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kriminalität

Versionen der großen Geschichte. Recherchen vieler Leben.

Vorsicht, es sind knapp vier Stunden (inklusive Pipi-Pause) zur FIFA und zur WM in Katar. Stammgäste in diesem Theater können leichter folgen als die normale Zuseherschaft des wunderbaren politischen Talkformats Jung & Naiv:

Keine Angst, Tilo und ich streiten uns nicht, wir spielen nur. Es hat Spaß gemacht. Man kann es immer besser machen.

Es ist verrückt, auf dem Weg ins Studio befürchtete ich, kaum etwas rauszubekommen. Habe in den vergangenen Wochen nur gelesen und geschaut, all die Dokumentationen und Dokumente und Bücher. So viele Erinnerungen aus einem Vierteljahrhundert FIFA-Recherche, mittlerweile sind auch schon 19 Jahre seit meiner ersten Reise nach Katar vergangenen, als ich gemeinsam mit dem damaligen FIFA-Exekutivkomitee bei Mohamed Bin Hammam zu Gast war – mit Franz, mit Don Julio, mit Michel, Mit Sepp, Chuck, Jack the Ripper, mit Tricky Ricki und all den anderen Kameraden und Ganoven. Jedenfalls: So vieles schon vergessen. So viele wunderbare Episoden und Zitate, so viele Sachverhalte, manche Namen. Gleichzeitig kamen so viele Erinnerungen hoch, irre.

Es wurden knapp vier Stunden. Und als ich nach Hause fuhr, wurde mir klar, ich hätte acht weitere Stunden erzählen können, dabei aber ganz andere Geschichten bzw die große Geschichte in anderen Worten.

Gleichzeitig wurde mir einmal mehr klar in den vergangenen Wochen beim Graben im Archiv und im Gedächtnis, beim Trainieren der Synapsen: Die ganz große Geschichte ist zu viel für einen einzelnen.