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Tokio 2021 und Thomas Bach: wer zu spät kommt, den bestrafen die Sportler

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Die Olympischen Spiele und die Paralympics in Tokio werden also 2021 ausgetragen. Wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie das im nächsten Jahr zulassen sollte – dieser Zusatz ist zwingend.

Es geht nicht darum, einen Alleinschuldigen für die beschämenden Vorgänge um diese späte Olympia-Verschiebung zu suchen. Thomas Bach aber hat die volle Verantwortung zu übernehmen. Die undemokratischen, intransparenten Usancen in der olympischen Familie, die er noch befördert hat mit seinem diktatorischen Gehabe, erschwerten eine Lösung. Das wird bleiben. Und es wird die Debatten der kommenden Monate bestimmen. Das olympische System wird sich erneuern müssen.

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Was vom Tage übrig bleibt (106): Götterdämmerung im IOC

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Ich habe in den vergangenen verrückt-besorgniserregenden Tagen vor allem für den SPIEGEL gedichtet und extensiv getwittert. Habe mich selten so gut informiert gefühlt und nahe am Geschehen. Mein Dank gilt den vielen Vögelchen im Hintergrund aus IOC und Weltverbänden, mit denen der Austausch vertrauensvoll, kontrovers und produktiv läuft – sehr spannend. Dazu einige Tweets und THREADS sowie die Links zu den jeweiligen Artikeln. Weiter unten das Rohmaterial der Texte.

Bleiben Sie gesund!

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Growing pressure as the IOC and Japan play for time

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The Olympic flame arrived in Japan. (TOCOG)

Let’s not kid ourselves: the Olympic Games can not and will not take place in Tokyo this year. Big appeals are not necessary. Sooner or later, the reality will catch up even with the International Olympic Committee (IOC).

The Olympic Games are not immune to COVID-19, even if the Lords of the Rings in the last few weeks have given that impression through actions that are difficult to understand. The first IOC member, Prince Albert of Monaco, has contracted the virus and is in quarantine. And Greek IOC member Spyros Capralos, once involved in illegal Olympic ticketing, indicated when he handed the Olympic torch over to the Japanese that the fire could defeat the corona virus.

If only it was that easy.

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Olympiasiegerinnen Wickenheiser und Stefanidi kritisieren das IOC: „This crisis is bigger than even the Olympics“

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Kurz nach Veröffentlichung eines absurd weltfremden Communiques des IOC zum Umgang mit der Corona-Pandemie, äußerten sich zwei Olympiasiegerinnen in überraschender Deutlichkeit. Hayley Wickenheiser, die Eishockey-Legende, ist sogar IOC-Mitglied und Mitglied der Athletenkommission, die Thomas Bach morgen, am Mittwoch, in gewohnter Unterwürfigkeit mit einer trotteligen Stellungnahme beispringen sollte – wie so oft. Doch die Kanadierin Hayley Wickenheiser, Medizinerin, viermalige Olympiasiegerin, schert aus und hat sich das natürlich lange und intensiv überlegt, wie sie eindrücklich beschreibt:

„This crisis is bigger than even the Olympics.“

„I think the IOC insisting this will move ahead, with such conviction, is insensitive and irresponsible given the state of humanity.“

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Das Coronavirus, die EURO 2021 und Tokio 2022

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Die Corona-Pandemie gefährdet die größten Sportereignisse des Jahres: die Fußball-Europameisterschaft (geplant vom 12. Juni bis 12. Juli) sowie die Olympischen Sommerspiele in Tokio (geplant vom 24. Juli bis 9. August) inklusive der Paralympics. Bislang haben sich die Hauptveranstalter der EURO und der Sommerspiele, die UEFA und das IOC, kaum substanziell zu den Mega-Events geäußert.

Das wird sich in dieser Woche entscheidend ändern.

