Erklärung von DDR-Dopingopfern: „Kein fauler Frieden in der Doping-Aufarbeitung“

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Brandaktuell, ausgelöst durch den hier heiß diskutierten Fall Werner Goldmann, die Amnestie-Debatte und die Erarbeitung neuer Ehrenerklärungen für DDR-Dopingtrainer – eine Stellungnahme von Dopingopfern, die sich in Berlin getroffen haben:

DDR-Dopinggeschädigte erheben Einspruch gegen den geplanten Persilschein für belastete Dopingtäter

Seit Wochen läuft, ausgelöst durch die Causa Goldmann, eine Debatte über den dopingbelasteten deutschen Sport in Ost und West. Im Vorfeld der Leichtathletikweltmeisterschaften im Sommer in Berlin und im 20. Jahr des Mauerfalls wird nun hitzig nach einer Zauberformel gesucht, die den Beweis erbringen soll, dass der Sport in Deutschland rein und endlich einig ist. In dieser magischen Zukunfts-Mixtur steckt jedoch nichts anderes als eine Schlussstrich-Rehabilitierung des amnestischen, schwer toxischen Systems und die Absicht, den längst sichtbaren Schaden in einer durchsichtigen PR-Aktion zu neutralisieren. Mit einem faulen Frieden dieser Art lebt der Sport schon zu lange. Diese Strategie hat dem Sport nicht nur seinen aktuellen Imageschaden bereitet, sondern auch willentlich und wissentlich viele Opfer produziert. Wenn es jetzt um eine Zukunftsformel geht, dann doch nur durch einen konsequenten Bruch mit den ausgedienten Strategien im Sport und der akzeptierten, zynischen Täterpolitik.

  1. Trainer, Ärzte, Funktionäre und Betreuer, die es in den vergangenen 20 Jahren nicht geschafft haben, sich klar zu ihrer Dopingvergangenheit zu positionieren, haben im deutschen Sport und in der Nähe von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen. Ein generelles polizeiliches und sportliches Führungszeugnis ist im organisierten Sport längst überfällig.
  2. Die Situation der DDR-Zwangsdopinggeschädigten hat sich in den vergangenen zehn Jahren im Hinblick auf ihre Gesamtlebenssituation dramatisch verschlechtert. Eine öffentlich finanzierte Beratungs- und Anlaufstelle für Dopinggeschädigte haben die Betroffenen seit langem vergeblich gefordert und ist umso zwingender notwendig.
  3. Für die irreversiblen Schädigungen der DDR-Zwangsdopinggeschädigten gilt es, einen gesetzlich verankerten Rentenanspruch zu formulieren.
  4. Regionale Medien in den neuen Bundesländern haben die notwendige Aufklärung gegenüber den Betroffenen im DDR-Sport größtenteils gezielt verweigert. Diese Informationsdefizite sind auszugleichen.
  5. Informationsdefizite dieser Art beziehen sich ebenso auf öffentliche Verwaltungen und Einrichtungen des Bundes und führen nicht selten zu Retraumatisierungen der Betroffenen. Diese Lücken sind auf institutioneller Ebene dringend zu beheben.
  6. Medial wird nicht selten der Eindruck vermittelt, das DDR-Sportsystem sei umfänglich aufgearbeitet. Wesentliche Aspekte, die insbesondere auf praktizierte Menschenversuche zielen, sind jedoch unbetrachtet geblieben. Fundierte Forschungen etwa zum illegalen Leipziger Dopinginstitut FKS fehlen genauso wie wissenschaftliche Arbeiten zur Verstrickung der Sportclubs und der Sportmedizin in das DDR-Dopingsystem.
  7. Die vom Sport aktuell anberaumte Studie zur Dopingaufarbeitung in Ost und West muss insbesondere von nicht dopingsozialisierten Experten erstellt werden.
  8. Zur Entwicklung wirksamer Therapien und sinnvoller Präventionsmaßnahmen sind von Dopinggeschädigten seit langem differenzierte Analysen von Sportschäden bzw. eine Langzeitstudie zu Krankheitsverläufen gefordert worden. Hier besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf.

Die zu erwartende Zukunftsformel in Sachen Doping für Gesellschaft und Sport lautet: Die Zahl seiner Opfer wird exponential steigen. Persilscheine für das DDR-Zwangssystem und den BRD-Systemzwang sind das stärkste Indiz dafür, dass Sport und Politik dem Zeitgeist hinterhinken. Ein sauberer Sport ist keine Hexerei. Er braucht keine Zauberformeln. Man muss sich für ihn entscheiden und ihn dann realisieren.

Unterzeichnende: u. a. Ute Krieger-Krause, Andreas Krieger, Uwe Trömer, Bernd Richter, Karen König, Brigitte Michel, Bernd Michel, Dagmar Kersten, Marie-Katrin Kanitz, Yvonne Gebhardt, Ines Geipel.

Ralf #1

n-tv: Dopingopfer wehren sich

„Trainer, Ärzte, Funktionäre und Betreuer, die es in den vergangenen 20 Jahren nicht geschafft haben, sich klar zu ihrer Dopingvergangenheit zu positionieren, haben im deutschen Sport und in der Nähe von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen“, schreiben Geschädigte des DDR-Dopings im Blog des Journalisten Jens Weinreich.

HomiSite #2

OT: Hm, ist seit einiger Zeit der RSS-Feed defekt? Ich bekomme immer ALLE Beiträge geliefert.

