Julio Maglione und die Präsidenten der olympischen Weltverbände

| 24.07.2009 | 30 Comments

Der 73-jährige Julio César Maglione (Uruguay) löst heute in Rom den 76-jährigen Moustapha Larfaoui (Algerien) als Präsident des Schwimm-Weltverbandes FINA ab. Das ist nicht wirklich eine Verjüngung und auch nicht wirklich eine Wachablösung. Denn Maglione diente schon in der ersten Amtszeit von Larfaoui, der 1988 Präsident wurde, als Vizepräsident. Seit 1992 ist Maglione Schatzmeister der FINA. Er sitzt seit einem Vierteljahrhundert im FINA-Bureau, er trug die desaströse Politik seines IOC-Kameraden Larfaoui mit, der FINA-Ehrenpräsident wird. Es heißt, Maglione werde dem Unsinn der Schwimmanzüge ein Ende bereiten. Mag sein, aber das soll heute nicht mein Thema sein. Stattdessen ein wenig Statistik, ich bitte um Nachsicht.

Da sich in den vergangenen Jahren an der Spitze der derzeit 33 olympischen Fachverbände doch einiges getan hat, hier mal eine aktuelle Übersicht der Präsidenten, schon inklusive Maglione:

  Verband Präsident erstmals
gewählt
Land IOC
BWF Badminton World Federation Young Joong Kang 2005 Südkorea  
FIBA Fédération Internationale de Basketball Bob Elphinston 2006 Australien *
IBU International Biathlon Union Anders Besseberg 1993 Norwegen  
FIBT Fédération Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing Robert Hargan Storey 1994 Kanada  
FITA Fédération International de Tir à l’Arc Ugur Erdener 2005 Türkei IOC/EO
AIBA Association Internationale de Boxe Ching-Kuo Wu 2006 Taiwan IOC
WCF World Curling Federation Lester M. Harrison 2006 Kanada  
IIHF International Ice Hockey Federation René Fasel 1994 Schweiz IOC/EO
ISU International Skating Union Ottavio Cinquanta 1994 Italien IOC/EO
FIE Fédération Internationale d’Escrime Alisher Usmanow 2008 Russland  
FIFA Fédération Internationale de Football Association Joseph Blatter 1998 Schweiz IOC/EO
IWF International Weightlifting Federation Tamas Ajan 2000 Ungarn IOC/EO
IHF International Handball Federation Hassan Moustafa 2000 Ägypten  
FIH Fédération Internationale de Hockey Leandro Negre 2008 Spanien  
IJF International Judo Federation Marius Vizer 2005 Rumänien / Österreich  
ICF International Canoe Federation José Perurena 2008 Spanien  
IAAF International Association of Athletics Federations Lamine Diack 1999 Senegal IOC/EO
UIPM Union Internationale de Pentathlon Moderne Klaus Schormann 1993 Deutschland  
UCI Union Cycliste Internationale Pat McQuaid 2005 Irland  
FEI Fédération Équestre Internationale Prinzessin Haya Bint Al Hussein 2005 Jordanien / VAE IOC/EO
FILA Fédération Internationale des Luttes Associées Raphaël Martinetti 2002 Schweiz  
FIL Fédération Internationale de Luge de Course Josef Fendt 1994 Deutschland  
FISA Fédération Internationale des Sociétés d’Aviron Denis Oswald 1989 Schweiz IOC
ISSF International Shooting Sport Federation Olegario Vázquez Raña 1980 Mexiko IOC/EO
FINA Fédération Internationale de Natation Julio César Maglione 2009 Uruguay IOC **
ISAF International Sailing Federation Göran Petersson 2004 Schweden  
FIS Fédération Internationale de Ski Gian-Franco Kasper 1998 Schweiz IOC/EO
WTF World Taekwondo Federation Chungwon Choue 2004 Südkorea  
ITF International Tennis Federation Francesco
Ricci Bitti
1999 Italien IOC/EO
ITTF The International Table Tennis Federation Adham Sharara 1999 Kanada  
ITU International Triathlon Union Marisol Casado 2008 Spanien  
FIG Fédération Internationale de Gymnastique Bruno Grandi 1996 Italien IOC/EO
FIVB Fédération Internationale de Volleyball Jizhong Wei 2008 China  

