Peking, Tag 16

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15.25: Tach allerseits. Es grüßt ein Zombie. Gucke gerade, zum Schlummern, Volleyball und frage mich, warum die Kerle nicht endlich mal Basketball-Shirts anziehen, damit sie nicht immer so lächerlich an ihren Ärmeln rumzupfen und die Hemdchen hochschieben müssen.

18.20: Habe mir bei Herrn Niggemeier die Diskussion zum Kerner-Gespräch mit Michael Johnson reingezogen. Darüber ist hier vorgestern und gestern auch diskutiert worden.

Habe gar keine Lust, mich am Kerner-Bashing zu beteiligen. Wird mir ohnehin zu viel über TV-Sport diskutiert, habe immer gesagt, dass vieles dort kein Journalismus mehr ist, es sind bestensfalls artverwandte, oft auch artfremde Tätigkeiten. Und Johnson, nun ja, dem glaube ich weder ein Wort noch einen Schritt, sozusagen. Wir hatten auch in Peking eine kleine, harmlose Begegnung.

Was mich viel mehr schockiert ist der Umstand, dass wir seit einem Jahrzehnt (und teilweise länger) hilflos die selben Fragen diskutieren. Als Journalisten und als Zuschauer.

Ich kopiere mal spaßeshalber einen Text rein, den ich 1999 von der Leichtathletik-WM in Sevilla geschrieben habe. Ich hatte ja das Glück, dort Johnsons 400-m-Weltrekord live zu erleben, wie auch 1996 den 200-m-Weltrekord in Atlanta. Schreckliche Abende. Worum es mir geht: Wer mag, setzt einfach für Johnson andere Namen und von mir aus auch anderte Jahreszahlen und Sportarten ein – dann nämlich könnte man denselben Text aus Peking – neun Jahre später – ruhig noch einmal drucken.

Sevilla, 27. August 1999

Ähnliche Bilder waren schon einmal zu sehen. Der amerikanische Sprinter Michael Johnson, der im Stadio Olympico von Sevilla gerade einen Weltrekord über die Stadionrunde aufgestellt hatte, posierte umgehend, ohne einmal inne zu halten, aufreizend für die Kameras. Er nahm Aufstellung vor jener Tafel, auf der seine 400-m-Zeit von 43,18 Sekunden aufleuchtete.

Johnsons sieben Mitläufer aber, Kontrahenten waren es nicht wirklich gewesen, fielen hinter dem Zielstrich erschöpft darnieder. Sie japsten verzweifelt nach Luft, wurden von Muskelkrämpfen geplagt – während sich Johnson im leichten Trab fröhlich auf die Ehrenrunde begab.

„Johnson ist ein Monster“, brachte der Brasilianer Sanderlei Parrella später nur keuchend hervor. Parella hatte mit einem riesigen Rückstand von 1,11 Sekunden die Silbermedaille gewonnen. „Er ist der Supermann“, erklärte Johnsons Teamkollege Erick Walder, „er ist einfach phänomenal.“ Der 31 Jahre alte Michael Johnson gewann in Sevilla seinen insgesamt achten globalen Titel, und er verbesserte dabei den ältesten Männer-Weltrekord in einer olympischen Disziplin. 43,29 Sekunden hatte sein Landsmann Harry Butch Reynolds im August 1988 in Zürich erzielt. Doch ist diese Leistung wenig glaubwürdig, denn Reynolds wurde später des Hormondopings überführt.

Eine halbe Stunde nach seinem grandiosen Lauf, der ihn um 160.000 Dollar reicher machte (60.000 für den Titel, 100.000 als Prämie für den Weltrekord), scherzte Johnson in der Mixed Zone, als hätte er nicht gerade eine mörderische Strecke absolviert. Andere Läufer schleppten sich mühsam aus dem Raum, Johnson aber tippelte ganz lässig herum, in der einen Hand eine Cola-Dose, mit der anderen fuhr er sich übers Haupt. Seine Beinmuskeln wirkten frisch und entspannt. Nichts deutete auf eine Anspannung hin, nichts auf eine zuvor erlittene Qual.