Arnulf #3

@HomiSite: Dasselbe bei mir. Alle paar Tage habe ich auch wieder 275 ungelesene Weinreichs im Feedreader.

Jens Weinreich #4

@ HomiSite, Arnulf: Ich bete ständig, dass Feedburner keine Probleme macht. Habe nichts an den Einstellungen verändert. Seit August nichts mehr. Werde mal nachschauen, bin aber im Grunde ahnungslos. Sorry.

Gua #5

Ich hatte in letzter Zeit zwei Mal „Beate Merk vs. Thomas Bach 0:6“ als einzelnen, ungelesenen Beitrag, aber zum Glück nicht mehr alle neu. Benutze das „RSS Ticker“-Add-on für Firefox, falls das was hilft und Ahnung habe ich erst recht nicht davon, weil neu im RSS-Business. ;)

Wil #6

Bei mir ist auch alles bestens mit dem feurigen Fuchs. Vielleicht solltet ihr/sollten Sie mal den Browser und Addons auf Aktualität überprüfen?

cf #7

das von mir momentan bevorzugte newsfox-addon markiert seit kurzem auch gerne mal so ziemlich alle beiträge als neu — allerdings nicht alle paar tage einmal, sondern eher ein paar mal pro tag ;)

@wil: an der aktualität von browser/addon liegt das mit ziemlicher sicherheit nicht — schon eher an der eventuell getätigten einstellung, auch alte beiträge wieder als neu zu markieren, wenn sie sich ändern…

Horst #8

btt: Erfreulich deutliche Worte!

Ralf #9

Tagesspiegel: „Es ist zu spät“

Walter #10

Ralf,
schöner Artikel,es geht also um 7 Leichtathletiktrainer aus der ehemaligen DDR. Wenn die arbeitslos würden, wäre alles wieder in Ordnung?

Jetzt verstehe ich Jan Schur langsam,was er mit Diffamierung meinte.

indykiste #11

faszinierend find ich folgendes:
DLV-Präsident Clemens Prokop sagt, er könne die Verbitterung der Opfer verstehen. „Für eine Aussöhnung mit den Opfern wird die Erklärung nicht reichen, da müsste schon mindestens ein runder Tisch her.“
Wow, DAS ist mal ein neuer Ansatz um alle Opfer auf der ganzen Welt glücklich zu machen.

uwe #12

hallo walter,

ich glaube du hast überhaupt keine ahnung!!! erst richtig lesen und dann schreiben…bzw. erst denken und dann reden!

hier geht es nicht nur um 7 trainer, sondern es geht um den generellen umgang mit tätern (ost und west) und wenn du jan schur schon zitierst und das hier diffamierend findest, dann solltest du dir vielleicht einige geschichten von dopinggeschädigten anhören bzw. lesen…die diffamierungen haben seit jahren die dopingopfer getroffen, während die meisten täter in aller ruhe weitermachen konnten!

uwe trömer ( wie du siehst, verstecke ich mich nicht in der schönen und gemütlichen anonymität des www )

Walter #13

Hallo Uwe,
zunächst einmal habe ich Respekt vor jedem Dopinggeständnis ,egal zu welchen Dopingsystemen gehörend.
Für alle,die Uwe Trömer micht kennen:
http://www.cycling4fans.de/index.php?id=4056

Entgegen eurer Erklärung geht es in diesem Artikel nicht um Dopingaufklärung in Ost und West,sondern,steht drüber,Doping in der DDR.Also alles wie gehabt in der ersten Reihe der Berichterstattung.
Nachdem Ines Geipel zu Wort kommt,macht Herr Friedhard Teuffel die Zusammenfassung der Erklärung:

Insgesamt geht es um sieben Trainer in der Leichtathletik. Die Opfer stoßen sich vor allem daran, dass diese unbehelligt nach der Wiedervereinigung weiterarbeiten durften – ordentlich bezahlt und sozial abgesichert –, während bei einigen der Opfer Krankheiten und bei ihren Kindern Behinderungen auftraten. „Wir brauchen nicht über Amnestie für diese Trainer zu reden. Amnestie gibt es seit 20 Jahren“, sagt Geipel.

Habe ich da etwas falsch zusammengefasst?

Wie indykiste finde ich die Worte von Prokop auch faszinierend,ein runder Tisch für die Dopingopfer der ganzen Welt.
Prokop hält es auch für bemerkenswert,dass sich Trainer zusammensetzen,um über die Vergangenheit zu reden.Sie sollten sich aber beeilen,damit sie die WM in Berlin nicht belasten???

Uwe,ich sehe diese Aufklärung in Ost und West nicht.Die Funktionäre sind sich einig,sie reden nicht über die Vergangenheit im Doping.
Herr Vesper hat ja schon erklärt,dass der DOSB erst seit 2,5 Jahren zuständig sei.
Dopingopfer im Westen haben noch nichtmal das Recht ,Entschädigung für ihre „medizinische Behandlung“ zu verlangen.
In wessen Sinn ist nun dieser Artikel geschrieben?
Ich finde,Doping in der DDR ist genauso schlimm wie Doping im Westen(oder in anderen Ländern),wird aber mißbraucht,um das Gesamtproblem zu verschleiern.
In dieser Situation ist es für mich verständlich,dass sich weder Sportler,Trainer noch Ärzte äußern-die Funktionäre der beiden Sportsysteme in Ost und West konnten sich meist auch darauf verlassen.
Zur Zeit warte ich noch auf eine Reaktion auf Robert Lechners Geständnis,müßtest du kennen.Aber das wird nach bewährter Methode verschwiegen.