 
- Die Sportarten sind nach ihrer deutschen Bezeichnung alphabetisch sortiert.
- IOC/EO: Die Präsidenten dieser Verbände neben für die Dauer ihrer Amtszeit eine so genannte ex officio Mitgliedschaft im IOC ein.
- IOC: Normales persönliches IOC-Mitglied.
- **: Der scheidende FINA-Präsident Larfaoui war bislang ex officio Mitglied im IOC und muss dieses Amt nun abgeben.
- *: Die ex officio Mitgliedschaft für die FIBA nimmt Generalsekretär Patrick Baumann (Schweiz) ein.

  • Mit der Frauenquote, die im olympischen Sport einst auf 20 Prozent festgelegt wurde (sogar noch unter Samaranch Senior), klappt es weiter nicht so: Nur zwei der 33 Weltverbände (Reiten/Prinzessin Haya) und Triathlon (Marisol Casado) werden von Frauen geführt. Das sah schon mal minimal besser aus – mit zwischenzeitlich drei Präsidentinnen.

Nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung der 33 Präsidentschaften und der 33 Verbandssitze nach Kontinenten:

  • Alles konzentriert sich auf Europa, das in 20 Verbänden die Präsidenten stellt.
  • Gar 30 der 33 Verbände haben ihren Verwaltungssitz in Europa - nur Triathlon (Vancouver), Badminton (Kuala Lumpur) und Taekwondo (Seoul) nicht.
  • In der Schweiz haben 20 der 33 Verbände ihr Hauptquartier, sechzehn davon in der Region Lausanne, wo auch das IOC beheimatet ist. Das hat finanzielle Gründe.

Länder, die Präsidenten stellen:

  • 5: Schweiz
  • 3: Italien, Kanada, Spanien
  • 2: Deutschland, Südkorea
  • 1: Ägypten, Australien, China, Irland, Schweden, VAE, Mexiko, Norwegen, Rumänien/Österreich, Taiwan, Russland, Senegal, Türkei, Ungarn, Uruguay

Und schließlich noch der deutsche Aspekt. Die Top-Positionen in den 33 olympischen Weltverbänden:

  • 2 Präsidenten: Josef Fendt (FIL/Rodeln), Klaus Schormann (UIPM/Moderner Fünfkampf)
  • 5 Vizepräsidenten: Thomas Weikert (ITTF/Tischtennis), Soo Nam Park (WTF/Taekwondo), Gerhard Zimmermann (ISU/für Eisschnelllaufen), Stefan Krauss (FIBT/Bob, Skeleton), Alfons Hörmann (IBU/Biathlon)
  • 3 Generalsekretäre: Nicole Resch (IBU/Biathlon), Horst Lichtner (IIHF/Eishockey), Horst Schreiber (ISSF/Schießen)

Sorry, ein bisschen Statistik muss auch mal sein. Ich spare mir immerhin die Statistik, welche der 33 olympischen Sportverbände einst Verträge mit dem ISL-Konzern abgeschlossen hatten. Jean-Marie Weber lässt grüßen.

posted on: 24.07.2009 at 08:07 | updated at: 03:12

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dominik s said on 24. Juli 2009 at 09:16 #1

und warum sparst du gerade den interessantesten teil aus?

Jens Weinreich said on 24. Juli 2009 at 09:30 #2

Das ist was für sportpolitische Gourmets, “dominik s”, deshalb scheint es für Dich nicht sooo interessant zu sein :)

andreas said on 24. Juli 2009 at 09:48 #3

@Jens: Ist es denn möglich das Alter der Präsidenten mit in die Statistik einfügen zu können?

ha said on 24. Juli 2009 at 10:07 #4

@Jens: Und könntest Du bitte noch die Herkunftsländer der Präsidenten mit dem Korruptionsindex von TI u.a. abgleichen? (Ein Scherz.)

dominik s said on 24. Juli 2009 at 10:12 #5

mh, das mit der schweiz ist doch ein (ur-)alter hut. wir wollen hier keine wiederholungen, sondern neue sitcom-folgen. also her mit der isl-liste!

