Notizen vom Sportausschuss (1): WM 2010 in Südafrika

 •  • 11 Comments

Ich sitze gerade in der 59. Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages. Eigentlich bin ich wegen der Beratungen zum Sporthaushalt und der Diskussion über eine Sperre von Fördermitteln an den Bund Deutscher Radfahrer gekommen. Nun reden sie aber erst über die WM 2010 und über Willi Lemkes Rolle bei den Vereinten Nationen.

Die zarte Debatte habe ich mal stenografiert, um einen Eindruck zu geben von der Arbeit im Sportausschuss hier im Sitzungssaal 4.800 des Paul-Löbe-Hauses. (Links folgen später am Abend.) Ich wollte den Sportausschuss ohnehin regelmäßig im Blog begleiten, also fange ich einfach mal an.

Zu Beginn weist Ausschuss-Chef Peter Danckert (SPD) darauf hin:

Liebe Kollegen, bei aller Bedeutung des Sports sind die Dinge, die derzeit die ganze Welt betreffen, eine ganze Menge wichtiger.

Deshalb fehlen auch einige Abgeordnete, weil sie in anderen Ausschüssen werkeln. Der ehemalige Schiedsrichter Bernd Heynemann (CDU) fehlt auch, aus anderen Gründen.

Zugegen ist dafür Gerhard Böhm, Sportberater der Kanzlerin. Und natürlich: Horst R. Schmidt, Willi Lemke und Ralph Arend, Botschaftsrat der Botschaft der Republik Südafrika in Berlin.

Ich begrüße unseren Freund Horst Schmidt vom DFB

… sagt Danckert. Dann beginnt Schmidt, der jahrelang DFB-Generalsekretär war, Cheforganisator der WM 2006 in Deutschland – und seit Ende 2006 nun Fifa-Berater für die WM 2010 in Südafrika.

Horst R. Schmidt (DFB/FIFA)

„Ich versuche ganz kurz, Ihnen zu sagen, was ich eigentlich da tue“, sagt Schmidt. Der Job lautet: „Erkenntnisse transferieren, so weit das eben geht.“


Ich sitze gerade in der…
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ha #1

Klingt nach Erhellung mit Taschenlampen. Wunderbar, das so live zu bekommen. Danke!

trebor #2

Supi, bitte mehr davon! Danckert & Lemke sind schon süß. Dauert nicht lange, da wird Pferdefreund Peter D. seine oft undurchschaubaren Worthülsen-Zügel auch gegenüber Genosse Lemke kräftig anziehen und mal schaun, ob dann die Wiedersehensfreude bei den beiden Herzchen wieder „groß“ sein wird.

enrasen #3

wenns nicht so schwer wäre in den verdammten Sportausschuss reinzukommen, würde ich auch kandidieren für den Bundestag. Allerdings darf man mit einem solchen Ziel kaum in den Wahlkampf gehen. Schade eigentlich.
Mann mann, haben die einen Job, worüber die reden. Unglaublich. Entwickelt endlich ein Sportgesetz über den Profistatus, Doping, etc.

PS: unbedingt weiter berichten. Hochinteressant! Danke.

Stefan #4

ich dachte immer eine konferenz von lehrern sei ein höhepunkt des „hauptsache ich habe auch den mund aufgemacht und niemanden verschreckt“ aber das hier ist an nichtigkeit wohl kaum zu übertreffen!!!!
danke dafür, dass sie solche diskussionen veröffentlichen.

Maskottchenliebhaber #5

Sehr schöner Bericht über den Ausschuss. Bitte weiter so!

„Zakumi hat eine Hose an.“ Brüller!!

der wossi #6

Beim Sportausschuss lohnt sich übrigens auch immer ein Blick auf die Zuschauerränge. Am Anfang sind sie oft so brechend voll, dass die Journalisten auf dem Boden hocken müssen. Nach zehn Minuten kommt Bewegung auf, die ersten Bundestags-Praktikanten gehen, um nicht im Dienst wegzunicken. Spätestens nach einer Stunde ist höchstens noch ein halbes Dutzend Zuschauer übrig, gestern am Ende der Sitzung war es einer.

Jens Weinreich #7

Die Fluktuation unter den Abgeordneten ist ähnlich hoch. Nach Südafrika und Lemke verschwanden etliche, so dass beim eigentlichen Thema – Haushaltssperre wegen Dopingverfehlungen des BDR – noch sechs Abgeordnete übrig blieben. Sechs von sechzehn Mitgliedern. Ich hoffe, richtig gezählt zu haben.

ckwon #8

Ich war dieses Jahr in Südafrika und in der Tat gibt es Probleme dort mit der Stromversorgung.

Wenn man das so liest, könnte man meinen, Südafrika wäre ein Dritte-Welt-Land, das trifft es aber nicht.

Das Land ist in den letzten jahren einfach schneller gewachsen als der staatliche Stromversorger mit dem Bau von Kraftwerken hinterherkam.

Ist also kein Technologieproblem. Daher gehe ich auch davon aus, dass die Stadien gut gegen Stromausfälle geschützt werden. Die Technologie ist sicherlich da.

Ralf #9

sport inside: „Blatters Pflichtprogramm“ – Warum der Fußball-Weltverband FIFA die WM 2010 in Südafrika auf jeden Fall durchziehen muss

http://www.wdr.de/tv/sport_inside/sendungsbeitraege/2008/1208/blatter.jsp

Ralf #10

sport1.de: WM deutlich teurer als geplant

„Durch die Inflation steigen die Ausgaben im Stadionbau für Stahl und Zement, was ein Loch von umgerechnet 240 Mio. Euro in die Kassen gerissen hat, das durch staatliche Zuschüsse gestopft werden soll.“

Herbert #11

Nachdem ich die Notizen von der Sitzung des Sportaus. des BT gelesen habe, kann ich auch nur bestätigen: „Knallhart ging es zur Sache.“ Ich fass es kaum.
Da kann man auf den Rapport der Delegation mehr als gespannt sein. Sicher wird sein, dass jedes Delegationsmitglied gern noch einmal hinfahren wird – und zwar zur WM.

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