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Durchhalteparolen: das Coronavirus, das IOC und Tokio 2020

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Das Coronavirus gefährdet das größte Sportereignis des Jahres, die Olympischen Spiele in Tokio. Derlei Sorgen sind nicht neu, sie heißen nur immer wieder anders. Die Angst vor erzwungenen Absagen gehört untrennbar zur Geschichte der Olympischen Spiele. Sie gehören zum Geschäftsrisiko des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das die Spiele als Franchise-Unternehmen vermarktet und damit im aktuellen Olympiazyklus (2017 bis 2020) mehr als sechs Milliarden Dollar umsetzt.

Einen Teil dieser Summe, schätzungsweise eine Dreiviertel Milliarde Dollar, deckt das IOC über Ausfallversicherungen mit verschiedenen Versicherungskonzernen ab, darunter die Münchner Rück. Die Allianz, von 2021 bis 2028 neuer und damit 15. TOP-Sponsor des IOC, zählt noch nicht dazu. Über Details der Versicherungspakete herrscht Stillschweigen, insofern weiß auch niemand, ob eine Pandemie tatsächlich versichert ist. Für Tokio dürfte das IOC etwa 20 Millionen Dollar für die Ausfallpolicen zahlen, die in den Geschäftsberichten unter Insurance Premium for Games Cancellation geführt werden. Für 2012 (London) kostete das Paket 13,5 Millionen Dollar – für 2016 (Rio) zahlte das IOC 14,4 Millionen.

Das IOC ist für den schlimmsten Fall mit seinen Versicherungen und Rücklagen gewappnet. Das Risiko für Tokio, wo weit mehr als 20 Milliarden Dollar investiert wurden, ist viel größer.

Was derzeit in zahlreichen Medien oft als „Notfall-Fond“ des IOC bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit viel mehr, es ist das Herzstück des Olympiakonzerns: Die Olympic Foundation, eine 1992 gegründete Stiftung nach Schweizer Recht, in der alle Geschäftsaktivitäten und Firmen der IOC-Gruppe gebündelt sind. Stiftungsrat ist IOC-Präsident Thomas Bach. Zu den Stiftungszielen der Olympic Foundation zählt es ausdrücklich, das Risiko des Ausfalls einer Edition der Spiele zu überstehen. 

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WADA suspendiert das Land, das vier Jahre nicht Russland genannt werden soll

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Die Entscheidung fiel schneller als erwartet. Und sie fiel angeblich einstimmig vor wenigen Minuten im Royal Savoy Hotel zu Lausanne, wo das Exekutivkomitee der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) tagte.

Russland wird für vier Jahre gesperrt. So die Headline. Nun warten wir mal auf die Details.

Linda Helleland schrieb schon auf Twitter:

„I wanted sanctions that can not be watered-down. I am afraid this is not enough. We owe it to the clean athletes to implement the sanctions as strong as possible.“

Ein live-Blog des Tages.

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Thomas Bach, Fleisch gewordene Interessenkonflikte und ‚the innocent new generation of clean Russian athletes‘

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Wenn du glaubst, es geht nicht schlimmer, kommt Thomas Bach mit einem weiteren seiner dubiosen Olympic Summits daher.

Eine hintergründige Einstimmung auf die Entscheidung des WADA-Exekutivkomittes am Montag in der Russland-Frage.

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Was vom Tage übrig bleibt (105): werteorientierter olympischer Altruismus

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Ein Twitter-Thread, nur Fakten und einige Bilder. Ließe sich selbstverständlich beliebig verlängern. Bleibt auch das Top-Thema in diesem Theater, keine Sorge.

Manchmal sind derlei bebilderte Fakten die beste Reaktion auf diese unverfroren-charakterlose IOC-Propaganda.

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Paradoxon Olympia 2032: Berlin ist draußen, NRW ist ein Kandidat, ohne zum Kandidaten gekürt worden zu sein.