Stefan W. said on 25. Juli 2009 at 07:33 #6

Und die USA stellt keinen Präsidenten? Mich überrascht das. Kann das wer erklären?

Jens Weinreich said on 25. Juli 2009 at 15:30 #7

@ andreas: Du wirst es kaum glauben, aber diese Übersicht hat mich vier Stunden gekostet. Vielleicht demnächst auch mal mit Altersangaben, versprochen, ich habe einiges mehr gesammelt und werde die Statistik pflegen.

@ ha: Wieso Scherz. Das ist geradezu zwingend.

@ Stefan W.: Ja, das ist eines von vielen interessanten Themen, die sich aus derlei Statistiken generieren lassen, finde ich. Die Amerikaner hatten noch vor einigen Jahren sogar einige Weltpräsidenten, ihr Pech war etwa, dass Baseball und Softball nach Peking aus dem olympischen Programm gefallen sind.

IBAF-Präsident (Baseball) ist Harvey Schiller, eine wirklich schillernde Persönlichkeit in diesem Business. ISF-Präsident (Softball) ist noch immer Don Porter. Das US-IOC-Mitglied James Easton war bis 2005 Präsident des Bogenschützen-Weltverbandes. Viel mehr Beispiele fallen mir allerdings ad hoc nicht ein. Nur, dass mir aufgefallen ist, dass sie einige VP-Posten in Föderationen besetzen, wobei einige dieser Posten Goodwill-Posten sind, etwa für Anita deFrantz in der FISA.

Sportpolitisch haben die Amis also kaum noch etwas zu bieten. Nimm dann den Streit um den USOC-Anteil am IOC-Marketing, wozu ich mich mehrfach geäußert habe, und dann noch die jüngste Auseinandersetzung um den USOC-TV-Kanal dazu – wiege das auf gegen den Obama-Faktor und versuche daraus, Chicagos Olympiachancen für 2016 hochzurechnen. Eine hübsche Melange, nicht wahr?

Ein Stück aus dem Archiv, wenn Du magst. Nach der IOC-Session 2005 in Singapur habe ich mich mal ein wenige mit den Amis befasst, ist schon wieder vier Jahre her, aber ich finde, so viel hat sich nicht geändert, zumal Easton und DeFrantz weiter die persönlichen IOC-Mitglieder sind und Ctvrtlik, der viel versprach, turnusgemäß als Athletenvertreter im vergangenen Jahr das IOC verlassen musste. Sein Versuch, über Rogge an eine persönliche Mitgliedschaft zu kommen, musste scheitern, denn diese Plätze sind an zwei schwache Personen vergeben.

Ohrfeigen für Amerika

Niederlagen auf allen Gebieten: Der US-Einfluss im Internationalen Olympischen Komitee ist rapide geschwunden

von Jens Weinreich

SINGAPUR, 10. Juli 2005. Als die Arbeit erledigt war, hatte Jacques Rogge für die Sportkameraden aus den Vereinigten Staaten ein paar tröstende Worte parat. “Wir trauen dem amerikanischen Sport sehr”, formulierte der IOC-Präsident. Es war eine höfliche und diplomatische Botschaft nach jenem Desaster, dass die US-Amerikaner in Singapur erleiden mussten: Sie hatten keine Chance bei der Olympiavergabe 2012. Sie konnten die Streichung der uramerikanischen Sportarten Baseball (Männer) und Softball (Frauen) nicht verhindern. Ihre Funktionäre spielen überhaupt keine Rolle mehr im internationalen Sport.

Dass New York bei seiner Bewerbung um die Sommerspiele 2012 chancenlos war, galt in olympischen Kreisen spätestens seit George Bushs Kriegszügen in Afghanistan und Irak als Gesetz. New York verabschiedete sich demnach am vergangenen Mittwoch mit kläglichen 16 Stimmchen schon in Runde zwei. Nur Moskau war schlechter. Im Raffles City Convention Centre hatten zuvor eine Reihe von IOC-Mitgliedern jedem, der es hören wollte, den Satz zugeraunt: “New Yorks einzige Chance besteht darin, dass Bush zurücktritt.” Weil Präsident Bush aber gerade seine zweite Amtszeit begonnen hat, müssen sich die Amerikaner noch eine Weile gedulden. 1980 wurden Winterspiele in Lake Placid ausgetragen, 1984 Sommerspiele in Los Angeles, 1996 Sommerspiele in Atlanta und 2002 Winterspiele in Salt Lake City. Seit das IOC mit den Spielen Milliardensummen umsetzt und das meiste Geld aus den USA kassiert (von Sponsoren und Fernsehsendern), haben die Amerikaner also nie lange auf das Sportfest warten müssen. Diesmal aber wird es dauern. Zumal 2010 schon die Winterspiele in Vancouver in Kanada stattfinden.