Jan Schur meinte nur,mußt du selbst hier suchen,DDR-Doping und Stasi… läßt sich besser verkaufen.Dass da auch Menschen dahinter stehen,wird gerne übersehen.

uwe trömer #14

hallo walter,

schön das du auf mein (sicher auch etwas provokanten) beitrag reagiert hast…danke! ich gebe dir völlig recht, dass die aufklärung weder im „osten noch im westen“ stattfindet und damit natürlich auch das gesamtproblem nicht geklärt wird. ich kann natürlich nicht für den anspruch der sportler (west) etwas sagen, dies sollten die geschädigten schon selbst fertig bringen! warum und weshalb sie es nicht tun…keine ahnung.

ich sehe auch die menschen die dahinter stehen, meine hausärztin z.b. die gleich am anfang gesagt hat -ich habe verbotene mittel an junge sportler verabreicht und entschuldige mich dafür- das ist in meinen augen integer!!! leider kann ich das z.b. in meinem konkreten fall nicht behaupten… 1993/94 habe ich versucht mit dr. löbl das gespräch zu finden, aber er hat mit den worten aufgelegt -ich kenne sie nicht- erst im anschluss habe ich gegen löbl und hirsch strafanzeige bei der zerv (zentrale ermittlungsstelle für vereinigungs und regierungskriminalität) erstattet. aber warum soll/muss die initiative von den dopinggeschädigten ausgehen?

leider hat der sport mit der vereinigung die chance versäumt, sich einer radikalen selbstreinigung zu unterziehen. spätestens mit dem bekanntwerden, dass im ddr-sport geradezu menschenversuche stattgefunden haben, hätte der sport diesen radikalen strich gegen doping ziehen müssen. aber auch jetzt steht für die sportfunktionäre und politiker der medaillenspiegel vor der ethik!

wie du siehst ist das thema fast eine never ending story!

lg uwe

AKUK #15

So, Ihr beiden, Uwe und Walter, eines kommt in eurer Diskussion zu kurz. Der Umstand, dass erstens längere Erklärungen kaum sorgfältig gelesen werden und zweitens darum komplexe Vorgänge meist verkürzt dargestellt werden. Oft fallen sie sogar unzulässiger Versimplifizierung anheim.
Die Bemühungen der vom Bundesverwaltungsamt anerkannten ( um hier mal das „DDR“ auszusparen)Dopingopfer drehen sich nicht nur um Entschädigung und Rente. Ein Kreis der Betroffenen ist sehr unzufrieden mit der indifferenten Haltung von Politik und Sport hinsichtlich der Dopingprävention sowie der sinnfreien Diskussionswütigkeit in Verbindung mit „selbstzerfleischender“ Ahnungs- und Tatenlosigkeit in Sachen Doping. Die Forderung nach einem „Führungszeugnis“ ist durchaus ernst gemeint, denn solange die Jagt nach Medaillen, Rekorden und Höchstleistungen als Prestigeobjekte oder Einkommensquellen im Vordergrund steht und nicht das wunderbarste, was die Gesellschaft hat, nämlich ihre Kinder und Heranwachsenden, laufen wir Gefahr, diese hier besonderen Gefahren auszusetzen. Die Hintermänner der Doping-Seilschaften sind mafiös organisiert und strukturiert, arbeiten mit skrupelloser Präzision und immer im Gewinnbereich. Wir hier klauben die Details zusammen, um in vergangenen Ost- und Westdoping zu unterscheiden, klamüsern schön langsam an „Progrämmchen“ und isolierten Projekten. Dann geraten sich noch die Dopinggegener eventuell gemeinsam in die Haare…oder so.
Ich finde, die Krüppel, die der Hochleistungssport bisher in Ost und West produziert und ins nichts entlassen („entsorgt“) hat, reichen. Und ich weiß auch, dass es vielen schon zum Halse raus hängt, wenn sich „DDR-Dopingopfer“ der Öffentlichkeit präsentieren. Und glaub mir, sie tun das nicht, um mal wieder in die Medien zu kommen – sie tun es, damit die Chance verringert wird, zu vergessen dass Doping tötlich sein kann.
Es geht schon lange nicht mehr um Ost und West, sondern um den Sport.

Pecas #16

@AKUK: Du sprichst mir aus dem Herzen

ha #17

@AKUK
Lasst euch das mit dem „zum Hals heraushängen“ nicht einreden: Es hängt den Richtigen zum Hals heraus.
Ihr habt fürs erste die Entschuldungs-Maßnahme-Befürworter – @Walter: Könnte ja sein, dass diese „Zauberformel“ auch für die Zukunft gelten sollte, oder? – in die Bredouille gebracht. Sie müssen etwas weiter denken. Mal sehen, wohin.

indykiste #18

viel besser kann man es kaum ausdrücken.

Ralf #19

Und glaub mir, sie tun das nicht, um mal wieder in die Medien zu kommen – sie tun es, damit die Chance verringert wird, zu vergessen dass Doping tödlich sein kann.

Dieses Statement möchte ich unterstreichen! Ich kann mich an einen Fernsehauftritt eines Dopingopfers erinnern, da war die Verzweiflung beinahe mit Händen zu greifen, daß trotz deren Erfahrungen immer noch Kinder und Jugendliche diesem Schicksal überlassen werden!

