Author Jens Weinreich

Programmhinweis: wie das IOC olympische Fernsehrechte verkauft …

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… habe ich drüben auf Krautreporter.de skizziert.

Einen aktuellen Text zur Vergabe der europäischen olympischen TV-Rechte 2018-2024 an den Eurosport-Mutterkonzern Discovery Communications gab es auch auf Spiegel Online.

Viel mehr zur olympischen Vermarktung mit zahlreichen Statistiken, Diagrammen, Grafiken (die bald mal aktualisiert werden müssen) gibt es in diesem Büchlein, das hier im Shop zu erwerben ist:

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Was von der FIFA übrig bleibt (17. Juni 2015): Bundesanwalt Michael Lauber zu Ermittlungen #Russland2018 #Katar2022

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage aus dem olympischen Paralleluniversum. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

Gerade hat der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber in Bern eine Pressekonferenz gegeben. Die FIFA bzw. die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zu den WM-Vergaben an Russland und Katar waren nur ein Thema, wurden aber das Hauptthema. Die offizielle Summary seiner Aussagen:

Die vielleicht interessantesten Punkte:

Generell:

The Office of the Attorney General of Switzerland OAG has opened criminal proceedings against persons unknown on the grounds of suspicion of criminal mismanagement and of money launder- ing in connection with the allocation of the 2018 and 2022 Football World Cups. That was on 10th March 2015. The opening of the OAG’s investigation was based on information contained in the GARCIA report as well as on information taken from the mutual legal request from the US Depart- ment of Justice DOJ. Later on, we have also received suspicious activity reports from the Swiss Financial intelligence unit, the Money Laundering Reporting Office Switzerland MROS. I will come back to the last point later on.

Speziell:

  • The OAG has seized around 9 Tera- bytes of Data. So far, our investigative team obtained evidence concerning 104 banking relations; be aware that every banking relation represents several bank accounts.
  • We note positively that banks in Switzerland did fulfill their duties to file suspicious activity reports. Partly in addition to the 104 banking relations already known to the authorities, banks announced 53 suspicious banking relations via the Anti-Money-Laundering-Framework of Switzerland.
  • The procedure is huge and complex on many levels. I am well aware of that and will act accord- ingly. The risk of loss of evidence is obvious. Any kind of information on the ongoing investigation provided to the public can boost the danger of suppression of evidence. In this regard the OAG will not put at risk investigations neither in Switzerland nor abroad by any wrong acting or wrong communicating.
  • The prosecution is ongoing and will take time. It would not be professional to communicate at this mo- ment a detailed time table. The world of Football needs to be patient. By its nature, this investiga- tion will take more than the legendary 90 minutes.

Paul Kelso
@pkelso
June 17, 2015

Lauber on difference between his investigation and Michael Garcia’s: „I have coercive powers and I am independent“

Es wird Monate, eher Jahre dauern. Ich empfehle weiterhin, nicht sonderlich große Erwartungen zu hegen. Denn natürlich lagern die Beweise über WM-Korruption von Russland und Katar nicht auf FIFA-Festplatten, da muss schon anderswo gesucht werden.

Jens Weinreich
@jensweinreich
June 17, 2015

Ob die Schweizer Bundesanwaltschaft endlich auch mal diese Konten untersucht? https://t.co/eb2aHOotFg #FIFAcorruption

Gerade jetzt, wichtiger denn je:

* * *

Werbepause: Diese Branche braucht mehr Aufklärung und eine kontinuierliche analytische Berichterstattung, Begleitung vor Ort, diese Branche braucht Recherche, Dechriffierung von Propaganda – und Du und Sie können dazu beitragen, aktiv werden, Leute, nicht nur passiv konsumieren, Journalismus kostet Geld:

  • Das FIFA-Ebook wird Top, das sage ich ziemlich überzeugt. Es wird ein feiner Führer durch den FIFA-Sumpf, wie es ihn so noch nicht gegeben hat. Es hat sich einiges getan, auch bei meinen Recherchen. Stay tuned. Auf ein paar Tage mehr kommt es jetzt nicht mehr an. Vielleicht werde ich es sogar umbenennen oder biete verschiedene Cover und Titel an.

2022

Die erste Version wird es in wenigen Wochen geben, hoffentlich mit Knalleffekt. Danach folgt jeden Monat eine Aktualisierung und Erweiterung bis nach der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten im Dezember.

