yang ho cho

cheat of the day (I): „We never said we would build a bullet-train track from Incheon to PyeongChang“

Screenshot aus einem offiziellen Bewerber-Video

Neues Jahr, neue Rubrik. „Cheat of the day“, Betrug des Tages, Schwindel des Tages. Ich bin sicher, die olympische Welt wird uns weiter einiges Unverfrorenes bieten.

Beginnen wir also mit den Olympia-Gastgebern aus Pyeongchang.

Der gewesene Bewerbungschef Cho Yang Ho, Boss von Korean Air, sagte (nicht nur) im Juli, unmittelbar vor der Entscheidung über die Winterspiele 2018, in Durban:

The investment programme for the Winter Games infrastructure is already underway with projects such as the double-track express railroad which will connect Seoul’s Incheon Airport directly to Pyeongchang in 68 minutes.“

Inzwischen haben es sich die Koreaner anders überlegt.

Verwarnung für Pyeongchang: „IOC rules on potential conflict of interests“

Es wird noch spannend in diesem Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Und München holt international auf, das erzähle ich seit Vancouver, das bestätigte sich in Dubai und erst recht in Acapulco. Inzwischen ist es nicht mehr überraschend.

München holt auch deshalb auf und hat Chancen auf die Spiele, weil die Südkoreaner Fehler machen. Sie können halt nicht anders. In Korea stehen viele Konzerne hinter der Bewerbung, und die machen das, was sie immer machen, so sind sie groß geworden im Olympia-Business. Sie kaufen Image und Stimmen mit Sponsorverträgen, zum Beispiel. Sonderlich geschickt sind sie dabei nicht, aber wenn sie die Spiele haben wollen, müssen sie sich ein wenig smarter anstellen …