[ Schlagwort eoc]

Was vom Tage übrig bleibt (98): IOC-Ticketdealer Hickey, Kuwait, IPC, CAS, NADA

 •  • 1 Comment

Audienz im Vatikan, 2013 (Foto: EOC)

Einige Lesebefehle: Dokumente und Beiträge, die man studiert haben sollte. Die Themenliste: IOC-Ticketdealer Pat Hickey, Bachs Mann für Autonomie; Hausdurchsuchungen in Kuwait; das CAS-Urteil zur Sperre des Russischen Paralympischen Komitees in voller Länge, das jüngste Positionspapier von 17 Nationalen Anti-Doping-Agenturen nach deren Treffen gestern in Kopenhagen.

Read the Full Story

live aus Rio (24): die Verhaftung des Patrick Hickey

 •  • 34 Comments

BARRA DA TIJUCA. Na da schau her. Eine Sondereinheit der brasilianischen Polizei hat gegen 6.30 Uhr Ortszeit im Windsor Marapendi, dem IOC-Hotel, den berüchtigten Geschäftemacher Patrick Hickey verhaftet, den Stammleser dieses Blogs ausgesprochen gut kennen. Pat Hickey musste ganz schnell ins Krankenhaus, weil ihm irgendwie unwohl war. Aus Polizeikreisen verlautete, Hickey habe einen alten, kranken und sehr erschrockenen Eindruck vermittelt, weshalb man nichts riskieren wollte und ihn zunächst zu einer Untersuchung ins Krankenhaus brachte.

Die Meldung twitterte mein Freund Jamil Chade exklusiv:

Zwei weitere brasilianische Journalisten waren morgens am Hotel.

Hickey ist Präsident des NOK Irlands, Präsident der European Olympic Committees (EOC), IOC-Mitglied und Mitglied des IOC-Exekutivkomitees. Neben vielen anderen Funktionen.

Read the Full Story

live aus Rio (9), Take that, Bach & Putin: IPC suspends the Russian Paralympic Committee

 •  • 19 Comments

BARRA DA TIJUCA. Owen Gibson hat schon Recht gehabt gestern im Guardian. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) unter dem britischen IOC-Mitglied Sir Philip Craven macht Ernst und suspendiert das Russische Paralympische Komitee. Die Paralympics im September werden demnach ohne Russland stattfinden.

Read the Full Story

Propagandamaschine: das IOC und Putin und die Einheit von Sport und Politik

 •  • 4 Comments
Sport hat nichts mit Politik zu tun. Nicht in Russland. (Fotoquelle: President of Russia)

Sport hat nichts mit Politik zu tun. Nicht in Russland. (Fotoquelle: President of Russia)

Die Namen der beiden politisch Hauptverantwortlichen für das gigantische, kriminelle Dopingbetrugssystem des russischen Sports (inklusive des Betruges an vielen tausend Athleten aus aller Welt) tauchen insgesamt nur drei Mal im eher vorläufigen Untersuchungsbericht von Richard McLaren auf.

Wladimir Putin und Dmitri Medwedew.

Präsident und Ministerpräsident.

In jener Zeit, da das nun zusammengebrochene System ersonnen und in Auftrag gegeben wurde, war – Rollentausch – der eine Ministerpräsident und der andere Präsident. Macht es einen Unterschied?

Putin und Medwedew also. Jene Männer, die seit gestern Entlassungen „der Verantwortlichen“ versprechen und vornehmen und die Justiz beauftragen. Die jüngste „Meldung“ dazu: Medwedew sagt, Sportminister Witali Mutko werde im Amt bleiben.

Der Reihe nach.

Read the Full Story

The Empire strikes back: IOC-Attacken auf Doping-Aufklärer und mündige Athleten

 •  • 1 Comment

Heute um 15 Uhr (MESZ) wird der Untersuchungsbericht der Welt-Antidoping-Agentur WADA zum staatlich orchestrierten Betrug im Dopingkontroll-Labor in Sotschi 2014 und zum russischen Staatsdoping veröffentlicht. Davon ausgehend wird die Frage neu beantwortet werden müssen, ob das russische NOK komplett den Sommerspielen in Rio fernbleiben soll. Diese Variante, von einer erstaunlich ausdauernden olympischen Opposition gefordert, hatte IOC-Präsident und Putin-Freund Thomas Bach mit seiner Finte des Olympic Summit nur einige Wochen vertagt.

