[ Tag vielfältige lebenssachverhalte]

Thomas Bachs vielfältige Lebenssachverhalte (XIV): sein Vertrag mit MAN Ferrostaal

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Lektüre, liebe Freunde, Lektüre.

Den gesamten Text gibt es drüben bei den Kollegen von Correctiv:

Hier der nächste sogenannte Beratervertrag des deutschen FDP-Mannes an der IOC-Spitze. Anschließend, am Freitagvormittag, einige nicht ganz unwichtige Ergänzungen zu unserem Stück, zur Propaganda des IOC und juristischen Merkwürdigkeiten.

(Vorsicht beim Kommentieren bitte, The Usual Suspects aus Lausanne und Charlottenburg gebärden sich gewohnt bissig.)

Ich habe dort oben hinter das geflügelte Wort vielfältige Lebenssachverhalte™ eine römische XIV in Klammern gesetzt, weil es, wenn ich richtig gezählt haben sollte, in der Tat schon der mindestens vierzehnte Text in diesem Theater ist, der sich in der Überschrift mit derlei Ausprägungen der olympischen Parallelgesellschaft beschäftigt.

Wer sich mal so richtig einlesen möchte, über die Suchfunktion rechts oben finden sich weitere Dutzend Texte zu den vielfältigen Lebenssachverhalten. Zum Beispiel:

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live aus Rio (10): Q & A aus dem Propagandazentrum der Bewegung

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BARRA DA TIJUCA. Der Nachtrag zuerst: So geht Propaganda © IOC. Und die Bach-Fanboys mischen munter mit, vor allem die bei den Öffentlich-Rechtlichen, aber auch anderswo unter dem Deckmäntelchen des total unparteiischen Journalismus:

Einige liebe Kollegen wie Martyn Ziegler (The Times/Sunday Times) haben das natürlich sofort erkannt, deshalb taucht ein Tweet von Martyn in den Screenshots auf.

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Thomas Bach: die vielfältigen Lebenssachverhalte des unpolitischsten deutschen IOC-Präsidenten

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Youth Olympic Games 2014 (Foto: IOC Media)

Youth Olympic Games 2014 (Foto: IOC Media)

Wer ist dieser Mann, der die bislang mutigste und wichtigste Whistleblowerin in der Geschichte des olympischen Sports nicht zu den Sommerspielen in Rio de Janeiro zulässt, weil Stepanowa, die ihr Leben aufs Spiel setzte, angeblich nicht „die ethischen Anforderungen“ erfülle, „um an den Olympischen Spielen teilzunehmen“?

Wer ist dieser Mann, der Entscheidungen organisiert, die in weiten Teilen des Planeten blankes Entsetzen auslösen? (Außer in Russland, China, Aserbaidschan, Turkmenistan, Weißrussland, Katar und anderen olympischen, spezialdemokratischen Mächten.)

Wer ist dieser Mann, der Wladimir Putins nachweislich totalkorrupten Propagandaspiele in Sotschi als großen Erfolg und als „Spiele der Athleten“ bezeichnete?

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Übersetzungshilfe zur Erklärung des IOC-Exekutivkomitees

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Dieser Beitrag enthält u.a. ein bislang unveröffentlichtes Dokument, das wegweisend für die Sperren russischer Athleten in Rio sein kann: Das Urteil das CAS vom Januar 2016, in dem der Einspruch des bulgarischen Gewichtheber-Verbandes gegen die Kollektivstrafe abgeschmettert wurde.

Handshake zwischen Bach und Putin beim "World Olympians Forum and WOA Genral Assembly"

Der unvergleichliche, freidemokratischste und unpolitischste IOC-Präsident der Welt, Thomas Bach, hat dem Planeten Erde gestern Nachmittag eine echte Denksportaufgabe erteilt. Die Erklärung des IOC-Exekutivkomitees, nach einer Telefonkonferenz am Tag nach Veröffentlichung des McLaren-Reports, ist ein Meisterwerk des Bach’schen Propaganda-Arsenals. Routinierte Verschleierungstaktik habe ich das in meinem ersten Kommentar auf Spiegel Online genannt: „Olympia-Ausschluss Russlands: da fließt noch viel Wasser den Bach runter“. Thomas Bach hat, so wie man das von ihm kennt und nicht anders erwartet, wieder einmal vielfältige Lebenssachverhalte kreiert.