Mit einer demokratischen Präsidentin Hillary Clinton oder gar mit einem möglichen republikanischen Bush-Nachfolger Mitt Romney könnte sich die Lage in vier Jahren etwas entspannen. Gerade Romney, derzeit Gouverneur von Massachusetts, hat sich im Olympiabusiness als Krisenmanager einen ausgezeichneten Ruf erworben: Romney stieg auf dem Höhepunkt des Bestechungsskandals als neuer Organisationschef der Winterspiele von Salt Lake City ein und meisterte seine Aufgabe bravourös. Das wird man ihm so schnell nicht vergessen.

Zwei Tage nach der Ohrfeige für New York warfen die IOC-Mitglieder Baseball und Softball aus dem Olympiaprogramm für 2012. Rogge erläuterte am Sonnabend auf der Abschlusspressekonferenz nachdrücklich die Gründe dafür: “Die Nachricht ist überaus deutlich”, sagte er, “das IOC will sauberen Sport, es will die besten Athleten und strebt nach Universalität.” Sauberer Sport? Fehlanzeige im dopingverseuchten Baseball – dazu noch die Prozesse im Balco-Skandal. Die besten Athleten? Die überragenden Profis aus der nordamerikanischen Liga blieben den Spielen bisher fern. Universalität? Softball wird außer in Amerika kaum irgendwo auf der Welt ernsthaft gespielt. “Ich glaube”, sagte Rogge, “die beiden Verbände haben auch die Nachricht, die wir schon 2002 in Mexiko ausgesandt haben, nicht richtig verstanden. Anders als es der Moderne Fünfkampf getan hat, haben weder Baseball noch Softball hart genug gearbeitet, um ihr Angebot zu verbessern.”

Als Rogge die Ergebnisse der 117. IOC-Session resümierte, saß mitten unter den Journalisten seine IOC-Kollegin Anita DeFrantz, eines von derzeit drei amerikanischen IOC-Mitgliedern. DeFrantz war unter dem IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch lange Jahre die Quotenfrau vom Dienst gewesen. Sie galt als pflegeleicht, ein bisschen naiv und nicht sonderlich an einer ordentlichen Karriere interessiert. Sie war nicht einmal fähig, ihre Position richtig zu analysieren, weshalb sie 2001 in Moskau, in fataler Selbstüberschätzung, gegen Jacques Rogge für die IOC-Präsidentschaft kandidierte. Sie schied mit neun Stimmen als erste von fünf Anwärtern aus und weinte danach bitterlich.

Neben Anita DeFrantz gehören dem IOC als Athletenvertreter noch der Volleyball-Olympiasieger Robert Ctvrtlik (bis 2008) und James Easton an, wobei letztere sogar als Vizepräsident agiert. Ctvrtlik macht seine Sache gut, doch seine Amtszeit ist begrenzt. Easton wiederum fiel in Singapur nur einmal auf, als er sich bei der Wahl der Olympiasportarten in einigen Fällen wegen eines möglichen Interessenkonflikts der Stimme enthielt. Denn seine Firmen produzieren Artikel für die Sportarten Bogenschießen, Softball, Baseball, Radsport und Taekwondo. James Easton hatte einst auch an den Bestechungsaffären in Salt Lake City mitgewirkt, wurde aber auf wundersame Weise von einer Strafe verschont.