So war das auch bei Olympia 1996 in Atlanta gewesen. Damals hatte Johnson seinen 200-m-Weltrekord von 19,66 auf 19,32 Sekunden pulverisiert. Jenes Rennen versetzte 80.000 Amerikaner im Stadion in einen nationalen Taumel. Der Fernsehsender NBC feierte den Lauf ins dritte Jahrtausend. Nur wenige Menschen sahen sich erschrocken nach Hilfe um. In welchem Film waren sie da?

Im Stadion saß damals Michel Jazy, ein ehemaliger Weltrekordler, der in den sechziger Jahren Frankreichs Nationalheld war. „Ich habe diesen Lauf erlebt und gesehen, wie die Amerikaner danach durchgedreht sind“, sagte Jazy dieser Tage der Sportzeitung L’Equipe, „dann habe ich angefangen zu weinen.“ Vor Freude, wollte der Interviewer wissen. „Nein, nicht vor Freude, sondern aus Nachdenklichkeit. Diese Leistung wurde nicht natürlich erzielt.“ Die L’Equipe, nicht gerade für einen konsequenten Anti-Doping-Kurs bekannt, übertitelte das Interview mit der Zeile: „Die Leichtathletik hat keine Seele mehr.“

Entweder ist der Laufroboter Michael Johnson tatsächlich einer der größten Athleten aller Zeiten, oder er ist einer der größten Betrüger, den die Sportwelt je sah. Natürlich darf niemand behaupten, Johnson sei gedopt. Er verweist darauf, dass er im Juni 1999 zuletzt im Trainings getestet worden sei. Hätte er tatsächlich etwas zu verbergen, wäre seit Juni genug Zeit für eine Dopingkur gewesen. Es gibt immer noch Stoffe und Methoden – wie Wachstumshormone oder Blutdoping -, die nicht nachzuweisen sind. Zudem gehören die USA zu den Ländern mit dem grobmaschigsten Kontrollsystem. So wurde zum Beispiel vor den Spielen in Atlanta ein Trainingskontrollprogramm gestrichen – angeblich aus Geldmangel, dabei ist das amerikanische Olympiakomitee USOC der reichste nationale Olympiaverband der Welt.

Doping sei im amerikanischen Profisport „nur ein lästiges Problem, das durch gezielte Public Relations klein geredet werden kann“, glaubt der Dopingexperte Professor John Hoberman von der University of Texas in Austin. Der Texaner Michael Johnson, der in Dallas lebt und trainiert, weiß ein ganzes Heer von Öffentlichkeitsarbeitern hinter sich.

All die Fragen und Unterstellungen seinen der Preis für seinen Ruhm, sagt Johnson. „Diesen Preis muss ich zahlen.“ Nach seinem Fabelweltrekord in Atlanta hatte Johnson den Skeptikern mürrisch zugerufen: „Glaubt, was ihr wollt.“ In Sevilla präsentierte er sich weniger aggressiv. Er entschuldigte sich sogar für ein Räuspern, das einmal seine druckreifen Sätze unterbrach. „Es ist nicht angenehm für mich, was ihr manchmal so schreibt“, sagte er auf der Pressekonferenz. „Aber was heute Abend passiert ist, das hat mir viel Spaß gemacht.“

18.55: Und jetzt, Freunde der Nacht, geht’s wieder ins Vogelnest. Muskel-Boliden gucken. Gay, Bolt, Powell.

18.56: Halt, wenn ich schon mal dabei bin, bin ich auch so frei und gebe mal meinen letzten Britta-Steffen-Text von gestern zum besten:

Es sind selten die lauten Momente, die von einer olympischen Show in Erinnerung bleiben. Nicht das Getöse, das Dröhnende, das Marktschreierische. Es sind meistens die stillen Momente. Sekunden der Ruhe, nachdenkliche Augenblicke, wenige Worte. Zum Beispiel Britta Steffen: Als sie sah, welcher Name auf der Anzeigetafel aufleuchtete, wer soeben Olympiasiegerin über 100 Meter Freistil geworden war, dachte sie an ihre Eltern: „Mama, Papa, ich hab’s geschafft.“ Wer hat seinen Olympiasieg jemals einfacher und schöner beschrieben?