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Und es sprach der Adlatus von IOC-Scheich und Thomas-Bach-Unterstützer Al-Sabah: „Ich scheiße auf sie!“

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Ein kleiner Nachtrag zur IOC-Session wurde gerade auf Spiegel Online veröffentlicht. Ich bin immer noch erstaunt, wie schnell mir unser Lieblingsscheich meine Kamera entwendete:

Bevor hier die üblichen Kommentare aufschlagen: Nö, ich will mich mit der Geschichte nicht zum Opfer aufschwingen. Nö. ich setze nicht einmal einen Link zu meinem Bookshop. Ja, ich bin schon ein großer Junge und kann mich, so gut es geht, selbst verteidigen (zumindest verbal, körperlich war ich jedem einzelnen der fünf Bodyguards, oder was auch immer das für Typen waren, klar unterlegen). Ich will schlicht und einfach nur erzählen, was passiert ist, wenige Stunden nachdem der Scheich-Al-Sabah-Zögling Thomas Bach zum IOC-Präsidenten gekürt worden ist. Weil ich finde, dass das dazugehört. Und weil ich deshalb in Buenos Aires war.

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Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse (III). UDIOCM sagt dem Sportausschuss ab

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Hoppala, und schon folgt der Nachtrag zu den vielfältigen Lebenssachverhalten.

Am Tag des Besuches beim Bundesinnenminister fand der deutsche IOC-Präsidentschaftskandidaten-noch-Favorit die Zeit, seinen Besuch am Montag bei der Sondersitzung (ausnahmsweise öffentlich, heißt es) des zahn- und meist auch willenlosen Sportausschusses des Bundestages abzusagen. Dort soll das Forschungsprojekt Doping besprochen werden.

Hier sein Schreiben an die DLV-Vizepräsidentin Dagmar Freitag (SPD):

Seite 1

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IOC-Countdown (13 Tage): Lebenssachverhalte im nationalen Interesse (II)

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Der deutsche IOC-Präsidentschaftskandidaten-noch-Favorit von der FDP war gestern zu Gast beim Hauptsponsor des deutschen Spitzensports – im Bundesinnenministerium.

Thomas Bach zu Besuch bei Sportminister Hans-Peter Friedrich

Zu Gast bei Freunden, Quelle: BMI

Ich weiß jetzt nicht wirklich, worüber die beiden Sportkameraden geredet haben. Offiziell wurde dies verkündet:

Bun­desin­nen­mi­nis­ter Dr. Hans-Pe­ter Fried­rich trifft DOSB-Prä­si­dent Dr. Tho­mas Bach

Bundesregierung unterstützt die Kandidatur von Herrn Dr. Bach als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees IOC

Am Dienstag, dem 27. August 2013, empfing Bundesinnenminister Dr. Friedrich den Präsidenten des DOSB, Dr. Thomas Bach, in Berlin. Bei dem Gespräch ging es vor allem um allgemeine sportpolitische Themen, insbesondere eine deutsche Olympiabewerbung sowie das Thema Anti-Doping-Politik.

Bundesminister Dr. Friedrich brachte nochmals die Unterstützung der Bundesregierung für die Kandidatur von Herrn Dr. Bach als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zum Ausdruck.

Wird es vor der Abreise des UDIOCM noch ein frisches Foto mit der Kanzlerin geben?

Eines meiner Lieblingsfotos von FDP-Sportchef Bach und CDU-Regierungschefin Merkel stammt von der Gründungsveranstaltung des DOSB im Mai 2006, und es gefällt mir vor allem, weil der scheidende IOC-Präsident Jacques Rogge da noch gesünder und kräftiger aussieht und die beiden so fein beobachtet.

