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Schwarze Kassen bei der WM 2006 #FIFAcrime #DFB

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Ein spannender Tag für den deutschen Fußball, dessen Führungsriege seit etlichen Stunden in heller Aufruhr ist. Stellt schon mal Popcorn-Vorräte bereit, liebe Leute. #FIFAcrime hat endgültig Deutschland erreicht.

Alles weitere in unserer Titelgeschichte im gedruckten SPIEGEL (Samstag), ab 18 Uhr im digitalen SPIEGEL und bei den Kollegen von SPIEGEL ONLINE.

Das zerstörte Sommermärchen -- SPIEGEL 43/2015

Die Vorabmeldung:

Schwarze Kasse für deutsche WM 2006 / 10,3 Millionen ­Franken von Adidas-Chef Louis-Dreyfus / Beckenbauer und Niersbach offenbar eingeweiht

Der deutsche Fußball stürzt in seine größte Krise seit dem Bundesliga-Bestechungsskandal der Siebzigerjahre: Die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland war mutmaßlich gekauft. Das Bewerbungskomitee hatte eine schwarze Kasse eingerichtet, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus heimlich mit 10,3 Millionen Schweizer Franken gefüllt hatte – damals 13 Millionen Mark. Eingeweiht waren allem Anschein nach der Chef des Bewerbungskomitees, Franz Beckenbauer, spätestens seit 2005 der heutige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach, und weitere hochrangige Fußballfunktionäre.

Das Geld hatte Louis-Dreyfus, damals Vorstandschef von Adidas, dem deutschen Bewerbungsteam vor der WM-Entscheidung am 6. Juli 2000 als Privatmann heimlich geliehen; es tauchte weder im Haushalt des Bewerbungskomitees noch später, nach dem Zuschlag für Deutschland, im Haushalt des Organisationskomitees (OK) auf.

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Freunde von FIFA-Franz und FIFA-Sepp: WM-Lobbyisten und Steuermillionen

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JOHANNESBURG. Fedor Radmann hat die Weltmeisterschaft für einige Tage verlassen und sich an seinen Schweizer Wohnsitz zurückgezogen. Es gibt immer zu tun für einen wie ihn, einen einflussreichen Fußball-Lobbyisten, den Vertrauten des FIFA-Exekutivmitglieds und Multi-Unternehmers Franz Beckenbauer. Gerade, etwas unangenehm, musste Radmann in Salzburg vor dem Olympia–Untersuchungssausschuss über die Finanzflüsse der einstigen Olympiabewerbung aussagen. Radmann […]

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Südafrika, Tag 8: Frühstück mit Joe Biden

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SANDTON. Nicht mal in Ruhe frühstücken kann man während so einer WM. Dennoch finde ich es erstaunlich, dass ich überhaupt in mein Büro in der unteren Bar des Michelangelo Hotels gelassen wurde heute morgen. Draußen schwante mir nichts Gutes, als ich die schweren Autos und die vielen kernigen Jungs mit Knöpfen im Ohr sah. Doch […]

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Grüße aus Usbekistan und Südamerika: die Schiedsrichter der ersten sechzehn WM-Spiele

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JOHANNESBURG. Soeben hat die Fedération Internationale de Football Association (FIFA) die Schiedsrichterteams für die ersten sechzehn Spiele bekannt gegeben. Das Eröffnungsspiel leitet also der Sportkamerad Rawschan Irmatow aus Usbekistan. Im ersten Viertel der WM-Begegnungen dabei: Zweimal Mexiko, Brasilien, Chile, Argentinien, Uruguay – und die Seychellen. Fünfmal Europa, darunter Wolfgang Stark (DFB) und Howard Webb (England) Hier […]

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Minister Jack Warner oder: „a brilliant piece of ass kissing“

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Stimmen wir uns weiter ein auf die Fußball-WM. Was ich zu sagen vergaß (wie so vieles in den vergangenen Wochen): Mein spezieller Freund Jack Austin Warner, der sehr ehrenwerte FIFA-Vizepräsident und UNC-Chairman, war bei den Wahlen daheim auf Trinidad & Tobago nicht ganz unerfolgreich. Jack wurde unter Premier Kamla Persad Bissessar, dessen Website leider gerade […]

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Katar und die WM 2022: Fußball im Kühlschrank

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Gruppenbild mit dem Junior-Emir: Katars WM-Botschafter Gabriel Batistuta (l.), Ronald de Boer (r.) und Sami Al-Jaber (2. v.r.) — im Zentrum: der Chef der Bewerbung, Seine Exzellenz Scheich Mohammed bin Hamad bin Khalifa Al-Thani, Sohn des Emirs. Ein anderer Sohn des Emirs ist IOC-Mitglied, das nur am Rande. Mein alter Freund Mohamed Bin Hammam tritt dagegen derzeit kaum in Erscheinung.

JOHANNESBURG. Es wird noch viel zu reden sein über eine weitere abstruse Idee des Joseph Blatter: zwei Fußball-Weltmeisterschaften gleichzeitig zu vergeben. In genau einem Jahr ist es so weit: Die Ehrenmänner des FIFA-Exekutivkomitees werden auf einer Sitzung über die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 entscheiden.