Britta Steffen, 24, von der SG Neukölln in Berlin hat also doch geblufft im Halbfinale am Donnerstag, als sie nur Sechste geworden war. Dass sie sich viel besser fühlte, war in den Katakomben des Wasserwürfels zu erahnen, wo sie einen gelösten Eindruck hinterließ. Nach der Sprintstaffel am vergangenen Sonntag war sie noch untröstlich gewesen, trotz ihres Olympischen Rekordes über 100 Meter (53,38 Sekunden). Sie hat geweint und wollte einfach nur vor den Journalisten flüchten. „Das war in Ordnung so“, sagt ihre Psychologin Friederike Janofske. „Es ging darum, dass sie ihre Emotionen nicht verdrängt. Alles muss raus. Man muss tief hinab sinken, um wieder aufzutauchen.“

Am Donnerstag also wirkte sie schon wie verwandelt. Vor allem: Sie lachte. Vorsichtshalber hat sie tief gestapelt: „Ich denke, die Trickett wird alle platt machen.“ Libby Trickett aus Australien, die Weltmeisterin, die Weltrekordlerin (52,88), seit zwei Jahren ihre große Rivalin. Am Freitagmorgen um 5.04 Uhr (MESZ) sah es zunächst so aus, als wolle Trickett in Michael-Phelps-artiger Manier die Konkurrenz abhängen. Zwei Zehntel Vorsprung hatte sie bei der 50-Meter-Wende vor der Holländerin Marleen Veldhuis. Britta Steffen lag 1,14 Sekunden zurück. Sie war Letzte.

„Ehrlich gesagt wurde ich da ein bisschen panisch“, sagte Regine Eichhorn, Steffens Managerin. Auch Trainer Norbert Warnatzsch war überrascht. „Das hätte schon etwas schneller sein dürfen.“ Wenngleich jeder in der Szene weiß, dass Steffen immer die schnellste zweite Bahn schwimmt, schien dieser Rückstand doch kaum aufzuholen.

Britta Steffen schwamm in ihrem Tunnel „ihr eigenes Rennen“, so wie ihr der Trainer aufgetragen hatte. Sie wurde nicht hektisch. Sie wusste: „Libby geht eher schnell an, ich schwimme eher gleichmäßig.“ Sie näherte sich. Sie lag gleichauf. Sie hatte den besseren Anschlag. Sie wusste instinktiv, dass sie Trickett geschlagen hatte. Was sie aber nicht wusste, weil sie nur die rechts neben ihr kraulende Australierin sehen konnte, ob nicht links jemand schneller gewesen war. Sie hat sich erst nach ein paar Sekunden umgesehen und auf die Anzeigetafel geschaut. „Ich dachte: Genieße den Augenblick. Es war schon schön, Libby geschlagen zu haben.“

Nun ja, die Neugier siegte. Es war schließlich olympisches Finale, das Rennen ihres Lebens, da will man doch wissen, wie es ausgegangen ist. „Ich habe mich umgesehen und konnte es, ehrlich gesagt, nicht fassen. Alles war schön.“ Dort stand: Britta Steffen (GER) 53.12. Lisbeth Trickett (AUS) 53.16. Natalie Caughlin (USA) 53.39. Gut, dass es kein Weltrekord war, keine wundersame Steigerung, gut dass sie über ihrer Bestleistung blieb. So wurde nicht über das D-Wort diskutiert und das Schauspiel erschien etwas glaubwürdiger als andere Events in diesem Becken. Später sagte Tricket: „Ich freue mich für Britta. Sie hat es definitiv verdient.“ Das klang nicht aufgesetzt. Das klang ehrlich.