Walter #20

Hallo Uwe,
da bin ich ja froh,dass wir uns fast einig sind,du hättest wenigstens noch schreiben können,dass ich doch ein bißchen Ahnung habe;-)

Ich denke ,solange dieses Ost-West Thema ins Spiel gebracht wird,wird sich nichts ändern.
Deswegen bin ich ein Fan von Robert Lechner.Er hat zwar keine Schäden davongetragen aber sein Ansatz oder Erklärung sind ehrlich und klug.(Ralf Reichenbach sah es ähnlich und der ist gestorben)

Auch seinen leistungssportbegeisterten Kindern hat er auf deren Frage „Papa, hast du auch gedopt?“ mit einem klaren ‚Ja’ geantwortet. Er habe dabei kein schlechtes Gewissen. Ihm ist wichtig aufzuzeigen wie die Situation damals war und wie sie seiner Ansicht noch heute ist. Dazu muss das Schweigen gebrochen werden. Doch es werde „sich unheimlich schwer damit getan, über Antidoping, über Aufklärung zu sprechen. Es wird überall mehr geschwiegen als darüber gesprochen und von daher muss ich sagen, man muss aufhören Geheimnisse zu haben. Ich appelliere an alle ehemaligen aktiven Sportler, an heute tätige Trainer, die früher selbst aktiv waren, wir müssen aufräumen mit Geheimnissen, mit Schweigen. Wir müssen offen über die Vergangenheit sprechen, nur so können wir etwas Neues schaffen.“

Wahrscheinlich, dass der Wunsch, Neues zu schaffen, noch nicht bei allen Verantwortlichen gewachsen ist. Vielleicht ist es unrealistisch, aus dem Kreis der Betroffenen selbst Änderungen zu erwarten. Lechner erkennt durchaus seit einigen Jahren in der Bevölkerung eine neue größere Sensibilität gegenüber Doping. Er differenziert allerdings: Leute, die „keine eigene Sportvergangenheit“ haben, sind dem Thema gegenüber aufgeschlossen, sie diskutieren offen und es werden Probleme erkannt. Menschen mit einer eigenen Sportvergangenheit, Leistungssportvergangenheit, denken eigentlich immer noch meistens in dem alten Schema, nach alten Weisheiten, so ewig gestrig, da ist noch zu wenig Offenheit da.“

http://www.cycling4fans.de/index.php?id=4410

Letztens hat Herr Vesper,mit der Betonung erst seit 2,5 Jahren zuständig zusein, davon gesprochen „Goldene Brücken“ für die Trainer der DDR bauen zu wollen(über die sie nicht gegangen sind)In solche Fallen würde ich auch nicht tappen.

Vielleicht brauchen wir goldene Brücken für die Funktionäre und die Politik,denn die sind für die Vergangenheit zuerst verantwortlich und hier vor allem die medizinische Kommission des IOC und das IOC.

Als Herr Scharping im Sommer 2007 bei Poschmann dies schon so bemerkte,hörte ihm keiner zu.Das verstehe ich bis heute nicht.
Er sagte,er könne doch nicht heute nach 20 Jahren seine Angestellten für etwas verurteilen,was damals gang und gäbe war.Dies alles würde in ganz anderen Kreisen behandelt,damit es nicht zu Suiziden kommt.
Warum ist anschließend kein einziger Journalist zu ihm hingegangen,um das zu hinterfragen?

Auch die DDR Dopinggeschichte wird erst aufgeklärt werden,wenn alle betroffenen offen reden können.Menschenversuche fanden und finden immer statt.Ob Contergan,Magersucht und Bulemie,der Schönheitswahn oder Doping in allen Bereichen der Gesellschaft,wir produzieren und entsorgen überall Krüppel und Tote,nur verhungern ist noch schlimmer.
Hier ein Kommentar aus dem Prozeß Springstein gegen Franke:

Kommentar (RS)

Missbrauch von Tabletten, Operationen zur Veränderung des Körpers, ist gang und gäbe, nicht nur im Leistungssport.

Denken wir nur an die hungernden Models mit Todesfällen oder an die misslungenen Schönheitsoperationen an Brüsten oder am Gesicht. Nicht zu vergessen, die Fettabsaugung.

Kriminell ist das Wenigste davon, auch wenn unwissentlich Schaden am Körper sowie der Gesundheit, einschließlich des Todes genommen wird.

Was ist mit den falschen Eßgewohnheiten dank Mc Donald’s.

Weshalb darf das nicht als Schweinerei und die Akteure als Schweine bezeichnet werden?

Andreas Buske sprach von „grenzwertig“. Hat er die Verantwortung für die weitere gesundheitsschädliche Verbreitung und Anwendung von Dopingmitteln sowie die massenweise Meineide übernommen?