Read the Full Story

Was vom Tage übrig bleibt (92): Warum die European Games in Baku stattfinden

 •  • 11 Comments

Nochmal eine Summary, warum diese überflüssigen European Games nach Baku gekommen sind. Über Geldflüsse wird man wohl noch eine Weile reden müssen und vielleicht Dank des Organized Crime and Corruption Reporting Projects (OCCRP) auch einiges erfahren. Khadija Ismailowa ist ja leider gerade im Knast verhindert und kann ihre großartigen Recherchen nicht fortsetzen.

Ausrecherchiert scheint mir vorerst nur die Frage, ob Mehriban Alijewa und ihre zauberhaften Töchter Arzu und Leyla denselben plastischen Chirurgen beauftragen. Ich finde, Lippen, Nasen und einige andere Körperteile und Rundungen ähneln sich doch sehr. Das wird Aserbaidschans Botschafter gewiss anders sehen. Wer’s nicht glaubt, sollte selbst mal nach Fotos googeln.

"Ehrenloge" 1st European Games: arzu-leyla-mehriban

Die königliche Familie feiert irgendeinen Ringer. Foto: President of Azerbaijan, Press Office.

Aber nun wirklich zum Wichtigen. Einige der OCCRP-Kollegen von Khadija Ismailowa haben in den vergangenen Tagen diese Recherchen vorgelegt:

Read the Full Story

Was vom Tage übrig bleibt (91): FIFA, Interpol, European Games, Patrick Hickey und die Verantwortungslosigkeit des Sports

 •  • 11 Comments

KÖLN. Moin, moin. Flink einen neuen Eintrag erstellt, um den Irrsinn des Tages zu protokollieren. Heute werden die European Games in Baku eröffnet, wo sich der DOSB und ein halbes Hundert weitere europäische NOK vom schwer-korrupten Despoten Ílham Alijew aushalten lässt.

Würde ja gern wissen, ob der Baku-Propagandasender Sport1 tatsächlich, wie andere TV-Anstalten, nichts bezahlt hat für die Übertragungsrechte und stattdessen auf den Deal eingegangen ist, Werbeclips zu senden – so als sei die milliardenschwere bizarre Veranstaltung nicht ohnehin schon ein einziger Werbeclip des Alijew-Clans.

Habe mehrfach gefragt.

Keine Antwort.

Bei einem Medientag von DOSB und Sport1 vor einigen Wochen war es wieder die Diktatur-affine Fechterin Britta Heidemann, im vergangenen Jahr noch alberne TV-Praktikantin der ARD bei der Fußball-WM, die die richtigen Worte finden sollte, um die Schande Baku zu entschuldigen. Heidemann, schon verbissene Verteidigerin von Peking 2008, hat Erfahrung darin. Andere Sportler sollen lieber schweigen, so sehen es die in diesem Punkt gestrengen Regeln des EOC (und damit auch des DOSB) vor.

The infringement of these Guidelines can cause the withdrawal of the accreditation.“

Darüber, ob und was Sportler sagen dürfen wollen sollen können und gesagt und geäußert gewollt haben können, wurde oft debattiert.

Derlei Guidelines gibt es ja bei allen Großveranstaltungen. Erinnern wir uns an Sotschi, wo Athleten nicht einmal Trauerflor gestattet war. Dafür sorgte der gestrenge Herr IOC-Bach, der das hinterher aber natürlich anders darstellte und später in Norwegen um Versöhnung bemüht war.

Eigentlich müssten die Sportler in Baku in Ganzkörper-Trauerflor antreten.

Read the Full Story

Was vom Tage übrig bleibt (90): Guardian darf nicht über die European Games berichten, EU-Parlament fordert Blatters Rücktritt, FIFA-Ebook

 •  • 6 Comments

Es muss schnell gehen, bin gleich wieder unterwegs. Der ganze Irrsinn der olympischen Welt spiegelt sich im gestrigen Blog-Eintrag, was für ein Wahnsinn, wie verlogen. Und es geht heute munter weiter. Die Schergen des Ílham Alijew scheuen sich nicht, den Guardian von der Berichterstattung der European Games auszuschließen.

Wird das EOC protestieren? Das IOC? Scheich Ahmad? Thomas Bach? Patrick Hickey? Der Weltverband der Sportjournalisten AIPS? Der DOSB?

