon lange mal hier neu streichen. Gar nicht mal so doof Versprechen outzusourcen, wobei ich dir aber jetzt schon sagen kann, dass das bei Maskottchenfotos nicht gehen wird. :)
Und das mit der DVD: Na ja 1. ist meine gefundener Fassung nicht originall, ich muss also Sepp immer zwischen einem Übersetzer zuhören, 2. habe ich nur knapp 53 Minuten und nicht 58; 3. darf meine Festplatte nicht mehr crashen, weil ich das nicht nochmal downloaden könnte und 4. habe ich den Film erst vier sehr harte, quälende Monate nach dem Versprechen selbst gefunden (also vor ~9 und nicht 12 Monaten), weshalb mir finde ich das Recht zusteht dieses Versprechen vier Jahre in den Akten zu führen.
Du kannst natürlich, wenn du zur Post gehst (ich weiß ja wie viel das heißt) einfach de DVD mitnehmen, wenn noch Platz im Kofferraum sein sollte. Adresse ist noch die, die du hast.

@cf, #27: Moment mal. Bei diesen Blog hier handelt es sich ja unbestritten um ein seltenes Werk des ausklingenden Qualitätsjournalismus. Wenn ich mir aber diesen Sport angucke finde ich da nur Werke des „Wir haben Kameras und Mikrofone in denen wir ganz viele Sachen reinjubeln“-Journalismus, so dass das hier gar kein Sportblog sein kann. Also fordere bitte nicht so utopische Sachen, vor allem nicht um 3 Uhr MEZ. ;)

cf #44

@jens
ich möchte behelfsweise einwenden, dass sich der langsame aufbau der rechten sidebar wohl eher nicht mit dem neuen stylesheet erklären lässt. auch wenn sich das möglicherweise nicht zu 100% ausschließen lässt, wäre das schon ein seeeehr kruder effekt… wahrscheinlichere ursache ist da schon die sehr spezielle html-„struktur“.

@gua
jaja, red dich nur raus!

indykiste #45

5) indykiste: Schick mir bitte per Email Deine Anschrift

DONE

Und weiter geht es im DFB/ Amerell- Karussel:

„Der DFB wird dem medialen Rachefeldzug nicht weiter tatenlos zusehen und auf die beleidigenden Aussagen mit Strafanzeigen wegen übler Nachrede und Verleumdung reagieren“, teilte der DFB am Mittwochabend mit.“

Üble Nachrede: DFB erstattet Anzeige

Stefan #46

Jens, Sie spielen wieder Dein Lied. :D

Der DFB will seinen ehemaligen Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell verklagen. Hintergrund sind dessen jüngste Anschuldigungen vor allem gegen Präsident Theo Zwanziger. Der Deutsche Fußball-Bund kündigte an, den Ex- Bundesliga- Referee wegen übler Nachrede und Verleumdung anzuzeigen.

Jens Weinreich #47

Bestimmt haben sie – Kanzlei Schertz/Bergmann? – die Klageschrift schon ausgearbeitet, die nur noch eingereicht werden muss. In Koblenz vielleicht?

Marco #48

Schon merkwürdig, wie das Leben so spielt. Ähnliches Theaterstück, nur andere Schauspieler. Aber dieses Mal fällt wahrscheinlich der Vorhang für den „Ober“.

Stefan W. #49

Ich verstehe nicht, was für Amarell spricht.

Als derjenige, der junge Schiedsrichter beurteilt, kann er doch nicht glauben objektiv bleiben zu können, wenn er ein Techtelmechtel mit einem oder mehreren Kandidaten beginnt.

Die Beweise, die Amarell vorlegt, sprechen doch klar gegen ihn – was will er denn beweisen?

rf #50

Ein schönes 20er-Zitat für die Ewigkeit:

„Ich bin kein Prozesshansel, ich kann Kritik einstecken.“

Linksaussen #51

@jw: mit verlaub: ich würde mir den aufkleber ja sowieso nirgendwo hinpappen. lassen wirs gut sein, ich wollte nur in der wunde bohren.

die 0,45€ porto, die durch nicht-versand gespart werden, ziehe ich einfach von meiner nächsten bezahlung ab.

trebor #52

trebor meldet Bedarf an FIFA-Memorabilia an. Zuckertütchen sind inzwischen leider alle verbraucht, aber da findet sich noch einiges – wie wär’s mit einem Buch aus FIFA-Produktion.