Kaufen, auch im Bundle mit dem IOC-Ebook „Macht, Moneten, Marionetten“, ggf auch Anzeigen buchen oder das Special für Vorträge und Seminare wahrnehmen.

Nur so lässt sich diese Berichterstattung weiter betreiben – sehr gern auch live wie hunderte Male in den vergangenen Jahren, nicht nur gerade wieder aus Lausanne und Zürich.

Nach der Buchung bitte schnell in die Wahlkabine und über den neuen FIFA-Präsidenten entscheiden!

* * *

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Was von der FIFA übrig bleibt (16. Juni 2015): der Deal mit Chuck Blazer, John Oliver vs Jack Warner und andere Köstlichkeiten, Berichte von WADA und NADA

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage aus dem olympischen Paralleluniversum. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

1) Natürlich wieder ein netter Zusammenschnitt von extra 3, allerdings mit einem grundsätzlichen Fehler: Der Sepp ist längst noch nicht weg. Er treibt weiter im Home of FIFA sein Unwesen.

2) John Oliver hat im Gefecht mit Jack Warner, der ihn als comedian fool bezeichnete, ebenfalls nachgelegt:

Und nun wieder eine Menge Stoff zum Selbststudium.

3) Auf Antrag mehrerer Medien hat U.S. Distriktrichter Raymond Dearie angeordnet, den Deal zu veröffentlichen, den die heutige US-Justizministerin Loretta Lynch im November 2013 mit dem FIFA- und CONCACAF-Kriminellen Chuck Blazer geschlossen hat. Dass Blazer seit 2011 mit FBI und IRS kooperierte, wurde seit 2011 vielfach berichtet. Seit einem halben Jahr, seit jener Enthüllung der New York Daily News, weiß man darüber mehr und zum Beispiel auch, dass Blazer (nicht nur) während der Olympischen Spiele 2012 in London als Undercover-Agent (geiles Wort, angesichts seiner Leibesfülle) mit verstecktem Mikro Gespräche aufzeichnete – und auf einige Dutzend Personen angesetzt war.

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Was vom Tage übrig bleibt (15. Juni 2015): Baku, OCCRP, CSM, Lord Coe, Nobel Peace Centre, Scheich Ahmad, FIFA

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Nochmal eine Summary, warum diese überflüssigen European Games nach Baku gekommen sind. Über Geldflüsse wird man wohl noch eine Weile reden müssen und vielleicht Dank des Organized Crime and Corruption Reporting Projects (OCCRP) auch einiges erfahren. Khadija Ismailowa ist ja leider gerade im Knast verhindert und kann ihre großartigen Recherchen nicht fortsetzen.

Ausrecherchiert scheint mir vorerst nur die Frage, ob Mehriban Alijewa und ihre zauberhaften Töchter Arzu und Leyla denselben plastischen Chirurgen beauftragen. Ich finde, Lippen, Nasen und einige andere Körperteile und Rundungen ähneln sich doch sehr. Das wird Aserbaidschans Botschafter gewiss anders sehen. Wer’s nicht glaubt, sollte selbst mal nach Fotos googeln.

arzu-leyla-mehriban

Die königliche Familie feiert irgendeinen Ringer. Foto: President of Azerbaijan, Press Office.

Aber nun wirklich zum Wichtigen. Einige der OCCRP-Kollegen von Khadija Ismailowa haben in den vergangenen Tagen diese Recherchen vorgelegt:

Derlei Themen interessieren die olympische Familie, die sich derzeit in Baku trifft und vergnügt Geschäfte macht, allerdings nicht so sehr. Aber was wissen wir schon, bestimmt haben Patrick Hickey (IOC, EOC), Thomas Bach (IOC, FDP), Scheich Ahmad Al-Sabah (IOC, ANOC, FIFA) und andere Würdenträger dem Alleinherrscher Ílham Alijew, seiner göttergleichen Kleptokraten-Gattin Mehriban, Präsidentin des Organisationskomitees, ihren unvergleichlich genialen Sprösslingen, die schon als Teenager Multimillionäre wurden, mal richtig die Meinung gegeigt und erzählt, wo es langgehen müsste in Sachen Pressefreiheit und Menschenrechte.

Ironie-Modus aus.

