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live aus Zürich: Vorstandssitzung des Crime Syndicates FIFA

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ZÜRICH. Grüezi. Es wird wieder ein heißer Tag in Zürich – wie seit Wochen nun schon. Ich werde rund um die außerordentliche Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees den ganzen Tag über live bloggen. Notizen, Beobachtungen, Erklärungen, Links, schräges und dummes Zeug, hoffentlich einige Einordnungen – und bestenfalls sogar hilfreiche Gedanken. Twitter ist wie immer inklusive.

Viel Vergnügen.

Crime Syndicate steht in der Überschrift. Hart aber angemessen.

Interessant wird schon mal sein, wer aus dem Exekutivkomitee auf die Reise nach Zürich verzichtet, eventuell aus Sorge, von der Polizei festgenommen zu werden. Wolfgang Niersbach, der oberste Opportunist des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der sich dieser Tage zahlreicher relativ flacher und mitunter hymnischer Würdigungen in deutschen Medien erfreut, wird im Home of FIFA zugegen sein, davon gehe ich aus.

Die Tagesordnung ist überschaubar:

exco-agenda-20072015

Joseph Blatter hat also weiter das Kommando, trotz angekündigten Beiseitetretens auf einem außerordentlichen Wahlkongress, der gemäß Traktandenordnung heute einberufen werden soll. Schaun mer mal.

Für 10.30 Uhr haben SKINS Chairman Jaimie Fuller und #NewFIFAnow gemeinsam mit dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB/ITUC), dem Kampagnen-Netzwerk Avaaz („Rote Karte für Sepp Blatter“) und Transparency International (TI) zur Pressekonferenz ins nahe gelegene Sorrell Hotel Zürichberg geladen – dort hatten Ende November/Anfang Dezember 2010 die australischen WM-Bewerber für 2022 logiert, die vom FIFA-Exekutivkomitee mit einer lausigen Stimme abserviert worden sind.

@newFIFAnow hat am Wochenende allen FIFA-Exko-Mitgliedern eine Email geschrieben, darin heißt es u.a.:

As an Executive Committee member, we suggest you have two choices.

You can go down with what is a sinking ship – to use President Sepp Blatter’s favoured boating analogy. Or you can decide that enough is enough and make a stand.

How? By supporting the call that we have long been advocating – for time-limited independent governance reform of FIFA led by an eminent person to review, develop and implement all aspects of FIFA’s operations including its electoral system, and to conduct fresh elections. (…)

As we see it, this is your opportunity to be on the right side of history. (…)

People want change. As a custodian of the sport – not an owner – you are in a truly unique position to help make it happen.

Join with Coca-Cola, the European Parliament and the growing chorus of advocacy groups who want time-limited independent reform led by an eminent person. We ask you to do the honourable thing and make this happen tomorrow.

For the game, for the world. And for your place in history.

* * *

Und nun eine relevante Information für alle, die hier heute wieder dabei sein möchten:

  • Besonders aufwändige Beiträge und derlei irre live-Blogs aus allen Ecken der Welt (demnächst aus Kuala Lumpur von der IOC-Session) sind ab sofort gegen eine kleine finanzielle Entschädigung zu haben. Das wird manchen gewiss einleuchten. Reisen, Recherche und Expertise kosten mich eine Menge – darauf habe ich in den vergangenen Jahren, in denen ich aus etwa 25 Ländern auf sechs Kontinenten mitunter wochenlang Tag und Nacht gebloggt habe, mitunter hingewiesen.
  • Das Blog gibt es nun auch im Abonnement – bei LaterPay (Optionen weiter unten) und im Shop.
  • Einige Archivbeiträge tragen ebenfalls ein Preisschild. Viele Beiträge bleiben frei verfügbar, ab und an werden zusätzliche Leistungen und Dokumente als Ergänzung angeboten.
  • Diesen Beitrag und damit das Live-Blog bis heute Nacht (ich fliege abends zurück) können Sie über den LaterPay-Button ganz oben für 1,49 Euro kaufen – unten sollte ebenfalls diese Kaufoption erscheinen, außerdem verschiedene Pässe. Die 1,49 Euro gelten drei Tage, werden dann angepasst, der Beitrag wandert danach verbilligt ins Archiv.
  • Käufer des FIFA-Ebooks, an dem ich noch immer beflissen arbeite, melden sich bitte per Email bei mir – Sie erhalten umgehend einen Gutschein-Code, mit dem Sie unten bitte den Wochenpass buchen. (Wer meint, dass ich ihm noch einen Gefallen oder anderes schuldig bin, meldet sich bitte ebenfalls.)

