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Propagandamaschine: das IOC und Putin und die Einheit von Sport und Politik

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Sport hat nichts mit Politik zu tun. Nicht in Russland. (Fotoquelle: President of Russia)

Sport hat nichts mit Politik zu tun. Nicht in Russland. (Fotoquelle: President of Russia)

Die Namen der beiden politisch Hauptverantwortlichen für das gigantische, kriminelle Dopingbetrugssystem des russischen Sports (inklusive des Betruges an vielen tausend Athleten aus aller Welt) tauchen insgesamt nur drei Mal im eher vorläufigen Untersuchungsbericht von Richard McLaren auf.

Wladimir Putin und Dmitri Medwedew.

Präsident und Ministerpräsident.

In jener Zeit, da das nun zusammengebrochene System ersonnen und in Auftrag gegeben wurde, war – Rollentausch – der eine Ministerpräsident und der andere Präsident. Macht es einen Unterschied?

Putin und Medwedew also. Jene Männer, die seit gestern Entlassungen “der Verantwortlichen” versprechen und vornehmen und die Justiz beauftragen. Die jüngste “Meldung” dazu: Medwedew sagt, Sportminister Witali Mutko werde im Amt bleiben.

Der Reihe nach.

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The Empire strikes back: IOC-Attacken auf Doping-Aufklärer und mündige Athleten

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Heute um 15 Uhr (MESZ) wird der Untersuchungsbericht der Welt-Antidoping-Agentur WADA zum staatlich orchestrierten Betrug im Dopingkontroll-Labor in Sotschi 2014 und zum russischen Staatsdoping veröffentlicht. Davon ausgehend wird die Frage neu beantwortet werden müssen, ob das russische NOK komplett den Sommerspielen in Rio fernbleiben soll. Diese Variante, von einer erstaunlich ausdauernden olympischen Opposition gefordert, hatte IOC-Präsident und Putin-Freund Thomas Bach mit seiner Finte des Olympic Summit nur einige Wochen vertagt.

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Supermacht mit Petrodollars: Katars Expansionsstrategie im Sport

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Der Jung-Emir Tamim Bin Hamad Al-Thani hat gut lachen. Läuft alles prächtig bei dieser Handball-WM, in die nicht nur mehr als 220 Millionen Dollar in drei nagelneue Tempel investiert wurden und für die eine komplette Nationalmannschaft eingebürgert wurde – was im IOC, dem Tamim angehört, eigentlich als verpönt gilt, aber das interessiert Tamim doch nicht.

Tamim hat 680 Journalisten die Reise zur WM und einen angenehmen Aufenthalt in Doha bezahlen lassen (dazu mein Beitrag im Magazin Krautreporter: “Katar, Petrodollars und die Journalisten”) und nach dem Sieg gestern gegen Deutschland freut er sich auf das Halbfinale seiner Söldner gegen Polen – und auf das Finale.

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Skate-Gate, Teil 2? Das Korruptionsproblem im Preis- und Kampfrichterwesen

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VANCOUVER. Aus aktuellem Anlass, eine Gute-Nacht-Lektüre aus der Olympiastadt. Skate-Gate, Teil 2?

The Winter Olympics. The only time the rest of the sporting world has its eyes on this beautiful, difficult, horribly corrupt and politicized sport.

Das schreibt Sports Illustrated. Man könnte auch sagen: The Winter Olympics sind der einzige Anlass, zu dem sich Sports Illustrated, der langjährige IOC-Sponsor (Time Warner), für derlei Hintergründe interessiert: “Judge’s e-mail exposes corruption of figure skating’s scoring system”. Sonst kommt: nichts. Sportpolitisch ist SI ein Witzblatt. Aber lassen wir das, ein Seitenhieb muss reichen. Der Artikel gibt einen Überblick zur aktuellen Diskussion. Ich empfehle, einfach mal den Namen Joe Inman bei Google News einzugeben, die Suchmaschine spuckt dann etliche auch deutsche Treffer aus.

Retrospektiv möchte ich ein Kapitel aus dem Buch “Korruption im Sport” anbieten – (fast) umsonst :)

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Julio Maglione und die Präsidenten der olympischen Weltverbände

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Der 73-jährige Julio César Maglione (Uruguay) löst heute in Rom den 76-jährigen Moustapha Larfaoui (Algerien) als Präsident des Schwimm-Weltverbandes FINA ab. Das ist nicht wirklich eine Verjüngung und auch nicht wirklich eine Wachablösung. Denn Maglione diente schon in der ersten Amtszeit von Larfaoui, der 1988 Präsident wurde, als Vizepräsident. Seit 1992 ist Maglione Schatzmeister der FINA. Er sitzt seit einem Vierteljahrhundert im FINA-Bureau, er trug die desaströse Politik seines IOC-Kameraden Larfaoui mit, der FINA-Ehrenpräsident wird. Es heißt, Maglione werde dem Unsinn der Schwimmanzüge ein Ende bereiten. Mag sein, aber das soll heute nicht mein Thema sein. Stattdessen ein wenig Statistik, ich bitte um Nachsicht.

Da sich in den vergangenen Jahren an der Spitze der derzeit 33 olympischen Fachverbände doch einiges getan hat, hier mal eine aktuelle Übersicht der Präsidenten, schon inklusive Maglione:

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Steuerbefreiungen für Sportverbände (2): Liebling Schweiz

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Sie haben es nicht leicht, die Schweizer. Müssen das Bankgeheimnis wahren, den rund 60 internationalen Sportverbänden im Land – neben dem IOC (das neuerdings Beobachterstatus in den Vereinten Nationen anstrebt), der Fifa und der Uefa auch die olympischen Weltverbände im Rudern (FISA), Baseball (IBAF), Basketball (FIBA), Boxen (AIBA), Radsport (UCI), Reiten (FEI), Fechten (FIE), Turnen […]

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Vom Umgang mit Dopingproben

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Ich habe ein paar Emails bekommen, in denen ich gefragt werde, wie ich das denn gemeint habe, mit den Dopingproben, die seit mindestens sieben Wochen (einige seit mehr als zehn Wochen, wenn ich die Olympic Period berechne) in Peking lagern und jetzt doch irgendwie-irgendwo-irgendwann nach Lausanne geschafft werden sollen. (Laut IOC-Boss Rogge sind sie bereits […]

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