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Was vom Tage übrig bleibt (12. Juni 2015): FIFA, Interpol, European Games, Patrick Hickey und die Verantwortungslosigkeit des Sports

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KÖLN. Moin, moin. Flink einen neuen Eintrag erstellt, um den Irrsinn des Tages zu protokollieren. Heute werden die European Games in Baku eröffnet, wo sich der DOSB und ein halbes Hundert weitere europäische NOK vom schwer-korrupten Despoten Ílham Alijew aushalten lässt.

Würde ja gern wissen, ob der Baku-Propagandasender Sport1 tatsächlich, wie andere TV-Anstalten, nichts bezahlt hat für die Übertragungsrechte und stattdessen auf den Deal eingegangen ist, Werbeclips zu senden – so als sei die milliardenschwere bizarre Veranstaltung nicht ohnehin schon ein einziger Werbeclip des Alijew-Clans.

Habe mehrfach gefragt.

Jens Weinreich
@jensweinreich
June 10, 2015

Was hat @sport1 für die Propaganda-Rechte an den European Games #Baku2015 bezahlt? Oder umsonst bekommen + muss dafür Alijew-Werbung machen?

Keine Antwort.

Bei einem Medientag von DOSB und Sport1 vor einigen Wochen war es wieder die Diktatur-affine Fechterin Britta Heidemann, im vergangenen Jahr noch alberne TV-Praktikantin der ARD bei der Fußball-WM, die die richtigen Worte finden sollte, um die Schande Baku zu entschuldigen. Heidemann, schon verbissene Verteidigerin von Peking 2008, hat Erfahrung darin. Andere Sportler sollen lieber schweigen, so sehen es die in diesem Punkt gestrengen Regeln des EOC (und damit auch des DOSB) vor.

The infringement of these Guidelines can cause the withdrawal of the accreditation.“

Darüber, ob und was Sportler sagen dürfen wollen sollen können und gesagt und geäußert gewollt haben können, wurde oft debattiert.

Derlei Guidelines gibt es ja bei allen Großveranstaltungen. Erinnern wir uns an Sotschi, wo Athleten nicht einmal Trauerflor gestattet war. Dafür sorgte der gestrenge Herr IOC-Bach, der das hinterher aber natürlich anders darstellte und später in Norwegen um Versöhnung bemüht war.

Eigentlich müssten die Sportler in Baku in Ganzkörper-Trauerflor antreten.

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Diese Branche braucht mehr Aufklärung und eine kontinuierliche analytische Berichterstattung, Begleitung vor Ort, diese Branche braucht Recherche, Dechriffierung von Propaganda – und Du und Sie können dazu beitragen, aktiv werden, Leute, nicht nur passiv konsumieren, Journalismus kostet Geld:

  • Das FIFA-Ebook wird Top, das sage ich ziemlich überzeugt. Es wird ein feiner Führer durch den FIFA-Sumpf, wie es ihn so noch nicht gegeben hat. Es hat sich einiges getan, auch bei meinen Recherchen. Stay tuned. Auf ein paar Tage mehr kommt es jetzt nicht mehr an. Vielleicht werde ich es sogar umbenennen oder biete verschiedene Cover und Titel an.

2022

Die erste Version wird es in wenigen Wochen geben, hoffentlich mit Knalleffekt. Danach folgt jeden Monat eine Aktualisierung und Erweiterung bis nach der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten im Dezember.

Kaufen, auch im Bundle mit dem IOC-Ebook „Macht, Moneten, Marionetten“, ggf auch Anzeigen buchen oder das Special für Vorträge und Seminare wahrnehmen.

Nur so lässt sich diese Berichterstattung weiter betreiben – sehr gern auch live wie so oft in den vergangenen Wochen, nicht nur gestern aus Lausanne.

Nach der Buchung bitte schnell in die Wahlkabine und über den neuen FIFA-Präsidenten entscheiden!

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Der Sportschurkenstaat Katar will Theo Zwanziger verklagen #FIFAcorruption

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What’s next? So habe ich vorhin nach einem weiteren irren Tag im olympischen Panoptikum gefragt.

What’s next?

Auch heute gibt es die bizarrsten Meldungen und absurdesten Entwicklungen.

Joseph Blatter, zum Beispiel, hat der Forderung des EU-Parlaments, er möge sofort zurücktreten, tapfer widerstanden. Bisher. Aber nicht mehr lange. Bis zur Sondersitzung des Exekutivkomitees, die vor zwei Minuten auf den 20. Juli 2015 terminiert wurde, könnten er und andere erledigt sein.

