Von A-Promis, Dichtern, First Ladies, olympischen Werten und Lieblingsrussen

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Promi-Alarm in Kopenhagen. Habe eben gerade vor einem Restaurant, in dem Tokios Gouverneur zum Sushi geladen hatte, Paulo Coelho getroffen. Wir wollen morgen mal länger plaudern, kein Witz. Coelho, dessen Blog ich regelmäßig besuche, war ja auch schon mal bei der FIFA aktiv, als Brasilien die Fußball-WM 2014 erhielt. Nun ist er Rios Vorzeige-Künstler und hilft dabei, die Olympischen Sommerspiele 2016 zu akquirieren. Aus Zeitmangel gibts jetzt mal nur eine wirre Bildgeschichte zur olympischen Städtekür 2016. Vorerst. Ich bin noch bis Ende der IOC-Session hier, bis zum 9. Oktober.

Michelle Obama entsteigt der Air Force Two

Michelle Obama ist schon da … (Foto: Chicago 2016)

Was soll ich sagen? Ich habe die First Lady gestern leider verpasst. Am Flughafen Kastrup sowieso. Und leider auch am Nachmittag im Marriott-Hotel Kopenhagen, in das Michelle Obama aus einem schwarzen, gepanzerten Chevi in den Seiteneingang schlüpfte. In der Lobby gab es einen kurzen Fototermin und einige Statements.

Das White House hatte zwar schon vor einigen Wochen die Daten ausgewählter Journalisten gesammelt für den obligatorischen Sicherheitscheck, zunächst hieß es, sie werde eine Interviewrunde geben. Doch das fiel aus. Lobbyarbeit für Chicagos Olympiabewerbung ist derzeit wichtiger. Den Donnerstag hat Michelle Obama noch Zeit dazu. Am Freitag stehen im Bella Center auf der 121. IOC-Vollversammlung die Präsentationen an. Chicago beginnt, mit Barack Obama, der mit der Air Force One für einige Stunden einfliegt. Letztes Gerücht: Angeblich soll er nun doch schon Donnerstagabend kommen. Wait and see.

Wen ich sonst noch getroffen habe im Marriott und einigen anderen Hotels: Zunächst das übliche unscharfe Foto, rein der Dokumentation wegen, das muss sein, daran haben sich Stammleser hier längst gewöhnt …

Handshake Havelange, Weber

Saubere Hände. Alter Mann (links) begrüßt alten Mann (rechts)

Yep, rechts ist Jean-Marie Weber. Gerade begrüßt er seinen alten Kampfgefährten Joao Havelange. Der FIFA-Caesar schritt kurz zuvor übrigens mit Spaniens König Juan Carlos durch die Lobby. Auch den habe ich verpasst, ich saß gerade an der Bar und habe mir von einem Bewerber die IOC-Stimmen durchrechnen lassen. Kein Witz. Statt Juan Carlos zu begrüßen, gehe ich in einigen Stunden zum Frühstück mit Brasiliens Präsidenten Lula. Ich denke, dieser Termin wird spritzig-witzig.

Es ist immer wieder putzig, wenn Staatsoberhäupter und Regierungschef und Angehörige ähnlicher Kategorien der Sportfamilie die Aufwartung machen. (Ich rede mal nicht von Sportministern oder Prinzen wie Henry, Albert, Willem Alexander und ab kommende Woche auch Frederik, die ohnehin IOC-Mitglieder sind und also längst zur Familie gehören, weshalb ich mir ihre Fotos spare, für später mal.) Vor vier Jahren in Singapur, als London Olympiastadt 2012 wurde, gab es mal einen Frühstückstermin bei Hillary. Die war damals Senatorin und für New York aktiv.

Hillary Clinton bei einem Auftritt für die "New York City 2012" Kampagne, 2005 in Singapur

Anno 2005 in Singapur: Hillary trommelt für Spiele in New York 2012

Links oben im Bild steht übrigens Nadja Comaneci, neben ihren Mann Bart Connor. Nadja ist so eine Art Olympiabewerbermaskottchen der Amerikaner. Auch in Kopenhagen ist sie dabei, diesmal für Chicago. Sie guckt allerdings – im roten Leibchen – nicht viel beteiligter als damals in Singapur:

Team Chicago 2016

Anno 2009 in Kopenhagen: Team Chicago 2016 – mit eher bescheidener Mimik …

Und wie erst Bürgermeister Richard Daley (seit 1989 im Amt! sein Vater war noch ein Jahr länger Bürgermeister!) dreinschaut. Und Jackie Joyner-Kersee (Mitte), und Bewerberchef Pat Ryan (mit Mikro) und Michael Johnson (rechts hinter Ryan).

