[ Category journalismus]

Was vom Tage übrig bleibt (99): UEFA-Krönung von Ceferin, weitere Millionen für Beckenbauer

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Er hat es wenigstens versucht:

Natürlich wollte mir Aleksander Ceferin, der gleich neuer UEFA-Präsident wird, vergangene Woche in Kopenhagen nicht so einen Aufsager machen wie Michael van Praag. Auch das unterscheidet die beiden.

Der 12. Außerordentliche UEFA-Kongress, der Wahlkongress, hat soeben in einem Resort nahe der griechischen Hauptstadt Athen begonnen – mit einer Rede des wegen korruptionsverdächtiger Millionenzahlungen gesperrten ehemaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini.

Unfassbar.

Dies wird ein kleines live-Blog, den UEFA-Kongress, gerade wird die Anwesenheit der 55 Nationen überprüft, verfolge ich im Internet und in ständigem Austausch mit meinen Vögelchen dort unten in Griechenland. Muss mich gerade um wichtigere fußballerische Belange kümmern – um das deutsche Ehrenamt zum Beispiel, das Sommermärchen-Team des SPIEGEL meldet sich mit einer kleinen Enthüllung, die Schlagzeilen macht:

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CAS bestätigt die Suspendierung Russlands für die Paralympics

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CAS Media Release: RPC ./. IPC

„CAS dismisses the appeal filed by the Russian Paralympic Committee“

Ab heute wird sich der Druck des IOC-Imperiums von Thomas Bach auf das Internationale Paralympische Komitee (IPC) und dessen Präsidenten Sir Phil Craven wieder verstärken. Denn der Weltsportgerichtshof CAS hat die Entscheidung des IPC bestätigt, das russische paralympische Komitee zu sperren und damit von den Paralympics im September in Rio auszuschließen.

Nun sollte man den CAS nicht überschätzen, im Grunde bleibe ich bei meiner Haltung, dass der CAS jederzeit Entscheidungen fällen kann, die von der IOC-Führung erwünscht sind. Hier aber wurde die Haltung des IPC gestärkt. Das ist, natürlich, eine Ohrfeige für die Whistleblower-Feinde und Putin-Freunde und Vasallen um IOC-Präsident Thomas Bach (FDP).

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live aus Rio (8): Gold für Russland und den IJF-Ehrenpräsidenten Wladimir Putin #Stepanowa

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IJF-Präsident Marius Vizer und sein Ehrenpräsident Wladimir Putin während der Judo-Wettbewerbe in London. Am ersten Tag der Spiele von Rio holt Russland Gold im Judo. (Foto: President of Russia)

IJF-Präsident Marius Vizer und sein Ehrenpräsident Wladimir Putin während der Judo-Wettbewerbe in London. Am ersten Tag der Spiele von Rio holt Russland Gold im Judo. (Foto: President of Russia)

BARRA DA TIJUCA. Moin, moin. Ist spät heute. Allerlei Vorbereitungen mussten getroffen werden, damit hier in den kommenden Tagen feine Geschichten stehen. Wollte eigentlich heute Abend Phelps Watching betreiben, aber das hat sich wegen eines interessanteren Termins gerade zerschlagen. Stay tuned.

Einige Fundstücke.

Owen Gibson schreibt im Guardian, das International Paralympic Committee (IPC) wolle Russland von den Paralympischen Spielen in September ausschließen:

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live aus Rio (6), die Nacht der Schande: 271 russische Sportler bei Olympia – aber die Heldin Stepanowa bleibt ausgeschlossen

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We admitted not everything is in order maybe in Russian sport, but this is our internal problem.

And we really don’t like when somebody else sticks their nose into our business.

Alexander Popow, Russland, IOC-Mitglied

Foto: President of Russia

Foto: President of Russia

BARRA DA TIJUCA. In diesen Minuten putzen sich das IOC, die Olympia-Organisatoren, die olympischen Weltverbandspräsidenten, die wichtigsten Vertreter der mehr als NOK zum President’s Dinner von Thomas Bach heraus.

Es ist eine Nacht der Schande.

Die Folgen dieser schmählichen Entscheidung sind nicht abzuschätzen. Eines der dunkelsten Kapitel in der olympischen Geschichte. Vor zwei Wochen hatte ich in einem Interview 250 russische Sportler in Rio getippt. Später nochmal 250 bis 300. Nun, es sind 271 geworden, teilte das IOC soeben mit.

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live aus Rio (5): Der die Fahne trägt, IOC-Wahlen & more

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BARRA DA TIJUCA. Die volle Dröhnung Olympia-Folklore heute. Verkündung des deutschen Fahnenträgers für die Eröffnungsfeier am Freitag. Stets ein staatstragender Akt. Diesmal mit einem ausgeklügelten Wahlmodus verbunden.

Danach wieder IOC, Termin mit Thomas Bach, eventuell WADA. All that jazz.

Robert Harting wird es nicht sein. Der ist noch in Deutschland. Und stand nicht zur Wahl.

Eine nette Info habe ich gestern Abend noch bekommen: Habe ein Ticket mit Arbeitsplatz für die Eröffnung im Maracana – neben meinem Lieblingseröffnungsfeierpartner @Gertz68, der hier seit vielen Jahren als Herr G firmiert. Das wird ein Spaß – live-Blog aus der Arena ist also garantiert.

9.04 Uhr: Alfons Hörmann ist gerade eingeflogen.

Er kommt aus der stark deutschen Wahrnehmung der medialen Darstellung, sagt er. Will uns ein paar grundsätzliche Gedanken darstellen. Er will den deutschen Weg hinter dem Fahnenträger skizzieren.