Ich hoffe, das System funktioniert, befürchte aber Kinderkrankheiten, wofür ich mich schon mal entschuldige.

Sie wollen unabhängigen Recherchejournalismus und erstklassige Berichterstattung über die Crime Syndicates der olympischen Welt finanzieren?

Nur zu!

TBC

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Neues Ungemach für das Crime Syndicate FIFA: Coca-Cola fordert eine unabhängige Führung

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Anders als beim ewigen FIFA-Partner Adidas, der treu zu Joseph Blatter, zur FIFA und zum DFB hält, regt sich bei amerikanischen Sponsoren erster ernstzunehmender Widerstand. Ende Juni hatte es sich bereits angedeutet, dass Coca-Cola vorpreschen würde. Am 9. Juli hat die Coca-Cola Company in einem Brief an die FIFA-Führung verlangt, den so genannten Reformprozess von einem wirklich unabhängigen Komitee kontrollieren zu lassen – das wäre dann auch das Ende der Regentschaft Blatter, denn der ewige Sepp regiert ja trotz seines angekündigten Rückzugs (dem inzwischen etliche Headlines über angebliche Rückzüge vom Rückzug folgten) noch immer im Home of FIFA auf dem Zürichberg.

Die Nachricht von der Coca-Cola-Initiative, die natürlich viel zu spät kommt, aber immerhin, geht gerade um die Welt. Owen Gibson hat sich im Guardian ausführlich dazu geäußert:

Dies wurde heute, drei Tage vor der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am Montag in Zürich, in einem Brief von Coke-Direktor Brent Wilson bestätigt. Wilson schrieb an Sharan Burrow, die Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB/ITUC).

On July 9th, 2015, The Coca-Cola Company formally requested FIFA leadership to support an independent, third-party commission overseen by one or more eminent, impartial leaders to manage the efforts necessary to help reform FIFA’s governance and its human rights requirements. We believe that establishing this independent commission will be the most credible way for FIFA to approach its reform process and is necessary to build back the trust it has lost.“

Was ist „unabhängig“? Das bleibt eine der Kernfragen. Die FIFA hat schon etliche Kommissionen und Komitees „unabhängig genannt.

Als Aperçu der Brief von Coca-Cola an den IGB …

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Hearing in Washington: FIFA as a „mafia style crime syndicate“

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What has been revealed so far is a (FIFA) mafia-style crime syndicate in charge of the sport. my only hesitation in using that term is … it is almost insulting to the mafia.“

Senator Richard Blumenthal (D-CT)

Wer es gestern Abend verpasst haben sollte, sich aber für den Fortgang des FIFA-Krimis interessiert, sollte sich Popcorn holen und dann zwei Stunden in diesem Filmtheater genießen. Die Anhörung vor dem US-Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Transport zum Thema „Examining the Governance and Integrity of International Soccer“.

In den Hauptrollen:

  • Andrew Jennings (seine Texte hier im Blog)
  • Dan Flynn (CEO US Soccer)
  • Sunjeev Bery (Amnesty International)
  • Michael Hershman (Fairfax Group, ICSS/Katar, ehemals Reformkomitee der FIFA)
  • Senator Richard Blumenthal (D-CT)
  • Senator Jerry Moran (R-KS, seine einleitende Rede)

Das Video-Protokoll:

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Was von der FIFA übrig bleibt (17. Juni 2015): Bundesanwalt Michael Lauber zu Ermittlungen #Russland2018 #Katar2022

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage aus dem olympischen Paralleluniversum. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

Gerade hat der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber in Bern eine Pressekonferenz gegeben. Die FIFA bzw. die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zu den WM-Vergaben an Russland und Katar waren nur ein Thema, wurden aber das Hauptthema. Die offizielle Summary seiner Aussagen:

Die vielleicht interessantesten Punkte:

Generell:

The Office of the Attorney General of Switzerland OAG has opened criminal proceedings against persons unknown on the grounds of suspicion of criminal mismanagement and of money launder- ing in connection with the allocation of the 2018 and 2022 Football World Cups. That was on 10th March 2015. The opening of the OAG’s investigation was based on information contained in the GARCIA report as well as on information taken from the mutual legal request from the US Depart- ment of Justice DOJ. Later on, we have also received suspicious activity reports from the Swiss Financial intelligence unit, the Money Laundering Reporting Office Switzerland MROS. I will come back to the last point later on.

Speziell:

  • The OAG has seized around 9 Tera- bytes of Data. So far, our investigative team obtained evidence concerning 104 banking relations; be aware that every banking relation represents several bank accounts.
  • We note positively that banks in Switzerland did fulfill their duties to file suspicious activity reports. Partly in addition to the 104 banking relations already known to the authorities, banks announced 53 suspicious banking relations via the Anti-Money-Laundering-Framework of Switzerland.
  • The procedure is huge and complex on many levels. I am well aware of that and will act accord- ingly. The risk of loss of evidence is obvious. Any kind of information on the ongoing investigation provided to the public can boost the danger of suppression of evidence. In this regard the OAG will not put at risk investigations neither in Switzerland nor abroad by any wrong acting or wrong communicating.
  • The prosecution is ongoing and will take time. It would not be professional to communicate at this mo- ment a detailed time table. The world of Football needs to be patient. By its nature, this investiga- tion will take more than the legendary 90 minutes.

Es wird Monate, eher Jahre dauern. Ich empfehle weiterhin, nicht sonderlich große Erwartungen zu hegen. Denn natürlich lagern die Beweise über WM-Korruption von Russland und Katar nicht auf FIFA-Festplatten, da muss schon anderswo gesucht werden.

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Was von der FIFA übrig bleibt (16. Juni 2015): der Deal mit Chuck Blazer, John Oliver vs Jack Warner und andere Köstlichkeiten, Berichte von WADA und NADA

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage aus dem olympischen Paralleluniversum. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

1) Natürlich wieder ein netter Zusammenschnitt von extra 3, allerdings mit einem grundsätzlichen Fehler: Der Sepp ist längst noch nicht weg. Er treibt weiter im Home of FIFA sein Unwesen.

2) John Oliver hat im Gefecht mit Jack Warner, der ihn als comedian fool bezeichnete, ebenfalls nachgelegt:

Und nun wieder eine Menge Stoff zum Selbststudium.

3) Auf Antrag mehrerer Medien hat U.S. Distriktrichter Raymond Dearie angeordnet, den Deal zu veröffentlichen, den die heutige US-Justizministerin Loretta Lynch im November 2013 mit dem FIFA- und CONCACAF-Kriminellen Chuck Blazer geschlossen hat. Dass Blazer seit 2011 mit FBI und IRS kooperierte, wurde seit 2011 vielfach berichtet. Seit einem halben Jahr, seit jener Enthüllung der New York Daily News, weiß man darüber mehr und zum Beispiel auch, dass Blazer (nicht nur) während der Olympischen Spiele 2012 in London als Undercover-Agent (geiles Wort, angesichts seiner Leibesfülle) mit verstecktem Mikro Gespräche aufzeichnete – und auf einige Dutzend Personen angesetzt war.

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Was vom Tage übrig bleibt (12. Juni 2015): FIFA, Interpol, European Games, Patrick Hickey und die Verantwortungslosigkeit des Sports

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KÖLN. Moin, moin. Flink einen neuen Eintrag erstellt, um den Irrsinn des Tages zu protokollieren. Heute werden die European Games in Baku eröffnet, wo sich der DOSB und ein halbes Hundert weitere europäische NOK vom schwer-korrupten Despoten Ílham Alijew aushalten lässt.

