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Was vom Tage übrig bleibt (105): werteorientierter olympischer Altruismus

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Ein Twitter-Thread, nur Fakten und einige Bilder. Ließe sich selbstverständlich beliebig verlängern. Bleibt auch das Top-Thema in diesem Theater, keine Sorge.

Manchmal sind derlei bebilderte Fakten die beste Reaktion auf diese unverfroren-charakterlose IOC-Propaganda.

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Paradoxon Olympia 2032: Berlin ist draußen, NRW ist ein Kandidat, ohne zum Kandidaten gekürt worden zu sein.

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Wer die Diskussion um die Olympischen Sommerspiele 2032 und einen Kandidaten Nordrhein-Westfalen verstehen will, muss umdenken und sollte die Chronik der Olympiavergaben seit 1991 studieren. Wir sind es gewöhnt, Olympiabewerbungen in jenen Kategorien und unter jenen Regeln zu betrachten, die das IOC Anfang der 1990er Jahre festgezurrt hatte. Viele dieser Grundsätze gelten aber nicht mehr.

Insofern ist NRW im Grunde schon ein Olympia-Kandidat, schlicht und einfach, weil sich dort ein Ministerpräsident (Armin Laschet/CDU), ein vorzüglich vernetzter Sportvermarkter (Michael Mronz/FDP) und 14 OberbürgermeisterInnen committed haben, wie es auf Neudeutsch heißt. Anfang des Jahres machten Laschet, Mronz und Veronika Rücker, die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), dem IOC-Präsidenten Thomas Bach (FDP) in Lausanne ihre Aufwartung. Seitdem ist #NRW2032 quasi im Rennen, obwohl es noch keinen Grundsatzbeschluss des DOSB gegeben hat, der gemäß IOC-Grundgesetz (Olympische Charta) allein über eine Bewerbung entscheidet. Obwohl es einen solchen Beschluss wohl frühestens 2021 geben wird.

Dann allerdings, danach sieht derzeit vieles aus, könnten die Sommerspiele 2032 schon vergeben sein.

Zu kompliziert?

Ich sage doch, was man bisher über Olympiabewerbungen kannte und zu wissen glaubte, kann man beinahe vergessen. Heute ist (fast) alles anders und das will ich in einem länglichen Beitrag ansatzweise erklären.

Wir alle müssen dabei umdenken und alte Kategorien streichen.

Am Beispiel NRW vs Berlin heißt das:

NRW ist ein Kandidat, ohne vom DOSB gekürt worden zu sein.

Berlin ist nichts, ohne vom DOSB dazu gekürt worden zu sein.

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The real costs of the Youth Olympic Games 2018 in Buenos Aires: 1,15 billion USD. At least.

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In October 2018, shortly before the opening party of the Youth Olympic Games in Buenos Aires, IOC president Thomas Bach claimed the budget of USD 200mio „will be about 40 percent less“ than expected.

The organizers told him so, said Bach.

40 percent less than USD 231mio?

This is the stunning story of the real costs of YOG 2018 in Argentina, investigated by a team of journalists. Tragically, their team leader Ernesto Rodríguez died on September 12, 2019, on a heart attack.

The team can prove real costs for YOG 2018 of more than USD 1.150.000.000 – based on thousands of documents and hundreds of contracts.

1,15 billion: mostly paid by public money in troubled Argentina.

And the investigation is ongoing. There will be more documents. The overall costs of the alleged sustainable Youth Olympic Games will be even higher.

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live aus Lausanne: Olympische Winterspiele 2026 in Mailand

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LAUSANNE. Es ist wieder einmal so weit. Sah im Herbst 2018, rund um die 133. IOC-Session in Buenos Aires, eher so aus, als sollte es zum Ende des Jahres keinen Olympiabewerber mehr geben. Ich hatte sogar eine Wette laufen mit Ser Miang Ng aus Singapur. Ser Miang hat allerdings gewonnen: Mit gewaltigen Anstrengungen ist es dem IOC gelungen, die Bewerbungen von Stockholm und Mailand bis zur heutigen Ziellinie zu schleppen.

Es wird also in knapp zwei Stunden gewählt auf der 134. Session hier im SwissTech Center zu Lausanne. Um 18 Uhr wird der Olympiasieger verkündet, wenig später unterschreiben sie den Host City Contract. Allerdings würde ich gern die nächste Wette eingehen … denn wer weiß, ob es in Italien oder Schweden nicht doch noch ein Referendum gibt, nach dem Olympia-Zuschlag. So wie das einst in Denver passiert ist, und die Winterspiele 1976 kurzfristig einen neuen Ausrichter suchten.

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Der Pate von Taschkent

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SYDNEY. Es ist schräg. Zweimal habe ich mich in meinem Leben in Sydney herumgetrieben, Zwischenlandungen mal ausgenommen, zweimal passiert Einschneidendes im olympischen Box-Weltverband AIBA.