Für Sportdeutschland war es vielleicht schon der Höhepunkt dieser Spiele. Es wird wohl die einzige Goldmedaille in einer der großen olympischen Kernsportarten bleiben. Es war der erste Olympiasieg für eine deutsche Schwimmerin nach sechzehn Jahren. Sechzehn Jahre! Mehrere Sportlergenerationen liegen zwischen dem Sieg von Dagmar Hase 1992 in Barcelona (400 Meter Freistil) und dem Erfolg von Britta Steffen. Sechzehn Jahre, von denen zwölf einer anderen Schwimmerin gehörten, obwohl diese sich vier Mal vergeblich nach dieser einen olympischen Goldmedaille verzehrte: Franziska van Almsick.

Britta Steffen ist einst mit Franziska van Almsick in einer Trainingsgruppe geschwommen. Sie vertraut auf das Team, auf das auch van Almsick zuletzt setzte: Norbert Warnatzsch, Regine Eichhorn, Friederike Janofske. Und auch zwischen Dagmar Hase und Britta Steffen gibt es viele Parallelen: Beide standen lange im Schatten von Franziska van Almsick. Hase konnte sich nie richtig aus diesem Dilemma befreien, verblüffte allerdings 1994 mit einer großen Geste, als sie bei der WM in Rom ihren Finalplatz frei gab, damit van Almsick, nur Neunte des Vorlaufs, starten konnte. Van Almsick bedankte sich mit einem Weltrekord.

Die Trainer der Olympiasiegerinnen Hase und Steffen, Bernd Henneberg und Norbert Warnatzsch, sind seit vier Jahrzehnten eng befreundet. Sie waren Schwimmer, Fünfkämpfer, haben zusammen studiert, bis in die letzten Jahre gemeinsame Trainingslager bestritten. Letztlich bleibt alles irgendwie in der Familie. So ist die Geschichte der Olympiasiege von Dagmar Hase und Britta Steffen und die ihrer Trainer mehr als eine sportliche Episode. Es ist ein Stück deutsche Geschichte, mit all ihren Irrungen und Wirrungen. Bernd Henneberg hat, daheim in Niederndodeleben bei Magdeburg, Fernsehen geschaut am frühen Morgen. Er nennt seinen Freund Warnatzsch nur beim Spitznamen. „Ich habe mich für Kelly unglaublich gefreut. Das hat mich bewegt. Für Britta ist das natürlich auch großartig.“

Norbert Warnatzsch, 61, wird noch vier Jahre weiter machen. Er ist ein nüchterner Mensch. Er hat schon alles erlebt. Alle Höhepunkte. Alle Tiefen. Er hat 1980, zu Beginn seiner Trainerlaufbahn, Jörg Woithe vom SC Dynamo Berlin in Moskau zum Olympiasieg über 100 Meter gecoacht. Unter gänzlich anderen Vorzeichen, in einem System, das auf die Produktion von Medaillen ausgerichtet war, koste es, was es wolle. Darüber ist schon viel geschrieben worden. Über das D-Wort auch. Über Doping, Warnatzsch und Henneberg. 28 Jahre nach dem Erfolg mit Woithe nun auch Britta Steffen zum Olympiasieg geführt. Unter ganz anderen Bedingungen. „Ich fühle Stolz, Glück, Erleichterung, Befreiung“, sagte Warnatzsch. „Dieser Sieg ist gleichrangig mit dem von Jörg Woithe. Ich gebe keinem den Vorrang.“

Eigentlich hatte Warnatzsch 2004 in Athen mit Franziska van Almsick feiern wollen. Doch das Glamourgirl verpasste, wieder auf tragische Weise, zum vierten Mal die Goldmedaille, nach der sie sich so verzehrte. Und Warnatzsch sagte damals, er nehme alle Schuld auf sich. In Peking hat er, rein symbolisch, weil es van Almsick ja nicht mehr hilft, alle Schuld getilgt.