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Vielfältige Lebenssachverhalte oder: eine Aneinanderreihung von Zufällen

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Bin auf der Rückreise von Lausanne nach Berlin. Werde später eine Bildergeschichte nachlegen, damit das zur schönen Tradition wird. Derweil kurz nur zwei Machwerke, die ich gestern gedichtet habe. Manches doppelt sich, manches stand hier schon. Aber man kann das Rad nicht täglich neu erfinden. Prozessberichterstattung ist das, andere meinen: es ist nur eine Aneinanderreihung von Gerüchten und Vermutungen. Sehe ich anders. Beide Texte entstanden VOR der Präsentation der Präsidentschaftskandidaten, die hinter verschlossenen Türen stattfand.

Übrigens: Die Programme der sechs Kandidaten gibt es tatsächlich weltweit nur hier. Komisch.

LAUSANNE. Gibt es sie doch, die olympischen Gespenster? Stimmt es tatsächlich, dass da jemand eine unheimliche Macht entwickelt und derzeit jeden wichtigen Wahlgang des Weltsports mitentscheidet? Oder ist alles nur Einbildung, eine zwangsläufig erscheinende Häufung von Zufällen, so als ob nichts auf der Welt auf Zusammenhängen beruht? Jedenfalls, wieder wurde am Donnerstag über einen Wahlsieger namens Scheich Ahmed Al-Sabah gesprochen. Scheich Ahmed hatte die Bewerbung von Buenos Aires für die Olympischen Jugendspiele 2018 unterstützt. Also wurde Buenos Aires von der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt. Und Ahmed eilte vor die Tür. Das macht er ein Dutzend Mal am Tag. Ahmed ist Kettenraucher.

[kraut project=“https://krautreporter.de/de/projects/94-macht-moneten-marionetten/“]„Ich habe nichts zu verbergen. Ich bin kein schlechter Kerl. Sie missverstehen mich“, sagt der Scheich. Zu viele böse Gerüchte wabern durch die olympische Welt. Zu viele Fakten von schmutzigen Wahlkämpfen vor allem in der asiatischen Sport-Diaspora sind bekannt. Und immer hat es mit dem kuwaitischen Sicherheitsminister Ahmed Al-Sabah zu tun, der auch mal OPEC-Präsident war, der dem IOC angehört, der die Weltvereinigung der nationalen Olympiakomitees (ANOC) und das asiatische Olympia-Council (OCA) führt. Ahmed ist ein Tausendsassa.

Die Liste seiner virtuellen Goldmedaillen in diesem Jahr: Anfang Mai die Entscheidung im schmutzigen Wahlkampf im asiatischen Fußballverband AFC. Scheich Ahmed, der übrigens auch mal Fußballnationaltrainer in Kuwait war, flog ein nach Kuala Lumpur und unterstützte den bahrainischen Scheich Salman. Also wurde Salman, nun ja, gewählt. Vier Wochen später in St. Petersburg: Scheich Ahmed unterstützte den Rumänen Marius Vizer bei der Wahl zum Präsidenten der Vereinigung aller Sport-Weltverbände (Sportaccord). Also wurde Judo-Weltverbandsboss Vizer, ein Freund von Wladimir Putin, auch Sportaccord-Chef. Und Ahmed nahm die Glückwünsche Dutzender Verbandspräsidenten und IOC-Mitglieder entgegen. Sein Adlatus Husein Al Musallam lobte sich selbst, dass er das, nun ja, Wahlergebnis, am Vortag exakt vorher gesagt hatte. Wenn der Scheich und seine Getreuen nicht schon so reich wären, sollten sie Lotto spielen.

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Don’t ask, don’t tell: Thomas Bachs Ghorfa, der Israel-Boykott, die FDP-Connection und die Bundesregierung

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screenshot www.ghorfa.de

Im letzten Sommer, anlässlich der Debatte um eine Schweigeminute für die Opfer des Münchner Terrors während der Eröffnungsfeier der Spiele in London, haben jw und ich einem unappetitlichen Thema schon einmal einige Zeilen gewidmet: Dem Israel-Boykott, den die Ghorfa unter der Präsidentschaft von Noch-IOC-Vizepräsident Thomas Bach für deutsche Exporte in die arabische Welt exekutiert.