Sehen so Sieger aus?

Ich glaube nicht.

Doch von Daley & Ryan flink zurück zu den A-Promis bei olympischen Städteküren. Und weiter in meiner kleinen Rückschau. Singapur 2005. Ich erwähnte den Termin mit Hillary. Gleich darauf ins Taxi und ab ins nächste Hotel. Denn dort wartete schon …

Tony Blair, Seb Coe, Singapur 2005

Tony Blair & Ethik-Lord Coe, 2005 in Singapur

Ich meine nicht, dass das sonderlich erbaulich gewesen wäre. Aber es spricht ja nichts dagegen, A-Promis, also echte VIPs mal von Nahem zu sehen und ihnen zu lauschen. Von Tony Blair ging’s damals übrigens zu einem meiner Lieblingsrussen, immer für einen Skandal gut:

Juri Luschkow bei PK in Singapur 2005

Juri Luschkow, Moskaus Bürgermeister. Zwar im Dienst, diesmal damals aber ohne Wodka und Mädels.

Und noch ein Zeitsprung: Guatemala 2007, die Kür von Sotschi zur Olympiastadt 2014. Eines der Top-Themen war damals der Besuch von Wladimir Putin. Den bekamen Normalsterbliche aber nicht zu Gesicht. Nur seine Sicherheitsjungs, die die ohnehin komfortable Zona 10 noch etwas sicherer machten:

Guatemala 2007

Mir imponierte damals außerdem, wie die Russen im Garten des wunderbaren Steakrestaurant gleich neben dem Tagungshotel eine Eislaufbahn errichteten. Eine Eisbahn mitten in den Tropen. Das war cool. Da hatten sie dann mächtig was zu Feiern, Olympiasieger Jewgeni Pluschenko und Gefährten:

Pluschenko & Co feiern auf der Eisbahn in Guatemala

Nun aber zurück zu denen, die wohl am Freitag in Kopenhagen feiern.

Die Japaner um Professor Shin-ichi Takamura, der uns hier an einem Globus erklärt, wie Olympia die Welt retten kann, werden es eher nicht sein.

Präsentation Tokio 2016

Zu meinem Beitrag über Takamuras Präsentation und einiges mehr geht’s hier entlang zur Financial Times.

Diese Truppe aber könnte am Freitagabend gegen 19 Uhr durchaus Grund haben, die Minibar zu leeren – und noch etwas mehr:

Pelé & Co - Team Rio 2016

Rechts hinter Pelé: Schwimm-Weltmeister Cesar Cielo

Pelé hatte einen ziemlich lässigen Auftritt gestern morgen, den ich in einem Zeitungstext so verarbeitet habe:

***

Pelé hält Hof. Natürlich steigt Brasiliens Idol, der beste Fußballer aller Zeiten, für die Olympiabewerbung Rio de Janeiros in die Bütt. Zum fünften Mal buhlt Rio um die Spiele, zum dritten Mal ist Pelé dabei. Wogegen man Michael Jordan, den erfolgreichsten Basketballer aller Zeiten, beim Konkurrenten Chicago doch sehr vermisst. Also will ein amerikanischer Journalist am Mittwoch von Pelé wissen, warum wohl Jordan nicht nach Kopenhagen gekommen ist. Pelé versteht erst mal nicht, wer gemeint ist. Was hat Michael Jackson mit Olympia zu tun, fragt er. Nichts. Als die Verwechslung geklärt ist – Jordan, nicht Jackson – und alle gelacht haben, pariert Pelé die Frage politisch durchaus geschickt. „Ich weiß nicht, ob ich sie recht verstanden habe“, holt er aus. „Aber bei mir ist es ganz einfach: Ich würde für mein Land sterben. Ich würde für den Sport sterben. Ich habe meinem Land zu helfen. Diese Olympischen Spiele sind für ganz Südamerika. Deshalb bin ich hier!“

So sind sie, die Brasilianer. Sie argumentieren mit Herz und stellen zunehmend die Konkurrenten aus Chicago, Tokio und Madrid in den Schatten – zumindest in der veröffentlichten Meinung, die keinesfalls mit den Mehrheiten im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) übereinstimmen muss. Viele IOC-Mitglieder kommen erst am Donnerstag nach Dänemark, wenn abends im Opernhaus die 121. IOC-Vollversammlung eröffnet wird.