Einen Vergleich mit SS-Ärzten, welche ebenfalls Versuche an Menschen gegen deren Willen sowie ohne deren Kenntnis im Interesse der damaligen Machthaber durchführten, nahm das Gericht nicht wahr. Der Beklagte kann von Glück reden, mit dem Vergleich keine Beleidigungsklage losgetreten zu haben.

http://www.buskeismus.de/berichte/bericht_070223.htm#Heimliche_Vergabe_von_Dopingtabletten

Frau Geipel sagte letztens in Phönix,die Menschen in den neuen BL verschließen sich vor diesen Themen,für mich normal,wenn ich ein Gespräch nit einem Schuldvorwurf beginne.Robert Lechner sieht das richtig.

uwe trömer #21

hallo walter, du hast „etwas“ ahnung! es freut mich sehr, dass unser kleiner disput hier eine ansprechende diskussion zur folge hatte. danke auch an die anderen! ich glaube auch das ich das im namen aller dopinggeschädigten sagen kann…wir hören nicht eher auf uns in erinnerung zu bringen, bis das thema doping kein thema mehr ist -ich weiß kaum machbar, aber wunschdenken sollte erlaubt sein- natürlich sind es eindeutig mafiose strukturen die damit eine menge geld umsetzen…ob in den s.g. fintnessstudios oder in den nachwuchsbereichen bis hin zum profisport, werden dopingmittel an die frau/den mann gebracht. das ist ja auch der grund dafür, dass wir und damit meine ich alle die sich gegen doping äußern, so ungern gehört werden.

Herbert #22

Es geht schon lange nicht mehr um Ost und West, sondern um den Sport. Wenn AKUKS Formel zum Leitsatz des Anti-Doping-Kampfes wird, können wir ihn entscheidend voran bringen.
Insofern hätte der Trialog zwischen Uwe, Walter und AKUK mehr gebracht als viele Doping -Konferenzen zusammen.

Herbert #23

Ich weiß, „he is not fishing for compliments“,aber da sich Uwe Trömer gerade in die Diskussion erfrischend eingemischt hat, hier ein aktueller Vermerk, wie ein Dopingopfer durch den BDR behandelt wird.

Scharping war vor vier Jahren angetreten, die Radsportverwaltung in Deutschland zu reformieren. Doch schnell wurde klar, dass das mit ihm nicht möglich ist. Er arrangierte sich mit den Bremers dieses Verbandes, war „weniger Aufklärer denn Schutzschild“ (Tour) und machte eine schlechte Figur in der Aufarbeitung von Dopinglasten. Nur ein Beispiel für Scharpings Versäumnisse: Der für den BDR als Rennarzt arbeitende Heinz Löbl wurde vom früheren DDR-Bahnradfahrer Uwe Trömer beschuldigt, ihm Dopingmittel gespritzt zu haben. Trömer hat den Verband mehrmals darüber informiert. Konsequenzen blieben aus. „Nichts ist passiert. Und deshalb sind die Anti-Doping-Offensiven von Rudolf Scharping einfach nicht ehrlich“, sagte Trömer im Jahre 2007.

http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/bettvorlegers-ende/

uwe trömer #24

…zusatz zum bdr und meinem lieblingsfeind rudolf scharping (was mache ich nur ohne ihn?) * GELÖSCHT * natürlich nicht von offizieller seite -ein schelm der böses dabei denkt- im gegenteil der bdr versuchte sich ja mit statements in der form… „Behauptungen des ehemaligen DDR-Sportlers Uwe Trömer sind nachweislich falsch. In Gesprächen und Schriftwechseln hat der BDR Herrn Trömer mehrfach Hilfe angeboten und gewährt. Nach Auskunft des damit besonders eng mit dem Fall befassten BDR- Vizepräsidenten Wolfgang Schoppe ist Herr Trömer mit Hilfe dieser Unterstützung als DDR- Dopingopfer anerkannt und hat eine entsprechende Entschädigung erhalten.“ aus einer presserklärung des bdr!!! ich habe dem bdr darauf folgende frage gestellt: warum haben sie mich angeblich so unterstützt, wenn ich aus ihrer sicht gelogen habe? antwort: bis zum heutigen tag keine!!! * GELÖSCHT * meine anfrage an wolf per mail mit hinweis auf die strafrechtliche relevanz, wurde genauso nicht beantwortet wie alle anderen mails von mir.

dies ist nur ein kleiner ausschnitt aus fast 16 jahren kampf gegen bdr, doping und dopingtäter.

ich wünsche allen ein schönes wochenende!

uwe trömer

Jens Weinreich #25

Herr Trömer, ich habe zwei Passagen Ihres Kommentars gelöscht. Dazu bin ich verpflichtet. Ich möchte Sie bitten, derartige Behauptungen, die mich als Betreiber des Blogs in juristische Schwierigkeiten bringen könnten, künftig mit nachprüfbaren Fakten (Links zu etwaigen Veröffentlichungen, in diesem Fall offizielle BDR-Veröffentlichungen; Dokumente) zu belegen.

uwe trömer #26

herr weinreich, sorry! ich wollte sie natürlich nicht in schwierigkeiten bringen und habe verständnis für das löschen der 2 passagen. selbstverständlich könnte/kann ich meine behauptungen auch mit nachprüfbaren fakten und zeugen belegen. ich habe aus einem schreiben (09.07.2008) vom bdr-generalsekretär martin wolf an den leiter der faz-sportredaktion zitiert. dieses schreiben liegt mir in voller länge mit unterschrift vor. darin behauptet wolf u.a. die von ihnen gelöschten passagen. im anschluss schicke ich ihnen das schreiben per mail und sie können es gern hier veröffentlichen.

uwe trömer

Jens Weinreich #27

Danke. Das ist keine Frage des Misstrauens, sondern nur eine der rechtlichen Absicherung. Ausgerechnet BDR-Funktionäre kommen außerordentlich schnell mit Anwälten daher.

Ich kann den Kommentar nicht rückgängig machen. Wäre auch nicht okay, weil sich sonst niemandem die letzten Kommentare erschließen würden.