Würde ja gern wissen, ob der Baku-Propagandasender Sport1 tatsächlich, wie andere TV-Anstalten, nichts bezahlt hat für die Übertragungsrechte und stattdessen auf den Deal eingegangen ist, Werbeclips zu senden – so als sei die milliardenschwere bizarre Veranstaltung nicht ohnehin schon ein einziger Werbeclip des Alijew-Clans.

Habe mehrfach gefragt.

Keine Antwort.

Bei einem Medientag von DOSB und Sport1 vor einigen Wochen war es wieder die Diktatur-affine Fechterin Britta Heidemann, im vergangenen Jahr noch alberne TV-Praktikantin der ARD bei der Fußball-WM, die die richtigen Worte finden sollte, um die Schande Baku zu entschuldigen. Heidemann, schon verbissene Verteidigerin von Peking 2008, hat Erfahrung darin. Andere Sportler sollen lieber schweigen, so sehen es die in diesem Punkt gestrengen Regeln des EOC (und damit auch des DOSB) vor.

The infringement of these Guidelines can cause the withdrawal of the accreditation.“

Darüber, ob und was Sportler sagen dürfen wollen sollen können und gesagt und geäußert gewollt haben können, wurde oft debattiert.

Derlei Guidelines gibt es ja bei allen Großveranstaltungen. Erinnern wir uns an Sotschi, wo Athleten nicht einmal Trauerflor gestattet war. Dafür sorgte der gestrenge Herr IOC-Bach, der das hinterher aber natürlich anders darstellte und später in Norwegen um Versöhnung bemüht war.

Eigentlich müssten die Sportler in Baku in Ganzkörper-Trauerflor antreten.

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Der Sportschurkenstaat Katar will Theo Zwanziger verklagen #FIFAcorruption

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What’s next? So habe ich vorhin nach einem weiteren irren Tag im olympischen Panoptikum gefragt.

What’s next?

Auch heute gibt es die bizarrsten Meldungen und absurdesten Entwicklungen.

Joseph Blatter, zum Beispiel, hat der Forderung des EU-Parlaments, er möge sofort zurücktreten, tapfer widerstanden. Bisher. Aber nicht mehr lange. Bis zur Sondersitzung des Exekutivkomitees, die vor zwei Minuten auf den 20. Juli 2015 terminiert wurde, könnten er und andere erledigt sein.

Viel lustiger scheint mir doch nun die Ankündigung von Katar, Theo Zwanziger zu verklagen. Es geht um den Begriff „Krebsgeschwür des Weltfußballs“. Vielleicht hätte er sagen sollen: des Weltsports?

Dazu gibt es eine Stellungnahme der Botschaft von Katar (via Tim Röhn)

Katar und katarischer Fußballverband gehen juristisch gegen Theo Zwanziger vor
Begriff „Krebsgeschwür“ nicht durch Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt

Der Staat Katar und der katarische Fußballverband haben sich mit juristischen Schritten dagegen gewehrt, als „Krebsgeschwür des Weltfußballs“ beleidigt zu werden. Der Begriff wurde permanent öffentlich vom ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußballbunds (DFB), Theo Zwanziger, gegen Katar und seinen Fußballverband verwendet…

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Was vom Tage übrig bleibt (11. Juni 2015): Guardian darf nicht über die European Games berichten, EU-Parlament fordert Blatters Rücktritt, FIFA-Ebook

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Es muss schnell gehen, bin gleich wieder unterwegs. Der ganze Irrsinn der olympischen Welt spiegelt sich im gestrigen Blog-Eintrag, was für ein Wahnsinn, wie verlogen. Und es geht heute munter weiter. Die Schergen des Ílham Alijew scheuen sich nicht, den Guardian von der Berichterstattung der European Games auszuschließen.

Wird das EOC protestieren? Das IOC? Scheich Ahmad? Thomas Bach? Patrick Hickey? Der Weltverband der Sportjournalisten AIPS? Der DOSB?

Selbst wenn, wie glaubhaft wäre das? Alijew hätte nie diese Spiele bekommen dürfen. Er hat letztlich sämtliche Teilnehmer der Sause gekauft.

Welchen Unsinn tischen uns die olympischen Propagandisten – von DOSB über den Baku-Sender Sport1, Jon Tibbs (JTA) und andere Alijew-Knechte – noch auf?