Vieles deutet auf ein einsames Duell zwischen Rio und Chicago hin. Der Aufmarsch der A-Prominenz allemal. Am Mittwochmorgen traf die erste Abordnung aus dem Weißen Haus ein, First Lady Michelle Obama landete auf dem Flughafen Kastrup und trat am Nachmittag erstmals im IOC-Hotel Marriott auf. Am Freitagmorgen schwebt ihr Gatte mit der Air Force One ein, um kurz nach der Präsentation Chicagos vor dem IOC wieder nach Washington zu entschwinden. Obama hat in den vergangenen Tagen bereits mit einigen IOC-Vorständlern telefoniert.

Selbst mit Obama werde Chicago nicht gewinnen, glaubt das brasilianische IOC-Mitglied Carlos Nuzman, eine Skandalnudel mit Entertainer-Qualitäten. „Obamas Besuch macht gar nichts, das macht gar nichts aus“, erklärte Nuzman. Die Amerikaner fassen das als eine Art Gotteslästerung auf. Unmittelbar nach der Äußerung Nuzmans gibt Chicago eine Pressekonferenz. Bewerberchef Pat Ryan sagt: „Carlos ist ein großartiger Typ, ein großer Gegner“, sagt Ryan. „Aber ich denke doch, dass die First Lady die Menschen hier elektrisiert.“

So geht das in einem fort. Amerikanische Journalisten thematisieren die Kriminalität in Rio. Die Brasilianer provozieren Chicagos Bürgermeister Richard Daley mit ihren Fragen und hoffen auf einen verbalen Vulkanausbruch. Daley ist als Choleriker bekannt, hat sich aber derzeit gut im Griff. Kürzlich soll er in einem Interview gesagt haben, Rio sei nicht für Olympia bereit. Wegen solcher Äußerungen sei die IOC-Ethikkommission alarmiert, verbreitete Nuzman. „Wie bitte? Ich habe nicht gesagt“, erklärt Daley daraufhin.

Bei manchen Meldungen fragt man sich, ob sie von jenen PR-Firmen, die für die Bewerber arbeiten (Hill & Knowlton für Chicago, Vero Communications für Rio) bestellt worden sind. So meldete die Nachrichtenagentur AP gerade scheinexklusiv, dass in diesem Jahr kein Schwimm-Weltcup in Brasilien stattfindet. Das weiß man allerdings schon seit einem Monat, worauf die Brasilianer verärgert hinweisen. In den USA gilt der Sachverhalt als Beweis, dass es nicht weit her ist mit der Förderung des olympischen Sports in Brasilien. Pelé wirft dazu lässig ein: In den USA dominieren nur drei Profisportarten, in Brasilien dagegen kennen die Menschen außer Fußball auch alle anderen 27 olympischen Sportarten. Und überhaupt: „Die USA hatten acht Mal Olympische Spiele, Südamerika noch nie!“

Kaum haben die Brasilianer gepunktet, spricht ein NBC-Reporter ein delikates Thema an. Denn die Titelstory des aktuellen Magazins „New Yorker“ handelt von? Natürlich, der Gewalt in Brasiliens Hauptstadt. „Gangs of Rio“ heißt die lange Reportage, in der auch erwähnt wird, dass allein in Rio und seinen Favelas im vergangenen Jahr 1188 Menschen von Polizisten erschossen worden – dagegen nur 371 in den gesamten USA. „Was sagen Sie dazu“, lautet die in ultimativen Ton vorgebrachte Frage. Leonardo Gryner, Kommunikationsdirektor der Bewerbung Rios, entgegnet schnippisch, das IOC habe die Frage längst beantwortet. Im Evaluierungsbericht wird das Problem nur erwähnt, mehr aber nicht. „Beim Karneval, bei der Silvesterfeier und bei den Panamerikanischen Spielen hat es nie große Zwischenfälle gegeben“, sagt Gryner. Dann erklärt er lässig: „Im Übrigen hatten wir auch noch nie ein Problem mit Terroristen.“

