München 2018: der Weg nach Durban

Das IOC hat den Zeitplan für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 aktualisiert und das 101 Seiten umfassende 2018 Candidature Acceptance Procedure (pdf, 3,5 MB) herausgegeben. Ich bin verrückt genug, so etwas zu lesen. Zieht jemand nach?

Die wichtigsten Daten, interessant wird es erst ab dem 3. Oktober, nach der Entscheidung über die Sommerspiele 2016:

Zeitplan Olympiabewerbung 2018
Phase 1 15.10.2009 DOSB meldet München offiziell beim IOC als Applicant City an
01.11.2009 Unterschrift des Candidature Acceptance Procedure
01.11.2009 Zahlung der Bewerbergebühr (Candidature Acceptance Fee) von 150.000 US-Dollar
2.-5.12.2009 IOC Seminar für Applicant Cities
12.-28.02.2010 Teilnahme der Bewerber am Olympic Games Observer’s Programme des IOC bei den Winterspielen in Vancouver
15.03.2010 Abgabe der Bewerbungsunterlagen und der Garantien beim IOC
bis Juni 2010 Prüfung der Unterlagen durch das IOC
7.-10.06.2010 Debriefing Vancouver 2010 in Sotschi, Teilnahme der Bewerber für 2018
Phase 2 Ende Juni 2010 IOC-Exekutive entscheidet über die Finalrunde der Candidate Cities (nach jetzigem Stand Formsache, weil es nur drei Interessenten gibt)
11.01.2011 Abgabe des Bewerbungsbuches beim IOC
Frühjahr 2011 Besuche der IOC-Evaluierungskommission bei den Candidate Cities
Frühsommer 2011 Bericht der IOC Evaluierungskommission
06.07.2011 Wahl der Olympiastadt 2018 auf der 123. IOC-Session in Durban

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Und dann wäre da noch die Sache mit dem Logo. Die Bewerber geben sich zeitgemäß, setzen aufs Mitmach-Web und lassen abstimmen:

Screenshot München2018.de

„Münchner Schneekristall“, „Die Berge bei Föhn“, „Spuren der Spiele“ – ich kann mich gar nicht entscheiden. Vermisse das Logo des FC Bayern, wäre das nicht auch eine Wahl? Aber keine Sorge, richtig peinlich wird es ohnehin erst, wenn wieder ein Maskottchen gesucht werden sollte.

16 Gedanken zu „München 2018: der Weg nach Durban“

  1. Was genau ist an den Logos denn peinlich, wenn auch nicht „richtig peinlich“? Finde das zweite und vor allem das dritte durchaus gelungen – und das erste ist als Entwurf auch nicht übel, nur ein bisschen zu groß bzw. plump.

    Ich lese das Blog hier sehr gerne, aber manchmal wäre ein bisschen mehr Erklärung wünschenswert. So liest sich das nämlich leider ein klein wenig… hm… frustriert? Meckern um des Meckerns Willen? Ja, das.

  2. Jens Weinreich

    Sarah: Warum „frustriert“? Ich stelle doch nur vor und stelle zur Diskussion …

    Und ich habe mich doch gar nicht zu den Logos geäußert. Sehen zumindest hübscher aus als die Grinsepillen der Fußball-WM 2006.

    Ich streiche jetzt mal oben im Text das Wort „richtig“, und schon passts, oder?

  3. Designmäßig ist es eh unmöglich, die Leistung von Otl Aicher aus dem Jahr 1972 zu übertreffen (vom damaligen Maskottchen mal abgesehen ;-).
    Logo #1 ist zwar ein bisschen überladen, schön finde ich aber, dass es die Farbgebung von 1972 und die Idee der Regenbogenspiele noch einmal aufgreift.

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