Selbst wenn, wie glaubhaft wäre das? Alijew hätte nie diese Spiele bekommen dürfen. Er hat letztlich sämtliche Teilnehmer der Sause gekauft.

Welchen Unsinn tischen uns die olympischen Propagandisten – von DOSB über den Baku-Sender Sport1, Jon Tibbs (JTA) und andere Alijew-Knechte – noch auf?

What’s next?

Wer es noch nicht gelesen hat gestern Abend, unbedingt das Statement der Botschaft von Aserbaidschan in Deutschland studieren.

Bizarr.

Und nun zur FIFA.

Read the Full Story

live aus Lausanne: Olympia 2022, Baku 2015, koffertragende Prinzen, der DFB-Brief und andere Merkwürdigkeiten #FIFA

 •  • 16 Comments

Aktuelles zuerst:

LAUSANNE, 7.58 Uhr: Prinz Frederik bringt gerade seine Koffer zum Concierge. Ja, er bringt sie selbst. Darauf besteht er, obwohl er zwei Bodyguards dabei hat. Pál Schmitt, gewesener ungarischer Staatspräsident, wegen seiner abgeschriebenen Doktorarbeit aus dem Amt gejagt, kommt vom Frühstück. Walter Gagg, Sepp Blatters treuer Diener, der hier auf Issa Hayatou aufpasst und ihm zur Seite steht, schlürft verschwitzt vom Gym durch die Lobby zum Fahrstuhl. WADA-Präsident Sir Craig Reedie spaziert entspannt umher, als hätte er keine Sorgen. Ein alter Fahrensmann von Horst Dassler aus der ISL-Crew eilt mit seinen neuen Geschäftspartnern aus Kasachstan zum Showroom des Olympiabewerbers 2022.

Chef dieser Almaty-Combo ist übrigens ein guter alter Bekannter, ein treuer Diener des Scheichs Al-Sabah, der gelegentlich den Bodyguard spielt – einer der Scheich-Trottel, die mich vor zwei Jahren in Buenos Aires unsanft abführten und die Kamera entwendeten.

Hoppla, wo bin ich hier? Natürlich im Lausanne Palace.

Read the Full Story

Gartenparties bei Scheich Ahmed und Präsident Jacques

 •  • 17 Comments

Zurück aus Lausanne.

Es war spannend. Es bleibt spannend.

Es wird spannender denn je bis zum 10. September 2013, bis zur Wahl des neunten IOC-Präsidenten.

Auch im Projekt des IOC-Buches, dessen Vorverkauf sich ganz gut anlässt.

Es ist der siebte Werktag, seit Krautreporter das Projekt am 10. Juni 2013 freigeschaltet hat, und derzeit (Stand 13.58 Uhr) sind 6.295 Euro finanziert.

Das ist fein. Da geht aber hoffentlich noch ein bisschen.

Sie werden es gewiss nicht bereuen, denn das Buch ist auf einem guten Weg, ich denke, Sie bekommen etwas besonderes.

Nun also zum Kurztrip nach Lausanne am vergangenen Wochenende. Einige Schnappschüsse müssen sein. Diese Bildergeschichte ist vielleicht nicht so spannend wie die letzte aus St. Petersburg über den Scheich und Putin, aber ich geh’s dennoch mal an.

Mein Problem diesmal: trottelhaft habe ich meine Videokamera daheim im Arbeitszimmer liegen lassen und musste mich vor Ort mit einer kleinen Schnappschusskamera retten.

Trotzdem: Willkommen im Olympia-Zirkus. Manege frei!

Read the Full Story

Romário warns of Hickey ‚influence peddling‘ in Rio

 •  • leave a comment

Football legend Romário, the great striker turned politician, sickened by Olympic ticket scandals, has launched a blistering campaign to force the International Olympic Committee to share control of the sale of tickets for the 2016 Rio Games.

The socialist Congressman last week fired off formal requests for Olympic officials to testify to a Brazilian congressional committee. Romário’s first target is veteran IOC member Patrick Hickey, a member of the IOC’s Rio Co-ordinating commission who will be intimately involved in supervising ticketing plans.

Hickey, president of the Olympic Committee of Ireland, is in the unenviable position of having to explain how his son Stephen came to be on the payroll of the company that acquired a significant slice of Ireland’s allocation of tickets for the London Olympics. There are also questions still to be answered about Hickey’s knowledge of the bribes paid to win the 2002 Olympics for Salt Lake City.

Read the Full Story