Das klingt alles nicht sehr souverän. Doch gilt es in einem solchen Wettbewerb ohnehin nur darum, den Gegner auszuspielen. Wer könnte das besser als Pelé. Der Fußballer fasst die den Diskussionsstand und damit die Weltpolitik vorerst so zusammen: „Ihr in den USA macht gerade eine große Finanzkrise durch, Chicago hat Probleme mit der öffentlichen Finanzierung der Spiele, und selbst über Obama müsst ihr diskutieren“, sagt Pelé. „Brasilien aber ist unter den zehn finanziell ausgeglichensten Ländern der Welt.“

***

Prima. Und damit das auch klappt mit Rio und Olympia …

Julio Maglione, Carlos Nuzman

… macht Chefbewerber Carloz Nuzman (rechts) noch fix einige Deals mit dem FINA-Präsidenten Julio Maglione klar.

Bevor ich aber nachts um halb zwei weiter abschweife und noch krudere Notizen mache, schnell nochmal zurück zu meinem alten Freund Jean-Marie. Ich habe ihm viel zu verdanken, gewissermaßen. Denn als wir im Marriott plauderten, schlenderte nicht nur Havelange vorbei, der bald sein ersten Lebensjahrhundert vollendet, auch ein Männlein, das bald sein neuntes Lebensjahrzehnt beendet und für die olympische Familie durchaus von Bedeutung war und ist, blieb natürlich bei Jean-Marie stehen, grüßte freundlich und, was soll ich sagen, gab selbstverständlich auch mir die Hand. Ja, es war Juan Antonio Samaranch Senior, der IOC-Ehrenpräsident.

Ich weiß noch nicht recht, warum es nicht reicht für das olympische Adelsgeschlecht derer von Samaranch. Ich hatte bis vor einiger Zeit eigentlich das Gegenteil erwartet. Und beim IOC-Präsidenten Jacques Rogge, der nicht mit abstimmt, muss sich Juan Antonio Samaranch Junior, Juanito genannt, sicherlich nicht bemühen:

Jacques Rogge, Juan Antonio Samaranch Junior

Apropos Samaranch Senior. Was absolut beeindruckend war am Mittwochabend: Sein Auftritt während der Pressekonferenz von Madrid. Dem Team um Bürgermeister Alberto Ruiz Gallardon hat er die Schau gestohlen. Oder sollte man besser sagen: Die Truppe setzt voll auf den Alten. Ganz Spanien setzt auf Samaranch.

Wie sagte Madrids Bürgermeister, ganz im Stile der großen Sportfamilie:

Herr Ehrenpräsident Samaranch: Wir sind ihre Schüler! Wir danken ihnen für die Werte, die sie und anerzogen haben.

Gute Nacht und: Amen.

Arnesen #1

Jens, es ist nachts um 3 und meine Aufnahmefähigkeit ist arg begrenzt, aber:
Ich freue mich schon auf morgen, wenn ich den Beitrag detailliert lesen kann.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Das ist dein Gebiet, hier bist du am besten.

cf #2

Doch das viel aus.

In diesem Sinne denn: fiel Fergnügen beim Permanent-Promidinner in Kopenhagen!

Und… darf man sich eigentlich noch darüber wundern, wo JMW überall auftaucht? Fast könnte man denken, er tauche nur rein zufällig immer dort auf, wo es um die großen Töpfe geht. Oh! Wie konnte ich das vergessen — in Wahrheit arbeitet er natürlich nur an seiner neuesten, hochinvestigativen Enthüllungsstory.

Amen.

(Aber war das jetzt eigentlich deine offizielle festlegung auf Rio als Favorit? Oder was wolltest du mit den letzten Zeilen über Samaranch sagen? Das Madrid trotz ihm keine Chance hat? Oder doch? Oder wie jetzt?)