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Wer die Diskussion um die Olympischen Sommerspiele 2032 und einen Kandidaten Nordrhein-Westfalen verstehen will, muss umdenken und sollte die Chronik der Olympiavergaben seit 1991 studieren. Wir sind es gewöhnt, Olympiabewerbungen in jenen Kategorien und unter jenen Regeln zu betrachten, die das IOC Anfang der 1990er Jahre festgezurrt hatte. Viele dieser Grundsätze gelten aber nicht mehr.

Insofern ist NRW im Grunde schon ein Olympia-Kandidat, schlicht und einfach, weil sich dort ein Ministerpräsident (Armin Laschet/CDU), ein vorzüglich vernetzter Sportvermarkter (Michael Mronz/FDP) und 14 OberbürgermeisterInnen committed haben, wie es auf Neudeutsch heißt. Anfang des Jahres machten Laschet, Mronz und Veronika Rücker, die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), dem IOC-Präsidenten Thomas Bach (FDP) in Lausanne ihre Aufwartung. Seitdem ist #NRW2032 quasi im Rennen, obwohl es noch keinen Grundsatzbeschluss des DOSB gegeben hat, der gemäß IOC-Grundgesetz (Olympische Charta) allein über eine Bewerbung entscheidet. Obwohl es einen solchen Beschluss wohl frühestens 2021 geben wird.

Dann allerdings, danach sieht derzeit vieles aus, könnten die Sommerspiele 2032 schon vergeben sein.

Zu kompliziert?

Ich sage doch, was man bisher über Olympiabewerbungen kannte und zu wissen glaubte, kann man beinahe vergessen. Heute ist (fast) alles anders und das will ich in einem länglichen Beitrag ansatzweise erklären.

Wir alle müssen dabei umdenken und alte Kategorien streichen.

Am Beispiel NRW vs Berlin heißt das:

NRW ist ein Kandidat, ohne vom DOSB gekürt worden zu sein.

Berlin ist nichts, ohne vom DOSB dazu gekürt worden zu sein.

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The real costs of the Youth Olympic Games 2018 in Buenos Aires: 1,15 billion USD. At least.

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In October 2018, shortly before the opening party of the Youth Olympic Games in Buenos Aires, IOC president Thomas Bach claimed the budget of USD 200mio „will be about 40 percent less“ than expected.

The organizers told him so, said Bach.

40 percent less than USD 231mio?

This is the stunning story of the real costs of YOG 2018 in Argentina, investigated by a team of journalists. Tragically, their team leader Ernesto Rodríguez died on September 12, 2019, on a heart attack.

The team can prove real costs for YOG 2018 of more than USD 1.150.000.000 – based on thousands of documents and hundreds of contracts.

1,15 billion: mostly paid by public money in troubled Argentina.

And the investigation is ongoing. There will be more documents. The overall costs of the alleged sustainable Youth Olympic Games will be even higher.

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live aus Lausanne: Olympische Winterspiele 2026 in Mailand

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LAUSANNE. Es ist wieder einmal so weit. Sah im Herbst 2018, rund um die 133. IOC-Session in Buenos Aires, eher so aus, als sollte es zum Ende des Jahres keinen Olympiabewerber mehr geben. Ich hatte sogar eine Wette laufen mit Ser Miang Ng aus Singapur. Ser Miang hat allerdings gewonnen: Mit gewaltigen Anstrengungen ist es dem IOC gelungen, die Bewerbungen von Stockholm und Mailand bis zur heutigen Ziellinie zu schleppen.

Es wird also in knapp zwei Stunden gewählt auf der 134. Session hier im SwissTech Center zu Lausanne. Um 18 Uhr wird der Olympiasieger verkündet, wenig später unterschreiben sie den Host City Contract. Allerdings würde ich gern die nächste Wette eingehen … denn wer weiß, ob es in Italien oder Schweden nicht doch noch ein Referendum gibt, nach dem Olympia-Zuschlag. So wie das einst in Denver passiert ist, und die Winterspiele 1976 kurzfristig einen neuen Ausrichter suchten.

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