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Olympia im Blog, die Paywall und Recherchejournalismus

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NOCH ÜBER DEN BRASILIANISCHEN WOLKEN. So, liebe Leute, auf geht’s. Nach zwei Tagen in der Luft, von einem Kontinent zum alten Kontinent und dann zum neuen Kontinent, melde ich mich ab Montagabend aus Rio de Janeiro. Drei Wochen lang, täglich mit einem live-Blog, dazu mit etlichen einzelnen Beiträgen – so wie 2008 aus Peking und 2012 aus London und von vielen anderen Anlässen auf allen Kontinenten. Mit mehr als einem Dutzend ausführlichen Texten und live-Blogs zu schrägen Anlässen (McLaren-Bericht, IOC-Entscheidungen etc) ist die Rio-Reise im Blog in den vergangenen Wochen vorbereitet worden.

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Rio de Janeiro’s Olympic Gamble

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Juliana Barbassa hat ein großartiges Buch über die Cidade Maravilhosa, über Rio de Janeiro, über das brasilianische Leben, über Transformationsprozesse, über Versprechen und Realität, Schein und Sein und darüber geschrieben, was Mega-Events für eine Stadt, für ein Land und seine Bürger bedeuten: „Dancing with the Devil in the City of God – Rio de Janeiro and the Olympic Dream“. Sie schreibt hier über unerfüllte Versprechen und unvergleichliche Krisen – unmittelbar vor den Spielen der XXXI. Olympiade, die kommenden Mittwoch mit den ersten Vorrundenspielen im Fußball beginnen und am 5. August offiziell eröffnet werden, in einem Olympiastadion, das noch immer den Namen eines der größten Ganoven der olympischen Geschichte trägt: João Havelange.

When International Olympic Committee president Jacques Rogge held up the envelope with the five rings and pulled out the name of the host city for the 2016 Olympic Games, Rio de Janeiro residents exploded into celebration: fireworks and confetti lit up the sky, and thousands wearing yellow and green, Brazil’s national colors, danced along Copacabana Beach.

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Strategiepapier „DOSB 2020“, die neue deutsche Olympiabewerbung und das Einheitsprinzip „von Klarheit und Wahrheit“

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Lassen wir einen Augenblick lang Putin Putin sein und reden über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Dessen tollpatschiger Präsident Alfons Hörmann macht in der Russland-Frage erwartungsgemäß auch keine gute Figur, weil er wieder nur auf der von seinem großen IOC-Vorbild Thomas Bach ausgelösten Welle surft. Der DOSB hat neben Hörmann mindestens einen weiteren glühenden Verehrer des IOC-Präsidenten, und dieser heißt Michael Vesper, bekleidet das Amt des Vorstandsvorsitzenden und ist während der Sommerspiele in Rio erneut Chef de Mission des deutschen Olympiateams. An die konsequent suboptimale Performance von Hörmann und Vesper hat sich „Sportdeutschland“ (DOSB-Slogan) längst gewöhnt, bei zwei am Bürgerwillen gescheiterten Olympia­bewerbungen (2022, 2024) war das wunderbar zu bestaunen – Vesper hat in verschiedenen Funktionen zusätzlich die gescheiterten Bewerbungen 2012 und 2018 mit zu verantworten.

Von Vesper hört man derzeit nicht so viel, das wird sich mit den in Rio de Janeiro anstehenden täglichen DOSB-Pressekonferenzen (jeweils 14 Uhr MESZ) und den üblichen Wasserstandsmeldungen zum Stand der Medaillen ändern. In einem deutschlandweit agierenden Radiosender, in dem Vesper eine Art Stammplatz- und Sendegarantie genießt, durfte er kürzlich eine gute halbe Stunde ungebremst darüber fabulieren, dass Rio de Janeiro bestens auf die Olympischen Spiele vorbereitet sei. …

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The story behind the story of Russia, Doping, WADA and the IOC

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Meine Kollegen Martha Kelner und Nick Harris haben im Juli 2013 in der „Mail on Sunday“ erstmals über die großflächige russische Doping-Verschwörung berichtet. Sie hatten die Aussagen von einem Dutzend russischer Whistleblower zusammen getragen. Doch bis zur ersten ARD-Dokumentation im Dezember 2014 passierte: nichts. IAAF? Totenstille. WADA? Totenstille. IOC? Büro-Mikado. Ich hatte eigentlich vor, die Geschichte dieser Enthüllung selbst aufzuschreiben, nun ist mir Nick zuvor gekommen, umso besser. Hier sein Beitrag:

Mail on Sunday, Juli 2013

Mail on Sunday, Juli 2013

The International Olympic Committee (IOC) was aware Russia ran a state-sponsored doping programme in which the head of that nation’s WADA-accredited lab was a central figure as long ago as the first week of July 2013.

I know this because I told them.

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The IOC, the olympic family and the absolutely impeccable reputation of KGB/FSB agents

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vlad-vitaly

KGB agents: Vladimir Putin and IOC honorary member Vitaly Smirnov – chair of a new „anti-doping commission“ and architect of the Soviet sports empire  (Photo: President of Russia)

There are still astonishing deep links at the heart of the Olympic movement, the International Olympic Committee (IOC) and the secret services of the Soviet Union (KGB) and Russia (FSB). Even senior IOC members have told me repeatedly: the answers to many thrilling Olympic questions will be found in the Lubyanka archives. Additionally my Russian friends are telling me: it is all in the KGB files.

Will we ever get to know?

Recently we heard a lot about the major role of the Russian Federal Security Service (FSB) in the state-orchestrated doping scheme. According to Richard McLaren’s stunning report, the FSB agents responsible for the state-sponsored doping conspiracy were called „the magicians“.

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