Pecas #3

ringlein, ringlein, ihr müsst wandern
von der einen hand zur andern

bleibt bloß in der family
dafür sorgt der jean-marie

mit samaranchs sportspolitics
und noch ‚paar andern guten tricks.

in der connection rio- spaniens
liegt die zukunft südamerikaniens

und vielleicht sogar
diejenige des abendlands?

„ich würd‘ sterben für mein land“
pele – der fuß – das tor – die hand.

rio: die losung ad vaticanem
amen.

Gua #4

Auch den habe ich verpasst, ich saß gerade an der Bar und habe mir von einem Bewerber die IOC-Stimmen durchrechnen lassen.

Dann mal bitte raus mit den zahlen! :) Und das „Oder wie jetzt?“ würde ich auch gerne wissen.

Jens Weinreich #5

@ cf: Siehst Du es mir bitte nach? Ich ferspreche Besserung. Habe blöderweise nicht mal Zeit, Korrektur zu lesen. Würde ich die Zeit haben, käme ich vielleicht auf die Idee, den gesamten Beitrag zu löschen. Willst Du das? Ich meine, Du kannst ja auch Bilder schauen, musst ja nicht lesen :)

Jens Weinreich #6

@ Pecas: Großartig. Gefällt mir.

@ Gua, cf: Sieht vieles nach Rio aus. Ich bleibe aber skeptisch. Jeder spricht über Rio – und das macht mich eher misstrauisch. Es gibt auch immer so ein Momentum, um das zu erklären, müsste ich jetzt mal kurz ein Buch schreiben. Jedenfalls: das spricht für Rio.

Linksaussen #7

ich gehe mit arnesen: die olympia/
la-wm-berichtestattung hier ist ebenfalls immer amüsant, aber über die hohe sportpolitik lese ich am liebsten. denn so kenntnisreich und detailliert (und meinungsfreudig) bekommt man das woanders nicht. leider.

ich setze ein kaltgetränk auf chicago. die zu erwartenden gelder von nbc und obama – ich kann mir nicht vorstellen, daß das nicht reichen sollte. von korruption dürften ja alle teilnehmenden ahnung haben. die japaner vielleicht ausgenommen?

ha #8

Statt Küsschen von Michelle Handschlag von Samaranch …
Ich sach mal: The winner takes ist all. (Madrid!)

coloumbo #9

@Linksaussen:

Warum sollten die Japaner keien Ahnung von korruption haben? 1998 hat das auch schon ganz gut geklappt…
-> allerdings haben sie im letzten Evaluieungsbericht mehr als schlecht abgeschnitten, was sie aus dem Rennen geworfen haben müsste.

Madrid hat wieder einmal die Technisch beste Bewerbung, dürfte aber erneut nicht reichen
(2012 London, 2014 Sochi)
Zwar könnte man meinen, dass es zu Samaranchs Ehren und Abschied? (ist ja nicht mehr der jüngste) ein Geschenk gäbe, die Geschenke werden im IOC dann aber wahrscheinlich doch anders verteilt…

Wird dann wohl tatsächlich auf den 2-Kampf Chicago vs. Rio hinauslaufen. Da ist dann die Frage, ob Obama genügend Geld mit nach Kopenhagen bringt. Nur seine Präsenz wird auch nicht reichen. Das mit den Vernsehvermarktern ist da schon eher ein Argument.

Rio wäre die erste Stadt Süd Amerikas, was ihnen bei einer wirklich nicht schlechten Bewerbung Pluspunkte bringt. Die FIFA WM haben sie auch bekommen, das Vertrauen, dass sie so etwas organisieren können ist also da (haben sie ja auch mit andern großen Sportevents bewiesen)
Und sie dürften die Stimmen der Madrid zugeneigten Mitglieder bekommen, als dann Madrid nach dem 2. Wahlgang die Segel streichen wird…

Ich bin gepsnnt!!
(Und auch ein bischen neidisch, nicht vor Ort seien zu können…)

