Doping und die Medien

Die Debatte über Sportjournalismus / Dopingberichterstattung / Verdachtsberichterstattung, die hier am Fall Pechstein wieder aufflammt (vor allem in den Kommentaren zum Beitrag „Ria Visser sagt …„, aber auch schon früher, das ist ein durchaus selbstreferenzielles Dauerthema), will ich gern mit zwei universitären Abschlussarbeiten bereichern. Die Fragen sind nicht neu, wurden auf der ersten großen bundesweiten Sportjournalismus-Konferenz („Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus„) im vergangenen Jahr umfassend diskutiert, und werden zurecht immer wieder neu gestellt. Wer versucht, sich der Wahrheit zu nähern, muss auch einstecken können, keine Frage. Ich finde übrigens, es gibt kaum einen Berufsstand, der leichter zu kontrollieren ist – denn es gibt ja Archive.

Also, zwei Lesebefehle, und die Autoren freuen sich über Kritik: Über die Schwierigkeiten der Dopingberichterstattung am Beispiel der Tour de France (ist ja auch aktuell) haben Angelika Mikus (TU Dortmund, Institut für Journalistik) und Lukas Eberle (Universität Tübingen) unlängst ihre Abschlussarbeiten geschrieben. Auch wenn es nicht explizit ums Eisschnelllaufen geht, so doch um Blutdoping, und vieles andere lässt sich sicher vergleichen und erlaubt Rückschlüsse – zumal: für die journalistische Arbeit als Überbringer chronisch schlechter Botschaften.

28 Gedanken zu „Doping und die Medien“

  1. Jens Weinreich

    Falls jemand mit dem IExplorer Schwierigkeiten hat, die Arbeiten zu sehen (so geht es mir gerade, ich sehe nichts) – mit Firefox funktioniert es tadellos.

  2. Mir hats den Browser gecrashed, gut, ich hab auch wenig RAM. Wäre schön, die PDFs nicht so einzubinden, sondern zu verlinken, ist ja keine myspace-Seite hier…

  3. Jens Weinreich

    @ Stefan: Sorry. Soll kein Myspace sein. Ich fand dieses tool nur sehr praktisch. Habe die Arbeiten noch einmal hochgeladen und zusätzlich verlinkt.

  4. @Jens: Ich weiß, Technik ist nciht dein Ding: Aber das Geburtsdatum und die Matrikelnnummer sollte vielleicht nicht so veröffentlicht werden in Lukas‘ Arbeit.

  5. Unabhängig davon, ob Scribd zum Einsatz kommt, finde ich die zusätzliche Verlinkung gut. Über das Tool kann man die Dokumente offenbar nur speichern, wenn man sich dort registriert.

    Ansonsten kann man pdfs auch einfach per Code in WordPress an der gewünschten Stelle einbinden:

    Dann erscheint nicht das Scribd-Tool, sondern der normale Acrobat-Reader – sofern auf dem Rechner vorhanden.

  6. @horst
    warum? eine bachelorarbeit ist nunmal keine geheimsache, sondern muss öffentlich zugänglich sein. dass sie auf diese weise mehr menschen lesen als wenn sie nur in der örtlichen bibliothek ausliegen würde, mag natürlich stimmen, ändert an der grundsache aber nichts. finde ich.

    @jens
    bist du einer der von angelika mikus interviewten experten? — J2? ;-)

  7. Hier der eben verschluckte Code (mit Leerzeichen, damit er angezeigt wird:

  8. Jens Weinreich

    So Freunde, @ Horst, Christoph, Stefan: Ist’s so besser? Von wegen technische Null, Horst: Gelbe Karte! Dank an Christoph.

    @ cf: Nö. Nicht dass ich mich erinnere. Wenn doch, soll es Angelika hier ruhig korrigieren.

  9. Also bei mir crasht Deine Seite (also schon die Startseite) meinen Browser jedesmal – allerdings im Firefox (3.0.11). Im IE läufts hingegen problemlos.

    Sollte vielleicht mal den FF upgraden.

  10. Bei mir crasht nix, aber FF 3.0.haushoch unter Linux schlägt 2x vor Plugins zu installieren, und kann es dann nicht.

    Daher begrüße ich die zusätzliche Downloadmöglichkeit.

  11. bei mir ebenfalls mit Firefox in der aktuellsten Version (3.5). Aber ich konnte die beiden eingebundenen Dokumente noch damit lesen. Es ist erst seit gestern Abend so.

  12. Pingback: companero

  13. Hier geht es mit FF 2.0.11 ebenfalls nicht. :-(
    IE geht, zeigt aber (vermutlich aufgrund eines zu alten Acrobat Readers) die eingebundenen Dokumente nicht an.

  14. Pingback: Doping und die Medien (2): Der Fall Hartelt : jens weinreich

  15. Pingback: Lesestoff am 15. Juli 2009 « Der Ballkönig

  16. So wurde Dr. Lothar Heinrich als medizinischer Berater für das Team Tri Dubai geführt.

    Normann Stadler was a member of the Tri Dubai triathlon team and his major sponsors included PowerBar (nutrition) and Kuota (bike) until Tri Dubai was disbanded at the end of the 2006 triathlon season.

    ironman.com: Days in Magenta: A Report by Normann Stadler

    The performance test was conducted as agreed under the supervision of Dr. Heinrich and Dr. Vogt. After I reached 400 watts, I climbed off the ergometer and accepted the gift of my new SRM system. Right then and there, Mr. Schoberer and I agreed to work together more closely and to conduct performance tests on a regular basis at the University of Freiburg.

  17. tridubai.com: Advisors

    Lothar Heinrich, M.D., of Freiburg, Germany, is a highly respected physician and exercise physiologist. He has been the team physician for T-Mobile (formerly Team Telekom) since 1995.

    tridubai.com: Normann Stadler

    Normann Stadler is the current Ironman World Champion.

  18. Normann Stadler im Blickpunkt Sport:

    Das kann man nicht verallgemeinern, daß man in so einem Umfeld einfach aufwächst. Also das habe ich noch nie gehört, das ist das erste Mal, daß ich so etwas höre, daß man so einen Einstieg in den Sport bekommt. Ich mache seit über 20 Jahren Leistungssport, wurde noch nicht einmal angesprochen, habe noch nicht einmal irgendwo gesehen, daß sich jemand irgendwas, wie man das hört, nach dem Training eine Spritze in den Po jagt. Das ist vielleicht in Österreich so.

    Dresdner Kleinwort (19.11.08): Normann Stadler meldete Doping-Angebot umgehend: „Ich war völlig entsetzt.“

  19. Pingback: Greg LeMond sagt und sagt und sagt … : jens weinreich

  20. Pingback: Blickpunkt Doping: eine Studie zu Meinungen und Einstellungen von Sportjournalisten … : jens weinreich

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