Zur zweiten gelöschten Passage, die lautete:

„die wahrheit ist, ich werde nach wie vor vom bdr als lügner bezeichnet. es geht sogar soweit, dass der bdr-generalsekretär martin wolf behauptet, das ehemalige rennfahrer beim bdr schriftlich meinen aussagen widersprochen hätten.“

BDR-Generalsekretär Martin Wolf bezeichnet in dem Brief „die Vorwürfe von Herrn Trömer“ als „schon mehrfach widerlegt“.

Und Wolf behauptet:

„Sportler, die in der gleichen Zeit wie Herr Trömer in der damaligen Bahn-Nationalmannschaft der DDR eingesetzt waren, haben den Aussagen von Herrn Trömer schriftlich widersprochen.“

Die Namen und Dopingrationen dieser Sportler würde ich gern kennen. Aber so weit geht der BDR natürlich nicht. Also, nehmen wir einmal an, die Behauptung von Wolf würde stimmen und sei nicht erfunden: Ich würde den Widersprechenden tendenziell nicht glauben.

Walter #28

@JW,
das ist doch das ganze Problem,wenn Sie diese Namen kennen,was würde sich ändern?
Zwei Kronzeugen haben wir schon und was hat sich geändert?
Menschlich ist es doch normal,dass jeder,vom Sportler bis zum Funktionär große Angst hat,anschließend wie eine Sau durchs Dorf getrieben zu werden,mit dem Wissen,alle haben ja doch das gleiche gemacht.
Robert Lechner war zum Ende dieser DDR-Zeit aktiv,wenn es nur um die Dopingrationen geht,die seitens der medizinischen Kommission damals gang und gäbe waren,kann er sicherlich Auskunft geben.

Jens Weinreich #29

Ach Walter, Sie verstehen nicht. Wieder einmal kommen Sie nur mit solchem Zeug: „Sau durchs Dorf treiben“. Ich habe es schon oft versucht zu erklären. Aber Sie verstehen offenbar immer noch nicht, worum es mir geht, und dass es mir relativ egal ist, wer wann wen durchs Dorf treibt. Aber Sie könnten mir einen Gefallen tun, habe ich Sie darum nicht schon einige Male gebeten: Äußern Sie sich bitte qualifizierter und differenzierter zu medialen Mechanismen, zu Berichterstattung ganz allgemein. Danke.

uwe trömer #30

danke herr weinreich für die veröffentlichung! davon ausgehend das wir alle wissen wie sensibel das thema doping ist, sollten natürlich nur fakten auf den tisch, die im ernstfall auch juristische beweiskraft haben.

uwe trömer

Herr Holle #31

Dass Menschen, die über illegale Praktiken in der Öffentlichkeit aussagen, als „Verräter“ und „Nestbeschmutzer“ beschimpft werden, ist kein Phänomen des Sports. Im angelsächsischen Sprachraum und mittlerweile auch anderswo hat sich dafür der Begriff „Whistleblowing“ gebildet, wenn Mitarbeiter über illegale Unternehmenspraktiken aussagen.
Lesetipp: „Verratene Verräter“ in der Wirtschaftswoche und Wikipedia

Herbert #32

Jens, das klingt ja wie eine Abmahnung an Walter. Sicherlich verfügt er nicht über Ihren all-embracing und deep-going Blick in und hinter die Kulissen der medialen Welt. Sollte das aber Voraussetzung sein – ich schrieb schon mal darüber – um mitdiskutieren zu können ? Und ich versteh Walter´s Anliegen schon. Er bezieht sich damit auf die gesellschaftliche Atmosphäre, in der eine mediale „Bearbeitung“ von solchen Sündern statt findet. Ist allerdings auch stets nur eine Frage der Betrachtungsweise. Betrachte ich oder werde ich betrachtet.

Walter #33

Ach Jens,
ich verstehe Sie dafür gut,hier ging es doch nur um den Artikel“ Es ist zu spät „,vielleicht ist es aber doch großer Journalismus und ich verstehe es nicht.
Schaue ich halt zum 30.Todestag von Birgit Dressel wieder vorbei.
Trotzdem bleibe ich dabei,ob Sie die Namen kennen oder in Hamburg fällt ne Schaufel um,ist egal.

Jens Weinreich #34

@ Herbert, Walter: Mag sein, dass ich zunehmend gereizter reagiere. Ich weiß nicht, was ein „all-embracing“ und „deep-going“ Blick sein soll. Aber vielleicht ist das auch egal. Den Artikel „Es ist zu spät“ habe ich eben erst überflogen. Kam im Vergleich zu unserer Diskussion hier etwas zu spät. Vielleicht ist es nur so, dass Sie beide und ich keine gemeinsame Sprache finden, in der wir uns verständigen. Es liegt sicher an mir, dass ich mitunter nicht verstehe, was Sie meinen/wollen/fordern, und deshalb zusehends genervter reagiere.

Wie undifferenziert Ihre Medienkritik ist, habe ich – denke ich – schon mehrfach angedeutet. Mehr ist gar nicht. Ich freue mich über die Diskussion hier, ganz grundsätzlich, kenne im Moment keinen anderen Ort, wo derlei Themen derartig diskutiert werden, und weiß, dass einige still mitlesen, die es angeht, die Verantwortung und teilweise auch Schuld tragen. That’s it.