Anita DeFrantz hat sich in Singapur nach der olympischen Abwahl von Softball bei Rogge beschwert, dass damit zum ersten Mal in der Geschichte eine Frauensportart verschwunden sei. Rogge erklärte ihr daraufhin freundlich, das Exekutivkomitee werde nun dafür sorgen, dass in anderen Sportarten und Disziplinen mehr Frauen zugelassen werden. Ein anderes Beispiel verdeutlicht ebenfalls den rapide schwindenden Einfluss von DeFrantz: Sie durfte zwar im vergangenen Jahr in Marrakesch den Weltkongress “Frauen im Sport” ausrichten, doch den bisher wichtigsten Job, den eine Frau im IOC erfüllte, bekam die Kollegin Nawal El Moutawakel. Die marokkanische Olympiasiegerin leitete die IOC-Evaluierungskommission für die Sommerspiele 2012. Rogge setzt im Exekutivkomitee außerdem auf die schwedische Vizepräsidentin Gunilla Lindberg, die seit vielen Jahren als eine seiner Vertrauten gilt.

Anita DeFrantz ist das personifizierte Problem für den amerikanischen Olympiasport. Sie darf noch zwei Jahrzehnte IOC-Mitglied bleiben und blockiert damit einen Platz für kompetentere Funktionäre. Andererseits: Die Amerikaner haben momentan keinen versierten Bewerber zu bieten. Am ehesten noch Peter Ueberoth, der 1984 in Los Angeles zum ersten Mal Olympische Spiele mit Gewinn ausrichtete und vor einiger Zeit das krisengeschüttelte, von Korruptionsskandalen und zahlreichen Rücktritten paralysierte amerikanische Olympiakomitee USOC übernommen hat.

DeFrantz machte in ihrer Verzweiflung auch den possierlichen Vorschlag, die Londoner Organisatoren könnten beim IOC beantragen, Softball nachträglich doch wieder ins Programm zu integrieren. Doch Rogge erklärte am Sonnabend energisch: “Dies ist keine realistische Option. Wir haben hier eine endgültige Entscheidung für 2012 getroffen. Das nächste Mal stimmen wir 2009 über Sportarten ab – und zwar für die Sommerspiele 2016.” Diese Nachricht sollte nun selbst bei Frau DeFrantz angekommen sein.

Ralf said on 28. Juli 2009 at 17:31 #8

FAZ: ARD: Keine Blutkontrollen in Rom

Demnach sei die Zahl der Trainingskontrollen kurz vor Schwimm-Weltmeisterschaften von 80 im Jahr 2003 über 63 (2005) auf Null im Jahr 2007 gesunken. Vor sechs Jahren wurden laut ARD noch 100 Bluttests vorgenommen, 2005 und 2007 gar keine mehr. [...] „Fakt ist, bei einer Veranstaltung wie dieser möchte die Fina positive Schlagzeilen“

indykiste said on 14. August 2009 at 15:49 #9

Diack mit erneuter Präsidentschafts-Kandidatur
Der Senegalese Lamine Diack hat überraschend seine erneute Kandidatur als Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF angekündigt und damit die beiden Olympiasieger und Vize-Präsidenten Sergej Bubka und Sebastian Coe brüskiert.

In ihrer Anwesenheit kündigte der 76-jährige Diack vor der Presse in Berlin an: “Wenn es meine Gesundheit erlaubt, werde ich 2011 erneut antreten.”

http://www.spox.com/de/sport/mehrsport/0908/News/lamine-diack-mit-erneuter-praesidentschafts-kandidatur.html

Ralf said on 6. Oktober 2009 at 12:25 #10

Volker Kreisl in der SZ: Fechten – Abwarten, was der Oligarch so denkt

Zehn statt zwölf Goldmedaillen heißt seitdem die Formel, und nichts konnte dies ändern. Keine Argumentation, kein Aussitzen und auch nicht die Wahl eines neuen, politisch umstrittenen, dafür aber schwerreichen Weltverbandspräsidenten, des ersten Oligarchen auf so einer Position. Von dem Russen Alisher Usmanow hat man sich mehr Einfluss im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erhofft, aber das IOC winkte vor zwei Monaten ab: Es bleibt bei zehn statt zwölf.

Ralf said on 26. November 2009 at 12:29 #11

Johannes Aumüller in der SZ: Der Präsident räumt auf

Präsident Dmitrij Medwedjew zwingt jetzt etliche Politiker zum Rücktritt von Spitzenämtern im Sport.