[kraut project=“https://krautreporter.de/de/projects/94-macht-moneten-marionetten/“]Nun gibt es ein kleines, aber wichtiges Update. Die grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon hat dazu zwei Fragen an die Bundesregierung übermittelt und eine interessante Antwort aus dem Ministerium des liberalen Bach-Parteifreundes Philipp Rösler erhalten. Der Wirtschaftsminister hat gerade seinen ersten Israel-Besuch absolviert. Damit will der  Freidemokrat, laut stets aufmerksamer Springer-Presse in seinem Tross, „ein Zeichen“ setzen, „dass Deutschland Israel unterstützt“.

Im Umgang mit der Ghorfa folgt sein Haus offenbar anderen Grundsätzen: Da übernimmt man gern mal die Schirmherrschaft für diese oder jene Veranstaltung. Obwohl man den so genannten Legalisierungs-Service, aus dem der Verein Ghorfa unter seinem Präsidenten Thomas Bach einen Teil seiner Einkünfte generiert, für unzulässig hält. Im Ministeriumsdeutsch:

„Deutsche Handelsdokumente dürfen keine Boykott-Erklärungen in der Form negativer Ursprungserklärungen enthalten.“

Für die Berliner Zeitung habe ich dazu gestern knapp getextet:

* * *

Vor wenigen Tagen flatterte Viola von Cramon ein Antwortschreiben aus dem Bundesministerium für Wirtschaft auf den Tisch, das die sportpolitische Sprecherin der Grünen empörte:

Der Bundesregierung kann ja wohl kaum entgangen sein“, schimpft sie, „dass sich mit Thomas Bach ein Wirtschaftslobbyist mit zweifelhafter Reputation um die IOC-Präsidentschaft bewirbt.“

Das Problem aus Sicht der Grünen: Die Bundesregierung tut aber so.

Von Cramon hatte Fragen übermittelt zu einem der heikleren Posten des deutschen Sportchefs: Bach steht als Präsident auch der Ghorfa vor, einer Geschäftsanbahnungstruppe, die den arabischen Handelskammern untersteht. Der gemeinnützige Verein wirbt mit dem Slogan „Ihre Brücke in den arabischen Markt“ und organisiert Business-Gipfel für deutsche Unternehmer, zumeist mit den Golfmonarchien.

Wie hilfreich die Mittlerdienste für diverse Scheichs Bach im IOC sind, interessierte die Grünen-Abgeordnete weniger. Jedoch hält sie die olympische Thron-Rallye des Ghorfa-Präsidenten außenpolitisch für bedenklich. Noch immer nämlich profitiert der Bach-Verein von einer hoch umstrittenen Israel-feindlichen Praxis, von der so genannten Vorlegalisierung. Unternehmen, die in arabische Staaten exportieren, lassen sich bei der Ghorfa per Stempel bescheinigen, dass ihre Produkte keine Teile aus Israel enthalten. 2011 kassierte der Verein dafür 900.000 Euro, 43 Prozent seiner Einnahmen.

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Thomas Bach und die vielfältigen Lebenssachverhalte: der neunte IOC-Präsident kommt aus Deutschland …

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… wenn nichts erdrutschartiges dazwischen kommt bis zum 10. September 2013, wenn die IOC-Vollversammlung in Buenos Aires den Nachfolger von Jacques Rogge wählt.

Doch wann bebt schon mal die Erde im IOC.

Seit dem Olympischen Kongress 1981 in Baden-Baden, spätestens aber seit seiner IOC-Aufnahme in Birmingham 1991, weiß der denkende Teil der Welt, dass der Industrielobbyist Thomas Bach, UDIOCM, Schüler von Horst Dassler, FDP-Mitglied, Günstling von Juan Antonio Samaranch, Herrscher der Grauzone und Mann der vielfältigsten Lebenssachverhalte, IOC-Präsident werden will. Das wichtigste Amt des Weltsports soll es sein.

Seit Jahren zitiere ich einige IOC-Mitglieder wie René Fasel oder Gian-Franco Kasper, die früh aussprachen, was alle in der Szene wussten/wissen: Bach ist erster Kandidat auf den Thron und wird antreten.

Der Wettlauf um die so genannte News, wann er sich denn nun dazu bekennt, war nur Pseudo-Journalismus. Unerheblich, wichtiger sind die Hintergründe. Und über die wird in den kommenden Monaten ausführlich zu reden sein.