Vielleicht sollten Sie sich beide an einem kurzen Thesenpapier versuchen, um mir auf die Sprünge zu helfen. Einige Punkte nur (aber bitte nicht wieder mediale Verschwörungstheorien basteln). Das ist ganz ernst und überhaupt nicht ironisch gemeint. Vielleicht würde mir das helfen, Sie besser zu verstehen. Danke.

Auf den, Verzeihung, Nonsens „Abmahnung“ gehe ich besser nicht ein. Ist gewissermaßen verziehen.

ha #35

Der Beitrag des BMI zur Debatte. Das weiter beabsichtigt, die Anti-Doping-Klauseln in den Verträgen mit den Verbänden zu ignorieren. Wie es das seit Jahren getan hat:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/03/07/dlf_20090307

Herbert #36

Jens, damit sie mich besser in der Doping-Diskussion verstehen, hab ich mal ein paar basic thoughts aufgeschrieben. Dabei sollten Sie auch wissen, dass ich Sport sowohl treibe als auch liebe. Vom professionellen Engagement bin ich allerdings im Sport und auch in damit verbundenen Branchen eher entfernt.
Jens, ich glaube, dass wir kein Thesenpapier für unser weiteres Verständnis zum Dopingproblem brauchen. Aber da ich Ihr Interesse und Engagement für eine Lösung dieser Maladaise teile, hier meine Prämissen auf diesem Weg oder besser eine Art von meinem „Code of common Understanding“.

* Jeder der sich gegen Doping erklärt, sollte einen gebührlichen Vertrauensvorschuß und als gleichberechtigter Diskussionsteilnehmer ernst genommen werden.

* Die an einer ehrlichen und gerechten Lösung Interessierten sollten sich nicht an unterschiedlichen Interpretationen und Details zerreiben, bevor es nicht zu einer gemeinsamen Auffassung gekommen ist, wie dem fortschreitenden Doping Einhalt geboten werden kann.
Unterschiedliche Meinungen sollten nicht trennen, sondern die Lösungssuche bereichern.

* Der Anti-Doping-Kampf muß mehr das Anliegen der Öffentlichkeit werden als dass er nur einer kleinen Elite überlassen wird, die sich im worst case verselbständigt. Dabei spielt der Zugang zum Problem ,wahlweise als Sportler, Trainer, Funktionär (Politiker), Journalist, Sponsor, Entourage oder Fan, keine zu vernachlässigende, jedoch auch nicht trennende Rolle. Es gibt nur einen Anti-Doping-Kampf und nicht jeder kann daher seinen eigenen führen.

* Die Verantwortung aller an der Schaffung und Lösung des Problems Doping ist gleichermaßen zu betrachten und zu bewerten, detailliert und komplex. Die Schuld bei Dopingfällen ist nicht singular und trifft im sportjuristischen und vor allem im moralischen Sinne ein breiteres Spektrum als den ertappten Sünder. Daher sehe ich auch das Prinzip der „strict liability“ für den einzelnen Sportler eher skeptisch.

* Medaillen, Rekorde und überdurchschnittliche Leistungen sollte nicht permanent und sofort mit dem Argwohn der Manipulation belegt werden. Das schadet dem Sport mehr als es dem Anti-Doping-Kampf nützt.

* Ob Ost oder West, China oder Deutschland, Radsport oder Biathlon, der WADA-Code gilt für alle gleichermaßen. Hier ist mehr Gleichheit im Sinne der Kontrolle und der Auswertung überfällig.

Ja, so ungefähr.

Ralf #37

WELT: Bach gegen testfreie Tage für Fußballprofis

WELT ONLINE: Wie verhält es sich mit den sechs Leichtathletik-Trainern aus der DDR, die als Kollegen Goldmanns eine gemeinsame geständige Erklärung vorbereitet haben, um durch tätige Reue ihren Arbeitsplatz zu sichern?

Bach: Die Erklärung haben wir bekommen und der Steiner-Kommission zur Prüfung übergeben. Auf Empfehlung der Kommission hat das DOSB-Präsidium beschlossen, dass die Trainer mit der Erklärung unseren Ansprüchen genügen: Wenn sie diese Erklärung vollumfänglich unterschreiben, könnte der DOSB von der Rückforderung von Entsendungskosten nach Peking absehen, und der DLV könnte sie weiter beschäftigen.

[…]

WELT ONLINE: Wie gewährleisten Sie, dass Sie nicht nur eine Menge schnell geständiger Opportunisten, die auf Befehlsnotstand plädieren, übernehmen?

Bach: Die Differenzierung zeigen wir, indem wir den Fall Goldmann anders bewertet haben.

Walter #38

Ralf,
die Trainer haben sie wohl ohne Unterschrift abgegeben?
Wo kann man die nachlesen?
Haben sie schon unterschrieben?

Ralf #39

dpa: DOSB akzeptiert Erklärung ehemaliger DDR-Trainer

Die sechs DLV-Trainer haben die von ihnen verfasste Erklärung […] noch nicht unterschrieben.

Walter #40

»Wir woll(t)en solche Mittel nur sehr eingeschränkt und … unter ärztlicher Verantwortung einsetzen … weil es offenbar Disziplinen gibt, in denen heute ohne den Einsatz dieser Mittel der leistungssportliche Wettbewerb in der Weltkonkurrenz nicht mehr mitgehalten werden kann.«

So ungefähr könnte ein Punkt im Entschuldigungszettel lauten;-)

Walter #42

Ralf,
ich schätze Heide Ecker-Rosendahl sehr aber könnte man nicht einfach sagen,vor 1989 und nach 1989 war die Zeit so,wie ich oben im Satz für den Entschuldigungszettel geschrieben habe,dies ist aber nicht von mir ,sondern so hat es 1977 schon Wolfgang Schäuble als Staatssekretär gesagt?