Viel lustiger scheint mir doch nun die Ankündigung von Katar, Theo Zwanziger zu verklagen. Es geht um den Begriff „Krebsgeschwür des Weltfußballs“. Vielleicht hätte er sagen sollen: des Weltsports?

Tim Röhn
@Tim_Roehn
June 11, 2015

Mögliche Strafe für #Zwanziger: eine Woche Sklave sein in #Katar. #FIFA #WM 2022

Dazu gibt es eine Stellungnahme der Botschaft von Katar (via Tim Röhn)

Katar und katarischer Fußballverband gehen juristisch gegen Theo Zwanziger vor
Begriff „Krebsgeschwür“ nicht durch Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt

Der Staat Katar und der katarische Fußballverband haben sich mit juristischen Schritten dagegen gewehrt, als „Krebsgeschwür des Weltfußballs“ beleidigt zu werden. Der Begriff wurde permanent öffentlich vom ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußballbunds (DFB), Theo Zwanziger, gegen Katar und seinen Fußballverband verwendet…

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Was vom Tage übrig bleibt (11. Juni 2015): Guardian darf nicht über die European Games berichten, EU-Parlament fordert Blatters Rücktritt, FIFA-Ebook

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Es muss schnell gehen, bin gleich wieder unterwegs. Der ganze Irrsinn der olympischen Welt spiegelt sich im gestrigen Blog-Eintrag, was für ein Wahnsinn, wie verlogen. Und es geht heute munter weiter. Die Schergen des Ílham Alijew scheuen sich nicht, den Guardian von der Berichterstattung der European Games auszuschließen.

Wird das EOC protestieren? Das IOC? Scheich Ahmad? Thomas Bach? Patrick Hickey? Der Weltverband der Sportjournalisten AIPS? Der DOSB?

Selbst wenn, wie glaubhaft wäre das? Alijew hätte nie diese Spiele bekommen dürfen. Er hat letztlich sämtliche Teilnehmer der Sause gekauft.

Jens Weinreich
@jensweinreich
June 11, 2015

Olympic reality: Azerbaijan bans Guardian from reporting on Baku EuropeanGames http://t.co/zUZagBrR8G What’s now, propaganda team @Team_JTA?

Welchen Unsinn tischen uns die olympischen Propagandisten – von DOSB über den Baku-Sender Sport1, Jon Tibbs (JTA) und andere Alijew-Knechte – noch auf?

What’s next?

Wer es noch nicht gelesen hat gestern Abend, unbedingt das Statement der Botschaft von Aserbaidschan in Deutschland studieren.

Bizarr.

Und nun zur FIFA.

Jens Weinreich
@jensweinreich
June 11, 2015

#FIFAcorruption EU Parliament calls for interim president http://t.co/8wtlt23nV5 2018/2022 World Cup decisions invalid if corruption proven

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live aus Lausanne: Olympia 2022, Baku 2015, koffertragende Prinzen, der DFB-Brief und andere Merkwürdigkeiten #FIFA

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Aktuelles zuerst:

LAUSANNE. 7.58 Uhr: Prinz Frederik bringt gerade seine Koffer zum Concierge. Ja, er bringt sie selbst. Darauf besteht er, obwohl er zwei Bodyguards dabei hat. Pál Schmitt, gewesener ungarischer Staatspräsident, wegen seiner abgeschriebenen Doktorarbeit aus dem Amt gejagt, kommt vom Frühstück. Walter Gagg, Sepp Blatters treuer Diener, der hier auf Issa Hayatou aufpasst und ihm zur Seite steht, schlürft verschwitzt vom Gym durch die Lobby zum Fahrstuhl. WADA-Präsident Sir Craig Reedie spaziert entspannt umher, als hätte er keine Sorgen. Ein alter Fahrensmann von Horst Dassler aus der ISL-Crew eilt mit seinen neuen Geschäftspartnern aus Kasachstan zum Showroom des Olympiabewerbers 2022. Chef dieser Almaty-Combo ist übrigens ein guter alter Bekannter, ein treuer Diener des Scheichs Al-Sabah, der gelegentlich den Bodyguard spielt – einer der Scheich-Trottel, die mich vor zwei Jahren in Buenos Aires unsanft abführten und die Kamera entwendeten.

Hoppla, wo bin ich hier?