Unvergessen blieb mir der Moment am Gepäckband im September 2000, bei der Ankunft zu den Sommerspielen am anderen Ende der Welt. Kaum war das Nokia eingeschaltet, kam schon der Anruf aus der Heimat: „Rachimow darf nicht einreisen, schreib das auf!“

Gafur Rachimow, seit zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich nun schon mit diesem Sportganoven. Ohne unsere Buch-Recherchen (Andrew Jennings damals in The new Lords of the Rings, Thomas Kistner und ich in Der olympische Sumpf) würde Rachimow heute vielleicht immer noch ungestört reüssieren. Damals hatten wir auf Grundlage von FBI- und anderen Polizeiermittlungen (auch in Deutschland) über seine Geschäfte berichtet. Da mein Freund Andrew Jennings daraus noch eine Serie in australischen Zeitungen gebastelt hatte, wurde der usbekische Pate zu einer kurzzeitigen australischen Staatsaffäre. Rachimow, damals Vizepräsident der AIBA und des Olympic Council of Asia (OCA) von Scheich Ahmad, wurde die Einreise nach Australien verweigert. Ebenfalls unerwünscht bei den Sommerspielen: Carl Ching, Vizepräsident des Basketball-Weltverbandes FIBA und mutmaßliches Mitglied der chinesischen Verbrecherorganisation der Triaden.

Spannend war das, wie so vieles davor und danach. Einige der damaligen Texte sind hier nachzulesen, darunter auch die Zeilen über einen Besuch bei Anwar Chowdhry (†) im Olympia-Büro in Darling Harbour, eines meiner schrägsten Erlebnisse. Die Nähe des olympischen Geschäfts zur Organisierten Kriminalität (OK) war mit dem Fall Rachimow einmal mehr offensichtlich und treibt beständig neue Blüten.

Als ich Ende vergangener Woche nach Sydney kam, war wieder Rachimow Thema. Nun hatte er fürs erste seinen Platz als AIBA-Präsident frei gemacht, damit Boxen im kommenden Jahr bei den Sommerspielen olympisch bleibt.

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Projekt Hawk und das große olympische Erdbeben

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TOKIO. Moin, moin. Beginnen wir mit einem Schachtelsatz, der verworrenen Lage angemessen: Vielleicht sollte ich eher schweigen und die Nacht durcharbeiten, die sowieso gleich vorbei ist, denn ich muss noch flink eine Titelgeschichte neu schreiben und 25 andere Seiten rausschmeißen, und ich mache das wie meistens live … hier gerade nah am Scheich und seinem ehemaligen Kumpel Thommy. So könnte es dann aussehen, und zwar noch lange bevor hier die ANOC-Vollversammlung tagt:

Habe nach meiner Ankunft hier in Tokio eine Lagebeschreibung für den SPIEGEL gedichtet. Wie gewohnt anbei der erweiterte Text. Diesmal allerdings vor allem mit Tweets versehen, denn die echte extended version, long read oder wie das im Neudeutsch heißt, gibt es NUR im Magazin. Und die Fortsetzung dann schon in der zweiten Ausgabe im Dezember. Stay tuned, liebe Leute, schaut im Shop vorbei, es lohnt sich.

Magazin „Sport & Politics“ Jahresabo inkl. Blog-Jahresabo und Ebook

Und am Ende dieses Textes folgt mein Twitter-Thread zu den neuesten #FootballLeaks-Geschichten, die auch unseren Lieblings-Olympiascheich betreffen. Endlich geht es den Lügnern des ICSS an den Kragen. Mehr Hintergründe und Analyse und erste Eindrücke hier aus Tokio in meinem Herzensprojekt …

Er war einer der mächtigsten Strippenzieher des olympischen Sports. Er kontrollierte mehrere Weltverbände, viele Stimmen im Internationalen Olympischen Komitee (IOC), die asiatische Dachorganisation OCA, Teile der FIFA und das mit einer halben Milliarden Dollar gefüllte IOC-Entwicklungsprogramm. Doch die Herrschaft des kuwaitischen Scheichs Ahmad Al-Fahad Al-Sabah ist gebrochen. Dem Scheich droht wegen schwerer Urkundenfälschung in der Schweiz eine mehrjährige Haftstrafe. In Kuwait wird gegen ihn wegen gigantischer olympischer Geldwäsche ermittelt. In den USA ist er in einem der FIFA-Strafverfahren seit April 2017 als Schmiergeldzahler und Mitverschwörer geführt. Weiteres Unheil bahnt sich an. Die Büchse der Pandora scheint geöffnet und die olympische Welt wartet in einer Mischung aus Panik, Angst und Schadenfreude darauf, was noch zum Vorschein kommt. Ein Kartenhaus der Macht bricht zusammen und könnte viele Top-Funktionäre, darunter mehrere Präsidenten von Weltverbänden und IOC-Mitglieder, mit in den Abgrund ziehen.

