Umfrage unter Top-Funktionären (1): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?

Eine Umfrage unter wichtigen Sportfunktionären, IOC-Mitgliedern und Präsidenten der olympischen Sport-Weltverbände. Teil 1. (to be continued)

  • Does sport need a World-Anti-Corruption-Agency?
  • Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?

18 Gedanken zu „Umfrage unter Top-Funktionären (1): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?“

  1. Klar, ne Welt-Anto-Korruptions-Agentur bringt bestimmt was. Am besten gegründet von Moustafa, Blatter und Samaranch, die sich dann schön selbst kontrollieren können.

    Ne, ernsthaft: Wer bitte hätte denn Interesse an so einer Organisation? Die Verbände ja natürlich nicht. Die Politik ebenfalls nicht (wollen sich’s mit ihren mächtigen Interessengruppen ja nicht verscherzen). Die Sportler? Die haben andere Dinge im Kopf.

    Bleibt: Die Öffentlichkeit (zumindest ein kleiner Teil, zum Beispiel die Leute, die diese Seite besuchen). Doch welche Ressourcen steht der denn schon zur Verfügung, um tatsächlich gegen die gewaltigen Machtapparate der Verbände vorzugehen?

    Fazit: Nette Idee, aber niemals umsetzbar.

    Was man machen kann, ist, das Bewusstsein der Öffentlichkeit in Bezug auf Korruption zu stärken und somit eine breite gemeinsame Meinung gegen solche Machenschaften zu bilden. Erst dann ist es vielleicht irgendwann möglich, genug Druck auf die Politik auszuüben, damit diese etwas dagegen unternimmt.

    Also: Jens Weinreich lesen und möglichst vielen Leuten weiterempfehlen!

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  3. Es wäre viel gewonnen, wenn erstmal Korruptionstatbestände klarer in den Strafgesetzen der einzelnen Länder verankert würden.
    Die Forderung nach einer Waca ist schön und gut, allerdings: Der Sport wäre dann Vorreiter. Bezweifle, dass er das jemals auf irgendeinem Gebiet wieder sein wird.
    Ist aber allemal unterhaltsam, das so vorgeführt zu bekommen wie im Panoptikum oben.

    Konkrete Frage: UDIOCM hatte sich vor nicht allzulanger Zeit interessiert gezeigt, die ISL-Unterlagen vom Hausherrn für geneigte Auswertung durch die als „exzellent“ gerühmte Ethik-Kommission entgegenzunehmen. Hat er?

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  6. nocheinjurist

    @ ha: Über manche Formulierung in den Gesetzen kann man sicher streiten. Das Hauptproblem bei „Korruptionsdelikten“ bleibt, dass es kein Opfer gibt und sich damit die Beweisfähigkeit der Tat, der konkreten Absprache, wer was wofuer bekommen hat, verkompliziert. Man braucht dann Indizien, und an die muss man erstmal rankommen. Und — besondere oder Vorreiterrolle des Sports — bitte nicht! Das saehe so aus, als waere es ein Problem des Sports – wer hat an dieser Annahme Interesse?

    In einigen asiatischen Laendern, man mag es kaum glauben, haben die nationalen Anti-Korruptions-Agenturen recht weitreichende Eingriffsbefugnisse. Am Tag nach dem Einschreiten (Festnahme oder aehnliches) stehen die Namen auch bruehwarm in den Pressererzeugnissen. Es ist wirklich so, als ob dort noch nie jemand etwas ueber Unschuldsvermutung und Persoenlichkeitsrechte gehoert hat. Manchmal toedlich fuer faelschlich Verdaechtigte, aber es scheint den Blick fuer das Problem zu schaerfen.

  7. hehe. sehr amüsant. goldig – um nicht zu sagen: nachgerade goldig.
    tauchte bei mir der wunsch auf, noch einen weiteren kandidaten in diesem „panoptikum“ (ha) zu sehen, weil sich sein gesichts(nicht)ausdruck sozusagen zwischen den clips als eine art quersumme reinkarnierte?:
    Buster Keaton!

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  9. jw,
    bin gespannt auf deine Einschätzung der UDIOCM-Rede. Ernsthaft: Ist er von irgendwas beeindruckt? Vom Gegenwind der letzten Jahre?

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