Olympisches Feuer

Unter großen Sicherheitsvorkehrungen, wie es heißt, wurde heute morgen in Olympia die olympische Flamme entzündet. Um es gleich vorwegzunehmen, denn darüber werde ich in den nächsten Monaten viel reden und schreiben müssen: Die Gefahr für die Spiele der XXIX. Olympiade geht nicht von tibetischen Protestanten aus, sondern einzig und allein von der chinesischen Herrschaftsclique, den KP-Bonzen. Da gerät mir in der Propaganda des Sports, der KP (und vieler Medien) doch einiges durcheinander. Aber so ist es ja beabsichtigt.

Ich empfehle dazu u. a. Material vom China-Workshop, das nebenan beim sportnetzwerk nachzulesen ist, wohl wissend, dass mir/uns Einseitigkeit in der Darstellung vorgeworfen wird. Da bin ich gern einseitig, denn Menschenrechte, liebe Freunde, sind universal. Es gibt beispielsweise kein Menschenrecht darauf, ohne Gerichtsurteil drei Jahre lang in ein Arbeitslager gesteckt zu werden.

Oops, heute hat sich überraschend doch noch der IOC-Präsident zur China-Frage geäußert. Na ja, nicht wirklich zu China; Jacques Rogge, die größte lebende Enttäuschung der vergangenen Wochen, sagte nur:

Wir schicken heute die Nachricht des Olympischen Waffenstillstandes. Die Olympischen Spiele müssen in einer friedlichen Umgebung staffinden.

Wer knapp 27 Minuten Zeit und Muße haben sollte, hier das Sportgespräch des Deutschlandfunks von gestern Abend zum Thema Olympia in Peking, mit Ines Geipel, Winfried Hermann, Herbert Fischer-Solms und mir:

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Und noch eine Hörempfehlung, ebenfalls aus dem Deutschlandfunk, der von mir hoch geschätzte, grandiose Prof. Gunter Gebauer zur so genannten Olympischen Idee:

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Weil ich gerade dabei bin, gleich noch eine Leseempfehlung. Ein Interview, das Michael Reinsch für die FAZ mit der Degenfechterin Imke Duplitzer geführt hat. 

6 Gedanken zu „Olympisches Feuer“

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