What’s next?

Wer es noch nicht gelesen hat gestern Abend, unbedingt das Statement der Botschaft von Aserbaidschan in Deutschland studieren.

Bizarr.

Und nun zur FIFA.

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live aus Lausanne: Olympia 2022, Baku 2015, koffertragende Prinzen, der DFB-Brief und andere Merkwürdigkeiten #FIFA

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Aktuelles zuerst:

LAUSANNE. 7.58 Uhr: Prinz Frederik bringt gerade seine Koffer zum Concierge. Ja, er bringt sie selbst. Darauf besteht er, obwohl er zwei Bodyguards dabei hat. Pál Schmitt, gewesener ungarischer Staatspräsident, wegen seiner abgeschriebenen Doktorarbeit aus dem Amt gejagt, kommt vom Frühstück. Walter Gagg, Sepp Blatters treuer Diener, der hier auf Issa Hayatou aufpasst und ihm zur Seite steht, schlürft verschwitzt vom Gym durch die Lobby zum Fahrstuhl. WADA-Präsident Sir Craig Reedie spaziert entspannt umher, als hätte er keine Sorgen. Ein alter Fahrensmann von Horst Dassler aus der ISL-Crew eilt mit seinen neuen Geschäftspartnern aus Kasachstan zum Showroom des Olympiabewerbers 2022. Chef dieser Almaty-Combo ist übrigens ein guter alter Bekannter, ein treuer Diener des Scheichs Al-Sabah, der gelegentlich den Bodyguard spielt – einer der Scheich-Trottel, die mich vor zwei Jahren in Buenos Aires unsanft abführten und die Kamera entwendeten.

Hoppla, wo bin ich hier?

Natürlich im Lausanne Palace.

Zweiter Tag des IOC-Seminars zu den Winterspielen 2022. Was ich heute und überhaupt sammle, wird in künftigen Beiträgen verwoben. Die Lobby füllt sich. Mal schauen, was geht.

* * *
Werbepause: Ebooks kaufen, Vorträge/Seminare buchen, Werbung schalten, Recherchejournalismus finanzieren:

bookshop

* * *

8.56 Uhr: Pekings Bürgermeister ist da. Thomas Bach mit zwei Blackberries und seiner Entourage – Protokollchefin, Propagandachef, Fotograf, langjährige treue Sekretärin, extra wieder aus dem schönen Taubertal angereist, und die Direktorin Bid City Relations -, es kann also losgehen.

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live aus Lausanne: das IOC und das FIFA-Beben, Olympia 2022 ff.

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Der Olympische Geist wird in der unabhängigen und stolzen Atmosphäre, die man in Lausanne atmet, den Freiheitsgaranten finden, den er auf seinem Vormarsch bedarf.“

Pierre de Coubertin am 10. April 1915 anlässlich der Ansiedlung des IOC in Lausanne

LAUSANNE. Melde mich aus der Capitale Olympique. Seit gestern wieder auf olympischen Pfaden, die sich aber weitgehend mit den FIFA-Pfaden decken. Es bleibt unfassbar spannend. Werde bis Mittwochabend während der Events hier ein wenig bloggen, Notizen, Fotos, Links – das Übliche. Und wenn der Scheich mich lässt, dann gibt’s auch eine Fortsetzung der Gartenparty-Bilderbogen. Werde mich öfter mal auf SpOn melden in dieser Woche.

Seinen völlig durchdrehenden Kritiker Marius Vizer hat IOC-Präsident Thomas Bach inzwischen erledigt. Noch nie hat sich jemand im olympischen Bereich, der so viel aufgebaut hatte, dermaßen dämlich angestellt wie Vizer und in so kurzer Zeit fast alles verloren. SportAccord ist erledigt. Und die Präsidentschaft im Judo-Weltverband wird der rumänische Österreicher auch nicht mehr lange halten können. Ich hatte vor zwei Wochen endlich mal eine Vizer-Bach-Geschichte machen wollen, da kam dann die FIFA dazwischen. Kümmere mich jetzt nochmal drum. Unbedingt diesen Text lesen zur FIFA bzw zum Blatter-Heldenepos „United Passion“:

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