[ Category korruption]

Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Franz Beckenbauer et al …

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… und man möchte fragen: Erst jetzt? Dass es diese Ermittlungen u.a. wegen des Verdachts auf Geldwäsche und ungetreue Geschäftsbesorgung geben müsse, erzähle ich seit knapp einem Jahr. Das war seit Veröffentlichung unserer ersten SPIEGEL-Titelgeschichte im Oktober 2015 klar. Damals löste schon der Fragenkatalog, den wir an Wolfgang Niersbach (seinerzeit noch DFB-Präsident, noch FIFA- und UEFA-Exekutivmitglied) und zahlreiche andere Funktionäre geschickt hatten, nichts als Panik aus.

Und tatsächlich wurde das Verfahren bereits am 6. November 2015 eröffnet.

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Was vom Tage übrig bleibt (98): IOC-Ticketdealer Hickey, Kuwait, IPC, CAS, NADA

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Audienz im Vatikan, 2013 (Foto: EOC)

Einige Lesebefehle: Dokumente und Beiträge, die man studiert haben sollte. Die Themenliste: IOC-Ticketdealer Pat Hickey, Bachs Mann für Autonomie; Hausdurchsuchungen in Kuwait; das CAS-Urteil zur Sperre des Russischen Paralympischen Komitees in voller Länge, das jüngste Positionspapier von 17 Nationalen Anti-Doping-Agenturen nach deren Treffen gestern in Kopenhagen.

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live aus Rio (14): das DOSB-Führungsduo propagiert die Vorgaben des DOSB-Ehrenpräsidenten vom IOC

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BARRA DA TIJUCA. Es gibt mal wieder Post vom DOSB, die ich ihnen nicht vorenthalten möchte.

Am 4. August 2016, einen Tag vor der Eröffnung der Sommerspiele, haben DOSB-Präsident Alfons Hörmann und der DOSB-Vorstandsvorsitzende (ehemals Generaldirektor) Michael Vesper den Mitgliedsorganisationen und persönlichen Mitgliedern des DOSB in einem zweiseitigen Schreiben die schwer umstrittene Pro-Russland-Entscheidung des IOC-Exekutivkomitees vom 24. Juli erläutert. Die Email ging am 4. August raus, das Schreiben datiert vom 3. August.

Im Grunde liegen Hörmann und Vesper als Fanboys fast komplett auf der Linie des DOSB-Ehrenpräsidenten Thomas Bach.

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live aus Rio (6), Nacht der Schande: 271 Russen bei Olympia – aber Sperre für Stepanowa

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We admitted not everything is in order maybe in Russian sport, but this is our internal problem.

And we really don’t like when somebody else sticks their nose into our business.

Alexander Popow, Russland, IOC-Mitglied

Foto: President of Russia

Foto: President of Russia

BARRA DA TIJUCA. In diesen Minuten putzen sich das IOC, die Olympia-Organisatoren, die olympischen Weltverbandspräsidenten, die wichtigsten Vertreter der mehr als NOK zum President’s Dinner von Thomas Bach heraus.

Es ist eine Nacht der Schande.

Die Folgen dieser schmählichen Entscheidung sind nicht abzuschätzen. Eines der dunkelsten Kapitel in der olympischen Geschichte. Vor zwei Wochen hatte ich in einem Interview 250 russische Sportler in Rio getippt. Später nochmal 250 bis 300. Nun, es sind 271 geworden, teilte das IOC soeben mit.

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Olympia im Blog, die Paywall und Recherchejournalismus

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NOCH ÜBER DEN BRASILIANISCHEN WOLKEN. So, liebe Leute, auf geht’s. Nach zwei Tagen in der Luft, von einem Kontinent zum alten Kontinent und dann zum neuen Kontinent, melde ich mich ab Montagabend aus Rio de Janeiro. Drei Wochen lang, täglich mit einem live-Blog, dazu mit etlichen einzelnen Beiträgen – so wie 2008 aus Peking und 2012 aus London und von vielen anderen Anlässen auf allen Kontinenten. Mit mehr als einem Dutzend ausführlichen Texten und live-Blogs zu schrägen Anlässen (McLaren-Bericht, IOC-Entscheidungen etc) ist die Rio-Reise im Blog in den vergangenen Wochen vorbereitet worden.

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The story behind the story of Russia, Doping, WADA and the IOC

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Meine Kollegen Martha Kelner und Nick Harris haben im Juli 2013 in der “Mail on Sunday” erstmals über die großflächige russische Doping-Verschwörung berichtet. Sie hatten die Aussagen von einem Dutzend russischer Whistleblower zusammen getragen. Doch bis zur ersten ARD-Dokumentation im Dezember 2014 passierte: nichts. IAAF? Totenstille. WADA? Totenstille. IOC? Büro-Mikado. Ich hatte eigentlich vor, die Geschichte dieser Enthüllung selbst aufzuschreiben, nun ist mir Nick zuvor gekommen, umso besser. Hier sein Beitrag:

Mail on Sunday, Juli 2013

Mail on Sunday, Juli 2013

The International Olympic Committee (IOC) was aware Russia ran a state-sponsored doping programme in which the head of that nation’s WADA-accredited lab was a central figure as long ago as the first week of July 2013.

