[ Schlagwort veronika rücker]

Paradoxon Olympia 2032: Berlin ist draußen, NRW ist ein Kandidat, ohne zum Kandidaten gekürt worden zu sein.

 •  • 5 Comments

Wer die Diskussion um die Olympischen Sommerspiele 2032 und einen Kandidaten Nordrhein-Westfalen verstehen will, muss umdenken und sollte die Chronik der Olympiavergaben seit 1991 studieren. Wir sind es gewöhnt, Olympiabewerbungen in jenen Kategorien und unter jenen Regeln zu betrachten, die das IOC Anfang der 1990er Jahre festgezurrt hatte. Viele dieser Grundsätze gelten aber nicht mehr.

Insofern ist NRW im Grunde schon ein Olympia-Kandidat, schlicht und einfach, weil sich dort ein Ministerpräsident (Armin Laschet/CDU), ein vorzüglich vernetzter Sportvermarkter (Michael Mronz/FDP) und 14 OberbürgermeisterInnen committed haben, wie es auf Neudeutsch heißt. Anfang des Jahres machten Laschet, Mronz und Veronika Rücker, die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), dem IOC-Präsidenten Thomas Bach (FDP) in Lausanne ihre Aufwartung. Seitdem ist #NRW2032 quasi im Rennen, obwohl es noch keinen Grundsatzbeschluss des DOSB gegeben hat, der gemäß IOC-Grundgesetz (Olympische Charta) allein über eine Bewerbung entscheidet. Obwohl es einen solchen Beschluss wohl frühestens 2021 geben wird.

Dann allerdings, danach sieht derzeit vieles aus, könnten die Sommerspiele 2032 schon vergeben sein.

Zu kompliziert?

Ich sage doch, was man bisher über Olympiabewerbungen kannte und zu wissen glaubte, kann man beinahe vergessen. Heute ist (fast) alles anders und das will ich in einem länglichen Beitrag ansatzweise erklären.

Wir alle müssen dabei umdenken und alte Kategorien streichen.

Am Beispiel NRW vs Berlin heißt das:

NRW ist ein Kandidat, ohne vom DOSB gekürt worden zu sein.

Berlin ist nichts, ohne vom DOSB dazu gekürt worden zu sein.

Read the Full Story

live aus PyeongChang (27): DOSB-Selbstbeweihräucherung mit drei Ausrufezeichen!!!

 •  • leave a comment

PYEONGCHANG. Bilanzpressekonferenz des DOSB. Hat Tradition in diesem Theater. Zunächst nur runtergeschrieben, dann verfeinert.

Leistungssport-Vorstand Dirk Schimmelpfennig:

Das TeamD hat aus diesen Olympischen Spielen ein sportliches Spektakel gemacht.

Viele Geschichten, die dafür stehen.

Medaillen „19 plus x als Ziel. Das x könnte auch groß sein. Es ist jetzt relativ groß.“

Sotschi und Vancouver werden wir am Ende beides toppen. Nach dem Ausrutscher von Sotschi können wir sagen, dass wir wieder zu den führenden Wintersportnationen zählen.

Wir haben deutlich zugelegt auch in der Bewertung der Plätze vier bis acht.

Wir haben die Nationalhymne hier gehört so oft wie noch nie.

2002 bis 2014 Ergebnisse runtergegangen. So ist dieses Ergebnis hoffentlich auch eine Trendwende. Wird sich in den nächsten acht Jahren zeigen, ob wir das weiter entwickeln können.

Ski Alpin, Langlauf, Eisschnelllaufen und Trendsport außer Snowboard konnten sich nicht beteiligen.

Die Frage der Strategie wird auch sein, ob wir diese Erfolgswahrscheinlichkeiten im Sinne des Erhalts der Vielfalt ausbauen können. Wir tendieren zu dieser Lösung und wollen auch den Sport in seiner Breite darstellen.

Die DSOB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker bleibt natürlich im Marketingsprech.

TeamD.

Ach ja.

Vor zwei Jahren in Rio hieß das noch unentwegt Sportdeutschland.

Read the Full Story