Ja gern!

Jens Weinreich #53

Oops, per Pressemitteilung von 15.19 Uhr lädt der DFB für 17.30 Uhr zur PK.

Hinweis an alle Redaktionen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Freitag, 12. März 2010, treffen das Präsidium und der Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes zu ihren turnusmäßigen Sitzungen in Frankfurt am Main zusammen. Im Anschluss an diese Veranstaltungen laden wir Sie herzlich ein zu einer

Pressekonferenz
am 12. März 2010, 17.30 Uhr,
mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger
und Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball
im Salon 9 – 10 des Steigenberger Airport Hotels,
Unterschweinstiege 16, 60549 Frankfurt.

Mit freundlichen Grüßen

Direktion Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

sternburg #54

Da kommt man für eine weile nicht her, und dann hat irgendjemand die Ecken abgepfeilt. Btw: das Vorschaudings scheint urplötzlich signifikant mehr Strom zu ziehen, fühlt sich jedenfalls plötzlich so an wie auf meiner alten 256 MB – W98 – Kiste. Extrem zäh. Ich persönliche finde immer noch die Möglichkeit, vor dem Absenden auf Klick eine Vorschau zur Einsicht zu bekommen, die eleganteste, weiß aber auch nicht, wo man so was herbekommt. Webweit die einzige Stelle, an der ich sowas je gesehen habe, ist das Forum des Magazins Seitenwahl.de. Dort aber auch schon seit wohl bald zehn Jahren.

@Jens: Solltest Du tatsächlich mal etwas absenden wollen, müßtest Du unbedingt eine Mail mit meiner Adresse abwarten, mein Nachsendeantrag ist kürzlich abgelaufen. Ich finde es übrigens sehr schön, dass der doofe Paypal-Button gar kein Link ist, sondern dieser sich darüber befindet. Sehe ich das richtig, dass man immer noch keine Überweisungen tätigen kann?

sternburg #55

[Ich hasse das, wenn ich mitten im Satz vom Computer weggerissen werde. Ich wolte noch was sinnvolles sagen, ehrlich]

Nun gut, die PK war ja selbst für den schwer uninteressierten Beobachter seit Tagen für heute nachmittag zu erwarten.

Apropos „schwer uninteressiert“: (Nicht nur) aus Zeitgründen verfolge ich diese Soap nur sehr am Rande, Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass – wie es bei Skandalen Unseres Deutschen Fusballs üblich ist – so ziemlich jeder dazu ein paar Euro Zeilengeld erschreiben konnte, der einen Presseausweis schon mal von weitem gesehen hat. Nur ein ganz bestimmtes, auf die Beurteilung struktureller Strukturstrukturen in verbündeten Verbänden geradezu spezialisiertes Mitglied des Berufsstandes ist wohl bisher leer ausgegangen. Ob das noch die seinerzeit befürchteten beruflich/ finanziellen Konsequenzen einer ganz anderen Affäre sind?

Jedenfalls habe ich heute ein schönes, kurzes Interview mit dem auch in diesem Theater bereits aufgetretenen Johannes Eisenberg in der Berliner Zeitung gefunden (leider wohl nicht online; ich finde es jedenfalls nicht), in welchem dieser nicht nur knapp genau das wiedergibt, was sich wohl so ziemlich jeder, der üble Nachrede von Beleidigung unterscheiden kann und Wörter wie „Unterlassensanspruch“ oder „Meinungsäußerungsfreiheit“ im Wortschatz führt, zu diesem Thema aufdrängt. Er äußert sich bei der Gelegenheit auch gleich zu einem früheren Problem der Zwanzigerischen Kommunikationsherrschaft:

„Ich bin der Aufassung, dass Zwanziger sich nicht zum ersten Mal von allen guten Geistern verlassen zeigt. Er ist schon einmal damit aufgefallen, dass er in nicht nachvollziehbarer Weise einen Prozess angezettelt hat.“

Frage BLZ: Meinen Sie den Prozess gegen den Journalisten Jens Weinreich, der Zwanziger als Demagogen bezeichnete?