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live aus Buenos Aires (V): im Paralleluniversum des Dr. Bach

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IOC-Vorsteher Bach 2016, Rio de Janeiro, Casa Italia. (Foto: Stratos Safioleas)

BUENOS AIRES. Buenos Aires hat eine besondere Bedeutung im Leben des Sportfunktionärs Thomas Bach. Darauf weist der 64 Jahre alte Franke immer wieder hin. In Argentiniens Hauptstadt nahm er als Florettfechter vor 45 Jahren an seiner ersten Junioren-WM teil. Über das Resultat möchte er lieber schweigen, erzählte er dieser Tage. Hier wurde er 1977 Team-Weltmeister. Hier erklomm er am 10. September 2013 den höchsten Gipfel des Weltsports und wurde neunter Präsident in der Geschichte des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Fünf Jahre später macht der Olympia-Tross erneut Station am Rio de la Plata. Noch bis 18. Oktober finden die dritten Sommer-Jugendspiele statt, die Youth Olympic Games (YOG). Das IOC beendete gerade seine 133. Vollversammlung.

Bach hatte diesmal eine zweitägige Konferenz vorgeschaltet, das Olympism in Action Forum, zu dem einige wenige kritische Geister geladen waren. Dies haben IOC-Propagandisten als Zeichen des neuen Geistes und einer neuen Gesprächskultur verkaufen wollen. Bach selbst konterkarierte diese Parolen auf einer Pressekonferenz hier im Hilton Hotel in Puerto Madero in einer unnachahmlich arroganten Art, so dass es selbst lang gedienten Olympiern und einigen Mitarbeitern die Sprache verschlug.

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live aus Buenos Aires (IV): IOC-Session, weißer Rauch und #OWG2026

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BUENOS AIRES. Wahltag im IOC. Keine brisanten Personalien. Gerade wird der Brasilianer Andrew Parsons als ex officio Mitglied kooptiert, in seiner Eigenschaft als Präsident des International Paralympic Committees (IPC). Als nächster ist Turn-Präsident Morinari Watanabe (FIG) dran, die komplette Liste kopiere ich später hinein. Das IOC hat nun wieder einen echten Partyhengst, der sich blendend mit Scheich Ahmad versteht, der sonst die besten Partys schmeißt.

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live aus Buenos Aires (III): IOC-Session, waka waka!

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BUENOS AIRES. Moin, moin. Willkommen zur 133. IOC-Session. Gerade wurden die Olympischen Orden verliehen, auch an zwei bereits verstorbene IOC-Mitglieder. Da fällt mir nochmal etwas ein.

Auf geht’s, zwei Tage lang einige Notizen vom Gipfeltreffen hier, wie von fast allen Sessionen, seit es dieses Blog gibt.

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live aus Buenos Aires (II): #NoCostsOlympics

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Buenos Aires, Puerto Madero, Ruderstrecke der YOG mitten in der City.

BUENOS AIRES. Der Frühling ist traumhaft hier. Diese Farben. Dumm nur, dass ich beim Anblick solcher Bilder (wie dort oben) immer eine Melodie summen muss, die sich schrecklicher Weise in meiner Kindheit eingebrannt haben muss. Udo Jürgens. Buenos Dias, Argentina. 1978. Schlimm.

Anyway, warten auf den Großen Vorsitzenden, den UDIOCP – für Neulinge hier im Blog: UDIOCP steht für ‚unpolitischster deutscher IOC-Präsident‘ und hat seine Gründe.

Thomas Bach wird begleitet von Juan Antonio Samaranch Junior. Das Zeichen, das es um die Winterspiele 2026 und überhaupt darum geht, ob Winterspiele eine Zukunft haben.

14.08 Uhr: Lustiger Weise und wie man es von Bach kennt, beginnt er seine Ausführungen mit den Worten: ‚Es gibt eine Reihe von positiven News!‘

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Oscar für ‚Icarus‘: ‚Thomas Bach needs to resign‘

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Regisseur Bryan Fogel and Producer Dan Cogan haben gestern Nacht für die Netflix-Produktion „Icarus“ den Oscar für Dokumentarfilme erhalten.

Fogel widmete seinen Oscar dem Whistleblower und ehemaligen russischen Doping-Mastermind Grigori Rodschenkow, der in den USA im Zeugenschutzprogramm lebt und aus Russland mit dem Tode bedroht wird – unter anderem von Leonid Tjagatschow, ehemaliger KGB-Agent und Ehrenpräsident des Russischen Olympischen Komitees (ROK), das vom IOC für lumpige 86 Tage, nun ja, suspendiert wurde.

IOC-Präsident Thomas Bach sollte zurücktreten, sagte Fogel auf der Pressekonferenz in Los Angeles.

What a fraud. What a corrupt organization. He needs to resign.

Die Pressekonferenz:

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live aus PyeongChang (29): und es spricht der Große IOC-Vorsitzende

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ALPENSIA. Warten auf den Großen Vorsitzenden. Er wird uns die Sache mit den herausragenden Russen, deren NOK in Windeseile wieder zugelassen wird, gewiss erklären können. Und vieles andere mehr.

Sein Fotograf ist schon da. Im IOC ist es wie in Nordkorea. Thomas Bach hat immer einen Leib-Fotografen dabei. Der Flickr-Stream des Olympiakonzerns IOC besteht im Grunde nur aus Fotos des Großen Vorsitzenden.

Zu meinem ersten live-Blog von heute geht es hier:

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