Warum wird heute so getan als ob die Welt dopen mußte,weil die DDR dopte?
Vielmehr ließ das IOC nichts kontrollieren,damit die Welt dopen mußte?
http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article200484/Staatsdoping_gibt_es_immer_noch.html

ha #43

Selten so klar begründeten Täterschutz gelesen. Die können einem echt leid tun, mussten lügen, die ganzen Jahre über. Und DSB/NOK/DOSB/BMI gleich mit. Traurige Geschichte, wirklich.

Ich fürchte, die Frau weiß nicht, wovon sie redet. Dafür weiß man jetzt, was diese Kommission von Anfang an im Sinn hatte.

Und 72 nicht gedopt, im Westen? Sie soll bei Berendonk nachlesen.

Walter #44

Ecker-Rosendahl: Ja. Ich verstehe aber auch nicht, wie jemand mit solch einer Belastung, diesem Wissen im Nacken und dieser Angst immer gelebt hat. Das muss fürchterlich sein. Anstatt lieber zu sagen: Das war so. Ich mache heute saubere Arbeit. Wenn einer die eigene Vergangenheit einfach verschwinden lässt, ist es schwierig. Ich glaube aber kaum, dass alles noch mal schwarz auf weiß aufgearbeitet wird. Weder für Ost, noch für West. Im Westen gab es ja das Problem auch.

Schwarz auf Weiß,es wird nichts aufgearbeitet,so ist die offizielle Nulltoleranz Politik des IOC zu verstehen?

ha,
hier lügen aber alle durch die Bank?

Dürfen die 6 entlasteten Trainer jetzt darüber reden oder nur soviel wie unsere zwei Kronzeugen ?

uwe trömer #45

ich mache es mir jetzt mal einfach und kopiere meinen kommentar zum heutigen tagesspiegelartikel „Gelöste Geschichte“ hier rein…

ES IST ZU SPÄT!!!

als anerkanntes ddr-dopingopfer kann und werde ich diesen persilschein -FÜR DOPINGTÄTER- nicht akzeptieren! natürlich gibt es auch aus meiner sicht unterschiede zwischen den tätern. da gibt es auf der einen seite ärzte und trainer die sich von anfang an dazu bekannt und sich auch entschuldigt haben…und auf der anderen seite, sind genau die trainer und ärzte die sich bis zum heutigen tag a)nicht zu ihrer vergangenheit bekannt und b)sich auch innerhalb von 20 jahren nicht entschuldigt haben. jetzt sagen wir. NEIN IHR DOPINGVERABREICHER – ES IST ZU SPÄT!
sportverbände und politiker zeigen(wie immer)mehr interesse für die möglichen finanziellen existenzängste von DOPINGtrainertätern, als sich um die mittlerweile real existierenden finanziellen nöte von opfern zu kümmern. alles für die uneinsichtigen täter und nichts für die fordernden und aufrührerischen opfer.aber! wir werden diesen persilschein einschwärzen. wenn nicht auf diesem weg, dann eben auf dem wege des protestes…z.b. wie würden die internationalen medien reagieren, wenn wir zur wm 09 vor dem olympiastadion mit transparenten stehen und alle dopingtrainer(die sich im stadion befinden)auf diesen benennen? das ist ganz sicher nicht das bild, dass sich die organisatoren wünschen! zum schluss noch ein ausschnitt, aus der von uns veröffentlichten erklärung vom 01.03.2009…Kein fauler Frieden in der Doping-Aufarbeitung…(nachzulesen unter http://jensweinreich.de/?p=3152)

1. Trainer, Ärzte, Funktionäre und Betreuer, die es in den vergangenen 20 Jahren nicht geschafft haben, sich klar zu ihrer Dopingvergangenheit zu positionieren, haben im deutschen Sport und in der Nähe von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen. Ein generelles polizeiliches und sportliches Führungszeugnis ist im organisierten Sport längst überfällig.

uwe trömer (anerkanntes ddr-dopingopfer und mitverfasser der erklärung „Kein fauler Frieden in der Doping-Aufarbeitung“)

Thomas #46

Ich mach dann mal den Ralf ;-)
Tagesspiegel: Gelöste Geschiichte

Jens Weinreich #47

Das Interview mit Ecker-Rosendahl ist einfach unfassbar. Ein Dokument des Schreckens. Wenn Jörg Winterfeldt damit bezweckt haben sollte, die Ahnungslosigkeit der Dame herauszustellen, dann ist ihm das sehr gut gelungen. Wenn nicht, ist’s auch gut bzw. schockierend. Dazu äußere ich mich, nach der Arbeit gewissermaßen, denn hier ist ja noch Vormittag, in einem Blogeintrag.

Jenny #48

Walter schrieb:

„Ob Contergan,Magersucht und Bulemie,der Schönheitswahn oder Doping in allen Bereichen der Gesellschaft,wir produzieren und entsorgen überall Krüppel und Tote,nur verhungern ist noch schlimmer.“

Hallo Walter,

viele contergangeschädigte Menschen wollen aufgrund ihrer Behinderung ihr Leben lag alleine bleiben. Deshalb sollte man sie nicht auch noch als Spottfiguren darstellen und als Krüppel beschimpfen!

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