I know this because I told them.

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live-Blog: IOC lässt Russlands Staatsdoping-NOK zu, sperrt aber Whistleblowerin Stepanowa

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Photo: President of Russia

Photo: President of Russia

Erste russische Medien meldeten bereits vor einer dreiviertel Stunde die Erlösung, den Olympiasieg: Russisches Team in Rio de Janeiro, russisches NOK (ROC) nicht suspendiert.

Ich kann das derzeit nicht verifizieren, meine Vögelchen sind noch stumm. Aber in wenigen Minuten wissen wir mehr. Um 16.00 ist Telefonkonferenz mit Putins Kumpel UDIOCP Thomas Bach. Ich werde aus der Telefonschalte live bloggen und auch danach hier aktiv sein, mit kleineren Unterbrechungen bis tief in die Nacht.

Bis dahin empfehle ich:

Viel Vergnügen – und im besten Fall auch einen kleinen Erkenntnisgewinn!

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The IOC, the olympic family and the absolutely impeccable reputation of KGB/FSB agents

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vlad-vitaly

KGB agents: Vladimir Putin and IOC honorary member Vitaly Smirnov – chair of a new “anti-doping commission” and architect of the Soviet sports empire  (Photo: President of Russia)

There are still astonishing deep links at the heart of the Olympic movement, the International Olympic Committee (IOC) and the secret services of the Soviet Union (KGB) and Russia (FSB). Even senior IOC members have told me repeatedly: the answers to many thrilling Olympic questions will be found in the Lubyanka archives. Additionally my Russian friends are telling me: it is all in the KGB files.

Will we ever get to know?

Recently we heard a lot about the major role of the Russian Federal Security Service (FSB) in the state-orchestrated doping scheme. According to Richard McLaren’s stunning report, the FSB agents responsible for the state-sponsored doping conspiracy were called “the magicians”.

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live-Blog: der McLaren-Report zum russischen Dopingsystem #Sochi2014

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Auf geht’s. Was haben der kanadische Jurist Professor Richard McLaren und sein Investigator Mathieu Holz (ehemals Interpol) zu bieten in Sachen staatlich orchestriertes Doping in Russland und Großbetrug im Dopingkontroll-Labor der Winterspiele 2014 in Sotschi? Werden die Forderungen nach einer Suspendierung des vom IOC-Mitglied und Duma-Mann Alexander Schukow geführten russischen NOK (ROC) lauter?

Es ist soweit. In Toronto tritt McLaren 15.00 MESZ vor die Medien.

In Vorbereitung habe ich in diesem Beitrag Material zusammengetragen und die erbitterten Diskussionen des Wochenendes zusammengefasst:

Einen Livestream gibt es zumindest beim Guardian. Wer andere/bessere Angebote findet, bitte in die Kommentare stellen.

Ich bette RT ein, Achtung:

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Was vom Tage übrig bleibt (96): Infantino, Samoura, Stepanowa, DOSB und unethische Olympialasten

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Startliste 2. Vorlauf 800 m Frauen bei der EM in Amsterdam am 6. Juli 2016

Startliste 2. Vorlauf 800 m Frauen bei der EM in Amsterdam am 6. Juli 2016

Damit es nicht untergeht im Euro-Rauschen, einige Links, Docs und Lektüre-Hinweise.

1) Am Wochenende veröffentlichten Tages-Anzeiger/Sonntagzeitung ein internes Schriftstück aus der FIFA, aus dem seit Ende Mai zitiert wird (etwa in der FAZ) – und in dem Gianni Infantino so einiges vorgeworfen wird. “Wer den FIFA-Chef kritisiert, fliegt raus”, titelt Arthur Rutishauser. Es geht, wie seit etlichen Wochen debattiert, um die Kosten für Flüge (Alischer Usmanow zeigt sich sehr spendabel), Matratzen, Fitnessgeräte, Blumen, Luxus-Limousinen, teure Berater (u.a. Luís Figo), Reinigungen und andere Spesen – und natürlich um Infantinos Millionen-Gehalt, das er als “beleidigend” empfindet.

Hier das Papier:

Dazu gab es bereits einige Beiträge mit weiterführenden Links und dem Mitschnitt der FIFA-Councilsitzung im Mai:

Im Übrigen nimmt die von Infantino betriebene Säuberungswelle in der FIFA-Administration kein Ende, die nächsten beiden Manager wurden gefeuert: Severin Podolak, Chef der FIFA Travel GmbH, und Christoph Schmidt, Bürochef des Generalsekretariats, das bis vor kurzem von Markus Kattner geführt wurde, der ja nun auch gefeuert wurde. Dabei ist Infantino nach den neuen FIFA-Statuten doch gar nicht mehr fürs Tagesgeschäft verantwortlich, sondern quasi außenpolitisch tätig. Doch halt, hat er nicht in einem seiner vielen Alleingänge als CEO und Generalsekretärin die Senegalesin Fatma Samoura, installiert, die gerade bei Elfmeterschießen gegen Italien in Bordeaux dem CDU-DFB-Präsidenten Reinhard Grindel um den Hals gefallen ist?

Na klar.

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