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Wladimir Putin: „the Olympic spirit have been insolently trampled underfoot by politics“

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We greatly value those who uphold the Olympic movement’s principles and strive to preserve the unity of the big Olympic family. To our great regret however, we have witnessed how the humanitarian foundations of sport and the Olympic spirit have been insolently trampled underfoot by politics. We have seen how issues are decided based on considerations of the moment, and how selfish interest and perhaps even cowardice have triumphed over the Olympic principles.

— Wladimir Putin, Moskau, 25. August 2016

Der unpolitischste und mächtigste olympische Sportführer des Planeten hat seine Untertanen mal wieder im Kreml mit Orden geehrt. Wladimir Putin nutzte die Gelegenheit, um sich mächtig über all jene zu beschweren, die die humanitären Werte des Sports und den olympischen Geist aus politischen Gründen knechten und mit Füßen treten. Nur zur Sicherheit: Er hat sich nicht damit gemeint. Putin sieht sich und seine Sportsoldaten als Opfer böser Kräfte des Westens und ganz böser Medien.

Für seine neue Favoritin Jelena Isinbajewa bleibt er begeistert:

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Was vom Tage übrig bleibt (97): Sportminister, gekürzter McLaren-Bericht, Tokio 2020, Isinbajewa

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Einige Notizen und Leseempfehlungen, die nicht in Vergessenheit geraten sollten.

Statement from European Sports Ministers relating to the fight against doping in sport

1) Sportminister aus 19 europäischen Nationen haben eine Erklärung verabschiedet, in der sie die strikte Einhaltung der UNESCO-Konvention und der WADA-Regeln zum Doping fordern. Russland wird darin nicht genannt, das IOC auch nicht. Interessant für mich auf den ersten Blick: Deutschland ist natürlich wieder nicht dabei. Hallo, BMI, halle Herr de Maizière? Mal wieder etwas verpasst?

Klar doch.

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Vor dem Olympic Summit: einigt sich IOC-Bach mit seinem Kumpel Wladimir Putin?

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joint-venture

Zwei Zeugnisse meiner Dichtkunst nach dem IAAF-Entscheid in Sachen Russland, der uns weiter beschäftigen wird. Im ersten Text, einem (leicht erweiterten) Kommentar, den ich am Freitagabend nach diesen ausführlichen Blogbeiträgen auf Spiegel Online veröffentlicht habe, konzentriere ich mich noch auf das IAAF-Papier und die Mitschuld/Verantwortung hoher internationaler Sportfürsten (Coe, Reedie et al). Im zweiten (wie immer ebenfalls erweiterten) Text („Gesamtes russisches Olympiateam soll auf den Prüfstand“), veröffentlicht am Samstag, stelle ich einige Fakten und Überlegungen zur Diskussion, wie es wohl weiter geht – schon am Dienstag beim so genannten Olympic Summit in Lausanne. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit gigantisch größer, dass UDIOCP Thomas Bach wieder routiniert Doppelpass mit seinem Sportkameraden Wladimir Putin spielt und Russland keine weiteren Olympia-Sanktionen fürchten muss, als dass Russlands NOK eventuell komplett oder weitere große Kontingente für Rio gesperrt werden. Doch ausschließen möchte ich letzteres nicht.

Die Story wird fortgeschrieben. (Ich versuche am Ende dieses Blogbeitrags im Laufe des Tages noch einige Lektüre-Empfehlungen zu geben.)

Im Grunde kann man beide Texte wunderbar hintereinander stellen und lesen.

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IOC-Countdown (24 Tage): demaskierende IOC-Email nach Fragen an Präsidentschaftskandidaten #anti-gay-law #Sochi2014

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Eine Summary der gestrigen Email- und Wortwechsel.

Am Freitagmorgen habe ich angesichts der verschärften weltweiten Diskussionen um Putins Anti-Homosexuellen-Gesetz und der Äußerungen von Jelena Isinbajewa, Botschafterin des IOC für die Youth Olympic Games (YOG) und Bürgermeisterin des Olympischen Dorfes 2014 in Sotschi, den sechs IOC-Präsidentschaftskandidaten einige Fragen gestellt.

Bis zum Abend ließ Sergej Bubka ausrichten, er wolle die Fragen am Montag beantworten. Richard Carrión ließ mitteilen, einer seiner Mitarbeiter werde sich telefonisch melden.

Thomas Bach, Ser Miang Ng, Ching-Kuo Wu und Denis Oswald schwiegen.

Spätabends, 22.31 Uhr, schickte mir Emmanuelle Moreau aus dem IOC Press Office eine Message des IOC-Generaldirektors Christophe de Kepper und des IOC-Kommunikationsdirektors Mark Adams. Sie schreiben, die Kandidaten hätten sich miteinander verständigt (was ich aus diversen Quellen bereits wusste) und um diese offizielle Mitteilung gebeten.

Ich möchte diese Email nicht unbedingt als Antwort auf meine Fragen bezeichnen. Denn Fragen werden nicht wirklich beantwortet.

Das ist typisch für das IOC.

Es ist auch typisch für die meisten Präsidentschaftskandidaten.

Möchte gar nicht zu viel hineinheimsen und interpretieren, sondern will an diesem Beispiel einfach mal zeigen, wie Kommunikation in dieser Szene meist funktioniert bzw gar nicht erst zustande kommt.

An einem anderen Beispiel, der Recherche von Grit Hartmann (ihren Fragen an Thomas Bach und den Drohungen von Bachs Anwalt Christian Schertz), habe ich das kürzlich skizziert.

Ich werde darauf im Ebook ausführlich eingehen, weil derartige Vorgänge typisch sind für diese Branche.

Fragen kann man sich meist sparen. Fragen sind meist nur Folklore.

Mark Adams beispielsweise antwortet manchmal erst nach Wochen und dann auch nur mit wenigen Worten, meist ohne auf die Fragen und Details einzugehen. Das ist alles vorsintflutlich.

Gleichzeitig aber verbreiten manche wichtigen Leute, auch bestimmte Präsidentschaftskandidaten und deren Paladine, seit langem die Wahrheitsbeugungen, sie wären hier und da und überhaupt ja gar nicht gefragt worden.

Das ist ein wichtiger Teil ihrer Propaganda, die oft genug auch von Journalisten, die sich für Recherche nicht interessieren, übernommen werden.

Zur Dokumentation nun …

  • meine Fragen,
  • die Email des IOC …
  • … und mein Versuch, Fragen und Email irgendwie in einen Zusammenhang zu bringen.

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IOC-Countdown (25 Tage): what the six presidential candidates have to say about Russia’s anti-gay-law, Isinbayeva and Sochi 2014

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Wait and see.

While waiting:

I told the six gentlemen, candidates for IOC presidency, that I am going to publish their answers in length immediately upon receipt.

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Over the rainbow: the olympic parallel society

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A short summary of a twitter conversation which has started right after the homophobic comments made by Olympic pole vault champion and IOC’s official ambassador for the Youth Olympic Games 2010, Yelena Isinbayeva, in Moscow. Isinbayeva will be Mayor of the Athlete’s Village at the Winter Olympics 2014 in Sochi, Russia, in a country with a new anti-gay-law.

Of course one has to accept a freedom of opinion for Isinbayeva.

What did she say?

Read, for example, Mike Rowbottom at Inside the Games:

„We consider ourselves as standard people – women live with boys, boys live with women.“

„Of course, I don’t support this boycott and I’m also against this polemic,“ she said.

„I feel sorry that they try to involve the athletes into this problem.

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