JW #10

Ach, Coloumbo, musst nicht neidisch sein. Der Kaffee, den ich gerade mit Carlos Coelho geschlürft habe, war nur noch lauwarm. Das kriege ich daheim besser hin. Und bei soviel Promis, eben lief noch Carlos Alberto Parreira vorbei, verliert man eh die Übersicht. Vor allem: Ich muss jetzt gefühlte 5000 Zeilen schreiben. Zeit ist Geld bzw. Zeilengeld. Keine Zeit für Autogramme :)

coloumbo #11

Geht mir ja auch nicht um Autogramme, die verstauben eh…
Würde halt gerne die Machenschaften des IOC etwas besser kennenlernen. (Wer schaut bei wem hinten rein bzw. nur noch etwas raus und vielleicht den ein oder anderen mal hinter den Kulissen sehn)

Das es alles mehr schein als sein, bzw. das schlimmste „sehen und gesehen werden“ ist, denk ich schon. Da lässt sich bestimmt gut Artenforschung betreiben ;-)

Und die Präsentation würde ich liebend gerne sehen.
(Kannst Du die nicht aufnehmen?? – kriegst auch nen heißen Kaffe! ;-)

Ralf #12

Kommentar von Friedhard Teuffel im Tagesspiegel: Kreuzfahrt statt Bargeld

Andreas #13

Nach
diesem
Beitrag bei sport inside und diesem Blogeintrag von Jürgen Kalwa bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass es Chicago wird. Zumal es anders als bei der FIFA keine „Kontinent-Rotation“ gibt. Diese wird wahrscheinlich erst dann eingeführt, wenn sich ein IOC-Chef seiner Wiederwahl nicht gewiss sein kann, so wie es damals Blatter war.

Gua #14

Noch mal eine Frage, von der ich nicht weiß, ob sie hier irgendwo schon beantwortet wurde: Für wen arbeitet denn JMW?

Andy #15

Ich lesen immer deinen Beiträge udn jetzt muss ich einfach mal fragen wieviel Zeit du darin investierst…Echt der Wahnsinn. Kompliment!

cf #16

@jens
einfach schöne bilder angucken statt anstrengende texte zu lesen ist eine tolle idee — werde ich in zukunft öfter mal ausprobieren! :-)

aber ernst beiseite: in der regel halte ich ja nicht soviel davon, auf einzlene tipfehler hinzuweisen… aber wenn der ball schon mal so auf dem punkt liegt… den musste ich einfach reinmachen! noch dazu, wo ich schon lange mal wieder „fiel fergnügen“ schreiben wollte — da war das natürlich die überleitung!

———

was das pro-chicago argument mit den us-tv-geldern angeht, das ja auch jürgen kalwa bringt — da wäre ich, unbefangen wie ich bin, etwas vorsichtiger. ich kann mir zumindest schlecht vorstellen, dass es den amerikanischen sendern wirklich soviel wert ist, dass die spiele im eigenen land stattfinden — die „richtige“ zeitzone sollte da doch wesentlich wichtiger sein, quasi übertragungen zur besten sendezeit. und das wäre ja im falle von rio genauso gegeben.
aber naja, wir werden ja bald sehen, wer hier auf das falsche pferd gesetzt hat…

JW #17

Das TV-Argument ist viel zu billig. Das greift nicht. Ich denke, obwohl ich schon ziemlich müde bin, dass ich gleich mal noch einen Blogeintrag schreibe, gerade läuft ja die Eröffnung der 121. IOC-Session, die ich leider wieder verpasst habe. Wird einfach immer schlimmer, ich habe bis 18 Uhr Texte geschrieben, zuletzt für die FTD – das IOC hat aber nur die Anreise zur Oper mit einem Bus vom Bella Centre aus erlaubt (aus Sicherheitsgründen, angeblich), keine private Anfahrt zum weithin abgesperrten Opernhaus wegen der vielen Staatsgäste.

Ich nehme den Spaß jetzt auf, schau an, auch hier gibt es DVB-TV.

Linksaussen #18

„Gua
Noch mal eine Frage, von der ich nicht weiß, ob sie hier irgendwo schon beantwortet wurde: Für wen arbeitet denn JMW?“

Internationaler Journalistenverband? Transparency.org? Friedrich-Naumann-Stiftung?

Stefan W. #19

@Pencas:

“ich würd’ sterben für mein land?
pele – der fuß – das tor – die hand.

Der mit der Hand war aber Maradonna.

“ich würd’ sterben für mein land?
pele – auch ohne Ball gewandt.

schlage ich vor.

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