Bernd-Uwe Hildebrandt

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Kollegenlob muss auch mal sein. Die bisher beste Geschichte über den Magdeburger Kriminalfall Bernd-Uwe Hildebrandt, einen einfallsreichen Multifunktionär, steht heute in der Süddeutschen Zeitung. Claudio Catuogno berichtet über den „König der Fördertöpfe“, also über Schülertransporte für tote Wildschweine, über zigarrenverschlingende Athleten und einen Mann, der mitunter in zehn Funktionen gleichzeitig verhandelt – mit sich selbst, versteht sich.

Die Geschichte des Bernd-Uwe Hildebrandt, den ich vor vielen Jahren gern als erfolgreichsten Sportmanager Ostdeutschlands gepriesen habe (so kann man sich täuschen), trifft mich als alten Magdeburger natürlich ins Mark. Sie ist eine atemraubende Story über ganz normale Korruption im deutschen Sport. Millionensummen dürften verschwunden sein, „in Rauch aufgelöst“, wie Catuogno schreibt, denn zu den vielen bizarren Geschichten im Reich des Bernd-Uwe Hildebrandt zählt es ja auch, dass das Haus der Athleten monatlich etwa 1000 Euro für Zigarren verbuchen musste.

Der greise – und noch nie sonderlich hell gewirkt habende – LSB-Präsident Heinz Marchiniak greint allerdings unter Hinweis auf die so genannte „Autonomie des Sports“, kritische Fragen zur Ära Hildebrandt würden sich verbieten. Klar doch.

Und die Moral von der Geschicht‘? Der Geschädigte ist mal wieder der Steuerzahler. Kontrollmechanismen im Paralleluniversum Sport gibt es nicht.

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