Natürlich im Lausanne Palace.

Zweiter Tag des IOC-Seminars zu den Winterspielen 2022. Was ich heute und überhaupt sammle, wird in künftigen Beiträgen verwoben. Die Lobby füllt sich. Mal schauen, was geht.

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Werbepause: Ebooks kaufen, Vorträge/Seminare buchen, Werbung schalten, Recherchejournalismus finanzieren:

bookshop

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8.56 Uhr: Pekings Bürgermeister ist da. Thomas Bach mit zwei Blackberries und seiner Entourage – Protokollchefin, Propagandachef, Fotograf, langjährige treue Sekretärin, extra wieder aus dem schönen Taubertal angereist, und die Direktorin Bid City Relations -, es kann also losgehen.

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live aus Lausanne: IOC-Seminar zur Olympiabewerbung 2022

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Einweihung des für viele Millionen aufgehübschten ANOC-Hauptqartiers im Herzen Lausannes am Montag

Einweihung des für viele Millionen aufgehübschten ANOC-Hauptquartiers im Herzen Lausannes am Montag

LAUSANNE. Moin Moin. Habe den Besuch bei der Gartenparty des Scheichs gut überstanden. Keine Festsetzung diesmal, musste nur einen kurzen Wortwechsel mit des Scheichens rechter Hand Husain Al-Musallam ertragen und den dämlichen Hinweis einer Olympia-Lobbyistin und Scheich-Geschäftspartnerin von JTA, ich solle mich den Regeln unterordnen. Habe ihr was erzählt. Sie soll sich um ihre Despoten-Klientel kümmern (Alijew, Berdimuhamedow et al) und mich bitte meinen Job machen lassen.

Heute gibt es den ganzen Tag über etwas ausführlichere Notizen vom IOC-Seminar zur Olympiabewerbung 2022 zwischen Peking und Almaty, die Ende Juli auf der Session in Kuala Lumpur entschieden wird. Beziehe gleich im Olympischen Museum Quartier. War dort seit dem Umbau nicht mehr, bin gespannt. Die FIFA-Entwicklungen werden hier mit bedacht. Joseph Blatter hat sich ordnungsgemäß abgemeldet von dieser Veranstaltung. Er hat wichtigeres zu tun – und IOC-Boss Thomas Bach hat Verständnis dafür.

Viele IOC-Mitglieder und Weltverbandspräsidenten ziehen von Lausanne gleich weiter zu den ersten European Games, die am Freitag beim Diktator Ílham Alijew in Baku eröffnet werden. Zu diesen Europaspielen habe ich mich im April mal ausführlicher auf Krautreporter.de geäußert:

Das ist das Programm für das IOC-Völkchen heute:

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live aus Lausanne: das IOC und das FIFA-Beben, Olympia 2022 ff.

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Der Olympische Geist wird in der unabhängigen und stolzen Atmosphäre, die man in Lausanne atmet, den Freiheitsgaranten finden, den er auf seinem Vormarsch bedarf.“

Pierre de Coubertin am 10. April 1915 anlässlich der Ansiedlung des IOC in Lausanne

LAUSANNE. Melde mich aus der Capitale Olympique. Seit gestern wieder auf olympischen Pfaden, die sich aber weitgehend mit den FIFA-Pfaden decken. Es bleibt unfassbar spannend. Werde bis Mittwochabend während der Events hier ein wenig bloggen, Notizen, Fotos, Links – das Übliche. Und wenn der Scheich mich lässt, dann gibt’s auch eine Fortsetzung der Gartenparty-Bilderbogen. Werde mich öfter mal auf SpOn melden in dieser Woche.

Seinen völlig durchdrehenden Kritiker Marius Vizer hat IOC-Präsident Thomas Bach inzwischen erledigt. Noch nie hat sich jemand im olympischen Bereich, der so viel aufgebaut hatte, dermaßen dämlich angestellt wie Vizer und in so kurzer Zeit fast alles verloren. SportAccord ist erledigt. Und die Präsidentschaft im Judo-Weltverband wird der rumänische Österreicher auch nicht mehr lange halten können. Ich hatte vor zwei Wochen endlich mal eine Vizer-Bach-Geschichte machen wollen, da kam dann die FIFA dazwischen. Kümmere mich jetzt nochmal drum. Unbedingt diesen Text lesen zur FIFA bzw zum Blatter-Heldenepos „United Passion“:

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