Warum ein Mega-Event zwölf Jahre vorher vergeben wird: Es gibt keine vernünftigen Gründe dafür. Was Blatter anführt, man habe damit bessere Vermarktungsmöglichkeiten, ist großer Unsinn. Ein Hirngespinst. Ich werde später sicher mal eine Liste der Fragen und negativen Seiten zusammenstellen, die damit verbunden sind.

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Sepp, zu Gast bei Putin: „I am really glad that you greet me as a friend“

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Mein Freund Joseph Blatter hatte vergangene Woche in Kopenhagen schon erzählt, dass er einen Termin bei Wladimir Putin hat. So war ich ganz gespannt zu erfahren, was die Präsidenten im Weißen Haus besprochen haben – und wurde vom Informationsdienst der russischen Regierung einmal mehr nicht enttäuscht. So stellt man sich das vor in einer Demokratie. […]

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Wie die Leichtathletik-WM nach Berlin kam

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Jubel bei Schily, Wowi & Co.

Happy End in Helsinki, Dezember 2004 — WM-Sieg für Berlin!

So war das damals, am 4. Dezember 2004, als das IAAF-Council die Leichtathletik-WM 2009 an Berlin vergab. Da freuten sich Otto Schily, Clemens Prokop, Klaus Wowereit, Klaus Böger, Dagmar Freitag und einige andere der üblichen Verdächtigen.

Der Weg zur WM war steinig und lang. Er war, nicht nur gelegentlich, kurios. Und oft genug auch aufregend. Ich habe mal eine kleine Chronik zusammengestellt, wie Berlin an diese WM kam. Es ist wirklich nur eine Andeutung der vielen Geschichten. Aus Zeitgründen kann ich kaum etwas verlinken. Ich habe selbst viel dazu in der Berliner Zeitung geschrieben, etliche Textpassagen finden sich in der Chronik.

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Sepp, ganz stolz: WM-Freitickets für Barack Obama

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Ach, ich freue mich so für Sepp und Jack. Endlich mal im Weißen Haus. Fehlt nicht mehr viel bis zum Friedensnobelpreis, den der Chefaltruist der Weltreligion Fußball dann nach der WM 2010 in Südafrika bekommen mag. Ich hätte dieser Tage gar keine Screenshots machen müssen von der FIFA-Webseite*, denn wie ich beim Durchsehen der Emails […]

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Die Heilige Fußballfamilie: Bin Hammams Anfängerfehler

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Hier sitzen die Ritter der Tafelrunde. Wer einen Platz im Fifa-Exekutivkomitee erstreiten kann, bestimmt über die Geschicke des Weltfußballs mit. Nur wer dem Exekutivkomitee angehört, hat eine Chance, irgendwann – in diesem oder im nächsten Jahrtausend – den Großen Vorsitzenden Joseph Blatter zu beerben. Nur darum geht es im feurigen und schmutzigen Kampf, der derzeit im größten und bevölkerungsreichsten Kontinent tobt.

FIFA-ExKo Sitzungssaal

Sitzungssaal des Fifa-Exekutivkomitees im Fifa-Hauptquartier in Zürich

Dies ist die bizarre Geschichte eines der bislang mächtigsten Fußballfunktionäre der Welt. Eines Mannes, der Stammgast ist hier im Blog, und der als Kronprinz des Fifa-Präsidenten galt. Der Blatter bei zwei von Korruptionsvorwürfen überschatteten Wahlen – 1998 und 2002 – in Afrika und Asien mit Petro-Dollars Stimmen beschaffte. Der für Blatter Drecksarbeit verrichtete, bis heute das berüchtigte Fifa-Entwicklungshilfeprogramm („Goal“) leitet, das Insider auch als Stimmenbeschaffungsprogramm betrachten. Der seine Schuldigkeit getan hat, zu gefährlich wurde und deshalb fallen gelassen wird von Blatter: Mohamed Bin Hammam aus Katar.

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Ethik-Pause für Lord Coe

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Entwarnung für Jack the Ripper und alle anderen Klein– und Großganoven im Königreich Fifa: Sebastian Coe, Lord Coe natürlich, Multitaskfunktionär (Foto: mit Tony Blair 2005 in Singapur), u. a. IAAF Vice President, Wanna-be-IOC-Member, Chairman of the Fifa Ethics Commission, Chairman of The London Organising Committee for the Olympic Games (LOCOG), wird auch noch Non-executive Director […]

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AFC: Revolution gegen Bin Hammam

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Eigentlich wollte Mohamed Bin Hammam am 8. Mai 2009 gemeinsam mit der asiatischen Fußballfamilie Geburtstag feiern. 60 wird er an diesem Tag, an dem der Kongress der Asian Football Confederation (AFC) tagt, als deren Präsident der Katari fungiert. Doch so schnell kann’s gehen in Sepps Welt: Offenbar wird Bin Hammam an der Fifa-Spitze nicht mehr […]

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