Jemand will wissen, was der Unterschied war zwischen Athen und Peking. „Vor vier Jahren“, sagt Warnatzsch, „hat’s nicht geklappt. Diesmal hat’s geklappt. Das ist der Unterschied.“ Regine Eichhorn, die all die olympischen Jahre mit van Almsick gelitten hat, war nicht im Wasserwürfel. Sie hatte keine Eintrittskarte bekommen und sich das Finale im Hotelzimmer angesehen. Sie sagte: „Das ich das noch erleben durfte!“

Es sind also nicht die großen, Effekt haschenden Gesten, die in Erinnerung bleiben. Es sind die stillen Momente. Franziska van Almsick hat in Athen einen wunderbaren Satz formuliert. Ganz leise. „Ich fühle mich ein bisschen tot.“

Britta Steffen machte es in Peking noch kürzer. Vier Worte nur. Ganz leise ins Mikrofon gehaucht. „Mein Leben ist schön.“

Glücklich, wer das von sich behaupten darf.

21.05: Über Tyson Gay kann hier diskutiert werden. Eine kleine Bildergeschichte. Aber natürlich auch hier. Denn nachher geht es mit dem 100-m-Finale weiter.

21.13: Mein Freund Lars macht mich gerade auf lustige Einträge im olympischen Statistikbuch des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) aufmerksam. Wie geht man da mit Marion Jones und ihren Medaillen von den Sommerspielen 2000 in Sydney um? So:

Übrigens: Heike Dreschler. Beruhigend, dass nicht nur ich Fehler mache.

Martin Sommerfeld #1

Gehst du morgen nochmal zu Brittas 50m Finale? Könnte ja theoretisch eine Sensation geben… :-))

Thomas #2

Wieso? Nach 50m ist sie doch letzte :-)

Jens Weinreich #3

es gab schon mal eine deutsche schwimmerin, die überraschend, wenn auch nicht sensationell, die 50 m gewonnen hat. das war vor 20 jahren frau otto. wenn ich mich recht entsinne, ohne nachzuschlagen, hatte sie zuvor die 100 freistil, schmetterling, rücken gewonnen, mit beiden kurzen staffeln – und über 50 m war eine chinesin favorisiert.
bin natürlich da – phelps zum vierzehnten. und steffen?

jo #4

Und was ist nur mit The Big M los? Gut, gewonnen, aber nur olympischer Rekord dieses Mal? Er wird doch nicht krank sein, oder?

Matthias Rathje #5

15.25: ‚Tach allerseits. Es grüßt ein Zombie.‘

Ja guten Tag auch Herr Weinreich.
Warum Zombie?
Ich stell mir das gerade vor:
JW liegt auf dem Sofa im Hotelzimmer, einen C-F im Mund, drei im Magen, einige leere Anderthalb-Liter Wasserflaschen und eine halbvolle auf dem Tisch , der Fernseher läuft …
Obwohl: ich hab gar keine Ahnung, wie ein Caramel Frappeé aussieht – können Sie nicht mal einen einstellen? Oder geht das jetzt irgendwie am Thema vorbei?

Tobias #6

@Matthias Rathje
ich erlaube mir mal den „zombie“ zu entlasten.
Ein Rezept:
http://www.maxicoffee.com/images/frappecaramel.jpg
Ein Bild:
http://www.recipezaar.com/169250
habe keine ahnung wie das schmeckt, scheint aber den ermüdungsfaktor erheblich zu senken. siehe weinreich. wurde erst vor ein paar jahren von der wada freigegeben. (koffein!!) war da nicht mal eine schwimmerin mit 12 tassen oder so?

Matthias Rathje #7

Oh, vielen Dank – ich hatte eher die Vorstellung eines doughnut.

ha #8

@JW
Richtig, favorisiert war 1988 Yang Wengyi, dann Zweite hinter Otto. Der große Sprung der Chinesen im Schwimmen – sie hatten 10 in den Finals, 1984 nicht einen Schwimmer. Dazwischen, 1986 „a coach from the East German dopingsystem spent upward of a year in China“ … Der Coach ist heute Lehrwart im DSV, ganz und gar geläutert. Wie Otto. Danach begannen die Dopingskandale der Golden Flowers. Wie schrieb Craig Lord so schön anlässlich des 200-m-Delphin-Phenomenons Liu Zige: „These were the days!“ Big M war noch nicht in Sicht …