„Ja. Auch damals konnte man sich nur an den Kopf fassen: (…)“

Und Jonny Eisenberg wäre nicht Jonny Eisenberg, wenn er uns zaudernden Kleingeistern nicht gleich zeigen würde, was „Meinungsäußerungsfreiheit innerhalb einer Sachauseinandersetzung“ so bedeutet:

[Der ehemalige Verwaltungsrichter Zwanziger] scheint alles an Fachwissen abgelegt zu haben. Ich habe mich auch in der Weinreich-Affäre gefragt, ob er alle Tassen im Schrank hat

Den schönsten Artikel fand ich heute aber in der Berliner Morgenpost („fand“ ist wörtlich zu verstehen: die lag im Bus. Ich würde so eine Dreck nie kaufen. Ehrlich!):

Vor allem ist dem DFB-Präsidenten aber ein Fehler unterlaufen, der ihn hart treffen dürfte. Er hat sich auf seinem Hoheitsgebiet schlagen lassen: der Kommunikation. Der begnadete Rhetoriker wird seit Wochen von verschiedenen Seiten scharf attackiert. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ bezeichnete ihn erst als „Zickzack-Zwanziger“, dann als „Schlimmermacher“. Und die „Süddeutsche Zeitung“, in diesem Fall so etwas wie das Sprachrohr der Gegenseite, richtet fast täglich ihr verbales Trommelfeuer auf Zwanziger. „Inquisition statt Moderation“, titelte ein Kommentator.

Neben den teil berechtigten, teils überzogenen Vorwürfen dürfte vor allem die Medienpolitik des DFB für das Entgleiten der Meinungshoheit verantwortlich sein. Seinem laut FAZ „bevorzugten Mitteilungsblatt“, der „Bild“-Zeitung, gab Zwanziger ein zeitlich unklug platziertes Exklusivinterview. Als Michael Kempter erstmals zur Thematik öffentlich Stellung bezog, wurden nur wenige ausgewählte Journalisten zum Termin geladen. Und auch als die anonymen Schiedsrichter mit ihrem Vertrauensmann Franz-Xaver Wack Mitteilungsbedürfnis verspürten, blieb das Treffen einem kleinen Kreis vorbehalten. So etwas schafft Unmut bei den Unberücksichtigten.

Zu deutsch: Die Springer-Presse, die zwischen Otto-Fleck-Schneisse, dem Dumschwätzer&trade und Einemloddarmaddäus noch jedem Ihre Sympathien nach dessen Grad an exklusiver Auskunftsfreudigkeit verhurten, behauptet, andere Presseorgane würden aus purem Beleidigtsein, an solchen Deals nicht teilzunehmen, gegen die Betreffenden anschreiben. Man könnte es selber kaum schöner ausdrücken.

Thomas Seeholzer #56

Sehr schöne Analyse:
Zum Umgang mit Kommunikationskrisen (vermoegenszeitung.de)

Theo Zwanziger bringt zudem eine längere Vorgeschichte fehlender Souveränität im Umgang mit Medien mit.

Haften blieb der Eindruck, dass Zwanziger, ein Jurist, ein eitler Prozesshansel sei. Es ist nicht selten zu beobachten, dass besonders Juristen schlechte Voraussetzungen im Umgang mit der Öffentlichkeit haben. Sie vergessen regelmäßig die kommunikativen Wirkungen ihres Handelns.

Kurz: Der DFB und sein Präsident haben alles Denkbare falsch gemacht. Man steht zwar regelmäßig in der Öffentlichkeit, verfügt aber offenkundig über nicht ausreichende Kommunikationsfähigkeiten für Krisenfälle.

Es fehlt eigentlich nur der Fachbegriff „Kommunikationsherrschaft“ … :-)

Laie #57

Was bedeutet das eigentlich für den DFB und seinen Präsidenten, wenn das Verfahren gegen Herrn Amerell aus Mangel an Beweisen eingestellt wird, wie unter anderem Spiegel Online berichtet? Wäre da nicht ein Rücktritt fällig!?

pecas #58

Watsch! Neues zur DFB-Schiedsrichteraffäre von Thomas Kistner auf sueddeutsche.de.

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