Ralf said on 14. Februar 2010 at 00:05 #12

UCI: The UCI President elected as member of IOC

“I am very happy to have Pat McQuaid on board the IOC?, said IOC President Jacques Rogge. “As a former cyclist Pat knows the sport inside out and has done a tremendous job since his election at the head of the UCI. He has been instrumental in strengthening the reputation of his Federation and rejuvenating the cycling programme at the Olympic Games. He brings a great expertise and we look forward to working with him in the future?, Rogge added.

Ralf said on 23. Februar 2010 at 13:48 #13
Ralf said on 30. April 2010 at 08:21 #15
Ralf said on 4. Juni 2010 at 17:33 #16

dpa: Kasper bleibt FIS-Präsident – Hörmann im Council

Unterdessen scheiterte der russische Vertreter Leonid Tschagajew und wurde nicht ins Council wiedergewählt. Damit ist Russland in diesem FIS-Gremium nicht mehr vertreten.

Ralf said on 19. August 2010 at 22:41 #17

Helmut Digel in der Welt: Die neuen Machtspiele im Weltsport

Ralf said on 5. Oktober 2010 at 16:21 #19
Ralf said on 3. November 2010 at 12:20 #20
Ralf said on 5. November 2010 at 10:09 #21
Ralf said on 25. August 2011 at 13:10 #22
Ralf said on 3. November 2011 at 16:08 #23

Evi Simeoni in der FAZ: Eiserner Widerstand

„Im Gewichtheben wird flächendeckend gedopt“, sagt Christian Baumgartner, Vizepräsident und Anti-Doping-Beauftragter des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) und spricht damit nur aus, was alle wissen. Noch schwerer allerdings wiegt der Verdacht, dass der ernsthafte Wille des Weltverbandes (IWF) und seines Präsidenten Tamas Ajan fehlt, dies zu ändern.
[...]
Die bisherige Praxis: Der Weltverband legt selbst auf undurchsichtige Weise die Trainingskontrollen fest, die meistens von der Nationalen Anti-Doping-Agentur von Ungarn – Ajans Heimatland – entnommen werden. Das eröffnet die Möglichkeit, den Anti-Doping-Kampf willkürlich zu lenken und als Mittel zur Machtausübung einzusetzen.

Ralf said on 3. November 2011 at 16:12 #24

dpa: Tröger soll Gewichthebern im Dopingkampf helfen

Ajan ist damit auf die Initiative des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) eingegangen.

Ralf said on 8. November 2011 at 11:19 #25
Ralf said on 2. Februar 2012 at 09:00 #26

insidethegames.biz: Oswald resigns as ASOIF President to leave clear path for successor

One of the leading candidates for the position is likely to be IOC member and International Cycling Union (UCI) President Pat McQuaid (pictured) of Ireland, who is currently the ASOIF vice-president.

Ralf said on 11. April 2012 at 12:16 #27
Ralf said on 21. August 2012 at 13:23 #28

SpOn: Steiner kritisiert lasche Dopingkontrollen

“Was die internationalen Kontrollen betrifft, die durch die IWF und deren Präsidenten Dr. Tamas Ajan festgelegt und in Auftrag gegeben wurden, sind in der Statistik der letzten Jahre sehr große Ungereimtheiten festzustellen. So hatten die Russen in diesem Jahr über dieses System überhaupt keine Trainingskontrollen”, so der Olympiasieger von 2008 weiter.

Ralf said on 13. März 2013 at 12:36 #29
Ralf said on 8. Mai 2013 at 09:54 #30

Grit Hartmann in der Berliner Zeitung: In der Waschanlage

IOC-Mitglied Tamàs Ajàn ist verdächtig, den Gewichtheber-Weltverband um Millionen erleichtert zu haben
[...]
Nur Streitigkeiten in direkter Verbindung mit den Olympischen Spielen können vorgetragen werden. Der Milliarden-Gewinn aus der Sportsause fällt nicht darunter, ebensowenig „Fragen bezüglich der Misswirtschaft“. Mehr noch: Die internationalen Föderationen sind gar keine „olympischen Parteien“. Deshalb ist für sie der Ethik-Code „nicht anwendbar“.

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