Stefan #9

Beruhigend, Herr Weinreich, dass Ihr Körper endlich die Notbremse gezogen hat… sonst wär der Dopingverdacht auch auf sie gefallen…

So sehr ich das Blog dann vermisse, finde ich ihren gesunden Schlaf wichtiger :-)

Der Zirkus geht ja noch eine Woche…

Hier noch eine menschlich gruselige Geschichte aus dem chinesischen Team: die Athleten sind offenbar so abgeschottet, dass eine Gewichtheberin erst nach erfolgreichem Medaillengewinn von ihrem Trainer erfahren hat, dass ihre Mutter schon vor Olympia verstorben ist! (s. FAZ-Artikel

Jens #10

Und die nächste Medaille aberkannt und das sogar ohne Doping! Das IOC macht sich

hot #11

@JW: Auf Spiegel Online steht, dass die Medienvertreter mit Klamotten von kappa ausgestattet worden sind?

Haben die dich auch gefragt?

JW #12

keine ahnung. ich habe kein kappa. nichts gesehen. nichts gehört. den rucksack mit allerlei kram habe ich allerdings auch genommen, meinen hatte es nach ein paar tagen von der last zerfetzt. zerre gerade den unter meinen tischchen ruhenden geschenkten rucksack hoch und durchsuche ihn: kein kappa-logo, nirgends.

Worldtraveler #13

@ JW: Danke nochmal für die tolle Berichterstattung und viel Erfolg noch in der nächsten Woche. Ach, und falls es die Zeit zulässt und das Essen des Sponsors langweilig wird, würde ich „di san xian“ und „jiaozi“ aller Art empfehlen.

Ich muss mich leider frühzeitig verabschieden (Prüfungen gehen vor). Die Unterhaltungen hier zu verfolgen war echt interessant.

??

Torsten #14

Hab in Peking auch noch keine besondere Ansammlung von Kappa Sachen gesehen.

Wo waren denn die Leute von SPON bloß unterwegs?

@JW:
Viel Spaß im Birds Nest. Ist ja heute zimelich früh Schluß da.

Torsten #15

Unglaublich so ein Vorsprung beim 100m Lauf…

hirngabel #16

Vor allem macht der noch Faxen auf den letzten 20 Metern… Das ist irgendwie nur schwer fassbar.

Janni #17

Gott, wie krass. Der hat ja nichtmal komplett durchgezogen am Ende und trotzdem WR….das ist krass….krass…dieser Abstand! Sowas hab ich ja noch nie gesehen…

Stefan #18

Die 100 m ist die schnellste und am längsten dauernde Entscheidung in der Leichtathletik. Sie dauert bis zur Analyse der B-Probe.

kli #19

„He could have gone 9,66.“ Sagt Michael Johnson. Aber er hat sich gefreut – ist gesprungen wie ein Rumpelstielzchen. Diese Jungs wissen halt, was das Geheimnis solch einer Leistung ist. Ach ja, und Colin Jackson, auch so ein alter Weltrekord-Wunderläufer“, fabuliert schon „… could take the record into the 9.5s“.

ha #20

@stefan
Also, bisher haben die 100 Meter öfter bis zu einem der nächsten Steuerjahre gedauert. Bloß: Ob’s die auch auf Jamaica gibt – Steuerfahnder? Wenn ja: Stir it up.

Trebor #21

Während in Peking die Schäfchen gezählt werden, erreicht uns die Info von der Griechin Halkia und ihrer Liaison mit Herrn Steroidis. In diesem flinken Blog schon ein „Flop“ in Athen 2004 und nun, nach positivem Test, weg von der olympischen Showbühne. Not bad.

Stefan K. #22

Nachtrag zu Britta Steffen (etwas offtopic):
dass sie als Botschafterin für Bio-Produkte auftritt, macht sie mir sehr sympathisch ;-)

Martin Sommerfeld #23

Also das Auftreten für das BIO-Label euphemistisch „Botschafterin“ statt einfach Werbepartner zu nennen … nunja!

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