Die Frage des Tages lautet: Warum die Hektik? Warum so plötzlich und überhastet?

Zwei Antworten lauten zunächst:

1) Weil Bach unbedingt als erster in den Ring steigen und eventuell einem anderen Kandidaten zuvorkommen wollte. [So eine Art kleiner olympischer Schwanzvergleich.]

2) Weil Bach die IOC-Mitglieder informiert hat und fürchten musste, dass eins der Brieflein schnell öffentlich wird.

In dieser Minute beginnt in Frankfurt am Main, in der Zentrale des Deutschen Olympischen Einheitssportbundes DOSB eine Pressekonferenz mit Bach, um 13.45 Uhr findet eine internationale Telefonkonferenz statt.

Halt! Schrieb ich Pressekonferenz?

So ein Unsinn.

In der heute morgen, 8.32 Uhr (sic!), eilig verschickten DOSB-Mitteilung heißt es:

Einladung zum Statement des DOSB

DOSB-Präsident Thomas Bach und Generaldirektor Michael Vesper werden am heutigen Donnerstag um 12.30 Uhr im DOSB, Otto-Fleck-Schneise 12, in 60528 Frankfurt/Main ein Statement betreffend des Prozederes der Wahl eines neuen IOC-Präsidenten abgeben. Dazu laden wir Sie in die Räume 10 bis 12 (Erdgeschoss) ein.

Wie putzig:

… ein Statement betreffend des Prozederes der Wahl eines neuen IOC-Präsidenten abgeben …

Ich werde den Tag über an dem Thema arbeiten und live bloggen.

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Armstrong vs Telekom oder: der erschreckende Unterschied zwischen USADA und NADA

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Ich mache doch einen neuen Beitrag auf zum Thema, das hier bereits heftig diskutiert wird: Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaften zu den T-Mobile/Telekom-Dopern und ihren Dopingärzten von der Uniklinik Freiburg – kurz darauf dagegen die schlagzeilenträchtige Entscheidung der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA und das Resignieren von Lance Armstrong.

Ich habe heute Vormittag für Spiegel Online diesen Kommentar gedichtet:

Die United States Anti-Doping Agency (USADA) schreibt Sportgeschichte. Sie erkennt dem amerikanischen Doper Lance Armstrong sämtliche sieben Siege bei der Tour de France ab. Das ist eine wunderbare Nachricht für all jene, die an sauberem Sport interessiert sind.

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#London2012 (VII): Die ISL-Bestechungsmillionen, ein mysteriöser Scheich, der OCA, die IOC-Präsidentschaft und andere vielfältige Lebenssachverhalte

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LONDON. Es war zuletzt weltweit ja viel über das ISL-Korruptionssystem zu lesen. Die Sache ist noch nicht geklärt, denn die Empfänger eines Großteils der (mindestens) 142 Millionen Franken Schmiergeld bleiben ja unbekannt. Mann sucht sie noch, sie verbergen sich hinter ominösen Stiftungen, werden von Dienstboten in Anwaltskanzleien geschützt, die teilweise selbst Barabhebungen getätigt und Geldkoffer über Grenzen getragen habe. Die Empfänger sitzen in der FIFA, im IOC und in etlichen anderen Weltverbänden, mit denen die ISL Geschäfte gemacht hat.

Nach den Olympischen Spielen werden wir erstmals die komplette, bisher unveröffentlichte Liste der ISL-Schmiergelder zur Verfügung stellen und schauen, ob die Weisheit der Massen (Crowdsourcing) das, was Staatsanwälte und Journalisten zusammengetragen haben, ergänzen kann. Einige Namen finden sich ja doch auf der Liste, und einer, Ahmed Muttaleb, langjähriger Generalsekretär des asiatischen Olympia-Councils OCA und einst wichtigster Mann (keine Ahnung, ob er ihm noch immer dient) des kuwaitischen OCA-Präsidenten, IOC-Exekutivmitglieds und gewesenen OPEC-Präsidenten Scheich Ahmed Al-Sabah, hat gemäß Anklageschrift zum ISL-Prozess mehr als 5,1 Millionen CHF kassiert.

Die Zahlungen sind in der Anklageschrift einzeln dokumentiert, zusammenfassend heißt es:

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